Kommunikationsguerilla zur Tobin Tax
Meier-Tax heißt der neue Hit - eine Steuer auf Email-Anhänge zugungsten hilfebedürftiger Kinder. Das war Phase 1 einer Kommunikationsguerilla zur kapitalismussichernden Tobin Tax. Phase 2 war das Dementi von "Attac". Kommunikationsguerilla ist kreativ und schnell. Die ganze Geschichte unter ...
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Ergänzungen
Ich will keinen besseren Kapitalismus...
genial
hp
@ heinrich p
Meier-Tax im Stadtrat
Mit der Meier-Tax zum Meier-Taxi
Bürgerantrag der IMRED-Ortsgruppe Werdohl gemäß §24 Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen
Der Rat der Stadt Werdohl möge auf seiner Sitzung am 24.1.2001 beschliessen:
Die Stadt Werdohl führt auf ihrem Gebiet die Meiertax zur Reduzierung des Datenumsatzes als Hilfe für sozial Benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. [...] Die Meier-Tax wird von den Werdohler Internet-Providern als Teil der kommunalen Gewerbesteuer erhoben. [...] Mit den Einnahmen wird ein ABM-Projekt für arbeitslose Jugendliche finanziert.
Sie werden als Meier-Taxifahrer arbeiten und zwischen 24 und 4 Uhr Bier, Chips und Zigaretten von der Tankstelle holen, um die Waren zu Privatfeiern im Stadtgebiet zu transportieren. Die Meier-Tax deckt die Lohnkosten, während die Kunden einen kleinen Obulus für die Benzinkosten zu entrichten haben, der Pauschal 2,50 Euro beträgt.
Somit ist allen gedient: den Fussgängern, die keine betrunkenen Autofahrer fürchten müssen; den Jugendlichen, die, obwohl sie sich kein Auto leisten können, mal ordentlich Gas geben können und dafür auch noch bezahlt werden und den Werdohler Party-People ebenso. Die Meier-Taxis sollten an der pilskengelben Farbe zu erkennen sein und eine beleuchtete Schaumkrone auf dem Tach haben, die den Schriftzug "Meier-Taxiservice Werdohl" trägt.
Die Anschaffung der Fahrzeuge soll von der lokalen Wirtschaft gesponsort werden, die dann mit ihren Firmenlogo auf den populären Fahrzeugen werben dürfen.
Begründung: erfolgt mündlich auf der Ratssitzung
Noch ne Steuer
Mit einem Antrag an den Stadtrat richtet sich Herr Meier allerdings an diejenigen, die gerne neue Geldquellen auftun. Wie traumtänzerisch muß mensch eigentlich drauf sein, um überhaupt nur einen Gedanken in solche Richtung zu veröffentlichen: Sektsteuer, Tabaksteuer, Kriegssteuer, Streichholzsteuer ...
Aber wenn schon Geld scheffeln, warum dann nicht richtig? Statt als Bieder-Meier neue ordnungspolitisch einzuschätzende Knöllchenkataloge für (Daten-) VerkehrssünderInnen zu "kreieren",
schiene es mir sinnvoller, wenn die "Macher" aus Kölle "Alaf" die Verwendung von LINUX propagierten. Die wirklich großen Geldmengen, die so gespart werden - denn die Konzern-Programmpakete kosten ja jeweils hunderte von Währungseinheiten und nicht Prozente davon - könnten - freiwillig - gespendet werden.
Attac berät neu
Hilfe die Borgs sind unter uns!
Und der letzte auch???
Aber davon ab: Die Texte der Kommunikationsguerilla zu attac kamen aus verschiedenen Richtungen. Etliche der zeichnenden Personen sind real und haben auch auf Listen mit den Texten agiert. Auch Heinrich P. ist tatsächlich als Attac-Diskutant bekannt - auf verschiedenen Listen und immer mit grauenvollen Positionen. Warum soll er hier nur simuliert worden sein? Oder: Hast Du doch recht, bist aber die Einzelperson, die hier alles macht? Woher weißt Du das sonst?
Thema ist eigetlich cool
Meier-Tax in der taz
Als Fake entpuppten sich leider sowohl der Vorschlag eines Mitglieds des globalisierungskritischen Bündnisses Attac, wirre Weltverschwörungtheorien, die per E-Mail verbreitet würden, mit einer Weltverschwörungssteuer zu belegen, als auch die Gegendarstellung von Attac, mit dem Vorschlag nichts zu tun zu haben. Beide Mitteilungen erreichten uns per Fax. Auf Nachfrage der Wahrheit erklärte der Verantwortliche Marcus Meier, es handle sich dabei um einen Gag, der nichts tauge.
taz Nr. 6649 vom 14.1.2002, Seite 20, 17 Zeilen (TAZ-Bericht)