Proteste an der FU Berlin gehen weiter

DER Borst 15.01.2002 19:51 Themen: Bildung
Der Streik ist ausgesetzt, doch nicht die studentischen Proteste. Die Aktivitäten gehen weiter. Es finden Arbeitsgruppen, Workshops und Seminare statt, um inhaltlich an Stärke zu gewinnen. Von den Fachbereichen über die Uni bis hin zu den Schulen und Hochschulen in der Stadt wollen die ProtestaktivistInnen ihr Netzwerk spannen und so eine relevante Kraft werden. Es bestehen auch bereits Kontakte zu anderen "aktiven" Universitäten wie Halle, Potsdam und Bochum.
m Februar finden die SchülerInnen-Aktionstage statt, die am 18. Januar 2002 um 18 Uhr im Café Lutetia in der Kinkelstrasse vorbereitet werden, und im März (17./18./19.) die europaweiten Aktionstage in Salamanca, Spanien. Ab sofort kann auch die neue Streit-Zeitung im AStA FU abgeholt werden.
Am Mittwoch, den 16. Januar findet ein Tag mit spaßigen, kreativen und informativen Aktionen statt. Der Große Aktionstag startet um 10 Uhr mit "Briefing and Breakfast". Näheres dazu in der nächsten Streit-Zeitung bzw. auf den Webseiten:  http://www.indymedia.de,  http://proteste.x-berg.de und  http://int-protest-action.tripod.com. Am Donnerstag, den 17. Januar folgen zahlreiche Arbeitsgruppen, Workshops und Autonome Seminare.
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Ergänzungen

Selbstzerstörung

A. Beita 16.01.2002 - 10:36
Selbstzerstörung wäre die notwendige Konsequenz. Denn was heißz es schon die elite zu zerstören. wenn mensch im neuen deutschland studieren draf gehört er doch selbst zur elite. zwar meist zu einer saublöden, aber da kann man halt nix machen außer an den haaren den hals lang und dann ein schönes scharfes messer durchziehen.

Intellektuellenmord...

iJay 16.01.2002 - 15:34
Dass Unis verstärkt zur Elitebildung eingesetzt werden, und immer schon wurden, ist bekannt. Das macht die Einzelnen, die sich diesem aussetzen, noch nicht sofort mitschuldig. Ausserdem kommen nicht nur die Masse der Eliten aus den Unis, sondern auch hin und wieder die schlausten Köpfe der subversiven Elemente, die diesen Bereich des Systems für sich nutzen wissen. Und bei dem weniger gebildeten Teil der Arbeiterklasse kann ich leider auch keine grössere Bereitschaft zum Klassenkampf erkennen. Und damit weiss ich auch nicht, was dieser mordsmässige Spaltungsversuch soll, liebeR A.Beita.

Wahlen an der FU

anti 16.01.2002 - 22:42
Vergesst nicht, dass nächste Woche Wahlen sind, da sollten wir den linken AStA bestätigen.

Könnte dieses Jahr eng werden.

Veranstaltungshinweis

fsi-philosophie der fu 16.01.2002 - 22:44
Da es bei den Aktionstagen um die Selbstständige Förderung kritischen Bewusstseins geht, haben wir zwei veranstaltungen organisiert:Mo 21. Januar 2002 -18.00 Uhr:
Andreas Harms: Warenform und Rechtsform
Über den Zusammenhang von Gesellschaft, Erkenntnis und Recht.
Andreas Harms diskutiert die Fragestellung seiner gleichnamigen Dissertation: Wie hängt kapitalistische Vergesellschaftung mit Recht zusammen? Wie kommt es, dass Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit zu den Konstituva des bürgerlichen Rechts geworden sind? Harms zeigt, warum eine Gesellschaft, die oft unfrei und ungerecht erscheint, zugleich die Rechtsform als Maß ihrer Kritik hervorbringt.
Ort: Rost-Silberlaube Raum K 23/11

So 10. Februar 2002 - 18.00 Uhr Diskussionsveranstaltung:
Hans-Georg Backhaus, Nadja Rakowitz und Hans-Georg Bensch: Was ist Kritik?
Kritik ist nicht nur einer der altehrwürdigsten Begriffe der Philosophiegeschichte, sondern auch Modus politischer Praxis und ein methodisch höchst prekäres Unterfangen zugleich. Unsere Referenten werden anhand Marx´ "Kritik der politischen Ökonomie" über die Möglichkeit, den Gegenstand und die Begründung von Kritik streiten. Dabei werden zwei Fragen im Mittelpunkt stehen:
Kann (philosophische) Kritik mehr sein als Kritik philosophischer Kategorien?
Braucht Kritik einen normatives Fundament oder begründet sie sich in ihrem Vollzug?
Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung (Mehringplatz)

18.01.2002 - 15:11
Welchen Schmeichlerischen Ersatz habt ihr denn für Euch, wenn ihr nicht Elite seid? Avantgarde?