Carlos Giulianis Freund im Tessin tot aufgefunden

gfc 05.02.2002 01:46
Hier mal einige Infos auf Deutsch. In Italien überbieten sich die Medien gegenwärtig gegenseitig... während es in der Schweiz noch ruhig ist.
Wie wir gestern erfahren haben, ist am Samstagabend im tessiner Dorf Riva ein 22-jähriger Italiener tot aufgefunden worden. Der Genueser starb nach Angaben verschiedener italienischer Zeitungen an einer Überdosis Heroin. Noch am Freitag nahm er in Zureich an der Anti-WEF-Demo teil, laut der Polizei seien aber keinerlei Hinweise gefunden worden, was auf einen Zusammenhang der Demo mit dem Tod hätte schliessen lassen.
Wie sich nun heraus gestellt hat, war Edoardo 'Edo' Parodi einer der besten Freunde Carlo Giuliani's, der beim G8-Gipfel in Genua vom faschistoiden italienischen Staat ermordet wurde. Laut Angaben von Freunden wollte Edo nach der Demo an den Fussballmatch seines Heimteams gegen Como. Diesen sollte er nie zu sehen bekommen. Die Fankurve hielt eine Minute schweigend inne, Transparente wie 'Solo il cielo sa perché! Per sempre, ciao Edo' ('Nur der Himmel weiss wieso! Für immer, ciao Edo') wurden gehalten.
Die Vermutung, Edo's eventualer Selbstmord habe mit dem Schicksal seines Freundes Carlo zu tun, liegt natürlich nahe. Trifft dies zu, so hat der italienische Staat ein Mordopfer mehr zu verantworten...
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Ergänzungen

Rest in Peace!

05.02.2002 - 15:59

Ich will ja nicht unbedingt...

Spritz 05.02.2002 - 17:11
...die bösartigsten aller Verschwörungstheorien herbeibeschwören, aber war bekannt, daß er sich öfters mal n bischen "H" reinschoss ??? Ne Drogenüberdosis ist nämlich das Nachrichtendiesnt-Mordmittel Nummer 1, nur so am Rande...kein Grund, paranoid zu werden, aber die Geschichte lehrt uns nun mal daß Zufälle meistens gar keine sind. Leider.

mögliche Folge des Tränengas-Einsatzes

x-wer 05.02.2002 - 19:38
In der Schweiz wird abgeklärt, ob der Tod allenfalls mit den Tränengas-Einsätzen an der Anti-WEF-Demo vom 1.2.02 der zürcher Bullen einen Zusammenhang hat. Wie mensch vielleicht weiss, darf Tränengas CS/CN im Kriegsfall nicht eingesetzt werden. Bei Demos in der Schweiz aber schon. Wer zuviel von dem Gas und/oder GAS-Wasser-Gemisch abbekommt kann auch noch stunden später kollabieren, atemnot oder sonstige allergische Reaktionen erleiden. Es liegt also näher, dass der Tod des Demoteilnehmers etwas mit dem Einsatz der zürcher Bullen zu tun hat. Augenzeugen berichteten, dass er mehrmals in dichte Tränengas-Schwaden geraten sei.

policia assassini

g 05.02.2002 - 21:25
von wegen ´ein weiteres opfer zu verantworten´ un so...es wurde ja nach den protesten in genua eine weitere demostrantin tot aufgefunden, angeblich auf brutale weise erwuergt. weiss denn jemand, ob da noch irgendwas ans tageslicht gekommen ist? und ueber weitere opfer?

hoert doch mal mit euren

gaehn 06.02.2002 - 10:30
verschwoerungstheorien auf! wieso soll irgendein geheimdienst nen xbeliebigen linksradikalen im moment umbringen? "heroin in die ghettos" ist doch bloedsinn. das machts nicht besser, dass er tot ist, aber nicht ueberall steckt das boese hinter...

@g

colin 07.02.2002 - 11:41
versuch doch mal bei indy nach dem artikel über die frau zu suchen, ich bin grad zu faul zum verlinken. ich weiss nur eins: nach allem was ich über die frau gelesen habe, glaube ich nicht dass ein zusammenhang besteht! (also zwischen ihrem tod und den demos in genua) Es war nämlich einen Monat später und sie hatte in ihrer gewerkschaft keine führende position oder so.

Mordopfer??

Christof 07.02.2002 - 12:52
Sind ja schon windige Theorien die hier einige von Euch zusammentexten. Es ist zwar mehr als eigenartig, das der Mensch sich ne Überdosis gegeben hat, aber gleich davon auszugehen, das er von Geheimdiensten um die Ecke gebracht wurde ist doch mehr als fragwürdig. Mir stellt sich eher die Frage, in welchem Umfeld die beiden Toten sich bewewgt haben. Immerhin war bekannt, das die beiden mehr oder weniger im Umfeld der italienischen Hooligan Szene beheimatet waren, was für mich nicht grade positiv klingt. Deshalb find ich es auch ein bisschen dumpf, arme kleine Märtyrer aus ihnen zu machen, oder gar in die Nähe von Benno Ohnesorg oder Rudi Dutschke zu pressen, wie es in der Presse leider auch schon geschehen ist.
Fazit: Ball flach halten, und ne gesunde Distanz zu solchen Kreisen bewahren.