Demo für Recht auf Bewegungsfreiheit in Ddorf

communication office of congress 09.12.2001 03:58 Themen: Antirassismus
Über 100 Personen, vor allem Flüchtlinge, die aus verschiedenen Orten Deutschlands zur Human-Rights-Week nach Düsseldorf gekommen sind, demonstrierten am Samstag, dem 8.12.2001 für die Freiheit aller politischen Gefangenen, den Stopp aller Abschiebungen, Bewegungsfreiheit für alle Menschen und ein Recht auf Asyl.
Ab 12.00 Uhr versammelten sich am Gustaf-Grüdgens-Platz im Zentrum von D-dorf die ersten Leute. Um ca. 12.30 trafen dann auch die Leute vom Kongress, der in der Fachhochschule in Düsseldorf stattfindet, ein. Um die 100 Personen waren gekommen - für D-dorfer Verhältnisse relativ wenige, wie mir erklärt wurde. Nur ein kleines Grüppchen lokaler Antiras nahm die Gelegenheit wahr, gemeinsam mit den Flüchtlingen zu demonstrieren und ihnen so ihre Solidarität zu zeigen.

Die Demonstration setzte sich um 13.00 in Bewegung und führte zuerst am Weihnachtmarkt vorbei. Nur wenige PasantInnen ließen sich trotz super engagierter und pointierter Reden vom Demowagen in ihrem vorweihnachtlichen Einkaufsstress stören - gleiche Rechte für alle passen wohl nicht in ihr Konzept. Die Reaktionen waren dementsprechend. Sehr viele interessierten sich nicht für die ihnen angebotenen Flugblätter, etliche ignorierten den vorbeiziehenden Zug einfach, tranken ihren Glühwein, hetzten vorbei oder gaben sich ihrem Kaufrausch hin. So gesehen brachte die Demonstration eine Störung vorweihnachtlicher christlich-kapitalistischer Bräuche.

Ganz wurde die Demo aber doch nicht ignoriert. Eine handvoll Leute schlossen sich der Demonstration unterwegs an, während andere interessiert durch das ungewohnte Bild inmitten des hektischen Treibens die Flugis an Ort und Stelle studierten.

Beim Schiffahrtsmuseum gab es eine längere Zwischenkundgebung mit einigen (und einem sehr langatmigen) Redebeiträgen. Dann begab sich der Zug zum Innenministerium in der Haroldstrasse, wo etliche Leute auf die Probleme in ihren Herkunftsländern hinwiesen und über Menschenrechtsverletzungen erzählten. Um ca. 15.00 löste sich die Demo auf.

Die Polizei, die anfangs mit an die 10 Klein-Bussen anwesend war, wurde im Laufe der Zeit immer weniger.

Auf der Demo gab es gute Stimmung, tolle Redebeiträge aber leider nur wenig Beteiligung.



Feature mit gesammelten Beiraegen zum Kongress auf  http://austria.indymedia.org

The Voice:  http://www.humanrights.de/voice
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Ergänzungen

In Köln war auch eine NRW wwite demo

Danny 09.12.2001 - 12:14
Das problem war glaube ich das zur selben Zeit in Köln eine Antikriegsdemo war mit 6000 Teilnehmern. Wieso hat man nicht vorher mal miteinander geredet?

mal im ernst

Anarchist77 09.12.2001 - 15:42
was sind 100/6000 menschen im vergleich zu 80 mio ??

Hoch Die Internationale Solidarität

Die Revolutionäre 09.12.2001 - 21:14


Jede Revolution begann mit ein paar wenigen Anhängern !


Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren. (B.Brecht)

das sind leider sehr wenige

graf zahl 09.12.2001 - 21:21
die vorwürfe sollten aberjene treffen, die nicht demonstrieren waren und sich lieber ins "geregelte leben" zurückziehen.