Barsinghausen: FETT GEGEN RECHTS [Bilder]
Ca.400-500 AntifaschistInnen demonstrierten in Barsinghausen`Fett gegen Rechts`! Hier noch ein paar Bilder von der Band MB 1000, die auf der Antifa Demo mit Freestyle für eine gute Stimmung sorgten.
Hier noch ein paar Bilder von der Band MB 1000, die auf der Antifa Demo mit Freestyle für eine gute Stimmung sorgten. Die Demo konnte wie geplant und trotz Verbot des Oberverwaltungsgerichtes bis 13.00 Uhr stattfinden. Die Nazis gaben eher ein Trauerspiel. Nur 50 Nazis versammelten sich im Regen und maschierten gröhlend durch Basches Innenstadt. Nur ein massives Polizeiaufgebot (7 Hundertschaften) verhinderte einen offensiven antifaschistischen Protest. Auch mußten die
Nazis auf ihre regionalen Führungskader wie Markus Winter ("KS Weserbergland") und Sandy Ossenkomp (NPD Schaumburg) verzichten, da diese erst am 20 April in Rinteln brutal gegen einen jungen Menschen vorgegangen sind und von der Polizei bei einer Entführung sowie schweren Körperverletzung festgenommen wurden.
Mehr Bilder, Film + Bericht bald auf der Homepage der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]
http://www.antifa-hannover.de/
Nazis auf ihre regionalen Führungskader wie Markus Winter ("KS Weserbergland") und Sandy Ossenkomp (NPD Schaumburg) verzichten, da diese erst am 20 April in Rinteln brutal gegen einen jungen Menschen vorgegangen sind und von der Polizei bei einer Entführung sowie schweren Körperverletzung festgenommen wurden.
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Ergänzungen
bürgerliche presse
Barsinghausen
Keine Zwischenfälle: Konzept der Polizei ist erfolgreich
Ohne Zwischenfälle sind am Sonnabend die Demonstrationen der NPD-Anhänger und der linken Szene verlaufen. Nach Schätzung der Polizei hatten sich am Vormittag rund 500 Teilnehmer aus Parteien, Vereinen und Organisationen zu einer Gegenveranstaltung versammelt. Zu dem vom NPD-Kreisverband Schaumburg angemeldeten Aufzug am Nachmittag kamen lediglich 70 Teilnehmer.
Die Polizei sicherte mit rund 700 Beamten die beiden Veranstaltungen. Sie nahm zwei NPD-Gegner in Gewahrsam und erteilte 55 Platzverweise. Verletzte oder Festnahmen gab es nicht. Nur einmal war es an der Berliner Straße zu einer kritischen Situation gekommen, als etwa 40 Linke versuchten, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen.
Die Polizei hatte am Sonnabend bereits von 6.30 Uhr an vier Kontrollpunkte bei Hohenbostel und Egestorf sowie hinter den beiden Kreiseln auf der Rehrbrink- und der Hannoverschen Straße eingerichtet, um anreisende Gewalttäter abfangen zu können. Nach Auskunft des Gesamteinsatzleiters, Polizeidirektor Heinz Lüdtke, hätten diese Vorkontrollen und die strikte Trennung der beiden Gruppen durch starke Polizeikräfte Ausschreitungen verhindert. Die Taktik der Polizei sei aufgegangen, erklärte der neue Pressesprecher der Polizeiinspektion Hannover-Land, Ingo Ulbrich.
Die Mehrzahl der linken Gegendemonstranten kam erst kurz vor 10 Uhr zum Bahnhofsvorplatz, obwohl das Verwaltungsgericht einen Zeitraum von 8 bis 11 Uhr zugelassen hatte. Der Bundesgrenzschutz kontrollierte am Bahnhof alle mit der Bahn anreisenden Demonstranten. Zahlreiche Teilnehmer mussten den Inhalt ihrer Taschen, Rucksäcke und Jackentaschen ausleeren, bevor sie durchgelassen wurden. Um 10.35 Uhr forderte Polizeioberrat Eckhard Hering den Versammlungsleiter der linken Szene energisch auf, den Demonstrationszug in Bewegung zu setzen. Ein Großteil der Teilnehmer aus Barsinghausen startete daraufhin. Die auswärtigen Teilnehmer – unter ihnen etwa 30 Autonome – setzte sich erst kurz vor 11 Uhr in Richtung Mont-Saint-Aignan-Platz in Bewegung.
Sprecher einiger linker Gruppen riefen zur Gegenwehr gegen rechte Tendenzen und die Auftritte Rechter auf. Ein Vertreter des Falkenkellers betonte noch einmal, dass Gewalt im Großen wie im Kleinen zu verurteilen sei. Die politische Mitte habe „das rechte Geschwür“ viel zu lange geduldet. Die Polizei hatte inzwischen sämtliche Zugänge zur Innenstadt abgesperrt. Teilnehmer konnten nur in Richtung Bergamtstraße den Mont-Saint-Aignan-Platz verlassen, kamen dann aber wegen der Polizeisperren von dort nicht mehr zum Bahnhof.
Der für 14 Uhr zugelassene Start der knapp 70 NPD-Teilnehmer – etwa 50 von ihnen kamen aus dem Landkreis Schaumburg – verzögerte sich. Der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Schaumburg, Sandy Ossenkop, war nicht zu der von ihm angemeldeten Demonstration gekommen, weil er von der Staatsanwaltschaft wegen eines Überfalls auf einen Linken zur Fahndung ausgeschrieben worden ist. Unter starkem Polizeischutz setzten sich die NPD-Teilnehmer zur Breiten Straße in Bewegung, wo ein Redner sprach. Die Demonstranten zogen weiter zum Bahnhof. In Begleitung von Grenzschutzbeamten verließen die letzten kurz nach 16 Uhr Barsinghausen.
mehr bilder und bericht
deister leine zeitung
Aufatmen in der Deisterstadt: Demonstrationen bleiben friedlich
Barsinghausen (nn). Aufatmen in der Deisterstadt – die befürchteten Krawalle zwischen NPD-Anhängern und Gegnern der Rechtsextremisten blieben aus. Mehrere Hundertschaften der Landesbereitschaftspolizei begleiteten die beiden Demonstrationszüge am Sonnabend und ließen keinerlei gewaltsame Auseinandersetzungen zu.
Friedlich protestieren die Gegendemonstranten gegen den rechten Aufmarsch in Barsinghausen. Fotos: Hermann
Zwei Festnahmen von NPD-Gegnern sowie 55 Platzverweise bilanzierte die Polizei nach dem Großeinsatz am Sonnabend. Bei der Randale am 9. März war es noch zu 18 Festnahmen sowie zehn Strafverfahren wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch gekommen. Während jetzt am Vormittag rund 500 Menschen – so lauten Schätzungen der Polizei – in der Innenstadt lautstark und friedlich gegen den Aufmarsch der Rechten auf die Straße gingen, nahm nachmittags an der vom NPD-Kreisverband Schaumburg angemeldeten Kundgebung lediglich eine 60- bis 70-köpfige Gruppe teil. Verzichten musste der Kreisverband unter anderem auf seinen Vorsitzenden Sandy Ossenkopp – die Polizei hat den Parteifunktionär nach einem Vorfall vor einer Woche in Rinteln zur Fahndung ausgeschrieben. Ihren Zeitrahmen für den Aufzug von 14 bis 18 Uhr nutzte die NPD nicht aus, mit der S-Bahn um 16.08 Uhr verließen die letzten Teilnehmer aus dem rechten Lager die Stadt in Richtung Schaumburg. Vormittags sollte die Gegendemonstration – dazu aufgerufen hatten unter anderem der "Falkenkeller", AntiFa-Gruppen aus Wennigsen und Hannover sowie die PDS Hannover – bereits um 11 Uhr laut Auflagen und Gerichtsurteil beendet sein. Allerdings setzte sich der Demonstrationszug erst kurz vor 11 Uhr am Deisterplatz in Bewegung, die Schlusskundgebung an der Wilhelm-Stedler-Schule endete etwa 100 Minuten später – von der Polizei geduldet. "Unsere Taktik ist aufgegangen", betonte Pressesprecher Ingo Ulrich von der Polizeiinspektion Hannover-Land. Polizisten kontrollierten ab 6.30 Uhr die Hauptzufahrtstraßen nach Barsinghausen und gewährleisteten durch ihre starke Präsenz unter der Gesamteinsatzleitung von Polizeidirektor Heinz Lüdtke eine strikte Trennung der beiden Gruppierungen. Dickes Lob zollte Bürgermeister Klaus D. Richter dem Einsatz der rund 700 Polizeibeamten. "Sie haben flexibel und zurückhaltend auf die jeweiligen Situationen reagiert und somit dafür gesorgt, dass Barsinghausen nicht zu einer Festung wird. Trotzdem fühlten sich die Menschen jederzeit sicher", betonte Richter. Erleichtert reagierte der Bürgermeister auf den gewaltfreien Ablauf. Mit ihrer Entscheidung, beide Demonstrationen zeitlich und räumlich voneinander getrennt zu genehmigen, habe die Stadt das Versammlungsrecht geachtet. "Wir wollen die NPD in Barsinghausen nicht. Hoffentlich haben diese Störenfriede jetzt endlich erkannt, dass sie in unserer Stadt nichts für sich bewegen können", machte Richter deutlich. Zufrieden äußerte sich auch Markus Hugo, Sprecher des Bündnisses gegen Rechtsextremismus, das sich nicht an der Gegendemonstration beteiligte. "Total genial" sei es, wie der "Falkenkeller" und die AntiFa diese Demonstration so reibungslos hinbekommen hätten. "Alles ist friedlich gelaufen. Genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten", freute sich Hanno Bruchmann vom "Falkenkeller".