Wollt ihr uns verarschen oder was? - LLL Demo
Alle Jahre wieder ist es ein schönes Bild, wenn sich die HohepriesterInnen der Klassenlinie mit ihren herangekarrten Zwerggemeinden versammeln, um sich in einem golgathamäßigen Totenkult als die einzig legitimen Erben von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg darzustellen.
Alle Jahre wieder ist es ein schönes Bild, wenn sich die HohepriesterInnen der Klassenlinie mit ihren herangekarrten Zwerggemeinden versammeln, um sich in einem golgathamäßigen Totenkult als die einzig legitimen Erben von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg darzustellen.
Die Unverfrorenheit, mit der sie diese Traditionslinie für sich beanspruchen, hat schon was, aber es gehört auch einiges an Schlafmützigkeit dazu, ihnen diese Anmaßung abzunehmen. Schauen wir doch mal hin, welche Lichtgestalten sich da so im frühmorgendlichen Berlin tummeln.
Nicht fehlen darf natürlich Stefan Engels MLPD, die den Rest der Welt mit "Arbeitsplätzen für Millionen" bedroht. Auch heuer wird sie wieder hart von der DKP bedrängt werden, die schon wieder (immer noch?) durch ihre Hirten verkündet, der Mensch werde erst in der Partei (der DKP? der DKP???!) zu einem solchen. Drollig auch, wenn sich gerade diejenigen mit Augenaufschlag zu Rosa Luxemburg bekennen, in deren Stall einst der 'Luxemburgismus' zu einem Schimpfwort gemacht wurde.
Natürlich sind auch die FANCLUBS des Herren Trotzki zugegen, offen oder unter Tarnkäppchen. Stets bemüht, als irgendwie gut zu erscheinen, zehren sie doch nur davon, dass ihr Meister gegen einen noch konsequenteren Schlächter den Kürzeren zog. Wir haben dich nicht vergessen, Trotzki, Metzger von Kronstadt!
Da, langwerartet, nähern sich Maoköppchen auf rotem Tuch, getragen von den REVOLUTIONÄREN KOMMUNISTEN (BRD). Schade, dass die ihre Kraft nicht auch darauf verwenden, sich von den Massakern ihrer Brüder und Schwestern vom LEUCHTENDEN PFAD an der peruanischen Zivilbevölkerung zu distanzieren.
Noch mehr drängen vorbei, Trüppchen, die keiner kennen mag. Auch JUSO-Fahnen wehen - Banner der Partei, die noch jede Selbstorganisation geifernd bekämpfte und deren Führung (war da was?) den Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg angeordnet hat.
Gespenstisch das Defilee der Graulinge, die, mit und ohne PDS-Mitgliedskarte ihrem Staat nachgreinend, ein rotes Nelklein ablegen und sich triefend von Ressentiments bis zum nächsten Jahr wieder fein bedeckt halten, KlassenkämpferInnen, die sie sind. Genug der traurigen Litanei. Es drängt sich die Frage auf, ob die erstaunlich vielen TeilnehmerInnen trotz oder wegen der autoritär-verkirchten Marxismus - Leninismus - (ML-) Combos hier sind. Führen diese etwas "das Erbe" von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg fort?
Gehört ein drittes L für Lenin an die L(iebknecht)/L(uxemburg)-Gedenkdemo? Richten wir einen flüchtigen Blick auf die Geschichte. Sie zeigt, wie gering der Stellenwert der Selbstbestimmung des Menschen bei Lenins Bolschewiki war: So setzten sie sich zunächst mit populären Parolen an die spitze der revolutionären Bewegung in Russland, um diese dann mit bürokratisierenden Gewerkschaften abzuwürgen. Anschließend wurden selbst diesen harmlosen Truppen noch bis zur Unkenntlichkeit gestutzt, weil es keine gesellschaftliche Macht neben der Partei geben dürfe. Ein Schlüsselbegriff dieser Zeit war die sogenannte 'Arbeiterkontrolle' in den Betrieben: "Wenn wir von Arbeiterkontrolle sprechen, (...) machen wir damit auch klar, was für einen Staat wir planen. (...) Wenn es ein proletarischer Staat ist, dann kann Arbeiterkontrolle in der nationalen, ständigen, alles betreffenden, präzisen Überwachung der Produktion und Distribution von Waren bestehen." (Lenin, Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten?, 1.10.1917)
Die bolschwistische Gleichsetzung von Arbeiterkontrolle mit Überwachung ist aufschlussreich. Nirgends wird bei Lenin Arbeiterkontrolle durch wirkliche Entscheidungsfreiheit definiert. "Während der Übergangsperiode musste man die negativen Aspekte der Arbeiterkontrolle in Kauf nehmen, weil Arbeiterkontrolle eine Taktik des Kampfes von Kapital und Arbeit war. Aber nachdem die Macht in die Hände des Proletariats übergegangen ist (d.h. in die Hände der Partei), wurde die tägliche Praxis der Betriebsräte, die Betriebe quasi als Eigentum zu behandeln, antiproletarisch. (Pankratove. 'Russische Fabrikkomittees im Kampf für eine sozialistische Fabrik'. Moskau 1923)
Für große Teile der revolutionären Arbeiterschaft hingegen schien Arbeiterkontrolle die Antwort auf ihre Bedürfnisse, doch leider entging ihnen der feine Unterschied zwischen Kontrolle und Überwachung, auf dem die Bolschewiki immer bestanden. Autoritär wie der von Lenin viel gelobte "Deutsche Staatskapitalismus" sollte sein Land sein. "Industrie mit Maschinenparks (...) verlangt absolute, strenge und einheitliche Willensbildung. (...) Wie kann das geschehen? Indem Tausende ihren Willen einem einzigen unterordnen. Bedingungslose Unterordnung ist für den Erfolg von rationalisierten Produktionsprozessen unbedingt notwendig." (Lenin, Ausgew. Werke, Bd. 7, S. 332-333)
Trotzki führte diese Position 1920 auf dem 3. Gesamtrussischen Kongress der Gewerkschaften weiter. Er erklärte, dass "Militarisierung der Arbeit (...) die unvermeidliche Vorraussetzung für die Organisation unserer Arbeitskraft ist. (...) Stimmt es denn, dass Zwangsarbeit immer unproduktiv ist? (...) Dies ist ein jämmerliches liberales Vorurteil: Auch die Sklaverei war produktiv." In der Frage der Ökonomie galt Lenins größte Sorge der 'Effizienz" und nicht etwa der Selbstbestimmung der ProduzentInnen. Dabei setzten Lenin und Trotzki nicht nur wie das Kapital Effizienz mit individueller Betriebsführung gleich, sondern saßen auch völlig unreflektiert einem kruden Produktivkraftfetisch auf: "Die Summe aller für den Sozialismus notwendigen Bedingungen ist: Kapitlistische Technik plus letzte Ergebnisse der Wissenschaft." (Lenin, Sochineniya, XXII, S. 516-517) Die Macht der ArbeiterInnen im Betrieb wird damit von Lenin nicht als notwendige Vorraussetzung für die Herstellung des Sozialismus genannt. Vielmehr war es Lenin zufolge Aufgabe der Bolschewiki, "den deutschen Staatskapitalismus zu studieren und keine Anstrengungen zu unterlassen, ihn nachzuahmen." (ebd.)
Solche Auffassungen haben wir bei Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nicht gefunden. In Auseinandersetzung mit Lenins Idee der Kaderpartei und dem Bürokratismus der Sozialdemokratie entwickelte Rosa Luxemburg ihre Vorstellung einer basis- und rätedemokratischen Organisation. Hierarchische Strukturen waren ihrer Ansicht nach eine Ursache dafür, dass die ArbeiterInnen 1914 den Kriegskurs der SPD-Führung akzeptierten. Sie bezeichnete deswegen politische Autonomie von Basiseinheiten als eine Bedingung für einen Neuanfang. Spät - nämlich erst im November 1918 - "entdeckte" Luxemburg die Räte als Koordinationsorgane der Revolution und politische Struktur einer zukünftigen sozialistischen Gesellschaft. Nur die Selbsttätigkeit der Menschen könne zum Sozialismus führen, deswegen müssten sich die ArbeiterInnen von der Bevormundung durch ihre FührerInnen befreien.
Sie vertrat die "Diktatur des Proletariats" gegen die Bourgeoisie als Weg zum Sozialismus - allerdings als etwas Grundverschiedenes zu Lenin, nämlich als breite Selbstorganisation der revolutionär gesinnten Massen und nicht als Diktatur über sie. Der Sozialismus könne nur das Werk der ArbeiterInnen selbst sein, nicht einer Minderheit im Namen der ArbeiterInnen, da die Idee des Sozialismus die Herrschaft einer Minderheit ausschließe: "(...) einige Dutzend Parteiführer von unerschöpflicher Energie und grenzenlosem Idealismus dirigieren und regieren, unter ihnen leitet in Wirklichkeit ein Dutzend hervorragender Köpfe, und eine Elite der Arbeiterschaft wird von Zeit zu Zeit zu Versammlungen aufgeboten, um den Reden der Führer Beifall zu klatschen, vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen, im Grunde also eine Cliquenwirtschaft - eine Diktatur allerdings, aber nicht die Diktatur des Proletariats, sondern die Diktatur einer Handvoll Politiker, d.h. Diktatur im bürgerlichen Sinne... (Rosa Luxemburg, Zur russichen Revolution, 1918)
"Der Grundfehler der Lenin-Trotzkischen Theorie ist eben der, dass sie die Diktatur genau wie Kautsky, der Demokratie entgegenstellen. 'Diktatur oder Demokratie' heißt die Fragetsellung sowohl bei den Bolschewiki wie bei Kautsky. Dieser entscheidet sich natürlich für die Demokratie, und zwar für bürgerliche Demokratie. Lenin-Trotzki entscheiden sich umgekehrt für die Diktatur im Gegensatz zur Demokratie und damit für die Diktatur einer handvoll Personen, d.h. für bürgerliche Diktatur. Es sind zwei Gegenpole, beide gleich weit entfernt von der wirklichen sozialistischen Politik." (Rosa Luxemburg in "Zur Russischen Revolution")
Die Unverfrorenheit, mit der sie diese Traditionslinie für sich beanspruchen, hat schon was, aber es gehört auch einiges an Schlafmützigkeit dazu, ihnen diese Anmaßung abzunehmen. Schauen wir doch mal hin, welche Lichtgestalten sich da so im frühmorgendlichen Berlin tummeln.
Nicht fehlen darf natürlich Stefan Engels MLPD, die den Rest der Welt mit "Arbeitsplätzen für Millionen" bedroht. Auch heuer wird sie wieder hart von der DKP bedrängt werden, die schon wieder (immer noch?) durch ihre Hirten verkündet, der Mensch werde erst in der Partei (der DKP? der DKP???!) zu einem solchen. Drollig auch, wenn sich gerade diejenigen mit Augenaufschlag zu Rosa Luxemburg bekennen, in deren Stall einst der 'Luxemburgismus' zu einem Schimpfwort gemacht wurde.
Natürlich sind auch die FANCLUBS des Herren Trotzki zugegen, offen oder unter Tarnkäppchen. Stets bemüht, als irgendwie gut zu erscheinen, zehren sie doch nur davon, dass ihr Meister gegen einen noch konsequenteren Schlächter den Kürzeren zog. Wir haben dich nicht vergessen, Trotzki, Metzger von Kronstadt!
Da, langwerartet, nähern sich Maoköppchen auf rotem Tuch, getragen von den REVOLUTIONÄREN KOMMUNISTEN (BRD). Schade, dass die ihre Kraft nicht auch darauf verwenden, sich von den Massakern ihrer Brüder und Schwestern vom LEUCHTENDEN PFAD an der peruanischen Zivilbevölkerung zu distanzieren.
Noch mehr drängen vorbei, Trüppchen, die keiner kennen mag. Auch JUSO-Fahnen wehen - Banner der Partei, die noch jede Selbstorganisation geifernd bekämpfte und deren Führung (war da was?) den Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg angeordnet hat.
Gespenstisch das Defilee der Graulinge, die, mit und ohne PDS-Mitgliedskarte ihrem Staat nachgreinend, ein rotes Nelklein ablegen und sich triefend von Ressentiments bis zum nächsten Jahr wieder fein bedeckt halten, KlassenkämpferInnen, die sie sind. Genug der traurigen Litanei. Es drängt sich die Frage auf, ob die erstaunlich vielen TeilnehmerInnen trotz oder wegen der autoritär-verkirchten Marxismus - Leninismus - (ML-) Combos hier sind. Führen diese etwas "das Erbe" von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg fort?
Gehört ein drittes L für Lenin an die L(iebknecht)/L(uxemburg)-Gedenkdemo? Richten wir einen flüchtigen Blick auf die Geschichte. Sie zeigt, wie gering der Stellenwert der Selbstbestimmung des Menschen bei Lenins Bolschewiki war: So setzten sie sich zunächst mit populären Parolen an die spitze der revolutionären Bewegung in Russland, um diese dann mit bürokratisierenden Gewerkschaften abzuwürgen. Anschließend wurden selbst diesen harmlosen Truppen noch bis zur Unkenntlichkeit gestutzt, weil es keine gesellschaftliche Macht neben der Partei geben dürfe. Ein Schlüsselbegriff dieser Zeit war die sogenannte 'Arbeiterkontrolle' in den Betrieben: "Wenn wir von Arbeiterkontrolle sprechen, (...) machen wir damit auch klar, was für einen Staat wir planen. (...) Wenn es ein proletarischer Staat ist, dann kann Arbeiterkontrolle in der nationalen, ständigen, alles betreffenden, präzisen Überwachung der Produktion und Distribution von Waren bestehen." (Lenin, Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten?, 1.10.1917)
Die bolschwistische Gleichsetzung von Arbeiterkontrolle mit Überwachung ist aufschlussreich. Nirgends wird bei Lenin Arbeiterkontrolle durch wirkliche Entscheidungsfreiheit definiert. "Während der Übergangsperiode musste man die negativen Aspekte der Arbeiterkontrolle in Kauf nehmen, weil Arbeiterkontrolle eine Taktik des Kampfes von Kapital und Arbeit war. Aber nachdem die Macht in die Hände des Proletariats übergegangen ist (d.h. in die Hände der Partei), wurde die tägliche Praxis der Betriebsräte, die Betriebe quasi als Eigentum zu behandeln, antiproletarisch. (Pankratove. 'Russische Fabrikkomittees im Kampf für eine sozialistische Fabrik'. Moskau 1923)
Für große Teile der revolutionären Arbeiterschaft hingegen schien Arbeiterkontrolle die Antwort auf ihre Bedürfnisse, doch leider entging ihnen der feine Unterschied zwischen Kontrolle und Überwachung, auf dem die Bolschewiki immer bestanden. Autoritär wie der von Lenin viel gelobte "Deutsche Staatskapitalismus" sollte sein Land sein. "Industrie mit Maschinenparks (...) verlangt absolute, strenge und einheitliche Willensbildung. (...) Wie kann das geschehen? Indem Tausende ihren Willen einem einzigen unterordnen. Bedingungslose Unterordnung ist für den Erfolg von rationalisierten Produktionsprozessen unbedingt notwendig." (Lenin, Ausgew. Werke, Bd. 7, S. 332-333)
Trotzki führte diese Position 1920 auf dem 3. Gesamtrussischen Kongress der Gewerkschaften weiter. Er erklärte, dass "Militarisierung der Arbeit (...) die unvermeidliche Vorraussetzung für die Organisation unserer Arbeitskraft ist. (...) Stimmt es denn, dass Zwangsarbeit immer unproduktiv ist? (...) Dies ist ein jämmerliches liberales Vorurteil: Auch die Sklaverei war produktiv." In der Frage der Ökonomie galt Lenins größte Sorge der 'Effizienz" und nicht etwa der Selbstbestimmung der ProduzentInnen. Dabei setzten Lenin und Trotzki nicht nur wie das Kapital Effizienz mit individueller Betriebsführung gleich, sondern saßen auch völlig unreflektiert einem kruden Produktivkraftfetisch auf: "Die Summe aller für den Sozialismus notwendigen Bedingungen ist: Kapitlistische Technik plus letzte Ergebnisse der Wissenschaft." (Lenin, Sochineniya, XXII, S. 516-517) Die Macht der ArbeiterInnen im Betrieb wird damit von Lenin nicht als notwendige Vorraussetzung für die Herstellung des Sozialismus genannt. Vielmehr war es Lenin zufolge Aufgabe der Bolschewiki, "den deutschen Staatskapitalismus zu studieren und keine Anstrengungen zu unterlassen, ihn nachzuahmen." (ebd.)
Solche Auffassungen haben wir bei Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nicht gefunden. In Auseinandersetzung mit Lenins Idee der Kaderpartei und dem Bürokratismus der Sozialdemokratie entwickelte Rosa Luxemburg ihre Vorstellung einer basis- und rätedemokratischen Organisation. Hierarchische Strukturen waren ihrer Ansicht nach eine Ursache dafür, dass die ArbeiterInnen 1914 den Kriegskurs der SPD-Führung akzeptierten. Sie bezeichnete deswegen politische Autonomie von Basiseinheiten als eine Bedingung für einen Neuanfang. Spät - nämlich erst im November 1918 - "entdeckte" Luxemburg die Räte als Koordinationsorgane der Revolution und politische Struktur einer zukünftigen sozialistischen Gesellschaft. Nur die Selbsttätigkeit der Menschen könne zum Sozialismus führen, deswegen müssten sich die ArbeiterInnen von der Bevormundung durch ihre FührerInnen befreien.
Sie vertrat die "Diktatur des Proletariats" gegen die Bourgeoisie als Weg zum Sozialismus - allerdings als etwas Grundverschiedenes zu Lenin, nämlich als breite Selbstorganisation der revolutionär gesinnten Massen und nicht als Diktatur über sie. Der Sozialismus könne nur das Werk der ArbeiterInnen selbst sein, nicht einer Minderheit im Namen der ArbeiterInnen, da die Idee des Sozialismus die Herrschaft einer Minderheit ausschließe: "(...) einige Dutzend Parteiführer von unerschöpflicher Energie und grenzenlosem Idealismus dirigieren und regieren, unter ihnen leitet in Wirklichkeit ein Dutzend hervorragender Köpfe, und eine Elite der Arbeiterschaft wird von Zeit zu Zeit zu Versammlungen aufgeboten, um den Reden der Führer Beifall zu klatschen, vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen, im Grunde also eine Cliquenwirtschaft - eine Diktatur allerdings, aber nicht die Diktatur des Proletariats, sondern die Diktatur einer Handvoll Politiker, d.h. Diktatur im bürgerlichen Sinne... (Rosa Luxemburg, Zur russichen Revolution, 1918)
"Der Grundfehler der Lenin-Trotzkischen Theorie ist eben der, dass sie die Diktatur genau wie Kautsky, der Demokratie entgegenstellen. 'Diktatur oder Demokratie' heißt die Fragetsellung sowohl bei den Bolschewiki wie bei Kautsky. Dieser entscheidet sich natürlich für die Demokratie, und zwar für bürgerliche Demokratie. Lenin-Trotzki entscheiden sich umgekehrt für die Diktatur im Gegensatz zur Demokratie und damit für die Diktatur einer handvoll Personen, d.h. für bürgerliche Diktatur. Es sind zwei Gegenpole, beide gleich weit entfernt von der wirklichen sozialistischen Politik." (Rosa Luxemburg in "Zur Russischen Revolution")
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
@ anarchospinner
nochwas
wie schön sich die autoritären aufregen ;-)
Nein!
Diese Betrachtungsweise führt auch nur auf den Müllhaufen der Geschichte!
Absturz in den Abgrund
Die Idee von indymedia ist eine ganz andere. Denkt mal drüber nach!
nochmal
totalitarismus pur!
Seite an Seite gegen die Faschisten und Kapital, sonst wird das nix...
Stalinisten und ihre Lügen
Zunächst: Das Plakat ist wirklich nicht sehr schlau. Es ist genau das Niveau dessen, was Anarchos anprangern. Nun:
Interessant wie sie sich gebährden die Herren von DKP und Co. Kein Lüge ist zu schäbig und keine Unterstellung ist zu mies...
Da schreibt ein DKP-Opfer: "Sicher, sicher... Karl und Rosa waren Anarchisten." - Nanu wo steht denn das im obigen Text? Hat der Herr schon mal was Rosa L. gelesen, was nicht in einer DKP-Schrift stand? Schon mal was von der Räterepublik gehört? Nein?
Oder dann steht da "ie Gründer der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands - nur so zur Erinnerung) werden von dieiner Wenigkeit zu Libertären umgestaltet." - Bei soviel Revisionismus fehlen einem glatt die Worte. Noch mal: Schon mal was von/über Rosa L. gelesen, was nicht offiziell von der DKP herausgegeben wurde? ?
Interessant auch, daß alle Spalter und Spinner sind, die sich nicht nach einem totalitären Ameisenstaat mit "Arbeiterkontrolle" durch eine Oberklasse (Partei) sehnen. Und noch interessanter, daß diese Sektenheinis sich auf einer Seite bewedgen, die das ist, was sie verachten: ohne Zentralkommitee.
seite an seite gegen faschismus und kapital..
anarchist ist und bleibt ein schimpfwort
Noch was
genug gepöbelt
das geht zu weit
Widersprüchlichkeiten der Parteisoldaten
Einerseits sagen sie, Lenin/Stalin/Mao sei gar nicht so schlimm gewesen oder sogar gut (Geschichtsrevisionismus).
Wr etwas andere behaupte sei ein Nazi oder zumindest reaktionär. Andererseits sagen sie, daß Demokratie und Freiheit zu verdammen sei und nur eine Diktatur der Partei
in Frage käme. Begründet wird dies mit Parolen und Zitaten vergangener Verbrecher. Konsequent sind sie also nicht.
Mal so, mal so - gerade wie es gerade passt. Alles andere wurde hier ja schon geschrieben. Dinge zu widerholen macht sie wahrer.
Interessant auch wie sich hier einige Stalinisten entblössen (etwa "linker") Das Bild oben erinnert mich übrigens an düsterste ML-Zeiten. Genau solche Bilder waren in DDR-Lehrbüchern zu finden. Anarchisten sollten sich häten die Menswchenverachtung der Stalinisten anzunehmen.
@linker
ich würde eher rotlackierten faschist als
@Linker
@Antiautoritärer Anarchist
mit deiner Kritik an den (in meinen Augen obsoleten) Parteisoldaten (KPD, MLPD) und Sektenjüngern (RK)hast du sicher nich´ ganz unrecht, aber erklär mir mal bitte wozu das 2002 gut sein soll. Also, ich find´s ganz schön lächerlich, dass du dich über diese (wohl auch eher älteren)
"Weisheiten" mokierst, und dabei anscheinend mit deiner Argumentation immer noch in der Vergangenheit lebst (also, ich kann dieses Kronstadtzeug echt nich´ mehr hör´n). Also was sollen solche Grundsatzdebatten. Ich glaub´ es gibt zur Zeit ´ne Menge wichtigere Probleme, als solche Konflikte auszutragen, und das geht eben nur zusammen und nich´ gespalten in viele kleine Grüppchen, Organisationchen und "EinzelkämpferInnen" oder kannst du die Nazis, die Atommafia, institutionellen/individuellen/staatlichen Rassismus, Sozialabbau, Krieg alleine bekämpfen? Dann sag mir schnell wie, ich mach´ das dann auch.
sektenalarm
na denn
naja
mit kommunistischen gruss
genau, wurscht hat recht
*auslach* @ da oben ;-)
anarchismus....
genau richtig @genau, wurscht hat recht
die linbken wollen WOHL EHR NIX MIT DEN
Hmmmm
@wurscht
Wenn du hier schon irgendwo deinen Senf zugibst,dann informiere dich doch bitte über das Thema.Ein wenig weiter bilden wäre vielleicht nicht schlecht.So ein Buch lesen oder so...
scheiß(e) indymedia
wer immer noch glaubt soziale revolution antiautoritär durchziehen zu können, der erkläre mir, wie er die jetzigen autoritäten zur aufgabe eben dieser bringen möchte. durch den freudigen ausblick sein weiteres leben nicht mehr im überfluß zu leben, dafür aber moralisch gerecht? Nein, das geht nur mit der autorität der vorgehaltenen waffe.
Tomasz - dummer als die polizei erlaubt ;-)
autoritärer kommunismus ist ein system das
Das mußte mal gesagt werden
Es grüßt euch euer Joschka Fischer
an den da oben...
an die Mods
Pol Pot war Kommunist. Genau wie Mao u Stalin
LeninStalinMaoPolPot
@ die anderen SektiererInnen: die gammeligen Punker und so, das widerliche Lumpenproletariat, ausmerzen müßte man es oder wie soll ich das verstehen??? Ihr seid schlimmere KleinbürgerInnen als die Anarchas.
an die mods2
Eigentlich müsste noch mehr rausfliegen
präzise zu sein.
Indymedia ist grundsätzlich offen für alle Meinungen, es sei denn sie haben faschistische, rassistische, sexistische oder
generell menschenverachtende Inhalte. Bedenke bei Deinem Kommentar, dass die Leute, die hier schreiben, nicht
unbedingt einer Weltanschauung sind.... Darum erwarten wir, dass
Kommentar-SchreiberInnen grundsätzlich solidarisch auf andere Meinungen reagieren. Wir behalten uns vor,
diffamierende Aburteilungen und Beschimpfungen zu löschen." Ich weiss, für Stalinisten ist das hart sowas.
nein, Pol Pot war Anarchist,
schlechte artikel
jetzt dreht er durch
durchatmen
Jetzt muss mich noch jemand aufklären, was Nationalanarchisten sind. Hört sich so sinnvoll an wie Christatheist. Aber man lernt nie aus.
An meine libertären Freunde
An die Admins
Das Plakat atmet faschistischen Geist
zu dem auch einiges zu sagen waere.
Aber das Plakat allein sagt schon alles: Der politische
Gegner, egal ob kommunistisch oder US-kapitalistisch,
wird als Schadungeziefer dargestellt, das den Erdball
aussaugt, eigentlich dasselbe Ungeziefer, nur mit
unterschiedlichem Label.
Man fragt sich gleich, woher einem diese Darstellung
einer Weltverschwoerung von Bolschewismus und Plutokratie
so bekannt vorkommt.
Eine Giftgasspraydose als Abhilfe zeigt auch gleich, wie
mit Bolschewisten und Kapitalisten zu verfahren ist.
Das hat es alles schon gegeben: Menschen zu Ungeziefer
zu stempeln, sie in eine kapitalistisch-bolschewistische
Weltverschwoerung zu phantasieren und auch sie mit
Giftgas zu ermorden. Dahinter stand der antisemitische
Wahn. Wuerde man den zu Insekten stilisierten Feinden
noch ein paar juedische Symbole geben, das Naziplakat
waere fertig.
Zufall ist das nicht. Proudhon war ein wuester Antisemit,
und Bakunin hat den Wahn von der juedisch-kommunistisch-
kapitalistischen Weltverschwoerung offen formuliert.
Auch der gern gelobte Machno war von Antisemitismus
keinesfalls frei, und die Machnowina hatte ihren Anteil
an den furchtbaren Pogromen in der Ukraine Anfang der
zwanziger Jahre.
Das soll kein Totschlagsargument gegen den Anarchismus
sein, sehr wohl aber eine Mahnung, sich statt einer nicht
mehr zu ueberbietenden Selbstgerechtigkeit mit den eigenen
Defiziten und Leichen im Keller zu beschaeftigen. Neben
den erwaehnten historischen Fragwuerdigkeiten waere das
auch das extrem leichtfertige Verhaeltnis zur Gewalt gegen
Menschen bei vielen von ihnen.
Kritik an allen linken Stroemungen und Bewegungen ist
immer wichtig, am wichtigsten ist die Selbstkritik jeder
linken Gruppe an sich selbst.
Wenn an der jaehrlichen Demonstration im Januar eines
ermutigend ist, dann die Tatsache, dass sich hier ein
so unterschiedliches Spektrum von Gruppen der radikalen
Linken versammelt und eben nicht bloss so hasserfuellt
auf den jeweils anderen herumhackt wie der Autor dieses
Artikels und der Schoepfer des Plakat-Machwerks.
schlimmer gehts wohl nicht mehr
indymedia der tummelplatz sämtlicher hohler
möchtegernlinker ist, aber das schlägt dem fass
den boden aus. das habt ihr bei hitler gut gelernt,
daß übermächtige parasiten von allen seiten die welt aussaugen
wollen, das amerikanische kapital und die bolschewistische
bedrohung als teil einer gewissen weltverschwörung.
ich dachte eigentlich das mein kampf in deutschland verboten
ist aber ihr habt wohl alle ein exemplar von euren groß-
eltern geerbt... ihr scheißantisemiten verpisst euch!!!
???
woher kenn ik diese argumentationsstruktur bloss?
richtig von erzkonservativen menschen, aba redet nur weiter so enen stuss zusammen.
Ihr seit wunderbar
Was wollt ihr den eigentlich?
Eine diktatur wie Stalin?
Oder die Weltherschaft der für Freiheit kämpfenden Arbeitermassen?
Das erste ist wohl nix wie ja viele von euch zugeben.
Das zweite wird wohl auch nix, da die Arbeiter nicht kämpfen wollen.
Die Kommunisten in deutschland sind nun mal keine Masse und für einen einzelnen gibts da kein konzept.
Die Idee einer Anarchistischen Menschheit ist genauso unvorstellbar, aber das will ja auch keiner das kann jeder für sich selber man muss ihn nur lassen.
Zu den Anschuldigungen des Antisemitismus:
Man(oder mensch ums pc auszudrücken) äusert sich negativ über die grossen Übel der Menschheit und schon wird man als Antisemitisch abgestempelt weil sie diese Übel gleich mit Juden verbinden. Das hat wie sie selbst richtig bemerken auch hitler schon getan, aber das scheint sie nicht zu stören.
soviel erstmal dazu
HiHi
-
lügt und beledigt er so, wie es ausser ihm nur die Antideutschen taten. Wenn die Wahrheit auch nur ein Stück auf seiner
Seite wäre, hätte er es nicht nötig so abzugehen. Interessant auch die Pseudo-Argumentation: Weil der
Stalinismus/Bolschewismus erfolgreicher war, ist er besser. Demzufolge wäre Kapitalismus und Feudalismus die beste
aller Welten. Na gut, schliesslich steht die DKP ja auch für Staatskapitalismus samt "Arbeiterkontrolle" (Lenin).
nur so
und außerdem ist euer rechthaberisches konkurrenz-denken ein spiegelbild eures kapitalistischen ego-denkverhaltens. - wenn marx das heute alles erleben würde, ich glaube er hätte tränen in den augen bei seinem satz ...vereinigt euch... - lol
ich werde nie begreifen, warum sich sozialisten, kommunisten und anarchisten nicht im kampf gegen den kapitalismus einen können... - hauptsache jeder beharrt auf seinem standpunkt und darf recht behalten, den eigentlichen feind/das eigentliche ziel vergessend.... scheiß spalterei....
sozial: [frnz.]: gesellschaftlich, die gesellschaftlichen Beziehungen
der Menschen betreffend, gemeinschaftsverbunden.
macht lieber was kaputt
Tomasz du bist jawohl endlos peinlich ...
schön zu sehen...
"Alles Arschlöscher" ist 1 Argument, Fascho?
mitbekommen. Das Argument Gulag ist das häufigste, wozu sie in der Lage sind.
Tomasz wie kann man so spinnen?
@dortMundigen
"Das Geschäft gedeiht auf Trümmern. Städte werde zu Schutthaufen, Dörfer zu Friedhöfen, Länder zu Wüsteneien, Bevölkerungen zu Bettlerhaufen, Kirchen zu Pferdeställen; Völkerrecht, Staatsverträge, Bündnisse, heiligste Worte, höchste Worte, höchste Autoritäten in Fetzen gerissen; jeder Souverän von Gotttes Gnaden den Vetter von der Gegenseite als Trottel und wortbrüchigen Wicht, jeder Diplomat den Kollegen von der anderen Partei als abgefeimten Schurken, jede Regierung die andere als das Verhängnis des eigenen Volkes der allgemeinen Verachtung preisgebend; und Hungertumulte in Venetien, in Lissabon, in Moskau, in Singapur, und Pest in Rußland und Elend und Verzweiflung überall.
Geschändet, entehrt, im Blute watend, von Schmutz triefend - so steht die bürgerliche Gesellschaft da, so ist sie. Nicht, wenn sie, geleckt und sittsam, Kultur, Philosophie und Ethik, Ordnung, Frieden und Rechtsstaat mimt - als reißende Bestie, als Hexensabbath der Anarchie, als Pesthauch für Kultur und Menschheit, so zeigt sie sich in ihrer wahren, nackten Gestalt."
ich fasse das plakat als eine parodie auf die "anarchie" des marktes incl. den "amerika-phobien" (amerikanisch-jüdischer imperialismus) sowie der angst vor dem blinddarmfortsatz der gescheiterten revolutionären phase von 1917-1923 der "kommunistischen weltverschwörung" auf.
das plakat ist im besten sinne der dadisten, surrealisten und situatitionist/innen gestaltet. ich danke der künstler/in, die dies gemacht hat sehr:*
alle, die sich so UNGEHEUERLICH darüber aufregen, haben nur in ihr eigenes verzerrtes und paranoides halluzi-spiegelbild geschaut und erschrecken davor. sie können den humor nicht erkennen, weil sie autoritär-ängstliche ANALystInnen sind, die noch tief in der vergangenheit stecken. aber eigentlich sollte ihr verzerrtes und ängstliches spiegelbild durch dieses plakat gestört/zer-stört und in ihr autismus frage gestellt werden. ich hoffe, daß diese zei(l)chen von mir etwas seelenbalsam für die klugen sind.
das dazu geschriebene inspiriert mich auch sehr, aber ich muß jetzt mal eine schreibpause einlegen.
Wiso ist eigentlich jeder,
als Kommunist "outet" ein stalinist?
...ist doch gar nicht so. das betrifft nur die (nominal)kommunisten, die statt emanzipation und
basisdemokratie einen parteikommunismus a la stalin/lenin wollen und jeden der anders denkt, ins gulag stecken wollen. ich bin auch kommunist - aber
eben rätekommunist. konstruktiv diskutieren müsstest du mal von tomasz (der es nicht mal schafft bei der wahrheit zu bleiben) und den anderen
parteifuzzis fordern. mag sein, daß stalinisten überall auf dem rückzug sind, aber leider sind sie immer noch am lautesten.