Landbesetzungen in Guatemala

Capacapac 19.04.2002 00:05 Themen: Soziale Kämpfe
Indígenas errichten Blockaden und Besetzen Ländereien aus Protest gegen die Untätigkeit der Regierung in Sachen Landverteilung.
Wie die guatemaltekische Zeitung "Prensa Libre" berichtet, wurden von den Indígenas mindestens 13 Fincas besetzt, desweiteren gäbe es Strassenblockaden in verschiedenen Landesteilen, sowie Geiselnamen und Demonstrationen. Die Indígenas nahmen den internationalen Tag "de la lucha campesina" zum Anlass zur Tat zu schreiten. Betroffen ist besonders die Region "Alta Verapáz" im Norden des Landes. Dort wurde auch der Sitz der staatlichen Agrarbehörde ("Fontierra") von ca. 300 Campesinos besetzt, die die Bereitstellung von Mitteln zum Erwerb eigener Fincas fordern. An den landesweiten Besetzungen seien laut der "Nationalen Campesina und Indígena Kooperation" (Conic) bisher 1256 Familien beteiligt. Die Proteste sollen ausgeweitet und bis zur Lösung der Landfrage aufrechterhalten werden.
Die Landbesitzer teilten mit, sie würden ihre Ländereien verteidigen, auch wenn die Polizei wie bisher geschehen weiterhin nicht eingreifen würde. Sie bezeichneten die Landbesetzer als manipulierte Gruppen die kriminell seien und die Rechte der produktiven Guatemalteken verletzten.

 http://www.prensalibre.com (diese Quelle ist dem indigenen Anliegen nicht unbedingt wohlgesonnen, aber immerhin eine Möglichkeit sich zu informieren)
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