Arg.: Straßenschlacht vor Parlamentsgebäude

Mensch aus HH 02.01.2002 02:25 Themen: Weltweit
Zur Stunde debattiert die Bundesversammlung Argentiniens über die Wahl eines neuen Präsidenten, des 3. in wenigen Wochen. Vor dem Parlamentsgebäude kam es unterdessen zu einer Straßenschlacht zwischen Linken und Anhängern des aussichtsreichen peronistischen Präsidentschaftskandidaten Duhalde...Hier die Übersetzung eines Indymedia Argentina-Beitrages dazu.
Übersetzung:

"Straßenschlacht vor dem Parlamentsgebäude

by Agencia AyC 1:19pm Tue Jan 1 '02 (Modified on 2:50pm Tue Jan 1 '02)  info@agenciaayc.com.ar

Nach harten Auseinandersetzungen zwischen militanten Linken und peronistischen Gruppen von Duhalde-Anhängern (Anmerkung: Der Peronist Duhalde gilt als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Präsidenten), wird die Bundesversammlung Duhalde vermutlich zum Präsidenten der ArgentinierInnen bis zum Jahr 2003 bestellen.

Obwohl die Polizei, um die Sicherheit des Ortes zu garantieren, seit den frühen Morgenstunden einen beeindruckenden Sicherheitswall errichtet hatte, fand vor Kurzem unmittelbar vor dem Parlamentsgebäude Argentiniens, genauer gesagt an der Ecke der Straßen Bartólome Mitre und Rivadavia, eine wahre Straßenschlacht statt als DemonstratInnen der Duhalde-Anhängerschaft auf Militante von verschiedenen linken Gruppen trafen.

Die Polizei begann daraufhin, Gummigeschosse und Tränengas zu verschießen, was die DemonstratInnen zerstreute: Die Peronisten-Gruppe blieb am Ort, die linken Gruppen zogen sich in Richtung des Gebiets des Obelisken (Anmerkung: Wahrzeichen von Buenos Aires) zurück.

Wie viele Verletzte aus den Auseinandersetzungen hervorgegangen sind, ist noch nicht bekannt, es wird geschätzt, dass es über ein Dutzend sind.

Unterdessen kamen die ReferentInnen der politischen Parteien im Innern des Parlamentsgebäude überein, wer das nächste Regierungsoberhaupt Argentiniens sein soll.

In erster Linie wird vermutet, dass das oberste Amt an Dr. Eduardo Duhalde (Anmerkung: Peronist, der dem eher gemäßigten Flügel der peronistischen Partei angehört, sofern man hiervon überhaupt sprechen kann) fallen wird, obwohl es einige gibt, die mit seiner Ernennung noch nicht einverstanden sind. Die Sitzung der Bundesversammlung hätte um 14 Uhr beginnen müssen, hat wahrscheinlich aber erst vor einigen Minuten begonnen; die Peronisten und die Sozialdemokraten stimmen darin überein, dass Duhalde bis zum Jahr 2003 regieren soll."

Ende der Übersetzung

Anmerkung: Auf Indymedia Argentina sind einige Aufrufe zur Abhaltung von "Vollversammlungen der Bevölkerung" und ähnlichem gepostet. Inwieweit dies zu einem generellen Aufruf geführt hat, ist jedoch nicht ersichtlich. Einen gemeinsamen Versammlungs-Aufruf aller linken Gruppen oder ähnliches scheint es nicht zu geben (wenn es einen solchen gibt, immer her mit dem URL, man kann ja auch mal etwas übersehen ;-). Ich meine damit jedoch nicht "gemeinsame Erklärungen" der Linken, davon gibt es einige, sondern spezielle Aufrufe, die Proteste basisdemokratisch zu organisieren...
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Aktueller Nachtrag:

Mensch aus HH 02.01.2002 - 03:54
Der Peronist Duhalde ist der neue Präsident Argentiniens. Er wurde heute (1.2.) um 23:15 (in D: 3:15) von der Mehrheit der Bundesversammlung gewählt. Er erhielt 262 Ja-Stimmen und 21 Gegenstimmen. Es gab 18 Enthaltungen. Er wird Argentinien bis Dezember 2003 regieren. Die von den Peronisten vorgeschlagene Kandidatur Duhaldes wurde u.a. von den Sozialdemokraten und einem Teil des Frepaso (ehemals linkes Wahlbündnis) unterstützt. Ablehnung kam nur von den Abgeordneten der Linken, welche neue Präsidentenschaftswahlen eingefordert hatten.

Sinngemäße Quelle:
 http://www.clarin.com/ultimo_momento/notas/2002-01-01/m-332723.htm

;-) 02.01.2002 - 13:41
" Er wird Argentinien bis Dezember 2003 regieren" na das werden wir ja mal sehen ;-)

Schätzung

Hass 02.01.2002 - 14:03
Der hält sich solange wie noch Hoffnung besteht das W. den IMF bequatschen kann doch noch die 1,3 Mrd. zu zahlen.

Ein Rezept zur Lösung der Krise hat er nämlich auch nicht.

Mein Tip: ein Monat dann gibts wieder Riots.

Auf ein Neues!

Autonom 02.01.2002 - 16:28
Jede Partei oder Einzelperson, die sich zur Regierung erhebt hat im Grunde genommen nichts als die Unterdrückung des Volkes und die Verschleierung der damit verbundenen Ausbeutung als Ziel. Dies verstößt gegen bestehendes Recht und muss vom Volk geahndet werden.

Wir brauchen keine neuen Herren, wir brauchen gar keine!!!

Nicht zu früh freuen

dudududu 02.01.2002 - 16:39
Viele sehen in Argentinien schon die Vorläufer einer Weltrevolution.

Warten und nicht zufrüh Pulver verschiessen. Der IWF wird schon Schulden erlassen, um die Wirtschaft Argentiniens am Leben zu erhalten.

Das wird dann aber langfristig sein Untergang.
Bis dahin dauert es aber (leider) noch ein bisschen.

richtig Autonom !!

Black Block 02.01.2002 - 17:04
wir brauchen auch keine kommunistischen herren !

Von der bakuninschen Träumerei

dudududu 02.01.2002 - 19:50
Ach ja, Mr. Schwarzer Block. Würd mich ja freuen, wenn die Menschheit auf einen Schlag nach der Revolution absolut egalitär ist und man Anarchismus sofort schaffen kann. Dazu benötigt man aber leider libertäre Pädagogik. So schnell schaltet der Mensch nicht von alleine. Und für die Umerziehung benötigen wir zuerst die Diktatur des Proletariats. Also hör auf zu träumen. Das ist der Unterschied zwischen Anarchisten und Kommunisten (vom Ziel her meistens das gleiche). Kommunisten sind Realisten und keine Träumer.

umerziehung...

anarchistin 02.01.2002 - 20:04
diktatur, sei es jetzt die des proletariats oder sonst eine... meinst du, dass so etwas zur befreiung der menschen führen wird? jede diktatur bedeutet unterdrückung. makaber, da von realismus zu sprechen - du kriegst damit einen real existierenden sozialismus und sonst gar nichts.

"libertäre Pädagogik" was soll das sein?

02.01.2002 - 21:16
hört sich interessant an. Aber gibts das? Ict das antiautoritäre Pädagogik a la Neill?

Michail Marx

Karl Bakunin 02.01.2002 - 21:20
Könnt ihr mal endlich euer albernes Gequatsche einstellen? Wir sind sehr weit entfernt von der Zerstörung des Kapitalismuses. Wir sind ALLE Genossen, wir kämpfen alle für die Freiheit und Gleichheit der Völker.Für die Zerstörung des Kapitals müssen wir stark sein und vereinigt. Die Herrschenden lachen sich doch nur Fäustchen wenn wir uns selbst untereinander streiten.
Zusammen kämpfen für eine gleiche Welt

kleine klarstellung

vegetarier sind schuld an pleite argentiniens 02.01.2002 - 21:48
1. das was dort läuft ist ne ´ganz normale´ hungerrevolte & hat nix mit revolution zu tun (jedefalls, wie ihr sie versteht). klar hat der hunger politische gründe und klar profitieren extremisten von der situation, es wird sich aber nix ändern, hört auf zu träumen...
2. ihr sitzt auf eurem arsch vorm pc & tut alles andere als kämpfen, erzählt doch nix. und wenn ihr den arsch dazu in der hose hättet, sässen die zwanzig ´kämpfer´ wahrscheinlich am selben abend auf der wache in der ausnüchterungszelle - denn für ´argentinische verhältnisse´ fehlt hier eins: der hunger...
3. wenn man euch hier eure wahrheitsapostel-grabenkämpfe austragen liest, dann ist man (also ich) sehr froh, das es bullen gibt, die mich vor euch beschützen...
so, das war jetzt mal n bissken provo, he?

dudududu 03.01.2002 - 04:43
@anarchistin

einen real-existierenden Sozialismus...bla blub...das Totschlagargument jedes Anti-KommunistInnen. Jedes sozialistisches System war bis jetzt Kapitalismus.--------- Diktatur muss sein, um sicherzustellen, dass die Mächtigen ihre Zügel nicht wieder in die Hand nehmen. Der Unterschied zwischen unseren autoritären Staat und dem autoritären Staat der Mächtigen ist, dass wir eine egalitäre Gesellschaft wollen, im Gegensatz zu den Kapitalisten, die von den bestehenden Verhältnissen zerren. Allerdings muss man das langsam angehen nach der Revolution.

@anarchistin

dudududu 03.01.2002 - 04:50
*seufz* jaja das Totschlagargument des "real-existierenden Sozialismus"....damit kommt jeder Anti-Kommunist. Diese System haben/hatten NICHTS mit Kommunismus zu tun. Das war purer Kapitalismus...nicht mehr.-----------------Die Diktatur, die ich will, ist zwar auch eben eine Diktatur und Autoritär, aber sie hat zum Ziel ein egalitäres, libertäres System zu schaffen, im Gegensatz zu den Kapitalisten, die daraus zerren, dass es Klassen gibt. Deswegen dürfen wir uns nicht durch irgendwelche bakuninschen Träumereien die Zügel nach der revolution wieder aus der Hand nehmen lassen.

dudududu

an unbekannt 03.01.2002 - 04:58
Libertäre Pädagik, wie sie von Kropotkin zum Beispiel gut beschrieben wird. Eine Umerziehung des Menschen vom kapitalistischen System zu einem anarchistischen und zwar indem die Schule, als Instrument der Herrschenden, umstrukturiert wird. Indem nichtmehr soviel Wert darauf gelegt wird, den Schüler auf ökonomischen Erfolg etc. zu trimmen/ eine Erziehung, die ohne Bestrafung auskommt, sondern dafür sorgt, dass die Menschen verstehen, was passiert, wenn sie sich über andere Stellen im allgemeinen (Historie des Kapitalismus ala Schwarzbuch Kapitalismus im speziellen wirtschaft), damit soetwas nie wieder vorkommt....einfach eine Pädagogik, die den Menschen befähigt mit wenig Gesetzen miteinander zu leben.

"Landwirtschaft, Industrie und Handwerk" von Kropotkin beschreibt sehr gut.

ICH HASSE DIESES FORUM!;-)

dudududu 03.01.2002 - 05:09
Jetzt hat das scheissteil das doch abgeschickt...und ich hatte schon Angst;-)

Naja was ich noch sagen wollte --------------- an Bakunin oben...Du hast recht. Deswegen Querfront! *g* --------------vergetarier! So ein Quatsch. Es behauptet ja keiner, dass jetzt die Weltrevolution ausbricht. es ist nur eine Revolte. Allerdings musst Du Dir im klaren darüber sein, dass eine Revolution nur ausbrechen kann, wenn die materiellen Bedürfnisse der Menschen nciht mehr befriedigt werden. Und da ist so eine Hungersnot doch ganz praktisch. Wovon Du wohl ausgehst ist, dass auf einmal Sozialisten die Waffe in die Hand nehmen und den Staat stürzen....nix da;-) Eine Revolution kommt nur vom Proletariat....und zwar, wenn die Bedürfnisse nciht mehr befriedigt werden (a.d.c.Marx)...also lass uns in freude ausbrechen....*g*

ihr seit alles realitätsferne spinner

Die deutsche Linke ist verrückt 03.01.2002 - 11:34
vielleicht solltet ihr mal selber durchlesen was für einen mist ihr alle schreibt. ihr freut euch wohl auch noch, dass es den leuten in argentinien dreckig geht, weil das ist ja so eine geile ausgangslage für ne revolution! ihr seid doch alles nur mediengeile Kleinkinder, die zweimal am Ersten Mai randaliert haben, da voll die Erfolgserlebnisse geschoben haben und jetzt glauben, dass es in Argentinien auch so geil ist.

Mit euch will ich echt keine Revolution machen, die einen kranken Anarchisten, die keinen Sinn für die Realität haben, die anderen durchgeknallte Kommunisten, die von der Diktatur des Proletariats labern.

IHR HABT ALLE EINEN AN DER WAFFEL!

An die SchimpferInnen

anarchistin 03.01.2002 - 12:46
"mit euch will ich echt keine revolution machen"... "kleinkinder"... echt unglaublich, liest da jemand EIN statement von dir, was deine grundsätze erklärt und überhaupt keine aussage über dein praktisches handeln macht (ich war noch nie am 1.mai unterwegs, das mal am rande) und kommt dann mit so einer tour... meinst du echt, du kannst die leute so leicht einschätzen? die aussage von "marx" oder "bakunin" oder wem auch immer trifft dann zu, wenn es sich wirklich auf streiten reduziert und die leute dann gar nicht mehr zusammenarbeiten können und sich spinnefeind sind... ist aber nicht meine erfahrung, zumindest in meinem umfeld... und wer sich an grundsatzdiskussionen stört, braucht die ja nicht zu lesen.

Geh mal weg, Stalino!

Stalinisten aufs Maul 03.01.2002 - 14:37
Wenn Du Deinen Führer brauchst, ium gefürhrt zu werden ist das Deine Sache. Aber ich brauch sowas nicht. Du scheinst mir hier auf der falschen seite zu sein! Diktatur ist Freiheit - typisch Politsekten-Scheisse!

An alle Beführworter der Diktatur

Durruti 03.01.2002 - 14:54
Nun denn, da die Allgemeinheit einer Grundsatz Diskussion zustimmt, werde ich mich jetzt auch integrieren. Ihr (die Marxisten)behauptet, dies Staatsjoch -die Diktatur- sei als Mittel einer Übergangsphase notwenig, um die Befreiung des Volkes zu erreichen. Anarchismus oder Freiheit sei dies Ziel, der Staat oder die Diktatur das Mittel. Daher müsse man, wolle man die arbeitenden Massen befreien, sie erst einmal versklaven.
Wir (die Anarchisten) antworten euch: KEINE Diktatur kann ein anderes Ziel haben als ihre eigene Perpetuierung, und sie kann nur Sklavengeist zeugen in dem Vok, das sie duldet; Freiheit kann nur durch Freiheit geschaffen werden.

"Nur dann bin ich wahrhaft frei wenn ale Menschen, Frauen und Männer ebenso frei sind wie ich. Ihre Freiheit, weit entfrnt davon eine Einschänkung oder die Verneinung meiner Freiheit zusein, ist im Gegenteil ihre notwendige Voraussetzung und Bejahung"
Michail Bakunin

Das Experiment autoritärer Sozialismus ist gescheitert

Aufruf zur Mäßigung

Dortmunder 03.01.2002 - 15:56
Könnt Ihr vielleicht auch sachlich miteinander diskutieren? Dafür sind die Foren auch geschaffen worden.
Mann, die Faschos müssen sich über uns kaputtlachen...

an durrutri

dudududu 03.01.2002 - 16:57
Mein Jung....ich hätte nicht gedacht, dass es immer noch Anarchisten gibt, die an Bakunin festhalten. Es kann so einfach nicht klappen. Der Mensch ist darauf ausgerichtet sich über andere zu stellen. Das bekommen wir in der Schule/ durch die Eltern/ generell durch das kapitalistische System auferlegt. Denkst Du auf einmal würde nach der Revolution jeder durchblicken und sich diesem Prozess und dieser Gehirnwäsche entziehen können? Wir sind nur einige wenige, die wissen, dass das falsch ist. Man muss zu erst sicherstellen, dass die Kapitalisten nicht zurückschlagen, wenn wir doch noch eine Chance haben wollen, diese Welt zu retten. Sei mal ehrlich. Du weisst doch selber, dass nach einer Revolution und der Zerschlagung von weiten Teilen des Staates und der Infrastruktur alles wieder von vorne beginnt. Das System rollt sich wieder auf...dann eventuell aber mit brutaleren Mitteln....noch so einen Fehler wird das System dann sicherlich nicht nocheinmal begehen, uns die Chance auf eine Revolution (falls wir die überhaupt einmal bekommen) zweimal zu geben.

danke dududu

ich 03.01.2002 - 17:59
daß du uns so gut klarmachst was kommuniism bedeutet. kennst du die farm der tiere? oder informierst du dich nur durch deine kampfschriften?

@ich

anarchistin 03.01.2002 - 18:46
sehr gut :-)...

@dudududu

anarchistin 03.01.2002 - 18:52
wie soll denn nach deinen vorstellungen die revolution stattfinden? ein kleiner konspirativer kampftrupp, der die macht übernimmt und den menschen das heil (den kommunismus) bringt? eine revolution kann nur dann dauerhaften bestand haben, wenn die mehrheit der leute hinter ihr steht. das aber erreichst du durch überzeugungsarbeit. und komm mir nicht damit, dass die menschen so in das system eingebunden sind, dass sie sich nicht ändern können - wenn dem so wäre, gäbe es überhaupt keine kritischen bewegungen. aber natürlich ist es wesentlich mühsamer einzelne menschen ernst zu nehmen und sie in diskussionen von deinem ansatz zu überzeugen...

an anarchistin

dudududu 03.01.2002 - 21:26
Klar! Revolutionen, die von einem kleinen Teil der Bevölkerung ausgelöst werden, sind immer zum scheitern verurteilt. Der sozialistischen Revolution, die meineserachtens kommen wird, liegt aber zugrunde, dass der Staat die Bevölkerung durch das System, indem wir leben nicht mehr befriedigen kann. Werden die materiellen Bedürfnisse des Menschen nicht mehr befriedigt, so steht er auf und startet eine Revolution (Vorbote Hungerrevolte in Argentinien). Das heisst aber noch lange nicht, dass alle Aufständigende Sozialisetn sein werden. Das wäre ja total panne. Dann könnte man das System auch durch Wahlen verändern. Oder bist Du eine Sozialdemokratin?;-)

und bleibe beim Thema des Artikels, den Du...

Heiner Geissler 03.01.2002 - 23:57
Ja so ist: Eigentlich verstehe ich die Kommentarfunktion als Ergänzungswerkzeug für Texte. Stattdessen sammeln sich hier alle möglichen Dumpf-Poster, die mal eben in 2,3 Sätzen "ihre" Version der "einzig wahren" Revolution an die Leute bringen wollen. Auffallend dabei: Unfähigkeit zur Analyse. Viele (nicht alle) Anarchos vernachlässigen Analyse der ökonomischen Struktur und fast alle Kommies sind bei der Analyse der Ökonomie bei Marx/Lenin stehengeblieben (und analysieren nicht selbst, sondern plappern nach) und sind absolut unwillens sich auch nur im Ansatz mit Machtstrukturen und Emanzipation auseinadersetzen. Während ich Anarchos schlimmstenfalls Naivität vorwerfen würde und sie auffordern würde, sich auch mal mit Ökonomie zu befassen, kann ich den Kommies nur noch Sektentum und vorwerfen. Marxismus anno 2002 ist eine Religion: Da gibts Führer, Gesetze, unumstößliche Wahrheiten, das "Buch der Wahrheit" und den totalen Tunnelblick. Wen ich hier wirklich "loben" muss, sind Anarchosyndikalisten (aka libertäre Kommunisten) und Teile der Grassrootsbewegung (obwohl es auch hier Träumer gibt, die ich aber nicht angreifen würden. Denn Träumer sind mir lieber als Autoritäre)
Und nun: Geht mal raus in die wirkliche Welt und macht was.

an den Heiner

dudududu 04.01.2002 - 01:49
*hmm* ich glaube die Kritik ist an mich gerichtet - das Lob an libertäre Kommunisten wohl auch, da ich mich als solchen sehe. Shit was mach ich denn jetzt?!;-)

was du jetzt machst?

ich 04.01.2002 - 01:54
erst mal darüber klarmachen, daß du kein libertärer kommunist bist. denn die lehnen eine diktatur ab. aber so wie du hier schreibst, halte ich dich eh für einen provokateur. rethorisches blabla kannste stecken lassen. ansonsten: schon mal in das buch reingeguckt, daß ich empfahl?

oh nein,

dudududu 04.01.2002 - 02:10
mein Freund. Das Ziel eines libertären Kommunisten sollte es sein, eine libertäre Gesellschaft zu schaffen. Diese schaffe ich durch die Diktatur des Proletariats. Würde ich sagen, dass unmittelbar nach einer Revolution eine gänzlich libertäre Gesellschaft geschaffen werden könnte, so wäre ich typischer Anarchist in der Tradition von Michael Bakunin. --- Libertärer Kommunismus nicht gleich Anarchismus(nur im Ziel das gleiche);-)

-

ich 04.01.2002 - 02:15
also weisst du wirklich nicht was libertär bedeutet. also nochmal: entweder du bist provokateur oder ein mitglied/anhänger einer politsekte (rim, mlpd, linksruck, adk, etc) und informierst dich ausschliesslich durch kampfschriften. wenn du dich ein bischen mit analyse der macht oder mit geschichte auseindandergesetzt hättest, wüsstest du, daß diktatur nur zu diktatur führt und daß freiheit nur erkämpft und niemals (in keinem falle) von eimen wohlwollenden big brother geschenkt wird.

ps

ich 04.01.2002 - 02:19
was hat bakunin damit zu tun? im gegensatz zu autoritären kommunisten, gibt es bei anarchos keinen "geistigen vater", dem alle hinterherrennen. wenn überhaupt werden die sachen gelesen und zur inspiration genommen - aber auch kritisiert. wenn ich mich auf irgendjemand beziehen würde, dann auf luxemburg ("freiheit ist die freiheit der anderdenkenden, mühsam, goldmann, focault, wilk etc. - aber auch dies mit einer kritischer distanz. schliesslich kann ich ja selber denken und habe daher keine Bibel.

Angefangen hats damit....

rebell 04.01.2002 - 05:46
... dem total platten Kommentar vom "02.01.2002 19:50".

@heiner

anarchistin 04.01.2002 - 12:10
...naja... so ganz wirklich bleibst du ja auch nicht beim thema des kommentierten artikels...;-)
was mich immer nervt, sind diese unterstellungen, man würde nur labern und nichts machen. wie willst du dir anmaßen das beurteilen zu können? meinst du nicht, dass es EINEM menschen möglich ist MEHRERE verschiedene sachen zu verschiedenen zeitpunkten zu machen?