Zur Demo gegen WEF und NATO

Revolutionärer Aufbau Schweiz 02.02.2002 17:44 Themen: Militarismus
Seit Jahren versuchen die Bullen den Demonstrationen jeglichen Freiraum zu nehmen, sie wollen verhindern, dass politische Inhalte auf der Strasse zum Ausdruck kommen können. Das ist ihnen gestern nicht gelungen
Zur Demo GEGEN WEF UND NATO vom 1. Februar 2002 in Zürich


Seit Jahren versuchen die Bullen den Demonstrationen jeglichen Freiraum zu nehmen, sie wollen verhindern, dass politische Inhalte auf der Strasse zum Ausdruck kommen können. Das ist ihnen gestern nicht gelungen. Die Demo war offensiv, stark und entschlossen, was sich darin gezeigt hat, dass sich die DemonstrantInnen nicht auseinander treiben liessen oder immer wieder zueinander fanden. Die Demo konnte ihre Ziele trotz der aggressiven Bullenstrategie durchziehen. Der Schwerpunkt der Demo lag sowohl auf Reden und Flugblättern, als auch auf gezielten Angriffen gegen einzelne Institutionen.
Obwohl das WEF dieses Jahr nicht in Davos stattfindet, wissen die DemonstrantInnen um die Bedeutung des WEF und haben den Willen bewahrt, dieses anzugreifen. Institutionen des Kapitals sind nicht an den Ort des Treffens gebunden, genauso wenig wir. Der Kampf geht weiter ...


Zum genauen Ablauf der Demo


Die Demo besammelte sich um 19 Uhr am Bellevue. Hier wurde eine längere Rede zu folgenden Themen gehalten: Neoliberalismuskritik / Abbau im Gesundheitswesen / Frauenkampf / Solidarität mit Sans Papiers und der Befreiung eines Gefangenen in Bern / Solidarität mit den Genossinnen, die in München gegen die Nato demonstrieren / Warnung vor möglichen vermummten Zivilbullen.
Um 19.30 Uhr gings los, die Anzahl TeilnehmerInnen war inzwischen auf ca. 1'200 Personen angewachsen. Die Demo ging das Limmatquai runter bis zum Central. Vor dem Rathaus wurde eine Rede zu Innerer Sicherheit (Flugblatt) gehalten, am Central zur Situation in Argentinien (siehe getrennter
Beitrag). Die Bullen waren massiv präsent. Wie schon am 1. Mai 2001
versuchten sie vermummte Zivilbullen einzuschleusen, sicher beobachtet wurden 5 Männer und eine Frau.
Die Polizeigrenadiere verhielten sich zunächst zwar ruhig, gaben aber unmissverständlich zu verstehen, dass die Demo nicht vom Limmatquai abweichen solle. Vom Central aus führte die Route über das Bellevue hinweg bis zur NZZ an der Falkenstrasse. Unterwegs wurden eine Filiale der ZKB (ein Mitglied des WEF) und das Rathaus eingefärbt, Fassaden mit Parolen verziert. Nach dem Stadelhofen wurde das Gebäude der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) angegriffen. Dann schwenkte die Demo in die Holbeinstrasse um, wo eine Rolls Royce Vertretung in die Brüche ging. Kurz danach wurde die Demo von hinten angegriffen, um sie aufzulösen. Diesen Plan konnten die Bullen wohl nicht zu ihrer Zufriedenheit ausführen. Es entstanden zwei grosse Gruppen.

Die eine Gruppe setzte ihren Weg über Kreuzplatz, Kunsthaus, Central, über die Bahnhofbrücke in Richtung Bahnhofstrasse fort. Die Bullen konnten nur im letzten Moment ihre Kräfte vom Bellevue abzuziehen und die Bahnhofstrasse zu sichern, auf der Höhe Sihlpost gelang es ihnen dann, eine Auflösung zu
erzwingen.

Der zweite Teil sammelte sich auf dem Stadelhoferplatz, wo sie mit Trommeln Stimmung machten. Geschlossen gelangten die DemonstrantInnen zum Bellevue, wo die Bullen einen massiven Wasserwerfereinsatz fuhren. Zudem wurde beobachtet, dass der Wasserwerfer auf der Traminsel gezielt mit einer Ladung Tränengas den öffentlichen Brunnen verseuchte.
Ca. 300 Personen ist es gelungen sich wieder zu finden und sie haben sich geschlossen via Limmatquai ans Central begeben, dort wurden sie vom Bahnhofplatz in den Kreis 5 abgedrängt. Erst auf der Höhe Museum für Gestaltung konnten die Bullen einen Kessel machen und Verhaftungen vornehmen. Insgesamt wurden 54 Personen festgenommen, davon 10 schon vor der Demo.

Demo in Gruppen verlassen!
Wie häufig, sind die Faschos in der Nähe der Demo aufgetaucht. Die Bullen liessen sie jeweils gewähren. Die Demo haben sie nie angegriffen, da sie dafür viel zu stark war. Die Faschos versuchen deshalb jeweils ausserhalb der Demo Einzelne abzupassen, welche sie der Gegenseite zuordnen.
(Keinen Fussbreit den FaschistInnen: Abendspaziergang 1. 3. 2002)
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Gratuliere!

anständige/r deutsche/r 02.02.2002 - 17:55
was bei euch so alles geht... wird mensch in manch doitscher stadt richtig neidisch! Das System hat keine Fehler - Es ist der Fehler!

weiter so!

rk 02.02.2002 - 18:47
ey war ne geile aktion, wär ich gern dabei gewesen. ich hab im tv nobelkarossen gesehen denen die windschutzscheibe "frisiert" wurde.
den kapitalisten und faschisten weltweit den totalen klassenkrieg erklären!