Disko: Ton Steine STERBEN!!!
"Der Selbstbetrug nicht nur der "radikalen" deutschen, berliner Linken"; Gedanken...
Ich bin in Lateinamerika. Und ich bin gespannt, was mich in der aktiven berliner Linken wohl erwartet, wenn ich zurueckkehre. Was ich aus meinem Denken fuer Konsequenzen ziehe, wenn ich erstmal wieder im Linken berliner Sumpf haenge.
Ich glaube, dass die Leute (z.B. in Berlin) meistens echt mit ihrem Kopf garnicht klarkommen. Ich meine, jeder Mensch hat sowieso irgendeinen Schaden. Und dazu kommen dann noch Filme, die von der Linken selbst konstruiert werden. Wir sollen lernen, "politisch korrekt" zu sein. Wir lernen, sich zu Konflikten zu positionieren, geraten dadurch ins Kanonenfeuer. Alles ist schnell absolut. Daran, dass sich Menschen durch Gespraeche in der Regel veraendern koennen, scheinen viele Linke schon nicht mehr zu glauben. Als Konsequenz daraus lernen wir, uns zu Konflikten nicht zu positionieren. Und schliesslich muessen wir auch nicht zu allem unseren Senf dazugeben, zuviel laesst sich auch einfach nicht durchschauen. Dann jedoch sind wir gleich die Zuschauer, die Handlanger des Boesen. Schliesslich haben Linke eine Meinung zu haben, zu allem, und muessen sich positionieren.
Die Syndikalisten hier in Lateinamerika, die wir besser kennenlernten, machen konstruktive Politik. Aber einige reissen Machosprueche am laufenden Band. Wenn die an Frauen denken, denken sie an Ficken. Aber sie machen ihre Arbeit, die machen sie gut, jedoch ist es das auch schon: uber ihren "Tellerrand" kennen sie sich oft nicht aus, dazu haben sie mehr als genug um die Ohren. Ohne sie waere Vieles hier nochmal verkackter als ohnehin schon. Aber solche Leute wuerden in vielen Teilen der ach so radikalen berliner Linken stigmalisiert werden. Ein gutes Stueckchen weit zu Recht, natuerlich. Aber was tun viele deutsche, berliner Linke? Sie denken und denken und wollen korrekt sein und weil sie bloss nicht attakiert und stigmatisiert werden wollen, trauen sie sich nicht mehr zu handeln. Oder weil die Linke ohne Ende konspirativ sein will, kommt sie nicht mehr aus Tasche. Die Leute hier, die politisch aktiv sind, koennen jeder Zeit umgelegt und gefoltert werden. Aber sie kaempfen weiter, mit tiefgreifenden persoenlichen Veraenderungen aber dennoch: sie machen mehr, als sie darrueber nachdenken. Ich glaube, dass wir davon beides brauchen. Die selbstkritische Vorsichtigkeit aber auch die "unvorsichtige" Aktion: die Aktion, die selbstverstaendlich ist, die Alltag ist. Und die deshalb nicht anhand von Theorie- und Konspirationsmodellen zum gefaehrlichen und besonderen hochsterilisiert wird, bis sich niemand mehr traut, ueberhaupt noch etwas zu machen...
Die meisten Linken brauchen ihr gemuetliches Leben. Selbst wenn sie nur dieses haben, so reicht das schon, um um sich zu fuerchten, um die Freiheit, sich abends gemuetlich zuruecklehnen zu koennen. Bei mir selbst hat der Joint gerne gesiegt, wenn Spruehen die Alternative war. Und gemuetlich zuruecklehnen ist schoen, keine Frage. Aber wir verkaufen uns an das System, indirekt zwar aber dennoch: wir verkaufen uns. Leute, die sich in Lateinamerika an den Staat verkaufen, kriegen von der Linken - wenn moeglich - Konsequenzen serviert. Doch bei uns ist das so normal, dass wir uns Internationalisten, Sozialisten oder Autonome nennen und uns dennoch verkaufen. Uns dennoch auf dem ausruhen, was die transnationalen Firmen aus dem Rest der Welt ausbeuten. Es ist normal, unseren Wohlstand als naturgegeben hinzunehmen und um ihn zu fuerchten und deshalb weitgehend handlungsunfaehig zu werden, waehrend wir eben diese Transnationalen kritisieren. Wir sind den "Stinos" soviel aehnlicher als die meisten glauben und da nehme ich mich nicht aus...
Wenn sich unsere Mentalitaet in einigen Punkten entscheidend veraendern wuerde, wenn die Linke von ihrem armseeligen Selbstbetrug wegkommen koennte, koennten wir vielleicht stark werden, dem System ein Schnaeppchen schlagen. Und dabei reicht es nicht, Ton Stein Scherben zu hoeren und zu denken. Leben muessen wir sie!!!
Rechnen wir endlich mit uns ab, damit wir mit dem System abrechnen koennen!!!
Das hier sind Gedanken, nicht mehr und nicht weniger. Viele fleissige Leser lesen wenig und schlecht und schreien um so mehr. Bevor das grosse Gemecker losgeht, solltet ihr wissen, worrueber ihr meckert! Ich faende es cool, mehr Gedanken von vielen Menschen zu lesen, aber diese Nullachtfuenfzehn-Anmache koennt Ihr Euch gleich stecken!!!
Ich glaube, dass die Leute (z.B. in Berlin) meistens echt mit ihrem Kopf garnicht klarkommen. Ich meine, jeder Mensch hat sowieso irgendeinen Schaden. Und dazu kommen dann noch Filme, die von der Linken selbst konstruiert werden. Wir sollen lernen, "politisch korrekt" zu sein. Wir lernen, sich zu Konflikten zu positionieren, geraten dadurch ins Kanonenfeuer. Alles ist schnell absolut. Daran, dass sich Menschen durch Gespraeche in der Regel veraendern koennen, scheinen viele Linke schon nicht mehr zu glauben. Als Konsequenz daraus lernen wir, uns zu Konflikten nicht zu positionieren. Und schliesslich muessen wir auch nicht zu allem unseren Senf dazugeben, zuviel laesst sich auch einfach nicht durchschauen. Dann jedoch sind wir gleich die Zuschauer, die Handlanger des Boesen. Schliesslich haben Linke eine Meinung zu haben, zu allem, und muessen sich positionieren.
Die Syndikalisten hier in Lateinamerika, die wir besser kennenlernten, machen konstruktive Politik. Aber einige reissen Machosprueche am laufenden Band. Wenn die an Frauen denken, denken sie an Ficken. Aber sie machen ihre Arbeit, die machen sie gut, jedoch ist es das auch schon: uber ihren "Tellerrand" kennen sie sich oft nicht aus, dazu haben sie mehr als genug um die Ohren. Ohne sie waere Vieles hier nochmal verkackter als ohnehin schon. Aber solche Leute wuerden in vielen Teilen der ach so radikalen berliner Linken stigmalisiert werden. Ein gutes Stueckchen weit zu Recht, natuerlich. Aber was tun viele deutsche, berliner Linke? Sie denken und denken und wollen korrekt sein und weil sie bloss nicht attakiert und stigmatisiert werden wollen, trauen sie sich nicht mehr zu handeln. Oder weil die Linke ohne Ende konspirativ sein will, kommt sie nicht mehr aus Tasche. Die Leute hier, die politisch aktiv sind, koennen jeder Zeit umgelegt und gefoltert werden. Aber sie kaempfen weiter, mit tiefgreifenden persoenlichen Veraenderungen aber dennoch: sie machen mehr, als sie darrueber nachdenken. Ich glaube, dass wir davon beides brauchen. Die selbstkritische Vorsichtigkeit aber auch die "unvorsichtige" Aktion: die Aktion, die selbstverstaendlich ist, die Alltag ist. Und die deshalb nicht anhand von Theorie- und Konspirationsmodellen zum gefaehrlichen und besonderen hochsterilisiert wird, bis sich niemand mehr traut, ueberhaupt noch etwas zu machen...
Die meisten Linken brauchen ihr gemuetliches Leben. Selbst wenn sie nur dieses haben, so reicht das schon, um um sich zu fuerchten, um die Freiheit, sich abends gemuetlich zuruecklehnen zu koennen. Bei mir selbst hat der Joint gerne gesiegt, wenn Spruehen die Alternative war. Und gemuetlich zuruecklehnen ist schoen, keine Frage. Aber wir verkaufen uns an das System, indirekt zwar aber dennoch: wir verkaufen uns. Leute, die sich in Lateinamerika an den Staat verkaufen, kriegen von der Linken - wenn moeglich - Konsequenzen serviert. Doch bei uns ist das so normal, dass wir uns Internationalisten, Sozialisten oder Autonome nennen und uns dennoch verkaufen. Uns dennoch auf dem ausruhen, was die transnationalen Firmen aus dem Rest der Welt ausbeuten. Es ist normal, unseren Wohlstand als naturgegeben hinzunehmen und um ihn zu fuerchten und deshalb weitgehend handlungsunfaehig zu werden, waehrend wir eben diese Transnationalen kritisieren. Wir sind den "Stinos" soviel aehnlicher als die meisten glauben und da nehme ich mich nicht aus...
Wenn sich unsere Mentalitaet in einigen Punkten entscheidend veraendern wuerde, wenn die Linke von ihrem armseeligen Selbstbetrug wegkommen koennte, koennten wir vielleicht stark werden, dem System ein Schnaeppchen schlagen. Und dabei reicht es nicht, Ton Stein Scherben zu hoeren und zu denken. Leben muessen wir sie!!!
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Das hier sind Gedanken, nicht mehr und nicht weniger. Viele fleissige Leser lesen wenig und schlecht und schreien um so mehr. Bevor das grosse Gemecker losgeht, solltet ihr wissen, worrueber ihr meckert! Ich faende es cool, mehr Gedanken von vielen Menschen zu lesen, aber diese Nullachtfuenfzehn-Anmache koennt Ihr Euch gleich stecken!!!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
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Übrigens finde ich gut, daß dieser Text auf der Startseite steht. Ich finde es ok, daß die Moderationspolitik sagt, nur eigene Berichte sollen auf die Startseite und nicht irgend was. Aber dieser Text geht ja in genau diese Richtung. Wär nett, wenn Du mal ne Zusammenfassung Deiner Erlebnisse
postest!
mir fallen da 2 sachen ein
2.) zum ersten kommentar: daß das mit dem dominieren weniger über viele so ist, ist ja schon bei indy zu sehen. wieviele leute werden hier regelmässig kommentare abgeben? 30? 40? 50? wieviele leute nutzen indy täglich? viele tausend? mittlerweile schon mehr? aber hier die frage: warum lassen sich so viele dominieren? ist das ziel vielleicht doch nicht so wichtig und "links sein" eher ein hobby für die freizeit?
das mit den tellerändern und begrenzungen hier und dort erinnert mich an dieses bild mit dem elefanten und den vier blinden, die den an jeweils einer stelle abtasten. jeder denkt, der elefant sieht anders aus. wieviel sie doch von einander lernen könnten...
noch ne frage
grüß dich
...
ich seh das so, wir brauchen über keine dogmatisierung der linken reden, es hängt immer an den leuten die etwas machen die prägen doch die szene, ich war in einer gemischten gruppe von anarchos und kommis (zahlenmässig eher anarchistisch), es waren leider nur immer die kommis die tatsächlich regelmässig was gemacht haben politisch, über die aktionen auf der strasse sprechen wir hier nicht, aber die waren auch da und nur da waren auch die anarchisten beteiligt, gut es mag sein das das wo anders nicht so ist, ich kann nur von dieser gruppe sprechen, sie wurde halt dann irgendwann von den kommunistisch orientierten leuten quasi politisch repräsentiert in der öffentlichkeit, ich möcht hier keine grundsatzdiskussion anzetteln wegen anarchisten und kommunisten, die gab es schon und wir kommen einfach nicht auf nen grünen zweig..
ich glaube wir müssen einfach lernen das alles ein teil des ganzen ist.
das der arbeitslose, die naziübergriffe, die atommüllscheisse, der arbeitsplatzmangel, die sexuelle unterdrückung, die alltägliche politische/körperliche gewalt, der knast, die armee, die verdammten tierversuche einfach mal alles zusammen gehört, wir reissen es auseinander und spezialisieren uns auf ein thema und sehen dabei nicht das wir uns auf der stelle bewegen, wir sind so viele und wissen von unserer kraft überhaupt nichts!
oft ist die hoffnungslose zerstrittenheit der einzelnen gruppen das einzige hinderniss, oft ist auch die eigene unfähigkeit die eigene angst und die eigenen bedürfnisse das problem, erst wenn wir gelernt haben das unser persönliches glück in der radikalen umstrukturierung dieses staates, dieser welt liegt, werden wir es schaffen konstruktiv und effektiv arbeit zu leisten.
jeder von uns sollte sich mal überlegen weshalb er in der linken ist, ob er überhaupt das risiko einzuschätzen weiss was es bedeutet ein linker aktivist zu sein, es bedeutet in jedem imperialistischen system das man ein feind ist, der staat wird dann auch so handeln. ich bin ein absolut überzeugter kommunist und auch in der partei, ich arbeite gerne mit anarchisten zusammen aber finde es immer wieder traurig das uns gegenüber soviel verachtung entgegen gebracht wird. wir sind es die jetzt die geschichte schreiben, überlassen wir die zukunft nicht den kapitalisten!!!
antifaschistisch Rene
auf allerjedensten!
Zu "ich": was ich unter anderem gerade aussagen wollte ist, dass Linke auch Spiesser sind, bzw. sein koennen. Dass auch wir Angst vor Wohlstandsverlust haben. Dass das ein entscheidendes Problem ist! Wenn es nur die "Angst" waere, andere beeinflussen zu koennen, das waere ja schoen. (Aber diese Aussage habe ich sowieso nicht kapiert!) Nein: "unsere" (schliesslich heisst es beim Worldcup ja auch, dass "wir" ein Tor geschossen haben, gelle:) Linke stellt, so denke ich, einen etwas besseren Durchschnitt "unserer" Wohlstandsgesellschaft dar: Anti-Reiche Punker rennen mit teuren Dogmatins-Schuhen (aber bitte mit Stahlkappe) rum und machen Leute an, die "anders" aussehen, wenn diese sich mal in z. B. der Koepi blicken lassen. Die Antifa ist zum Prollladen motiert (schon lange), mit zunehmendem "Hip"-Trend. Purer Klamottenfetischismus, bei den Juppis der Welt nicht trauriger anzutreffen. "Hurra wir sind von der Antifa!" oder sowas prollen sich die AAB´ler einen vor, wenn sie das Tanzbein schwingen. (Auf eine AAB-Kritik will ich jetzt aber nicht ausschweifen, das wuerde meinen Rahmen traurigerweise sprengen!)
Die radikale Linke ist zudem zumeist einfach arrogant und abschreckend. Ich sehe mich immernoch als Teil davon (seit langem auf Langzeiturlaub) und mag viele Leute, die sich genauso als Teil sehen, total gerne. Dennoch: der Grossteil ist arrogant, selbstprofilierend, auf sich und das Auftreten bedacht, "cool", abwartend (bloss nicht auf jemanden halbwegs Fremden zugehen, koennte ja ein politisches Level weiter unten stehen...), oeberflaechlich (weil nicht selten aufgeraucht), einfach scheisse...
Kein Wunder, dass Menschen, wie die Komentarin "rasender Schmerz" (danke fuer deinen lieben Kommentar), in den berliner Strassen seit Jahren rumirren. Zumal nicht alle mit der "Staerke" rumrennen, sich immer mit dem selben Muell zu konfrontieren, bis endlich mal "andere" Leute ins Visier treten (also, bin ich einer "der anderen"? Hoert sich ja gut an: "anders sein", aber verdammt, wir alle sind menschlich verhunzt und verkompliziert...). Kein Wunder, dass Leute wie bensheimer sich empoeren, weil einige tolle Linke irgendwann beschlossen haben, dass das Wort "komunistisch" jetzt in der Politszene "out" ist und es genug Dumme gibt, die mit sowas mitziehen...
Die Linke muss einfach viel an sich arbeiten. Wir brauchen eine radikale Linke. Wir brauchen unsere Vielfalt, jedoch eine Vielfalt des Miteinander, nicht des Gegeneinander! Wir brauchen radikale Sichten, Konflikte, Ausschreitungen (aber bitte gegen Vater Staat und seine Schergen, ja!)... Aber wir brauchen auch den Rest: wie z. B. Hippis, auf die manch Linker mehr flucht, als auf den Fascho um die Ecke. Wir haben es anscheinend noetig, uns auf Kosten anderer hochzupuschen. Und da wo Taten fehlen, muessen halt noch die linken Rand´ler als "die Deppen" herhalten, um sich selber toll zu fuehlen...
Aber was das Wichtigste ist: nicht nur denken, auch handeln. Nicht sich in allem auskennen, wenn ein einziges Thema schon genug Grund liefert, auf die Barrikaden zu gehen.
All die Dinge machen, die "anscheinend nix bringen", all die einfachen, die zwar nicht zum Aufstieg in der Polit-Hierarchie fuehren, von denen "der Widerstand" dennoch unglaublicherweise immernoch lebt: Malen, Schreiben, Spruehen, Kleben, Meckern, Schwarzfahren, Klauen, Kollektiv sein, Bunt leben, Konfrontieren, Abkacken, Emotional sein - weinen und lachen... "friedlich" sein oder militant sein, je nachdem wo es Sinn macht. Reden, viel reden, aber ueber Ideen, Taten, ueber das Leben und nicht nur im eingeschweissten linksradikalen Rahmen (denn wir leben schliesslich fast alle schizophraene Leben: ein politisches mit Polititnix und eines mit Leuten, wo man ganz unpolitisch entspannen kann...)! Und Konsequenzen ziehen (hab ich mir dringend vorgenommen...)...
schön gesagt ;)
Der Traum ist doch nicht aus?
Was mir dazu spontan einfällt, sind all die Widersprüche, die uns und eigentlich glaube ich alle mit sich herumtragen und wohl höchstens "privat" mit ein zwei FreundInnen oder einer Beziehung angesprochen werden.
Wie einfach ist doch der Versuch radikal zu sein, umtriebig sein, zu handeln, sich nicht zu intergrieren. Und wie schwer ist es doch die Konsequenzen tragen zu wollen, darüber nachzudenken was passieren könnte, ob es sich lohnt.
Der Erfolg nicht nur professionell, sondern in beliebiger Form, der sich einzustellen hat, um uns weiter voranzutreiben an uns, an anderen sichtbar. Den wir zurzeit kaum versprechen können, dann auf mangelndes Bewußtsein hinweisen müssen/einfordern.
Denn der Traum ist aus. Vielleicht kann es ihn geben, aber er ist nicht mehr sichtbar, ist doch aber nötig uns zu stützen. So suchen wir Stützen im Freundeskreis, in den schönen Stunden im Park, in Lateinamerika. In der Politgruppe? Ist mir schon lang nicht mehr passiert.
Politik (immer?) besteht auch daraus Zweifel auszuräumen, zu handeln, Konflikte aufzuzeigen/auszutragen, versuchen zu dominieren, dabei verwischt schonmal ob jetzt der "richtige" Konfliktpartner gefunden ist oder wir selber "Recht" haben.
Die Kunst ist wohl die Zweifel einerseits die Überzeugung andererseits für sich präsent zu haben, damit umzugehen, handlungsfähig zu bleiben. Die Frage ist wohl wie: Alleine hier in Berlin oder alleine in Lateinamerika, wohl kaum!
Mit Problemen gemeinsam umgehen, sich auszutauschen, wie einfach ist es doch, wiewenige machen es doch, wie gut kann es tuen.
Hey mensch. Tiefschürfendes Thema bei dem mensch prima im tiefsten Loch landen kann. Also nachdenken, aber vielleicht nicht zu viel. Just do it!
Liebste Grüße aus B. nach B.
@ daniel
ich bin Dir sowas von dankbar....
Subart.info möchte München eine subkulturelle, politische sowie künstlerische Infrastruktur zur Verfügung stellen, sowie dass der IMC hier ist und liefert sich sogleich mit seiner Offenheit und Dialogbereitschaft, einem implizierten Boykott aus. Wem dass nun was bringen mag, dem dogmatischen Regelwerk, oder den Menschen, kann ich nicht beantworten. WIR MÜSSEN ENDLICH HANDELN, BEVOR ES ZU SPÄT GEWORDEN IST. WIR MÜSSEN WIEDER STARK WERDEN, UND UNS DER ANSTRENGUNG DER MENSCHWERDUNG wieder bewusst werden. DER KAMPF GEHT WEITER.
Liebe Grüsse aus München,
mac
möchte mich all meinen vorrednern anschließen: es isr wichtig die Linke-Szene oft auch kritisch zu begutachten. zu oft kommt es auf linker, emazipatorischer, kritischer seite zur bildung von gruppen und hirarchien, die mit den überzeugungen der beteiligten nur noch wenig gemein haben. dieser mechanismus führt zu linker intoleranz, die die Linke nicht nur nach außen unglaubwürdig, sondern auch nach innen beängstigend wirken lassen. es ist immer wieder schön an offenen ak`s teilzunehemen und nach einer halben stunde festzustellen, dass die beteiligten ihre äußerungen mit wissenschaftlichen maßstäben messen, was es manchem kritischen, denkenden, aktiven, interessierten menschen schwer macht sich an diskussionen zu beteiligen. (bitte nict falsch verstehen: intelligente menschen sin toll, ich möchte nur die auftretende arroganz und dadurch entstehene abkapselung innerhalb der Linken kritisieren.)
leider ist es zu oft leichter sich einer organisation anzushließen, der herde zu folgen, als sich alleine dem sturm zu stellen. doch ich denke es hilft mensch autonom zu bleiben, wenn er sich immer wieder an solch konstruktiven diskussionen beteiligt, wie sie hier gerade im ansatz stattfindet. würde mich persönlich auch sehr freuen noch weiter meienungen zu diesem themea zu lesen...
denkt alle weiter und liebe grüße nach lateinamerika und berlin...!
alles was uns fehlt...
hola ...da ist ja jemand auf dem gleichen kontinnent wie ich gerade und spricht mir einiges aus dem herzen..
ich verfolg von hier auch die ganzen kontroversen der deutschen linken..(bin kein berliner)..
und verzweifel ein bisschen finde es aber auch interessant...
auch ich bin ein kleiner verzogener westeuropaer der sich hier mal eine andere welt, eine andere art von widerstand anschaut...
trotz viel direkter probleme...trotz einer hoeheren gefahr...die politischen aktionen die ich hier mit erlebt haben laufen eine andere schiene...
in ecuador war ich in einem camp von aktivistinnen die im regenwald mit hilfe von baumbesetzungen den bau einer von transnationalen konzernen finanzierten pipeline verhindern wollten...das camp wurde geraeumt alle dort aufzufindenden menschen verhaftet ... alle internationalen aktivisten wurden abgeschoben und den einheimischen droht ein prozess
mit haftstrafen bis zu 15 jahren...
aber was hab ich jetzt gehoert ..sie wollen wieder drauf...ein neues camp -weiterkaempfen...
das risiko was die hier eingehen wuerde sich in alemania wohl kaum jemand aufhalsen....
aber muss ja auch nicht risiko sein...es ist einfach dass die leute hier wissen wofuer sie als erstes kaempfen muessen...eine lebenswerte umwelt...wo erstmal alle beduerfnisse aller gewaehrleistet sind...dann gehts natuerlich weiter... aber dieses ziel fehlt uns in europa bzw. westeuropa... wir haben alle beduerfnisse(wenn wir keine migrantinnen sind!) und schecken nicht dass das nicht ueberall so ist...koennen nicht ueber den tellerand schauen...und im teller gefangen kommt es auf dauer natuerlich zu konflikten unter uns "gefangenen"...
si..danjel... in den kleinen unbedeutenden dingen die uns nicht in der hierachie nach oben peitschen...da hast du bestimmt recht steckt ne menge power...vor allendingen wenn sich die leute neben ein teil der "revolutionaeren masse" auch noch als kreative individuen definieren koennten ...
und sich dann fuer den naechsten 1.mai oder sonstwann eine eigene idee ueberlegen wie sie den tag fuer sich(!) und die revolution erfolgreich gestalten koennen..dann gaebe es vielleicht nicht so viele meckerbriefe bei indymedia was alles falsch gelaufen ist von der orga...ich glaube die ansozialisierte konsumhaltung von uns hoert nicht in der warenwelt auf sondern auch eine einfache demo besteht haeufig zum groesstenteil aus konsumentInnnen...
denke dass das fuer zu einer verdrossenheit fuehrt wie sie in der deutschen linken gerade zu finden ist...
tollste disko bei indy seit langem...venceremos
Durch die Wüste*
ja, das ist wirklich eine gute Diskussion hier! Wie einige andere KommentatorInnen auch, bin ich schon längere Zeit nicht mehr Teil der linken Szene (und war es wohl auch nie wirklich).
Zwar teile ich mit der Linken die Systemkritik, einen Grossteil der Denkweise und auch die eine oder andere Utopie. Wenn ich mich jedoch zufällig einmal vom Dorf nach Berlin verirre, oder irgendwo gar auf eine Demo, so wird mir meistens umso bewusster, dass ich mit diesem Lifestyle gar nichts mehr am Hut habe. Es war hier von notorischer Humorlosigkeit die Rede, vom Mangel an Selbstreflexion, von Mutlosigkeit und interfraktionellen Grabenkämpfen und von der eigenen "Kaputtheit" (o.s.ä.; irgendwo steht "verraucht sein" , das ist vielleicht nur ein weiterer Schreibfehla, aber der Ausdruck scheint mir allgemein ganz angemessen!) Mir fällt immer auf, wie aggressiv, eingefahren, langweilig, perspektivelos (im Sinne von "eigentlich ohne politische Vision"), unkreativ, kraftlos, drogenabhängig, unsolidarisch, kühl, p.c.-verbissen und mit-sich-selbst-unzufrieden der Grossteil der durchschnittlichen Demoteilnehmer wirkt -kurz: das hat alles eine derart negative Ausstrahlung und es wundert mich nicht, dass
a) die eigene Motivation zum Engagement für diese "Bewegung" irgendwann nachlässt und
b) etwaige potentielle MitstreiterInnen aus weniger radikal oder derben Milieus gar nicht erst darüber nachdenken, in einer solchen Szene mitzuwirken.
Dabei sind nicht erst seit dem 11.9. wirklich eine Menge Menschen auf der Suche nach einer Alternative zum planetenfressenden Babylon-System. (siehe
Und da wären wir bei den fehlenden politischen Visionen. Wie soll ich mich für eine Bewegung einsetzen, die sich zwar in durchaus essentieller Widerstandsarbeit an 1001 Fronten aufarbeitet, aber eigentlich dem Babylon-System insgesamt nichts entgegenzusetzen hat, nicht mal mehr Menschlichkeit, Humor oder Authenzität? Wie oft habe ich gehofft, auf einer Demo wenigstens mal von einer/einem vermeintlichen MitstreiterIn angelächelt zu werden! Wir sind doch nicht nur Kampfmaschinen, wir haben Herz und Hirn und unsere Bewegung erhält nur dann die erforderliche Dynamik, wenn auch die spirituelle (jaja, ein Reizwort... /nicht-materielle) Komponente stimmt. Die schwarze Bürgerrechtsbewegung der 60er in USA hatte ihre eigene Waffe: Soul-Music. Auch wir brauchen etwas "Seele" in unserem "Kampf", menschliche Wärme, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das wirklich mitreisst. Und vor allem brauchen wir eine Vision für die es sich zu kämfen lohnt! Aber autoritärer Staatssozialismus? Ich weiss nicht...
Albert Einstein hat gesagt (sinngemäss): "Wir lösen die Probleme unserer Zeit nicht mit der Denkweise, die zu ihrer Entstehung beigetragen hat". Die Wurzeln unserer globalen Krise liegen in der patriarchalen Denkweise, inklusive der einseitigen Gewichtung materieller Aspekte zuungunsten der nicht-materiellen. Also brauchen wir eine vollkommen neue Denkweise, ein neues Weltbild. Solange das alte Ungleichgewicht besteht, wird unser Planet samt Bewohnern weiterhin krank und kränker...
Auch und gerade die Linke hat den Schritt der Trans-materialisierung noch nicht vollzogen, aber der Zeitgeist geht absolut in diese Richtung (ich möchte hier nocheinmal auf obigen Link verweisen!) Hat schon mal jemand den ernsthaften Verdacht gehabt, dass die Linke mit ihrem traditionellen ideologischen Instrumentarium nicht vollständig dafür ausgerüstet sein könnte, um die Welt zu erklären? Ich denke, dass die Linke in ihrem verbohrten Materialismus ordentlich auf dem Holzweg ist und über kurz oder lang noch weiter irrelevant werden wird, wenn sie nicht lernt, die Zeichen zu verstehen, die z.B. von der neuen Wissenschaft gegeben werden. Das Problem ist jedoch, dass "die Linke" viel zu dogmatisch ist, um bisher abgelehnte ganzheitliche Werte und Ideen integrieren zu können. Ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass Viele mich beim Lesen der letzten Zeilen bereits als abgehobenen Spiri/Esoteriker abgestempelt haben...
Nun, ich hatte nicht vor, hier eine komplette Argumentation für die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Weltsicht zu führen (einmal abgesehen davon, dass ich das intellektuell gar nicht könnte). Es soll nur darum gehen, all denjenigen, die heute glauben, dass die rein linke Widerstandsbewegung ihnen keine Perspektive mehr aufzeigen kann, eine Ahnung davon zu geben, an was es eigentlich mangelt.
Ausserhalb der linken Restbewegung sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine Menge kleinerer gegenkultureller Bewegungen entstanden und ich kann hier nur noch einmal auf folgenden, in meinen Augen essentiellen und revolutionären Text hinweisen:
Liebe Leute, seht Eure Gemeinsamkeiten und nicht so sehr Eure ideologischen Unterschiede.
Anerkennt Euer Mensch-Sein, zeigt auch mal Schwäche, lernt über eure Ängste und verwandelt sie dann. Verändert Euch selbst zuerst! Ich bin überzeugt davon, dass dies unabdingbar für die Veränderung der äusseren Welt ist. Bringt doch bitte etwas Sonnenschein in die Bewegung! Wenn Babylon dunkel und lebensfeindlich ist, dann müssen wir das Gegenteil sein. Babylon wird nicht fallen, wenn wir dieses System in seinem Stumpfsinn noch überbieten!
"Weg sind die Schatten, wir sind im Licht!"
Na endlich
..........................aber es geht auch anders!
diskussion
Grüße aus der Provinz
Grüße aus der Provinz an die BerlinerInnen: Bei uns ist es auch nicht anders... Manchmal habe ich gedacht, man sollte vielleicht in eine Großstadt gehen, vielleicht nach Berlin, aber eigentlich war mir schon immer klar, dass das Quark ist und man am ehesten noch da was verändern kann, wo man die Leute kennt und sie vielleicht mitkriegen, dass es einem denn doch um was anderes gehen muss als darum, über die Linke abzukotzen, damit man den eigenen Rückzug rechtfertigen kann.
Denn viele Leute, die sich rausziehen, sind genau von diesen Strukturen entnervt: Intoleranz, Kälte, Political Correctness - und wirklich, die Tatsache, dass man auf Demos nie ein Lächeln sieht, reicht eigentlich, um ´ne andere Revolution zu wollen als so eine. Bei uns kommen noch gelegentliche Tribunale dazu, die schon einige Leute an den Rand der Psychiatrie bzw. auch schon darüber hinaus getrieben haben.
Ich kapier´ nicht, was das werden soll: Da gibt´s Kampagnen, wo praktisch das Verschwinden vom Erdboden gefordert wird wegen einer sexuellen Belästigung, und mitten drin rennen die Leute wieder rum und fordern eine Gesellschaft ohne Knäste. Ja wie denn was denn wo denn? Statt dessen Lynchen oder was?
Bevor ihr euch jetzt womöglich Sorgen macht, mit wem ihr hier diskutiert: Nein, ich habe meine Tribunale wegen anderer Dinge gekriegt und will nicht das Patriarchat verharmlosen oder Gewalt gegen Frauen. Im Gegenteil. Aber wenn das Thema auf "das Opfer" und "der Täter" reduziert wird, fühle ich mich wie bei xy-ungelöst. In Wirklichkeit ist es doch so, dass wir alle die Herrschaftsstrukturen auch verinnerlicht haben und der Kampf auch in jedem von uns stattfindet. Wenn die Utopie hinter der Forderung "Gesellschaft ohne Knäste" die ist, dass man keine mehr braucht, dann sollten wir einander bei diesem Kampf helfen und das verdammt ernst nehmen. Ich glaube nämlich, dass das noch ein sehr langer Weg ist und andere Schritte erfordert als verbieten, unterdrücken usw.. Und ansonsten zugeben, dass uns unter Umständen auch mal nichts besseres einfällt als wegsperren, das ist dann wenigstens ehrlich. Das Verrückte ist, wenn man solche Widersprüche benennt und nach Erklärungen fragt und sagt, dass man es nicht versteht, dann meiden einen die Leute, als sei man aussätzig.
Und auf der anderen Seite die relative Untätigkeit der Linken, wenn uns hier von Seiten der Herrschenden ein Hammer nach dem anderen geboten wird. Das kapiere ich auch nicht. Da passieren Dinge, wo man meint, nun müsse doch wohl ein Aufschrei durch das Land gehen - aber nix; ein Häufchen von 10-20 Faschos (so schlimm die auch sind) regt zwar noch zum Widerstand an, aber die öffentliche Aufdeckung der Lügen, die von Seiten der Regierung benutzt wurden, um einen Angriffskrieg gegen Jugoslawien zu rechtfertigen, schien irgendwie nicht weiter wichtig zu sein oder wurde im stillen Kämmerlein registriert.
Da gebe ich zu, dass ich genauso bin und es einfach nicht hinkriege, was zu Themen zu organisieren, zu denen nicht eh schon was läuft. Versucht habe ich es einige Male, aber den Frust nicht ausgehalten, wenn man dann mit 2-3 Leuten da sitzt. Und noch weniger würde ich den Frust aushalten, mich in der "etablierten" linken Szene wieder einzufügen. "rasender schmerz" ist ´ne ganz gute Umschreibung für das, was ich da empfinde, sobald ich nur die Räume betrete...
Glücklich, immerhin, dass es ein paar Leute gibt, denen es genauso geht. Und mit einigen davon habe ich mich hier in der Stadt zusammengefunden, die auch noch was machen wollen und diesen Strukturen den Rücken gekehrt haben. Gemeinsam sind wir enorm aktionsfähig, gerade auch, weil das Verständnis füreinander da ist und wir reden können ohne die Maske des coolen Polit-Funktionärs. Es ist erstaunlich, wie sich da der organisatorische Stress reduzieren lässt:
"Du, haste Lust morgen..."
"Au ja, und da fällt mir noch ein..."
Von einen Tag auf den anderen was auf die Beine gestellt, was richtig gut war - und natürlich weiß ich, dass größere Sachen auch mal mehr Aufwand erfordern, aber wenn das jetzt so eine Kleinigkeit war, dann frage ich mich doch, weshalb es zwar viel Zustimmung gab hinterher, aber wir halt die einzigen waren mit dieser Idee...
Und das erzähle ich echt schon seit Jahren und aus früheren Erfahrungen heraus, das Treffen auch schön sein können und das mindestens 90% der anstrengenden Konflikte um das Layout des Flugblatts und dergleichen in Wirklichkeit darauf beruhen, dass Diskussionen zum Wettkampf verkommen, wo man sich profilieren muss, aber auch Angst hat, zu verlieren, oder dass der "Kampf gegen das Böse in der Welt" an den gemeinsamen Tisch vertagt wird (wenn man ihn dort lange und ausdauernd genug führt, ist man müde genug und braucht nicht mehr raus...).
Was will ich sagen mit diesem langen Text?
Gebt nicht auf, ihr seid nicht allein. Die Probleme sind überall dieselben, aber überall gibt es auch Leute, die sie genauso sehen. Allein kann man eigentlich nur verzweifeln, aber mit ein paar Freunden kann man schon ganz schön was bewegen, auch am linken Mainstream vorbei, wenn´s sein muss. Und für alle Nicht-Berliner: Politische Diskussionen kann man auch wunderschön entspannt im Bus führen, wenn man zur Demo hinfährt!
Langfristig müssen wir in die linken Strukturen wieder rein, dort sichtbar werden für alle, die den Frust grade erst kriegen und sich ansonsten wohl entpolitisieren. Und das sind verdammt viele! Das ist doch auch nicht normal für eine politische Bewegung: Durchlauferhitzer zu sein für die rebellierende Jugend und hinten raus kommen Zyniker und Leute, die sich für was Besseres halten als andere. Wieso denn bloß sehe ich da abgesehen von ein paar alten Hasen alle paar Jahre eine "neue Generation" und die alte ist spurlos verschwunden?
Wenn man sich einfach nur rauszieht, lässt man die Dinge so, wie sie sind. Manchmal geht es nicht anders, weil man sonst kaputtgeht. Aber ein Ziel ist das nicht. Ein Ziel wäre, einfach anzufangen mit dem Lächeln auf der Demo, statt es von anderen zu erwarten. Ich weiß - denn ich hab´s schon probiert - dass viele Leute da eher verunsichert reagieren, nicht wissen, wohin denn jetzt mit dem grimmigen Macho-Outfit (auch ein Teil des Patriarchats, für mich). Wieder offen reden, auch über Persönliches, zu träumen wagen...
Aber passt auf euch auf. Es gibt viele, die darauf mit Hass reagieren werden, und ich denke, einige davon werden dafür bezahlt... (Okay, Paranoia, ich weiß, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Linke ohne ein wenig staatliche Hilfe auf einen so traurigen Trip gekommen ist.)
@rasender schmerz
schreib doch ma'!
faend ich nett...
bis denne