Generalstreik in Italien
Das erste mal seit 20 Jahren fand am Dienstag in Italien ein achtstündiger Generalstreik statt. Begleitet wurde er von riesigen Demonstrationen in fast allen Städten Italiens. Am Generalstreik, der sich gegen die Aufweichung des Kündigungsschutzes (Änderung des Artikel 18), sowie die Schul-, Gesundheits- und Steuerpolitik richtete, nahmen nach Gewerkschaftsangaben etwa 13 Millionen Menschen teil - offiziell gibt es in Italien 21 Millionen Beschäftigte.Neben den drei großen Gewerkschaften riefen viele kleinere Gewerkschaften zum Generalstreik auf. Die Zahl derer, die sich an den Demonstrationen beteiligten, geht in die Millionen. Allein in Palermo, Turin, Rom, Florenz oder Mailand waren es jeweils mehrere Hunderttausend. In anderen Städten waren es jeweils mehrere Zehntausend. Auch die Basisgewerkschaften konnten landesweit Hunderttausende mobilisieren.
Bereits 1993 wurde Berlusconi, der mittlerweile das gesamte Fernsehen und den größten Teil des Rundfunks in Italien kontrolliert, mit Massendemonstrationen und einem vierstündigen Generalstreik konfrontiert. Berlusconi musste damals gehen.
Berichte und mehr:
- Vor einem Monat demonstrierten in Rom 2 bis 3 Millionen
- Italien steht still - Text bei Telepolis
- Erster Überblick und Zweiter Überblick zum Generalstreik - von der FAU
- Fotosammlung zu Rom und zu Florenz
- Eine Übersicht findet sich bei Indymedia.Italy - Webseiten können hier übersetzt werden.
Bereits 1993 wurde Berlusconi, der mittlerweile das gesamte Fernsehen und den größten Teil des Rundfunks in Italien kontrolliert, mit Massendemonstrationen und einem vierstündigen Generalstreik konfrontiert. Berlusconi musste damals gehen.
Berichte und mehr:
- Vor einem Monat demonstrierten in Rom 2 bis 3 Millionen
- Italien steht still - Text bei Telepolis
- Erster Überblick und Zweiter Überblick zum Generalstreik - von der FAU
- Fotosammlung zu Rom und zu Florenz
- Eine Übersicht findet sich bei Indymedia.Italy - Webseiten können hier übersetzt werden.
Besonders in Lateinamerika gab und gibt es regelmässig Generalstreiks, die teilweise blutig niedergeschlagen wurden. Auch in Europa kommt es immer wieder dazu - ob im ehemaligen Ostblock oder als wilder Generalstreik im Pariser Mai 1968. Selbst in Deutschland gab es zumindest in der Weimarer Republik Generalstreiks. Der größte war der gegen den Kapp-Putsch 1920. Aufgrund der Zersplitterung der unter Abgrenzungsdruck und in Machtkämpfen stehenden Linken in Deutschland, sowie der Regierung treu ergebenen Groß-Gewerkschaften, sind Generalstreiks in Deutschland heutzutage undenkbar. Kleine Gewerkschaften haben nur wenig Chancen überhaupt beachtet zu werden.
Nur ein paar Bilder und Videos aus einigen Städten:
Bologna:

Chieti:



Florenz:


Adbusting

Genua:


Milano:
Video


Turin:


Rom - Demo und Straßenblockaden am Rande:
Video




Nur ein paar Bilder und Videos aus einigen Städten:
Bologna:

Chieti:



Florenz:


Adbusting

Genua:


Milano:
Video


Turin:


Rom - Demo und Straßenblockaden am Rande:
Video




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Ergänzungen
Strike with humor!
CISNAL & Konsorten?
Generalstreik in Italien
Ausbeutungsmaschinerie war lahmgelegt. Stattdessen demonstrierten Millionen in allen in großen Städten. In Turien waren z.B. 400 000 Menschen auf der Straße,
mehr als die Stadt Einwohner hat. Auch die politische Linke beteiligte sich.
Große Transparente wurden getragen, auf denen Berlusconi zu sehen war, hinter dem Mussolini den Faschisten-Gruß zeigt.
Der Generalstreiktag war der größte seit 20 Jahren. Er ist der Vorbote eines fulminanten internationalen Klassenkampfes von dessem Ausgang nicht mehr oder weniger als das Schicksal der Menschheit abhängen könnte. Die ungeheure Beteiligung zeigt die gewaltige soziale Kraft, die die Arbeiterklasse in den sog. fortgeschrittenen Ländern zu entfalten im Stande ist. Das diese Mobillisierung möglich wurde, ist nur vor dem Hintergrund von Genua zu verstehen.
In Deutschland beteiligte ich mich am Mittwoch an einer Warnstreikdemo von 5.500 Metallern in Hannovers Innenstadt. Viele KollegInnen waren begeistert von Italien. Ein attac-Transparent gegen Krieg wurde zustimmend aufgenommen.
Die Stimmung war sehr selbstbewußt und kämpferisch. Minutenlang skandierten Hunderte: 6,5...6,5 !!!
Die Metall-Bosse weichen bisher kein Jota von ihrem 2%-Angebot. Mit dem Stoiber-Hammer im Rücken drohen sie im Falle von Streiks mit Massenentlassungen von bis zu 60 000 Menschen. Aber sie erreichen nur den gegenteiligen Effekt und erzürnen die KollegInnen noch mehr!
Sollte es zu Streiks kommen, könnte ein anti-kapitalistisches Groß-Event im selben Zeitraum dazu führen, das auch in Deutschland zusammenkommt was zusammengehört: Die Fusion einer linken Widerstandsperspektive von Unten mit
bedeutenden Teilen der sozialen Kraft, die wirklich das Zeug hat, die Gesellschaft nachhaltig zu verändern, der Arbeiterklasse. Dieses anti-kapitalistische Groß-Event könnten die Proteste gegen den Staatsbesuch von Georg Bush am 21. und 22. Mai in Berlin werden.
- Wochenende vor dem Bushbesuch: antikapitalistischer Kongress:
17.-20.mai in berlin
Soziale Fragen