Polizisten in Zivil bedrohen Aktivisten
Anwesende Journalisten der kommerziellen Medien sehen weg
Ein schwedischer Aktivist von Indymedia ist während des EU Gipfels in Laken bei Brüssel von Polizisten in zivil körperlich bedroht worden. Der Aktivist wurde von 5 Zivilpolizisten im Polizeigriff gegen eine Wand gepresst. Daraufhin griffen ihm die Beamten, die sich trotz Aufforderung nicht auswiesen, zur Einschüchtrerung in den Schritt , bedrohten ihn und nahmen ihm sein Adressbuch und seinen Presseausweis ab. Trotz eines Hilferufes griffen in der Nähe stehende Journalisten kommerzieller Medien weder ein, noch dokumentierten sie dieses Ereignis.
Die Polizeibeamten stellten den Aktivisten vor die Alternative, entweder "zu verschwinden" ohne ihm dabei allerdings die Rückgabe der konfiszierten Gegenstände in Aussicht zu stellen oder auf der Stelle verhaftet zu werden. Der Aktivist nahm das Angebot an und entschied sich zu flüchten. Er hatte vorher zusammen mit kommerziellen Journalisten eine Gruppe von ca. 20 Zivilpolizisten beobachtet, die offensichtlich verdeckt Demonstranten beobachteten, um diese später aus dem Demonstrationszug zu isolieren und zu verhaften.
Die Polizeibeamten stellten den Aktivisten vor die Alternative, entweder "zu verschwinden" ohne ihm dabei allerdings die Rückgabe der konfiszierten Gegenstände in Aussicht zu stellen oder auf der Stelle verhaftet zu werden. Der Aktivist nahm das Angebot an und entschied sich zu flüchten. Er hatte vorher zusammen mit kommerziellen Journalisten eine Gruppe von ca. 20 Zivilpolizisten beobachtet, die offensichtlich verdeckt Demonstranten beobachteten, um diese später aus dem Demonstrationszug zu isolieren und zu verhaften.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Da stellt sich wieder die Frage
antwort ganz leicht
einem demonstranten, einem gewalttäter und einem indymediaaktivisten rein optisch vielleicht nicht so offensichtlich ist. würden die jedesmal einschreiten, wenn dergleichen geschieht, kämen sie wohl nicht mehr zum arbeiten. die frage, die sich mir stellt, ist einerseits:
warum wollte er lieber das abhauangebot annehmen, wenn er nur journalistisch tätig war; und andererseits: wer stellte den ausweis aus? der deutsche journalistenverband? wenn so ein presseausweis irgendeine wirkung haben soll, muss er auch einigermassen verbindlich behandelt werden, und darf andererseits nicht für jeden zu haben sein, der irgendwas damit anstellen will. freie presse ist sonst eine farce.
also: journalist oder demonstrant oder beides? und wo fängt "journalist" an und hört "demonstrant" auf? darf der journalist partei ergreifen? spannend.
@schwarzweiß....
Dann doch lieber schwarz-weiß als keine Stellung beziehen :-)
@ antwort ganz leicht
lieber vorletzter kommentator,
hast du und die "kommerziellen" journalisten die objektivität gepachtet?
du vermittelst dies zu mindest. deine selbsternannte interessanten betrachtung ist eine uninteressante mainstream position, die dir jeder, der was aus sich hält erzählt. geh wieder in dein seminar und produziere ach so objektives wissen.
auch ihr objektivitäts fetischisten seid subjektiv auch wenn ihr an keiner demo teilnehmt.
subjekt-objekt
du liebe zeit
sie halten (meistens) einige standards ein, vollkomen überzogen verzerrte darstellungen sind nicht so häufig, wenn, dann geschieht es subtil.
aber - sie sind in der situation durch presseausweis etc. klar als beobachter definiert, nicht ohne grund hat ein angriff auf journalisten meist viel größere (rechtliche, politische) konsequenzen als auf demonstranten. wenn man nun diese unterscheidungslinie verwischt, die einem da vorgegeben wird, und zwar nicht, indem man subjektiv vom geschehen berichtet und es in irgendeine richtung deutet (woher eure arroganz gegenüber journalisten, was wisst ihr über sie, was wüsstet ihr ohne sie?), sondern wenn man (wie es hier den anschein hat) in den augen der polizei eher verhaftungswürdiger demonstrant ist, der vielleicht sachen gesehen hat, die er nicht sehen sollte, der aber vielleicht auch selber illegal "tätig" war, dann haut man entweder lieber ab, oder man besteht darauf, daß man journalist ist, daß indymedia ein online-medium ist, genauso wie eine tageszeitung, und dann wird die vorgehensweise der polizei evtl. wirklich fragwürdig bis skandalös, und auch andere journalisten interessieren sich dafür. aber die üblichen "ichgehmaldemonstrierenundmachauchpaarfotos"-indymedia-berichterstatter sind meist keine journalisten im sinne des presserechts, das sind demonstrationsteilnehmer mit fotoapparat, deren erzählungen oft arg tendenziös sind("wir ham garnix gemacht, bullen sind total fies und böse") und somit eher selten wirklich aufklärung über geschehnisse bieten.
-eher das spiegelbild der bildzeitung, bild sagt: "demonstranten chaoten, polizisten tapfer" indymedia sagt "demonstranten helden, polizisten faschisten", beides glaube ich nicht. aber wegen bild ist es gut, daß es auch indymedia gibt. aber es zu einfach für jeden demonstranten, sich einen schönen ausweis zu basteln, und damit den freibrief zu haben. nazis würden das übrigens dann auch machen auf ihren demos. vorschlag: indymedia-vertreter, in journalistenverbände gehen (kein witz). jetzt gehe ich wieder in mein staubtrockenes seminar und ihr dürft wieder rote fahnen schwenken, für die weltrevolution.
Da hilft uns Degenhardt ...
im Fernsehen und lebend auf Bild und Plakat
du kommst da nicht ran und du hast Erektionen
und die Frau zu Hause kriegt dich nicht satt."
Franz Joseph Degenhardt ("Monopoly)
Und dann mal wie bei einem Echtzeitspiel Demonstranten abhaften. Ranpirschen, vorher gut tarnen versteht sich, oservieren und ANGRIFF! "Mensch, das hätte ich nicht von dir gedacht, Heinz, dass du diese Zecke noch kriegst."
Nee mal ehrlich. Die "armen Schweine" ham doch net mer alle Tassen im Schrank! Und die komerziellen Medien sind auch zu blöd, zu erkennen, dass das kein Streit unter Demonstranten ist. Freiheit für den Indymedia-Aktivisten1
@die "liebe zeit":-)
es ist subjektivismus der unmittelbaren wahrnehmung "meinung", dem auch indymedia-medios befangen sind. was sie dann verbreiten ist: meinungsmache und ekletizistische ein-punkt-berichterstattung. journalisten sind in der regel viel zu schlecht ausgebildet, um überhaupt zu wissen, was wirklich-wirklich objektivität ist. zwar gibt es unter ihnen sogar einige, die auch soziologie studierten und früher mal die kritische theorie (u.a. adorno u. horkheimer und "die dialektik der aufklärung") lasen, aber sie verhalten sich nicht danach, denn dann wären sie ihren job los. die meisten in dem beruf verwechseln zumeist objektivität mit neutralität und hängen der herrschenden ideologie der politischen ökonomie an. sie verkaufen ihre arbeit(skraft) der ware wort-maschinerie. die ware wort samt den mitgelieferten bildern ist aber in wirklichkeit nur die verpackung für weitere und wichtigere waren, die über anzeigen und werbung den eigentlichen kern des media-marktes darstellen: die industrie. für letztere sind einschaltquoten und auflagenstärke entscheidend, um anzeigen zu schalten. ein lehrstück für die medien war doch im letzten jahr die berichterstattung über den tod des kleinen joseph/ das sebnitzer drama. aber scheinbar wollte und will niemand daraus lernen. alles lief danach so weiter wie immer: wie "geschmiert"...
da diese debatte leider bald in der "versenkung" ver-schwinden wird, schreibe doch einfach an die emailadresse deine antwort.