zu Privatheit, Liebe und Sex
Aufgrund der Debatte in "indymedia" zu "ZEGG" publiziere ich nun einen Beitrag, der vor langer Zeit mal in der "Krisis-Mailingliste" veröffentlicht wurde und darin heiss diskutiert wurde.
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Stellen wir uns einmal folgende Situation vor: Da liegen zwei zusammen im Bett, ein modernes Beziehungspaar, heterosexuell, schmusen, irgendwann schlafen sie (miteinander) oder auch nicht. Jedenfalls ist etwas Zeit vergangen, sie sitzen jetzt nebeneinander, immer noch im Bett und es entwickelt sich folgende Auseinandersetzung:
Wir könnten uns jetzt gleich an die Praxis machen, nach Konfliktlösungen suchen und damit glücklich werden, denn darum geht es schließlich. Das wollen wir aber nicht, vor allem deshalb, weil diese Glücksuche ständig scheitert. Wir werden statt dessen versuchen, erstmal zu klären, woher dieser Konflikt kommt. Ausgehend von einem, den Gegensatz aufzeigenden (zugegeben: sehr vereinfachten) Beispiel möchten wir verdeutlichen, daß diese Auseinandersetzung nicht etwas schlicht »Menschliches« ist - etwas, was es immer schon gab und immer geben wird -, sondern aus historischer Sicht ein relativ neues Phänomen darstellt, da unser modernes Paar eine relativ neue, eben eine moderne Formation abgibt.
Gehen wir etliche Jahre zurück, bis ins 16. Jahrhundert, in eine in weiten Bereichen noch feudale Zeit. Damals waren die Leute durch ihre jeweilige Standeszugehörigkeit bestimmt. Die ständische Ordnung regelte als umfassendes Gesellschaftskonzept das gesamte (Zusammen-) Leben, das sich noch nicht als in einzelne, mehr oder weniger voneinander unabhängige Bereiche zergliedert darstellte. Eine Bäuerin etwa wurde als Tochter einer Bäuerin geboren, wuchs heran zur Bäuerin und handelte schließlich als Bäuerin. (Die ständische Ordnung lieferte Handlungskonzepte und nicht die Vorstellung einer Psyche bzw. einer psychischen Identität. In diesem Sinn gab es keinen von der Körperlichkeit abgetrennten eigenständigen Bereich, der als Psyche hätte benannt werden können. Vgl. Guttandin: Genese und Kritik des Subjektbegriffs. 1980.)
Sie war nicht etwa »Mensch«, die u.a. den Beruf »Bäuerin« ausübt, sondern sie war Bäuerin, durch und durch und in jeder Lebenssituation. (Der mit der bürgerlichen Gesellschaft entstandene bzw. konstruierte »Mensch« entspricht einem abstrakten Wesen, (vermeintlich) losgelöst von jeglichem gesellschaftlichen Zusammenhang und (vermeintlich) mit gleichen Rechten versehen. Die ständische Bestimmung hingegen ist immer eine konkret(er)e; die Abstraktion hat noch nicht stattgefunden, weder begrifflich noch in der Realität.)
Und dies als Teil eines Ganzen, des Bauernhofs - der zum überwiegenden Teil für den eigenen Bedarf produzierte - und der Dorfgemeinschaft. Ohne diesen Zusammenhang konnte sie sich nicht vorstellen. Sie war damit verschmolzen - zumeist unwiderruflich und lebenslänglich. Dabei war diese Bäuerin »weiblich« (Während vorbürgerliche ständische »Weiblichkeit« eben allein ein Handlungskonzept war, das eindeutig vom jeweiligen Stand bestimmt wurde und ausschließlich für diesen Gültigkeit beanspruchen konnte, stellt das wissenschaftlich-biologische Konzept der bürgerlichen »Frau« ein allgemeines, übergreifendes und vornehmlich psychisch-physisches Modell dar. In der ständischen Ordnung bezeichnete »Geschlecht« die Generationenfolge. In der bürgerlichen Gesellschaft wird »Geschlecht« zur Bezeichnung für die psychisch-physischen heterosexuellen »Geschlechtescharaktere« »Frau« und »Mann«. Vgl. hierzu Hausen: Die Polarisierung der »Geschlechtscharaktere«. 1976.) und die ständische Ordnung legte fest, was eine Bäuerin zu tun und zu lassen hatte. Bezüglich ihres Ehelebens (Die »ehelichen Pflichten« von Bäuerin und Bauer hatten mit den Vorstellungen der romantischen bürgerlichen Liebe nichts gemein. Es handelte sich nicht um eine Liebesgemeinschaft - wiederum ein psychisches Konzept (vgl. oben) - sondern um ein gemeinsames Wirtschaften (d.h. »Handeln«).
Was zählte, war der Erhalt des Hofs bzw. dessen Aufstieg und eine Nachkommenschaft, die diesen Hof weiterführte. Nach diesen Gesichtspunkten wurde eine Ehe angebahnt und gelebt, und die Vorstellung, dies sei grundsätzlich gegen den Willen der zu Verheiratenden geschehen, ist entweder eine platte Rückprojektion oder aber bezieht sich auf Verhältnisse, in denen das bürgerliche Liebesverständnis sich bereits durchzusetzen begann.) war sie auf den Bauern verwiesen. Er war, genau wie sie, in seinem ständischen Dasein verankert, hatte seinen angestammten, letzlich dominanten (Die ständische Bäuerin verfügte in diesem System von Geschlechtertrennung, bei Dominanz des Bauern, über wesentlich mehr Machtresourcen als die bürgerliche »Frau«. Die Tätigkeiten auf dem Bauernhof liefen getrennt nach Geschlecht, wobei der Teil, der der Frau unterstand und über den sie bestimmte, für den Bestand des Hofes genauso wichtig war, wie der Tätigkeitsbereich des Bauern.) Platz in dem Zusammenhang Hof. Sowenig der Bauer oder die Bäuerin Distanz zu dem hatten, was sie selbst waren, genauso wenig Distanz hatten sie zu dem, was zwischen ihnen ablief. (Distanz zu sich selbst, d.h. ein reflexives Verhältnis zu sich selbst, gelingt erst, wenn das Selbst nicht mehr eine geschlossene Einheit darstellt, sondern wenn eine abgespaltene Psyche, biographische Brüche und Individualisierungstendenzen entstehen. Vgl. Fußnote 3.)
Diese Verhältnisse sind Vergangenheit und es nicht schade darum. Das, was die ständische Ordnung zersetzt und zerschlagen hat, prägt(e) die modernen Individuen und damit auch das Liebesleben unseres Pärchens: Das Vordringen der Warenproduktion - der Produktion ausschließlich für einen anonymen Markt und nicht mehr vorwiegend für den Eigenbedarf - und der damit verbundenen Geldbeziehungen ließ den Bauernstand in seiner ständischen Form verschwinden. Die bürgerliche Gesellschaft zerfällt in eine dominante öffentliche Sphäre von Lohnarbeit und Politik und in einen untergeordneten Bereich der Privatheit, Ort für Liebe und unmittelbare Bedürfnisbefriedigung. Beide Sphären sind dabei immer schon, in ihrer Entstehung und Entfaltung geschlechtlich besetzt bzw. bringt erst die Entwicklung von öffentlicher und privater Sphäre die Geschlechter und das hierarchische Geschlechterverhältnis in seiner klassisch bürgerlich-patriarchalen Form hervor.
Die männliche Identität bestimmt sich vornehmlich aus der Öffentlichkeit und muß den Sachzwängen des Geldes folgen. Ob dabei Zahnbürsten, PC-Programme oder Atombomben hergestellt werden oder der siebzehnte Blinddarm des Tages herausgeschnitten wird, es muß ihnen letztendlich egal sein. Als vereinzelte, scheinbar freie und unabhängige Verkäufer der einzigen Ware über die sie verfügen - ihrer Arbeitskraft - stehen sie in der Konkurrenz distanziert und mit kühler Vernunft berechnend gegeneinander. Was zählt in der Öffentlichkeit, ist der eigene Erfolg, für den vermeintlich jeder selbst verantwortlich ist.Die Basis der weiblichen Identität ist idealtypisch die untergeordnete private Sphäre. Diese ist gekennzeichnet durch alles, was sich (noch) nicht in Geldbeziehungen umwandeln läßt, dabei aber für das (Über-)Leben in der bürgerlichen Gesellschaft notwendig ist. Alle unmittelbare Bedürfnisbefriedigung findet an diesem »Ort der Gefühle« ihren Platz und in erster Linie und bezogen auf unser Beispiel die Liebe bzw. die sogenannte Paarbeziehung. Hier wird nicht die Autonomie der/des Einzelnen betont, sondern Wahrnehmung und Handeln richten sich auf ein Miteinander, auf gegenseitiges Verständnis und Einfühlungsvermögen.
Doch nicht nur der eingangs erwähnte Bauerenstand ist tot, auch seine eben beschriebene klassisch-bürgerliche »Nachkommenschaft« hat begonnen, sich bereits wieder zu verabschieden. Die geänderten gesellschaftlichen Bedingungen erfordern und erzeugen eine weitere Modernisierung der Geschlechter. Unser modernes partnerschaftliches Paar muß heute, eigenständig und wirtschaftlich unabhängig bzw. auf sich allein gestellt, in beiden Sphären agieren. (Womit nicht gesagt werden soll, daß damit die patriarchale Grundstruktur der bürgerlichen Gesellschaft aufgehoben wäre. Nach wie vor bzw. inzwischen wieder in zunehmendem Maß ist das Geschlechterverhältnis ein hierarchisches und letzlich ein Gewaltverhältnis.) Damit bewegen sich auch ihre Identitäten in diesem Spannungsfeld; hin- und hergerissen zwischen den Polen von »männlicher« Öffentlichkeit und »weiblicher« Privatheit.
Die Chancen auf Erfolg in der Öffentlichkeit sind zunehmend dünner gesäht - so linst etwa das Gespenst der Arbeitslosigkeit um jede Ecke. Zudem wird der Inhalt der Arbeit immer beliebiger - ob Zahnbürste oder Atombombe ist nur noch eine Frage des Computerprogramms. Damit werden auch die Personen zusehends austauschbar. Sie wissen selbst nicht mehr genau, wer sie eigentlich sind und flüchten aus dieser Beliebigkeit und Kälte in die Wärme des privaten Nests, dem anderen Pol, der zunehmend ihre Identität ausmacht. Die Privatheit muß die Befriedigung und den Sinn des Lebens liefern. Sie wird als Gegenwelt zur Öffentlichkeit zum zentralen Ort der Glückssuche. In der Liebe versucht das abstrakt und austauschbar gewordene Subjekt der Öffentlichkeit, sich als konkretes und das heißt auch geschlechtliches Individuum zu fühlen: einzigartig und notwendig für das Gegenüber. So gesehen ist diese vielbeschworene Liebe nichts anderes als ein Programm zur individuellen Identitätsfindung und, damit verbunden, zur Verwirklichung von vermeintlich natürlicher Geschlechtlichkeit und Ganzheitlichkeit. (Identität ist mit ihrer Entstehung immer schon geschlechtlich besetzt. Als Produkt bürgerlicher Zerrissenheit trägt sie auch immer den Anspruch auf Ganzheitlichkeit in sich.)
Wobei sich die Frage stellt, ob das Miteinander und Gebraucht-werden-Wollen der Liebenden nicht ebenfalls abstrakt ist, da es nur noch darum geht. Die Personen werden auf ihr privates Sein reduziert, d.h. von ihrem Sein als öffentliche Subjekte wird abstrahiert. In den scheinbar »echten« Gefühlen soll die alleinige Wahrheit liegen, Logik und Vernunft sind fehl am Platze. Zudem wird die geliebte Person dabei womöglich genauso austauschbar, wie in der Konkurrenz im Öffentlichen, denn geliebt wird um der Liebe willen, weil es so schön kribbelt und für den Selbstwert als »Frau« oder »Mann« notwendig ist.
Doch solche Gedanken belästigen unser Beziehungspaar vorerst nicht. Die Idee der Einzigartigkeit des/der Anderen verdrängt zunächst den Gedanken der Austauschbarkeit. Und damit sind wir wieder bei unserem Paar im Bett. Es ließe sich zunächst die Frage stellen, wieso da erstens eigentlich zwei liegen und zweitens, warum gerade im Bett - und alle anderen vor der verschlossenen Tür. Ist die moderne, intime Liebesbeziehung nach unserer These vor allem eine Flucht vor der eigenen Austauschbarkeit und Leere, muß sie an erster Stelle Sicherheit vermitteln. Üblicherweise funktioniert das über Monogamie. Denn wenn sich der persönliche »Fluchtpunkt« noch mit diversen anderen amüsiert, nimmt sich mensch auch hier wieder als beliebig und austauschbar wahr.
Das Bett unseres modernes Paars steht also im Privaten (und es brennt vielleicht eine Kerze) und nicht im Büro. Nur die beiden kriechen als Ganzes in die Federn, mehr oder weniger geprägt von beiden Sphären. Ihre konträren Positionen lassen sich demnach wie folgt bestimmen:
Jetzt sind wir soweit, uns mögliche Konfliktlösungen für unser Paar zu suchen bzw. die heute praktizierten anzuschauen, die sich allesamt innerhalb des beschriebenen Widerspruchs der zwei Sphären bewegen. Sei es als Entscheidung für eine Seite, sei es als Versuch eines Kompromisses oder als Zerplatzen der Beziehung.
Der Gegensatz muß überwunden werden, d.h. die Spaltung aufgehoben, die bürgerliche Gesellschaft abgeschafft etc. ...
Hans, Fritjof und Pia aus eurem ?Sonnenstudio Exakt"
P.S: Wir bitten die Unschönheit der Fußnoten (in Klammern) zu entschuldigen.
Literatur:
Helga Bilden: Geschlechtsspezifische Sozialisation. In: Klaus Hurrelmann/Dieter Ulrich (Hrsg.): Neues Handbuch der Sozialisationsforschung. Weinheim 1991
Friedhelm Guttandin: Genese und Kritik des Subjektbegriffs. Zur Selbstthematisierung der Menschen als Subjekte. Mahrburg/Lahn 1980
Karin Hausen: Die Polarisierung der »Geschlechtscharaktere« - Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben. In: Werner Conze (Hrsg.): Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit Europas. Stuttgart 1976
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
person 2
Person 2 ist empört: „Was verlangst Du von mir? Schließlich bist Du für
Dich selbst verantwortlich. Wenn Dir etwas nicht gefällt oder nicht entspricht,
dann sag´ das auch. Die Sensibilität, die Du forderst, ist überhaupt nicht
leistbar. Letztendlich kennt mensch doch nur sich selbst wirklich."
Person1 uns Person2 sollten sich trennen!
@Nina
Wer sind wir ?
Wir, die unser anerzogenes Wertesystem schon vor Jahrzehnten verändert haben und denen die Frage nach den Geschlechtern seit den 70er`n auf den Nägeln brennt.
Damals in den Zeiten des Befreiungsversuchs eines unterdrückten Geschlechts mischte sich diese Discussion mit der Kapitalismuskritik und derer die für dieses System standen "Männer". Leider hat sich diese Auseinandersetzung getrennt und das Patriarchat wurde als Quelle allen Übels verantwortlich gemacht. Von nun an konsentrierte sich der Focus auf den Rollentausch. Ergebnis, nach 30 Jahren vermeindlicher Frauenbefreiung kann Frau wenn sie bereit ist so wie Mann alle eigenen Werte dem Wert Geld zu opfern" Gleichberechtigt" an der Zerstörung dieses Planeten teilnehmen. Das dabei Kinder eher störend sind erklärt den Geburtenrückgang und unsere Kinderfeindlichkeit.
Erklärungsansätze so wie im vorangegangenen Artikel scheinen mir dabei wenig hilfreich. Sind sie doch nur wieder ein Mikroskopischer Bruchteil des Ganzen. Ein Ausschnitt aus der Existenz, dem reinen Überleben betrachtet.
Von was für einem Menschenbild gehen wir da aus wie lässt sich die Spezies Mensch am besten beschreiben ?
Dabei müssen wir noch weiter zurückgehen, bis hin zu unserer animalischen Abstammung,mit der wir in unserem Alltag noch sehr viel zu tun haben, ohne das dies den meisten Menschen dieses Planeten bewußt wäre.
Das ist sehr seltsam, ist es doch so das sich Mensch und Tier gerade hier,evolutionsgeschichtlich, trennen.
Das will Mensch nicht über sich hören, hält er sich doch für überaus Gottähnlich was ihn von dem wahren Ursprung geistig abschneidet. Also ist er eigentlich verloren und die Frage nach dem Sein produziert Phantasien, Theorien ohne begriffenen Hintergrund und fragwürdigen Zielen.
In meinem Umfeld ist die Tierische Verhaftung kein Geheimnis oder Streitpunkt mehr sondern am eigenen Erleben überprüfte Tatsache.
Das Verhalten von Männchen und Weibchen lässt sich noch sehr gut bei unseren Kindern beobachten die vollkommen unterschiedliche Systeme der Rivalität aufweisen. Sie sind noch nicht in der Lage ihren Ursprung zu leugnen, kompensieren.
Genug von der Vergangenheit, die in unseren Gefühlen noch sehr wach ist.In der Gegenwart müssen wir erkennen das wir Geistwesen sind, die in der Lage sind zu verstehen.
Verstehen von Ursache und Wirkung.Dadurch sind wir in der Lage unsere Triebe zu beherrschen, sind nicht mehr zwangsläufig in Verhaltensmuster geprägt sondern sind im Stande unsere Triebe zu beherrschen. Wenn wir wollen wohlbemerkt, tun wir das nicht so holt uns die Vergangenheit immer wieder ein.
Es gab unzählige Menschen, Philosophen, Religionen die dies erkannt haben.Es entstanden Bildhafte Leitbilder um die Menschen zu befrieden und um ihnen ein geistiges Rüstzeug zu geben in dem es möglich war der Rivalität etwas entgegenzusetzen.Alles wurde gesagt und es gibt keinerlei Geheimnis oder neue Wahrheit mehr die es ans Licht zu bringen gilt.
Einstig verstehen müssen wir, uns einfühlen in das was uns umgibt,dabei beantwortet die Natur die meisten Fragen.
Das was uns umtreibt beantwortet am besten die Psychologie.
Dabei sollte jedoch auf das Ziel geachtet werden. Es sollte Humanismus heißen und wäre weltweit das was Menschen so dringend brauchen und wollen.
Zur Mann, Frau Discussion kann ich nur empfehlen folgenden Satz im Erleben zu überprüfen:"Hinter jedem starken Mann steht eine Frau" Um der Interpretation den Raum zu nehmen sei klargestellt",als Unterstützerin, nicht Dienerin.
@ von vornherein Lelle das stimmt aber Nicht!
wieder dazu @Nina
Bauer
@ Lelle so sehe ich das auch!
Was ich noch vergessen hatte Lelle
an die anti-bäuerinnen
du sprichst hier genau die schwachstellen und unzulänglichkeien an,
unter denen die kurz&krisis-ideologie leidet: naemlich sie loest
rückwärtsgewandte sehnsüchte nach dem guten alten "bauernleben" aus,
in dem scheinbar noch "alles" (?) - das gesamte leben - so
"schön eingebettet" war.
das kann aber doch nicht das sein, was wir uns wünschen, oder?
denn die befreiung von der scholle und der hauswirtschaft hatte
für das gesellschaftliche individuum (darunter auch die frauen)
durchaus emanzipatorischen charakter. dies kann am besten jemand
verstehen, der/die vom platten und langweiligen dorf und landleben
in eine großstadt zieht und sich dort zur weltbürgerin emanzipiert und
die städtischen verkehrsverhältnisse incl. der darin schlummernden
widersprüche (auch in der kultur) genießt.
wir sollten die "beziehungskrisen" eher vor dem hintergrund der
krise der reproduktion des kapitals analysieren, denn sie spielen
sich in dieser sphaere ab. was aber könnte das neue sein und wie
stellen wir uns emanzipatorische lebens- und liebesbeziehungen vor
und was ist die voraussetzung dafür?
heterosexuell und modern ????