Alle Räder stehen still, wenn... Frankfurt am 1.Mai
Kein Normalzustand
Darüber besteht doch weitgehende Einigkeit: wenig soll unversucht bleiben,
um den diesjährigen 1. Mai in Frankfurt nazifrei zu halten!
Darüber besteht doch weitgehende Einigkeit: wenig soll unversucht bleiben,
um den diesjährigen 1. Mai in Frankfurt nazifrei zu halten!
Alle Räder stehen still, wenn...
Kein Normalzustand
Darüber besteht doch weitgehende Einigkeit: wenig soll unversucht bleiben,
um den diesjährigen 1. Mai in Frankfurt nazifrei zu halten. Der Schwerpunkt
wird auf Blockaden und unmittelbaren Gegenaktionen liegen, das steht außer Frage.
Doch jetzt, gerade im Vorfeld, geht es darum, politisch-öffentlichen Druck auf
verschiedensten Ebenen auszuüben, beispielsweise auf die VGF
(Verkehrsgesellschaft Frankfurt), die ja im vergangenen Jahr Sonder-U-Bahnen
für die Nazis bereitgestellt hatte.
Die Verantwortlichen bei der Stadt Frankfurt beschränken sich bislang offensichtlich
auf ihr übliches "Pflichtprogramm". Das Ordnungsamt untersagt die Nazi-Demonstration,
und wenn dann ein Gericht diese Verfügung aufhebt, geht es allenfalls noch um
"Schadensbegrenzung" mittels Polizei: "keine Gewalt, rechte und linke DemonstrantInnen auseinanderhalten, bla, bla..." Diese Milchbubenrechnung soll dieses Jahr nicht aufgehen,
die städtischen Verantwortlichen werden ins Schwitzen kommen. Denn angesagt ist:
wenn Nazis am 1. Mai erneut irgendwo in Frankfurt marscbieren können, wird es in dieser
Stadt keinen Normalzustand mehr geben. Und die größte Öffentlichkeit, um dies deutlich
zu machen, bietet zweifellos das internationale Radrennen "Rund um den Henninger Turm"...
Das "Radsport Festival"
"Rund um den Henninger Turm" geht bereits ins 41te Jahr und gilt als bedeutendstes
deutsches Profiradrennen. Das sogenannte Elitefeld, darunter diesmal sechs
Top Ten - Weltklasseteams, zieht ein bis zwei Millionen Zuschauer
an die Straßenränder und verschafft diesem Ereignis internationale Medienpräsenz.
Neben den üblichen Begleitrennen von Amateuren, Behinderten, Jugendlichen etc.
wird dieses Jahr erstmals zusätzlich ein sogenannter "Jedermannswettbewerb" ausgetragen.
Bis zu 2000 FreizeitsportlerInnen sollen Gelegenheit bekommen, "auf
den Spuren von Jan Ullrich und Erik Zabel" zu strampeln. Und dies für
einen vermeintlich guten Zweck. Denn Titelsponsor des Jedermann-Rennens ist das
Frankfurter Olympiabüro, das sich jetzt "Frankfurt Rhein-Main 2012 GmbH" nennt.
Entsprechend lautet das Leitmotto für die 80 km-Strecke: "Velotour für 2012 - wir
sind für Olympia". Der Geschäftführer dieser GmbH läßt verlauten: "Der Radklassiker
mit einer Medienkontaktzahl von einer Milliarde ist für uns eine Bühne, die wir für
unsere Olympia-Bewerbung nutzen wollen."
Allein deshalb könnte diese Propagandaveranstaltung "Velotour für 2012" zum Protest reizen.
Doch wir haben auch noch den 1. Mai ... wo es auf der Hand liegt, ihnen "ihre Bühne" zu
besseren Zwecken streitig zu machen. Frankfurt ist, was internationale Sportereignisse
anbelangt, seit Jahren auf dem absteigenden Ast: Keine Tennisturniere mehr, die Eintracht
in der 2ten Liga ... "Rund um den Henninger-Turm" ist sozusagen das letzte Top-Event,
und das läuft jetzt Gefahr "baden zu gehen". Denn sowohl auf der "Elitestrecke über
206 km" als auch während der "Olympia- Jedermann-Tour" läßt sich öffentlichkeitswirksam
agieren. Selten dürften z.B. gut plazierte Parolen auf und entlang der Rennstrecke soviel Aufmerksamkeit finden. Und fünf Leute mit einem Antifa-Transparent auf einer
menschenleeren Etappe im Taunus reichen aus, um das gesamte Rennen zum Abbruch zu
bringen und damit einen sicherlich geradezu unglaublichen Öffentlichkeitseffekt auszulösen. Sympathien dürfte das bei den ZuschauerInnen und in den Medien nicht bringen, aber der
politische Hintergrund ließe sich kaum ausblenden und mit etwas Geschick käme die
Botschaft rüber: Kein Normalzustand, wenn Nazis marschieren.
Frankfurt - Letzte Warnung!
Der 1. Mai 2001 verlief nicht unerfolgreich: die Route der Nazis von über 3000 GegendemonstrantInnen völlig zurechtgestutzt! Dennoch: 1000 Nazis konnten
marschieren und das soll sich dieses Jahr nicht wiederholen... Antifaschistische
AktivistInnen greifen deshalb zu ungewöhnlichen Mitteln. Um den Frankfurter
Stadtverantwortlichen "Feuer unter den Arsch zu machen", drohen sie - sollten die
Nazis im Stadtgebiet wieder demonstrieren dürfen - auch für den Rest der Stadt
Konsequenzen an. Und sie zielen dabei auch auf den wundesten Punkt: das legendäre
Radrennen rund um den Henninger (Binding) Turm. Zweifellos gibt es kein besseres
Druckmittel auf eine Stadtverwaltung, die bei einem Eklat während des Rennens, den
Millionen an der Straße oder international am Fernsehen mitbekommen würden,
gleich auch ihre Olympiaambitionen begraben könnte. Über Vermittlung und Legitimität
solcher Störmanöver kann freilich gestritten werden: was hat ein Radrennen mit
einem Neonaziaufmarsch zu tun? Dass beides gleichzeitig in unmittelbarer Nähe
stattfindet, daß die einen, z.B. die Sportfans, radeln und feiern wollen, während andere,
z.B. MigrantInnen, wenige hundert Meter weiter zum Freiwild erklärt werden,
relativiert die angebliche Beliebigkeit "dieses weichen Ziels". Und eine größere
Öffentlichkeit können Antifaschisten an diesem Tag nirgends erreichen. Die
"Normalität" wäre jedenfalls publikumswirksam in Frage gestellt. Und schließlich:
sollten die Profis des Telekom-Teams dieses Jahr wirklich irgendwo im Taunus oder
in der Frankfurter Innenstadt in Protesttransparenten landen, dann ließen sich Wetten
abschließen, daß 2003 die Frankfurter Oberen erstmals alles unternehmen werden, um
die Nazis weit vor den Stadttoren zu stoppen.
Aktuelle Infos für antifaschistische Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai
Internet:
http://antifa.frankfurt.org
e-mail: Strassefrei@
subscribe@domeus.de
Infotelefon: 069/79202751
Treffpunkt:
1.Mai um 9.00 Uhr am Paulsplatz
Dort wird es auf jeden Fall einen Infopunkt geben. Sobald wir wissen, wo die Nazidemo stattfindet, wird wes aber einen neuen Treffpunkt für uns geben. Haltet Augen und Ohren offen, achtet auf Plakate und glaubt nicht alles, was in den bürgerlichen Medien alles erzählt wird.
Infoveranstaltung: Montag, 29 April um 20.00 Uhr im Cafe Exzess, Leipzigerstr.91, Frankfurt/M
Antifa Soli-Party: Samstag, 27 April ab 21.00 Uhr im Cafe Exzess, Leipzigerstr.91, Frankfurt/M
weitere Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch und zu den freien Kameradschaften:
17 April um 2000 Uhr im DritteWeltHaus, Falkstrasse 74, Frankfurt/M
aus: Autonomes Rhein/Main-Info Extra Nummer 113 zum 1. Mai
Kein Normalzustand
Darüber besteht doch weitgehende Einigkeit: wenig soll unversucht bleiben,
um den diesjährigen 1. Mai in Frankfurt nazifrei zu halten. Der Schwerpunkt
wird auf Blockaden und unmittelbaren Gegenaktionen liegen, das steht außer Frage.
Doch jetzt, gerade im Vorfeld, geht es darum, politisch-öffentlichen Druck auf
verschiedensten Ebenen auszuüben, beispielsweise auf die VGF
(Verkehrsgesellschaft Frankfurt), die ja im vergangenen Jahr Sonder-U-Bahnen
für die Nazis bereitgestellt hatte.
Die Verantwortlichen bei der Stadt Frankfurt beschränken sich bislang offensichtlich
auf ihr übliches "Pflichtprogramm". Das Ordnungsamt untersagt die Nazi-Demonstration,
und wenn dann ein Gericht diese Verfügung aufhebt, geht es allenfalls noch um
"Schadensbegrenzung" mittels Polizei: "keine Gewalt, rechte und linke DemonstrantInnen auseinanderhalten, bla, bla..." Diese Milchbubenrechnung soll dieses Jahr nicht aufgehen,
die städtischen Verantwortlichen werden ins Schwitzen kommen. Denn angesagt ist:
wenn Nazis am 1. Mai erneut irgendwo in Frankfurt marscbieren können, wird es in dieser
Stadt keinen Normalzustand mehr geben. Und die größte Öffentlichkeit, um dies deutlich
zu machen, bietet zweifellos das internationale Radrennen "Rund um den Henninger Turm"...
Das "Radsport Festival"
"Rund um den Henninger Turm" geht bereits ins 41te Jahr und gilt als bedeutendstes
deutsches Profiradrennen. Das sogenannte Elitefeld, darunter diesmal sechs
Top Ten - Weltklasseteams, zieht ein bis zwei Millionen Zuschauer
an die Straßenränder und verschafft diesem Ereignis internationale Medienpräsenz.
Neben den üblichen Begleitrennen von Amateuren, Behinderten, Jugendlichen etc.
wird dieses Jahr erstmals zusätzlich ein sogenannter "Jedermannswettbewerb" ausgetragen.
Bis zu 2000 FreizeitsportlerInnen sollen Gelegenheit bekommen, "auf
den Spuren von Jan Ullrich und Erik Zabel" zu strampeln. Und dies für
einen vermeintlich guten Zweck. Denn Titelsponsor des Jedermann-Rennens ist das
Frankfurter Olympiabüro, das sich jetzt "Frankfurt Rhein-Main 2012 GmbH" nennt.
Entsprechend lautet das Leitmotto für die 80 km-Strecke: "Velotour für 2012 - wir
sind für Olympia". Der Geschäftführer dieser GmbH läßt verlauten: "Der Radklassiker
mit einer Medienkontaktzahl von einer Milliarde ist für uns eine Bühne, die wir für
unsere Olympia-Bewerbung nutzen wollen."
Allein deshalb könnte diese Propagandaveranstaltung "Velotour für 2012" zum Protest reizen.
Doch wir haben auch noch den 1. Mai ... wo es auf der Hand liegt, ihnen "ihre Bühne" zu
besseren Zwecken streitig zu machen. Frankfurt ist, was internationale Sportereignisse
anbelangt, seit Jahren auf dem absteigenden Ast: Keine Tennisturniere mehr, die Eintracht
in der 2ten Liga ... "Rund um den Henninger-Turm" ist sozusagen das letzte Top-Event,
und das läuft jetzt Gefahr "baden zu gehen". Denn sowohl auf der "Elitestrecke über
206 km" als auch während der "Olympia- Jedermann-Tour" läßt sich öffentlichkeitswirksam
agieren. Selten dürften z.B. gut plazierte Parolen auf und entlang der Rennstrecke soviel Aufmerksamkeit finden. Und fünf Leute mit einem Antifa-Transparent auf einer
menschenleeren Etappe im Taunus reichen aus, um das gesamte Rennen zum Abbruch zu
bringen und damit einen sicherlich geradezu unglaublichen Öffentlichkeitseffekt auszulösen. Sympathien dürfte das bei den ZuschauerInnen und in den Medien nicht bringen, aber der
politische Hintergrund ließe sich kaum ausblenden und mit etwas Geschick käme die
Botschaft rüber: Kein Normalzustand, wenn Nazis marschieren.
Frankfurt - Letzte Warnung!
Der 1. Mai 2001 verlief nicht unerfolgreich: die Route der Nazis von über 3000 GegendemonstrantInnen völlig zurechtgestutzt! Dennoch: 1000 Nazis konnten
marschieren und das soll sich dieses Jahr nicht wiederholen... Antifaschistische
AktivistInnen greifen deshalb zu ungewöhnlichen Mitteln. Um den Frankfurter
Stadtverantwortlichen "Feuer unter den Arsch zu machen", drohen sie - sollten die
Nazis im Stadtgebiet wieder demonstrieren dürfen - auch für den Rest der Stadt
Konsequenzen an. Und sie zielen dabei auch auf den wundesten Punkt: das legendäre
Radrennen rund um den Henninger (Binding) Turm. Zweifellos gibt es kein besseres
Druckmittel auf eine Stadtverwaltung, die bei einem Eklat während des Rennens, den
Millionen an der Straße oder international am Fernsehen mitbekommen würden,
gleich auch ihre Olympiaambitionen begraben könnte. Über Vermittlung und Legitimität
solcher Störmanöver kann freilich gestritten werden: was hat ein Radrennen mit
einem Neonaziaufmarsch zu tun? Dass beides gleichzeitig in unmittelbarer Nähe
stattfindet, daß die einen, z.B. die Sportfans, radeln und feiern wollen, während andere,
z.B. MigrantInnen, wenige hundert Meter weiter zum Freiwild erklärt werden,
relativiert die angebliche Beliebigkeit "dieses weichen Ziels". Und eine größere
Öffentlichkeit können Antifaschisten an diesem Tag nirgends erreichen. Die
"Normalität" wäre jedenfalls publikumswirksam in Frage gestellt. Und schließlich:
sollten die Profis des Telekom-Teams dieses Jahr wirklich irgendwo im Taunus oder
in der Frankfurter Innenstadt in Protesttransparenten landen, dann ließen sich Wetten
abschließen, daß 2003 die Frankfurter Oberen erstmals alles unternehmen werden, um
die Nazis weit vor den Stadttoren zu stoppen.
Aktuelle Infos für antifaschistische Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai
Internet:
http://antifa.frankfurt.org e-mail: Strassefrei@
subscribe@domeus.de Infotelefon: 069/79202751
Treffpunkt:
1.Mai um 9.00 Uhr am Paulsplatz
Dort wird es auf jeden Fall einen Infopunkt geben. Sobald wir wissen, wo die Nazidemo stattfindet, wird wes aber einen neuen Treffpunkt für uns geben. Haltet Augen und Ohren offen, achtet auf Plakate und glaubt nicht alles, was in den bürgerlichen Medien alles erzählt wird.
Infoveranstaltung: Montag, 29 April um 20.00 Uhr im Cafe Exzess, Leipzigerstr.91, Frankfurt/M
Antifa Soli-Party: Samstag, 27 April ab 21.00 Uhr im Cafe Exzess, Leipzigerstr.91, Frankfurt/M
weitere Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch und zu den freien Kameradschaften:
17 April um 2000 Uhr im DritteWeltHaus, Falkstrasse 74, Frankfurt/M
aus: Autonomes Rhein/Main-Info Extra Nummer 113 zum 1. Mai
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Nazis bekämpfen - ohne Antifa-Ideologien
ANTIFASCHISMUS UND KLASSENFRAGE
ANTIFA ALS KAMPF GEGEN WEN?
13. April 2002, 15:00 - 18:00 Uhr, Cafe Exzess, Leipzigerstr. 91, Frankfurt am Main
SOZIALISTISCHE STUDIENVEREINIGUNG
Das nicht-stalinistische Volksfrontkonzept von Lukacs
INTERNATIONALE KOMMUNISTISCHE STRÖMUNG
www.internationalism.org
Positionen der Kommunistischen Linken zum Antifaschismus
UNABHÄNGIGE RÄTEKOMMUNISTEN
www.geocities.com/raetekommunismus
Nazis bekämpfen - ohne Antifa-Ideologien
AUFBRECHEN
www.wahlboykott.de.vu
Der moderne Antifaschismus: "Antifaschistische Aktion Berlin" (AAB)
Veranstalter: Sozialistische Studienvereinigung Frankfurt am Main
Demkst du nicht das,
Ich glaube nicht das sie alleine auf die Idee kommen würden im Taunus die Streckenführung des Radrennens zu behindern.