Text aus New York
Warum das WEF nicht nach Davos zurueck kehren wird Augenschein beim Waldorf Astoria, New York, 30.01.02
Bei einem kurzen Augenschein rund ums Waldorf Astoria heute Abend wurde mir klar, dass das WEF nie nach Davos zurueck kehren koennen wird. Warum:
Bei einem kurzen Augenschein rund ums Waldorf Astoria heute Abend wurde mir klar, dass das WEF nie nach Davos zurueck kehren koennen wird. Warum:
Ein Helikopter kreist ueber den Wolkenkratzern, um das Waldorf Astoria herum gibt es eine No-Go-Aerea von drei Blocks, ueberall stehen uniformierte Beamte, bei Strassen, die gesperrt bleiben sollen, stehen schwere Lkws, beladen mit Sand, Fussgaenger versuchen vorwaerts zu kommen und werden immer wieder von
Absperrungen und Uniformierten angehalten und trotzdem sind die Absperrungen durchlaessig, denn die Waesche muss zum Kunden in diesem oder jenem Hotel, der
geschaeftige Herr wuenscht zu seiner Absteige zu kommen, ein genervter Nachbar will partout nicht verstehen, warum er den weiten Umweg gehen soll, wenn sein Ziel doch gleich eben da liegt, der Verkehr fliesst zaeh, Umwege sind noetig, die Limousinen werden von finsteren Typen mit Buerstenschnitt und Militaerstiefeln mit Spuerhunden, Spiegeln und anderen Geraeten auf Sprengstoff geroentgt, Fotographen werden angehalten, doch die finsteren Herren nicht abzulichten, da sie von diversen Geheimdiensten seien und nicht gewohnt, ihr Gesicht zu zeigen und ein
gewoehnlicher Beamter, der nach dem 11. September auch wenn er, wie dies unzaehlige Plakate weis machen
wollen, ein Held sein soll, dem Respekt zu zollen sei - noch immer denselben lausigen Lohn bezieht, die zivil scheinenden Militaers entnervt anmacht, dass er
in einer anderen Welt lebe.
Es ist Mittwoch Abend, die Nacht bricht herein und das WEF hat noch nicht begonnen. Doch bereits herrscht grosse Hektik und die Nerven scheinen blank zu liegen.
Hier wird ein neuer Sicherheitsstandard gesetzt, es wird alles aufgeboten, was es aufzubieten gibt, um den Global Leaders klar machen zu koennen, dass ihnen nichts passieren kann, dass sie save sind, im Big
Apple, auch wenn noch immer eine riesige Luecke klafft wo einst das World Trade Center stand, denn die Solidaritaet mit New York soll ja der Grund sein,warum das WEF dieses Jahr nicht wie gewohnt in Davos
statt findet.
Und genau daran wird das Vorhaben scheitern, das WEF wieder nach Davos zurueck zu bringen:
Das WEF und die schweizerischen
Sicherheitsverantworlichen, werden nie und nimmer mit dem neuen Level mithalten koennen, den die New Yorker hier setzen. Die US-Big Shots aus Wirtschaft und
Politik werden den schweizerischen Durchschnitt nicht akzeptieren koennen und eine Aufruestung wie sie hier vorgezeigt wird, wird in Davos noch viel weniger
verstanden werden, als dies hier schon der Fall ist.
Denn es ist mitnichten klar, dass all die
Institutionen, die in der Bannmeile liegen es klaglos hinnehmen werden, dass waerend vier bis fuenf Tagen ihre Geschaefte faktisch zum erliegen kommen. Der
obszoene Reichtum, wie er hier zur Schau gestellt wird, will sich nicht hinter Gittern wiederfinden und gerade Davos lebte bisher davon, im ruhigen Hinterland
zu liegen. Und weil es sowieso bereits heute klar ist, dass das naechste Jahr Zehntausende nach Davos reisen werden sofern das WEF tatsaechlich genug verrueckt waere nach Davos zurueck zu kehren dann waere das Image des netten, ruhigen Hinterlandes endgueltig im Eimer und
das WEF-Jahrestreffen 2003 das letzte ueberhaupt. Denn auch in New York wird es nicht mehr stattfinden koennen, denn hierher ist es ja angeblich aus
Solidaritaet mit den Ereignissen des 11. September 01 gekommen, und diese Begruendung koennte naechstes Jahr
nur noch schwerlich gebracht werden.
Gemini, New York, 30.01.02
Absperrungen und Uniformierten angehalten und trotzdem sind die Absperrungen durchlaessig, denn die Waesche muss zum Kunden in diesem oder jenem Hotel, der
geschaeftige Herr wuenscht zu seiner Absteige zu kommen, ein genervter Nachbar will partout nicht verstehen, warum er den weiten Umweg gehen soll, wenn sein Ziel doch gleich eben da liegt, der Verkehr fliesst zaeh, Umwege sind noetig, die Limousinen werden von finsteren Typen mit Buerstenschnitt und Militaerstiefeln mit Spuerhunden, Spiegeln und anderen Geraeten auf Sprengstoff geroentgt, Fotographen werden angehalten, doch die finsteren Herren nicht abzulichten, da sie von diversen Geheimdiensten seien und nicht gewohnt, ihr Gesicht zu zeigen und ein
gewoehnlicher Beamter, der nach dem 11. September auch wenn er, wie dies unzaehlige Plakate weis machen
wollen, ein Held sein soll, dem Respekt zu zollen sei - noch immer denselben lausigen Lohn bezieht, die zivil scheinenden Militaers entnervt anmacht, dass er
in einer anderen Welt lebe.
Es ist Mittwoch Abend, die Nacht bricht herein und das WEF hat noch nicht begonnen. Doch bereits herrscht grosse Hektik und die Nerven scheinen blank zu liegen.
Hier wird ein neuer Sicherheitsstandard gesetzt, es wird alles aufgeboten, was es aufzubieten gibt, um den Global Leaders klar machen zu koennen, dass ihnen nichts passieren kann, dass sie save sind, im Big
Apple, auch wenn noch immer eine riesige Luecke klafft wo einst das World Trade Center stand, denn die Solidaritaet mit New York soll ja der Grund sein,warum das WEF dieses Jahr nicht wie gewohnt in Davos
statt findet.
Und genau daran wird das Vorhaben scheitern, das WEF wieder nach Davos zurueck zu bringen:
Das WEF und die schweizerischen
Sicherheitsverantworlichen, werden nie und nimmer mit dem neuen Level mithalten koennen, den die New Yorker hier setzen. Die US-Big Shots aus Wirtschaft und
Politik werden den schweizerischen Durchschnitt nicht akzeptieren koennen und eine Aufruestung wie sie hier vorgezeigt wird, wird in Davos noch viel weniger
verstanden werden, als dies hier schon der Fall ist.
Denn es ist mitnichten klar, dass all die
Institutionen, die in der Bannmeile liegen es klaglos hinnehmen werden, dass waerend vier bis fuenf Tagen ihre Geschaefte faktisch zum erliegen kommen. Der
obszoene Reichtum, wie er hier zur Schau gestellt wird, will sich nicht hinter Gittern wiederfinden und gerade Davos lebte bisher davon, im ruhigen Hinterland
zu liegen. Und weil es sowieso bereits heute klar ist, dass das naechste Jahr Zehntausende nach Davos reisen werden sofern das WEF tatsaechlich genug verrueckt waere nach Davos zurueck zu kehren dann waere das Image des netten, ruhigen Hinterlandes endgueltig im Eimer und
das WEF-Jahrestreffen 2003 das letzte ueberhaupt. Denn auch in New York wird es nicht mehr stattfinden koennen, denn hierher ist es ja angeblich aus
Solidaritaet mit den Ereignissen des 11. September 01 gekommen, und diese Begruendung koennte naechstes Jahr
nur noch schwerlich gebracht werden.
Gemini, New York, 30.01.02
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