Atommüllzug aus Krümmel gestoppt
AktivistInnen von Robin Wood haben den Atommüllzug aus dem AKW Krümmel in Bergedorf gestoppt. Seit 1.50 Uhr steht der Zug. Bisher (jetzt ist es 4.00 Uhr) konnte die Aktion von der Polizei noch nicht beendet werden.
Redaktionen: Aktuelles/Wirtschaft/Umwelt
Atommüllzug aus Krümmel gestoppt
ROBIN WOOD-AktivistInnen fordern den sofortigen Atomausstieg
AktivistInnen der Umweltorganisation ROBIN WOOD ist es heute um 01.50 Uhr gelungen, im Hamburger Stadtteil Bergedorf den Zug mit Atommüll aus dem AKW Krümmel auf seinem Weg in die britische Plutoniumfabrik Sellafield symbolisch zu blockieren. Mit ihrer gewaltfreien Aktion machen die UmweltschützerInnen auf die Gefahren des Transports aufmerksam und demonstrieren für die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke. Der Zug mit den drei Risikobehältern des Typs NTL 11 aus Krümmel soll mit weiteren Behältern aus den Atomkraftwerken Brokdorf, Grohnde und Neckarwestheim zusammen gekoppelt werden, bevor er die französische Grenze passieren wird.
Der Zug wurde zwischen Escheburg und Bergedorf aufgehalten. Dort haben sich vier ROBIN WOOD-Aktivistinnen mit Hilfe eines Stahlrohres an das Bahngleis gekettet. An derselben Stelle sind zwei weitere Mitglieder der Umweltorganisation auf ein zuvor aufgerichtetes Dreibein aus Gerüststangen geklettert und haben sich dort in vier Meter Höhe über dem Boden befestigt. Durch die Aktion verzögert sich die Weiterfahrt des Atommüll-Zuges bis auf weiteres.
ROBIN WOOD hat in den vergangenen Wochen die Aufsichtsbehörden und das Bundesamt für Strahlenschutz mehrfach dringend aufgefordert, den Transport abzusagen. Denn:
· Die Hamburger Elektrizitätswerke sind kein zuverlässiger Betreiber. So hat die HEW mit dem Störfall in Brunsbüttel vom Dezember vergangenen Jahres einen der schwersten Störfälle zu verantworten, der sich jemals in einem deutschen Atomkraftwerk ereignete.
· Die Sicherheit der drei Behälter des Typs NTL 11, in denen die hochgiftige Fracht transportiert wird, ist nicht ausreichend geprüft. Der Behältertyp hatte 1998 mehrere Falltests nicht überstanden und war daher aus dem Verkehr gezogen worden. Jetzt werden die Behälter wieder eingesetzt, ohne zuvor realen Belastungstests unterzogen worden zu sein. Daher kann niemand voraussagen, ob die Behälter bei einem Unfall wirklich dicht bleiben. Hunderttausende werden dadurch unnötig gefährdet.
· Die Folgen eines Unfalls wären katastrophal. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen würde die Bevölkerung im Radius von mehr als zehn Kilometern um die Unfallstelle verstrahlt. Tausende müssten umgesiedelt und das Stadtgebiet dekontaminiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das die Gruppe Ökologie Hannover im Auftrag der Stadt Hamburg erstellt hat.
· Durch die so genannte Wiederaufarbeitung wird der Millionen Jahre strahlende Müll vervielfacht. Es ist unverantwortlich, weiterhin Atommüll zu produzieren, zumal es dafür kein sicheres Endlager gibt.
Kontakt:
Bettina Dannheim, Energiereferentin, Tel. 0171 / 835 95 15 (vor Ort); Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0179 / 417 30 93 (vor Ort); Jochen Stay, Pressestelle, Tel. 040 / 380 892 22,
presse@robinwood.de
Foto- und Filmmaterial zur Aktion erhalten Sie über die Pressestelle unter Tel. 040 / 380 892 22.
Atommüllzug aus Krümmel gestoppt
ROBIN WOOD-AktivistInnen fordern den sofortigen Atomausstieg
AktivistInnen der Umweltorganisation ROBIN WOOD ist es heute um 01.50 Uhr gelungen, im Hamburger Stadtteil Bergedorf den Zug mit Atommüll aus dem AKW Krümmel auf seinem Weg in die britische Plutoniumfabrik Sellafield symbolisch zu blockieren. Mit ihrer gewaltfreien Aktion machen die UmweltschützerInnen auf die Gefahren des Transports aufmerksam und demonstrieren für die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke. Der Zug mit den drei Risikobehältern des Typs NTL 11 aus Krümmel soll mit weiteren Behältern aus den Atomkraftwerken Brokdorf, Grohnde und Neckarwestheim zusammen gekoppelt werden, bevor er die französische Grenze passieren wird.
Der Zug wurde zwischen Escheburg und Bergedorf aufgehalten. Dort haben sich vier ROBIN WOOD-Aktivistinnen mit Hilfe eines Stahlrohres an das Bahngleis gekettet. An derselben Stelle sind zwei weitere Mitglieder der Umweltorganisation auf ein zuvor aufgerichtetes Dreibein aus Gerüststangen geklettert und haben sich dort in vier Meter Höhe über dem Boden befestigt. Durch die Aktion verzögert sich die Weiterfahrt des Atommüll-Zuges bis auf weiteres.
ROBIN WOOD hat in den vergangenen Wochen die Aufsichtsbehörden und das Bundesamt für Strahlenschutz mehrfach dringend aufgefordert, den Transport abzusagen. Denn:
· Die Hamburger Elektrizitätswerke sind kein zuverlässiger Betreiber. So hat die HEW mit dem Störfall in Brunsbüttel vom Dezember vergangenen Jahres einen der schwersten Störfälle zu verantworten, der sich jemals in einem deutschen Atomkraftwerk ereignete.
· Die Sicherheit der drei Behälter des Typs NTL 11, in denen die hochgiftige Fracht transportiert wird, ist nicht ausreichend geprüft. Der Behältertyp hatte 1998 mehrere Falltests nicht überstanden und war daher aus dem Verkehr gezogen worden. Jetzt werden die Behälter wieder eingesetzt, ohne zuvor realen Belastungstests unterzogen worden zu sein. Daher kann niemand voraussagen, ob die Behälter bei einem Unfall wirklich dicht bleiben. Hunderttausende werden dadurch unnötig gefährdet.
· Die Folgen eines Unfalls wären katastrophal. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen würde die Bevölkerung im Radius von mehr als zehn Kilometern um die Unfallstelle verstrahlt. Tausende müssten umgesiedelt und das Stadtgebiet dekontaminiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das die Gruppe Ökologie Hannover im Auftrag der Stadt Hamburg erstellt hat.
· Durch die so genannte Wiederaufarbeitung wird der Millionen Jahre strahlende Müll vervielfacht. Es ist unverantwortlich, weiterhin Atommüll zu produzieren, zumal es dafür kein sicheres Endlager gibt.
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Ergänzungen
da lacht das herz
Laßt uns das ding stoppen wo es nur geht, jede minute ist ein Erfolg. Die saison ist eröffnet...
Allen Aktivisten viel Glück und Erfolg!
toll
Castor
Kein Castor nach nirgendwo!!!
Respekt,aber...
Atommüllzug aus Krümmel gestoppt
gruss
einer-der-auch-nicht-dabei-war
Bilder ?
Bilder
TOLLE AKTION!!!
Schade ich musse arbeiten!
Niemals aufgeben!
leider zu spät...
trotzdem vielen dank an alle blockiererInnen! ;)