Microsoft = Größenwahn + Lizenzierungswut
Das wohl erfolgreichste Unternehmen der Welt ist in diesen Tagen wieder penetrant präsent. Diesmal dreht sich alles um das neue Windows und den ersten Gateschen Daddelkasten. Das Hin und Her mit der Justiz geht jedoch ungeachtet dessen weiter.
Mit aller Macht und allen Mitteln werden seitdem die neuen Produkte der Redmonter beworben, neue entwickelt und die Kunden mit aufwendigen Werbekampagnen bombardiert.
Und das, wo doch schon etwa 90 Prozent aller Computer-Besitzer Microsoftsche Programme nutzen - meistens ausschließlich.
Allein 200 Millionen Dollar investierten Gates & Co., um das neue Betriebssystem Windows XP anzupreisen - mit gigantischen Shows, riesigen Anzeigen und markigen Sprüchen.
Vergangenen Donnerstag kam zudem Microsofts erste Spielkonsole, die X-Box, in US-amerikanische Läden.
Eine Milliarde US-Dollar sollen zur Vermarktung des Daddelkastens und der dazugehörigen Spiele bereitstehen.
Hierzulande soll das Gerät Mitte März erscheinen und etwa 479 Euro kosten. Gigantomanie galore. Doch selbst bei Microsoft glaubt man nicht, dass der Kasten seine horrenden Entwicklungskosten so schnell wieder einspielt.
Frühestens im Jahr 2005 erwarten Experten schwarze Zahlen. Zudem musste die Firma, deren Manager Richter Thomas Penfield mit einem Mafiosi verglich, in diesem Jahr einen harschen Gewinneinbruch hinnehmen: Im letzten Quartal sank der Gewinn auf 1,3 Milliarden Dollar. Noch zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr gab es 2,2 Milliarden Gewinn.
Doch offensichtlich hat man dazu gelernt im Elfenbeinturm der Software-Giganten. Um die wachsende Antipathie in der Bevölkerung zu dämpfen, und den nicht enden wollenden Rechtsstreit endlich zu beenden soll nun gespendet werden - und zwar ordentlich.
Unternehmenschef Steve Ballmer gab am Dienstag in Washington bekannt, dass der Konzern zahlreichen Schulen in den Vereinigten Staaten Software, Unterricht und Geld um Gesamtwert von einer Milliarde Dollar spenden will.
Allein im laufenden zweiten Geschäftsquartal wolle das Unternehmen mindestens 550 Millionen Dollar in das auf fünf Jahre angelegte Hilfsprogramm investieren, das mehr als 12.500 Schulen in Regionen mit niedrigem Pro-Kopfeinkommen zu Gute kommen soll. Doch die Sache hat natürlich einen Haken: Microsoft will nur spenden, wenn gleichzeitig endlich der Rechtsstreit beigelegt wird. Nicht Nächstenliebe ist die Motivation fürs Geben, sondern purer Eigennutz.
Ein cleverer PR-Gag sei das üppige Spendenpaket, meinen Kritiker.
Empörung zum Beispiel in Kalifornien, einem der Bundesstaaten, die sich gegen Bushs Pro-Microsoft-Politik wehren. Eugene Crew, Teilhaber der Anwaltskanzlei Townsend & Townsend & Crew aus San Francisco:
Mit dieser Vereinbarung entzieht sich Microsoft auf schmutzig-billige Weise und kann sein Monopol fortführen.
Experten schätzen, dass Microsoft in den USA allein mit überteuerten Windows-Preisen einen Schaden zwischen 15 und 40 Milliarden Dollar angerichtet hat. Die nächste Anhörung im Microsoft-Prozess ist am nächsten Dienstag.
Dann werden sich die spendenwütigen Software-Macher und ihre Kritiker gegenüberstehen.
So richtig glatt läuft derzeit kaum etwas bei Microsoft. So wurde just publik, dass die Redmonter von der jüngst bekannt gemachten Sicherheitslücke im Internet Explorer schon lange wussten - entgegen deren Behauptungen.
Der finnische Computer-Nerd Jouko Pynnonen entdeckte bereits am 1. November das Loch im Browser, das Unbefugten ermöglichte, Passwörter und Kreditkartennummern aus den Cookie-Dateien zu ziehen.
Doch Microsoft reagierte nicht auf Pynnonens Hinweis, worauf dieser sich am 9. November direkt an die Öffentlichkeit wandte.
Ein passendes Patch für den leck-programmierten Explorer stand erst am 13. November bereit. Mittlerweile hat sich Microsoft für die "Ungenauigkeit" entschuldigt.
Nicht minder peinlich war der Terz mit der "Passport"-Technologie im neuen Windows XP, die den Surfern bequemes Einkaufen im Netz ermöglichen soll, in dem jeder Nutzer seine persönlichen Daten - Name und E-Mail-Adresse, Lieferanschrift und Bankverbindung - angibt, und so bequem, ohne abermaliges Registrieren, in über 70 verschiedenen Microsoft Online-Kaufhäusern Shoppen kann.
Freilich stehen alle diese Netz-Angebote dem Konzern nahe oder gehören ihm an - des Kunden Geld bleibt also in der Familie.
Dummerweise wurde schnell eine Sicherheitslücke im 'Passport' entdeckt. Nutzer und Experten empörten sich, Microsoft stoppte den Service.
Immer noch Grund für Ärger gibt zudem die Lizensierungs-Wut der Windows-Macher. Aus Angst vor Raubkopierern soll jeder Microsoft-Kunde sein Programm registrieren lassen - nur bestätigt er damit oft gleichzeitig, bestimmte Vorgaben des Konzerns einzuhalten.
Die verbieten zum Beispiel Besitzern des Mobile Internet Toolkit Software zu nutzen, die unter den Microsoft unliebsamen Konkurrenz-Lizenzen GPL, LPGL oder MPL laufen.
Das ist Schweine-Kapitalismus in Reinkultur. Und das findet auch die Europäische Union. Die EU-Kommission untersucht derzeit etwaige Wettbewerbsverstöße des Gates-Imperiums.
Unter anderem wird Microsoft vorgeworfen, auf 'rechtswidrige Weise' seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen ausgenutzt zu haben, um auch in anderen Bereichen der Software-Branche die Macht an sich zu reißen. Außerdem soll die Firma Ermittler in die Irre geführt haben.
Am 20. und 21. Dezember kann der Konzern bei einer Anhörung zu den Vorwürfen Stellung nehmen, ließ der Sprecher des zuständigen EU-Kommissars Monti in Brüssel verlauten.
Nach außen hin nimmt Microsoft zu derartigen Vorwürfen selten oder nie Stellung. Lieber redet der derzeitige Microsoft-Chef Steve Ballmer über die neuen Produkte des Konzerns, die natürlich wie immer 'besser denn je' sind.
In Amerika hält man es offenbar nicht anders als hierzulande: Lieber aussitzen statt handeln.
Microsoft ist die CDU unter den Software-Schmieden. Und es sieht so aus, als wäre Microsofts Top-Anwalt William H. Neukom (60) für den Konzern das, was Wolfgang Schäuble für die CDU war: das Bauernopfer.
Wie gestern in der New York Times bekannt gegeben, nimmt Neukom seinen Hut, geht in Ruhestand und macht Platz für Brad Smith (42).
Jener kündigte an, dass sich das Unternehmen in Zukunft weniger aggressiv in Verhandlungen mit der Regierung und anderen Unternehmen zeigen werde.
'Die Leute werden uns nach unseren Taten beurteilen', erklärte er der New York Times und ergänzte: 'Der Prozess ist wichtig, aber manchmal können Gespräche viel konstruktiver sein.' Smith wird Neukoms Amt im Juli übernehmen.
Weniger Ellenbogen, mehr Konversation - so könnte Microsofts neues Credo lauten. Nötig wäre es, denn während das Unternehmen in der Computer-Szene schon immer mit einer Mischung aus Argwohn und Abneigung betrachtet wurde, viele lieber den kostenlosen und hochwertigen Windows-Ersatz Linux nutzten, regt sich nun auch in der breiten Bevölkerung dezenter Unmut:
'Immer wenn ich über neue Pläne des Software-Giganten Microsoft lese, bekomme ich ein wenig Angst vor dieser Wirtschaftsmacht'
schrieb Axel Schnell aus Hamburg in einem Leserbrief, den der Spiegel jüngst abdruckte. Ein Beispiel von vielen.
Auch der Gegenwind im Land des Größenwahns ebbt nicht ab, wird eher stärker. Denn den Vorschlag von George W. Bush, das Kartellverfahren gegen Microsoft außergerichtlich beizulegen, fanden neun amerikanische Bundesstaaten gar nicht gut.
Sie verweigerten ihre nötige Zustimmung.
Dieses Unternehmen hat die Gesetze wiederholt verletzt. Das liegt in seiner Natur und deshalb sind wir vor Gericht gezogen, um den Schaden zu begrenzen,
sagte der Justizminister von Massachusetts, Tom Reilly.
Und das, wo doch schon etwa 90 Prozent aller Computer-Besitzer Microsoftsche Programme nutzen - meistens ausschließlich.
Allein 200 Millionen Dollar investierten Gates & Co., um das neue Betriebssystem Windows XP anzupreisen - mit gigantischen Shows, riesigen Anzeigen und markigen Sprüchen.
Vergangenen Donnerstag kam zudem Microsofts erste Spielkonsole, die X-Box, in US-amerikanische Läden.
Eine Milliarde US-Dollar sollen zur Vermarktung des Daddelkastens und der dazugehörigen Spiele bereitstehen.
Hierzulande soll das Gerät Mitte März erscheinen und etwa 479 Euro kosten. Gigantomanie galore. Doch selbst bei Microsoft glaubt man nicht, dass der Kasten seine horrenden Entwicklungskosten so schnell wieder einspielt.
Frühestens im Jahr 2005 erwarten Experten schwarze Zahlen. Zudem musste die Firma, deren Manager Richter Thomas Penfield mit einem Mafiosi verglich, in diesem Jahr einen harschen Gewinneinbruch hinnehmen: Im letzten Quartal sank der Gewinn auf 1,3 Milliarden Dollar. Noch zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr gab es 2,2 Milliarden Gewinn.
Doch offensichtlich hat man dazu gelernt im Elfenbeinturm der Software-Giganten. Um die wachsende Antipathie in der Bevölkerung zu dämpfen, und den nicht enden wollenden Rechtsstreit endlich zu beenden soll nun gespendet werden - und zwar ordentlich.
Unternehmenschef Steve Ballmer gab am Dienstag in Washington bekannt, dass der Konzern zahlreichen Schulen in den Vereinigten Staaten Software, Unterricht und Geld um Gesamtwert von einer Milliarde Dollar spenden will.
Allein im laufenden zweiten Geschäftsquartal wolle das Unternehmen mindestens 550 Millionen Dollar in das auf fünf Jahre angelegte Hilfsprogramm investieren, das mehr als 12.500 Schulen in Regionen mit niedrigem Pro-Kopfeinkommen zu Gute kommen soll. Doch die Sache hat natürlich einen Haken: Microsoft will nur spenden, wenn gleichzeitig endlich der Rechtsstreit beigelegt wird. Nicht Nächstenliebe ist die Motivation fürs Geben, sondern purer Eigennutz.
Ein cleverer PR-Gag sei das üppige Spendenpaket, meinen Kritiker.
Empörung zum Beispiel in Kalifornien, einem der Bundesstaaten, die sich gegen Bushs Pro-Microsoft-Politik wehren. Eugene Crew, Teilhaber der Anwaltskanzlei Townsend & Townsend & Crew aus San Francisco:
Mit dieser Vereinbarung entzieht sich Microsoft auf schmutzig-billige Weise und kann sein Monopol fortführen.
Experten schätzen, dass Microsoft in den USA allein mit überteuerten Windows-Preisen einen Schaden zwischen 15 und 40 Milliarden Dollar angerichtet hat. Die nächste Anhörung im Microsoft-Prozess ist am nächsten Dienstag.
Dann werden sich die spendenwütigen Software-Macher und ihre Kritiker gegenüberstehen.
So richtig glatt läuft derzeit kaum etwas bei Microsoft. So wurde just publik, dass die Redmonter von der jüngst bekannt gemachten Sicherheitslücke im Internet Explorer schon lange wussten - entgegen deren Behauptungen.
Der finnische Computer-Nerd Jouko Pynnonen entdeckte bereits am 1. November das Loch im Browser, das Unbefugten ermöglichte, Passwörter und Kreditkartennummern aus den Cookie-Dateien zu ziehen.
Doch Microsoft reagierte nicht auf Pynnonens Hinweis, worauf dieser sich am 9. November direkt an die Öffentlichkeit wandte.
Ein passendes Patch für den leck-programmierten Explorer stand erst am 13. November bereit. Mittlerweile hat sich Microsoft für die "Ungenauigkeit" entschuldigt.
Nicht minder peinlich war der Terz mit der "Passport"-Technologie im neuen Windows XP, die den Surfern bequemes Einkaufen im Netz ermöglichen soll, in dem jeder Nutzer seine persönlichen Daten - Name und E-Mail-Adresse, Lieferanschrift und Bankverbindung - angibt, und so bequem, ohne abermaliges Registrieren, in über 70 verschiedenen Microsoft Online-Kaufhäusern Shoppen kann.
Freilich stehen alle diese Netz-Angebote dem Konzern nahe oder gehören ihm an - des Kunden Geld bleibt also in der Familie.
Dummerweise wurde schnell eine Sicherheitslücke im 'Passport' entdeckt. Nutzer und Experten empörten sich, Microsoft stoppte den Service.
Immer noch Grund für Ärger gibt zudem die Lizensierungs-Wut der Windows-Macher. Aus Angst vor Raubkopierern soll jeder Microsoft-Kunde sein Programm registrieren lassen - nur bestätigt er damit oft gleichzeitig, bestimmte Vorgaben des Konzerns einzuhalten.
Die verbieten zum Beispiel Besitzern des Mobile Internet Toolkit Software zu nutzen, die unter den Microsoft unliebsamen Konkurrenz-Lizenzen GPL, LPGL oder MPL laufen.
Das ist Schweine-Kapitalismus in Reinkultur. Und das findet auch die Europäische Union. Die EU-Kommission untersucht derzeit etwaige Wettbewerbsverstöße des Gates-Imperiums.
Unter anderem wird Microsoft vorgeworfen, auf 'rechtswidrige Weise' seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen ausgenutzt zu haben, um auch in anderen Bereichen der Software-Branche die Macht an sich zu reißen. Außerdem soll die Firma Ermittler in die Irre geführt haben.
Am 20. und 21. Dezember kann der Konzern bei einer Anhörung zu den Vorwürfen Stellung nehmen, ließ der Sprecher des zuständigen EU-Kommissars Monti in Brüssel verlauten.
Nach außen hin nimmt Microsoft zu derartigen Vorwürfen selten oder nie Stellung. Lieber redet der derzeitige Microsoft-Chef Steve Ballmer über die neuen Produkte des Konzerns, die natürlich wie immer 'besser denn je' sind.
In Amerika hält man es offenbar nicht anders als hierzulande: Lieber aussitzen statt handeln.
Microsoft ist die CDU unter den Software-Schmieden. Und es sieht so aus, als wäre Microsofts Top-Anwalt William H. Neukom (60) für den Konzern das, was Wolfgang Schäuble für die CDU war: das Bauernopfer.
Wie gestern in der New York Times bekannt gegeben, nimmt Neukom seinen Hut, geht in Ruhestand und macht Platz für Brad Smith (42).
Jener kündigte an, dass sich das Unternehmen in Zukunft weniger aggressiv in Verhandlungen mit der Regierung und anderen Unternehmen zeigen werde.
'Die Leute werden uns nach unseren Taten beurteilen', erklärte er der New York Times und ergänzte: 'Der Prozess ist wichtig, aber manchmal können Gespräche viel konstruktiver sein.' Smith wird Neukoms Amt im Juli übernehmen.
Weniger Ellenbogen, mehr Konversation - so könnte Microsofts neues Credo lauten. Nötig wäre es, denn während das Unternehmen in der Computer-Szene schon immer mit einer Mischung aus Argwohn und Abneigung betrachtet wurde, viele lieber den kostenlosen und hochwertigen Windows-Ersatz Linux nutzten, regt sich nun auch in der breiten Bevölkerung dezenter Unmut:
'Immer wenn ich über neue Pläne des Software-Giganten Microsoft lese, bekomme ich ein wenig Angst vor dieser Wirtschaftsmacht'
schrieb Axel Schnell aus Hamburg in einem Leserbrief, den der Spiegel jüngst abdruckte. Ein Beispiel von vielen.
Auch der Gegenwind im Land des Größenwahns ebbt nicht ab, wird eher stärker. Denn den Vorschlag von George W. Bush, das Kartellverfahren gegen Microsoft außergerichtlich beizulegen, fanden neun amerikanische Bundesstaaten gar nicht gut.
Sie verweigerten ihre nötige Zustimmung.
Dieses Unternehmen hat die Gesetze wiederholt verletzt. Das liegt in seiner Natur und deshalb sind wir vor Gericht gezogen, um den Schaden zu begrenzen,
sagte der Justizminister von Massachusetts, Tom Reilly.
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Ergänzungen
Mehr Infos zu solchen themen
widerstand spielt sich nicht nur bei irgendwelchen demos auf der strasse ab, wo eh immer nur die gleichen 300 typen abgehen. widerstand sollte doch allgegenwärtig sein, in allen themenbereichen,
bei der ganzen bsa-sache hat imc die chance, wissen an die menschen zu bringen, was man weder aus irgend einer tages,- noch computerfachzeitschrift bekommt,
das ist auch eine chance müde computerfreaks und klein und mittelständ. Typen in ihrem Interesse zu politisieren oder zuindest mit etwas offeneren Augen durch Leben wandeln zu lassen.
Dito, allerdings...
Allerdings heißt hier wiederstand, man muß andere Produkte verwenden, und das ist mühsam.
Ich habe einmal versucht, so als Laie, mir Linux zu installieren und habe dann drei wochen gebraucht, bis mein Rechner wieder lief.
Microsoft-Produkte haben halt den Vorteil, idotensicher und für den User einfachst bedienbar zu sein. Ich selber verwende immer noch windows und den Explorer, weil der Navigator bei mir ziemlich rumspinnt (evtl wegen windows?)
Was gäbe es denn für Möglichkeiten, in Linux Einführungen zu bekommen? Ich hab mich umgehört und nix gefunden.
Linux
Hilfe bei der Installation von Linux
bekommst du auf "Installparties". Wann
die nächste in deinem Umfeld ist, kannst
du über die örtliche "Linux Users Group"
erfahren. Und wo die nächste "LUG" ist,
kannst du bei
nachlesen. HTH.
Installation von Linux
Vielleicht einfach mal diese neue Version ausprobieren...
BlueDonovan
Übrigens gibt es tausende Handbücher zu linux und für Einsteiger auch Easy Linux, das selbsterklärend ist...dafür auch recht windowsähnlich :-(
Boykott
Nein, der Ansatz der US-Justiz, den Konzern zu zersplittern führt in die richtige Richtung. Viel weiter noch: derartige Konzerne gehören sich entprivatisiert und unter öffentliche Kontrolle gestellt. Die Machtzusammenballung beschränkt sich schließlich nicht auf die Elektro-Industrie. Unilever z.B. beherrscht über 90% aller Putz- und Reinigungsmittel in Europa (Schon mal nachgedacht, warum die überhaupt noch so viel Werbung machen?). United Fruit Corporations, Daimler-Chrysler, Siemens... Der Lebensmittelhandel in unserem Land ist in der Hand von 3 Firmen. Da weht doch der Wind her! Wenn wir erstmal Revolution gemacht haben, dann kann uns der Gates mal am ...
Wer Microsoft wirklich weh tun will,
Und ich bin zuversichtlich, dass plötzlich ein Linux für die X-Box auftaucht, ist ja mit der Playstation schon passiert!
hallo egal
Hä?
Tse, tse
Jetzt werden schon Glaubenskriege wegen so was geführt, posten hier nur noch 10-jährige?
Jeder kann glücklich werden, wie er will - und wenn er sich sein Betriebssystem selber programmiert. Gegen die Übermacht der Konzerne ist das jedenfalls kein Weg.
@ egal
Fördern statt abwürgen
Dein Vorschlag geht ja mehr in die Enteignungsrichtung dieser (40% per Anno Gewinn) sich an seinem Standard bereichernden Firma. Aber das geht mit niedrigen Innovationsraten einher. Gottlob hat der Staat nicht das Internet gebaut.
Linux ist eine Alternative, deren Qualität und usability in den letzten drei Jahren expoldiert ist, man kann kein zwei Jahre altes Buch mehr sinnvoll verwenden, denn alles ist total anders geworden. Meine ransicht nach sollte der Staat freie Projekte fördern, vielfach wäre diese Förderung wahrer Peanuts gegen Lizenzgebühren und übliche Fördermittel. Ausserdem sollte die öffentliche Hand die Nutzerbasis erhöhen, den Willen der Fakultäten an Universitäten sollte mehr entsprochen werden und Linux in der Lehre und Ausbildung eingesetzt werden können.
-> Erinnert ihr Euch noch an die 1 milliarde für den Siemenschip, der in Frankreich gebaut wurde?
Ausserdem müssen wir politisch für die Durchsetzung des Systems kämpfen. Die Menschen müssen sich darüber bewusst werden, dass Software als Teil der Lebenswelt hochpolitisch ist, aber nicht demokratisch kontrolliert wird. Eine de facto anarchosyndikalistische (und trotzdem industriefreundlichen Position, welch Ironie, war das doch immer die Stärke de Kapitalismus alles integrieren zu können) Organisation wie die Freier "Softwarekollektive" ziehe ich einer monopolisitischen Firma vor. Last but not least geht es um unser Geld und in immer mehr Berieche dringt Software ein.
Welche Richtung
Da find´ ich den Ansatz "mir kann nix passieren, ich hab´ ja Linux" falsch - am Thema vorbei.
Im übrigen: manche hier sollten sich mal die Seite über das Mackertum in der PC-Szene nochmals durchlesen. Wenn auf meinem Einzelplatzrechner noch Windows läuft, bin ich weder ein Depp, noch ein konterrevolutionäres Arschloch, sondern seit ´94 daran gewöhnt und bei mir laufen die Sachen halt, die ich brauche - basta! Aber die ultracoolen Checker, die alles so gut besser wissen, die hab´ ich schon am Commodore und unter Basic zum fressen gern gehabt. Das gleiche Gehabe wie die Goldkettchen-Typen mit ihren hochgetunten Golfs, aber echt nicht besser.
So einfach ist das nicht
Revolutionäre Software
Diese Liebe deines Posting zur jeweils herrschenden Macht (MS-Windows), marke "das System führt halt", spricht für eine gewisse Desillusionierung, die der stürmischen Entwicklung des Systems Linux (und BSD usw.) nicht gerecht wird. Den Serverbereich kann man gewinnen, im Desktopbereich hängt es davon ab, wie viele Leute mitmachen.
Der Staat als Großabnehmer von Software kann ein eindeutige Committment für Free Software setzen. Für seine Anwendungen dürfte Linux ohnehin besser geeignet sein.
Die DAUs werden schon noch nachziehen. Nimm doch die Tatsache, dass sie nicht politisiert sind, nicht so ernst.
Super Einsteigerartikel