Brüssel: Polizei respektiert nicht die Vereinbarungen

Antifaschistisches Komitee Duisburg 14.12.2001 14:21 Themen: Globalisierung
Legal Teams: "Polizei respektiert nicht die Vereinbarungen"
Reaktion von Ivo Flachet (Verantwortlicher der Legal Teams)
Legal Teams: "Polizei respektiert nicht die Vereinbarungen"
Reaktion von Ivo Flachet (Verantwortlicher der Legal Teams)

"D14 hatte mit Bürgermeister Thielemans die Vereinbarung, dass keine Bullen unter den DemonstrantInnen laufen würden. Während der Demo beobachteten wir, dass sich überall in der Demo Undercover-Agenten befinden. Sie sehen aus wie DemonstrantInnen (...?). Wenn wir sie ansprechen, verweigern sie sich oder reagieren sogar aggressiv. Ich traf einen Verantwortlichen des BOB (belgische Undercovercops) und er gab zu, dass Undercovercops in der Demo sind und danach bat er sie, die demo zu verlassen. Es ist klar, dass Thielemans nicht die Vereinbarung respektiert."

Legal teams: "police does not respect agreements"
Reaction of Ivo Flachet (responsable of the legal teams)

"With D14 we had an agreement with mayor Thielemans that no cops would mingle amongst the demonstrators. During the demo we noticed that undercoveragents are all over the demo. They're dressed as demonstrators, wear keffiahs etc. If we talk to them they deny or even react aggressively. I met a responsable of the BOB (Belgian undercovercops) and he admitted that undercovercops are in the demo and afterwards he told them to leave the demo. It's clear that Thielemans is not respecting the agreement."


Quelle:  http://belgium.indymedia.org/front.php3?article_id=13216&group=webcast
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Und damit die Bullen auch wirklich angreifen.

Anarcho 14.12.2001 - 14:43
... dafür sorgt BlacBlock. Eine Organisationsform mit vernünftigen Ansätzen, die sich aber von den Herrschenden in deren Strategie einbinden lässt. Meldung von ebend:
"The Black Bloc in the D14 demo is continuing to initiate action against property. Eye witnesses
confirm that 4 banks, 2 police stations and " Mercedes cars have been smashed. NO local shops,
civillians or other demonstrators were harmed. Black Bloc-ers attack these selected targets as
symbols of capitalism and oppression.
Police have not responded to these events, possibly in an attempt to raise the tension before
repression begins.
Additionally, secret police dressed in street clothes are still among the crowd in large numbers,
giving the lie to the mayuors promise that this would not happen." Danke Ihr Pubertierenden Möchtegern-Revoluzzer!

PS

Anarcho 14.12.2001 - 14:44
Sorry, bin etwas emotional und will natürlich Militanz an sich nicht ablehnen....

und genau...

dude 14.12.2001 - 15:03
solche emotionen nur gegen das system begründen diese taten. und dann wird auch anarchy zu dem, was die öffentliche meinung darunter versteht, leider.

hm...

haschkeckz 14.12.2001 - 15:12
...alles provo... vielleicht zu einfach, aber irgendwie auch nicht...

die bullen greifen so oder so an

Anarchist77 14.12.2001 - 15:15
was ist an militant sein auszusetzen???

andere meinung

eineR 14.12.2001 - 15:26
ihr solltet aber auch beachten, daß es sich dabei um eine symbolische aktion handelt. damit kann mensch halt sehr gut seine totale ablehnung gegen das system zum ausdruck bringen. und das sogar ziemlich öffentlichkeitswirksam...
dazu empfehle ich den text vom buko arbeitsschwerpunkt weltwirtschaft, der ist kurz nach genua herausgekommen. dort wird auch differenziert auf militanz in sozialen bewegungen eingegangen.
nur noch ein kurzes beispiel: köln 99, (fast) keine militanz - keinerlei berichterstattung
im vergleich zu genua, göteburg, prag
ich finde nen militanzfetisch mancher "autonomen" (die autonomen ansich gibts nicht) auch nicht gut, aber militanz in sozialen bewegungen finde ich richtig. ist nur die frage in welchem maße...

was soll das???

zecke 14.12.2001 - 15:42
jetzt haben wir wieder den gleichen mist wie in genua:
sogenannte linke verurteilen den "schwarzen block" und "die anarchisten" für ihre aktionsform! dass der staat letztendlich für jede gewalt selbst verantwortlich ist, wird von euch aber schön weggelassen und in schon krankhafter weise alles getan, "die bewegung" schön im legalen (sprich bürgerlichen) rahmen zu halten! DER HAUPTFEIND IST NICHT DER BLACKBLOC, SONDERN DER STAAT!!!

Der Staat versucht die Bewegung zu spalten!

Missi 14.12.2001 - 16:34
Ich stimme dem voherigen Kommentar zu. Der Staat versucht durch Repressionen die Bewegung zu spalten und zu verunsichern. Fallt nicht darauf herein!

Merkwürdiger Konsens?

Revoluzzer 14.12.2001 - 16:44
Warum wird "BlackBlock"=Militanz=Anarchos zur Allumfassenden Weisheit? Der größte Teil der Leute die Militanz ohne inhaltliche Begründung und ohne ein "was soll mit Protste erreicht werden" losgehen kommen eher aus der Lenin-Ecke. Anarchos haben zumindest begriffen, daß nur ein "dagegen" sein nicht ausreicht, daß es auch darum geht für etwas zu kämpfen. Strukturen aufbauen bringt da hundertmal mehr, als irgendwas kapittzumachen, was ein Teg später wieder ganz ist. Ich will denen jetzt keine Legitimation absprechen, würde mir nur mehr Inhalte wünschen, denn kaputtmachen kann auch ein Unwetter oder ein Erdbeben Immer alles mit "Symbolik" zu entschuldigen kommt sehr rechtfertigungsmässig, da es mittlerweile ein jahrzehnte altes Ritual ist, was perfekt von Bullen eingeplant wird.

14.12.2001 - 17:01
Zum Glück gibt´s so schlaue Leute wie Revoluzzer die die probleme der linken erkannt haben. Wenn du glaubst das jemals irgendein Linksradikaler Inhalt, der über eine Demo-Parole oder ein gesprühtes Graffitti hinausgeht, von der Schweine-Presse verbreitet wird, dann bist du auff dem Holzweg und hast nicht begriffen warum es indymedia gibt. geh kacken

Die Bullen machen ihre Eigene Gewaltätige

Heiner 14.12.2001 - 17:02
Demo in einer Normalen Demo?

JO !

14.12.2001 - 17:11
Werfen sogar selbst Steine auf andere Bullen.

Revoluzzer hat recht

Miau 14.12.2001 - 17:15
Es geht auch nicht darum, was die Presse schreibt. Es geht darum: Wenn ich für nichts kämpfe, werde ich nichts erreichen. Ach ja: Fuck Stalinos

nicht spalten lassen

ausgleichendes element 14.12.2001 - 17:29
auch ich finde militante aktionen in einigen punkten sinnlos. ich glaube, dass gewalt nur in bestimmten formen sinnvoll ist, die inhalte transportiert, symbolisiert, visualisiert, wie auch immer. in der diskussion mit einigen militanten autonomen stehe ich manchmal ratlos da und finde ihre strategie oft genug nicht plausibel. trotzdem halte ich es für ganz wichtig, dass sich die linke nicht in legalistinnen und black block spalten laesst!!! es nuetzt nicht der bewegung, wenn wir uns aufgrund der wahl unterschiedlicher mittel spalten und so buergerliche kritik uebernehmen & die bewegung an schlagkraft verliert.
solidaritaet ist eine waffe, usw.

14.12.2001 - 17:51
Ach ja stimmt, um die Stalinisten geht´s in Wirklichkeit...bewertet werden von Revoluzzer und Co aber nicht die inhaltlichen Aussagen die Black Bloc und Sympatisanten von sich geben, sondern ausschlieslich das, was davon in den Medien transportiert wird: Das Spektakel. Als Linker sollte man darum bemüht sein hinter die Kulissen zu schauen, Möglichkeiten dazu gibt´s vielfältige: www.nadir.org, www.antifa.de, www.linkeseite.de etc...

Ja Revoluzzer das predige ich seit ich hier

Nina 14.12.2001 - 18:29
am mit posten bin, Anarchie aber Konstruktiv nicht Destruktiv!

Genau, um die Inhalte gehts!

Revoluzzer 14.12.2001 - 20:34
Und die findet Ihr nich durch Flugblattlesen und danach ne Bank einwerfen. Und? Erklär das mal den pubertierenden Leninfreunden, die den 1.Mai in X-Berg politisch finden.

Boah - kanns nicht mehr hören!

Und so weiter... 14.12.2001 - 21:01
also echt - jedesmal schließt sich an einen solchen event eine diskussion über gut und böse des schwarzen blocks an und jedes mal profitieren von genau dieser diskussion nicht nicht die linken sondern immer nur die, die sowieso nichts ändern wollen... wenn ich auf irgendwelchen wendland-actions diese kerzenträgerInnen sehe, die sich und den cops nett kaffee kochen und süße lieder trällern drängt sich mir doch auch immer wieder die frage auf, ob diese art von protest denn in irgendeiner weise erfolgversprechend sein kann... durch eine reihe von kerzen und netten plauschs mit den cops ist noch kein castor um stunden oder tage aufgehalten worden und wenn alle castor-gegnerInnen so wären, wäre das thema gar nicht so in der öffentlichen diskussion (standard-argument - ich weiß!) - aber wie auch immer - ich würde mir nie anmaßen deren art von protest zu verteufeln oder deren berechtigung abzusprechen... was hier aber passiert und dass scheint mir letzter zeit immer schlimmer zu werden, ist diese deutliche tendenz richtung abspaltung von dem "bösen schwarzen block", der ja sowieso nur randalieren will und mit politischen statements nichts vor hat... hier wird offenbar verkannt, daß es verdammt viele sogenannte autonome gibt, die tagtäglich in irgendwelchen projekten politik machen, jugendzentren aufbauen, alternative wohnprojekte gestalten, veranstaltungen organisieren und in wg´s oder sonstwie versuchen genau das leben zu leben, daß doch offenbar auch einige linke anstreben, die mit gewalt nichts zu tun haben... und die (die aktiven anarchistInnen und autonomen) sind mir wesentlich lieber, als irgendwelche schlipsträgerInnen, die sich in organisationen wie attac an die spitze einer bewegung setzen wollen und sich schön von der bürgerlichen presse korumpieren lassen...
was ich sagen will - bin auch gerade emotional und daher etwas langatmig am abschwallen - jedeR hat das recht auf seine/ihre art von protest und für jede art von protest haben die jeweiligen leute ihre gründe, die sich meist aus langen diskussions-prozessen und erfahrungen gebildet haben. respektiert genau das und ihr zeigt, daß ihr linke seid und nicht nur nachplapperer von großen rednerInnen, die sowieso nichts ändern können bzw. wollen...

ich mach´s richtig und du falsch!

cruel2002 16.12.2001 - 11:27
leute, ich kann echt nicht verstehen, warum euch diese mittelfrage so sehr mitnimmt. wenn nicht einige leute militant wären, tut mir leid, aber dann würde niemand denjenigen zuhöre, die texte schreiben. die öffentliche aufmerksamkeit muss erst mal da sein. außerdem ein druck auf diejenigen die die gesetze machen, sich und ihre aktionen zu rechtfertigen. dafuer ist militanz ganz nützlich. niemand wird behaupten können, dass militanz oder gewalt allein probleme löst. aber es gibt ja nicht nur gewalt. es gibt ja diejenigen, die briefe, texte schreiben, sich mit lokal-, landes- und bundespolitikern auseinandersetzen, die organisationen wie bund, greenpeace, bi luechow-dannenberg etc aufbauen und durchfuehren. auch die leben von der militanz anderer. haben die auch schon kapiert (oben genannte bi weigert sich konsequent, gewalt grundsaetzlich abzulehnen!). gleichzeitig sollte aber auch bei denjenigen, die etwas militanter sind, ein wenig mehr akzeptanz des ruhigen weges da sein. wollen koennen und v.a. sollten auch nicht alle militant sein. muss ja auch leute geben, die unsere positionen kommunizieren, auch wenn die nicht in der lage sein sollten (und auch nicht sind), faule kompromisse einzugehen. und das wiederum liegt eben an der aufteilung in militante und andere. seit doch froh, dass es so ist..