globaler Aktionstag 02.02.2002

global anticapitalist activists 30.01.2002 11:53 Themen: Weltweit
Für das Wochenende gibt es einen Aufruf aus Argentinien (  http://de.indymedia.org/2002/01/14553.html ) für einen globalen Aktionstag ("Globales Cacerolazo"), um das Anliegen und den Protest der Menschen bekannt zu machen....

am 2.2. auf die Strasse gehen: MÜNCHEN _ NEW YORK _ ARGENTINIEN _ WELTWEIT ...und auch Berlin.
Global Action Day gegen Neoliberalismus

Für das Wochenende gibt es einen Aufruf aus Argentinien (  http://de.indymedia.org/2002/01/14553.html ) für einen globalen Aktionstag ("Globaler Cacerolazo"), um das Anliegen und den Protest der Menschen bekannt zu machen....

Die Proteste in Argentinien gegen den neoliberalen Kapitalismus gehen unvermindert weiter und gewinnen sogar noch an Intensität. Seit Mitte Dezember vergeht kaum eine Woche ohne Massenproteste, Generalstreiks und militanten Aktionen gegen die jeweilige Regierung und die Politik des IWF. Innerhalb weniger Wochen müssten fünf Präsidenten aufgrund der Proteste ihren Hut nehmen, auch der momentane Präsident Duhalde ist mit Großdemonstrationen konfrontiert. Die Aufstände sind nicht von einer bestimmten Gruppe geführt, vielmehr zeichnen sie sich durch eine spontane Selbstorganisation der Bevölkerung aus. Der Ruf "Ihr alle sollt gehen, kein einziger soll bleiben" schallt um die ganze Welt.

Ihr Protest ist auch unser Protest und es liegt an uns allen Alternativen, Utopien, andere Möglichkeiten jenseits eines kapitalistischen Systems aufzuzeigen und auzuprobieren. Für selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Die Menschen in Argentinien sind dabei Erfahrungen von Selbstorganisierung und Widerstand zu sammeln, von denen wir hier bisher noch träumen.

In diesem Sinne rufen wir alle Menschen auf, am 2.2. auf die Strasse zu gehen, niemand sollte zu Hause bleiben. An diesem Wochenende wird es nicht nur in Argentinien, sondern weltweit Proteste gegen den neoliberalen Kapitalismus geben...

München - NATO

Rund hundert Organisationen und Gruppen aus der Bundesrepublik und ganz Europa mobilisieren inzwischen zu den Gegenaktionen anlässlich der NATO-Sicherheitskonferenz am 1. und 2. Februar in München.
Mit dem Motto "Von Genua nach München" stellt sich das Bündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz bewusst in den Kontext der Globalisierungsbewegung, ihrer Proteste und ihres Widerstands gegen das neoliberale kapitalistische System.
Die wirtschaftlich und politisch Mächtigen der USA, Deutschlands und der EU betrachten sich als die „HERRen der Welt“. Sie beanspruchen für sich das Recht „auf ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“. Die USA, Deutschland und die EU wollen ihre wirtschaftlichen Interessen und ihre globalen Machtansprüche notfalls mit militärischer Gewalt gegen den Rest der Welt durchsetzen.
Die weltweite kapitalistische Ausbeutung und ihre militärische Absicherung sind zwei Seiten ein- und derselben Medaille, - eines Systems, das sich ausschließlich am Profit orientiert und das sowohl in Friedens- wie in Kriegszeiten über Leichen geht. Dazu gehören die hermetische Abschottung der Außengrenzen der wohlhabenden Staaten, wie der EU, der USA und ganz aktuell Australien gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen. In der BRD bedeutet das rassistische AusländerInnengesetze, die Abschaffung des Asylrechts, Naziterror und Mord.

New York - WEF

Zum 32. Mal treffen sich vom 31.Januar bis zum 4.Februar rund 2000 selbsternannte "Global Leaders" aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur zum Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF).
Offizielle Organisatorin der "NATO-Sicherheitskonferenz" in München ist die BMW eigene "Herbert Quandt"-Stiftung. BMW ist selbstverständlich WEF-Mitglied.
Dass WEF und NATO die gleichen Ziele verfolgen, wird auch dadurch klar, dass NATO-Generalsekretär Robertson oder Kriegstreiber wie Tony Blair und Gerhard Schröder schon an WEF-Treffen teilgenommen haben.
Die Koalition der Industriestaaten gegen den "Terror" verfolgt nicht zuletzt die Absicht, die Krise der Wirtschaft zu "bewältigen" und die Globalisierung des Kapitalismus mit militärischer Gewalt durchzusetzen.
Angegriffen werden die Bevölkerungen der ärmsten Länder dieser Welt, sei es Afghanistan, Somalia oder Kolumbien, wenn es darum geht, neue Märkte zu erschliessen und die für die kapitalistische Verwertung gefährliche "Instabilität" zu beheben.
Das Treffen des WEF muß dieses Jahr in New York stattfinden, da die Stadt Davos, wo es bisher stattfand, keine Lust mehr auf Protestierende hatte. Doch auch in New York können sich die selbsternannten "Mächtigen der Welt" nicht in Ruhe treffen. Es wird auch dort massive Proteste geben.

Wir solidarisieren uns mit den Massenprotesten in Argentinien, New York, München und anderswo, und sehen sie als Beispiele des Widerstandes gegen den Neoliberalismus, der nur weltweit zu einer radikalen Umwälzung der Verhältnisse führen kann.

Berlin - Alles für alle, und zwar umsonst!

Demonstration "Alles für alle und zwar umsonst"
Treffpunkt: 14:00, S Prenzlauer Allee, Berlin

Aus diesem aktuellen Anlaß rufen wir alle BerlinerInnen bzw. Menschen aus der Umgebung dazu auf, sich am Samstag 2.2. an der Demonstration "Alles für alle und zwar umsonst" zu beteiligen. AntifaschistInnen und AntirassistInnen gehen auf die Strasse um sich gegen den rassistischen Normalzustand zu wehren und die Verknüpfung zwischen gesellschaftlichem, staatlichem und industriellem Rassismus aufzuzeigen.
Sie wenden sich darüberhinaus auch gegen einen sog. 'global player', das Unternehmen "Sodexho" (Alexanderplatz), das weltweit Chipkartensysteme zur Überwachung von Bevölkerungsschichten herstellen läßt und für die Produktion v.a. in den USA Gefangene ausbeutet. Aktuell werden diese Chipkarten in der BRD bei AusländerInnen eingesetzt, die damit u.a. bezahlen müssen, geplant ist auch die Einführung von Chipkartensystemen an den Unis. Die Demo greift dadurch auch die Thematik weltweiter Ausbeutung und Unterdrückung durch kapitalistische Profitlogik auf.

Für eine selbstbestimmte,
selbstorganisierte Gesellschaft von unten!

WEF und NATO weg - ihr seid für uns der letzte Dreck!
SMASH CAPITALISM!

...und nicht vergessen:
"soziales Zentrum" erkämpfen - Rigaer94 verteidigen!
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Ergänzungen

Cacerolazo

30.01.2002 - 12:02
Die globale Kochtopfdemo nennt sich Cacerolazo global - hinaus zum 2.2. weltweit!



Kasserolle(Kochgefaess)--> [kaßerola:ßo]

Sprachmittler 30.01.2002 - 13:07

Übersetzung bitte

Oliver M. 30.01.2002 - 15:48
Wie heisst denn der Spruch " Ihr alle sollt gehen, keiner soll bleiben" (Oder so ähnlich) im spanischen Original??
Noch ne Frage, gibt es Aktionen wegen Australien (Jugendliche (nicht mehr) im Hungerstreik gegen ihre Abschiebung)?

oh,hilfe

aus bielefeld 31.01.2002 - 11:16
warum sind denn so viele sachen am 2.2.?
und alle so wichtig!

hängt halt alles zusammen

ich 31.01.2002 - 11:32
alle themen haben eine gemeinsame ursache. darüberhinaus ist es ja nicht unsere schuld, wenn sich am selben tag wef, nato und nazis treffen.

Cacerolazo vor dem Brandenburger Tor!?

Chile-Gruppe des FDCL 31.01.2002 - 23:38
Es sollte eine Kundgebung am Brandenburger Tor angemeldet werden. Am gleichen Tag und Uhrzeit! Wir wollten dazu über verschiedenen Verteiler dazu aufrufen.
Nun weiß ich nicht, ob es schon gelaufen ist...
Wir sollten uns besser koordinieren!!!
Solidarische Grüsse!

Chile-Gruppe

Porto Alegre

manzana 02.02.2002 - 02:48
darf auf dieser seite nicht fehlen:

das Weltsozialforum, ebenfalls an diesem wochenende in Porto Allegre:

 http://www.de.indymedia.org/2001/11/10229.html

open your mind

Swami Guenther 02.02.2002 - 09:10
open your mind and your ash will follow.
Ich finde, dass es Zeit ist für neue Wege, etwas gegen das zu tun, was vielen seelische und körperliche Schmerzen bereitet. Demonstrationen haben ihre Macht eingebüßt. Es wird ja schon von Berufsdemonstranten gesprochen. Gewalt ist nicht der richtige Weg. Demonstrationen sind die Wut der des kleinen Mannes (Wilhelm Reich). Ein intelligenter Weg muß her. Ein System kann man, wie es in München mal wieder zu sehen und zu spüren ist, nicht von außen gestört werden. Nur von Innen scheint es zu funktionieren. Also lasst uns alle kapitalistisch werden. Be a "Trojan Horse" inside.
Je mehr von Aussen getan wird, je höher wird die Mauer, die der Kapitalismus aufbaut.

Think about it

With Love for a new world

was ´ne Idee

GHO5T 02.02.2002 - 09:34
ohne Knete und ohne Chancen kapitalistisch werden <- das dürfte für so manche(n) ein Problem werden!

Kochtöpfe im Baskenland

el flow 02.02.2002 - 16:55
Aupa, Grüße aus Bilbao/Baskenland, hier war heute morgen ebenfalls Kochtopf-Demo angesagt; stolze 15 Leute aufgekreuzt, trotzdem mächtig Lärm in der Einkaufsstraße gemacht, nach ner halben Stunde hat´s die Bullerei dann abgebrochen. Bin´n bißchen enttäuscht...
...Wenigstens blieb mir so der ganze Tag, um die Geschehnisse in München & NYC via IMC zu verfolgen :-)
Viva la solidaridad mundial!

REFUSE & RESIST! STATEMENT

no idea 02.02.2002 - 20:18
While some people are getting ready for Super Bowl XXXVI this weekend, tens
of thousands of youth and veteran resisters from all over the country are
getting ready for a much bigger showdown. Activists are here in NYC from
Oakland, Chicago, Cleveland, Los Angeles, Oklahoma City, Atlanta,
Baltimore, Philidelphia, as well as from all around the world to challenge
the behind closed doors hobnobbing of two thousand of the world´s richest
and most influential political and economic figures taking place at the
Waldorf-Astoria for the World Economic Forum. Both the press and the TV
media have only focused on defending the massive police state developing in
midtown Manhattan with police on horseback, four cops at every Starbucks
and Gap, and cops armed with machine guns intending to intimidate and
marginalize anyone who questions the motives behind this gathering of
global exploiters. In the face of this, the Anti-WEF protesters are having
counter-conversations, staging rallies, marching in the streets, holding
vigils for peace, and in other ways showing their anger against the
injustices on the people of the world.
A young Muslim woman who spoke at a conference last night sponsored by
International A.N.S.W.E.R. (Act Now to Stop War & End Racism), spoke
passionately about her will to continue to fight against the war in
Afghanistan and the pervasive racism in this country against women wearing
head scarves reinforced by an increasingly fascist climate that demands her
to hide her background and beliefs. Another young man speaking in front of
a banner with a picture of Carlo Giuliani (young anarchist killed by police
while protesting the G8 in Genoa, Italy in July 2001) at the WEF
counter-summit at Columbia University organized by Students for Global
Justice acknowledged that this weekend´s events are going to be far from
predictable. But he knows that getting the voice of the protesters heard
needs to be done at this time in history.
Refuse and Resist calls on people to come out into the streets. Some of us
were out early this morning at a funeral for a Haitian man who was murdered
by the NYPD on January 16th. Now we join the protests at the WEF, where
the architects of the corporate circus we live in are meeting. We say it´s
all one attack. Another world is possible. We won´t be intimidated.

11am
Rally in front of the Waldorf-Astoria (Park Ave. & 50th St.)
Organized by the International A.N.S.W.E.R.

11:30am
Tango and Salsa to Protest the World Economic Forum
Columbus Circle
Organized by Reclaim the Streets

12 noon
March and Rally to Waldorf-Astoria to meet A.N.S.W.E.R. at 1pm
Organized by Another World is Possible Coalition

10pm
F2! Festival of Organized Resistance!
At the Frying Pan (Pier 63, 12th Ave. &W. 23rd St.)
All ages
While politicians and CEO´s from the World Economic Forum party at the New
York Stock Exchange, join artists, musicans, activists and youth from
around the world to celebrate a much different future!

Sunday, February 3rd
Anti-capitalist Scavenger Hunt

NY UPDATE

no idea 03.02.2002 - 13:40
National Resistance Organization Condemns Police Conduct at WEF Protest

Tens of thousands of people have gathered in New York City to voice their
anger and outrage against the injustices of the current "world war without
end" and the meeting of the World Economic Forum. The WEF showcases wealthy
people and politicos wining and dining with little care for the rest of a
hungry and terrorized world. Protesters carried signs decrying the abuse of
the environment, signs against the war, along with creative, large
papier-mâché puppets about the theme "Another World is Possible!"

While some protesters were maced directly in the face by police, clouds of
gas filled the air, affecting hundreds more. One youth described seeing a
demonstrator on her knees, retching, blinded by the mace. Many
demonstrators were shoved by police, thrown to the ground and then
arrested. Arrests are continuing. Reports say that snatch squads of police
went directly after the "black bloc."

"The kind of repression of dissent we are seeing in the streets today is
yet another example of a whole atmosphere of repression," said Janet Yip,
spokesperson for Refuse & Resist!, one of the sponsoring organizations.
"The government seems to feel that not only is it entitled to rule the
world, but that any one who objects here at home should be silenced as well."

One march originated at 59th St. and 5th Avenue. As it passed the Plaza
Hotel about 1pm, police charged into the crowd, using pepper spray, and
extracted 6-12 people who were arrested. Protesters refused to give up
their place in the streets, chanting, "The world needs us in the streets!
We won´t back down, we won´t retreat!"

"This was an unprovoked attack on dissent," said one participant. Another
organizer for the Youth Network of Refuse & Resist! said, "The police were
very violent right from the beginning. We were getting pushed backwards by
the police, but people stood their ground. It´s clear that violence is on
the police´s agenda."

Since September 11, we have seen a steamroller attack on civil liberties in
this country. Hundreds of people have been rounded up and held in
indefinite detention without charges. New laws permit the government to
read our e-mail, scrutinize our financial records and secretly break into
our homes. Dissenting professors have been fired. There has been a grab for
power by the executive branch, through presidential decrees setting up an
office of "Homeland Security" and subjecting non-citizens to military
tribunals not subject to judicial review. Our children are lined up to
pledge allegiance to the government that is doing all this. It is against
this backdrop, and in the face of violent police, that these tens of
thousands of veteran activists and youth are daring to fight for a
different future, boldly declaring, "Another World Is Possible!"

We will not let the government censor us! We will not be intimidated! The
whole world is watching!

Refuse & Resist! is a national membership organization that exists to build
a community, climate and culture of resistance, and we have youth from
around the country participating in the weekends´ events.

 http://www.refuseandresist.org

Bessere Koordination nötig!!!

ä 06.02.2002 - 14:03

Bessere Koordination nötig!!!

Chile-Gruppe des FDCL 06.02.2002 - 14:10
Die Demo im Prenzlauerberg ging tatsächlich um etwas anderes. Wir haben trotzdem dazu aufgerufen daran hinzugehen um an internationalen aufgerufenen Cacerolazo aus Argentinien teilzunehmen. Flugis haben wir verteilt und einen Redebebeeitrag gehalten.
Dennoch war es nicht so sinnvoll alles durcheinander zu bringen, ohne zumindestens den Demoveranstalter bescheid zu sagen. Sie wußten nicht mal, daß für Argentinien zu der Demo mobilisiert wurde...
Eine Koordination unter den aktiven Soligruppen zu Argentinien für weitere Aktionenen wäre sehr sinnvoll um effectiver zu sein.
Mit solidarischen Grüßen!
Chile-Gruppe