Über Jenin aus arab. Zeitungen
Ein lesenswerter Zusammentrag aus arabischen Zeitungen, die Hamas Aktivisten (u.a.) in Hinblick auf die Geschehnisse in Jenin interviewt haben.
Denn, ungeliebte Feinde des guten Lebens, wars nun ein Massaker oder ein heldenhafter Kampf?
Denn, ungeliebte Feinde des guten Lebens, wars nun ein Massaker oder ein heldenhafter Kampf?
Die Schlacht von Jenin
Die arabischen Medien haben den Gefechten im Flüchtlingslager von Jenin große Aufmerksamkeit gewidmet - ihren Angaben zufolge, hat dort die israelische Armee ein Massaker angerichtet. Doch gleichzeitig veröffentlichen die arabischen Medien zahlreiche Berichte von Anführern palästinensischer Milizen in Jenin über den Verlauf der Kämpfe. Es folgen Auszüge.
Quelle: MEMRI, 24/04/02 (www.memri.org)
Der Kampf gegen die israelische Armee
Scheich Jamal Abu Al-Hija, der Befehlshaber der Brigaden Izz Al-Din Al-Qassam der Hamas im Flüchtlingslager von Jenin, erzählte in einem Interview, welches auf der Website der Hamas veröffentlicht wird, dass Angehörige unterschiedlicher Gruppierungen sich „zusammen mit Freiwilligen der palästinensischen Sicherheitskräfte“ bereits vorher auf den israelischen Einmarsch vorbereitet hätten.
Scheich Abu al-Hija berichtete telefonisch über die Kämpfe an den katarischen Sender Al-Jazeera und sagte: „Wir haben Minen auf den Straßen und in den Häusern angebracht, Überraschungen warten auf die Besatzungstruppen. An mehreren Stellen gibt es Kämpfe zwischen den Mujaheddin und den Besatzungstruppen. Die Besatzungstruppen fliehen in Panik aus dem Lager von Jenin. Aber sie weiten den Kampf aus, indem sie Bulldozer, Flugzeuge und Panzer gegen das Lager einsetzen. Die Wahrheit ist, dass die Kämpfe von Viertel zu Viertel geführt werden, wie ein Guerillakrieg. Die Mujaheddin benutzen Schnellfeuergewehre, Sprengstoff und Handgranaten.“
Die in London erscheinende arabische Zeitung „Al Sharq al-Awsat“ zitiert Scheich Abu al-Hija mit den Worten: „die kämpfenden Einheiten aller Gruppierungen im Lager wurden mit Sprengstoffgürteln und Handgranaten ausgerüstet.“ Der jordanischen Wochenzeitung „Al Sabil“ sagte er: „Den Mujaheddin gelang es neun zionistische Soldaten in einem Haus einzukesseln und sie mit Bomben und Handgranaten anzugreifen, bis das gesamte Haus in Flammen aufging. Zeugen sagten, dass die Besatzungstruppen die Soldaten verbrannt und verkohlt aus dem Haus geborgen hätten.“
Palästinensische Kinder mit Sprengstoff im Schulranzen.
Der Befehlshaber des „Islamischen Jihad“ im Flüchtlingslager von Jenin, Abu Jandal, wurde von „Al-Jazeera“ mehrmals im Verlauf der Kämpfe interviewt. In einem Gespräch sagte Abu Jandal: „Dies ist der zweite Tage, an dem die israelischen Besatzungstruppen mit Hilfe von Panzern und Apache-Helikoptern versuchen in das Lager zu gelangen. Aber die Hartnäckigkeit der Kämpfer, die zu Beginn der Kämpfe geschworen haben, die israelische Armee nicht ins Lager zu lassen, verteidigt in den Gassen des Flüchtlingslagers von Jenin die Ehre des arabischen Volkes. Es gab mehrere Vorstöße, aber sie wurden alle abgewehrt. Die Wahrheit ist, dass unsere Kämpfer zur Offensive übergegangen sind; heute haben wir eine Offensive begonnen. Der Befehlshaber der israelischen Einheit wurde heute morgen getötet, 50 Meter von dem Ort, von dem ich zu Ihnen spreche. Ich, der Befehlshaber der Schlacht von Jenin, habe für mich selbst den Namen „der Märtyrer Abu Jandal“ gewählt, weil alle Kämpfer um mich herum Märtyrer sind.“
Abu Jandal führt weiter aus: „Glauben Sie mir, es sind Kinder mit Sprengstoffgürteln in den Häusern positioniert. Heute kam eines der Kinder mit seiner Schultasche zu mir. Ich fragte ihn, was er wollte und er antwortete, ‚Anstelle von Büchern, will ich einen Sprengsatz um anzugreifen. ’“ Auf die Frage, wie lange er und seine Männer dem israelischen Militär standhalten könnten, da sie nur leicht bewaffnet seien, antwortete Abu Jandal: „Nein, das stimmt nicht. Wie haben die Waffe der Überraschung. Wir haben die Waffe der Ehre. Wir haben die göttliche Waffe Allahs, der auf unserer Seite steht. Wir haben Waffen, die besser als die ihren sind. Ich bin derjenige, der die Wahrheit besitzt und setze meinen Glauben in Allah, sie setzen ihren Glauben in einen Panzer.“
Scheich Abu al Hija sagte weiter: „Einige der Jugendlichen waren standhaft und füllten ihre Schultaschen mit Sprengstoff.“ Bei einer anderen Gelegenheit tat Scheich Abu al Hija sich schwer, die Zahl der israelischen Opfer einzuschätzen: „Es ist schwer genaue Angaben zu machen und wir können die Schlacht nicht auswerten indem wir die Verluste des Feindes zählen. Doch das Eingeständnis des Feindes, dass 24 getötet und 130 verwundet wurden deuten darauf, dass es viele Verluste (des Feindes) gegeben hat. Die Liste der Besatzungsarmee zählt nur die Namen der Juden und lässt die Namen der Drusen und der Lahad-Soldaten (ehem. Südlibanesische Armee) aus, welche an allen früheren Angriffen teilgenommen haben und auch in Zukunft teilnehmen werden. Unsere Einschätzung st, dass der Feind weit größere Verluste erlitten hat.
Die in London erscheinende „Al Sharq al-Awsat“ berichtet dass sich in Jenin eine palästinensische Frau namens Ilham Ali Dasouqi zwischen israelischen Soldaten selbst in die Luft gesprengt habe, wobei sie zwei von ihnen getötet und sechs verwundet habe. Die Zeitung beruft sich auf eine Quelle innerhalb der Al-Aksa-Brigaden (Flügel der Fatah – d. Übers.), welche sagte, dass sie „den Pfad von Nasser Uweis beschritten habe“, welcher – nach Angaben der Zeitung – sich in Nablus in der Nähe von Soldaten in die Luft gesprengt habe. Uweis, der Befehlshaber der Al-Aksa-Brigaden der Fatah, wurde mehrere Tage danach festgenommen. Der Bericht über seinen Märtyrertod scheint ein Versuch gewesen zu sein, seine Flucht zu ermöglichen.
„Wir haben mehr als 50 Häuser im Lager vermint.“
Das von der ägyptischen Regierung unterstützte Wochenblatt „Al Ahram“ veröffentlichte ein Interview mit „Omar“, einem jungen, einarmigen Bombenbauer des „Islamischen Jihad“, der berichtete, wie die Palästinenser Jenin mit Sprengfallen versehen haben, wobei auch während der Kämpfe Frauen und Kinder zum Einsatz kamen: „Er ist ein Mitglied des Islamischen Jihad, aber sagt, dass in Jenin alle Gruppierungen loyal für das eine Ziel gekämpft hätten – Befreiung oder Tod. ‚Von allen Kämpfern im Westjordanland waren wir am besten vorbereitet’, sagt er. ‚Nachdem sich die israelischen Panzer im vergangenen Monat aus Jenin zurückgezogen haben, begannen wir mit der Arbeit an unserem Plan, die Soldaten des Feindes in die Falle zu locken und in die Luft zu sprengen.’“
Die Zeitung erklärt: „Omar und andere ‚Ingenieure’ stellten Hunderte von Sprengsätzen her und suchten ihre Plätze sorgfältig aus. ‚Wir haben mehr als 50 Häuser im Lager mit Sprengfallen versehen. Wir haben alte und leere Häuser ausgesucht, und die der von Israel gesuchten Männer weil wir wussten, dass die Soldaten nach ihnen suchen würden.’ (Omar) sagte: ‚Wir schnitten lange Stücke von den Wasserleitungen ab und füllten sie mit Sprengstoff und Nägeln. Dann versteckten wir sie in Abständen von vier Metern in den Häusern, in Schränken, unter Waschbecken und in Sofas.’ Die Kämpfer hofften, die israelischen Panzer mit stärkeren Sprengsätzen in Mülltonnen aufzuhalten. Noch mehr Sprengstoff wurde in den Fahrzeugen der von Israel Gesuchten versteckt. Die Bomben wurden dann mit Hilfe der Autobatterie ferngezündet.“
Die Zeitung berichtet, dass nach Angaben von Omar, alle Bewohner des Flüchtlingslagers – auch die Kinder – wussten, an welchen Stellen die Bomben platziert wurden, so dass keine Gefahr bestand, dass Zivilisten verwundet werden. Dies wäre der Schwachpunkt des Plans gewesen: „Wir wurden von den Spitzeln unter uns verraten“, sagte er. Die Drähte zu mehr als einem Drittel der Bomben wurden von Soldaten zerschnitten, die von Kollaborateuren begleitet wurden: „Wenn es die Spitzel nicht gegeben hätte, wären die Soldaten niemals in der Lage gewesen, das Lager zu betreten. Nachdem Sie sich im Lager befanden, war es sehr viel schwerer, es zu verteidigen.“
„Wir ließen sie näher kommen um die Männer zu holen - und dann haben wir das Feuer eröffnet.“
Was genau geschah beim Bombenanschlag am vergangenen Dienstag und dem Hinterhalt, in dem 13 (israelische) Soldaten getötet wurden? Sie wurden dorthin gelockt, sagt er: „Wir hörten alle zu feuern auf und die Frauen gingen zu den Soldaten und sagten ihnen, dass wir keine Munition mehr hätten und fliehen würden. Dann gaben die Frauen den Kämpfern Bescheid, als sich die Soldaten den Sprengfallen näherten. Als die leitenden Offiziere verstanden, was geschah, riefen sie durch die Megafone, dass sie eine sofortige Waffenruhe wollten. Wir ließen sie näher kommen um die Männer zu holen und dann haben wir das Feuer eröffnet. Einige der Soldaten waren so schockiert und verängstigt, dass sie aus Versehen in unsere Richtung rannten.“
Jamal Huweil, ein Befehlshaber der Al-Aksa-Brigaden im Flüchtlingslager von Jenin, sagte der in London erscheinenden „Al Hayat“, dass vier israelische Soldaten getötet und ihre Waffen von den Palästinensern erbeutet wurden. Jugendliche mit Sprengsätzen hätten vier israelische Panzer außer Gefecht gesetzt.
Raed Abbas, ein Kämpfer der Demokratischen Front zur Befeiung Palästinas (DFLP) in Jenin sagte zu „Al Hayat“: „Alle Kämpfer wurden darauf eingeschworen, bis zu Ende zu kämpfen Wir haben keine andere Wahl als zu kämpfen und dies ist die Entscheidung aller Kämpfer. Das Gerede von Kämpfern, die kapitulieren, ist vollkommen falsch. Wenn dem so wäre, wie sind dann am Montagmorgen zwei israelische Soldaten getötet worden? Wir schätzen, dass ihre Verluste viel höher sind, als dass, was sie veröffentlichen. Gefechte zwischen ihnen und uns brechen auf sehr kurzen Entfernungen aus. Sie sind in allen Versuchen voranzukommen gescheitert. Unsere Kämpfer sprengen sich vor ihnen in die Luft und verminen die Wege mit Sprengsätzen. Die Situation ist sehr erschreckend. Die israelische Luftwaffe setzt ihre Bombenangriffe fort. Vor ein paar Augenblicken haben sie mehrere Raketen abgefeuert, die mehrere Häuser in Brand gesetzt haben“
Alle der interviewten Palästinenser betonten, auch in den letzten Tagen der Gefechte, ihren Willen, bis zum Tod zu kämpfen. Scheich Abu al Hija wird in der Tageszeitung „Al-Bayan“ mit den Worten zitiert: „Nach diesen Tagen der Hartnäckigkeit und einzigartigen Verteidigung wiederholen die Kämpfer von Jenin ihr Motto: Freiheit oder Märtyrertod. Unsere Kraft liegt darin, dass wir wahre Mujaheddin sind, die den neuen Nazis gegenüberstehen.“ Nicht namentlich genannte palästinensische Quellen fügten hinzu: „Die Munition der Kämpfer ist zu Ende gegangen und sie haben den Märtyrertod gewählt. Sie kämpfen mit Messern und Steinen und sprengen sich selbst vor den Soldaten der Besatzung in die Luft. Haj Ali, ein Befehlshaber der islamischen Al-Quds-Brigaden , dass sagte der palästinensische Widerstand in intensiven Kämpfen weitergeführt wird und es den Soldaten der Besatzung nicht gestatten wird, das Lager zu erobern.
Zivilsten und Kämpfer
Einige der interviewten Palästinenser sprachen offen über die Rolle der Zivilbevölkerung währen der Kämpfe. Die Aussagen, ob die Zivilisten das Flüchtlingslager verlassen haben oder nicht waren jedoch widersprüchlich..
Scheich Abu Al-Hija sagte: „Sogar die Jugendliche hatten eine wichtige Rolle im Aufstand. Sie weigerten sich, das Lager vor dem Einmarsch zu verlassen und die meisten von ihnen wurden von den Besatzungstruppen verhaftet. Niemand wurde gebeten zu gehen oder zu bleiben. Keine Anweisungen wurden von den Kämpfern an die Bewohner gerichtet und die Wahl blieb in ihren eigenen Händen. Es war notwendig, dass einige Frauen im Lager blieben um den Kämpfern Dienste zu leisten. Das Verhalten der Bewohner war ehrenhaft: sie waren entschlossen zu bleiben, alles durchzumachen, was die Mujaheddin durchmachen und ihnen zu dienen.“
Die Frauen blieben, um den Mujaheddin zu helfen.
„Als einigen Mujaheddin die Munition ausging, sprangen sie auf die Panzer und versuchten, den Soldaten, die sich im Panzer versteckt hatten, ihre Waffen zu entreißen. Als Ergebnis, begannen sie die Soldaten im Nahkampf anzugreifen. Einige der Jugendlichen füllten standhaft ihre Schultaschen mit Sprengsätzen, einige der Jungen blieben für Tage ohne Essen oder Wasser. Obwohl die Frauen wussten, wie schwer die Lage war, zog es ein großer Teil vor zu bleiben um den Mujaheddin Essen zu bereiten, ihr Leben zu riskieren um ihnen Wasser zu bringen und sie aufzumuntern, etwas, was ihre Standhaftigkeit sehr vergrößerte.“
Andere Palästinenser berichteten jedoch in Interviews, dass der Großteil der zivilen Bevölkerung das Flüchtlingslager verließ. Der Befehlshaber der Hamas im Flüchtlingslager von Jenin, Jamal Abd al Salam sagte, dass die Frauen, die Kinder und die Älteren das Lager verlassen haben und dass die Kämpfer vorhatten bis zum letzten Tropfen Blut zu kämpfen. Ein anderer Mann, Abu Muhammad, berichtete Al Jazeera aus Jenin: „Jedes Mal, wenn die israelische Armee versucht vorzustoßen, wird sie mit einer Überraschung bedacht und ein Gebäude fliegt in die Luft. Dann rennen sie rein, holen die Leichen und die Verwundeten, ziehen sich zurück und versuchen mit Bulldozern voranzukommen, die die Häuser ohne Unterscheidung zerstören, ob die Besitzer sich nun im Haus befinden oder nicht. Sie haben die meisten Zivilisten aus dem Lager geschickt, aber es gibt noch eine große Anzahl von Zivilisten im Lager.
In dieser Angelegenheit sagte Raed Abba, der Befehlshaber der DFLP, dass die Israelis „viele Häuser zerstörten. Sie versuchen sich an den Zivilisten zu rächen. Die (israelische) Armee zwingt die Zivilisten das Lager zu verlassen, um immer näher an die Kämpfer heranzukommen.“
Ein gegenteiliger Bericht kam vom „Islamischen Jihad“, welcher mitteilte, dass dessen Befehlshaber in Jenin, Muhammad Tawalbeh, Zivilisten daran gehindert habe, das Lager zu verlassen. Die islamische Website teilte mit, dass Tawalbeh in seinem Haus starb, als er selber die Sprengsätze zündete um israelische Soldaten zu töten. Die Bekanntmachung fuhr fort und sagte, dass Tawalbeh alle Versuche der Besatzer die Zivilbevölkerung zu evakuieren verhindert habe, welche das Ziel gehabt hätten, das Lager mit den Kämpfern darin zu zerstören.
Die Zukunft des Kampfes
Scheich Abu al Hija betonte, dass es notwendig sei, aus der Schlacht von Jenin zu lernen: „Wir sind stolz auf diese Schlacht und hoffen, dass sie als Modell für die anderen Städte dienen wird, damit auch dort die Bewohner moralisch und materiell für jede Auseinandersetzung gerüstet sind. Wir müssen die Lektionen dieser Schlacht lernen und ich hoffe, dass die paar Dutzende Kämpfer, welche die arroganteste Armee der Region niedergerungen haben als Modell für die arabischen Armeen dienen werden und nicht für immer Gefangene der Regimes bleiben werden, welche ihnen ihre Grundrechte verwehren.“
„Das Lager wurde hart getroffen aber auch wenn der Schlag uns getötet hätte, er hätte nicht den bewaffneten Widerstand getötet. Es wird nicht lange dauern, bis sich die Reihen wieder gefüllt haben und einen neue Generation die Flagge des Aufstandes aufs neue erhebt. Dies ist nicht die erste Schlacht und auch nicht die letzte Schlacht. Unser Volk wird nicht ruhen, bis es unser Land befreit und unabhängig sieht.“
„Abu Ahmad“, ein Anführer der Al-Aksa-Brigaden im Flüchtlingslager von Jenin, sagte in einem Telefoninterview mit der Wochenzeitung der Hisbollah, „Al Intiqad“: „Der palästinensische Widerstand wird weitere Operationen ausführen, wie jene Märtyrertodoperation in Haifa, um zu beweisen, dass er immer noch lebendig ist und seine Kraft und Fähigkeiten trotz des harten Schlages behalten hat. Die Märtyreroperation von Andalib Taqatah (Im Markt Mahane Yehuda) ist der Beweis, dass die Al-Aksa-Brigaden immer noch jederzeit und an jeden Ort das zionistische Gebilde angreifen können. Märtyreroperationen wurden erfunden, als die Zionisten das Westjordanland besetzt hielten und es spielt keine große Rolle, ob sie sich in den Städten befinden oder außerhalb.“
Ali Safouri, ein Befehlshaber der Al-Kuds-Brigaden des „Islamischen Jihad“ im Flüchtlingslager von Jenin, berichtete für die islamische Website über die frühen Tage des Kampfes: „Wir haben unerwartete Überraschungen für den Feind vorbereitet. Wir sind entschlossen, ihn doppelt zu bezahlen und ihm eine Lektion zu erteilen, die er nicht vergessen wird. Wir werden ihn an der Heimatfront angreifen, In Jerusalem, in Haifa, in Jaffa – überall. Wir heißen sie willkommen und wir haben einen besonderen Friedhof für sie im Flüchtlingslager vorbereitet. Wir haben bei den Märtyrern geschworen, dass wir den Belagerungszustand über die zionistischen Städte verhängen werden und jeden Tropfen Blut rächen werden, der in unserem heiligen Land vergossen wird. Wir rufen die Soldaten Sharons auf, den Befehl zu verweigern, denn das Betreten des Flüchtlingslagers von Jenin, der Hauptstadt der Märtyrer, wird das letzte sein, was sie in ihrem Leben tun werden.“
In einem Interview mit „Al Manar“, dem Fernsehsender der Hisbollah, sagte der Führer des „Islamischen Jihad“, Abdallah Shalah: „Die Kämpfer im Lager (von Jenin) sagten, dass dies eine ‚Hit and not run’-Schlacht ist und dass sie bis zur letzten Kugel und bis zum letzten Blutstropfen kämpfen werden und das haben sie getan. Der zionistische Feind denkt, dass er für uns ein palästinensisches Massada vorbereitet hat (letzte jüdische Bastion im Aufstand gegen das Römische Reich), das heißt, dass wir gewählt haben, Selbstmord zu begehen. Aber wir sagen ihm: dies ist kein palästinensisches Massada, sondern ein palästinensisch Karbalaa (Schlacht, in der Hussein, der Anführer der Schiiten heiliggesprochen wurde), welches das zweite jüdische Massada herbeiführen wird, bis das zionistische Gebilde aufhören wird, zu existieren. Heute wurde das Lager von Jenin nicht zerstört, sondern widergeboren.“
Die arabischen Medien haben den Gefechten im Flüchtlingslager von Jenin große Aufmerksamkeit gewidmet - ihren Angaben zufolge, hat dort die israelische Armee ein Massaker angerichtet. Doch gleichzeitig veröffentlichen die arabischen Medien zahlreiche Berichte von Anführern palästinensischer Milizen in Jenin über den Verlauf der Kämpfe. Es folgen Auszüge.
Quelle: MEMRI, 24/04/02 (www.memri.org)
Der Kampf gegen die israelische Armee
Scheich Jamal Abu Al-Hija, der Befehlshaber der Brigaden Izz Al-Din Al-Qassam der Hamas im Flüchtlingslager von Jenin, erzählte in einem Interview, welches auf der Website der Hamas veröffentlicht wird, dass Angehörige unterschiedlicher Gruppierungen sich „zusammen mit Freiwilligen der palästinensischen Sicherheitskräfte“ bereits vorher auf den israelischen Einmarsch vorbereitet hätten.
Scheich Abu al-Hija berichtete telefonisch über die Kämpfe an den katarischen Sender Al-Jazeera und sagte: „Wir haben Minen auf den Straßen und in den Häusern angebracht, Überraschungen warten auf die Besatzungstruppen. An mehreren Stellen gibt es Kämpfe zwischen den Mujaheddin und den Besatzungstruppen. Die Besatzungstruppen fliehen in Panik aus dem Lager von Jenin. Aber sie weiten den Kampf aus, indem sie Bulldozer, Flugzeuge und Panzer gegen das Lager einsetzen. Die Wahrheit ist, dass die Kämpfe von Viertel zu Viertel geführt werden, wie ein Guerillakrieg. Die Mujaheddin benutzen Schnellfeuergewehre, Sprengstoff und Handgranaten.“
Die in London erscheinende arabische Zeitung „Al Sharq al-Awsat“ zitiert Scheich Abu al-Hija mit den Worten: „die kämpfenden Einheiten aller Gruppierungen im Lager wurden mit Sprengstoffgürteln und Handgranaten ausgerüstet.“ Der jordanischen Wochenzeitung „Al Sabil“ sagte er: „Den Mujaheddin gelang es neun zionistische Soldaten in einem Haus einzukesseln und sie mit Bomben und Handgranaten anzugreifen, bis das gesamte Haus in Flammen aufging. Zeugen sagten, dass die Besatzungstruppen die Soldaten verbrannt und verkohlt aus dem Haus geborgen hätten.“
Palästinensische Kinder mit Sprengstoff im Schulranzen.
Der Befehlshaber des „Islamischen Jihad“ im Flüchtlingslager von Jenin, Abu Jandal, wurde von „Al-Jazeera“ mehrmals im Verlauf der Kämpfe interviewt. In einem Gespräch sagte Abu Jandal: „Dies ist der zweite Tage, an dem die israelischen Besatzungstruppen mit Hilfe von Panzern und Apache-Helikoptern versuchen in das Lager zu gelangen. Aber die Hartnäckigkeit der Kämpfer, die zu Beginn der Kämpfe geschworen haben, die israelische Armee nicht ins Lager zu lassen, verteidigt in den Gassen des Flüchtlingslagers von Jenin die Ehre des arabischen Volkes. Es gab mehrere Vorstöße, aber sie wurden alle abgewehrt. Die Wahrheit ist, dass unsere Kämpfer zur Offensive übergegangen sind; heute haben wir eine Offensive begonnen. Der Befehlshaber der israelischen Einheit wurde heute morgen getötet, 50 Meter von dem Ort, von dem ich zu Ihnen spreche. Ich, der Befehlshaber der Schlacht von Jenin, habe für mich selbst den Namen „der Märtyrer Abu Jandal“ gewählt, weil alle Kämpfer um mich herum Märtyrer sind.“
Abu Jandal führt weiter aus: „Glauben Sie mir, es sind Kinder mit Sprengstoffgürteln in den Häusern positioniert. Heute kam eines der Kinder mit seiner Schultasche zu mir. Ich fragte ihn, was er wollte und er antwortete, ‚Anstelle von Büchern, will ich einen Sprengsatz um anzugreifen. ’“ Auf die Frage, wie lange er und seine Männer dem israelischen Militär standhalten könnten, da sie nur leicht bewaffnet seien, antwortete Abu Jandal: „Nein, das stimmt nicht. Wie haben die Waffe der Überraschung. Wir haben die Waffe der Ehre. Wir haben die göttliche Waffe Allahs, der auf unserer Seite steht. Wir haben Waffen, die besser als die ihren sind. Ich bin derjenige, der die Wahrheit besitzt und setze meinen Glauben in Allah, sie setzen ihren Glauben in einen Panzer.“
Scheich Abu al Hija sagte weiter: „Einige der Jugendlichen waren standhaft und füllten ihre Schultaschen mit Sprengstoff.“ Bei einer anderen Gelegenheit tat Scheich Abu al Hija sich schwer, die Zahl der israelischen Opfer einzuschätzen: „Es ist schwer genaue Angaben zu machen und wir können die Schlacht nicht auswerten indem wir die Verluste des Feindes zählen. Doch das Eingeständnis des Feindes, dass 24 getötet und 130 verwundet wurden deuten darauf, dass es viele Verluste (des Feindes) gegeben hat. Die Liste der Besatzungsarmee zählt nur die Namen der Juden und lässt die Namen der Drusen und der Lahad-Soldaten (ehem. Südlibanesische Armee) aus, welche an allen früheren Angriffen teilgenommen haben und auch in Zukunft teilnehmen werden. Unsere Einschätzung st, dass der Feind weit größere Verluste erlitten hat.
Die in London erscheinende „Al Sharq al-Awsat“ berichtet dass sich in Jenin eine palästinensische Frau namens Ilham Ali Dasouqi zwischen israelischen Soldaten selbst in die Luft gesprengt habe, wobei sie zwei von ihnen getötet und sechs verwundet habe. Die Zeitung beruft sich auf eine Quelle innerhalb der Al-Aksa-Brigaden (Flügel der Fatah – d. Übers.), welche sagte, dass sie „den Pfad von Nasser Uweis beschritten habe“, welcher – nach Angaben der Zeitung – sich in Nablus in der Nähe von Soldaten in die Luft gesprengt habe. Uweis, der Befehlshaber der Al-Aksa-Brigaden der Fatah, wurde mehrere Tage danach festgenommen. Der Bericht über seinen Märtyrertod scheint ein Versuch gewesen zu sein, seine Flucht zu ermöglichen.
„Wir haben mehr als 50 Häuser im Lager vermint.“
Das von der ägyptischen Regierung unterstützte Wochenblatt „Al Ahram“ veröffentlichte ein Interview mit „Omar“, einem jungen, einarmigen Bombenbauer des „Islamischen Jihad“, der berichtete, wie die Palästinenser Jenin mit Sprengfallen versehen haben, wobei auch während der Kämpfe Frauen und Kinder zum Einsatz kamen: „Er ist ein Mitglied des Islamischen Jihad, aber sagt, dass in Jenin alle Gruppierungen loyal für das eine Ziel gekämpft hätten – Befreiung oder Tod. ‚Von allen Kämpfern im Westjordanland waren wir am besten vorbereitet’, sagt er. ‚Nachdem sich die israelischen Panzer im vergangenen Monat aus Jenin zurückgezogen haben, begannen wir mit der Arbeit an unserem Plan, die Soldaten des Feindes in die Falle zu locken und in die Luft zu sprengen.’“
Die Zeitung erklärt: „Omar und andere ‚Ingenieure’ stellten Hunderte von Sprengsätzen her und suchten ihre Plätze sorgfältig aus. ‚Wir haben mehr als 50 Häuser im Lager mit Sprengfallen versehen. Wir haben alte und leere Häuser ausgesucht, und die der von Israel gesuchten Männer weil wir wussten, dass die Soldaten nach ihnen suchen würden.’ (Omar) sagte: ‚Wir schnitten lange Stücke von den Wasserleitungen ab und füllten sie mit Sprengstoff und Nägeln. Dann versteckten wir sie in Abständen von vier Metern in den Häusern, in Schränken, unter Waschbecken und in Sofas.’ Die Kämpfer hofften, die israelischen Panzer mit stärkeren Sprengsätzen in Mülltonnen aufzuhalten. Noch mehr Sprengstoff wurde in den Fahrzeugen der von Israel Gesuchten versteckt. Die Bomben wurden dann mit Hilfe der Autobatterie ferngezündet.“
Die Zeitung berichtet, dass nach Angaben von Omar, alle Bewohner des Flüchtlingslagers – auch die Kinder – wussten, an welchen Stellen die Bomben platziert wurden, so dass keine Gefahr bestand, dass Zivilisten verwundet werden. Dies wäre der Schwachpunkt des Plans gewesen: „Wir wurden von den Spitzeln unter uns verraten“, sagte er. Die Drähte zu mehr als einem Drittel der Bomben wurden von Soldaten zerschnitten, die von Kollaborateuren begleitet wurden: „Wenn es die Spitzel nicht gegeben hätte, wären die Soldaten niemals in der Lage gewesen, das Lager zu betreten. Nachdem Sie sich im Lager befanden, war es sehr viel schwerer, es zu verteidigen.“
„Wir ließen sie näher kommen um die Männer zu holen - und dann haben wir das Feuer eröffnet.“
Was genau geschah beim Bombenanschlag am vergangenen Dienstag und dem Hinterhalt, in dem 13 (israelische) Soldaten getötet wurden? Sie wurden dorthin gelockt, sagt er: „Wir hörten alle zu feuern auf und die Frauen gingen zu den Soldaten und sagten ihnen, dass wir keine Munition mehr hätten und fliehen würden. Dann gaben die Frauen den Kämpfern Bescheid, als sich die Soldaten den Sprengfallen näherten. Als die leitenden Offiziere verstanden, was geschah, riefen sie durch die Megafone, dass sie eine sofortige Waffenruhe wollten. Wir ließen sie näher kommen um die Männer zu holen und dann haben wir das Feuer eröffnet. Einige der Soldaten waren so schockiert und verängstigt, dass sie aus Versehen in unsere Richtung rannten.“
Jamal Huweil, ein Befehlshaber der Al-Aksa-Brigaden im Flüchtlingslager von Jenin, sagte der in London erscheinenden „Al Hayat“, dass vier israelische Soldaten getötet und ihre Waffen von den Palästinensern erbeutet wurden. Jugendliche mit Sprengsätzen hätten vier israelische Panzer außer Gefecht gesetzt.
Raed Abbas, ein Kämpfer der Demokratischen Front zur Befeiung Palästinas (DFLP) in Jenin sagte zu „Al Hayat“: „Alle Kämpfer wurden darauf eingeschworen, bis zu Ende zu kämpfen Wir haben keine andere Wahl als zu kämpfen und dies ist die Entscheidung aller Kämpfer. Das Gerede von Kämpfern, die kapitulieren, ist vollkommen falsch. Wenn dem so wäre, wie sind dann am Montagmorgen zwei israelische Soldaten getötet worden? Wir schätzen, dass ihre Verluste viel höher sind, als dass, was sie veröffentlichen. Gefechte zwischen ihnen und uns brechen auf sehr kurzen Entfernungen aus. Sie sind in allen Versuchen voranzukommen gescheitert. Unsere Kämpfer sprengen sich vor ihnen in die Luft und verminen die Wege mit Sprengsätzen. Die Situation ist sehr erschreckend. Die israelische Luftwaffe setzt ihre Bombenangriffe fort. Vor ein paar Augenblicken haben sie mehrere Raketen abgefeuert, die mehrere Häuser in Brand gesetzt haben“
Alle der interviewten Palästinenser betonten, auch in den letzten Tagen der Gefechte, ihren Willen, bis zum Tod zu kämpfen. Scheich Abu al Hija wird in der Tageszeitung „Al-Bayan“ mit den Worten zitiert: „Nach diesen Tagen der Hartnäckigkeit und einzigartigen Verteidigung wiederholen die Kämpfer von Jenin ihr Motto: Freiheit oder Märtyrertod. Unsere Kraft liegt darin, dass wir wahre Mujaheddin sind, die den neuen Nazis gegenüberstehen.“ Nicht namentlich genannte palästinensische Quellen fügten hinzu: „Die Munition der Kämpfer ist zu Ende gegangen und sie haben den Märtyrertod gewählt. Sie kämpfen mit Messern und Steinen und sprengen sich selbst vor den Soldaten der Besatzung in die Luft. Haj Ali, ein Befehlshaber der islamischen Al-Quds-Brigaden , dass sagte der palästinensische Widerstand in intensiven Kämpfen weitergeführt wird und es den Soldaten der Besatzung nicht gestatten wird, das Lager zu erobern.
Zivilsten und Kämpfer
Einige der interviewten Palästinenser sprachen offen über die Rolle der Zivilbevölkerung währen der Kämpfe. Die Aussagen, ob die Zivilisten das Flüchtlingslager verlassen haben oder nicht waren jedoch widersprüchlich..
Scheich Abu Al-Hija sagte: „Sogar die Jugendliche hatten eine wichtige Rolle im Aufstand. Sie weigerten sich, das Lager vor dem Einmarsch zu verlassen und die meisten von ihnen wurden von den Besatzungstruppen verhaftet. Niemand wurde gebeten zu gehen oder zu bleiben. Keine Anweisungen wurden von den Kämpfern an die Bewohner gerichtet und die Wahl blieb in ihren eigenen Händen. Es war notwendig, dass einige Frauen im Lager blieben um den Kämpfern Dienste zu leisten. Das Verhalten der Bewohner war ehrenhaft: sie waren entschlossen zu bleiben, alles durchzumachen, was die Mujaheddin durchmachen und ihnen zu dienen.“
Die Frauen blieben, um den Mujaheddin zu helfen.
„Als einigen Mujaheddin die Munition ausging, sprangen sie auf die Panzer und versuchten, den Soldaten, die sich im Panzer versteckt hatten, ihre Waffen zu entreißen. Als Ergebnis, begannen sie die Soldaten im Nahkampf anzugreifen. Einige der Jugendlichen füllten standhaft ihre Schultaschen mit Sprengsätzen, einige der Jungen blieben für Tage ohne Essen oder Wasser. Obwohl die Frauen wussten, wie schwer die Lage war, zog es ein großer Teil vor zu bleiben um den Mujaheddin Essen zu bereiten, ihr Leben zu riskieren um ihnen Wasser zu bringen und sie aufzumuntern, etwas, was ihre Standhaftigkeit sehr vergrößerte.“
Andere Palästinenser berichteten jedoch in Interviews, dass der Großteil der zivilen Bevölkerung das Flüchtlingslager verließ. Der Befehlshaber der Hamas im Flüchtlingslager von Jenin, Jamal Abd al Salam sagte, dass die Frauen, die Kinder und die Älteren das Lager verlassen haben und dass die Kämpfer vorhatten bis zum letzten Tropfen Blut zu kämpfen. Ein anderer Mann, Abu Muhammad, berichtete Al Jazeera aus Jenin: „Jedes Mal, wenn die israelische Armee versucht vorzustoßen, wird sie mit einer Überraschung bedacht und ein Gebäude fliegt in die Luft. Dann rennen sie rein, holen die Leichen und die Verwundeten, ziehen sich zurück und versuchen mit Bulldozern voranzukommen, die die Häuser ohne Unterscheidung zerstören, ob die Besitzer sich nun im Haus befinden oder nicht. Sie haben die meisten Zivilisten aus dem Lager geschickt, aber es gibt noch eine große Anzahl von Zivilisten im Lager.
In dieser Angelegenheit sagte Raed Abba, der Befehlshaber der DFLP, dass die Israelis „viele Häuser zerstörten. Sie versuchen sich an den Zivilisten zu rächen. Die (israelische) Armee zwingt die Zivilisten das Lager zu verlassen, um immer näher an die Kämpfer heranzukommen.“
Ein gegenteiliger Bericht kam vom „Islamischen Jihad“, welcher mitteilte, dass dessen Befehlshaber in Jenin, Muhammad Tawalbeh, Zivilisten daran gehindert habe, das Lager zu verlassen. Die islamische Website teilte mit, dass Tawalbeh in seinem Haus starb, als er selber die Sprengsätze zündete um israelische Soldaten zu töten. Die Bekanntmachung fuhr fort und sagte, dass Tawalbeh alle Versuche der Besatzer die Zivilbevölkerung zu evakuieren verhindert habe, welche das Ziel gehabt hätten, das Lager mit den Kämpfern darin zu zerstören.
Die Zukunft des Kampfes
Scheich Abu al Hija betonte, dass es notwendig sei, aus der Schlacht von Jenin zu lernen: „Wir sind stolz auf diese Schlacht und hoffen, dass sie als Modell für die anderen Städte dienen wird, damit auch dort die Bewohner moralisch und materiell für jede Auseinandersetzung gerüstet sind. Wir müssen die Lektionen dieser Schlacht lernen und ich hoffe, dass die paar Dutzende Kämpfer, welche die arroganteste Armee der Region niedergerungen haben als Modell für die arabischen Armeen dienen werden und nicht für immer Gefangene der Regimes bleiben werden, welche ihnen ihre Grundrechte verwehren.“
„Das Lager wurde hart getroffen aber auch wenn der Schlag uns getötet hätte, er hätte nicht den bewaffneten Widerstand getötet. Es wird nicht lange dauern, bis sich die Reihen wieder gefüllt haben und einen neue Generation die Flagge des Aufstandes aufs neue erhebt. Dies ist nicht die erste Schlacht und auch nicht die letzte Schlacht. Unser Volk wird nicht ruhen, bis es unser Land befreit und unabhängig sieht.“
„Abu Ahmad“, ein Anführer der Al-Aksa-Brigaden im Flüchtlingslager von Jenin, sagte in einem Telefoninterview mit der Wochenzeitung der Hisbollah, „Al Intiqad“: „Der palästinensische Widerstand wird weitere Operationen ausführen, wie jene Märtyrertodoperation in Haifa, um zu beweisen, dass er immer noch lebendig ist und seine Kraft und Fähigkeiten trotz des harten Schlages behalten hat. Die Märtyreroperation von Andalib Taqatah (Im Markt Mahane Yehuda) ist der Beweis, dass die Al-Aksa-Brigaden immer noch jederzeit und an jeden Ort das zionistische Gebilde angreifen können. Märtyreroperationen wurden erfunden, als die Zionisten das Westjordanland besetzt hielten und es spielt keine große Rolle, ob sie sich in den Städten befinden oder außerhalb.“
Ali Safouri, ein Befehlshaber der Al-Kuds-Brigaden des „Islamischen Jihad“ im Flüchtlingslager von Jenin, berichtete für die islamische Website über die frühen Tage des Kampfes: „Wir haben unerwartete Überraschungen für den Feind vorbereitet. Wir sind entschlossen, ihn doppelt zu bezahlen und ihm eine Lektion zu erteilen, die er nicht vergessen wird. Wir werden ihn an der Heimatfront angreifen, In Jerusalem, in Haifa, in Jaffa – überall. Wir heißen sie willkommen und wir haben einen besonderen Friedhof für sie im Flüchtlingslager vorbereitet. Wir haben bei den Märtyrern geschworen, dass wir den Belagerungszustand über die zionistischen Städte verhängen werden und jeden Tropfen Blut rächen werden, der in unserem heiligen Land vergossen wird. Wir rufen die Soldaten Sharons auf, den Befehl zu verweigern, denn das Betreten des Flüchtlingslagers von Jenin, der Hauptstadt der Märtyrer, wird das letzte sein, was sie in ihrem Leben tun werden.“
In einem Interview mit „Al Manar“, dem Fernsehsender der Hisbollah, sagte der Führer des „Islamischen Jihad“, Abdallah Shalah: „Die Kämpfer im Lager (von Jenin) sagten, dass dies eine ‚Hit and not run’-Schlacht ist und dass sie bis zur letzten Kugel und bis zum letzten Blutstropfen kämpfen werden und das haben sie getan. Der zionistische Feind denkt, dass er für uns ein palästinensisches Massada vorbereitet hat (letzte jüdische Bastion im Aufstand gegen das Römische Reich), das heißt, dass wir gewählt haben, Selbstmord zu begehen. Aber wir sagen ihm: dies ist kein palästinensisches Massada, sondern ein palästinensisch Karbalaa (Schlacht, in der Hussein, der Anführer der Schiiten heiliggesprochen wurde), welches das zweite jüdische Massada herbeiführen wird, bis das zionistische Gebilde aufhören wird, zu existieren. Heute wurde das Lager von Jenin nicht zerstört, sondern widergeboren.“
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Ergänzungen
Ein Riesen Hype und Kaum einer gestorben!
Wo ist der Widerspruch?
stellt ihr das auf die Frontsite, bitte?
Was ich sagen wollte!
und hat irgend etwas gegen Menschen! auf jeden Fall will der Menschen Nix Gutes bringen!
so sollen anrchistenInnen kämpfen?
so wie das hier geschildert wurde kämpfen anarchistInnen nicht, nicht mal in den abziehbildern der bakunistischen geheimbünde. wenn sich eine "armee" in der "eigenen" zivilbevölkerung versteckt, um in dieser zivilbevölkerung selber angriffe auf "die andere" [die in diesem fall da nbihct aus spaß ist oder aus "imperialistische interessen", sondern weil sie und das von ihr "verteidigte" land beständig angegriffen wird] dann ist es falsch die toten und schäden einer der beiden armeen, oder gar der "fremden" zuzuschreiben. da ist ohne frage die arrme zu großenm teilen dran schuld, die sich in die zivilbevölkerung verkriecht und -ununterscheidbar von ihr- von dort aus "kämpft". sicher heißt das nicht, dass dann die "fremde" arrme engeln in uniform wären. es ist dann immer noch möglich scheioße zu bauen. aber darum geht es heir ja gar nicht. hier geht es daraum, dass der "kampf" der "einen" [der palästinenser] als heldenhaft dargestellt wird und der "okkupation" der "anderen" [der israelischen selbstverteidungungskräfte] als "feige, imperialistisch, massakerähnlich" usw. eine soziale bewegung, als de sich fast alle anarchistInnen begriffen haben -von platten stirner-auslegerInnen abgesehen-, ebenso wie kommunistInnen, kann sich nicht in die masse der bevölkerung verkriechen und von dort aus einen krieg führen, und dann rumjammern, dass die zivilbevölkerung getroffen wird vom gegenschlag. natürlich wird sie das, deshalb ist es nur bezeichnend, wie verachtend dem einzelnen leben gegenüber der imaginäre wert einer nation, eines volkes auf der seite der handelnden akteure der palästineser gesetzt wird. das ist kein widerstand, das hat mit kämpfenden anarchistInnen, kommunistInnen, emanzipatorisch sich verstehenden mensch nichts zu tun. das ist mord, nict nur an den "gegnerInnen" sondern auch am nomiell vertretenen "eigenem volk". punktum. wer sich auf diese seite stellt und es ach noch als "widerstand" begreift muß sich mit recht vorwerfen lassen, nicht emanztipatorisch zu verhalten.
ein mord ist ein mord ist ein mord...
ja, es kann nicht sein, dass die israelische armee ein massaker anrichtet, aber das berechtigt noch lange nicht irgendwelche spinner, kleine kinder mit sprengstoff auszurüsten oder sich selbst und andere in den tod zu bringen!
ich habe nix gegen selbstmord, nicht dass ich hier falsch verstanden werde, das ist die freie wahl eines jeden menschen... aber mord an anderen menschen ist mord, egal aus welchen motiven!
wer die mittel seines feindes anwendet, ist nicht besser als der, den er zu bekämpfen sucht!
nieder mit all den spinnern, die von heroischen taten träumen, wenn sie andere leutz umbringen!
andere frage
hehe
Heldenhaft
Aus dem spanischen Buergerkreig ist mir nicht bekannt, dass vorschul kinder eingesetzt wurden. Soweit hat man sich nach Aktionen wieder unter die zivilisten gemischt und nicht aus den zivilisten heraus Aktionen unternommen. In Spanien wurde auch nicht das Vok mit einer Maertyrerideologie Gehringewaschen - nicht das ich jetzt Proisraelisch waere - die ganze Situation da unten finde ich nur entsetzlich.
Die Palästinenser haben gar keine Armee!
Einer ohne Armee ist vielleicht auch besser!
@Dolores
Dass die Männer alle getötet worden wären, wenn sie nicht selbst die Absicht gehabt hätten zu töten, ist eine dümmliche antisemitische Projektion, nach der Israel jedes Massaker zuzutrauen ist.
Deine höchst seltsame Widerstands-Romantik, nach der die kämpfenden Männer ihre Frauen und Kinder als Schutzschilder und Bomben vorschicken müssen, ist an zynischer Widerlichkeit nicht zu überbieten.
unbeschreibliche gemetzel ?