Polizei-Repression an der FU

AStA FU 12.12.2001 03:46 Themen: Bildung
Nachdem an der FU auf der Vollversammlung beschlossen wurde, zu streiken, besetzten ca. 150 Studierende einen Hörsaal, um weiter inhaltlich zu arbeiten und weitere Aktionen vorzubereiten. Dies wurde jedoch nicht von der FU Leitung akzeptiert, die Polizei wurde gerufen und der Hörsaal geräumt.
Alles ging vielversprechend los. Die VV war gut besucht und es wurde beschlossen: Streik jetzt und hier!
Nach der VV und der Verabschiedung einer umfangreichen Resolution wurde ein Hörsaal zur Bildung von Infrastruktur in Anspruch genommen. Selbiger Hörsaal sollte dann ab 22 Uhr geschlossen werden, allerdings ohne die Zustimmung der "Besetzer". Daher taten sie ihren Job, nämlich setzen, konkret hinsetzen. Es dauerte nicht lange und die Staatsgewalt fuhr auf und räumte den Saal. Es wurde dabei eine ganze Hundertschaft herbeigeholt. Alle Studierenden müssen jetzt mit Strafanzeigen wg. Hausfriedensbruches rechnen, die das Präsidialamt gestellt hat.
Dennoch gab es ein nachträgliches Plenum im AStA Haus, in dem weitere Schritte geplant wurden. Morgen geht's weiter!
Macht mit und hört auf zu studieren, fangt lieber an zu denken!
Protestverteiler:  protest_fu@yahoogroups.de
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Ergänzungen

Klasse!

Der kleine Trompeter 12.12.2001 - 04:11
Endlich geht mal wieder was! Es wird auch Zeit, nach so viel bekloppter Bildungs- bzw. genereller Politik müssen von den Studierenden mal wieder Impulse ausgehen. Und das jetzt!! Macht weiter so GenossInnen, die letzte Schlacht gewinnen wir!

Unklasse

Herr Rossi 12.12.2001 - 16:38
Sorry, aber das hoert sich nach komplett ungeplantem Aktionismus an. Was soll daran klasse sein? Die Leute, die die Traute haben, nen Hoersaal zu besetzen, machen das sicherlich kein zweites mal wegen zu erwartenden juristischen Folgen. Und weiter hat die Aktion nichts gebracht. Sich hinsetzen, wenn geraeumt wird, mag im Wendland funktionieren, um den Castor zu verlangsamen. Geraeumt wird man eh. Aber dass die Cops nicht vor 150 Leuten kapitulieren, haette vorher klar sein muessen. Entweder, man ist als BesetzerIn bereit, den besetzten Hoersaal zu verteidigen, eine Situation, die vorher absehbar war, oder man laesst es halt.

Ach, Herr Rossi...

Gaston 12.12.2001 - 17:00
ist doch schon mal prima, dass an den Unis mal wieder was versucht wird. Vielleicht solltest Du von den Studis nicht gleich die radikalsten und militantesten Aktionen erwarten oder fordern. Und der Vorschlag, dann lieber garnix zu machen, muss von mir wohl erst garnicht kommentiert werden!? Ist ja schon heftig, dass die Bullen zur Räumung des Hörsaals gerufen wurden. Nachdem dieses Scheissland nun nach aussen Krieg führt, muss wohl auch die Repression nach innen erhöht werden. Da ist es doch begrüssenswert, dass sich SchülerInnen und StudentInnen nun endlich auch mal mehr einmischen. Hoffentlich bleibt es dann nicht nur bei Forderungen für mehr Bildung stehen... Ansonsten wünsche ich Euch bei den Aktionen viel Power und Spass!

Ach, Herr Rossi - Teil 2

Student 12.12.2001 - 19:46
Es war vorgesehen heute ausgehend vom besetzten Hörsaal die verschiedenen Institute der FU zu besetzen. Die knapp 100 Aktivistinnen die da im Hörsaal kampierten, haben sich also vielleicht bei der Eskalationsbereitschaft des Universitätspräsidiums verschätzt, aber auch so sind die Folgen durchaus kalkulierbar. Nebenbei kann sich die Universitätsleitung durch derart eskalierende Maßnahmen durchaus ins eigene Fleisch schneiden, aber das werden die nächsten Tage zeigen.