Plant US-Regierung einen Angriff auf Kuba ?

Anarchist 07.05.2002 02:52 Themen: Weltweit
Für Amerika stellt Kuba schon seit längerem ein Hinternis in Sachen Neoliberalismus und Imperialismus dar. Die Zeiten, inder amerikanische Investoren 90 % der Telefon- und Elektrizitätsversorgung besassen sind seit Castro vorbei.

Nach dem 11. September, befinden wir uns gegenwertig in einer Lage, inder man sich auf globale Kriege gegen sogenannte Schurkenstaaten vorbereitet um wirtschaftlich bedeutende Standorte zu sichern.
Bereits vor einigen Monaten, machte die US-Regierung klar, dass das Jahr 2002 ein Jahr des "globalen Feldzugs gegen den Terror" werden soll. Afghanistan, wo zufällig später auch eine ÖL-Pipeline gebaut werden soll, war erst der Anfang des "Anti-Terrorkrieges", wie es die Herrschenden nennen.
Inzwischen wurde auch auf anstehende Kriege in Irank, Irak, Nordkorea, Somalia etc angedeutet.
Wann gäbe es also einen bessere Zeitpunkt als den momentanigen, um einen Krieg gegen Kuba vorzubereiten, das schon seit Jahrzenten ein Dorn im Auge für kapitalistische US-Konzerne darstellt.

Seit neustem ist die Rede davon, dass Kuba angeblisch biologische Waffen herrstellen soll. Dieser Vorwurf wurde auch schon anderen Ländern gemacht, um einen möglichen vorherstehenden Krieg zu rechtfertigen. Zudem machte George w. Bush Castro den Vorwurf, er liefere Technologie zum Bau entsprechender Bomben an "Schurkenstaaten".
Die USA glaubten, dass Kuba über ein begrenztes Entwicklungsprogramm für die biologische Kriegführung verfügt. US-Außenminister Colin Powell hatte betont, Kuba sei als einziges undemokratisches Land in der westlichen Hemisphäre isoliert. Sicher ist Kuba nicht gerade das demokratischste Land, jedoch davon zu sprechen, dass Kuba das einzigste undemokratischste Land sei, während die USA gleichzeitig Terror-Regimes wie beispielsweise das in Kolumbien finanziel unterstütze und sie sogar mit Waffen beliefere, damit diese Regierung gegen Feinde der amerikanischen Freihandelszone vorgehe, wäre einfach nur bescheuert und Propaganda pur.

Sehe wir uns einmal an was Menschen wie Außenminister Powell unter "Demokratie" verstehen.
Wie sah Kuba früher aus?

Zucker war das Hauptprodukt der kubanischen wirtschaft. 1901 kaufte die United Fruit Company eine riesige Fläche Zuckerrohrland. Andere amerikanische Konzerne folgten.
Die Gesellschaften setzten im amerikanischen Kongress ein Gesetz durch, das Importen aus Kuba eine Zollerleichterung von 20 % und amerikanischen Exporten nach Kuba eine solche zwischen 20 und 40 % verschaffte. Die amerikanischen Raffinerien erhielten so den billigsten Rohrzucker, den es auf der Welt gab.
Während dem 1. Weltkrieg wurde Zucker auf der ganzen Welt knapp. Der Zuckerrohpreis kletterte auf ungeahnte Höhen. Von 5,5 Cent pro Pfund stieg er bis zum Mai 1920 auf 22,5 Cent, um dann bis zum 13. Dezember auf 3,75 Cent zu stürzen. Bei diesem Tanz der Preise verloren viele nationale Zuckerproduzenten und Banken auf Kuba viel Geld. Amerikanische Konzerne und Banken sprangen ein. So festigte sich die amerikansiche Herrschaft auf Kuba.

In den 50er Jahren hies es in einem Bericht des US-Handelsministeriums:
"Die einzigen ausländischen Investitionen von Bedeutung auf Kuba sind die USA. Die amerikanische Beteiligung an der Telefon- und Elektrizitätsversorgung überstieg 90 %, sie beträgt etwa 50 % bei den Eisenbahnbetrieben und ungefähr 40 % in der Rohzuckerproduktion. Kubanische Zweigen amerikanischer Banken sind etwa ein viertel aller Einlagen anvertraut"

Das heisst: Die Wirtschaft Kubas gehörte praktisch den USA. Aus all diesem Besitz zogen amerikanische Konzerne und einige inländische Grossgrundbesitzer hohe Gewinne, die aber ins Ausland abflossen, während die Mehrzahl der Kubaner arm blieb.

Stoppt Bush´s globalen Feldzug !
Auf nach Berlin am 22. und 23. Mai um gegen Bush zu demonstrieren !
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Ergänzungen

Appell

Widschwein 07.05.2002 - 08:44
Deinen Appell am Schluß kann ich teilen und unterstützen. Deine Analyse halte ich für falsch, einen Angriff auf Kuba inzwischen für unrealistisch. Kuba hat seine Bedeutung verloren, sowohl als Protagonist für die Trikontstaaten als auch als Brückenkopf der sozialistichen Staaten. Da Kuba keinerlei Interventionsabitionen in der Weltpolitik hat, die nennenswewrt wären, seit es sich mit aller Kraft um sich selbst kümmern muß, ist ein Angriff auch im Terrorbekämpfungsgeseier nicht zu rechtfertigen. Ausserdem ist es billiger zu warten, bis Fidel Castro stirbt. Dann dürfte sich mit recht großer Wahrscheinlichkeit die Frage des Sozialismus auf Kuba über kurz oder lang von selbst erledigen.

So ein totaler Schwachsinn !!!!!!

MM 07.05.2002 - 09:07
Das ist wohl der größte Schwachsinn, was ich hier seit langem gelesen hab. Und übermorgen greift die USA Mexiko an oder was ?? Bevor man solch Artikel verfasst, sollte man doch einmal darüber nachdenken, über was man eigentlich hier schreibt !!! Deinem Appell stimme ich Dir zu !

Keine Erfindung

rootY 07.05.2002 - 09:48
Die Sache mit dem Angriff auf Kuba klingt zwar reichlich abwegig, "Anarchist" hat sie aber nicht einfach aus der Luft gegriffen! Ein entsprechender, besser recherchierter Artikel findet sich etwa bei Telepolis unter:
 http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/12490/1.html
Also nicht immer gleich drauflos hacken, sondern erstmal nachfragen, woher die Info kommt.
AUF NACH BERLIN!!!

Uncle George Sam greift A l l e s an!

Tante Friede 07.05.2002 - 10:13
Wo Uncle Sam nicht hinein schauen, und darin herum pfuschen darf!

Ganz ruhig!

Kampfgans 07.05.2002 - 12:28
Streiten wir uns doch nicht über Kleinigkeiten. Dem Bush ist schließlich alles zuzutrauen. Deshalb:

Sagt dem Ammi in Berlin: "Du bist hier nicht willkommen!"

Seit laut, kreativ und unverschämt!!!

Auf nach Berlin

tutnixzursache 07.05.2002 - 12:37
Kommt am 21./22./23. Mai nach Berlin um gegen Bush UND Schröder zu demonstrieren!

Info- und Mobilisierungsseiten:

 http://www.bushinberlin.de (breite linke Infoseite)
 http://www.gipfelsturm.net (autonome Mobilisierungsseite)
 http://www.achse-des-friedens.de (Friedensbewegung)

Gegen kapitalistische Globalisierung und Krieg!

Gefahr für Kuba besteht!

Rosa 07.05.2002 - 13:46
Ich glaub, daß die Gefahr eines US-Angriffs für Kuba immer noch besteht. Kuba hat sehr wohl noch eine politische Bedeutung in Lateinamerika, als Vorbild im Kampf gegen die US-Vorherrschaft. Und die Möglichkeit, daß die USA die Ausrede "Kampf gegen den Terror" auch für einen Angriff gegen Kuba benutzen, sehe ich durchaus. Besonders groß wird diese Gefahr, wenn einer oder mehrere der in Guantanmo inhaftierten Taliban-Kämpfer von dort fliehen sollten, auch wenn es natürlich keinen Zusammenhang zwischen Kuba und den Taliban gilt. Und ich glaube und auch viele Kubaner haben mir dabei zugestimmt (ich war im März dort), daß diese Möglichkeit ,einen Vorwand für einen Angriff zu finden, von den USA durchaus einkalkuliert ist.
Auf jeden Fall müssen wir am 22.Mai nach Berlin!

Von wegen Erfindung

07.05.2002 - 14:47
Powell und Bush sagten dies in aller Öffentlichkeit, das man daran interessiert ist, das Castro-Regime so schnell wie möglich zu stürzen.

Zu dem einen der sagte "Jaja und morgen greifen sie Mexiko an". Mit "Angriffen" ist nicht direkt eine Grossoffensive gemeint, sondern man kann auch im Untergrund arbeiten.

Hätten die Grossmäule die das hier für unrealistisch halten, vor 2 Jahren gedacht, das die USA den mehrere Länder wie den Irak und andere angreifen will ?

Du Spinner @MM

07.05.2002 - 14:50
Ohja totaler Schwachsinn.
Abwarten und Tee trinken und in deinem Fall zu Seminaren der Anti-Deutschen gehen

Nicht überraschend

M. 07.05.2002 - 15:39
Gerade jetzt wo es Lateiamerika wieder unruhig wird, ist es für die USA besser den Hinterhof zu säubern. Dieselbe Aufgabe kommt Deutschland/England für Südosteuropa zu.
 http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/12490/1.html

@07.05.2002 13:47

Wildschwein 07.05.2002 - 17:56
Was mich hier immer wieder krank macht, ist die agressive Grundhaltung, mit der Kommentatoren offensichtlich ihre inhaltliche Unsicherheit kompensieren. Inhaltliche Opposition zum Artikel zu posten macht nicht zu "Grossmäulern", und auch nicht zu Besuchern von Antideutschen Seminaren owai.
Übrigens:
Die "Stigmatisierung" von Oponenten als Antideutsche, bei aller inhaltlicher Kritik, nimmt bei Komentatoren, die sich inhaltlich am Ende sehen inzwischen pathologische Züge an.

Der Vorredner hat Recht

Anti-Anti-Anti-Deutsch 07.05.2002 - 20:58
Jeden der gegen die indoktrinierte Meinung der 08/15 Linken ist, ist noch lange kein "Anti-Deutscher".

Das ist Meinungsfaschismus.

Links ist dies und das, und wer abweicht ist halt "antideutsch". Kein Wunder, das die Linke immer mehr bröckelt, und Europa mehr und mehr nach Rechts rückt.

Wenn die Linke überall in Europa tatsächlich so ist, wie hier.

Im Zug nach Pathologia

Asterix und Obelix 07.05.2002 - 21:39
"Wildschwein" , die Fahrkarte bitte !

Hä?

Erklärer 08.05.2002 - 02:00
Antideutsch hat nichts mit inhaltlichen Positionen zu tun, die anders sind. Antideutsch ist eine bestimmte Art mit Andersdenkenden umzugehen und alles was nach links riecht sofort anzugreifen. Dieses Rumgestänkere unter diesem Text kommt ja nur daher, weil deren geliebte USA kritisiert wird.

@(v)erklärer

kid44 08.05.2002 - 03:45
Geht's noch?
Ist die Art und Weise wie ich mit Menschen umgehe auch davon abhängig, ob ich mich beispielsweise auf den Marxismus beziehe?
Vielleicht solltest Du Dich um ein tiefgründigeres und differenzierters Wissen über anti-deutsche Positionen bemühen. Indy-Postings von Schreihälsen zu lesen reicht da nicht.
Bevor Du auf den Gedanken kommst: nein, ich bin kein böser, böser Antideutscher

Ja, es geht nooch

Erklärer 08.05.2002 - 13:34
Ja, es ist davon abhängig. Kommies sein heisst auch auf eine bestimmte Art und Weise zu denken. Inhalte sind da erst in zweiter Linie tragend. Diese Art und Weise wie das was in die Ideologie nicht passt völlig unfair angegriffen wird ist sehr typisch für Kommies, dessen aggressivste Vertreter nun mal RK und AntiD sind. Vielleicht bist du dann aus einer anderen Sekte. Aber libertär und antiautortär bist du auf gar keinen Fall.