Argentinien: Spannung und Erwartung
Vor Ankündigung der nächsten wirtschaftlichen Maßnahmen: Spannung und Erwartung (Übersetzung des Startseiten - Features von imc-argentina vom 4.2.02)
Heute wird die Regierung die neuen Maßnahmen, darunter die Abwertung des Pesos, bekannt geben. Auch wenn noch keiner weiß, ob sie es machen werden, sind der Kongress und die Plaza de Mayo bereits vollkommen von der Polizei und der Gendarmerie abgesperrt, um den Demonstrationen zuvorzukommen, die losbrechen werden, sobald die Maßnahmenpakete bekannt werden.
Darüber hinaus müssen wir uns von neuem der Stille, den Entstellungen und den Lügen der großen Kommunikationsmedien stellen.
Wie werden wir damit umgehen?
"Hier schreibt euch ein Angestellter einer Apotheke ...In meinem Labor ist die Situation wie folgt: ... nur eine Drogerie versorgt uns noch mit Medikamenten und unter noch härteren Bedingungen als zuvor ..." (>> mehr:
http://de.indymedia.org/2002/01/13162.html)
So beginnt einer der am heutigen Tag auf Indymedia veröffentlichten Berichte. Eine andere Meldung berichtet dass auf einer Versammlung in Rosario mehr als 600 Personen, die Mehrheit Nachbarn aus der Stadtmitte sich an diesem Ort zusammenfanden. (>> mehr:
http://de.indymedia.org/2002/01/13123.html) Indymedia füllt sich mit dieser Art Informationen, mit Fotos, Diskussionen, Fragen und Kommentaren.
Die Massenmedien, über die sie verfügen spielen heute eine ominöse Rolle, indem sie die Wirklichkeit gemäß ihren eigenen Interessen wiedergeben und darstellen, und eines wird von Mal zu Mal klarer: Wir brauchen unsere eigene Stimme.
Indymedia versucht in diesem Sinn einen Beitrag zuleisten, indem es seine Seiten vollständig öffnet, damit du publizieren kannst, was in deiner Gegend vorgeht, wie du jede einzelne Begebenheit erlebt hast, um Versammlungen, Diskussionen etc. rüberzubringen und damit du Fotos, Tonaufnahmen und sogar Videos veröffentlichen kannst.
Die Ergebnisse sind schon zu sehen, aber wir glauben, dass es nötig ist, noch weitere Anstrengungen zu unternehmen. Deshalb ist unser Motto: jedEr mensch ist einE KorrespondentIn. Wenn du eine Kamera hast, kannst du Fotos schießen und sie veröffentlichen, wenn du ein Aufnahmegerät hast, kannst du ein paar Aufnahmen von den Demonstrationen oder Versammlungen machen, die TeilnehmerInnen fragen, was sie zu sagen haben und diese Stimmen der ganzen Welt zur übermitteln. Wenn ihr weder Kamera noch Aufnahmegerät besitzt, könnt ihr einfach einen kurzen Bericht schreiben, mit so vielen Details, wie es euch nötig erscheint und ihn publizieren, damit die ganze Welt mitkriegt, was passiert. Wenn du in einer der "heißen Zonen" des Landes bist, ist deine Hilfe unschätzbar.
Was wir zur Zeit erleben ist sehr wichtig, für viele eine der intensivsten Erfahrungen unseres Lebens und wir können nicht zulassen, dass die Massenmedien es verschweigen oder in der Truhe des Vergessens aufbewahren.
Wenn du Hilfe brauchst um deine Materialien zu Publizieren, wenn ihr mit Indymedia Argentinien zusammenarbeiten wollt, wenn ihr uns kennenlernen oder mehr Informationen haben wollt, könnt ihr uns schreiben unter
argentina@indymedia.org. Wir werden gerne versuchen euch so bald wie möglich zu antworten
Übersetzung: stw
Darüber hinaus müssen wir uns von neuem der Stille, den Entstellungen und den Lügen der großen Kommunikationsmedien stellen.
Wie werden wir damit umgehen?
"Hier schreibt euch ein Angestellter einer Apotheke ...In meinem Labor ist die Situation wie folgt: ... nur eine Drogerie versorgt uns noch mit Medikamenten und unter noch härteren Bedingungen als zuvor ..." (>> mehr:
http://de.indymedia.org/2002/01/13162.html) So beginnt einer der am heutigen Tag auf Indymedia veröffentlichten Berichte. Eine andere Meldung berichtet dass auf einer Versammlung in Rosario mehr als 600 Personen, die Mehrheit Nachbarn aus der Stadtmitte sich an diesem Ort zusammenfanden. (>> mehr:
http://de.indymedia.org/2002/01/13123.html) Indymedia füllt sich mit dieser Art Informationen, mit Fotos, Diskussionen, Fragen und Kommentaren. Die Massenmedien, über die sie verfügen spielen heute eine ominöse Rolle, indem sie die Wirklichkeit gemäß ihren eigenen Interessen wiedergeben und darstellen, und eines wird von Mal zu Mal klarer: Wir brauchen unsere eigene Stimme.
Indymedia versucht in diesem Sinn einen Beitrag zuleisten, indem es seine Seiten vollständig öffnet, damit du publizieren kannst, was in deiner Gegend vorgeht, wie du jede einzelne Begebenheit erlebt hast, um Versammlungen, Diskussionen etc. rüberzubringen und damit du Fotos, Tonaufnahmen und sogar Videos veröffentlichen kannst.
Die Ergebnisse sind schon zu sehen, aber wir glauben, dass es nötig ist, noch weitere Anstrengungen zu unternehmen. Deshalb ist unser Motto: jedEr mensch ist einE KorrespondentIn. Wenn du eine Kamera hast, kannst du Fotos schießen und sie veröffentlichen, wenn du ein Aufnahmegerät hast, kannst du ein paar Aufnahmen von den Demonstrationen oder Versammlungen machen, die TeilnehmerInnen fragen, was sie zu sagen haben und diese Stimmen der ganzen Welt zur übermitteln. Wenn ihr weder Kamera noch Aufnahmegerät besitzt, könnt ihr einfach einen kurzen Bericht schreiben, mit so vielen Details, wie es euch nötig erscheint und ihn publizieren, damit die ganze Welt mitkriegt, was passiert. Wenn du in einer der "heißen Zonen" des Landes bist, ist deine Hilfe unschätzbar.
Was wir zur Zeit erleben ist sehr wichtig, für viele eine der intensivsten Erfahrungen unseres Lebens und wir können nicht zulassen, dass die Massenmedien es verschweigen oder in der Truhe des Vergessens aufbewahren.
Wenn du Hilfe brauchst um deine Materialien zu Publizieren, wenn ihr mit Indymedia Argentinien zusammenarbeiten wollt, wenn ihr uns kennenlernen oder mehr Informationen haben wollt, könnt ihr uns schreiben unter
argentina@indymedia.org. Wir werden gerne versuchen euch so bald wie möglich zu antworten Übersetzung: stw
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Frage
Wie bekannt ist Indymdia eigentlich ion Argentinien? Wieviele Leute gehen auf die Straße. Ist abzusehen, daß die alle Leute wirklich wieder brav an die Arbeit gehen, wenn die "Krise" beseitigt ist, wie Zyniker hier immer wieder bemerken?
Danke für die Übersetzung!
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An Frager
"Hallo, danke dass ihr uns geschrieben habt!
Bezüglich der Frage, wie viele Leute bei Indymedia Argentina reinschauen, können wir leider nicht viel sagen, da wir die logs der Seite nicht aufbewahren. Dafür, dass ihr euch ein Bild machen könnt: zwischen dem 20. und heute wurden 1600 Beitrage gepostet, einschließlich Kommentare. Eine für Indymedia Argentina mehr als rekordverdächtige Zahl. Hierdurch könnt ihr euch ein Bild machen, wie viele Leute unsere Seite besuchen: für uns sind es sehr sehr viele.
Bezüglich der Frage nach der Bekanntheit der Seite: dies ist relativ zu sehen. Die Vorarbeit, die wir zusammen mit Arbeitnehmer- und Arbeitslosen-Organisationen und der studentischen Bewegung gemacht haben, war von großem Nutzen dafür, dass viele Menschen Indymedia als Verbreitungsmedium nutzen. Zum Beispiel gibt es Arbeitslosen-Organisationen, die Nachrichten aus Indymedia ausdrucken, um sie in ihren Stadtteilen zu verteilen. Sehr viele Leute aus dem Landesinneren und auch aus dem Ausland nutzen die Seite, um auf dem Laufenden zu bleiben und die Nachrichten an verschiedene Diskussionsforen weiterleiten. Darüber hinaus gibt es 10 bis 15 Seiten, die unsere Beiträge kontinuierlich spiegeln. Aber wenn ihr mich fragt, ist dieses noch nicht einmal notwendig.
In unserem Kollektiv haben wir heute darüber diskutiert, einen Dokumentarfilm zu erstellen, der gegen Ende Januar fertig sein soll. Wir wollen den Film weltweit verbreiten, um Geld dafür zu sammeln, eine Zeitschrift mit einer landesweiten Auflage herauszugeben, die 1000 US Dollar pro Ausgabe kosten wird und deren Herausgabe heute für uns unmöglich ist. Weiter werden wir beginnen, einen Online-Radiosender sowie ein UKW-Radioprogramm, die die Informationen von Indymedia laufend wiedergeben, zu betreiben. Ziel der Zeitschrift ist, auch die Leute effektiv mit Informationen zu versorgen, die kein Internet haben.
Indymedia existiert hier seit April dieses Jahres (Anmerkung: gemeint ist April 2001) und hat gerade durch die Berichterstattung über sehr viele Bewegungen, die den heutigen vorausgegangen waren und welche die Medien totzuschweigen versuchten, ein sehr großes Wachstum erfahren.
Bezüglich der Frage, wie viele Menschen auf den Straßen waren, ist dies sehr schwer zu schätzen. Die Bewegung war so spontan und so breit, dass kein Mensch erfassen kann, wie viele es genau waren. Um sich eine Vorstellung zu machen, sei gesagt, dass allein auf der Plaza de Mayo (Anmerkung: Platz vor dem Regierungsgebäude in Buenos Aires) 50.000 Personen waren!
Gut, danke für die Fragen, ich hoffe, diese beantwortet zu haben,
es umarmt euch (Name des Schreibers)"