Karsli ein Antisemit

Hugo 18.05.2002 02:42
In der FDP wird der Übertritt des Grünen Karsli heiss diskutiert. Dabei wird Karsli als Antisemit bezeichnet, ein Vorwurf, der wegen rechter Postings und israelkritischer Statements aus der globaliserungskritischen Bewegung (etwa von chomsky) auch Indymedia trifft. Im Falle Karslis lohnt es sich aber seine Austrittserklärung, an der sich die Kritik entbrandete im Original zu lesen.
Auf seiner Landtagshomepage macht sich der syrischstämmige Jamal Karsli
 http://home.landtag.nrw.de/mdl/jamal.karsli/inhalt.htm
für verschiedene Politikbereiche stark, die nicht unbedingt unmittelbar zu den Politikfeldern eines Landtagsabgeordneten gehören.

- Flucht und Asyl
- Einwanderungsland NRW
- Internationales
- Afghanistan

Was veranlasst nun so einen Grünen Politiker ausgerechnet zu der FDP zu wechseln, dies scheint sehr merkwürdig. Seine Austrittserklärung vom 23.4.02 im Original ist recht lesenswert, hier der Link

 http://home.landtag.nrw.de/mdl/jamal.karsli/b15.htm

Karsli wurde im Anschluss wie viele Politiker vor ihm von der Jungen Freiheit interviewt, einer Rechtsaussenzeitung, ohne von der Identität des Journalisten zu wissen.
 http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/karsli/karsli-interview.jhtml

Die Wochenzeitung Die Zeit meinte zu diesem Interview: "In einem Interview mit der rechtsradikalen Zeitung "Junge Freiheit" sprach er von einer internationalen "zionistischen Lobby", die dafür sorge, dass jede Kritik an Israel als antisemitisch diffamiert werde."
 http://www.zeit.de/2002/20/Politik/herzinger02_0510.html

Der Grüne wurde von der FDP in Recklinghausen mit einer Mehrheit aufgenommen:
 http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/karsli/recklinghausen.jhtml


Zu den merkwürdigsten Aktionen im Wahlkampf gehört sicherlich auch der wenig vielverprechende Strafantrag von Claudia Roth gegen Fallschirmstehaufmännchen-Möllemann, siehe
 http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/karsli/kritik_moellemann.jhtml

Es bleibt spannend zu verfolgen, wie die FDP mit ihrer Antisemitismusdebatte umgeht. Vielleicht können auch wir lernen, wie man die Grenze zwischen "zulässiger" Kritik und Antisemitismus political correct ziehen kann. ES ist sehr schwierig in Deutschland die Gratwanderung zwischen Israelkritik/Kritik an Sharon und dem Vorwurf des Antisemitismus zu gehen. Wenn man aber zu leichtfertig mit dem Antisemitismusvorwurf umgeht, entwertet man ihn auch.
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Ergänzungen

linke und ausländer

ausländer 18.05.2002 - 03:17
tschja; jetzt haben die deutschen linken ein problem mit ausländern; ausländer raus rufe werden wohl demnächst folgen; ausländer waren solange gern gesehen bis sie nicht ihre eigene meinung äußern dürften; tun sie das werden sie ausgeschlossen; das ist ja eine tolle demokratie. die mehrheit der ausländer ist nun mal gegen sharon; es gibt also krieg zwischen teile der dt. "linke" und aisländer. wir ausländer müssen also jetzt in der dt. geselllschaft gegen dt. linke , gegen dt. rechte und gegen dt. neue mitte kämpfen und so gott will werden wir siegen

lass mal bitte deine rassentheorien stecken!

nicht-deutscher 18.05.2002 - 03:24
1.) es geht nicht um sharon in dem text
2.) "DIE ausländer" kann mal wieder nur von einem anhänger einer bestimmten politsekte kommen, der hier gerne etwas stänkern will...

Danke für die Linksammlung

Adorno 18.05.2002 - 03:27
Nach den vielen Forderungen, gefälligst nur die Statements Grupe xyz zu diesem Thema zu lesen, ist das endlich mal eine Sammlung, die es erlaubt, sich selbst ein Bild zu machen. Ich denke auch daß es nicht sooo einfach ist, wie oft dargestellt. Einige Äusserungen von Karsli sind aber schon ziemlich hart und die Junge Freiheit sucht sich nicht umsonst solche Gesprächspartner. Vielleicht sollte gerde bei diesem Thema sehr viel Sensibilität an den Tag gelegt werden.

alles wahlkampfgetöse oder mehr?

18.05.2002 - 03:37

Karsli ist Syrer!

Lola 18.05.2002 - 03:37
Anstatt Karsli hier Global zu defamieren, könnten Verschiedene Leute mal Genau Angaben zu Karslis Vergehen machen.

ausländer dürfen reden

ali 18.05.2002 - 03:39
wir ausländer werden bald deutschland erobern besetzen die deutschen vertreiben; in flüchtlingalgern stecken und foltern, töten , ihre häuser und unternehmen mit buldozern platt machen; dann werden wir sehen, ob sie DIESE politik gut finden; und wenn sie sich beschweren werden wir sie antisemiten nennen oder anti-irgendwas oder terroristen. das ist genau die (israelische) politik, die die deutschen gut heißen; sie müssen sich aber vorstellen, würden sie das selbst gut finden, wenn man mit ihnen genau das machen würde, was israelisis mit palästinensern macht; natürlich würden sie das nicht gut finden; aber warum moralische dopplestandards? weil blöd

Ich heisse nix gut!

Lola 18.05.2002 - 03:48
Und ich glaube auch nicht das Ali das mit Deutschland machen würde.

Und was geht das indy an?

Elvis Welle 18.05.2002 - 03:53
Ist indy die FDP Parteizentrale?

antisemit? aber sicher

bad song 18.05.2002 - 08:25
vergleiche zwischen dem nationalsozialismus und egal was anzustellen, hat in deutschland immer die funktion, den zweck und oft auch das motiv die singulären verbrechen deutschlands zu relativieren. das war umfassend der fall im krieg gegen jugoslawien. im falle israels ist dieser vergleich aber besonders perfide und wirksam, weil er hier opfer zu tätern macht. damit sind dann also nicht nur die anderen genauso schlimm wie "wir", sondern mehr noch: wenn die "die juden" selber nazis sind, dann kann der holocaust so schlimm doch gar nicht gewesen sein.
während dieser vergleich quasi noch verdeckt antisemitisch ist, ist die rede von der "zionistischen lobby", die eine gewaltige macht über die deutschen hat eine klassisches antisemitisches stereotyp. "den juden" die macht zuzusprechen die köpfe der menschen manipulieren zu können ist beinahe schon der inbegriff des antisemitismus.
das üble ist, dass karsli vermutlich noch recht hat, wenn er sagt, dass er die überwiegende mehrheit der deutschen bevölkerung auf seiner seite weiß, auch wenn der zeitatikel davon spricht, dass im schnitt 31% israel einseitig die schuld zuweisen.

Na Also wenn Anti Semitistmus

18.05.2002 - 08:53
und Anti Amerikanismus das Gleiche ist, was ist dann mit der Aktuellen Weltkrise in der ein Bush gegen eine Achse der Bösen mobilisiert, und Abtrünnigen Nato Verbündeten mit Gewissensbissen des Sympatisantentums mit Terroristen bezichtigt, ist das nicht eine Globale Manipulation der Köpfe?
Ist es nicht einfach bloss möglich das Abtrünnige Nato Verbündete Friedlibend sind, Kein Geld haben, oder Freunde unter den Bösen der Achse des Bösen haben, oder sich Wesentliche Bestandteile des Nato Verbündeten aus Menschen der Achse des Bösen zusammensetzen, und ein Raubzug gegen Bushs Achse des Bösen, den Inneren Frieden des Nato Mitglieds gefährden könnte, ist dann Bushs Entweder Oder nicht eine Böse Globale Manipulation der Köpfe?

Ist es Diesmal mit Antisemitismus

Dörte 18.05.2002 - 09:08
zu Entschuldigen, zu Jahrzehntelanger Grausamer Unterdrückung und Globalen Raubzügen die Schnauze nicht zu halten?

Hoffentlich nehmen uns unsere Nachfahren diese Entschuldigung ab, es war halt Antisemitisch damals!

18.05.2002 - 14:04

!!!!!!!!!!!KAMPF DER USA UND ZIONISMUS IMPERIALISMUS!!!!!!!!!

Zum "Antisemitismus"

Alfons Kilad 18.05.2002 - 22:53
Alle reden davon...Wer weiß denn eigentlich, was das ist und woher es kommt? Der Versuch einer Antwort, könnte hilfreich sein.