Argentina-Soli-Demo in Barcelona, 500 Leute!
Während der spanische Regierungschef José Marìa Aznar sich um die Gewinne der spanischen Firmen sorgt, die in Argentinien "investiert" haben, fand in Barcelona eine Soli-Kochtopfdemonstration mit den Protesten der argentinischen Bevölkerung statt, an der 500 Personen teilnahmen.
Die "Cacerolazos" sind auch schon in Europa zu hören!
Heute, 8. Januar, um 20 Uhr hat in Barcelona eine Argentina-Soli-Kochtopfdemo stattgefunden. 500 Personen, darunter auch ArgentinierInnen und Exil-SüdamerikanerInnen, nahmen an der Protestdemo teil, viele waren mit den obligatoischen Kochtöpfen ausgestattet. Mit viel Lärm wurde der Kampf der argentinischen Bevölkerung so auch in Spanien "hörbar". Die Protestdemo fand gleichzeitig mit einer Demonstration in Buenos Aires statt, die vor der spanischen Botschaft abgehalten wurde. Inhatlich konzentrierte sich die Solidemo in Barcelona auf die spanischen Konzerne, die in Argentinien "investiert" hatten sowie deren Verantwortung an der Krise des Landes.
Das argentinische Konsulat in Barcelona und die spanische Botschaft in Buenos Aires hörten zur selben Zeit die lautstarken Proteste gegen die Politik ihrer beiden Länder - am selben Tag, an dem der spanische Regierungschef José Marìa Aznar von Argentiniens Präsident Duhalde "Garantien für die spanischen Unternehmen" eingefordert hatte, um diese vor den Folgen der fast 30%igen Abwertung des argentinischen Peso zu "schützen"! Während die verzweifelte Lage der Menschen in Argentinien und der Tod von vielen Menschen, die der Aufstand der hungernden argentinischen Bevölkerung zur Folge hatte, die spanische Regierung offenbar kalt lässt, beginnt sie nun, sich um die spanischen Firmen zu sorgen, die aufgrund der Abwertung des Peso Verluste erleiden könnten - die Börsenwerte der spanischen Unternehmen, die in Argentinien "investiert" hatten, waren zu Wochenbeginn abgestürzt (mehr zum Thema "Verluste der spanischen Unternehmen und Intervention Aznars" unter:
http://www.jungewelt.de/2002/01-09/006.php).
Die Demonstration in Barcelona machte jeweils an symbolischen Orten der Proteste halt, so vor spanischen Banken und Versorgungsfirmen. Es wurden Plakate hochgehalten, auf denen zu lesen war: "IWF, EU, Repsol, BBVA, La Caixa, Telefónica, OMC, Endesa, BSCH - Verantwortliche für das Elend in Argentinien. Die Grundlage des Neoliberalismus, das Wohlergehen einiger Weniger über das Wohlergehen Aller zu stellen, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit".
Die Kochtopf-Demonstration war friedlich und laut. Sie endete vor dem Büro der EU-Kommission, welche sich heute verteidigend hinter die europäischen Kapitaleigner gestellt hatte. Und die Soli-Proteste in Spanien gehen weiter. Es wurde vereinbart, dass man sich am 19. Januar zu einer Versammlung treffen wolle, um eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen, welche den Kampf der Menschen in Argentinien unterstützen soll.
Sinngemäße Quelle:
http://argentina.indymedia.org/front.php3?article_id=6895&group=webcast
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Ergänzungen
Hinweis für Berlin
Tur richtig gut sowas zu lesen! Danke für die Übersetzung!!!
Heute abend ist im Haus der Demokratie eine Veransataltung, die wahrscheinlich auch zur Planung von
Aktivitäten genutzt werden kann. Der Artikel mit dem Aufruf:
attac
attac ist kack
attac?