Die Shoa gehört uns!
Manisch germanisch (II und Schluß) Während das Antideutschtum sich als radikalster Ausdruck revolutionären Denkens versteht, demonstriert es doch bloß eine Parallelwelt der Projektionen
Zweifellos, es gibt genügend Gründe, Deutschland zu hassen, aber es gibt keinen Grund, deswegen zu verblöden. Was man im antideutschen Irrealszenario beobachtet, ist wahrlich eine Parallelwelt der Halluzinationen. Man lebt im vierten Reich der Projektionen. Da kann sich nichts entwickeln, da gibt es keine produktive Diskussion, die Kommunikation wurde längst durch die Denunziation ersetzt. Der Marschappell der »rückhaltlosen Denunziation« (Editorial, Bahamas 36) – wörtlich genommen also einer Denunziation, die keinen Rückhalt hat! – wird instinktiv eingehalten. Wenn man einige Texte so durchschaut, nicht nur in den Bahamas oder der Jungle World, dann erscheinen deren Verfasser in der Verfassung einer hypnotisierten Herde, die sich im Augenblick der Verunsicherung als aufgeschreckte Horde entpuppt. Seitdem wird niedergetrampelt. Das ist nicht der Vorschein der Emanzipation, sondern der Abschaum von Demokratie und Aufklärung.
Die antideutsche Brauchtumspflege immunisiert sich gerade dadurch, daß sie ihrerseits die Projektion unentwegt den anderen unterstellt, den Gegenvorwurf aber als Unterstellung disqualifiziert. Es ist eine hochprozentige Ideologiedroge, die sich als Ideologiekritik mißversteht. Was hier blüht, ist nicht Kritik, sondern ein zu überwindender Positonsfetischismus, der schier identitätsbesessen ist. Typisch wie abstoßend ist auch dieses unappetitliche Remake der Parolensprache: »Hoch die ..., Nieder mit ..., Fort mit ..., Gegen die ..., Lang lebe ...«
Da fehlt nur noch »Tod den ...«, und das Ensemble wäre komplett. Aber das implizieren die eingeforderten Militärschläge. Die Irren hätten die werden können, die ganz kollateral niedergebombt werden (inklusive Seuchen- und Hungeropfer, die eben das Nachrecht der falschen Geburt haben), die Irren sind keineswegs die, die es tun oder dazu aufrufen. Die retten die Zivilisation. Was wir erleben, ist die Militarisierung des Denkens und der Sprache, die Entstehung selbsternannter Ideologieoffiziere antideutscher Provenienz. Ihr missionarischer Eifer und ihre fanatische Präpotenz sind erschreckend. Auch wenn sie über die Farce nicht hinauskommen, werden sie im aufgeschreckten Hühnerstall der radikalen Linken noch einigen Schaden anrichten.
Logik scheint in irren Zeiten irre zu werden. Die Kapriolen werden immer dümmer. Dem scheint ein vollkommen beschränktes Denken zugrunde zu liegen, daß etwa alles, was z.B. ein Rechtsextremist oder Nazi sagt, falsch sein muß. »Falsch, dumm, rechts, nazistisch, deutsch«, das alles ist mangelhaft ausdifferenziert, bei den antideutschen Identitätsfanatikern wird es wider Willen in einen ungenießbaren Brei eingerührt. Daß bei Oswald Spengler und Martin Heidegger einiger Erkenntnisgewinn zu holen ist, wäre für diese Spezies keine richtige Aussage, sondern ein faschistisches Bekenntnis. Denn wenn man sagt, daß Heidegger ein Nazi gewesen, der er zweifellos gewesen ist, dann ist doch sowieso alles gesagt, oder?
Die Betrachtungsweise besteht aus einer Kette von impliziten Istgleichzeichen, d.h. Entsprechungen, denen vorbestimmte Konsequenzen folgen. Zum Beispiel: Araber= Muslime = Islamisten = Antijuden = Antisemiten = Vernichtung = Auschwitz = Deutschland = Bedrohung = Vergeltung = Befreiung = Aufklärung. Bei soviel logischen Identifizierungen ist nichts mehr verwunderlich. Fakt aber bleibt, daß immer etwas hängen bleiben soll. Was sich im Mikrokosmos abspielt, ist die eigene Immunisierung durch die versuchte Stigmatisierung anderer. Werkzeuge dafür sind die Andeutung, das Gerücht, die üble Nachrede, die Denunziation. Wer nicht denunziert, wird denunziert. Dafür leben sie. Rückhaltlos.
Gegen Auschwitz, für Nagasaki
Wenn die Negativität von Auschwitz alles überstrahlt, dann sind Hiroshima und Nagasaki nur unbedeutende Fußnoten der Geschichte gewesen. Von den anderen Nebensächlichkeiten nach 1945 ganz zu schweigen. Was den Antideutschen nicht ins Bild paßt, kommt nicht vor. Ein Günther-Anders-Grundkurs wäre zu empfehlen. Anders etwa bezeichnete den 6. August 1945, den Tag der Hiroshima-Bombe, als »Tag Null. Dieser Tag, an dem bewiesen wurde, daß die Weltgeschichte vielleicht nicht mehr weitergeht, daß wir jedenfalls fähig sind, den Faden der Weltgeschichte durchzuschneiden, der hat ein neues Zeitalter der Weltgeschichte eingeleitet.« (Hiroshima ist überall, München 1982, S.66) Die Atombombe ist ihm »das Charakteristikum der dritten industriellen Revolution«. (Die Antiquiertheit des Menschen, Band
2, München 1979, S.19). Daß die Menschheit tötbar ist, ist wohl seine zentrale Aussage gewesen.
Solch Denken ist heute verschüttet. Aber vielleicht fällt Anders auch schon unter das Verdikt der Verharmloser von Auschwitz. Was doppelt meschugge wäre, wenn man bedenkt, daß nicht nur die USA, sondern auch Staaten wie Pakistan und Indien über die Atombombe verfügen. Dito Israel. Man stellt sich also schon die Frage, ob die jetzigen Debatten nicht ziemlich daneben liegen. Der Abwurf einer Atombombe oder das Zünden eines Atomsprengkopfs (und nicht nur im Mittleren oder Nahen Osten) ist um vieles wahrscheinlicher als die Zerstörung Israels. Was anstünde, wäre eine unaufgeregte Diskussion über die Lage auf diesem Planeten, was auch hieße, über die schleichende sekundäre Barbarisierung und ihre möglichen Entwicklungsformen zu reden. Nicht aber das Starren auf einen fixen Punkt. Aber wer nur noch für, weil gegen, den Antisemitismus lebt, wird das kaum begreifen.
Da die Unfreunde die Barbarisierung lediglich in den Begriffswelten von Faschismus und Auschwitz denken können, sind sie blind für die realen Läufe der Welt. Ja, der irrwitzige Standpunkt dieser proamerikanischen Linken dürfte dieser sein: »Gegen Auschwitz, für Nagasaki«. Das ist zwar völlig absurd, aber die logische Konsequenz, wenn etwa Anton Landgraf (Jungle World) sich über Günther Gaus entsetzt, weil dieser den zweiten Atombombenabwurf in Nagasaki »blanken Terror« nennt. (Freitag, 21.September 2001). Was war der sonst? Der zum Warlord gewordene Landgraf meint nicht, das kommentieren zu müssen. Atombomben sind schon o.k., wenn sie die richtigen treffen. Die Japaner waren schließlich Verbündete der Deutschen und Feinde der Alliierten. Folglich gibt es nichts, was ihnen nicht auf den Kopf fallen soll. Und wenn die Welt vernichtet werden muß, damit es keine Faschisten mehr gibt.
Trance und Delirium
Die »konsequentesten« Gegner aller Nazis sind regelrecht beseelt, ja beflügelt vom eliminatorischen Irrsinn ihrer Feinde. Ihr Gegenstand wirkt wie ein Inkubator seiner selbst auf sie. Da sie den Faschismusbegriff inflationär verwenden, quasi als Ontologie des Daseins nach Auschwitz, weiß man des öfteren nicht, was sie einem just an den Hals wünschen. Schließlich heißt es ja in der 2. Erklärung der Bahamas: »Keine Staatskritik ist legitim– es sei denn jene, die mit dem Staat Israel, jener prekären Nothilfemaßnahme gegen jene antisemitische Raserei, die der Nationalsozialismus als die historisch erste Selbstaufhebung des Kapitals entfesselt hatte, bedingungslos solidarisch erklärt, was derzeit heißen würde, gegen die Internationalisierung des Konflikts mit den Palästinensern und die Verwandlung Israels in ein
NATO-Protektorat zu agitieren. Dies sind absolute Mindestbedingungen für eine Gesellschaftskritik in emanzipatorischer Absicht – alles andere ist von der faschistischen Intention nicht mehr zu unterscheiden.« (Bahamas 36)
Oder noch deutlicher in der 3. Erklärung mit dem Titel »Zur Verteidigung der Zivilisation«: »Wenn allerdings Antikapitalismus von den nürnbergerischen (gemeint ist die Krisis, F.S.) und anderen islamistisch-deutschen Gemeinschaftswerken nicht mehr unterscheidbar ist, wenn er nicht mehr die Aufhebung der kapitalistischen Vergesellschaftung auf ihrem höchsten Niveau einfordert und blind ist für die Gefahren eines Antikapitalismus, der nur noch den vorzivilisatorischen egalitären Schrecken bereithält, dann muß man ihn bekämpfen wie jede andere faschistische Gefahr auch.« – Zumindest weiß man nun, wie man dran ist.
Es stammelt stramm: Bedingungslose Solidarität als Mindestbedingung, ansonsten: Antisemit und Faschist! Die herostratischen Brandstifter aus der Reichshauptstadt haben sich in ihrer Disqualifizierungsoffensive in Trance geschrieben und dürften jetzt ins Delirium gestürzt sein. Was soll man den Unfreunden noch mitteilen? Laßt sie auszucken.
Ahistorisches ABC
Man darf gespannt sein, wann die Pointe formuliert wird, daß der Antikapitalismus antisemitisch ist. Denn wohlgemerkt, jedem außer dem eigenen Antideutschen wird das heute explizit oder implizit unterstellt. Was sich hier entwickelt hat, ist ein neudeutscher Maximalismus des Unsinns. Ein Phänomen, das es in dieser Schärfe wohl bloß in Deutschland geben kann. Am Ende dieser Entwicklung kann nur stehen, daß man ganz allgemein mit dem aufgeklärten Kapital gegen die unaufgeklärten Gegner vorgehen muß.
Denn »das unterscheidet die mittelalterliche Barbarei von der kapitalistischen«, schreibt Andrea Albertini in ihrem berüchtigt gewordenen Aufsatz »Fanta statt Fatwa« (Jungle World 43). Für dieses Denken wäre es eine antiamerikanische und somit antisemitische Aussage, auf den bescheidenen Umstand hinzuweisen, daß seit Sommer 1945 für das Gros der barbarischen Akte auf diesem Planeten die USA hauptverantwortlich sind, wohl im Kampf dabei, »daß jeder Mensch gleiche politische Rechte und Chancen hat«. Da ist Albertini mit Johnson und Nixon, dem alten und dem jungen Bush ganz einer Meinung. Die wollten nie was anderes. Dafür marschieren sie überall ein. Wahrlich, hier pirschen geschichtslose Irrläufer durch die Gegend, die vor lauter Fixierung auf den Zweiten Weltkrieg nicht mitbekommen haben, was nachher gewesen ist.
In der Festung sitzen die Hüter der Werte des Werts: Vernunft, Demokratie, Glücksversprechen, Fanta. Draußen ist eine angeblich andere Welt, »das Mittelalter«. Davor müssen wir uns schützen. Ideologisch wird nachvollzogen, was ökonomisch bereits vollzogen ist, die »Dritte Welt« und ihre Menschen werden abgeschrieben: Faschisten, Hinterwäldler, Dorfdeppen, Kolonialkrüppel. Die Leute im Trikont sind für die abendländisch geläuterten Linksradikalen Mob, noch dazu antisemitischer und deutscher Mob. Gleich philosophischen Yuppis schreien sie: »Eure Beschränktheit kotzt uns an!« Der antideutsche Schäferhund hat zwar das Umerziehungslager hinter sich, aber er ist immer noch scharf und bissig. Aus dem guten Wilden, wie ihn manche Antiimperialisten verehren, ist der böse Wilde geworden. Wie bei den Vorvätern soll er nun durch ein Bündnis von Kreuz, Aufklärung und Wert gezähmt und gezüchtigt werden. Der weiße Herrenmensch läßt grüßen.
Mehrwert ohne Wert
Das metropolitane linksradikale Bürgersubjekt will zwar zu Recht von der Arbeit nichts mehr wissen, deren Resultate aber unhinterfragt erhalten und genießen. Wurde in der Arbeiterbewegungslinken der krude Standpunkt der Arbeit eingenommen, so wird hier die Position des Tauschs bezogen. So als sei die Zirkulation besser als die Produktion oder gar von ihr unabhängig. Keineswegs will man mit Marx wissen, »daß endlich die Verteilungsverhältnisse wesentlich identisch mit diesen Produktionsverhältnissen, eine Kehrseite derselben sind, so daß beide denselben historisch vorübergehenden Charakter teilen.« (Karl Marx, Das Kapital, Bd.3, MEW 25, 885)
Das elende Spiel Produktion gegen Zirkulation, jenes, das von der Arbeiterbewegung bis zum Antisemitismus Usus ist, wird nicht aufgehoben, sondern lediglich umgekehrt, indem man sich nun bürgerlich-breitbeinig auf den Boden der Zirkulation stellt. Sie schlagen sich also – nicht nur taktisch, sondern ganz praktisch und prinzipiell – einem Aspekt der Totalität zu. Dreh den Spieß um, schon hast du was anderes in der Hand, ist das Motto.
Die Kritiker der verkürzten Kapitalismuskritik verkürzen. Aus dem unsinnigen Kampf für eine antimonopolisitische Demokratie wird ein Kampf für das fortgeschrittene Kapital. Für das marktfähige Kapital, gegen das zum Untergang bestimmte! Für die erfolgreichen Nationen, gegen die zu spät und zu kurz gekommenen! Die negative Kapriole ist die neue Parole desselben. Man sitzt in der neoliberalen Geisterbahn. Und das ist noch steigerbar. Vielleicht wird gar aus »Nieder mit der Zinsknechtschaft!«, »Nieder mit der Spekulation!« »Kampf den Konzernen!« ein »Es lebe der Zins«, »Hoch die Spekulation!« und ein »Lobet die Konzerne!«. Mit uns zieht der kapitalistische Fortschritt.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Handel als Vorschein des Sozialismus erscheint, und der Händler (als Träger der Freiheit des Marktes) als Subjekt der Befreiung überhaupt gilt. Wer etwas gegen das Geschäft als Zwangsform der Kommunikation sagt, meint damit wohl nichts anderes als den Juden. Und wer etwas gegen Banken sagt, ist wahrscheinlich überhaupt ein Antisemit, unabhängig davon, was er sagt, denn haben nicht schon die Nazis von der Zinsknechtschaft gesprochen und hat nicht auch Horst Mahler erst kürzlich irgend etwas gegen das internationale Finanzkapital gesagt? Eben! Auch wenn das alles nichts sagt, sagt es doch alles.
Deutsche Antideutsche
Ob positiv oder negativ, Deutsche und Antideutsche haben auf deutsche Ereignisse als trächtige Besonderheiten zu setzen. Ob niederträchtig oder hochtrabend, ist da sekundär, Hauptsache (anti)deutsch! So ist es kein Zufall, daß es (wie der Begriff verkündet) solch Antideutsche nur als Deutsche geben kann. Niemand hängt so an Deutschland wie die Antideutschen, nicht einmal die Nationalbolschewiken. Die Antideutschen sind ein deutscher Sonderfall. Sie definieren sich über ihre Nation (ohne Anführungszeichen), die sie zwar nicht wollen, die sie aber trotzdem maßgeblich bestimmt. In ihren Herzen und Hirnen schlägt Deutschland.
Wie wichtig den Antideutschen das Deutsche ist, haben sie bewiesen, als sie den Begriff »Deutsche« in ihren Namen aufgenommen haben. Das Anti sollte über das Deutschsein der Antideutschen nicht hinwegtäuschen, es ist bloß dessen negativer Zündfunke. Das germanophile Denken wurde hier von einem germanophoben abgelöst, das fortan den Bannstrahl der Judenvernichtung auf jedes beliebige Problem zu lenken versteht. Manisch germanisch ist dieses Treiben: Die Shoa gehört uns! Auschwitz wird zum negativen Sakrament, und nichts, aber auch gar nichts entzieht sich ihrem Firmament.
Der linksradikale weiße Mann mit all seinen bürgerlich gedopten Bedürfnissen will also, da er den Kommunismus nicht kriegt, zumindest freedom and democracy. Er entscheidet sich also bewußt für den Wert. Wie es die Bahamas auch in kruder Fortschrittsgläubigkeit tun. Jede Kritik an den USA schwächt doch die eigene Seite und hilft dem islamischen Feind, der als groß und mächtig halluziniert wird, man sehe sich nur die bärtige Stärke der Talibans im Fernsehen an. Daß der Kapitalismus seinen Feinden vorzuziehen ist, wie Landgraf schreibt, dürfte sich dahin verallgemeinern, daß der Kapitalismus überhaupt vorzuziehen ist. Was geprobt wird, ist der Schulterschluß. Abendländer sind wir doch alle, wer will schon unter den Mullahs leben? Von Bahamas bis Bild ist man sich da einig.
Endlich stecken Teutonen wieder im Kampfanzug, und zwar in der GI-Uniform des Abendlandes. Was für deutsche Krieger reell der Fall wird, ist für antideutsche ideell der Fall. Das nennt sich Volksgemeinschaft, wenn auch auf okzidentalem Level. Haben nicht Bush, Blair und Berlusconi eine »Schlacht um Werte« ausgerufen? Wächst da was zusammen? Gar eine neue Union der Missionare des Werts? Vereinigen sich die Kreuzzügler aller Länder? Miteinander und gegeneinander?
Das ist zu befürchten. Was wir erleben, ist ein Crossover unter dem Deckmantel radikaler Gesellschaftskritik. Was sich hier inauguriert, ist nichts anderes als ein rabiater Flügel der westlichen Festung. Das äußerste linke Ersatztürmchen hißt die US-Flagge und schreit: »Wir auch!« »Nieder mit ihnen!« Gut möglich, daß sich verwirklicht, was Samuel P. Huntington (Der Kampf der Kulturen, München-Wien 1996, S.320) schon ausgesprochen hat: »In Westeuropa ist der gegen Juden gerichtete Antisemitismus weithin von einem gegen Araber gerichteten Antisemitismus abgelöst worden.«
* Gekürzte Fassung aus Streifzüge 3/2001: Bestellbar über
streifzuege@chello.at
Die antideutsche Brauchtumspflege immunisiert sich gerade dadurch, daß sie ihrerseits die Projektion unentwegt den anderen unterstellt, den Gegenvorwurf aber als Unterstellung disqualifiziert. Es ist eine hochprozentige Ideologiedroge, die sich als Ideologiekritik mißversteht. Was hier blüht, ist nicht Kritik, sondern ein zu überwindender Positonsfetischismus, der schier identitätsbesessen ist. Typisch wie abstoßend ist auch dieses unappetitliche Remake der Parolensprache: »Hoch die ..., Nieder mit ..., Fort mit ..., Gegen die ..., Lang lebe ...«
Da fehlt nur noch »Tod den ...«, und das Ensemble wäre komplett. Aber das implizieren die eingeforderten Militärschläge. Die Irren hätten die werden können, die ganz kollateral niedergebombt werden (inklusive Seuchen- und Hungeropfer, die eben das Nachrecht der falschen Geburt haben), die Irren sind keineswegs die, die es tun oder dazu aufrufen. Die retten die Zivilisation. Was wir erleben, ist die Militarisierung des Denkens und der Sprache, die Entstehung selbsternannter Ideologieoffiziere antideutscher Provenienz. Ihr missionarischer Eifer und ihre fanatische Präpotenz sind erschreckend. Auch wenn sie über die Farce nicht hinauskommen, werden sie im aufgeschreckten Hühnerstall der radikalen Linken noch einigen Schaden anrichten.
Logik scheint in irren Zeiten irre zu werden. Die Kapriolen werden immer dümmer. Dem scheint ein vollkommen beschränktes Denken zugrunde zu liegen, daß etwa alles, was z.B. ein Rechtsextremist oder Nazi sagt, falsch sein muß. »Falsch, dumm, rechts, nazistisch, deutsch«, das alles ist mangelhaft ausdifferenziert, bei den antideutschen Identitätsfanatikern wird es wider Willen in einen ungenießbaren Brei eingerührt. Daß bei Oswald Spengler und Martin Heidegger einiger Erkenntnisgewinn zu holen ist, wäre für diese Spezies keine richtige Aussage, sondern ein faschistisches Bekenntnis. Denn wenn man sagt, daß Heidegger ein Nazi gewesen, der er zweifellos gewesen ist, dann ist doch sowieso alles gesagt, oder?
Die Betrachtungsweise besteht aus einer Kette von impliziten Istgleichzeichen, d.h. Entsprechungen, denen vorbestimmte Konsequenzen folgen. Zum Beispiel: Araber= Muslime = Islamisten = Antijuden = Antisemiten = Vernichtung = Auschwitz = Deutschland = Bedrohung = Vergeltung = Befreiung = Aufklärung. Bei soviel logischen Identifizierungen ist nichts mehr verwunderlich. Fakt aber bleibt, daß immer etwas hängen bleiben soll. Was sich im Mikrokosmos abspielt, ist die eigene Immunisierung durch die versuchte Stigmatisierung anderer. Werkzeuge dafür sind die Andeutung, das Gerücht, die üble Nachrede, die Denunziation. Wer nicht denunziert, wird denunziert. Dafür leben sie. Rückhaltlos.
Gegen Auschwitz, für Nagasaki
Wenn die Negativität von Auschwitz alles überstrahlt, dann sind Hiroshima und Nagasaki nur unbedeutende Fußnoten der Geschichte gewesen. Von den anderen Nebensächlichkeiten nach 1945 ganz zu schweigen. Was den Antideutschen nicht ins Bild paßt, kommt nicht vor. Ein Günther-Anders-Grundkurs wäre zu empfehlen. Anders etwa bezeichnete den 6. August 1945, den Tag der Hiroshima-Bombe, als »Tag Null. Dieser Tag, an dem bewiesen wurde, daß die Weltgeschichte vielleicht nicht mehr weitergeht, daß wir jedenfalls fähig sind, den Faden der Weltgeschichte durchzuschneiden, der hat ein neues Zeitalter der Weltgeschichte eingeleitet.« (Hiroshima ist überall, München 1982, S.66) Die Atombombe ist ihm »das Charakteristikum der dritten industriellen Revolution«. (Die Antiquiertheit des Menschen, Band
2, München 1979, S.19). Daß die Menschheit tötbar ist, ist wohl seine zentrale Aussage gewesen.
Solch Denken ist heute verschüttet. Aber vielleicht fällt Anders auch schon unter das Verdikt der Verharmloser von Auschwitz. Was doppelt meschugge wäre, wenn man bedenkt, daß nicht nur die USA, sondern auch Staaten wie Pakistan und Indien über die Atombombe verfügen. Dito Israel. Man stellt sich also schon die Frage, ob die jetzigen Debatten nicht ziemlich daneben liegen. Der Abwurf einer Atombombe oder das Zünden eines Atomsprengkopfs (und nicht nur im Mittleren oder Nahen Osten) ist um vieles wahrscheinlicher als die Zerstörung Israels. Was anstünde, wäre eine unaufgeregte Diskussion über die Lage auf diesem Planeten, was auch hieße, über die schleichende sekundäre Barbarisierung und ihre möglichen Entwicklungsformen zu reden. Nicht aber das Starren auf einen fixen Punkt. Aber wer nur noch für, weil gegen, den Antisemitismus lebt, wird das kaum begreifen.
Da die Unfreunde die Barbarisierung lediglich in den Begriffswelten von Faschismus und Auschwitz denken können, sind sie blind für die realen Läufe der Welt. Ja, der irrwitzige Standpunkt dieser proamerikanischen Linken dürfte dieser sein: »Gegen Auschwitz, für Nagasaki«. Das ist zwar völlig absurd, aber die logische Konsequenz, wenn etwa Anton Landgraf (Jungle World) sich über Günther Gaus entsetzt, weil dieser den zweiten Atombombenabwurf in Nagasaki »blanken Terror« nennt. (Freitag, 21.September 2001). Was war der sonst? Der zum Warlord gewordene Landgraf meint nicht, das kommentieren zu müssen. Atombomben sind schon o.k., wenn sie die richtigen treffen. Die Japaner waren schließlich Verbündete der Deutschen und Feinde der Alliierten. Folglich gibt es nichts, was ihnen nicht auf den Kopf fallen soll. Und wenn die Welt vernichtet werden muß, damit es keine Faschisten mehr gibt.
Trance und Delirium
Die »konsequentesten« Gegner aller Nazis sind regelrecht beseelt, ja beflügelt vom eliminatorischen Irrsinn ihrer Feinde. Ihr Gegenstand wirkt wie ein Inkubator seiner selbst auf sie. Da sie den Faschismusbegriff inflationär verwenden, quasi als Ontologie des Daseins nach Auschwitz, weiß man des öfteren nicht, was sie einem just an den Hals wünschen. Schließlich heißt es ja in der 2. Erklärung der Bahamas: »Keine Staatskritik ist legitim– es sei denn jene, die mit dem Staat Israel, jener prekären Nothilfemaßnahme gegen jene antisemitische Raserei, die der Nationalsozialismus als die historisch erste Selbstaufhebung des Kapitals entfesselt hatte, bedingungslos solidarisch erklärt, was derzeit heißen würde, gegen die Internationalisierung des Konflikts mit den Palästinensern und die Verwandlung Israels in ein
NATO-Protektorat zu agitieren. Dies sind absolute Mindestbedingungen für eine Gesellschaftskritik in emanzipatorischer Absicht – alles andere ist von der faschistischen Intention nicht mehr zu unterscheiden.« (Bahamas 36)
Oder noch deutlicher in der 3. Erklärung mit dem Titel »Zur Verteidigung der Zivilisation«: »Wenn allerdings Antikapitalismus von den nürnbergerischen (gemeint ist die Krisis, F.S.) und anderen islamistisch-deutschen Gemeinschaftswerken nicht mehr unterscheidbar ist, wenn er nicht mehr die Aufhebung der kapitalistischen Vergesellschaftung auf ihrem höchsten Niveau einfordert und blind ist für die Gefahren eines Antikapitalismus, der nur noch den vorzivilisatorischen egalitären Schrecken bereithält, dann muß man ihn bekämpfen wie jede andere faschistische Gefahr auch.« – Zumindest weiß man nun, wie man dran ist.
Es stammelt stramm: Bedingungslose Solidarität als Mindestbedingung, ansonsten: Antisemit und Faschist! Die herostratischen Brandstifter aus der Reichshauptstadt haben sich in ihrer Disqualifizierungsoffensive in Trance geschrieben und dürften jetzt ins Delirium gestürzt sein. Was soll man den Unfreunden noch mitteilen? Laßt sie auszucken.
Ahistorisches ABC
Man darf gespannt sein, wann die Pointe formuliert wird, daß der Antikapitalismus antisemitisch ist. Denn wohlgemerkt, jedem außer dem eigenen Antideutschen wird das heute explizit oder implizit unterstellt. Was sich hier entwickelt hat, ist ein neudeutscher Maximalismus des Unsinns. Ein Phänomen, das es in dieser Schärfe wohl bloß in Deutschland geben kann. Am Ende dieser Entwicklung kann nur stehen, daß man ganz allgemein mit dem aufgeklärten Kapital gegen die unaufgeklärten Gegner vorgehen muß.
Denn »das unterscheidet die mittelalterliche Barbarei von der kapitalistischen«, schreibt Andrea Albertini in ihrem berüchtigt gewordenen Aufsatz »Fanta statt Fatwa« (Jungle World 43). Für dieses Denken wäre es eine antiamerikanische und somit antisemitische Aussage, auf den bescheidenen Umstand hinzuweisen, daß seit Sommer 1945 für das Gros der barbarischen Akte auf diesem Planeten die USA hauptverantwortlich sind, wohl im Kampf dabei, »daß jeder Mensch gleiche politische Rechte und Chancen hat«. Da ist Albertini mit Johnson und Nixon, dem alten und dem jungen Bush ganz einer Meinung. Die wollten nie was anderes. Dafür marschieren sie überall ein. Wahrlich, hier pirschen geschichtslose Irrläufer durch die Gegend, die vor lauter Fixierung auf den Zweiten Weltkrieg nicht mitbekommen haben, was nachher gewesen ist.
In der Festung sitzen die Hüter der Werte des Werts: Vernunft, Demokratie, Glücksversprechen, Fanta. Draußen ist eine angeblich andere Welt, »das Mittelalter«. Davor müssen wir uns schützen. Ideologisch wird nachvollzogen, was ökonomisch bereits vollzogen ist, die »Dritte Welt« und ihre Menschen werden abgeschrieben: Faschisten, Hinterwäldler, Dorfdeppen, Kolonialkrüppel. Die Leute im Trikont sind für die abendländisch geläuterten Linksradikalen Mob, noch dazu antisemitischer und deutscher Mob. Gleich philosophischen Yuppis schreien sie: »Eure Beschränktheit kotzt uns an!« Der antideutsche Schäferhund hat zwar das Umerziehungslager hinter sich, aber er ist immer noch scharf und bissig. Aus dem guten Wilden, wie ihn manche Antiimperialisten verehren, ist der böse Wilde geworden. Wie bei den Vorvätern soll er nun durch ein Bündnis von Kreuz, Aufklärung und Wert gezähmt und gezüchtigt werden. Der weiße Herrenmensch läßt grüßen.
Mehrwert ohne Wert
Das metropolitane linksradikale Bürgersubjekt will zwar zu Recht von der Arbeit nichts mehr wissen, deren Resultate aber unhinterfragt erhalten und genießen. Wurde in der Arbeiterbewegungslinken der krude Standpunkt der Arbeit eingenommen, so wird hier die Position des Tauschs bezogen. So als sei die Zirkulation besser als die Produktion oder gar von ihr unabhängig. Keineswegs will man mit Marx wissen, »daß endlich die Verteilungsverhältnisse wesentlich identisch mit diesen Produktionsverhältnissen, eine Kehrseite derselben sind, so daß beide denselben historisch vorübergehenden Charakter teilen.« (Karl Marx, Das Kapital, Bd.3, MEW 25, 885)
Das elende Spiel Produktion gegen Zirkulation, jenes, das von der Arbeiterbewegung bis zum Antisemitismus Usus ist, wird nicht aufgehoben, sondern lediglich umgekehrt, indem man sich nun bürgerlich-breitbeinig auf den Boden der Zirkulation stellt. Sie schlagen sich also – nicht nur taktisch, sondern ganz praktisch und prinzipiell – einem Aspekt der Totalität zu. Dreh den Spieß um, schon hast du was anderes in der Hand, ist das Motto.
Die Kritiker der verkürzten Kapitalismuskritik verkürzen. Aus dem unsinnigen Kampf für eine antimonopolisitische Demokratie wird ein Kampf für das fortgeschrittene Kapital. Für das marktfähige Kapital, gegen das zum Untergang bestimmte! Für die erfolgreichen Nationen, gegen die zu spät und zu kurz gekommenen! Die negative Kapriole ist die neue Parole desselben. Man sitzt in der neoliberalen Geisterbahn. Und das ist noch steigerbar. Vielleicht wird gar aus »Nieder mit der Zinsknechtschaft!«, »Nieder mit der Spekulation!« »Kampf den Konzernen!« ein »Es lebe der Zins«, »Hoch die Spekulation!« und ein »Lobet die Konzerne!«. Mit uns zieht der kapitalistische Fortschritt.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Handel als Vorschein des Sozialismus erscheint, und der Händler (als Träger der Freiheit des Marktes) als Subjekt der Befreiung überhaupt gilt. Wer etwas gegen das Geschäft als Zwangsform der Kommunikation sagt, meint damit wohl nichts anderes als den Juden. Und wer etwas gegen Banken sagt, ist wahrscheinlich überhaupt ein Antisemit, unabhängig davon, was er sagt, denn haben nicht schon die Nazis von der Zinsknechtschaft gesprochen und hat nicht auch Horst Mahler erst kürzlich irgend etwas gegen das internationale Finanzkapital gesagt? Eben! Auch wenn das alles nichts sagt, sagt es doch alles.
Deutsche Antideutsche
Ob positiv oder negativ, Deutsche und Antideutsche haben auf deutsche Ereignisse als trächtige Besonderheiten zu setzen. Ob niederträchtig oder hochtrabend, ist da sekundär, Hauptsache (anti)deutsch! So ist es kein Zufall, daß es (wie der Begriff verkündet) solch Antideutsche nur als Deutsche geben kann. Niemand hängt so an Deutschland wie die Antideutschen, nicht einmal die Nationalbolschewiken. Die Antideutschen sind ein deutscher Sonderfall. Sie definieren sich über ihre Nation (ohne Anführungszeichen), die sie zwar nicht wollen, die sie aber trotzdem maßgeblich bestimmt. In ihren Herzen und Hirnen schlägt Deutschland.
Wie wichtig den Antideutschen das Deutsche ist, haben sie bewiesen, als sie den Begriff »Deutsche« in ihren Namen aufgenommen haben. Das Anti sollte über das Deutschsein der Antideutschen nicht hinwegtäuschen, es ist bloß dessen negativer Zündfunke. Das germanophile Denken wurde hier von einem germanophoben abgelöst, das fortan den Bannstrahl der Judenvernichtung auf jedes beliebige Problem zu lenken versteht. Manisch germanisch ist dieses Treiben: Die Shoa gehört uns! Auschwitz wird zum negativen Sakrament, und nichts, aber auch gar nichts entzieht sich ihrem Firmament.
Der linksradikale weiße Mann mit all seinen bürgerlich gedopten Bedürfnissen will also, da er den Kommunismus nicht kriegt, zumindest freedom and democracy. Er entscheidet sich also bewußt für den Wert. Wie es die Bahamas auch in kruder Fortschrittsgläubigkeit tun. Jede Kritik an den USA schwächt doch die eigene Seite und hilft dem islamischen Feind, der als groß und mächtig halluziniert wird, man sehe sich nur die bärtige Stärke der Talibans im Fernsehen an. Daß der Kapitalismus seinen Feinden vorzuziehen ist, wie Landgraf schreibt, dürfte sich dahin verallgemeinern, daß der Kapitalismus überhaupt vorzuziehen ist. Was geprobt wird, ist der Schulterschluß. Abendländer sind wir doch alle, wer will schon unter den Mullahs leben? Von Bahamas bis Bild ist man sich da einig.
Endlich stecken Teutonen wieder im Kampfanzug, und zwar in der GI-Uniform des Abendlandes. Was für deutsche Krieger reell der Fall wird, ist für antideutsche ideell der Fall. Das nennt sich Volksgemeinschaft, wenn auch auf okzidentalem Level. Haben nicht Bush, Blair und Berlusconi eine »Schlacht um Werte« ausgerufen? Wächst da was zusammen? Gar eine neue Union der Missionare des Werts? Vereinigen sich die Kreuzzügler aller Länder? Miteinander und gegeneinander?
Das ist zu befürchten. Was wir erleben, ist ein Crossover unter dem Deckmantel radikaler Gesellschaftskritik. Was sich hier inauguriert, ist nichts anderes als ein rabiater Flügel der westlichen Festung. Das äußerste linke Ersatztürmchen hißt die US-Flagge und schreit: »Wir auch!« »Nieder mit ihnen!« Gut möglich, daß sich verwirklicht, was Samuel P. Huntington (Der Kampf der Kulturen, München-Wien 1996, S.320) schon ausgesprochen hat: »In Westeuropa ist der gegen Juden gerichtete Antisemitismus weithin von einem gegen Araber gerichteten Antisemitismus abgelöst worden.«
* Gekürzte Fassung aus Streifzüge 3/2001: Bestellbar über
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Ich glaube dieses Sch.... Thema sollten wir
Tja Nina
löschen!
disko - hey, ho, let´s go!!!
2. eine konstruktive ergänzung: das tragische an dem derzeitigen amoklauf der antinationalen ist, das ihr einziges, erkenntnistheoretisches verdienst so langsam da absurdum geführt wird: sie haben die notwendige disskusion über linken antisemitismus, über den teilweise fließenden übergang von antizionistischen in antisemitische positionen und äußerungen thematisiert. Nun, durch die inflationäre denunziation von andersdenkenden als "antisemiten", wird eine notwendige, rationale disskusion über diesen themenkomplex verunmöglicht. viele in der linken sind dermaßen sauer auf die antideutschen und ihr stalinistisches gebahren, das schon die erwähnung des themas antisemitismus - antizionismus usw. bei ihnen allergische reaktionen hervorruft. wer die "antisemitismuskeule" im täglichen, politischen kampf abnutzt und eine selektive wahrnehmung somit blockiert, blockiert gerade auch die auseinandersetzung mit antisemitischen denkmustern in der linken und deutschland.... cu tomasz
admi!!!!! - fernandez löschen!!!
@ fernandez
Danke!
@abisag
doch doch
es scheint doch glatt
Fakten scheinen nicht zu zählen!
Es stimmt nicht das Jeder der Israel kritisiert ein Antisemit ist.
Es kann und darf aber auch nicht sein das Ungerechtigkeiten der Juden einfach übersehen werden.
Das Unrecht an der menschheit ist nicht teilbar und nicht verzeihbar auch nicht wenn es von Juden ausgeht.
Kann man den Text nicht auf die Erste Seite?
Die alte crimplene hatte wenigstens
halluzi-notorische komplexe
>>Zweifellos, es gibt genügend Gründe, Deutschland zu hassen, aber es gibt keinen Grund, deswegen zu verblöden. Was man im antideutschen Irrealszenario beobachtet, ist wahrlich eine Parallelwelt der Halluzinationen. Man lebt im vierten Reich der Projektionen. (...)
"abisag" merkte an:
>>Nicht das übertriebene Schwingen der "Antisemitismuskeule" ist Ursache für das Austicken, sondern die Kritik am Antisemitismus überhaupt. Dafür den Antideutschen die Schuld zu geben, ist der klassische Schlag gegen die Überbringerin der Nachricht. Schade, dass Schandl derart Amok läuft, anstatt etwas zu theoretisieren, dass kann er manchmal ganz gut.
laßt Euch doch mal "abisags" pseudokritik auf der hauptsynapse zergehen: wie ein typischer spieSSbürger dreht er den spieß um. dabei argumentiert Franz jenseits von moralinsaurer und ideologisch beladener "schuld" und "unschuld", sondern kritisiert pointiert den antideutschen Halluzi treffend-allzu-treffend! wenn "abisag" jetzt dem Franzl unterstellt, dieser würde "amok laufen", so bugsiert er ihn ideologisch, wie ein halluzinotorischer kommandant ins lager der "amoklaufenden selbstmordattentäter". danke, "abisag"! besser hättest du den wahrheitsgehalt von Franz Schandls Analyse Deiner HEILigen Familie gar nicht beweisen können!!!
ich habe übrigens den eindruck, dass sich das "ideologiekritische" phänomen der "anti-deutschtümelei" eher psychologisch klären läßt. irgendwie scheint "ideologiekritische" einverleibung des "antisemitismus" eher eine abstrakte identifikation mit dem feind(bild) zu sein und deshalb inzwischen so stark inkarniert, dass sie zur ersten natur der "antideutschen" geworden ist. und damit sind sie dann als schlechte aufheber des antisemitismus selber stramme deutsche antisemiten geworden, die die durch und durch antisemitische zivilisation verteidigen.
die [anti-].DEutschen haben weder G.L. Mosse und M. Postone noch das Wesen der Wertproduktion und der ihr innewohnenden Tendenz des Antisemitismus auf Basis des Ware-Geld-Fetisches, der mit verkürzter Kapitalismuskritk und Personen- sowie Gruppenfetisch verbunden ist bzw. daraus entspringt, je begriffen. das stimmt mich traurig, denn den clemens (emp)fand ich eigentlich zumeist recht seriös.
kannste dich er-sie-innern, "abisag"? wir hatten kuerzlich mal als "lenona./.abisag" einen kleinen disput zur klassenfrage. an meiner antwort an dich hatte ich ca. eine std. gearbeitet und dich aufgeplustertes streithähnchen darin schön gerupft, aber dann stürzte das auf M$-windoofs basierende programm plötzlich ab und mein kritischer kommentar war gelöscht. anstatt auf b. gates und seine mannen zu schimpfen habe ich mich selbst verflucht, weil ich es ja hätte zwischenspeichern können.
und deshalb jetzt zu diesem problemfeld auch etwas ausführlicher: die ausgangsbasis der ideologie ist eng verbunden mit der Klassenfrage![1] z.B. weist G.L. Mosse in seinem Buch "Die Entstehung des Rassismus in Europa" (an dem sich der gute Moishe Postone ja abgearbeitet hat) nach, daß der Faschismus/Nationalsozialismus und damit auch der rassistische Antisemitismus aus dem Kleinbürgertum entspringt. Das bedeutet aber: ohne Klassenanalyse kannst Du keine adäquate und kohärente Kritik des Antisemitismus leisten. Wer aber keine adäquate Kritik leisten kann, der kann nur eine schlechte Aufhebung praktizieren bzw. bleibt in der vermeintlichen "Ideologiekritik" selbst ideologisch. Warum sperrst Du Dich gegen Klassenanalyse und Revolution? Ich weiss es: Du bist auch ein Linker, ein verschämter Kleinbürger. Lies deshalb die Kritik an der und den ideologischen Zöglingen der "antideutschen", der "aab". und bevor Du auch mich in ein "anti-amok-lager" amok-terror-phase eingetreten ist> sperren willst, lies bitte die garantiert antisemitismusfreie weinnachtsgeschichte: "krümel mensch" unter der u.a. URL, die ich aber noch etwas lektorieren, d.h, überarbeiten muss. und wenn du willst, darfst du gern als korrektörchen dabei mitspielen . und gern darfst du dich an der kritik an der "aab" beteiligen. aber wahrscheinlich richtest du deine ideologiekanone lieber auf uns "krümel", wa? paß aber auf: wir pieksen dann zurück!
so, jetzt mach´ ich mal hier schluß, denn ich muß noch vermeintliche "anarchisten" rupfen. soll ich dir für dein sanftes ruhekissen ein paar federn davon schicken? ihre federn pieksen auch garantiert nicht!
be well,
dein krümel("monster"),
das auch hin und wieder mal "scherzkeks" spielt um darauf hinzuweisen, daß die spaß- und genußgesellschaft noch gar nicht begonnen hat
--
[1] wer das verneint, sollte mir dann bitte einmal erklären, warum Karl Marx seine Kritik der politischen Ökonomie als theoretische Waffe für den proletarischen Klassenkampf geschrieben hat
schandl is ein orthodoxer stalino-marxist
@abisag
Warum sperrst Du Dich gegen Klassenanalyse und Revolution? Ich weiss es: Du bist auch ein Linker, ein verschämter Kleinbürger. Lies deshalb mal die Kritik an der .DE.utschen Linken und den ideologischen Zöglingen der "antideutschen", der "aab".
aber wennste willst, kannste natürlich auch gern die anderen wohlge"meinten" empfehlungen vorsichtig berücksichtigen.
be well,
krümel
an "kapitalis-mus[s]-weg"
suchste wirklich mit not-wendigkeit die not durch einen neuen weg im kapitalismus zu lindern? dann geh mit an die front zum wunden lecken! bist du nicht ein "junger pionier"? du solltest jedoch wissen, daß bereits in deiner ger[euro]money./.dollarzonen-welt und deinem patriarchat fast alle wege zubetoniert sind. ausserdem - und das ist der wesenskern deines kapitalismus: alle pfade sind einbahnstraßen, die irgendwann zu wert(produktions)anstalten mit öffentlichem Recht führen, worüber in unsichtbarer schrift steht: "es gibt kein recht auf faulheit! arbeit macht frei!" und dein kapitismus-weg ist der hofgang zwischen diesen (ver-)wert(ungs)anstalten, weshalb auf höflichkeitsregeln des verkehrsverhältnisses vor-geschrieben sind!
an dem gerontokratischen geist dieser ehernen wertproduktion leidet übrigens auch immer noch deine "jungle world". die ist viieeeel zu zivilisiert um dieses übel überwinden zu können. ferner ist die redaktion voller betonköpfe, die den abgefahrenen automobilitärischen bahnen huldigen müssen. deshalb können sie weder gemäß der menschlichen hirnstruktur "dschungelhaft" denken noch innerhalb des denkens neue wege entdecken.
doch gehen wir mal immanenter vor:
>>die säulen dieses HERRschenden systems sind eben nicht nur der kapitalismus, sondern u. a. auch der rassismus,
und was ist mit dem patriarchat? damit fing doch der unterdrückungsapparat, fremdbestimmung und enteignungsprozeß sowie segregation an!!!
>> ohne den es keinen oder zumindest nicht DIESEN kapitalismus geben könnte.
einen beSSeren gibt "es" aber nicht! und ferner müssen wir ausgehen von der am weitesten entwickelten gesellschaftlichen form, die heute das kapital zur grundlage hat. d.h. heute müssen wir jede barbarei aus dem kapitalistischen produktionsprozeß und bürgerlichen verkehrsverhältnis ableiten.
>>und es gibt genügend unterdrückzungsverhältnisse, die nicht monokausal auf den kapitalismus zurück zu führen sind.
selbst das patriarchat funktioniert heute nach den kapitalistischen prinzipen der verallgemeinerten gleichgültigkeit, die auf arbeit und geschlecht sans phrase beruhen!
doch eine bitte habe ich an dich:
provoziere doch bitte das nächste mal etwas telligenter, den sonst verliere ich die streitlüsternheit!
@krümel
aber trotzdem, obwohl dein beitrag durch dieses missverständnis eigentlich schon ad absurdum geführt is, der reihe nach: 1. "deine "jungle world". die ist viieeeel zu zivilisiert um dieses übel überwinden zu können." - ich dachte, das wäre eine zeitung, ein journalistisches produkt. warum sollte die diese verhältnisse überwinden? das musst dann schon du machen oder du oder du. man sollte nicht den boten zum revolutionären verklären. wozu auch? höchstens weil man selber nix auf die reihe bekommt vielleicht, oder?!2.">>die säulen dieses HERRschenden systems sind eben nicht nur der kapitalismus, sondern u. a. auch der rassismus,"3.>>ohne den es keinen oder zumindest nicht DIESEN kapitalismus geben könnte.4.deshlab "müssen wir jede barbarei aus dem kapitalistischen produktionsprozeß und bürgerlichen verkehrsverhältnis ableiten" - ach so und in der ddr gab es keine barbarischen verhältnisse, oder was? du meinst also, wenn nur die planwirtschaft herrscht, dann leben wir im paradies? armes würstchen....5."selbst das patriarchat funktioniert heute nach den kapitalistischen prinzipen " - ja, auch! aber auch in der ddr gab es das patriarchat, und auch unter feudalen verhältnissen oder anderen vor-kapitalistischen zuständen gab es das. also ist es dumm zu glauben, dass mit dem kapitalismus auch automatisch das patriarchat abgeschafft wäre...wie gesagt, so wie du denken nur betonkopfkommunisten, wie schandl, die dkp oder was weiß ich. mit einem anti-autoritären, revolutionären, linksradikalen ansatz hat das nix zu tun. am besten du steigst zu schandl in die mottenkiste.
an "blindfish"
>>ich sprach nicht von einem kapitalismus-Weg, sondern davon dass der kapitalismus weg muss! weg, hinfort, auf nimmer
wiedersehn.
dann bleiben wir mal dabei. wie stellst du dir das vor? du wirst doch hoffentlich nicht annehmen, dass das über das einwerfen von bankenscheiben funktionieren kann, wie du das als strammer anti-finanz-kapitalist "meinst", oder? denn die werden eh von den versicherungen bezahlt und die holen sich das geld wieder rein, indem sie die versicherungspolicen verteuern bzw. die schwächere kundschaft bei schäden dazu nötigen, mit weniger schadenssumme zufrieden zu sein!
ich gehe nicht auf den gesamten mist ein, den du dir aus deinem verödeten gemüt gepresst hast, sondern merke nur an, daß der ostblock nie kommunistisch/sozialistisch, sondern eine sonderform des kapitalismus war. allen, die sich wirklich-wirklich mit der aufhebung von kapital und bürgerlicher barbarei beschäftigt haben ist dies eigentlich bekannt. insofern kann ich dich nun nicht mehr ernst nehmen, daß es dir um eine überwindung des kapitalismus geht. wie willst du etwas beseitigen/aufheben, was du gar nicht kennst und analysiert hast? du weisst dann ja noch nicht einmal, wo du die schaufel ansetzen musst und wie du den besen halten mußt, um ihn auf den müllhaufen der geschichte zu kehren! aber noch gebe ich dir die chance, dich diesbezüglich zu äußern und deine auffassung zu korrigieren!
im übrigen war stalin ein kleinbürger und unter selbsternannten anti-stalinisten, die aber gar nicht wissen, was der realsoz eigentlich war bzw. worauf er beruhte, gibt es ebenso viele kleinbürger. und wenn du das nicht einsehen willst, dann scher dich mit deinen agitationsgelüsten zu deinen artgenossen: den gartenzwergen in die "schrebergartenkolonie unglückliche wiedervereinigung"! solche arten von kolonien blühen jetzt bald als abm-programm-anstalten für k(r)ampf(früh)renter rings um berlin auf. das ziel: die zücht(ig)ung von sonnenblumen und roten nelken für die permamenten friedensparteitage der PDS . die sind auch alle mittelerweile stramm anti-stalinistisch (bis auf die EHRliche wagenknecht) und mögen die "Amerika" auch nicht sonderlich. und zu unsereins sagen die auch jetzt: "geh doch in die mottenkiste" (und denken dabei: "wir sind doch jetzt sogar im senat!"). früher hamse gedröhnt: "mach doch rüber!" und das mit der mottenkiste ist auch nur eine projektion: weil sie sich selbst als motten fühlen und von einer kiste in die nächste gesteckt werden... - so lange, bis sie in der letzten landen... wenn wir nicht zur aufhebung auch der senilität und demenz beitragen, gelle?
tippfehlerkorrektur
der schlechte kapitalismuSS-weg-theoretiker versuchte klarzustellen:
und jetzt verkrümel ich mich;-), lasse dir ruhig zeit mit deiner antwort...
@"Krümel"
Ich habe mich aber nun erst einmal aus dem Netz zurückgezogen, um meine "anti-deutsche" Herangehensweise aufzuheben. Gern lese ich aber Deine kritischen Kommentare und Polemiken, weshalb ich mich auch hin und wieder (so wie jetzt) ins Netz begebe und werde mich ggf. demnächst darauf einlassen, sie sowie auch den Beitrag von Franz Schandl kritisch zu würdigen.
ach da fällt mir noch was ein:
an die antiautoritären und emanzipatorischen
was fragste nach? ist doch klar: "piranha" als streitlüsterne abgrenzung gegenüber "blindfishes" und "krümel" gegenüber phrasendreschern. wir krümel("monster") können nämlich phrasen/meinungen nicht verknusen und zerkrümeln die dann. das ist sozusagen eine apriori gesetzte abwehr (kannste auch als "prophylaxe" setzen) gegen eine sich "zusammenbrauende" blockkonfrontationen mit dem lager der dummheit. ist allerdings ein schwieriges unterfangen, da die phrase/meinung schon seit langer zeit die persönlichkeitsstruktur des individuums narzisstisch besetzt hält und damit zur nekrotischen kernstruktur der charakterdeformation des bürgerlichen konkurrenzsubjektes geworden ist. und dieser charakter verhindert leider bewußtwerdungsprozesse. er ballt sich bei dem versuch, die nekrose therapeutisch aufzulösen ängstlich zusammen und reagiert mit abwehr und übertragung. mal mehr und mal weniger militant. er ist ferner geprägt vom "lagerdenken" (was ja nix anderes ist, wie die bürgerliche familienneurose in form von lobbyismus, kameradschaftsverbänden, gleichgesinntengruppen, folklorevereinen, volkskulti [incl. ausdifferenzierung in "multi-kulti"], patriDiotismus [1], nationalschwadronentum und allerlei "identitätsstiftenden maßnahmen" der bürgerlichen RECHTSanstalt) und wird angeführt von betonkoepfpolitikern des "realitätsprinzipes" der auto-mobilitärischen Tele-Visionsgesellschaft mit Vorstoßtruppendenken, um das eigene Lager zu vergröSSern. je mehr es vergöSSert wird, umso gröber ist "es". nun ja - und das kennste sicher auch und gehört zur leiDkultur wie das Amen in den zivilisatorischen messen: die vorstoSSler nehmen stets anstoSS an uns und versuchen uns dann dementsprechend "aus dem weg zu räumen".
>>nein, ich denke nicht, dass man den kapitalismus durch das einwerfen von bankenscheiben abschaffen kann. zufrieden?
nein!
>>und wie stellst DU dir das vor? bitte den genauen plan hier posten, damit mensch mitmachen kann...
sag doch gleich, daß du dazu noch keinen Gedanken verschwendet hast, weil du nicht wagst, das für dich undenkbare zu denken! warum antwortest du nicht: "tut mit leid, damit kann ich nicht dienen. ich habe keine einzige idee diesbezüglich!" du scheinst ein eitler kerl zu sein, der keine schwächen und "blinde flecken" zugeben will und deshalb auf das feld der gegenfragerei ausweicht, wa? aber ich habe mit "schwachstellen" keine probleme. brauchst dich also in zukunft nicht mehr so zickig anzustellen!
und deshalb schreibe ich dir hier auch ganz offen, was ich denke - selbst auf die gefahr hin, daß das aus unverständnis, angst und ignoranz zurückgewiesen wird:
wohlan: "krümel" setzen auf menschliche emanzipation und die ist als entfaltungsprozeß nur in einer sozialen selbsthilfebewegung möglich, die das politische und entfremdete sowie die stellvertretrei negiert. das bedeutet, daß die theorie und aktionsformen z.b. der "Situationistischen Internationale" auf eine neue (für heutige verhältnisse adäquate) stufe gehoben werden müssen. anfangen müssen wir mit einer aufklärungskampagne und uns dabei an die arbeiter/innen (incl. "angestellten", halt - wenn du so willst - "die bevölkerung") richten. wir müssen die aufklärung aber mit aktionen des zivilen ungehorsams und einer stringenten verweigerungshaltung gegenüber den neuen repressiven maßnahmen koppeln, die eine subversive aufhebung in sich trägt. das bedeutet: freie (fort-)bewegung in form vom bunt-fahren, zurückweisung des "Otto-Kataloges" in form von öffentlichen verbrennungsaktionen nationaler papiere und statt dessen kreativer nutzung des weltpasses sowie der organisierung eines steuerboykottes. gegenüber dem deutschen (klein-)bürgerlichen nationalismus sollte unbesorgt das, was die nazis an den juden praktizierten (das nennt "man" auch: "den gegner mit den eigenen waffen schlagen") umgedreht werden in: "boykottiert deutsche unternehmen, dienstleister und geschäfte, kauft bei ausländer/innen!" ... desweiteren sabotage von "arbeit macht frei" durch subversiv-offensives krankschreiben lassen bishin zur organisierung eines anti-general-streikes gegen den krieg. aktionsformen dazu: schöne go-ins bzw. überraschungsbesuche diverser dafür relevanter institutionen. desweiteren: spaßguerillaaktivitäten sowie "unsichtbares theater" (a. boal) gegen den ängstlichen, autistischen und narzisstischen "lagercharakter" (siehe oben). mehr diesbezüglich auch in einem - im letzten jahr entstandenen - "pamphlet" zum unanständigen aufstand. dieses "bündnis" als soziale selbsthilfebewegung gilt es nun wirklich-wirklich aufzubauen. machste mit?
wegen "error 500" hier vorläufiges ende, doch teil 2 (zum Realsoz) folgt gleich... - aber erst nachdem ich von meiner lebensmittelbesorgung zurück bin.
fußnotenanmerkung
[1] haste zufällig die vor einigen wochen im ard ausgestrahlte sendung über "Hitlers willige Spekulanten" gesehen? der schluss davon war lulustig. da konnte Rau mal zeigen, worauf er
als PatriDiot "stolz" sein konnte: bei der verleihung des Ehrenordens an K.v.Amerogen hat er selbst ja "Hand angelegt" - obwohl´s doch nicht ganz so "ordentlich" - aber mit vielen bücklingen ablief...
zur politischen Ökonomie des Realsoz
du "meditiertest" folgendes:
>>der "ostblock", sagst du, sei nie sozialistisch gewesen. tja, nach MEINER
###+++kleine zwischenfrage: warum schreibst du "meiner" so GROSS? BIST DU SO GE-WICHTIG? oder bist du jemand, der eine neue wissenschaftliche arbeit über die politische ökonomie des realsoz verfaßt hat, in der völlig neue aspekt aufscheinen? dann aber mal her damit!+++###
>>sozialismus-/bzw. kommunismusdefinition nicht. aber planwirtschaft hat dort sehr wohl geherrscht und einen freien markt und wettbewerb gabs jedenfalls nicht. also wurden bestimmte grundlagen des kapitalimus sehr
wohl ausser kraft gesetzt.
ich weiß nicht, was du für "grundlagen" hältst. die grundlage des kapitals ist die produktion und du beschreibst hier marktmechanismen. distribution und zirkulation sind jedoch der produktion nachrangig und aus ihr abzuleiten. aber das du ein (klein-)bürgerlicher ideologe bist, hatte ich mir ja schon gedacht. (klein-)bürger gehören der größten sekte dieser zivilisation, nämlich der der marktgläubigen an. sie huldigen dem gott des profites und des warentausches. sie "pflegen den umgang" miteinander und haben angst vor direkter konfrontation. sie praktizieren den "wortwechsel" statt der kommunikation und können nur "personen", aber keine menschen sein - obwohl sie bei jeder gelegenheit "mitmenscheln". sie zirkulieren frei und fromm, als höfliche konkurrenzsubjekte in der sphäre von "freiheit, gleichheit, bentham" dem scheinheiligen garten eden der mitmenschlichkeit. was in dieser sphäre gedeiht, ist jedoch nichts als opportunismus. dieser ist bar jeden bewußtseins und nur zur gemütlichkeit fähig. das opportunistische "mitmenschenvolk" geißelt nur deshalb die schicht der "übermenschen, weil es nicht zu ihnen gehören darf, buckelt aber bereits bei den seichtesten winden im wasserglas vor ihr und entlädt dann - sobald der "innere schweinehund" [1] aufgestachelt wird - seine zur ungemütlickeit gernonne aggressivität gegen die "untermenschen". willst du wirklich weiter zu ihnen gehören?
wenn nicht, dann merke: die grundlage des kapitals ist die wertschöpfung innerhalb der produktion, die durch die lebendige arbeitskraft bewirkt wird. damit das kommando über fremde arbeit stattfinden kann, mußte (siehe "die ursprüngliche akkumulation") eine vorherige expropriierung stattgefunden haben, damit der doppelt befreite lohnarbeiter für den verkauf seiner ware arbeitskraft zugerichtet werden konnte. zur abrichtung für den akkumulationsprozeß gehörte auch, daß er an einen "gerechten lohn" glaubt(e). dieser lohn dient aber nur der reproduktion der ware arbeitskraft und schweißt die lohnarbeiter in die fabriken und an die maschinen. die crux liegt bekanntlich darin, daß die arbeitskraft im produktionsprozeß wesentlich mehr an wert schafft als sie in form des lohnes ausbezahlt bekommt und damit die grundlage der kapitalakkumulation ist. dieses grundprinzip galt auch im "realsoz": die arbeiter/innen verkauften ihre ware arbeitskraft und bekamen dafür lohn. mittels dem lohn reproduzierten sie ihre ware arbeitskraft. sie konnten noch nicht einmal mitbestimmen, was mit dem mehrprodukt passieren sollte und worin es angelegt werden sollte. das bestimmten die wirtschaftsstraten in den planstaatsetagen, die auch das kommando über die produktion und damit bestimmung über den einsatz der ware arbeitskraft hatten. wäre das anders gewesen, d.h. die kollektiven produzent/innen wären wirklich-wirklich im besitz der produktionskapazitäten gewesen und hätten für ihr bedürfnis produziert, dann hätten sie ihre lebensgrundlage verteidigt und hätten sich nicht, wie 1989 geschehen, neue herren gesucht und tatenlos zugesehen, wie ihre lebensgrundlage verhökert oder dichtgemacht wird. kapitalismus basiert auf der lohnsklaverei. sofern es kein aufbegehren gegen diese sklaverei gibt - aus dem sich dann klassenbewußtsein und dementsprechende kämpfe entwickeln - so lange versuchen dann diese sklaven bessere herren und eine bessere sklavenstelle zu finden. interessant wird es allerdings dann, wenn es die nicht mehr oder immer weniger gibt... .- wenn also durch die akkumulationskrise die lohnsklaverei immer mehr in frage gestellt wird... - wie heutzutage....
wegen "error 500" ende von diesen teil - teil 3 der responderei folgt sogleich -
--
[1] wie gefährlich dieser "innere schweinehund" (der "pig brother" von "BIG BROTHER") ist, können wir auch an dem sprichwort: "weckt keine schlafenden schweinehunde" ablesen. die sind eigentlich gefährlicher als der innere wolf. aber letzteren haben nur wenige menschen ins sich, wie z.b. thomas brasch, den er in der einleitung von "Vor den Vätern sterben die Söhne" beschrieb.
responderei teil drei
lies mal J.M. Keynes, der fordert(e) die permante staatseinmischung und -kontrolle in bezug auf einen (zumindest sich so von ihm vorgestellten) funktionierenden kapitalismus. planwirtschaft gab es im New Deal, Nationalsozialismus, Japan etc. Moderne "Stategische Wirtschaftsplanung" ist immer Markt plus Staat und je stärker die Verwertungskrise wird, umso mehr an Staat ist notwendig, um die Krise "abzufedern", den Fall der Profitrate abzuschwächen, neue Märkte zu ERobern, die Währungszirkulation innerhalb der Weltwährungskonkurrenz strategisch abzusichern, lästige Konkurrenz zu beseitigen und um Kriege führen zu können.
Im Ostblock bzw. "Realsozialismus" gab es all diese kapitalistischen und bürgerlichen Mechanismen der politischen Ökonomie auch - allerdings in abgeschwächter Form, die als "sozialistischer Wettbewerb" daherkam. Aufgrund der Gebrauchswertdominanz (auch und gerade der Arbeitskraft) innerhalb der "Tonnenökonomie" (R. Kurz) gab es keine Arbeitslosigkeit, d.h. keine entfesselte Mehrwertabpressung. Dementsprechend konnte sich der Realsoz auch nicht in der Weltmachtkonkurrenz mit dem viel produktiveren Westkapitalismus durchsetzen, der ja (und hier ist letzterer "gemeint";-)) die relative Mehrwertabpressung enorm steigern konnte und dadurch die Akkumulation des Kapitals wesentlich beträchtlicher steigern konnte als es dem "Realsoz" auf längere Zeit möglich war. Es gab zwar auch stets Versuche, dies via "Reformen" der Staatsökonomie zu verändern, aber dies scheiterte an dem institutionell tief verankerten Ideologie des "proletarischen Staates". Die "Wende" konnte erst mit Gorbi durchgeführt werden - und dies auch nur, weil der Bankrott des Ostblockes nicht mehr aufzuhalten war.
>>um es mal mit deinen worten zu sagen: "allen, die sich wirklich-wirklich mit
der aufhebung von kapital und bürgerlicher barbarei beschäftigt haben ist dies eigentlich bekannt."
höhöhö...
warum spöttelst du hier so? verspöttelst du dich als tröttel selbst oder versuchst du gerade mittels dümmlichem spott von deinem nicht-wissen abzulenken?
>>und dass stalin ein "kleinbürger" war, finde ich echt witzig! das würde ja bedeuten, dass um mich
rum in der straße lauter stalins wohnen.... na gott sei dank is das nicht so!
hast du wirklich eine konkrete klassenuntersuchung in deiner straße gemacht? das nehme ich dir nicht ab, denn dafür hast du gar nicht die theoretischen vorkenntnisse. du gehst allenfalls lediglich von verhaltenskriterien aus und wie sich deine nachbarn ideologisch äußern, oder? außerdem suchen kleinbürger, die ja nichts so sehr hassen, wie die klassenfrage (sie sind dann ja mit ihrer eigenen nichtigkeit konfrontiert) stets nur ihresgleichen bzw. projezieren ihr kleinkariertes ego in den anderen hinein. ist bei dir also klar: du magst stalin nicht aber liebst das kleinbürgertum. folglich siehst du um dich herum nur kleinbürger, die aber "gott sei dank" keine stalins sind.
>>(bist du sahra wagenknecht?)
warum die klammer? bist du ein klammeraffe? hatte ich nicht schon gesagt, daß du in die "kolonie unglückliche wiedervereinigung" gehen sollst? da findest du noch mehr von deinesgleichen: unglückliche klammeraffen der wiedervereinigung der alten affenhorde im zeichen der banane. eigentlich wäre doch eine banane als wappen für diese [(bildungs-)bit-]bananenrepublik viel angemessener und bodenständiger als der adler, gelle? aber das ist der halluzi .DEutscher "übermenschenInnen": sie schaffen es nicht, aufrecht auf der erde zu gehen und identifizieren sich dann immer mit allerlei mythos und wappnerei hoch oben in den wolken, um dann "über allem" zu schweben.
doch jetzt kommt der "einfall" noch dran... kann ich nämlich nicht verknusen: den nationalsozialismus fern ab des kapitals anzusiedeln..., so als wäre der ein "verkehrsunfall" gewesen, der sich durch eine bessere straßenverkehrsordnung niemals wiederholen wuerde...
lies doch mal A. Sohn-Rethels "Ökonomie und Klassenstruktur des deutschen Faschismus"! Und schon Horkheimer hat gesagt: "Wer von Kapitalismus nicht reden will, sollte auch zum Nationalsozialismus die Klappe halten", gelle?
der deutsche nationalsozialismus war nichts anderes, wie die fortgeschrittendste form kapitalistischer und bürgerlicher barbarei, sozusagen der "fordismus der vernichtung" innerhalb der faschisierungsphase bürgerlicher verhältnisse (was polanyi auch als "great transformation" beschreibt). dieser weltfaschismus unter kontrolle des staatsapparates ist nie überwunden worden, sondern hat sich nach 1945 ausgeweitet. der CIA schuf aus gestapo- und SS-männern den BND und auch der Mossad bediente sich dieser Mannen, weil die ja ihr "Handwerk gut verstanden"... - und nun gerät der globale faschismus in die terroristische phase (die übrigens ein resultat des zerfalles des nationalstaates auf basis der globalen akkumulation und seiner krise ist...) - die als antwort die militärische Staatseinmischung in Form von Kriegen der NATO hervorruft. in den "supranationalen" institutionen wie UNO und NATO existiert aber auch ein konkurrenzkampf um die führung... - maßgeblich zwischen ".DEuropa" und den USA.... und dies gilt es noch, genauer zu analysieren (z.B. darin auch die rolle der englischen bourgeoisie!)
aber bitte nicht nur analysieren, sondern was zur aufhebung der barbarei tun!!!
diskussion hat keinen sinn
bezügl: "die diskussion hat keinen sinn"
Hier mischt sich jemand in die Debatte ein, um sie nach dem Motto: "der Holocaust gehört MIR" zu sabotieren! Die Interpretation der theoretischen Anstrengungen von "krümel-phrasenmäher/in" geifert vor haltlosen Unterstellungen, Projektionen und Gerüchten zwecks Denunzierung und Sabotage emanzipatorischer Theorie und der daraus resultierenden Aktivitäten! Bitte nicht beachten, sondern über seinen/diesen Unsinn lachen!
@crimplene
be well,
a beautiful and happy 2002 for all nice people!
"wortwechsel"-hähnchen rupfen;-) Teil 1
bist du wirklich henryk m. broder, wie hier vermutet wurde?
du schrobeltest:
>>tut mir leid aber wir sprechen verschiedene sprachen.
nein! wir sprechen die gleiche sprache, gehen aber von einem anderen wesen und anderen prämissen der begründung von sprache aus. wir haben also primär zu reflektieren, welcher "wesenskern" hinter den begriffen liegt, die sich wörtlich, (grund-)sätzlich und sprachlich ausdrücken. marx merkte dazu an, daß sprache bewußtsein ausdrückt. vielleicht habe ich ein anderes bewußtsein als du?
>> wenn du denkst, man könne eine "klassenuntersuchung" machen, also wenn du überhaupt die gesellschaft ausschließlich in klassen denkst
das "ausschließlich" ist ein reduktionionismus deinerseits, der von deinem eklektizistisch veranlagten ein-punkt-bewußtsein aus "gesteuert" wird. ich habe auch vom "staat" gesprochen, der ja scheinbar - als ideeller gesamtkapitalist - klassenneutral ist und deshalb angeblich auch die klassenwidersprüche miteinander versöhnen kann.
doch gehen wir noch einmal kurz auf die "ausschließliche klassenfrage" ein: gerade sie schließt niemanden aus. hier noch einmal das kleine a-b-c der kritik der politischen ökonomie: kapitalismus setzt klassen voraus: die bourgeoisie als eigentümer von kapital (kapital constante und kapital fixe) sowie das proletariat als expropriierte klasse, die dazu gezwungen ist, ihre ware arbeitskraft zu verkaufen (variables kapital). die kleinbourgeoisie ist keine eigentliche klasse und wird mehr oder weniger vom kapital bzw. dem bürgerlichen staat zu lasten des proletariats "alimentiert". "natürlich", d.h. gesellschaftlich hervorgebracht, sind innerhalb der klassen auch verschiedene schichtungen enthalten. die klassen werden aber bestimmt aus ihrem verhältnis zur realproduktion, d.h. in welcher form sie an der gesellschaftlichen produktion beteiligt sind und welches verhältnis sie zu den produktionsmitteln haben. die kapitalkonzentration und akkumulation vergrößert das proletariat, da der akkumulationsprozeß ein permanenter expropriierungsprozeß ist. es ist auch ein expropriierungsprozeß des kopfes (da die schicht derer, die ihre kopfarbeit an das kapital verkaufen zugenommen hat und kopfarbeit der instrumentellen vernunft der wertproduktion zu folgen hat) und dies ist auch der grund für die überakkumulationskrise des bewußtseins, die in ihrer negativen form die allgemeine verblödung hervorruft. wie drückte dies noch Gremliza aus? "aus Adorno wurde Wickert"?
ende teil 1 - doch teil 2 folgt gleich
"wortwechsel"-hähnchen rupfen;-) Teil 2
den holocaust nur als verwertungs-maßnahme aus kapitalist. interesse, dann haben wir einfach
überhaupt keine gemeinsame ebene für eine politische diskussion.
vielleicht will ich ja gar nicht "politisch" diskutieren? denn die politik ist die sphäre des schmutzigen geschäftes, der schwarzgeldschieberei, der macht, der intrige. und das sieht "man" hier auch an deinen unterstellungen, die aufzeigen wie stark die politik schon dein hirn vergiftet hat. der "realsoz" incl. die ddr waren als "anti-faschismus" und "anti-kapitalismus" in schlecht aufgehobener form, d.h. als negatives spiegelbild und blosse negation [und auch die war durch stalins verfälschung der kommunistischen theorie und dialektik eine "verkürzte kapitalismuskritik"] in die globale ökonomie involviert. wertproduktion schließt auch immer bankrotte=kapitalvernichtung; entwertung/wertvernichtung mit ein. und das bedeutet auch: entwertung menschlichen lebens sowie vernichtung "wertlosen" lebens. unorganisiert erscheint dies als prozeß auf der anarchie des marktes, d.h. menschen verhungern oder bringen sich selbst vereinzelt um (der suizid ist die dritthäufigste todesursache in der brd) und wenn sich, wie z.b. in afrika die "untermenschen" gegenseitig umbringen, wird dies ebenso wenig in der bürgerlichen öffentlichkeit grundlegend thematisiert, wie in der zeit des deutschen nationalsozialismus die körperhygiene der juden und anderen "ungeziefers" durch duschen mit anschließender abhäutung. auf ökonomischer ebene hat sich die "vernichtung unwerten lebens" in der enormen zunahme von massenvernichtungsmitteln niedergeschlagen und damit die destruktionskräfte (barbarei) des kapitals verstärkt. [faschismus ist definiert als bewegung zur vernichtung "unwerten lebens", setzt sich selbst, d.h. seine charaktermasken und "elite" als wertvoll und fühlt sich damit berufen, "die welt" zu ERobern. ER hat seine wurzeln zwar im römischen imperialistischen sklavenhalterstaat und schöpft auch daraus seine anti-aufklärerische und anti-bürgerliche ideologie, muß aber im zeitalter des kapitals aus dem kapital und nicht aus der antike abgeleitet werden!]
waffen/massenvernichtungsmittel dienen dem zweck der gezielten und staatliche organisierten vernichtung "unwerten" // "unwürdigen" lebens. und in die produktion von massenvernichtungsmitteln (="hochrüstung") waren westkapitalismus und ostkapitalismus in gegen-seitiger konfrontation involviert bzw. haben sich darin gegen-seitig hochgeschaukelt und die produktion gesteigert und gesteigert, bis irgendwann innerhalb der gegen-seitigen ost-west-dichotomie keine weitere steigerungsstufe mehr möglich war. es wurde dann davon gesprochen, daß "der westen" den warschauer pakt/"ostblock" "totgerüstet" hätte. "der ostblock" war für die bourgeoisien der kapitalistischen länder des westens voller "wertloser" = feindlicher leben. umgekehrt ebenso. [die aufrüstung und kriegspropaganda hin zur vernichtung "wertlosen lebens" verlangt halt die stigmatisierung dieses lebens als "feind", der "das eigene lager" bedroht und deshalb vernichtet werden muss bzw. gegen den "man" sich mittels waffen und armeen schützen muß] beide "systeme" hatten aber auch im "feindlichen lager" "oasen" des "wertvollen lebens": ihre parteien und ihren ökonomischen sowie staatlichen institutionen (siehe dazu u.a.: von Bülow, Andreas, "Im Namen des Staates"). wenn wir vom primat der produktion (und nicht der markt-nachfrage) ausgehen, so bedeutet die steigerung des militärisch-industriellen komplexes aber auch, daß die destabilisierung der welt zunehmen muß, denn: waffen sind auch waren, die verkauft werden müssen. das ist mit ein grund dafür, warum in den weiteren kriegen nach 1945 mehr menschen umgekommen sind, als im 1. und 2. weltkrieg zusammen. aber auch folgendes muß noch mehr in das zentrum unserer analyse gerückt werden: je mehr der sektor der destruktionkräfte (produktion von massenvernichtungsmitteln) zunimmt, umso mehr an staatlicher kontrolle dieses sektors ist notwendig, da der bürgerliche nationalstaat ja das gewaltmopol innehat. erforderlich ist aber auch die kontolle (der rüstungsmittelproduktion) und infiltration des "feindes". und dies führt bekanntlich zu einer zunahme der gewalt und macht der geheimdienste. historisch gesehen akkumuliert sich in ihnen die faschistische und repressive gewalt des kapitals und des bürgerlichen staates als "staat im staate" bzw. "überstaat" und er ist damit auch "der staat der übermenschen". soviel hier zur charakteristikum des weltfaschismus nach 1945.
ende teil 2 - doch teil 3 folgt gleich
"wortwechsel"-hähnchen rupfen;-) Teil 3
daraus erwuchs dann die schauderhafte strategie, daß der "antifaschistische Staat der DDR" Faschisten in der BRD unterstützte (und seine "eigenen Nazis" dahin "abschob"), der Mossad die Hamas-Bewegung mit aufbaute (um die PLO zu schwächen) und der CIA die reaktionärsten Regime incl. die Taliban, El Quaida mit aufbaute und unterstütze, wenn sie nur für die gerade vorherrschende Strategie ihrer politischen Ökonomie brauchbar zu sein schienen. diese mörderbrut bedroht nun sie selbst .......----- und sind die schatten ihrer eigenen "schattenökonomie", die im tiefsten dunkel ihrer geheimdienste ausgeheckt wird. die brutstätte dieser düsteren schatten aber ist ihre "zivilisation" in form ihrer nationalstaaten und transnationalen trusts, die ihren platz an der sonne halten oder ausbauen will. die sich bereits verdüsternde sonne wird mit nasa-spritzen fit gehalten, obwohl sich durch die zunahme des ozon-loches die blinden flecken und die allgemeine düsterheit flächendeckend ausweitet. Und Robert Kurz arbeitet gerade an (s)einem "Schwarzbuch Zivililisation", worin er nihilistisch anmerkt, daß "die Zivilisation" ein einziger "Kollateralschaden" der Menschheit war. wollt ihr wirklich, daß die geschichte ihm "recht" gibt? aber das wäre auch fatal für R.K...., denn niemand mehr von UNS ALLEN könnte seine Bücher lesen (selbst er sie gar nicht lesen will). auch er selbst nicht
ich empfehle deshalb allen, die die "zivilisation" mit hinblick auf "auschwitz bleibt unser" (diese "masche" fuhr bekanntlich bereits der "Linkí" Fischer in bezug auf den Jugoslawien-Krieg 1999) und "lang lebe die Shoa, Israel, Amerika, Bush und Sharon" verteidigen einen kritisch-distanzierten grundkurs zur "dialektik der zivilisation". in der "dialektik der aufklärung" derer, auf die sich "Bahamas" und Co. ideologisch stützen ist eine vernichtende kritik der "HEILigen zivilisation" enthalten. das, was uns die Shoa lehrte, ist: KOMMUNISMUS ODER ZIVILISATION!
>>(...)geh mit deinen kommi-sekten spielen...oder wars linxruck?
strunzdummer abschluss. hier grunzt der "innere schweinehund" aggressiv im dreck suchend und ist geprägt von der "verhausschweinung des bewußtseins". hoffentlich wird dies wirklich ein "auslaufmodell" - zusammen mit dem BIG BROTHER - der den futtertrog für diese "hausschweine" bereitstellt!
laßt uns für ein schönes jahr 2002 kämpfen!
NEIN ZU JEDEM TERROR UND ALLEN KRIEGEN!
SOLIDARITÄT MIT DEN ISRAELISCHEN ARBEITERINNEN UND PALÄSTINENSERINNEN!
SOLIDARITÄT MIT DEM ARGENTINISCHEN PROLETARIAT!
AUFHEBUNG ALLER BÜRGERLICHEN NATIONALSTAATEN !
DER HAUPTFEIND IST DER EIGENE BÜRGERLICHE STAATSAPPARAT!
ende teil 3
Sarkasmus - noch eine Bemerkung zu Teil 2
(sarkasmus)und wenn sich, wie z.b. in afrika die "untermenschen"
gegenseitig umbringen, wird dies ebenso wenig in der bürgerlichen öffentlichkeit grundlegend
thematisiert, wie in der zeit des deutschen nationalsozialismus die "körperhygiene" der juden und
anderen "ungeziefers" durch "duschen" mit anschließender abhäutung (/sarkasmus)
dieser abschnitt war als "sarkasmus" (allerdings in ">"-klammern) in dem kommentar gekennzeichnet, was das programm jedoch nicht mit publizierte.
das schlimme ist - und was niemand sehen will, daß der heutige faschismus nach dem muster funktioniert: "man" stiftet haß zwischen den "untermenschen" und liefert ihnen waffen, mit denen sie sich gegenseitig umbringen. auf diese weise macht "man" sich "selbst" noch nicht einmal die eigenen hände schmutzig und braucht sie nicht zu berauben und zu unterwerfen, sondern sie zahlen sogar noch "freiwillig" für die waffen. und der umstand, daß dies nicht gesehen wird (und die "demokratisierung des faschismus" noch heuchlerischer ist, wie der diktatorische), macht mich manchmal sehr sarkastisch und zynisch.
mir graut auch vor dem deutschen "Kulturbeutel", wie die "Hygiene-Beutel" mit Zahnbürste und Seifendose genannt werden...
in puncto LeiDkultur[beutel] bleibe ich deshalb ganz konsequent "antideutsch"!
Debatte mit Henryk M. Broder?
Höchst verblüfft bin ich über die eloquente Dumpfheit von Krümel (
In diesem Sinne gilt meine Solidarität heute Abend allen linken Klein- und Großbürgern, und ebenso allen linksradikalen Proletarierinnen, die auch mal an die Kaviartöpfe wollen. Champagner, Kaviar und Zigarren für alle!
@"abisag"
>>Ziel linker Politik ist die Aufhebung
jeder Klasse, erst recht der Arbeiterklasse und nicht etwa die Totalisierung der des Proletariats, wie
sich das Figuren wie Krümel offenbar vorstellen: Die befreite Welt als gemeinsame
Fliessbandmaloche?
das ist ein herrliches vor-urteil und kurz-sch(l)üssiger reduktionismus, den begriff des proletariats lediglich auf "fließbandmalocher/innen" zu beziehen. im wesentlichen gehören alle lohnabhängig arbeitenden dazu. ferner geht es mir auch um die aufhebung und nicht die "totalisierung" des proletariats, denn diesen quatsch hatten wir im realsoz. die aufhebung der klassen kann aber nur von unten (ausgehend von der basis) nach oben stattfinden. dafür ist eine homogenisierung der basis (solidarität der "unteren") notwendig.
>>In diesem Sinne gilt meine Solidarität heute Abend allen linken Klein- und Großbürgern, und ebenso
allen linksradikalen Proletarierinnen, die auch mal an die Kaviartöpfe wollen. Champagner, Kaviar
und Zigarren für alle!
das sind phrasen, die euer joschka in frankfurt schon bei gelagen gedroschen hat. womit ich allerdings nichts gegen genuß gesagt haben will.
an a. & piranha
doch hier noch eine kritik an "piranha": auch die aus dem produktionsprozeß herauskatapultieren - also die erwerbslosen ehemaligen lohnabhängig beschäftigten incl. ihrer kinder, die eine schlechte schulausbildung und später auch keine arbeit bekommen - gehören mit zum begriff des proletariats.
im übrigen wird aber auch die Debatte zu den sog. "anti-deutschen" in der Debatte zumAnarchismus oder Kommunismus fortgesetzt.
kommunismus oder anarchie?
m. friedmann, den ich mal mit dem "anti-deutschen" (?) "luxemburgisten" (?) elässer zusammen in einer live-talk-show zum zivilisationskrieg er-sie-leben konnte, müßte ja eigentlich bezüglich der proudhonisten darin laut "aufquieken" (was er natürlich nicht in der öffentlichkeit tun würde...) - aber wahrscheinlich kennt der die ideen- und realgeschichte von anarchistischer und kommunistischer bewegung eh nicht, oder?
und weil sich bürgerliche medienarbeiter/innen über "indymedia" mokieren hier nur so viel zur bürgerlichen BB[1]-glotze bzw. der medienfabrik: das ist ´ne permanente verdummungs-peep-show mit immer schlechteren showspielerInnen und nach-richten-ver-sprechern und damit noch wesentlich niveauloser als die niveaulosesten commentare in "indymedia". in, an und mit hörfunk- und printmedien sieht "es" nicht besser aus!
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[1]"Big Brother"