Update Frankfurt 1.Mai
Ohne dem letzten großen Plenum im Exzess am Montag vorzugreifen, sollten wir über die neue Konstellation nach den vorläufigen Entscheidungen der Gerichte nachdenken.
Wie bereits in anderen Beiträgen erwähnt hat das Verwaltungsgericht Frankfurt die Neonazi-Demonstration unter Auflagen erlaubt. Auftakt- und Abschlusskundgebung sollen am Bahnhof Mainkur stattfinden. Der Marsch soll über den Mainkurkreisel, Alt-Fechenheim, Jakobsbrunnenstraße, Adam-Opel-Straße, Ernst-Heinkel-Straße und die Hanauer Landstraße zurück zum Mainkur-Bahnhof führen. Als Zeitraum hat das Gericht 9 bis 11.30 Uhr festgelegt. Die Bullen haben auch schon angefangen dort Halteverbote einzurichten, das könnte zwar als eindeutiges Zeichen gewertet werden, das Fechenheim diesmal das Nazipack ertragen muß, allerdings müssen die Cops proforma so handeln, um den Gerichtentscheid im Falle des Falles dort umzusetzen.
Die Nazis haben gegen diesen Beschluß Widerspruch eingelegt, Sie wollen stattdessen vom Hauptfriedhof über Jean-Monnet- , Hügel- und Eschersheimer Landstraße sowie den Marbachweg ziehen, also ähnlich der Route des Vorjahres. Am vergangenen Donnerstag wurde eine Gruppe von 4 Nazis am Dornbusch beobachtet, die die Gegend dort auskundschafteten, die Nazis bereiten sich also auf diese Alternativroute scheinbar ernsthaft vor. Die Stadt begründet das Verbot dieses Marschwegs damit, das der jüdische Friedhof dort tangiert sei. Desweiteren findet eine Gegenveranstaltung an der Bertramswiese statt, das war der Sammelort der Nazis im Vorjahr.
Wir sollten diese Ausweichmöglichkeit auf jeden Fall mal in unsere Planungen miteinbeziehen
Die Bullen haben laut Presse angekündigt, den gesamten Stadtteil Fechenheim mit rund 5000 Beamten hermetisch abzuriegeln. Die Busse mit den erwarteten 1500 Neonazis wolle man auf Parkplätze an der Mainkur dirigieren. Auf die Unterstützung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) wolle man dieses Jahr verzichten. Diese hatten letztes Jahr die gesamten 1000 Nazis vom Parkplatz Kalbach direkt an die Bertramswiese gekarrt.
Dazu gab es am Freitag eine Aktion von ca 25 Leuten in der Zentrale der Verkehrsbetriebe unter dem Motto "Keine Bahn für Nazis", die vom VGF Geschäftsführer Michael Budig dabei die Zusage erhalten haben sollen, dieses Jahr keinerlei Beförderungmittel zur Verfügung stellen zu wollen, man hätte mit der Polizei vereinbart, "in die Einsatzstrategie nicht einbezogen zu werden". Budig machte deutlich, man habe sich damals dem "Druck der Polizei" beugen müssen.
Der Organisator der Nazidemo Steffen Hupka hat in einer internen Mitteilung seine
"Kameraden" über den neuen Sachstand "aufgeklärt" und fordert die Teilnehmer auf, sich bereits spätestens um 8 Uhr im Raum Frankfurt einzufinden. Anlaufstellen werde er "kurzfristig" bekanntgeben. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, das sich auch schon im Laufe der Nacht zum Mittwoch vereinzelt Nazis im Stadtgebiet aufhalten werden, Augen auf!
Das verändert die Lage für Gegenaktivitäten, wir werden noch früher aufstehen müssen, um den Faschos entgegenzutreten.
Der Stadtteil Fechenheim scheint prädestiniert für die Totalabsperrung: Im Süden
verläuft der Main, es gibt lediglich eine Brücke (Carl Ulrich Brücke) nach Offenbach und ein Fußgängerüberweg (Arthur von Weinbergsteg) die direkt dorthin führen. Nördlich verläuft die Hanauer Landstraße, eine breite Strasse durch das östliche Industriegebiet Frankfurts, die von großen Fabrikgeländen beidseitig flankiert wird.
Die wenigen Durchgänge Richtung Fechenheim lassen sich dort ebenfalls gut zumachen. Der Bahnhof Mainkur als Anfangs und Endpunkt ist allerdings auch nur von zwei Seiten erreichbar, entweder auch über die Hanauer Landstrasse oder nördlich von der Vilbeler Landstrasse aus, die im übrigen auch als Teil des Demoweges vom Ordnungsamt angegeben wird, obwohl sie nicht direkt auf der Route liegt. Die Vilbeler Landstrasse könnte demnach der Anfahrtsweg, bzw der Haltepunkt der Busse sein, die aus Richtung A66 Borsigallee kommen. Dort liegt im übrigen ein größeres Bauwagendorf, über das wir uns auch nochmal unterhalten sollten.
Die Strategie der Bullen ist klar, durch die sehr früh angesetzte Anfangs und -Endzeit wollen sie die Nazis möglichst schnell wieder aus Frankfurt verschwinden lassen, um danach eventuelle Störungen des Henninger Turm Radrennens (
http://www.henninger-rennen.de/index.php?Seite=marschprofi )
besser in den Griff zu bekommen. Das Rennen beginnt etwa gegen 11 Uhr, fährt dann relativ schnell aus Frankfurt in den Taunus raus und kommt erst in der Schlußphase gegen 15.30 Uhr wieder in den Stadtbereich zurück. Das Ziel befindet sich in Sachsenhausen, wo sich am Ende des Rennens mehrere zehntausend Sportfans aufhalten dürften. Dort drehen Zabel und Co. noch drei Runden, bevor sie (evtl) ins Ziel sprinten...
Am 29.4.2002 findet im Cafe Exzess eine letzte große Infoveranstaltung statt.
Infotel.: 069 / 79 20 27 51
Homepage:
http://antifa.frankfurt.org
Mailing list für regelmäßige Infos:
Strassefrei-subscribe@domeus.de
Die Nazis haben gegen diesen Beschluß Widerspruch eingelegt, Sie wollen stattdessen vom Hauptfriedhof über Jean-Monnet- , Hügel- und Eschersheimer Landstraße sowie den Marbachweg ziehen, also ähnlich der Route des Vorjahres. Am vergangenen Donnerstag wurde eine Gruppe von 4 Nazis am Dornbusch beobachtet, die die Gegend dort auskundschafteten, die Nazis bereiten sich also auf diese Alternativroute scheinbar ernsthaft vor. Die Stadt begründet das Verbot dieses Marschwegs damit, das der jüdische Friedhof dort tangiert sei. Desweiteren findet eine Gegenveranstaltung an der Bertramswiese statt, das war der Sammelort der Nazis im Vorjahr.
Wir sollten diese Ausweichmöglichkeit auf jeden Fall mal in unsere Planungen miteinbeziehen
Die Bullen haben laut Presse angekündigt, den gesamten Stadtteil Fechenheim mit rund 5000 Beamten hermetisch abzuriegeln. Die Busse mit den erwarteten 1500 Neonazis wolle man auf Parkplätze an der Mainkur dirigieren. Auf die Unterstützung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) wolle man dieses Jahr verzichten. Diese hatten letztes Jahr die gesamten 1000 Nazis vom Parkplatz Kalbach direkt an die Bertramswiese gekarrt.
Dazu gab es am Freitag eine Aktion von ca 25 Leuten in der Zentrale der Verkehrsbetriebe unter dem Motto "Keine Bahn für Nazis", die vom VGF Geschäftsführer Michael Budig dabei die Zusage erhalten haben sollen, dieses Jahr keinerlei Beförderungmittel zur Verfügung stellen zu wollen, man hätte mit der Polizei vereinbart, "in die Einsatzstrategie nicht einbezogen zu werden". Budig machte deutlich, man habe sich damals dem "Druck der Polizei" beugen müssen.
Der Organisator der Nazidemo Steffen Hupka hat in einer internen Mitteilung seine
"Kameraden" über den neuen Sachstand "aufgeklärt" und fordert die Teilnehmer auf, sich bereits spätestens um 8 Uhr im Raum Frankfurt einzufinden. Anlaufstellen werde er "kurzfristig" bekanntgeben. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, das sich auch schon im Laufe der Nacht zum Mittwoch vereinzelt Nazis im Stadtgebiet aufhalten werden, Augen auf!
Das verändert die Lage für Gegenaktivitäten, wir werden noch früher aufstehen müssen, um den Faschos entgegenzutreten.
Der Stadtteil Fechenheim scheint prädestiniert für die Totalabsperrung: Im Süden
verläuft der Main, es gibt lediglich eine Brücke (Carl Ulrich Brücke) nach Offenbach und ein Fußgängerüberweg (Arthur von Weinbergsteg) die direkt dorthin führen. Nördlich verläuft die Hanauer Landstraße, eine breite Strasse durch das östliche Industriegebiet Frankfurts, die von großen Fabrikgeländen beidseitig flankiert wird.
Die wenigen Durchgänge Richtung Fechenheim lassen sich dort ebenfalls gut zumachen. Der Bahnhof Mainkur als Anfangs und Endpunkt ist allerdings auch nur von zwei Seiten erreichbar, entweder auch über die Hanauer Landstrasse oder nördlich von der Vilbeler Landstrasse aus, die im übrigen auch als Teil des Demoweges vom Ordnungsamt angegeben wird, obwohl sie nicht direkt auf der Route liegt. Die Vilbeler Landstrasse könnte demnach der Anfahrtsweg, bzw der Haltepunkt der Busse sein, die aus Richtung A66 Borsigallee kommen. Dort liegt im übrigen ein größeres Bauwagendorf, über das wir uns auch nochmal unterhalten sollten.
Die Strategie der Bullen ist klar, durch die sehr früh angesetzte Anfangs und -Endzeit wollen sie die Nazis möglichst schnell wieder aus Frankfurt verschwinden lassen, um danach eventuelle Störungen des Henninger Turm Radrennens (
http://www.henninger-rennen.de/index.php?Seite=marschprofi ) besser in den Griff zu bekommen. Das Rennen beginnt etwa gegen 11 Uhr, fährt dann relativ schnell aus Frankfurt in den Taunus raus und kommt erst in der Schlußphase gegen 15.30 Uhr wieder in den Stadtbereich zurück. Das Ziel befindet sich in Sachsenhausen, wo sich am Ende des Rennens mehrere zehntausend Sportfans aufhalten dürften. Dort drehen Zabel und Co. noch drei Runden, bevor sie (evtl) ins Ziel sprinten...
Am 29.4.2002 findet im Cafe Exzess eine letzte große Infoveranstaltung statt.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Nachtrag zum Beitrag
Diskussionsforen der Nazis durchgegangen. Dort rechnen sie aufgrund der wohl schlechten Informationspolitik Hupkas zu dem Termin diesmal mit deutlich weniger Teilnehmern, es wird von ca 500 gesprochen; der örtlichen Frankfurter NPD wird vorgeworfen nach Berlin und nicht nach FFM aufzurufen. Insgesamt fällt dort auf, dass Hupkas bzw. Worchs Einfluß in der "Freien Naziszene" etwas zu schwinden scheint, das könnte mit der inflationären Anreihung von Terminen im gesamten Bundesgebiet zusammenhängen, die werden wohl langsam müde! In den Skin/Musikforen findet die Demo nur wenig Anklang, für den süddeutschen Raum ist Mannheim/Ludwigshafen scheinbar interessanter, dass läßt sich aber auch mit der sehr schwachen Skinheadszene im Rhein-Main.Gebiet erklären. Hupka/Worch sind momentan wohl nur in der Lage im etwa den Teil der Naziszene rekrutieren zu können, der auch schon letztes Jahr in Frankfurt war: vor allem aus Norddeutschland, Teilen NRWs und Thüringens, das aber mit abbröckelnder Tendenz. Hoffen wir, dass ich mit den Beobachtungen recht habe.
antifa
Nazis im Doppelpack
Am 30.April (Vorabend vor dem 1.Mai) gibt es in Heidelberg ein antifaschistisches Strassenfest, Konzerte und am Abend heißt es Maiansingen der Burschis verhindern...
Der Aktionsplan für Ludwigshafen/Mannheim bisher:
Vormittags Marsch durch Ludwigshafen, Abends Fackelzug in Mannheim
Mannheim
Die NPD hat in Mannheim für den 1. Mai 2002 gegenüber der Stadt einen Fackelzug angekündigt. Nachdem das anfängliche Vorhaben der Faschos, an der Moschee in Mannheim-Jungbusch vorbeizuziehen, von der Verwaltung verboten worden war, steht es nun zu befürchten, dass die Rechtsextremen in einen Vorort wie Schönau, Rheinau oder Seckenheim ausweichen werden.
Das für den Vormittag durch die Stadtverwaltung ausgesprochene Verbot für einen Neonazi-Aufmarsch in Mannheim besteht weiter. Die bestehenden Anmeldungen eines breiten Bündnisses gegen den Nazi-Aufmarsch für alle Plätze in der Mannheimer Innenstadt und die der angrenzenden Stadtteilen wurden bis Mitternacht ausgedehnt.
Für den Morgen des 1. Mai ist eine Demonstration geplant, die durch den DGB angemeldet wurde. Start soll 9.30 Uhr am Gewerkschaftshaus sein, dort soll es auch einen Antifa-Block geben. Anschließend wird dazu aufgerufen, nach Ludwigshafen zu gehen. Klar ist jedoch, dass bei einem event. Aufmarsch der Faschisten am Abend an den Treffpunkt der Rechtsextremen mobilisiert wird, um wie im letzten Jahr den Zug zu verhindern oder zumindest zu stoppen.
Ludwigshafen
Auch hier hat die Stadt den Nazi-Aufmarsch verboten. Dessen ungeachtet mobilisiert die NPD noch immer zu einem Marsch durch Ludwigshafen und besteht auf einer der drei Alternativen, die sie in ihrer Anmeldung angemeldet hat. Sie kündigt weiterhin an, gegen alle Verbote gerichtlich vorzugehen.
Linke Gruppen mobilisieren weiterhin zu Gegenkundgebungen und -demonstration ab 10 Uhr rund um den Hauptsbahnhof. Der DGB hat einen Bus-Shuttle zwischen seiner Kundgebung im Ebertpark und dem Hauptbahnhof angekündigt.
Hier ein Link zur Bündnis Sonderseite:
Karte Frankfurt-Fechenheim
Karte Frankfurt-Fechenheim
Sorry
30.4.2002: Hamburgt rockt in den ersten Mai!
Treffpunkt: 21 Uhr; Reeperbahn Ecke große Freiheit
Die RTS basiert auf Eigeninitiative, werdet kreativ!
Für mehr Infos, Anregungen und das Plakat:
Die Zeit der Latschdemos ist vorbei!
Auf nach Mannheim/Ludwigshafen
für einen linksradikalen 1.mai - natürlich nazifrei!
mannheim