18.00 Uhr Demo ab in den Kessel Michaelkirchplatz

Jochen 02.05.2002 04:52 Themen: Antifa
von der in den Medien gepredigten Deeskalationsstrategie war auf der 18.00 Uhr Demo nichts zu spüren, besser noch der recht zivilisierte Demonstartionszug endete in einem Kessel.
von der in den Medien gepredigten Deeskalationsstrategie war auf der 18.00 Uhr Demo nichts zu spüren, besser noch - der recht zivilisierte Demonstartionszug endete in einem Kessel.

Während die Demo am Rosa Luxemburg Platz noch mit "normaler" Polizeipräsenz umgeben war änderte sich dies im Laufe der Route konsequent. Schon am Ende der Torstrasse waren die betroffenen Kreuzungen von der Polizei hermetisch abgeriegelt. Der Demoteilnehmer hatte nicht mehr die Wahl die Demo zu verlassen, es blieb genau eine Möglichkeit - nämlich geradeaus. Neben den obligatorischen Wasserwerfern und Schützenpanzerartigen Fahrzeugen an den Kreuzungen tauchten dann auch schon mal Bullenketten hinterm Gebüsch auf - und zwar die mit dem besonders "deeskalativen" Combat Outfit.

In der Heine Strasse stockte der Demonstrationszug, über der Engen Strassenschlucht kreiste permanent ein Hubschrauber. Der sonore Hubschraubersound nervte einfach, von Deeskaltion keine Spur. Die Demo lies sich nicht beeindrucken.

Interessanterweise endet dann der Demozug auf dem Michaelkirchplatz, mir wurde sofort klar das die Polizei mit der Routenwahl die Spalterei in der Demo-organisation genutzt hatte um eine Gross Demonstration zu verhindern.

Nach wenigen Minuten gaben die Organisatoren das Ende der Demo bekannt mit dem Hinweis - so eine stressfreies Finale zu ermöglichen.

Von da an habe ich mich noch ca. 15 min auf dem Platz bewegt, Zeit für zwei Small Talks mit Bekannten. Gelegentlich fuhren erste Wasserwerfer auf die Menge zu, erster Stress stellte sich auf dem Platz ein, einige liefen wie die Hasen auf und ab.

Wir beschlossen den Platz zu verlassen, mussten feststellen, Richtung Marianneplatz war zu. (Polizei)(am Platzrand sammelten sich erste Gruppen von ca 50 Combat-Beamten), dann Richtung Heinestrasse - genauso abgeriegelt, ich frage einen Beamten welche Möglichkeiten ich habe vom Platz zu kommen, er verweist mich an einen Kollegen. Konkret an dieser Ecke standen in diesem Moment ca 200 Polizisten, genau ein Einziger war damit beschäftigt Leute durch die Kette zu lassen. Die Notwendige Personenkontrolle dauerte bis zu 1 Minute pro Person (Taschenkontrolle). Als mein Vordermann an der Reihe war, heisst es plötzlich Ende.
Jetzt ist völlig klar - es handelt sich um einen provozierten Kessel, bis dato keine Bemühungen der Polizei - die Demonstration friedlich aufzulösen.

Eine Minute später rannten die ersten CombatBullenketten mit Schildern über den Platz. Wir retteten uns zu einem Hauseingang des Hochhauses - mit prima Blick auf die "Deeskalationsmaßnahme Kessel". Wir konnten dann einen Anwohner überreden die Tür zu öffnen, was uns freien Weg Richtung Heine Strasse ermöglichte.


Lieber Herr Körting, Deeskalation = nette Idee, nur Ihre Polizeimeister machen was sie wollen, ich glaub diese verstehen auch nicht so viel von Ihrer Strategie. Höre ich doch auf der Heinestrasse einen Beamten mit Blick aufs Hochhausghetto fragen "Wohnen da die Autonomen". Deeskaltion beruht auch auf Grundbildung lieber Herr Körting.
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Ergänzungen

Verlogen

Wildschwein 02.05.2002 - 10:05
Verlogen sind die Bullen.
Verlogen ist der Beitrag oben jedoch auch und alle, die weinen, weil die Bullen ihren - ätzenden - Job tun. Wer mit Militanz gegen die Verhältnisse angeht, kann nicht erwarten das Papa Staat mit Rücksicht reagiert und wenn, dann wären die Verhältnisse auch nicht die, gegen die man/frau angeht.

Darüber hinaus ist den meisten Handelnden - auch gestern auf dem Kirchplatz, ich war ja auch da - das politische Moment ihres Tuns nicht klar. Damit ist der 1.Mai nicht weniger politisch, wir können ja das politische eines Phänomens nicht an der Analysefähigkeit der Handelnden Subjekte festmachen. Das heißt, die meisten kommen WEGEN der RANDALE. Sie tun dies größtenteils zurecht, ich habe weitgehnd nichts dagegen, im Gegenteil. Aber sie WOLLEN sich prügeln also bitte, Schluss mit dem Quatsch, "die gemeinen Bullen haben angefangen". Die Bullen warten ebenso auf die "Party" wie die Leute.
Wenn es definitiv keine Schlachten geben würde, würde die Anzahl der Demonstranten und Gaffer auf ein 10tel reduziert sein.

Seitens der Macht ist natürlich der Versuch der Deeskalation absurd. Er verweist darauf, das sie nicht verstanden hat, worum es eigentlich geht. Radikale Ablehnung jeder Gemeinsamkeit mit den Grundfesten der kapitalistischen Vergesellschaftung schließt jede Idee der Handreichung komplett aus.
Andererseits zeigen die bürgerlichen Medien heute, das die zur Schau getragene Deeskalation sehr geeignet ist den radikalen Widerstand zu inkriminieren.
Die Bullen waren jedoch in der Tat so friedlich und zurückhaltend, wie ich sie selten erlebt habe, das kann man nicht übersehen. Das macht sie nicht sympatischer.

thanx

imranx 02.05.2002 - 11:47
guter bericht

nach dem was ich bisher gelesen habe, sieht es so aus als ob die zusammenarbeit zwischen polizei und (un)freiwilligen helfern nicht so gut geklappt hat ... vielleicht kann man die eigentlichen "deeskalations"hintergrund darin sehen, das der "rot/rote" senat angst vor einer wirklichen eskalation (bildermässig) hatte (egal ob nu nach aussen mit der "der harten hand" oder mit der "soften linie" argumentiert wird) ... is aber EIGENTLICH nich weiter wichtig ;), denn es sollte ja nicht darauf ankommen was senat, diverse dienste und die polizei aus ner demo machen wollen, sondern die menschen, die sich zu dieser versammeln ...

mal schauen wie das ganze am 22/23 mai ausschaut ...


Warum Randale?

total.planlos 02.05.2002 - 11:53
Warum die Randale?
Ich kann verstehen, wenn Leute in diesem Land so frustriert und aggresiv sind, dass sie Staatseigentum zerstören. Aber die Geschäfte? Privatautos? Die haben doch erstmal wenig mit Vater Staat zu tun, oder? Das ist Privatbesitz. Natürlich kann man gegen Eigentum und Besitz sein. Aber sollte man da nicht erst mal bei sich selbst anfangen?
Nebenbei macht man mit der Randale ja nicht nur die Sachen kaputt, sondern auch das Ziel. Wenn es um eine Revolution geht, oder auch nur um gesellschaftliche Veränderung, dann braucht man dafür Leute. Genau den Leuten werden aber die Fenster entglast und die Autos angezündet.

moment mal

02.05.2002 - 12:11
ich muß auch sagen, dass die bullen sich verhältnismäßig ruhig verhalten haben. zu der ollen diskussion über randale, touris, .. möchte ich mich nicht äußern.
ich habe von jemanden gehört, dass körting ca. 23-24 uhr gesagt haben soll, jetzt soll die polizei mal aufräumen.
das hat man auch gemerkt, an den grünen selbst und den ziviprovos.
wir haben echt nen paar dummbrote in unseren reihen, aber die rolle der polizei sollte nicht vergessen werden.

Entschuldigung

Grete 02.05.2002 - 12:17
Entschuldigung, aber auf dem Michaelkirchplatz gab es keinen Polizeikessel. Wenn mann wollte, konnte mann jederzeit weg.

kessel oder nicht...

neo_666 02.05.2002 - 13:14
Also ich war auch am Kirchplatz.
Hab mir das ca. 45min bis 60min angesehen und bin dann gegangen. Einfach so..
Aber ich glaube das es für die ersten 30 min oder so wirklich ein Kessel war. Haben ihn halt erst später aufgemacht...

die andere (meine) meinung

ein polizeibeamter 02.05.2002 - 13:23
ich war einer der polizeibeamten, der am rand des demonstrationsaufzuges zur absperrung eingesetzt war. wir hatten den auftrag ruhig und sachlich zu bleiben, so wie wir eigentlich immer agieren/reagieren sollen.

mal abgesehen von einigen mündlichen provokationsversuchen und obszönen gesten aus dem demonstrationsaufzug in unsere richtung verhielt sich die masse ebenfalls ruhig und sachlich. wie wurden zwar von der masse belächelt, aber das sind wir gewohnt und das ist auch nicht weiter schlimm, denn jeder hat halt seine eigene meinung.

ich verstehe auch das unverständnis, wenn wir einzelne leute nicht durch die absperrung durchgelassen haben.

wie, was und warum es zur randale kam, darüber will ich mich nicht äußern, denn ich war selbst nicht dabei und das sieht vermutlich auch jeder von seinem standpunkt aus.

ich möchte nur eines sagen: es geht auch ohne, von beiden seiten aus - respekt!

Die Boesen, die Guten..

gelangweilter Poster 02.05.2002 - 13:23
Krawall na schön und gut. Mit politischen Inhalten, Ok hat es auch nichts zu tun (außer über 25 Ecken herbeikonstruiert). Alles in Ordnung, mensch kann ja auch mal Spass haben (Maifestspiele eben). Aber nach diesem inszenierten Kampf auf dem Dorfplatz ist es völlig unangemessen sich über die boesen Bullen zu beschweren. Immerhin erfüllen die doch jene Rolle, ohne die die Party gar nicht steigen könnte. Das Gejammer über die Bullen ist wirklich jämmerlich...

kein kessel

rocker 02.05.2002 - 13:24
nee - da war von anfang an kein kessel. war halt richtung xberg abgeriegelt.

Einige Halbwahrheiten

Beauty 02.05.2002 - 13:28
Daß der Artikelschreiber die Taschenkontrolle und seinen vergeblichen Versuch, den Platz zu verlassen, so erlebt hat, will ich nicht bezweifeln. An mehreren anderen Stellen war es kein Problem, rauszukommen. Der Platz war nicht hermetisch abgeriegelt. Daß man die Demostrecke nicht verlassen konnte, ist natürlich gelogen. Die Kreuzungen Richtung Mitte waren dick abgeriegelt - offenbar, weil man die Leute dort nicht haben wollte. Außerdem aus unerfindlichen Gründen die Heine-Straße Richtung Süden. Das wars aber auch schon. Die anderen Richtungen waren offen. Merkwürdig allerdings, daß die Polizei den Zug auf dem unübersichtlichen Michaelkirchplatz mit Baustelle, Steinen, vielen Autos enden ließ. Wie jedes Jahr die Frage: Dummheit oder Absicht?

Umzingelt ja, gekesselt nicht.

02.05.2002 - 14:22

Kein richtiger Kessel

warda 02.05.2002 - 14:26
Man konnte noch eine halbe Stunde nach Auflösung der Demo ohne Probleme zum U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße.

Umzingelt ja, gekesselt nicht.

Frau aus Kreuzberg 02.05.2002 - 15:10
Haqbe konsequent das ganze beobachtet, versuche jetzt kurz zu sagen, was ich gesehen habe:
AAB Demo für berliner Verhältnisse tatsächlich gigantisch,
Polizeiaufgebot an der Strecke ebenso gigantisch, taktischer Ansatz klar, wenn ihr nichts tut außer von A nach B laufen tun wir euch nichts, die Repräsentanz- Regierungs- und Luxusmeilen sind aber Tabu Total und wir sind vieeeeel stärker als ihr jemals sein werdet und werden euch schon zeigen, dass das so ist und bleiben soll. Die Demo ihrerseits trotz des berechtigten Ärgers über die vielen Verbote und Auflagen schien mir wirklich fern davon, sich lautstark inhaltlich artikulieren zu können/zu wollen, aber es gab eine Art kollektives Bemühen, sich "zusammenzureißen", auf das der Mai nicht stirbt, und das war wohl auch richtig und wichtig, weil es Leute gibt in dieser Stadt und in der Regierung die alles dran setzen, den 1. Mai, so wie wir ihn leben und wollen, für immer durch Grundsatzverbot zu begraben. Bei vielen der mehr oder weniger zutreffend als verirrt, lasch, inhaltsschwach klassifiziereten Teilnehmer schien der Wunsch, bzw.das Bedürfnis den 1. Mai zu verteidigen trotz alledem klar vorhanden zu sein.Im schmalen Nadelöhr der Brückenstraße zwischen Jannowitzbrücke und Köpenicker Straße kommt die Demo zum stehen. Angesichts unserer Erfahrungen, eine echt dramatische Situation, die unter Wertebach jedenfalls sicher brutalstens geendet wäre. Die polizeilichen Durchsagen, dass die emo umgeleitet wird, weil am O-Platz Autos brennen, waren zwar sehr schlecht hörbar, aber der Tonfall echt sachlich und die zeitlichen Abstände so, dass Mensch wenigsten ein mindestmaß an Zeit hatte, die Sache ansatzweise zu verarbeiten. Ganz klar bedrohlich, die Verlegung des Abschlussortes der Demo auf den M.-Kirch-Platz. Mehrfach habe ich beobachtet, wie aggressivere Polizisten von Kollegen davon abgehalten worden sind, außerhalb der Sachlichkeitslinie zu handeln.
Auch ich bin einmal in letzter Sekunde einem absolut ungerechtfertigten Versuch eines Polizisten, mich körperlich anzugreifen, durch das bewußte Bezug- und "zu meinen Gunsten Stellung nehmen" von Angehörigen derselben Einsatzruppe verschont. Natürlich weiß ich das kann ein böses Spiel werden, wenn die Sache darauf hinausläuft, dass so gespalten wird, doch haben mir bereits viele gestern mitgetreilt, es war anders, es war mehr als der Versuch, gute bürger böse bürger grenzen zu schaffen, obwohl das klar ein ernstzunehmender Hintergrund der Rot Roten innenpolitischen Taktik zu sein scheint. Wenn man aber bedenkt, dass wir es mit Polizisten zu tun hatten, die jahrelang insbesondere unter Schönbohm & Werthebach permanent und maßlos scharf gemacht wurden, und eingetrichtert bekommen haben, das wir alle nür blutrünstiger Abschaum sind, da muss man sagen, die ham sich kolossal bemüht der RotRoten Linie zu folgen, was siche gar nicht so einfach war.
Jedenfalls komm laaaaangsamst die Demo zum M.-Kirch-Platz, der Platz ist irgendwann übervoll mitLeuten, die Demo wird vom Lauti aus Beendet, nach kurzer Bekanntgabe dessen, was Demotechnisch alles geduldet wurde und dass wir bis zulezt
gaaaaaanz brav waren. Ich hab's ganz gut gesehen, wir waren gigantisch umzingelt, statt daraus einen Kessel zu machen hat die Polizei aber tatsächlich eine im Großen und Ganzen "Gewaltfreie" Räumung durchgeführt, Beginn der Operation 21,30 Uhr, Ende 22,30 Uhr. Vieeel Zeit, um die Leute nach Norden zu treiben, und die, die nicht gehen wollten auf die Schhillingbrücke zu treiben, die dann auf der Köpiseite unüberwindlich gesperrt gehalten wurde.
Ich meld' mich zur Sache nochmal in 'nem eigenen Beitrag zum Tag, da erzähl ich's nocmal detaillerter!
Ciao und haltet zusammen, und redet miteinander, da gibt' noch viel zu versehen, viel zu verteidigen & viel zu erkämpfen.
für

1.Mai unpolitisch...

Entäuschter Linker 02.05.2002 - 15:12
Wir sind seit der 18 Uhr Demo in Berlin gewesen und ich muss sagen die Demo hat mir nicht so schlecht gefallen und die Bullen waren friedlich (haben noch nicht geknüppelt trozt einzelner gegenstände, die geflogen sind) Leider war die Stimmung so verdammt aggressiv, die Punks haben über die Musik gepöbelt und vereinzelte leute über die Redebeiträge!
Dann auf dem Mariakirchplatz (oder so ähnlich) nachdem der Lauti das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass die Demo eingekesselt sei und indirekt dazu aufgerufen wurde die Bullen anzugreifen, Fingen irgendwelche Spacken an, Taxis in denen noch die Fahrer waren, die Scheiben einzuschlagen... doch damit nicht genug, es wurden fein säuberlich alle schön auf dem Parkplatz stehenden Kleinwagen demoliert und angezündet. Nur 100 meter weiter die demoroute zurück gab es Banken und Bonzenkaufhäuser, von denen konsequent abgelassen wurde. Noch schlimmer als dann die Bullen anfingen zu laufen, fingen alle an zu rennen wie die kleinen Kinder. WAS SOLL DAS? ERST DIE AUTOS DER KLEINEN ARBEITER UND STUDENTEN BZW. SCHÜLER ZERSTÖREN UND DANN DEN SCHWANZ EINZIEHEN WENN DIE BULLEN KOMMEN.

DAS HAT MIT POLITIK NICHTS ZU TUN GEHABT!!!!!!!!!!!!

ICH DISTANZIERE MICH VON ALLEN LEUTEN, DIE DARAN BETEILIGT WAREN, DAS IST ARM NICHTS WEITER!!!!!!!!!!!!!!

02.05.2002 - 16:08
gewalt und zerstörung haben in dieser form nie was mit politik zu tun, egal wens nun trifft..aber spass machts dennoch, nur sollte man halt mal dazu stehen können, dass das aus freude an der zerstörung getan wird und man nicht politische gründe vorheuchelt. und ohne die bullen würde es wohl den meisten nicht mehr sonderlich viel fun bereiten, die gehören ja quasi mit zu diesem spiel, also soll sich niemand über sie beschweren..

Kessel als Teil der Paniktaktik

dagewesener alt-antifa 02.05.2002 - 17:48
Man mußte schon sich vereinzeln und einen klaren Kopf sowie Erfahrung im Umgang mit solchen Situationen haben, um sich aus dem Kessel geordnet zurückziehen zu können. Ich habe mich zunächst gewundert, daß die vom Norden kommende Demo sich am Michaelkirchplatz aufgabeln konnte, zuvor waren an allen Kreuzzungen massive Polizeiabsperrungen gewesen, die eine eindeutige Richtung vorgegeben haben. Ich habe dann noch bevor der AAB-Lautsprecherwagen am Engelbecken quergestellt wurde, den Michaelkirchplatz komplett umrundet (Radler) und mir die Absperrungsmaßnahmen ansehen können.

Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde der Auslaß über die Straßen verweigert bzw. die Polizisten standen Schulter an Schulter, Kampfanzug, behelmt, einzelne Einheiten sogar schon mit Schilden versehen. Während den Demonstranten bewußt wurde, daß sie in der Sackgasse stecken, wurde das Polizeiaufgebot rundherum noch verstärkt. Der Lautsprecherwagen mußte seine Aufforderungen, Rangierraum freizugeben mehrfach wiederholen, da die Demonstranten anfingen nervös zu werden. Nach ein paar Minuten gab es die erste kurze Massenpanik in Form einer plötzlichen Rennbewegung in nordöstlicher Richtung. Ich habe mich dann über die Grünanlagen der Hochhaussiedlung Annenstraße zurückgezogen und vom Heinrich-Heine-Platz aus die Situation weiter verfolgt.

Es kamen bald Dutzende von Mannschaftswagen an, aus denen unverzüglich kampfbereite Polizisten in großer Zahl heraussprangen, um eine feste Front gegen die Demonstration aufzubauen. Die Durchlässigkeit der Polizeiabsperrungen um die Demonstration wurde nicht ruckartig auf Null gesetzt, sondern langsam heruntergefahren. Auf der Ostseite des Michaelkirchplatzes mußte man sich bis Höhe Melchiorstraße, auf der Westseite bis halbe Höhe Schmidstraße zurückziehen, um über die Grünanlagen die Annenstraße zu erreichen. Das Überqueren des Michaelkirchplatzes war stellenweise durch Absperrzäune erschwert. Viele der Demonstranten um mich herum waren in Panik und zogen sich zum großen Teil unnötig hektisch zurück.

Die Demonstration war bereits zurvor psychologisch bearbeitet worden und ab der S-Bahn-Unterquerung Jannowitzbrücke durch einen direkt darüber in geringer Höhe stehenden Polizeihubschrauber für die Dauer von ca. 45 min einem kontinuierlichen Lärmpegel ausgesetzt gewesen, der die Verständigung in normaler Sprechlautstärke unmöglich machte, man mußte sich anschreien. Die Polizeiabsperrungen am Weg der Demonstration hatten allesamt ohne jede Staffelung ihr komplettes Arsenal in der vordersten Linie.

Politisches Resumee: Es ist von der staatlichen Seite wie in den vergangenen Jahren wieder unter dem Deckmantel der Deeskalation eine planmäßige Panik- und Provokationstaktik angewandt worden und die Polizeiführung hat von der Innenverwaltung auch nach dem Parteienwechsel weitgehend freie Hand bekommen.

Und hier noch ein Link auf den Stadtplanausschnitt:

Autonome = Hooligans

Fujikuro 02.05.2002 - 18:26
Wo ist bei Euch Brüdern der Unterschied zu Hools ?

1) Ihr tragt keine New Balance sondern Stiefel
2) Haartracht ist weitestgehend egal
3) Ihr versucht Euer Prügelgeilheit noch politisch zu rechtfertigen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, Skins & Hools sind mir zehnmal sympatischer. Weil ehrlicher.

peinlich

02.05.2002 - 18:57
ich bin es leid jedes jahr über diesen scheiss zu labern.
ich will auch nichts mehr hören von ..die bullen haben...
...taktik...dann gekesselt....
es ist einfach nur noch albern, wenn es nicht so traurig wär. da rennt eine "revolutionäre" 1.mai demo durch kreuzberg und (ein (kleiner haufen derer) haut die autos und geschäfte von den anwohnern zu schrott.... da fällt mir nichts ein.
es hat wirklich etwas von "vatertag"macker-saufen mit einer prise loveparade.... mutproben mässiges auftreten...

entweder ist die politische linke zu still und leise oder schon tot. dieses ist keine politische, sondern eine prollige veranstaltung...und das ist traurig.

@Fujikuro

02.05.2002 - 19:27
wieso sollte da auch ein unterschied bestehen? viele heute als links betrachtete szenen haben die gleichen ursprünge und ich sehe deine bezeichnung auch nicht als abwertung der randalierer, im gegenteil! die skin- und hoolszene ist eine überaus faszinierende und weitaus undogmatischer und lebenslustiger als die meisten linken...solange du jedenfalls die richtigen skins und hools meinst und nicht irgendwelche seitenscheitel-pseudo-idioten..

Alle müssen raus ausm Knast

weis ich auch nicht 02.05.2002 - 19:42
Alle müssen raus ausm Knast!!!!!!!!!!!

Deshalb Freitag 3.Mai 18 Uhr Demo vom U-Bhf. Turmstrasse
zum Kanst in Moabit.

Bringt sachen zum Krach machen mit!!!!!!!!!

Informationen zur politischen Bildung

2. Quartal 2002 02.05.2002 - 19:52
Natürlich war das keine politische Veranstaltung. Na und? Und dass jedes Mal Leute dabei sind, mit denen man nu wirklich gar nix zu tun haben möchte, wenn man ihnen andernorts begegnet, ist auch bekannt.
Ich gehör auch zu jenen, die wegrennen, wenn die Bullen kommen und find das eigentlich auch ganz schlau, jedenfalls besser als stehenzubleiben um den "Heldentod zu sterben". Ich halt mich aber ncht aus der Randale, weil ich sie doof find, sondern weil ich angst krieg. Bin halt ne feige Sau. Trotzdem freu ich mich, dass andere Leute ihren Spaß haben. Ich gönns ihnen. Die Randale ist eine Geste für ein Unwohlsein. Die Leute tun mal so, als hätten sie wirklich ihr Leben in der Hand, auch wenns tatsächlich nur Bröckchen Asphalt ist. Sollte es jemals so etwas wie eine Revolution geben, dann aus dieser Haltung heraus.
Naja und das stets die Kleinwagen dran glauben müssen, ist allerdings wahr, nur frage ich mich, ob die Annahme, dass es zwischen den Automarken auch im in Brand gesetzten Zustand noch Unterschiede gibt, nicht eher ein weit verbreiteter Denkfehler ist. Glaubt ihr denn wirklich, dass der Typ, der neben Euch in der U-Bahn kopfschüttelnd in die Zeitung vom 2. guckt, Euch auf die Schulter klopfen würde, wenn er von nem ausgebrannten Karstadt und zwei abgefackelten Mercedes lesen würde? Erscheint mir wenig glaubhaft.
Natürlich ist die Randale vom Mob nie weit entfernt: Aber obwohl dem so ist, sollte man jene nicht grundsätzlich verurteilen und diesen niemals verteidigen.

Verantwortung des Lautis!?

RockDaCity 02.05.2002 - 19:54
Erstmal Respekt an die AAB für die breite Mobilisierung der 18 Uhr Demo. Die „Come To Where The Flava Is“-Poster waren wirklich witzig und ich finde es auch in Ordnung, dass man versucht mittels Bilder/Visualisierung und weniger Text, mehr Leute anzusprechen. Man kann sich da wirklich viel von der Werbung abschauen, und das möchte ich auch keineswegs verurteilen, sondern eher noch forcieren. D ie Werbemacher schauen ja schliesslich auch von uns ab.
Trotzdem denke ich nicht, dass es reicht, mit allen Mitteln zu mobilisieren. Ich habe mich in der Demo zwar gefreut, dass es so viele junge Menschen gibt, die gegen Bullen und Staat , vom Job frustriert, vom Leben gezeichnet, angstlos und gewaltbereit sind. Doch ich befürchte bei vielen waren die wirklichen Feindbilder, über die wir uns gerne verbinden können eher etwas vernebelt. Hierbei hätte ich mir im Vorfeld am Rosa-Luxemburgplatz oder auf dem Weg (der Lauti war leider zu leise, vor allem vorne.) mehr Aufklärung und konkrete Demotips gewünscht. (wie z. B. : wir kommen an der Berliner Bankgesellschaft vorbei.. und der Jannowitzcenter ist auch ein Drecksladen.....wir laufen wahrscheinlich in einen Kessel, und dann drehen wir wieder um und gehen zu den Banken zurück...der Kessel hat im Norden eine Schwachstelle, lass mal alle zusammen gehen....)
Stattdessen wurde hier leichtfertig mit der Gewaltbereitschaft von wenigen Linken aber vielen unpolitischen Jugendlichen, Hooligans und HipHop-Prols umgegangen, ohne wirklich Verantwortung zu übernehmen.
Die Gewaltaktionen waren größtenteils sinnlos und planlos. X-Berg ist nicht unser Feindbild, und auch kein Taxifahrer. Doch wenn das viele Leute noch nicht gecheckt haben, habt ihr am Lauti nun mal die besten Möglichkeiten irgendwas zu erklären und in eine Richtung zu lenken. Von wegen „Wir sind im Kessel. Die Demo ist beendet. Wir verpissen uns jetzt. Habt viel Spass beim Autos zerstören, mit Robocops prügeln oder auch beim ängstlich und alleingelassen im dunklen Park rumstehen. Techno mögt ihr doch, oder?“
Zusammen und geschlossen hätten wir noch viel tollere und hübschere Sachen kaputtmachen können!
Im Übrigen denke ich, sind Demos effektiver wenn sie gewaltfrei mit grosser Bürger- und Arbeiterbeteiligung oderaber mit klarem Ziel(Gipfel/Nazis) ablaufen und Destruction besser alleine oder in kleinen Gruppen.
....und die anderen 364 Tage im Jahr?
Jeder Tag erster Mai, jeder Tag fast bullenfrei! Wass Up? Chaos-Kids?
Stop the Yuppification in Friedrichshain-Kreuzberg!
Create Your Own City!

hi 2.quartal

02.05.2002 - 20:24
ich kann dir in teilen natürlich recht geben.
widerspruch jedoch bei den kleinwagen >
es ist nicht wichtig ob mir die BZ-leser fraktion auf die schulter klopft. natürlich ist es denen scheissegal welches auto das ist. aber mir ist es nicht egal. ich bin politisch.
und ich möchte mich nicht an demos beteidigen an denen autos von leuten abgefackelt werden, die warscheinlich aus einer finanziellen situation stammen, in der so ein autobrand eine scheiss (finanzielle) situation nach sich zieht.
ich habe absolut nichts gegen krawalle, aber ich habe etwas gegen sinnloses rumprollen.

ps.: ich lege auch grossen wert darauf, das sich eine revolutionäre 1.mai demo von hooliganschlachten unterscheiden.

Wer mit Steinen wirft soll nicht ....

Dirk 02.05.2002 - 20:45
...über Knüppel klagen!!

Wenn man hier die Beiträge zum 1.Mai liest kann man in vielen Fällen nur anfangen laut zu lachen. Jeder schreibt "Ich war friedlich und wurde von Bullen zusammengeschlagen, eingekesselt, Mißhandelt usw. .Wir alle haben uns friedlich verhalten bis die Bullen kamen die Pflastersteine ausgegraben haben und sie dann in unsere Richtung warfen.

Meine Meinung dazu ist einfach. Wer sich einer Gewaltbereiten Gruppierung anschließt der muß damit rechnen genau wie jeder andere behandelt zu werden. Im Getümmel und in der Aufregung wird nicht mehr unterschieden wer nun etwas gemacht hat und wer nicht. In vielen Fällen ist es ja schon gar nicht mehr ersichtlich wer zu der Gewalt beiträgt und wer nicht. Ihr redet immer nur von den bösen bösen Bullen.

Genauso lächerlich hört sich aber auch die jedes Jahr neu entworfene Strategie an. Wie bitte schön soll man Deeskalierend wirken wenn man mit Gruppen zu tun hat die von vorn herein Gewalt orientiert sind?
In meinen Augen hat sich die Polizei solange zurückgehalten bis doch ein paar Irre angefangen haben Rabatz zu machen.
Und dann auch noch den Rettungskräften den Weg zu versperren ist schon nicht mehr nur Gaudi in meinen Augen, sondern vielmehr ein Verbrechen.

Denkt mal drüber nach, vielleicht werdet ihr dann nicht mehr eingekesselt oder von "bösen Bullen" verprügelt!

Das sind auch nur Menschen die an einem Feiertag bestimmt besseres zu tun haben als 18 Stunden auf den Beinen zu sein und Katz & Maus mit einigen "bekloppten" zu spielen.

18Uhr Demo Fuck Off!!

Tschiri 02.05.2002 - 22:05
Das war wohl die schlechteste Demo, die ich seit langem erlebt habe. Sinnlose Randale an der Kirche, gegen Bullen die sogar nachdem die ersten Steine geflogen sind noch zurückgehalten haben. Vor allem auf dem weg zur Kirche war die Demo wohl fast totenstill ausgenommen natürlich die Pöbeleien von ein paar besoffenen Freaks. Hat mir ehrlich gesagt die ganze Stimmung versaut. Aber dann als alle zur Kirche gekommen sind und ein paar Minuten herumstand mußte man ja die Langeweile überbrücken und alle waren auf einmal voll gut drauf als die ersten Autos angezündet wurden. Ich glaube die AAB hat mit ihrer Proll-Werbung genau die angezogen denen die 18Uhr-Demo echt scheiß egal war.
Hurra gegen Faschismus, Rassismus und Sexismus! Yeah ich zünde jetzt ein Auto an! Echt toll! Übrigens ich habe nichts gegen Militanz als politisches Mittel, aber man sollte schon gewisse politische Ziele haben. Hätten alle den Reichstag stürmen wollen kein Problem oder ein paar Banken entglast ect. voll in Ordnung, aber Militanz nur damit man seine Langeweile überbrückt ist wohl mehr als primitiv und alles andere als politisch!

ps. wo waren denn alle beim Naziaufmarsch? Da hätte es sich wenigstens gelohnt.

Kessel??

Warhead 02.05.2002 - 22:49
Ein richtiger Kessel war´s nicht,nicht wirklich.Der Schnittlauch hat sich überraschenderweise so zurückgehalten das an der Annenstraße das überrollen einer Polizeikette gelang.Fast eine halbe Stunde immerhin hat´s gedauert bis einige besonders wache Leute merkten das an dieser Stelle nur Zehn Bullen,notdürftig boten drei vier Wannen Schutz,rumstanden.Wer die Bullen bemerkte hätte eigentlich auch die Kinder sehen müssen,welche dahinter rumturnten.Kein Vergnügen Kids und Rad gleichzeitig im Steinhagel aus der Gefahrenzone zu retten,noch viel weniger vergnüglich zu sehen das die Leute die dargebotene Möglichkeit durch die melchiorstraße in die Adalbert viel zu spät wahrnahmen....

deine Mudder....

03.05.2002 - 13:57
Und was soll jetzt die Konsequenz sein? Nur noch Demos mit höchstens 3000 TeilnehmerInnen? Martialisches OrdnerInnen-Aufgebot seitens der Demo-OrganisatorInnen? Gewissens-Prüfung der TeilnehmerInnen? Oder vielleicht doch besser: Das sich verdammt nochmal die Leute, auch wenn sie nicht an der direkten Vorbereitung für ne Demo beteiligt sind, selbst verantwortlich für die Gestaltung der Demo zeigen, bei Scheisse einschreiten, Transpis mitnehmen, sich politisch artikulieren... Wer erwartet die perfektze PC-Demo auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, der hat was nicht verstanden...

tschiri du bist ein idiot

antiimp 03.05.2002 - 16:19
Die aab hat überhaupt keine Prollwerbung gemacht, sondern ein eher subtiles "macht verrückt was euch verrückt macht!"-Plakat, was eher studentisch rüberkommt, als dass es hooligans anspricht. Ausserdem haben ohnehin 15 000 linke minus ein paar hools entschieden, welche linksradikale Demo sie haben wollen. Die route ging durch mitte, Aufruf und Rede beiträge waren gemischt linksradikal. Ich weiss nicht was ihr wollt. Geht doch selber alle zum Naziaufmarsch, wenn ihr dass alle so doll findet. Die AAB hatte dort wenigstens einen Lauti.

AAB rules. So sieht es wenigstens für uns niedersachsen aus.

Come to where the flavour is!

Tschiri 03.05.2002 - 17:02
Diese Werbung hat genau das übermittelt, was die 18Uhr Demo ausgemacht hat. Brennende Autos und Typen, die sich freuen, daß es mal so richtig kracht. Mehr Inhalt hatte sie nicht die von der AAB organisierte 18Uhr Demo. Abgesehen von den 2minütigen Telefonaten nach Paris und San Fransisco. Wenn man aus Gewalt auf Demos einen Kult macht, und das ist nunmal bei der AAB keine Seltenheit, das muß man auch damit rechnen, daß der politische Anlaß in den Hintergrund tritt und genau das ist nunmal passiert. Die Demo war ohne jeglichen Schwung und Pepp fast schon tot.
erst als die sinnlose Steineschmeißerei losging und in dieser Situation hatte sie wohl alles andere als einen politischen Hintergrund, sind die Prolls jubelnd entlang der Kirche gezogen. Was ich damit sagen will ist, daß sich anscheinend viele Leute auf die Werbung der AAB hin angesprochen gefühlt haben,auch jedoch viele Hools und Prolls denen die Demo an sich scheiß egal war.
Was ist daran revolutionär?
Deswegen maße ich mir an die heilige AAB zu kritisieren und werde wahrscheinlich in niedersächsischen Kreisen jetzt als Vogelfrei gelten.
ps. nur weil man jetzt eine andere Meinung hat ist man jetzt schon ein Idiot, ja? Vielleicht sogar konter-revolutionär? Ohh, das wirft wohl ein tolles Licht auf einige Linke

03.05.2002 - 18:02
Interessant. Den Nachweis das die AAB zur Gewalt aufruft hat bisher noch nichtmal das Verwaltungsbericht erbracht. Bitte Quellenangaben (Und jetzt komm nicht mit dem Marlboro-Plakat, vielleicht glaubst du das es nur von der AAB kommen kann, allerdings istz auf Plakaten der AAB in der Regel ein Hinweis, sprich eine Adresse mit drauf)

Politik ?!?

ulrike 03.05.2002 - 21:24
Hey ich weiss wirklich nicht was euer problem ist, wer zur Revolutionaeren 1. MAi demo geht erwartet doch eigentlich von Bullen verpruegelt zu werden. Warum sonst geht ihr hin?
Eigentlich hat es schon seid jahren nichts mehr mit Politik zu tun nur irgendwelche Jugendlichen die kein sinn in ihrem leben sehen und deshalb einmal im Jahr ihre Langewile im wahresten Sinne des Wortes totschlagen muessen.
Ich weiss nicht warum wirklich linke Organizationen immer noch die Verantwortung dafuer uebernehemen wenn die meisten Leute bei der Demo noch nicht einmal wissen warum dieser Feiertag exisstiert.
Ihr solltet euch mal wirklich fragen warum ihr zur 1. Mai demo geht...
Die letzten JAhre hab ich mich meistens auch nur auf die Krawalle gefreut aber da ich dieses JAhr das ganze zwangs weise aus der ferne betrachten muss verstehe ich warum sich so viele Leute aufregen ich meien was bringt dieser Tag der Revolution wenn wir die Leute die wir vertreten (wollen) von uns geschaedigt werden weil ein paar Idioten ihre Autos anzuenden...

03.05.2002 - 22:55
"Eigentlich hat es schon seid jahren nichts mehr mit Politik zu tun nur irgendwelche Jugendlichen die kein sinn in ihrem leben sehen und deshalb einmal im Jahr ihre Langewile im wahresten Sinne des Wortes totschlagen muessen." ..... nana, das hätte ja dann schon einiges mit Poilitik zu tun....
Im übrigen gibt es idesen "Feiertag" weil ihn die Nazis damals zu einem gemacht haben...(jaja, ich weiss schon, die Arbeiter und so.... sind ja heute auch immer noch am Roten Rarhaus beim DGB mit dabei, aber Feiertag esrt seit den Nazis)

ulrike 03.05.2002 - 23:35
Ach kann man sich jetzt schon als politisch bezeichnen nur weil man ein paar bullen verpruegelt...
Na dann habt alle ein schoenes Leben

04.05.2002 - 00:56
nun, liebe ulrike, politisch ist eben nicht nur was dezidiert links ist... wenn's in Argentinien passiert, phantasieren hier die linken die Revolution herbei, in den Banlieus in Frankreich wird's auch noch ganz wohlwollend gesehen, aber je näher es vor der Haustür ist, desto unpolitischer wird es... es liegt mir fern die Randale romantisch zu verklären, aber distanzieren muss ich mich eher von den linken, die die dinge aus ihrem Bauchgefühl heraus beurteilen.... liebe presselandschaft, habt uns bitte wieder lieb....

Argentinien-Vergleich hinkt aber

auch anonym 04.05.2002 - 03:00
In Argentinien sind es nicht Mittelklasse-Kids die einen Bezirk mit hoher Arbeitslosen- und Ausländerquote gehen und dort den Menschen, die dort leben alles kaputt machen. Dort gabs wegen Hunger Supermarktplünderungen, Selbstorganisation und Verteidigung gegen die Staatsmacht. Hooligans neigen wohl kaum zu basisdemokratischer Selbstorganisation.

04.05.2002 - 11:38
Siehste, das ist genau das was ich meine: Revolutionsromatik.... in Argentinien gab's keine Hungerrevolten, da hat nämlich auch die Mittelschicht randaliert weil auf einmal ihre Ersparnisse weg waren, basisdemokratische Ansätze, mag sein, aber hör lieber auf deine Wünsche und Hoffnungen auf ferne Länder zu projezieren...

Blödsinn

Kinder in die Schule 04.05.2002 - 13:26
Kommies sind echt peinlich! Da wird doch echt die Notlage in Argentinien zu hilfe genommen, um zu "beweisen", daß es "revulutionär" wäre, kleine Geschäfte im Kiez anzuzünden. Die Unruhen in Argentinien hatten Gründe. Die Randale in Kreuzberg gabs nur, weil es einigen Kindern SPASS macht. In Argentinien gibts ne basisdemokratische Organisiereung. Sowas würdetihr doch mit allen Mitteln bekämpfen, wenns sowas hier gäbe. Sowas peinliches, auweia!

04.05.2002 - 14:27
alles was dir nicht in den Kram passt, ist also Kommie (und wahrscheinlich irgendwie auch Faschist)...Dabei ähnelt die romantische Verklärung der Geschehnisse in anderen Ländern viel eher den K-Gruppen als dir lieb ist.... ich finde, es gibt nichts dagegen einzuzwenden, auch ohne Hunger sich gegen den Staat zu wehren, es ist ja nicht so, das man sich zufrieden geben sollte, sobald man ein paar Happen zu essen kriegt, man sollte aber nicht auf die eigenen Propaganda-Lügen reinfallen.
P.S.: Das irgendwelche kleinen Läden angezündet worden seien ist mir neu, vielleicht weil ich mittlerweile die Bild-Zeitung für glaubwürdiger halte, als so manchen Beitrag hier....

Kinder in die Schule 04.05.2002 - 16:07
Das ist Projektion. Ich mag noch viel mehrSachen nicht. Kommies sind aber an gewissen Denkstrukturen zu erkennen. Z.B feststehende Ideologie die etwa beinhaltet, daß DER FEIND nur mit ordentlich Gewaltbeseitigt werden muss und dann ist alles gut.

Ulrike 04.05.2002 - 19:58
Ihr redet hier von revolution und das einzige was dazu hier in Deutschland wirklich passiert ist randale???
Das ist peinlich....
Ich meine wir (ich muss mich da einschliessen ) reden immer davon wie wirn alles besser machen wollen aber wirklich machen wir gar nichts ausser los heulen wenn die Bullen kommen. Und ich will nicht das die Presse uns lieb hat wie du das so schoen bezeichent hast aaber ein bisschen unterstuetzung im allgemein Volk waere vieleicht hilfreich
denkste nicht?
Dann wuensch ich dir viel spass in deiner Traumwelt voller linker die sich da es keine Bullen mehr gibt gegenseitig die koeppe ein schlagen...
Ich will nicht das du mich falsch verstehst, auch ich hoffe auf revolution aber ich denke das sie nicht mit "romantischer" Randale hervorgerufen werden kann vielleicht sollte man es doch auf menschlichen wegen versuchen ....

1. Mai Berlin Medien Nazis etc ein kleiner Üb

09.05.2002 - 10:42