Anarchistischer 1. Mai in Slupsk (Polen) - mit Fotos
Etwas spät-doch immer noch aktuell. Ein kurzer Bericht und ein paar Bilder von der diesjährigen 1.Mai Demonstration der Anarchistischen Föderation Polens.
Nach dem großen Erfolg mit ca. 1500 TeilnehmerInnen letztes Jahr in Warschau, in Kooperation mit anderen Gruppen wie den Emancypunx, fand die 1.Mai Demonstration der Anarchistischen Föderation Polens dieses Jahr in Slupsk statt. Unter dem Motto "Hände weg von den Arbeitsgesetzen" trafen sich, in diesmal weit kleinerem Rahmen, ca. 200 Menschen aus Polen und den Nachbarstaaten. Das Hauptziel sollte dieses Jahr sein, eine Kundgebung der zur Zeit regierenden Allianz Demokratischer Linker zu stören.
Auf eine größere Mobilisierung wurde hierbei bewußt verzichtet, da der Name Slupsk immer noch hauptsächlich für die tagelangen Riots von 1998 steht. Damals wurde ein 14 jähriger Demonstrationsteilnehmer durch die Polizei schwer verletzt und ein Krankentransport aus Sorge um Blutflecken auf den Sitzen der Polizeifahrzeuge abgelehnt. Der Junge erlag seinen Verletzungen, was zu 3 Tage andauernden Ausschreitungen führte. Ein Sprecher der AF hierzu: "Wir wissen nicht, wie die Polizei auf eine Massenmobilisierung, wie letztes Jahr in Warschau, zum immer noch "Wunden Punkt" Slupsk reagieren würde. Uns reicht es, unser Anliegen durch ein paar gezielte Aktionen zu vermitteln und nicht durch eine Menschenmasse, welche die stets sehr paranoide Polizei in Polen vielleicht zum Ausrasten bringen würde."
Als die Stimmung bei der Regierungskundgebung, nach dem Auftritt einer schlecht abgemischten Kaffeekränzchencombo, in einem einigermaßen feierlichen Rahmen war, und man mit den Redebeiträgen beginnen wollte, löste sich aus einer Ecke des Marktplatzes der teilweise vermummte Protestzug mit Transparenten und schwarz-roten Fahnen, um mit lautstarken Sprechchören die Harmonie zu kippen.
Bald darauf begann die Polizei die DemonstrantInnen von der Tribüne abzudrängen und versucht das "Protest-Equipment" zu beschlagnahmen. Es war jedoch keine Riot-Police vor Ort, was aber eher daran lag, daß sich in Slupsk eine ihrer Ausbildungsstätten befindet, so daß bei Bedarf in kürzester Zeit mehrere Einheiten einsatzbereit sind.
Nach den üblichen Rangeleien begann im Anschluß die eigentliche nicht angemeldete Demonstration durch das Zentrum der Stadt welche von spontan folgenden Einheimischen begleitet und vom "Schwarzen Antifablock" angeführt wurde ( sehr schick hier: die ANTIFASCIST - POLAND bzw. - BELARUS T-Shirts).
Der Ablauf und die Aussenwirkung der Demo wurden als sehr erfolgreich bewertet und ging ohne Zwischenfälle zu Ende. Nach dem Auflösen, kam es jedoch zu wiederholten Provokationen durch Polizeifahrzeuge, gegenüber den sich langsam zerstreuenden TeilnehmerInnen. Nach mehreren Versuchen Leute aus einem Bus heraus noch nachträglich abzufilmen, kam es zu Blockadeversuchen und Angriffen gegen die Polizei, was in dem üblichen Katz & Maus-Spiel mit 8 Gewahrsamnahmen, mehreren Personalienchecks, einem beschädigten Polizeiauto und leichten Verletzungen auf beiden Seiten endete.
Am Abend fand in einer als "Umweltgruppe" angemieteten ehemaligen Cafeteria, welche gleichzeitig als Anlaufpunkt in diesem Zeitraum diente, ein Treffen der verschiedenen Städtegruppen der AF statt.
Auf eine größere Mobilisierung wurde hierbei bewußt verzichtet, da der Name Slupsk immer noch hauptsächlich für die tagelangen Riots von 1998 steht. Damals wurde ein 14 jähriger Demonstrationsteilnehmer durch die Polizei schwer verletzt und ein Krankentransport aus Sorge um Blutflecken auf den Sitzen der Polizeifahrzeuge abgelehnt. Der Junge erlag seinen Verletzungen, was zu 3 Tage andauernden Ausschreitungen führte. Ein Sprecher der AF hierzu: "Wir wissen nicht, wie die Polizei auf eine Massenmobilisierung, wie letztes Jahr in Warschau, zum immer noch "Wunden Punkt" Slupsk reagieren würde. Uns reicht es, unser Anliegen durch ein paar gezielte Aktionen zu vermitteln und nicht durch eine Menschenmasse, welche die stets sehr paranoide Polizei in Polen vielleicht zum Ausrasten bringen würde."
Als die Stimmung bei der Regierungskundgebung, nach dem Auftritt einer schlecht abgemischten Kaffeekränzchencombo, in einem einigermaßen feierlichen Rahmen war, und man mit den Redebeiträgen beginnen wollte, löste sich aus einer Ecke des Marktplatzes der teilweise vermummte Protestzug mit Transparenten und schwarz-roten Fahnen, um mit lautstarken Sprechchören die Harmonie zu kippen.
Bald darauf begann die Polizei die DemonstrantInnen von der Tribüne abzudrängen und versucht das "Protest-Equipment" zu beschlagnahmen. Es war jedoch keine Riot-Police vor Ort, was aber eher daran lag, daß sich in Slupsk eine ihrer Ausbildungsstätten befindet, so daß bei Bedarf in kürzester Zeit mehrere Einheiten einsatzbereit sind.
Nach den üblichen Rangeleien begann im Anschluß die eigentliche nicht angemeldete Demonstration durch das Zentrum der Stadt welche von spontan folgenden Einheimischen begleitet und vom "Schwarzen Antifablock" angeführt wurde ( sehr schick hier: die ANTIFASCIST - POLAND bzw. - BELARUS T-Shirts).
Der Ablauf und die Aussenwirkung der Demo wurden als sehr erfolgreich bewertet und ging ohne Zwischenfälle zu Ende. Nach dem Auflösen, kam es jedoch zu wiederholten Provokationen durch Polizeifahrzeuge, gegenüber den sich langsam zerstreuenden TeilnehmerInnen. Nach mehreren Versuchen Leute aus einem Bus heraus noch nachträglich abzufilmen, kam es zu Blockadeversuchen und Angriffen gegen die Polizei, was in dem üblichen Katz & Maus-Spiel mit 8 Gewahrsamnahmen, mehreren Personalienchecks, einem beschädigten Polizeiauto und leichten Verletzungen auf beiden Seiten endete.
Am Abend fand in einer als "Umweltgruppe" angemieteten ehemaligen Cafeteria, welche gleichzeitig als Anlaufpunkt in diesem Zeitraum diente, ein Treffen der verschiedenen Städtegruppen der AF statt.
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Ergänzungen
Slupsk...
Auf dem Warschauer Hauptbahnhof bin ich mal auf nem Stuhl beim Kaffeetrinken eingepennt.Und ich sah wirklich ansprechend aus,sauber,duftend und sympathisch.Geweckt wurde ich mit einer Ohrfeige von Rechts und einer Kopfnuss von Uniformierten.Ich solle Haltung annehmen wurde mir bedeutet,obwohl der Zug erst in Drei Stunden fahren würde und ich zwei Nächte durchmachte.Da kann keiner Haltung verlangen.Keine Haltung-keine Zugfahrt.Die Bullen traten mich aus dem Bahnhof raus.Obwohl meine Kumpeline irgendwo mit den Klamotten rumhing.Auf einem öden Vorortbahnhof rauchend rumsitzen...in Gegenwart eines pol^nischen Bullen ist das ein Sakrileg und in Gegenwart zweier polnischer Bullen die sichere Todesstrafe.Ich rauchte und las.Da traten die Uniformierten an mich heran,sagten aber nichts sondern traten gegen meine Beine.Brüllten rum wegen rauchen,schlugen mir die Kippe aus der Hand,packten mich am Schlawittchen und schmissen mich aus dem Bahnhof.Ich verzichte drauf wissen zu wollen was sie dort mit Schwarzfahrern oder Eierdieben machen wenn sie schon so mit Touris umgehen
Labernde Kiffnase
..und hör bitte auf den Namen Warhead zu missbrauchen, sonst treten Dir bei Deiner nächsten Sauftour sogar noch die polnischen Anarchos den Hotelführer aus der Hand.
@riotbulle
um mal zum Thema zu kommen
Zum Thema
Riotbulle
"ah germansky,germansky guuuut...germansky Juden kaputt,germansky Kommunisten kaputt...Hitler guuuu..."tret
Mir ans Herz gewachsen ist stattdessen der Taxifahrer,welcher im Angesicht der Brut aufs Pedal drückte und uns in seinen von Passagieren überquellenden Lada Nova quetschte und danach jegliche Bezahlung ablehnte,mit dem Hinweis das er Genossen,was immer das auch für Gestalten seien,egal wo und wann immer helfe..
Ich trinke übrigens keinen Alkohol im Gegensatz zur dir Riotbulle,sonst würdest du nicht solch ausgesprochen brutale Satzfragmente dahindelirieren