1. Mai: NPD In LU

tintin 15.04.2002 22:05 Themen: Antifa
Am ersten Mai mobilisiert die NPD Rheinlandpfalz nach Ludwigshafen. Sie will am internationalen Kampftag der ArbeiterInnen gegen "Globalismus(sic)" demonstrieren.

Hier der Aufruf des ak antifa Mannheim zu Gegenaktionen:
Wieder einmal will die NPD am ersten Mai in der Rhein Neckar Region marschieren. Diesmal hat sie sich nach den Niederlagen in Mannheim und Heidelberg, Ludwigshafen als Aufmarschort ausgesucht.
Wieder einmal will die NPD versuchen, ihr rassistisches, antisemitisches und menschenverachtende Weltbild am internationalen Kampftag der ArbeiterInnen zu propagieren.
Gerade die Vorderpfalz/ Ludwigshafen entwickelt sich in letzter Zeit zu einem Aktionsraum der extremen Rechten. Dies beweisen nicht nur zahlreiche rassistische Übergriffe, wie zuletzt der Brandanschlag auf das Haus einer Antifaschistin im Kreis Bad Dürkheim; sondern auch die ungezählten Veranstaltungen, Vorträge und neonazistischen Rockkonzerte, die in der Region stattfinden.

Vordergründig will die NPD gegen den „Globalismus (sic)“ demonstrieren, in Wirklichkeit wird sie jedoch nur ihre üblichen rassistischen, antisemitischen, widerlichen Hetztiraden von sich geben.
Denn wenn die NPD von Kapitalismus redet, meint sie das von den Nazis erfundene Schreckgespenst einer weltweiten Verschwörung des sogenannten „Finanzjudentums“; Und ihre „Freiheit der Völker“, ist nur der altbekannte Sozialdarwinismus, der das kapitalistische Konkurrenzdenken biologisch überhöht und als scheinbar natürlich gegeben postuliert.

Fakt ist jedoch, das sich die NPD gerade damit als Steigbügelhalter des Kapitalismus betätigt. Nützt ihre Spaltung der Menschen in „Völker“ und „Nationen“ doch nur diesem, um die Menschen, die nichts trennt als die vom Kapitalismus selbst geschaffenen Grenzen, gegeneinander auszuspielen.

Gerade deswegen ist es wichtig am ersten Mai die NPD in ihre Schranken zu weisen. Der erste Mai ist der Kampftag aller vom Kapitalismus geknechteten Menschen.
Dem Projekt der neoliberalen kapitalistischen Globalisierung, favorisiert von IWF, WTO, den Transnationalen Konzernen und den Regierungen der Reichen, kann sich nur eine gemeinsame internationalistische Bewegung entgegenstellen, die sich nicht an Ethnie, Geschlecht oder Religion spalten lässt.
Aus diesem Grund ist auch die Solidarität mit den Flüchtlingen und den hier lebenden MigrantInnen unerlässlich. Wer sie einsperrt, sperrt uns ein, wer sie abschiebt, schiebt uns ab und wer sie ihrer Bürgerrechte beraubt, beraubt uns, denn „Das Proletariat hat kein Vaterland!“


Deswegen, beteiligt euch an den antifaschistischen Aktionen!

09.30 Uhr Gewerkschaftshaus, Antifa Block auf der DGB Demo
Ab: 10.00 Uhr Infopunkt in Mannheim, Paradeplatz.
10.30 Uhr Ludwigshafen Wittelsbachplatz antifaschistische Kundgebung
10.30 Uhr Ludwigshafen Hauptbahnhof: Antifaschistisch Frühstücken (Selbstversorger!!!!)


Erster Mai Nazifrei!!!
Der Kapitalismus hat kein Problem, er ist das Problem...
Für den Revolutionären ersten Mai.

Aktuelle Infos:  http://www.nonazis2002.de.vu
und garfield Infotelefon: 062723559
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Ergänzungen

NPD gegen Kapitalismus = Lachhaft

15.04.2002 - 23:32
Die Ziele der Kapitalisten sind ebenso wenig national wie die Ziele der Arbeiterbewegung.
„Die Bourgeoisie hat durch die Ausbeutung des Weltmarktes die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch (= global) gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen." (Marx)

Wie schon gesagt, unter Kapitalismus verstehen die Nazis die Verschwörung des "Finanzjudentums". Unter Globalisierung verstehen sie die "Vermischung der Völker"

Im übrigenz wollen Nazis nicht den Kapitalismus abschaffen, sondern ledeglich den von "außenwirkenden Kapitalismus" auf ihren Nationalstaat.