Marijuana March in Düsseldorf - ein Erlebnissbericht
kiffergemeinde feiert sich selbst.kleines volksfest der kiffer an entlegenster stelle, schlecht ausgeschildert und sehr kommerziell...von aufklärungswillen war nicht wirklich was zu merken und was dann da war, wurde auch noch vom schlechten wetter weggespült.
Es war ca. 16 uhr als wir in der Düsseldorfer Innenstadt ankamen. Gleich machten wir uns auf die Suche nach der Legalisierungsaktion um dort, wie wir eigentlich gedacht hatten, tatkräftig mitzuwirken oder zumindest unseren spaß dort haben würden.
Doch aller Anfang ist schwer, vier verpeilte Jungs, die sich nicht in Düsseldorf auskennen, auf der Suche nach, ja wie nennt sich diese Veranstaltung denn nun?
Plakate seltenst zu finden, wenn, dann ohne Ortsangabe.Doch wir hatten uns ja vorher im Internet schlaugemacht, die Angabe Rheinpromenade noch frisch im Kopf ging es also erstmal quer durch die Altstadt richtung Rhein.
Unterwegs kamen wir an einem Europafest vorbei ("hey, hier ne demo durch" war mein erster gedanke...), schnurstracks an die Rheinpromenade... doch von Legalisierung keine Spur zu sehn, nicht ein Plakat, nicht ein Hinweisschild.
Dafür jedoch, nach einigem Suchen und Ansprechen, mehrere Leidensgenossen, die auch schon vergeblich nach dem Happening suchten und von einer Gruppe mit 30 oder mehr Leuten sprach, die unorganisiert irgendwo am Rhein sitzen würden und das selbe Problem wie wir hätten.
Irgendwann dann erlösend jemand "zur Hanfparade gehts da runter, so 2-3 km". Wir also nichts wie los, latschen und latschen und latschen... und siehe da, da steht ein sixpack in weiter Ferne. (Sixpack = Polizeikleinbus, auch Wanne genannt) "Wo der ist, kann die Demo ja nicht weit sein" meinte ich spaßeshalber und siehe da, ich hatte recht.
Direkt an der RheinKnieBrücke (was ja auch im Flyer stand, nur wer nicht aus Düsseldorf ist muss erstmal wissen wo das ist, nämlich am ADW) eine kleine Ansammlung von Ständen, so sechs bis sieben Stück ungefähr, eine Bühne und Tische mit Bänken.
Oben an der Brücke noch obligatorisch ein Banner aufgehängt - das wars - ach nein, bewegliche Toiletten waren auch noch da, welche ziemlich gut seien, wie mir versichert wurde.
Vor der Bühne eine Ansammlung verschiedenster Leute, die die Reden mit immer den gleichen Argumenten zuhörten und ab und zu mal bestätigend mit dem Kopf nickten.
Entäuschung machte sich unter uns breit, das soll alles sein?Ich guckte mir erstmal die Stände an - hätte ich das doch lieber gelassen, schlug mir hier doch ein Hohn nach dem anderen entgegen. Vollkommen überzogene Preise (was Argumente wie "hanf ist billig" immer wieder gezielt auslotet), wenig bis gar keine Informationen... alles in allem hatte ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass sich hier Markenhäuser wie Hanfhaus etc. einfach nur profilieren und vor allem Kohle machen wollen.
In der Hoffnung auf Besserung blieben wir noch eine Weile, die gute E-music wurde dann von einer Band abgelöst, deren Bezug zu Legalisierung ich nicht nachvollziehen konnte, die sich aber redlich Mühe gab, die Leute zu animieren.
Als dann Nieselregen einsetzte, zogen wir es dann doch vor, diese jämmerliche, ja schon schmerzhaft lustlose Veranstaltung zu verlassen und uns anderweitig zu beschäftigen.
Einen wirklichen Beitrag zur Legalisierung jedenfalls hat diese Veranstaltung nicht gebracht, ist doch der Ort wirklich dermaßen schlecht gewählt, dass nur die hinfanden, die danach suchten (und infolge dessen ja schon aufgeklärt sind) und selbst die, die danach suchten hatten ihre Schwierigkeiten wie man sieht...Eine ausreichende Ausschilderung wäre das Mindeste gewesen, von Flyern in der Stadt zu verteilen mal ganz abgesehn, auch eine Kleindemo von mind. 100 leuten hätte man hinkriegen können, wäre der Treffpunkt besser gewählt und die Flyer aufschlussreicher gewesen.
So aber sind viele motivierte Kiffer frustriert worden und werden doch noch vergeblich auf die Legalisierung hoffen und warscheinlich auch leider nicht mehr mit demonstrieren kommen, ausser vielleicht in berlin bei der großen hanfparade.
Doch aller Anfang ist schwer, vier verpeilte Jungs, die sich nicht in Düsseldorf auskennen, auf der Suche nach, ja wie nennt sich diese Veranstaltung denn nun?
Plakate seltenst zu finden, wenn, dann ohne Ortsangabe.Doch wir hatten uns ja vorher im Internet schlaugemacht, die Angabe Rheinpromenade noch frisch im Kopf ging es also erstmal quer durch die Altstadt richtung Rhein.
Unterwegs kamen wir an einem Europafest vorbei ("hey, hier ne demo durch" war mein erster gedanke...), schnurstracks an die Rheinpromenade... doch von Legalisierung keine Spur zu sehn, nicht ein Plakat, nicht ein Hinweisschild.
Dafür jedoch, nach einigem Suchen und Ansprechen, mehrere Leidensgenossen, die auch schon vergeblich nach dem Happening suchten und von einer Gruppe mit 30 oder mehr Leuten sprach, die unorganisiert irgendwo am Rhein sitzen würden und das selbe Problem wie wir hätten.
Irgendwann dann erlösend jemand "zur Hanfparade gehts da runter, so 2-3 km". Wir also nichts wie los, latschen und latschen und latschen... und siehe da, da steht ein sixpack in weiter Ferne. (Sixpack = Polizeikleinbus, auch Wanne genannt) "Wo der ist, kann die Demo ja nicht weit sein" meinte ich spaßeshalber und siehe da, ich hatte recht.
Direkt an der RheinKnieBrücke (was ja auch im Flyer stand, nur wer nicht aus Düsseldorf ist muss erstmal wissen wo das ist, nämlich am ADW) eine kleine Ansammlung von Ständen, so sechs bis sieben Stück ungefähr, eine Bühne und Tische mit Bänken.
Oben an der Brücke noch obligatorisch ein Banner aufgehängt - das wars - ach nein, bewegliche Toiletten waren auch noch da, welche ziemlich gut seien, wie mir versichert wurde.
Vor der Bühne eine Ansammlung verschiedenster Leute, die die Reden mit immer den gleichen Argumenten zuhörten und ab und zu mal bestätigend mit dem Kopf nickten.
Entäuschung machte sich unter uns breit, das soll alles sein?Ich guckte mir erstmal die Stände an - hätte ich das doch lieber gelassen, schlug mir hier doch ein Hohn nach dem anderen entgegen. Vollkommen überzogene Preise (was Argumente wie "hanf ist billig" immer wieder gezielt auslotet), wenig bis gar keine Informationen... alles in allem hatte ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass sich hier Markenhäuser wie Hanfhaus etc. einfach nur profilieren und vor allem Kohle machen wollen.
In der Hoffnung auf Besserung blieben wir noch eine Weile, die gute E-music wurde dann von einer Band abgelöst, deren Bezug zu Legalisierung ich nicht nachvollziehen konnte, die sich aber redlich Mühe gab, die Leute zu animieren.
Als dann Nieselregen einsetzte, zogen wir es dann doch vor, diese jämmerliche, ja schon schmerzhaft lustlose Veranstaltung zu verlassen und uns anderweitig zu beschäftigen.
Einen wirklichen Beitrag zur Legalisierung jedenfalls hat diese Veranstaltung nicht gebracht, ist doch der Ort wirklich dermaßen schlecht gewählt, dass nur die hinfanden, die danach suchten (und infolge dessen ja schon aufgeklärt sind) und selbst die, die danach suchten hatten ihre Schwierigkeiten wie man sieht...Eine ausreichende Ausschilderung wäre das Mindeste gewesen, von Flyern in der Stadt zu verteilen mal ganz abgesehn, auch eine Kleindemo von mind. 100 leuten hätte man hinkriegen können, wäre der Treffpunkt besser gewählt und die Flyer aufschlussreicher gewesen.
So aber sind viele motivierte Kiffer frustriert worden und werden doch noch vergeblich auf die Legalisierung hoffen und warscheinlich auch leider nicht mehr mit demonstrieren kommen, ausser vielleicht in berlin bei der großen hanfparade.
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Ergänzungen
Ergänzung
kiffen macht psychisch krank
Die Kniebrücke
Und warum habt ihr die PassantInnen nicht nach der Rheinkniebrücke gefragt?
Aber du hast recht: war schon traurig, das ganze...
auslegungssache
wer weiß, dass da das happening ist, findets bestimmt schnell, wers nicht weiß, der geht erstma zur falschen brücke, weil da einfach mehr los ist, direkt n großer platz anner innenstadt...
vielleicht kommt man ja noch auf andere wege zur kniebrücke, aber der weg, den wir gegangen sind, also am rhein entlang richtung brücke, ist das n ziemlich langes, trostloses stück, wo eigentlich garnix los war...
und der große platz sah so prädestiniert dafür aus, dass da was los ist, dass viele dachten, hier wär die demo gewesen und schon längst zu ende... (als ich meinte, dass das doch bis 22 uhr gehen solle wurde ich erstmal verwundert angeguckt) ein schild mit wegbeschreibung und allein einfach nur werbung für den hanfmarkt wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, hätte auch leutz anziehen können, die garnix mit der sache zu tun haben...
finds halt schade, dass das eigentliche ziel der ganzen sache irgendwie beiseite gelassen wurde, oder ging es hier nicht doch viel mehr darum, seine produkte an den mann/ die frau zu bringen? (der zapata-stand mal ausgenommen, auch wenn der genauso produkte verkaufen wollte hatte er doch zumindest ne menge infos rumliegen)
meiner meinung bringt es nicht viel, wenn nur leutz die sowieso schon kiffen, zu sonnem markt gehn, die wichtigsten "kunden" sollten doch lieber leutz sein, die sich einfach noch nich mit der materie und dem problem auseinandergesetzt haben...
@abhängiger
Zappata unkomerz...??? :))))))))))
Ich glaube aber auch nicht das die Leute sich da reich verdienen wohl eher selbstausbeuten.
Typische Nörgelei eines Unpolitischen
Wer schreibt hier so einen Mist über den Zapata.
Einerseits ist der Zapata ein typischer Eine-Welt-Laden d.h. es lässt sich sicherlich über die einzelnen Produkte streiten, an denen vielleicht gewisse Strukturen, wie z.B. die Gepa gut mitverdient, während vielleicht für die Menschen um die es wirklich geht zu wenig partizipieren. Es gibt aber auch Produkte, wie z. B. den Cafe Libertad, der von einer kleinen Hamburger Kooperative angeboten wird, der sich sehr um faire Bedingungen kümmert und diese auch selbst kontrolliert. Leider ist auch das Handeln unter Fair-Trade Siegel ein erträgliches Geschäft, andem sicherlich nicht die BetreiberInnen der kleinen Läden ihren Anteil mitverdienen. In diesem Zusammenhang gilt es sehr wohl zu differenzieren. Zudem ist der Zapata ein Infoladen. Die Bedeutung dieser wesentlichen Kommunikationsstellen der Linken ist den KonsumentInnen unserer Bewegung und leider auch vielen Linken in Düsseldorf nicht mehr bewusst. Bücher, Platten, Flugies, neueste politische Infos mit überregionaler Bedeutung, Raum für Gruppentreffen und Veranstaltungen sind hoffentlich nicht so sinnlos, wie es der Vorposter hier vehement betont. Schaut doch mal auf www.zapata-laden.de und macht Euch ein eigenes Bild vom Nutzen des Ladens. In Düsseldorf ist immer wieder nett, zu erfahren wie unsolidarisch miteinander umgegangen wird, da ist das unqualifizierte Posting hier ein gutes Beispiel. Fall dem Menschen, die trotz aller Resignation hier ihre politische Arbeit leisten doch so weiterhin so plump in den Rücken. Mich würde mal interessieren wie dein eigener Ansatz einer politisch erfolgreichen Arbeit so aussieht. Kannste hier ja mal zum Besten geben! Bisher halte ich die jedenfalls nur für nen Dummschwätzer!
www.infoladen.de
ansatz der besserung
ich bin sehr wohl politisch aktiv, organisiere selbst häufiger infostände und führe diese auch aus, wenn auch in einem anderen themenspektrum.
erster ansatz der besserung:
besseren platz wählen!
dazu eignen sich leutz als testpersonen von ausserhalb meistens ganz gut, wenn auch die die veranstaltung sofort finden wars gut - bei diesem hier wars - gelinde gesagt - scheiße.
ich bin dermaßen frustriert, weil ich gesehen habe, wieviele leutz da eigentlich hinwollten, aber die veranstaltung nicht gefunden haben! das nenne ich schon eine schlechte location, bzw. schlechte ausschilderung!!!
zweitens muss der platz so gewählt sein, dass möglichst auch leutz vorbeikommen, die nix von dem markt wissen, ihn nur zufällig entdecken, sonst informiert man nur die, die sich vorher schon informiert haben...
das alles hätte man z.B. wunderbar direkt auf der rheinpromenade oder, noch besser, auf dem großen platz direkt am headshop machen können.
dann wäre auch eine kleindemo hingekriegt worden, der marijuana-march hätte seinem namen dann doch noch ehre machen können, selbst wenn man nur mit 50 leuten loszieht, ich hab schon mit weniger leuten demonstriert, vielleicht hätten sich ja noch welche angeschlossen, wären auf den markt aufmerksam geworden?
ich fänd es nicht schlecht, ein forum zu sowas anzubieten, wo über solche vorschläge diskuttiert werden kann, dann lastet auch nicht die ganze last der organisation auf einigen wenigen schultern und man hat ein einigermaßen gutes feedback wieviele leutz kommen etc.. so allerdings bin ich davon ausgegangen, dass das alles schon organisiert ist und habe mich gelinde gesagt wenig darauf vorbereitet, war also eher demo-konsument!
ich werde mich evtl. mal mit dem organisator in verbindung setzen und sowas mit ihm absprechen sobald ich zeit habe, es wird zeit, dass die linke aufwacht!
PS: gegen schlechtes wetter hilft leider nix
hehe
uns moa woas fuerr Leeegalisierung machen. Ehy Jooo, voll
cooolll. Aberr nicht inna Stadt , iss jaa vielll zu stressiggg. ;)*