eu weites cottbus. oder so.

kein geringer 11.12.2001 22:54
14.12.01 ¦ 15:30 ¦ cottbus - busbahnhof
demo "GATS ist für die KATZ´ !"
Für Freitag, den 14. Dezember ruft ein Bündnis aus SchülerInnen und StudentInnen zu einer Demonstration gegen das GATS - Abkommen auf. Unter dem Motto "GATS ist für die KATZ' !" startet die Demo um 15:30 Uhr am Busbahnhof in Cottbus.

In kritischer Solidarität mit den zeitgleich stattfindenden EU - weiten SchülerInnnen und StudentInnen Protesten werden in Cottbus ebenso Themen wie das GATS, Privatisierungswahn und Studiengebühren zur Sprache gebracht.

Seit 1994 ist die WTO mit dem GATS auf dem Wege, den Schul- und Hochschulsektor in die Hände der privaten Wirtschaft zu legen und schafft damit die Möglichkeit, weite Teile der öffentlichen Dienste zu privatisieren. Die EU - Länder haben sich diesem Abkommen angeschlossen, das diejenigen Länder mit Handelssanktionen bedroht, die ihren Dienstleistungssektor nicht öffnen. Geöffnet werden müssen früher oder später alle Sektoren, so auch der Bildungssektor. Zur Zeit wird sowohl über die Liberalisierung des Gesundheitssektors als auch über Bildungspolitik verhandelt.

GATS wird außerdem Bereiche wie Wasserversorgung, Kultur, Umwelt, natürliche Ressourcen, kommunale Aufgaben und soziale Sicherheit drastisch verändern.

Im Bereich "Privatisierung von Bildung" zeigt sich deutlich die unsoziale Ausrichtung vonGATS: wenn Universitäten gezwungen sind, sich selbständig zu finanzieren und dabei auf Studiengebühren und Sponsorengelder angewiesen zu sein, wird finanziell schwächer Gestellten der Zugang zu Bildung faktisch verwehrt. Die Auswahl der Bildungsinhalte wird stärker unter wirtschaftliche Interessen gestellt als bisher. Geisteswissenschaftliche Studiengänge werden verdrängt. Ausbildung für die finanzielle Elite - ausschließlich orientiert an marktwirtschaftlichen Anforderungen: die Uni von morgen.

In den anderen Bereich sehen die Folgen von GATS nicht besser aus. GATS unterläuft sämtliche Regelungen hinsichtlich nationaler Standards. Auf soziale, humanistische und ökologische Folgen wird dabei keine Rücksicht genommen - der Handel steht über allem. Maßnahmen gegen Seuchen wie z.B. Rinderwahnsinn werden als handelsbeschränkend interpretiert und geächtet, das Verbot von Kinderarbeit wird als "verteuernd" angesehen... .


Wir können und wollen mit diesen Auswirkungen nicht leben !
Bildung ist keine Ware !
Menschen und ihre Bedürfnisse sind kein Kapital !



UnterstützerInnen

* gruppe ia3011
* asn - antifaschistisches schulnetz cottbus
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Ergänzungen