Kiel: Demo gegen Krieg, Rassimus und Überwachungsstaat

Sprotte 02.02.2002 19:45 Themen: Militarismus
Am 2.2. fanden sich 700 bis 800 Leute zu einer landesweiten Demo in der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt Kiel ein. Die Demo richtete sich gegen Krieg, Rassismus und den Überwachungsstaat. Anlaß war unter anderem auch die zur selben Zeit in München stattfindende NATO-Tagung. Die Demo war auch eine Solidaritätsbekundung mit den Leuten, die in München trotzt Demoverbot auf der Straße waren.
Den Aufruf zur Demo könnt ihr hier nachlesen.
Um 12 Uhr war Treffpunkt auf dem Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Fußgängerzone. Nach und nach füllte sich der Platz. Die Sonne schien, es war warm. Nach einer kurzen Begrüßungsrede ging es los. An der Ostseehalle vorbei zum Exer. An der Kreuzung Knooper Weg/Ringstr. fand die erste Zwischenkundgebung statt. Auf der anderen Seite des Exers (Exerzierplatz) wieder zurück Richtung City und Hauptbahnhof, wo die zweite Zwischenkundgebung stattfand. Von dort über Andreas-Gayk-Str. an der Eisbahn vorbei, über den Berliner Platz und die Holstenstraße zum Alten Markt zur dritten Zwischenkundgebung. Von dort dann durch die Holstenstraße (Fußgängerzone) zurück zum Asmus-Bremer-Platz, wo sich die Demo nach einem letzten Redebeitrag auflöste.
Die ganze Zeit über wurden Parolen die gerufen. Die meisten zwar alt, aber leider immer noch aktuell. Aber auch ein paar Neukreationen erfreuten die Ohren. Als ein paar Böller knallten wurden die Einsatzkräfte kurz unruhig, blieben aber ruhig. Auffällig war, dass zwar Kräfte der Einsatzhundertschaft aus Eutin vor Ort waren, aber nur ältere Beamte und keine BFE´s. Die waren wohl in München.
Zum Ende hin bröckelte die Demo, wie viele andere auch immer weiter ab. Aber trotz der vielen Zwischenkundgebungen wurde es nicht anstrengend (muß am Wetter und den ruhigen Einsatzkräften gelegen haben).

Hier noch ein paar Bilder:


Oben: 1. Zwischenkundgebung
Mitte: 2. Zwischenkundgebung
Unten: 3. Zwischenkundgebung


einige Impressionen von der Demo


Oben: Passanten im Durchgang von der Holstenstraße zum Holstentörn (ein Einkaufszentrum)
Unten: ein Transpi
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Ergänzungen

Zählen

Graf Zahl 02.02.2002 - 20:30
Vielleicht sollten wir mal die Zahlen zusammenpacken: 5000 in München, 10000 in Bielefeld, je 700 in Kiel und Berlin, mehrere Spontandemos.... nett, muss ich sagen

warum so bescheiden ???

igor 03.02.2002 - 18:45
in muenchen 10000, in kiel 1000 in Bielefeld 8-10000 in berlin waren das bestimmt auch eher 1500, macht zusammen 25000, also 30000 für die Presseerklärung und überhaupt...
Hoffentlich setzt sich die Bewegung vor lauter selbstimaginierter Stärke jetzt nicht völlig zur Ruhe

bullen haben nicht gefilmt!

03.02.2002 - 19:55
tja, war auch nett, weil wetter warm war und da die mützen und tücher und kapuzis schon sehr zum schwitzen animierten...
anarchie statt deutschland

Lob

Antifaschist 03.02.2002 - 20:33
Moin! Erstmal ein großes Lob an den Autor Menschen des Artikels, Samstag Demo und abends schon was im Netz!Respekt!
Die Demo war auch nicht schlecht, wenn auch einige vereinzelte Parolen stumpf waren. Mensch hat leider ein wenig weiter weg vom Lauti wagen nichts mehr von den Reden verstanden. Und die Staatsgewalt hatte ja mit dem schlimmsten gerechnet, 2 oder 3 WAWE waren wohl in Kiel anwesend.

Fand auch gut

Mirko 03.02.2002 - 21:26
Ich fand die Demo auch gut, hab es aber auf 500 Geschätzt,aber egal, und zu den Sprüchen, es gibt immer "Leute" oder Gruppen die noch hohlere Parolen haben, nich?

Taz-artikel

Zeitnugsleser 04.02.2002 - 13:03
Antikriegsdemo
Mehr als 250 Menschen haben am Sonnabend in der Kieler Innenstadt gegen die Militarisierung der deutschen Innen- und Außenpolitik demonstriert. Zu der Kundgebung hatten linke Gruppen und Organisationen aus ganz Schleswig-Holstein aufgerufen. Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung friedlich. Die 300 Polizisten, die vom Innenministerium vorsorglich aus Kiel und Eutin herbeigeordert worden waren, hätten sich einen schönen Tag machen können.

Lokalzeitungsartikel

Zeitungsleser 04.02.2002 - 13:05
Demonstration verlief ohne Zwischenfälle
Ohne Zwischenfälle verlief am Sonnabend eine Demonstration in der Innenstadt, zu der zahlreiche linke und Friedensgruppen sowie Gewerkschafter aufgerufen hatten. Etwa 500 vornehmlich junge Menschen protestierten gegen internationale Einsätze deutscher Bundeswehrsoldaten. In diesem Zusammenhang kritisierten mehrere Redner die deutsche Rüstungsindustrie, deren Exportgüter Tod und Armut in alle Welt brächten. Aber auch angebliche Repressionen gegen deutsche Kriegsgegner, Rassismus und die Abschiebung von Ausländern waren Themen der Demonstranten, die ab mittags quasi durch die gesamte Innenstadt zogen. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es trotz zahlreicher Zwischenkundgebungen nicht. Die Polizei war mit insgesamt fast 300 Beamten aus Kiel und von der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung präsent. Sie musste aber zu keiner Zeit eingreifen. tim

UAE die neue ANTIFA GRUPPE!!!!!!!!!!!

FREE Mumia 10.02.2002 - 19:03
Ich fande die Demo richtig gut, UAE sind die besten!!!!!!!!!!