Drohanrufe von Microsoft
Am Dienstag, den 27. November 2001 startete der Software-Hersteller Microsoft Deutschland eine Drohanruf-Kampagne bei kleinen und mittelständigen Unternehmen in Deutschland, bei denen vermutet wird, daß sie MS-Produkte ohne ausreichende Lizenzabdeckung benutzen.
Geschäftsführern wird am Telefon mit Hausdurchsuchungen, Geld- und Haftstrafen und Softwarevernichtung gedroht.
Diese sogenannte Close Loop Campagne bewegt sich hart an der Grenze der Legalität. Es gibt keinerlei rechtlichen Anspruch auf die Informationen, die Microsoft von den kontaktierten Firmen verlangt.
Geschäftsführern wird am Telefon mit Hausdurchsuchungen, Geld- und Haftstrafen und Softwarevernichtung gedroht.
Diese sogenannte Close Loop Campagne bewegt sich hart an der Grenze der Legalität. Es gibt keinerlei rechtlichen Anspruch auf die Informationen, die Microsoft von den kontaktierten Firmen verlangt.
DROHANRUFE BEI 300 000 FIRMEN
Seit Dienstag, den 27. November 2001 läßt der deutsche Ableger von Microsoft die Geschäftsführer von ca. 300.000 Unternehmen anrufen.
Microsoft vermutet, daß in diesen Unternehmen MS-Software ohne ausreichende Lizenzabdeckung benutzt wird. Genaue Informationen darüber hat Microsoft jedoch nicht. Die sogenannte Close Loop Campagne läuft unter dem Motto "Jetzt kaufen" und zielt auf die Unwissenheit und Unsicherheit von Firmenleitern kleiner Unternehmen ab.
In den Telefonaten wird ihnen mit Hausdurchsuchungen, Schadensersatzzahlungen, Unterlassungsanspruch, Softwarevernichtung, Geld- und Haftstrafen gedroht. Microsoft beruft sich dabei auf die Änderung des Urhebergesetzes im Jahre 1993.
DROHUNGEN: NICHTS NEUES BEI MICROSOFT
Bereits im Oktober 2001 begann MS Deutschland, Unternehmen schriftlich zu kontaktieren und forderte deren Geschäftsführer auf, einen detaillierten Erhebungsbogen über die Softwareverwendung in der Firma auszufüllen. Dieser sollte umgehend an Microsoft zurückgefaxt werden.
Einen rechtlichen Anspruch von Microsoft über Informationen zum Inventar von Firmen gibt es allerdings nicht.
DIE MACHENSCHAFTEN DER BSA
Microsoft selbst leitet keine Hausdurchsuchungen in die Wege. Lediglich die BSA (Business Software Alliance), zu der Microsoft auch gehört, versucht hier alle Mittel auszuschöpfen. Diese hatte bereits 1997 10000 Firmenleiter persönlich angeschrieben und mit Gefängnisstrafen gedroht. Das einzige ?Vergehen fast aller damals angeschriebenen Firmen war, daß sie lizenzierte Software gekauft und angewendet hatten. Daraufhin hatten sich viele Firmen von Microsoft abgewandt und Firmen wie Adobe, Autodesk, Bentley, Intergraph, Novell, SCO und Symantec, die auch zur BSA gehörten, boykottiert.
CLOSE LOOP CAMPAGNE SOLL EINSCHÜCHTERN
Microsoft lieferte 1997 einen Großteil der Datensätze an die BSA, was den anderen Unternehmen im Verbund schon fast peinlich war
Auch 2001 machte sich Microsoft Deutschland die Mühe und recherchierte die Namen aller Geschäftsführer der rund 300 000 Unternehmen, die in der neuen "close loop Campagne" kontaktiert werden sollen.
Die im Oktober 2001 ausgeschickten Schreiben wurden bewußt in Umschlägen zugesandt, die Briefen von Finanzämtern ähnelten. Diese blieben jedoch größtenteils unbeantwortet.
Der Softwarehersteller vermutet, daß 60 % der in deutschen Unternehmen eingesetzten Computerprodukte nicht lizenziert sind und hofft, bei jedem zweiten kontaktierten Unternehmen auf ein "schwarzes Schaf" zu treffen.
Ziel der Kampagne ist es jedoch nicht, Firmenchefs ins Gefängnis zu bringen, sondern noch mehr Informationen über deren Firmeninventar zu erhalten und sie zum Kauf weiterer MS-Produkte zu bewegen. Das bedeutet konkret: Umsatzsteigerung für Microsoft und dem Ausbreiten von anderen Betriebssystemen und Produkten wie Linux oder Star Office vorzubeugen.
Auszug aus internem Microsoft-Leitfaden
"Unser Ziel:
- Wollen das OK vom GP (Geschäftspartner), dass er von einem FHP (Fachhandelspartner) der auf Close Loop Campagne gebreaft ist, zurückgerufen werden kann.
- Der geschäftspartner soll verinnerlichen, welche rechtlichen Konsequenzen ihn beim Einsatz illegaler Software erwarten. Wir bieten ihm alle Möglichkeiten, sich korrekt zu lizensieren, verbunden mit derzeit attraktiven Lizenzmodellen für genau seine Unternehmensgröße. Der GP soll sich über die Angebote informieren und diese kaufen.
- Er soll uns die Inventarliste zurücksenden"
(Leitfaden Close Loop Campagne - Antipiracy Motto: jetzt kaufen, erstellt am 27.10.01 von Kirsten Wesemeier)
Bei den Telefonaten wird den Firmenleitern in aggressivem, erpresserischem Ton vermittelt, daß Microsoft eine Unterlizensierung nicht rechtlich verfolgt, wenn eine ausführliche Erklärung nicht innerhalb einer Woche zurückgesandt wird. Auch hierfür ist keine rechtliche Grundlage gegeben.
MICROSOFT EVERYWHERE: ALLE MITTEL SIND RECHT
DER FEIND HEISST LINUX
Da Microsoft den Vertrieb nicht selbst, sondern ausschließlich über fest gebundene Fachhandelspartner abwickelt, werden in der Microsoft-Datenbank die angerufenen Firmen nach jedem Gespräch einem regionalen MS-Partnergeschäft im gleichen Postleitzahlenbereich zugewiesen.
Die Partnerläden sind über die Kampagne in Kenntnis gesetzt und sollen die angerufenen Firmen innerhalb der nächsten Monate kontaktieren. Dabei soll der Eindruck entstehen, daß die Partnerläden von der Anrufaktion gar nichts wüßten und lediglich ein attraktives Angebot machen wollten. Microsoft stellt viele seiner Handelspartner unter extremen Druck, nur oder in erster Linie MS-Produktpakete anzubieten und versucht sie mit anscheinend lukrativen Konditionen zu ködern und fest an sich zu binden. So erhalten zum Beispiel Händler, die von Linux auf Windows umstellen, PR-Workshop Gutscheine und ähnliche Preise.
DER AGGRESSIVE TON MACHTS:
"STELLEN SIE MICH SOFORT ZUM GESCHÄFTSFÜHRER DURCH"
Normalerweise ist es schwierig, bei einem Anruf in einer Firma sofort zum Geschäftsführer durchgestellt zu werden. Die Callcenter-Agenten von Microsoft überzeugen die verschreckten Sekretärinnen in den Vorzimmern jedoch nicht nur mit forderndem Gesprächston, sonder auch mit dem Satz:
"Es geht um eine extrem wichtige Erklärung zum Thema Lizenzmanagement, hierbei haftet der Geschäftsführer persönlich, weshalb ich ihn umgehend sprechen muss." (Auszug aus "Gesprächsrichtlinien für MS-Telefonagenten").
Den Callcenter-Agenten sind u.a. folgende Satzoptionen vorgegeben.:
"Sicher wissen sie, welche Software-Programme auf allen ihren Rechnern genutzt wird.
Vermehrte Hausdurchsuchungen beweisen das Gegenteil.
In vielen Unternehmen kursiert immer noch die Meinung; "Uns wird es schon nicht treffen." Vermehrte Hausdurchsuchungen beweisen das Gegenteil"
(Auszug aus: "Gesprächsrichtlinien für MS-Telefonagenten").
Wenn der angerufene Geschäftsführer angibt, keine MS-Produkte zu benutzen, ist der Telefonist angehalten zu sagen:
"Dann muss ein Fehler unsererseits vorliegen. Wir nehmen Ihre Daten aus unserer Datenbank."
Auch diese Aussage entspricht genauso wenig der Wahrheit, wie die Behauptung, Microsoft würde selbst Hausdurchsuchungen durchführt oder veranlasst. Aus der Microsoft Datenbank kann man nur nach ausführlicher schriftlicher Erklärung entfernt werden.
EX-FRAUEN UND ENTLASSENE WERDEN ZU DENUNZIANTEN
Sowieso ist bei den Drohanrufen von Microsoft nicht mit einer wahrheitsgemäßen Beratung zu rechnen. Bei Rückfragen wird man maximal auf die kostenpflichtige Hotline 01805 229552 (0,24 DM pro Minute) verwiesen.
Diese Telefonnummer fungiert auch als Anlaufstelle für Denunzianten.
Eine Mitarbeiterin von Microsoft Deutschland äußerte kürzlich, daß die meisten Anschwärzer meist entlassene Mitarbeiter und betrogene oder verlassene Ehefrauen seien.
Die Telefonaktion erfasst nur kleine Unternehmen mit 5-100 Rechnern. Großbetriebe und Privathaushalte werden nicht angerufen.
Diese neue Telesaleskampagne ist heutzutage nichts Einzigartiges mehr.
Bei New-Economy-Unternehmen sind solche Praktiken längst Normalität geworden. Sie zeigen mit welcher Skrupellosigkeit, Brutalität und Respektlosigkeit vorgegangen wird, um Unternehmensgewinne noch mehr zu steigern.
Langfristig plant Microsoft die Abschaffung von Upgrades und Ersetzung durch offene und Mitlizenzen.
Informationen zu Microsoft
- weltweit führender Hersteller von PC-Software
- 1975 in New Mexico gegründet
- 1981 in Aktinengesellschaft umgewandelt
- ebenfalls 1981 bringt IBM PC mit MS-DOS 1.1 auf den Markt, MS Windows 3.0 wird angekündigt
- 1986 Börsengang von Microsoft
- 1995-2001 Betriebssysteme Windows 95, 98, 2000 und Windows Me
- 2001 Windows XP soll Business -und Home-Bereich zusammenführen, Markteinführung von XP alles andere als erfolgreich
- Microsoft investierte weltweit 200 Millionen US-Dollar in die Werbekampagne zur viermonatigen Einführungsphase von Windows XP.
- Mitarbeiter 50 000 (1995 noch 17801)
- Umsatz und Gewinn 2001 in Mrd.: 22.956 US Dollar Umsatz und 9.421 US Dollar Gewinn (1995 noch 5.937 Dollar Umsatz und 1.453 Dollar Gewinn)
- Umsatzverteilung Asien 13 %, Amerika und Südpazifik 55 %, restliche Länder 32 %
- Seit 1983 existiert Microsoft Deutschland, Firmensitz in Vorort von München, von hieraus kontrolliert und steuert Microsoft Produktion und Verkauf von MS-Produkten in Ungarn, Österreich, Polen, Slowenien, Tschechien, Rußland, Deutschland, der Schweiz und der Slowakei.
- Zentral-Funktion für Europa hat der Microsoft-Sitz in Dublin
- Sitz in Dublin kümmert sich auch um Finanzen, Verwaltung, Service, Support, Human Ressources
- Microsoft Deutschland ist mit etwa 1500 Mitarbeitern größte europäische Tochter (Umsatz im Jahr 2000 bei ca. 1,5 Mrd. US Dollar)
- MS Deutschland hofft für 2002 auf 15 % Wachstum durch Verkauf von Geräten mit vorinstall. MS-Produkten, härteres Vorgehen gegen sog. Piracy etc.
zur BSA (Business Software Alliance)
- Zusammenschluss der Softwarehersteller, Symantec, Bentley, Adobe, Novell, SCO Autodesk, Microsoft und. Intergraph zur Einengung der Softwarepiraterie
Links: Essay von Joe Barr über Kartellrechte und Microsoft
http://www.idg.net/ic_727972_1794_9-10000.html
rechtliche Grundlagen, Gesetzestexte
http://www.bundeskartellamt.de/literatur.html Bundeskartellamt, Kaiser-Friedrich-Str. 16, D-53113 Bonn Tel.: 0228-9499-0; Fax: 0228-9499-400
Seit Dienstag, den 27. November 2001 läßt der deutsche Ableger von Microsoft die Geschäftsführer von ca. 300.000 Unternehmen anrufen.
Microsoft vermutet, daß in diesen Unternehmen MS-Software ohne ausreichende Lizenzabdeckung benutzt wird. Genaue Informationen darüber hat Microsoft jedoch nicht. Die sogenannte Close Loop Campagne läuft unter dem Motto "Jetzt kaufen" und zielt auf die Unwissenheit und Unsicherheit von Firmenleitern kleiner Unternehmen ab.
In den Telefonaten wird ihnen mit Hausdurchsuchungen, Schadensersatzzahlungen, Unterlassungsanspruch, Softwarevernichtung, Geld- und Haftstrafen gedroht. Microsoft beruft sich dabei auf die Änderung des Urhebergesetzes im Jahre 1993.
DROHUNGEN: NICHTS NEUES BEI MICROSOFT
Bereits im Oktober 2001 begann MS Deutschland, Unternehmen schriftlich zu kontaktieren und forderte deren Geschäftsführer auf, einen detaillierten Erhebungsbogen über die Softwareverwendung in der Firma auszufüllen. Dieser sollte umgehend an Microsoft zurückgefaxt werden.
Einen rechtlichen Anspruch von Microsoft über Informationen zum Inventar von Firmen gibt es allerdings nicht.
DIE MACHENSCHAFTEN DER BSA
Microsoft selbst leitet keine Hausdurchsuchungen in die Wege. Lediglich die BSA (Business Software Alliance), zu der Microsoft auch gehört, versucht hier alle Mittel auszuschöpfen. Diese hatte bereits 1997 10000 Firmenleiter persönlich angeschrieben und mit Gefängnisstrafen gedroht. Das einzige ?Vergehen fast aller damals angeschriebenen Firmen war, daß sie lizenzierte Software gekauft und angewendet hatten. Daraufhin hatten sich viele Firmen von Microsoft abgewandt und Firmen wie Adobe, Autodesk, Bentley, Intergraph, Novell, SCO und Symantec, die auch zur BSA gehörten, boykottiert.
CLOSE LOOP CAMPAGNE SOLL EINSCHÜCHTERN
Microsoft lieferte 1997 einen Großteil der Datensätze an die BSA, was den anderen Unternehmen im Verbund schon fast peinlich war
Auch 2001 machte sich Microsoft Deutschland die Mühe und recherchierte die Namen aller Geschäftsführer der rund 300 000 Unternehmen, die in der neuen "close loop Campagne" kontaktiert werden sollen.
Die im Oktober 2001 ausgeschickten Schreiben wurden bewußt in Umschlägen zugesandt, die Briefen von Finanzämtern ähnelten. Diese blieben jedoch größtenteils unbeantwortet.
Der Softwarehersteller vermutet, daß 60 % der in deutschen Unternehmen eingesetzten Computerprodukte nicht lizenziert sind und hofft, bei jedem zweiten kontaktierten Unternehmen auf ein "schwarzes Schaf" zu treffen.
Ziel der Kampagne ist es jedoch nicht, Firmenchefs ins Gefängnis zu bringen, sondern noch mehr Informationen über deren Firmeninventar zu erhalten und sie zum Kauf weiterer MS-Produkte zu bewegen. Das bedeutet konkret: Umsatzsteigerung für Microsoft und dem Ausbreiten von anderen Betriebssystemen und Produkten wie Linux oder Star Office vorzubeugen.
Auszug aus internem Microsoft-Leitfaden
"Unser Ziel:
- Wollen das OK vom GP (Geschäftspartner), dass er von einem FHP (Fachhandelspartner) der auf Close Loop Campagne gebreaft ist, zurückgerufen werden kann.
- Der geschäftspartner soll verinnerlichen, welche rechtlichen Konsequenzen ihn beim Einsatz illegaler Software erwarten. Wir bieten ihm alle Möglichkeiten, sich korrekt zu lizensieren, verbunden mit derzeit attraktiven Lizenzmodellen für genau seine Unternehmensgröße. Der GP soll sich über die Angebote informieren und diese kaufen.
- Er soll uns die Inventarliste zurücksenden"
(Leitfaden Close Loop Campagne - Antipiracy Motto: jetzt kaufen, erstellt am 27.10.01 von Kirsten Wesemeier)
Bei den Telefonaten wird den Firmenleitern in aggressivem, erpresserischem Ton vermittelt, daß Microsoft eine Unterlizensierung nicht rechtlich verfolgt, wenn eine ausführliche Erklärung nicht innerhalb einer Woche zurückgesandt wird. Auch hierfür ist keine rechtliche Grundlage gegeben.
MICROSOFT EVERYWHERE: ALLE MITTEL SIND RECHT
DER FEIND HEISST LINUX
Da Microsoft den Vertrieb nicht selbst, sondern ausschließlich über fest gebundene Fachhandelspartner abwickelt, werden in der Microsoft-Datenbank die angerufenen Firmen nach jedem Gespräch einem regionalen MS-Partnergeschäft im gleichen Postleitzahlenbereich zugewiesen.
Die Partnerläden sind über die Kampagne in Kenntnis gesetzt und sollen die angerufenen Firmen innerhalb der nächsten Monate kontaktieren. Dabei soll der Eindruck entstehen, daß die Partnerläden von der Anrufaktion gar nichts wüßten und lediglich ein attraktives Angebot machen wollten. Microsoft stellt viele seiner Handelspartner unter extremen Druck, nur oder in erster Linie MS-Produktpakete anzubieten und versucht sie mit anscheinend lukrativen Konditionen zu ködern und fest an sich zu binden. So erhalten zum Beispiel Händler, die von Linux auf Windows umstellen, PR-Workshop Gutscheine und ähnliche Preise.
DER AGGRESSIVE TON MACHTS:
"STELLEN SIE MICH SOFORT ZUM GESCHÄFTSFÜHRER DURCH"
Normalerweise ist es schwierig, bei einem Anruf in einer Firma sofort zum Geschäftsführer durchgestellt zu werden. Die Callcenter-Agenten von Microsoft überzeugen die verschreckten Sekretärinnen in den Vorzimmern jedoch nicht nur mit forderndem Gesprächston, sonder auch mit dem Satz:
"Es geht um eine extrem wichtige Erklärung zum Thema Lizenzmanagement, hierbei haftet der Geschäftsführer persönlich, weshalb ich ihn umgehend sprechen muss." (Auszug aus "Gesprächsrichtlinien für MS-Telefonagenten").
Den Callcenter-Agenten sind u.a. folgende Satzoptionen vorgegeben.:
"Sicher wissen sie, welche Software-Programme auf allen ihren Rechnern genutzt wird.
Vermehrte Hausdurchsuchungen beweisen das Gegenteil.
In vielen Unternehmen kursiert immer noch die Meinung; "Uns wird es schon nicht treffen." Vermehrte Hausdurchsuchungen beweisen das Gegenteil"
(Auszug aus: "Gesprächsrichtlinien für MS-Telefonagenten").
Wenn der angerufene Geschäftsführer angibt, keine MS-Produkte zu benutzen, ist der Telefonist angehalten zu sagen:
"Dann muss ein Fehler unsererseits vorliegen. Wir nehmen Ihre Daten aus unserer Datenbank."
Auch diese Aussage entspricht genauso wenig der Wahrheit, wie die Behauptung, Microsoft würde selbst Hausdurchsuchungen durchführt oder veranlasst. Aus der Microsoft Datenbank kann man nur nach ausführlicher schriftlicher Erklärung entfernt werden.
EX-FRAUEN UND ENTLASSENE WERDEN ZU DENUNZIANTEN
Sowieso ist bei den Drohanrufen von Microsoft nicht mit einer wahrheitsgemäßen Beratung zu rechnen. Bei Rückfragen wird man maximal auf die kostenpflichtige Hotline 01805 229552 (0,24 DM pro Minute) verwiesen.
Diese Telefonnummer fungiert auch als Anlaufstelle für Denunzianten.
Eine Mitarbeiterin von Microsoft Deutschland äußerte kürzlich, daß die meisten Anschwärzer meist entlassene Mitarbeiter und betrogene oder verlassene Ehefrauen seien.
Die Telefonaktion erfasst nur kleine Unternehmen mit 5-100 Rechnern. Großbetriebe und Privathaushalte werden nicht angerufen.
Diese neue Telesaleskampagne ist heutzutage nichts Einzigartiges mehr.
Bei New-Economy-Unternehmen sind solche Praktiken längst Normalität geworden. Sie zeigen mit welcher Skrupellosigkeit, Brutalität und Respektlosigkeit vorgegangen wird, um Unternehmensgewinne noch mehr zu steigern.
Langfristig plant Microsoft die Abschaffung von Upgrades und Ersetzung durch offene und Mitlizenzen.
Informationen zu Microsoft
- weltweit führender Hersteller von PC-Software
- 1975 in New Mexico gegründet
- 1981 in Aktinengesellschaft umgewandelt
- ebenfalls 1981 bringt IBM PC mit MS-DOS 1.1 auf den Markt, MS Windows 3.0 wird angekündigt
- 1986 Börsengang von Microsoft
- 1995-2001 Betriebssysteme Windows 95, 98, 2000 und Windows Me
- 2001 Windows XP soll Business -und Home-Bereich zusammenführen, Markteinführung von XP alles andere als erfolgreich
- Microsoft investierte weltweit 200 Millionen US-Dollar in die Werbekampagne zur viermonatigen Einführungsphase von Windows XP.
- Mitarbeiter 50 000 (1995 noch 17801)
- Umsatz und Gewinn 2001 in Mrd.: 22.956 US Dollar Umsatz und 9.421 US Dollar Gewinn (1995 noch 5.937 Dollar Umsatz und 1.453 Dollar Gewinn)
- Umsatzverteilung Asien 13 %, Amerika und Südpazifik 55 %, restliche Länder 32 %
- Seit 1983 existiert Microsoft Deutschland, Firmensitz in Vorort von München, von hieraus kontrolliert und steuert Microsoft Produktion und Verkauf von MS-Produkten in Ungarn, Österreich, Polen, Slowenien, Tschechien, Rußland, Deutschland, der Schweiz und der Slowakei.
- Zentral-Funktion für Europa hat der Microsoft-Sitz in Dublin
- Sitz in Dublin kümmert sich auch um Finanzen, Verwaltung, Service, Support, Human Ressources
- Microsoft Deutschland ist mit etwa 1500 Mitarbeitern größte europäische Tochter (Umsatz im Jahr 2000 bei ca. 1,5 Mrd. US Dollar)
- MS Deutschland hofft für 2002 auf 15 % Wachstum durch Verkauf von Geräten mit vorinstall. MS-Produkten, härteres Vorgehen gegen sog. Piracy etc.
zur BSA (Business Software Alliance)
- Zusammenschluss der Softwarehersteller, Symantec, Bentley, Adobe, Novell, SCO Autodesk, Microsoft und. Intergraph zur Einengung der Softwarepiraterie
Links: Essay von Joe Barr über Kartellrechte und Microsoft
http://www.idg.net/ic_727972_1794_9-10000.html rechtliche Grundlagen, Gesetzestexte
http://www.bundeskartellamt.de/literatur.html Bundeskartellamt, Kaiser-Friedrich-Str. 16, D-53113 Bonn Tel.: 0228-9499-0; Fax: 0228-9499-400
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Leute, nutzt Linux
Ich kann nur allen empfehlen, sich mal mit Linux zu beschäftigen (mein pers. Favorit und für Anfänger empfehlenswert: Mandrake Linux).
Auch fände ich es gut, wenn mehr linke Gruppen sich damit beschäftigen. Überlegt doch mal, Linux-Seminare für Eure Mitglieder anzubieten. Einen Linux-Freak suchen, der den Leuten bei der Installation und bei Fragen/Problemen hilft.
Weitere Links zu Plänen von Microsoft
Diese 3 Texte von Telepolis sind ziemlich interessant und bieten weitergehende Informationen darüber, mit welchen Methoden Microsoft seine Monopolstellung ausbauen will und was das für uns bedeutet...:
Text 1: Microbad -
Lizenzierungswut, Gigantomanie und die Lust am Aussitzen - alles beim alten bei Gates & Co.? Eine Bestandsaufnahme Text 2:
Über restriktive Verträge mit PC-Herstellern verhindert Microsoft echten Wettbewerb im Betriebssystem-Umfeld.
Text 3: Immer aggressiver bemüht sich der Quasi-Monopolist Microsoft darum,
Windows-Nutzer in ein strategisches Korsett zu zwängen, um die größtmögliche
Kontrolle über Inhalte und Dienstleistungen zu erlangen.
MS Deutschland
MONOPOLE ZERSCHLAGEN !
Linux nur bedingt einsetzbar
Du scheinst aber komplett zu ignorieren, daß die meiste betrieblich eingesetzte Software nicht unter Linux läuft. Oder wurden die Adobe Produkte, SAP R/3 und andere verbreitete Produkte schon für Linux umgesetzt?
Desweiteren hat auch Linux so seine Macken (ich erinnere nur mal an die neue Warnung, daß der aktuellste Kernel das Filesystem beschädigen kann), von der Einarbeitungszeit, die einen nicht unerheblichen Kostenfaktor in Betrieben darstellt ganz zu schweigen. Beide Systeme haben eben vor und Nachteile.
Gruss
Gambit
Man kann doch partionieren!
Keine Ahnung
Unwissenheit für den Monopolisten
Natürlich unterstützt SAP mit R/3 auch die Linuxplattform.
Die Sache mit dem Kernel: dabei handelte es sich um eine Entwicklerversion, die released wurde, natürlich ist es heftig, wenn solche Fehler auftauchen, aber dank der updatezyklen von wenigen Tagen ist es immer so, das es gewissermassen nur öffentliche Versionen gibt. In distributionen finden nur abgehangene Kernel Eingang.
Linux ist ein Mittel zum Zweck
Ja, die kenn ich die Seite
Microsoft Linux
;-D
Kommentar
Aber was ist mit dem Rest? Sorry, ich hab auch eine Menge gegen Microsoft, aber von Betriebswirtschaft haben hier scheinbar die wenigsten Ahnung. Wer soll bitte die Mitarbeiter auf Linux umschulen, bzw. auf welche Kosten? Um nur mal einen Aspekt zu nennen... ganz zu schweigen von fehlender Software in einigen Bereichen (jetzt kommt mir nicht wieder mit dem Argument, es gäbe ja schon so viel vergleichbar gutes... Gibt es nicht, jedenfalls nicht in allen Bereichen. Besonders im High End Grafik und Publishing Bereich)
da ist der wurm drin,..
Gambit, bekommst Du Geld dafür?
Wers nicht wissen will weiß es nicht
Im Netzwerkbereich hat Linux z.B. enorme Vorteile gegenüber MS und Novell. Probleme gibt es leider durch die Dominaz von Visual Basic² und Visual C++² bzw. C++Builder². Für VB gibts mitlerweile ne Linux destribution -> Phoenix² genannt. Java² ist sowieso Plattform unabhängig im gegesatz zu (zumindest im RAD(Rapit Aplication Devolopment) Profi bereich) c++². Und für Heimanwender ist es mitlerweile Egal was man Benutzt. Es gibt auch noch diverse Möglichkeiten Windows programme unter Linux zu nutzen durch diveres VM´s, z.B. VMWare -> www.vmware.com. Leider sind gerade in Europa viele kleine Frimen und Homeuser noch skeptisch.
²Programiersprachen und RAD´systeme
lizenzkosten
wenn du so ein toller betriebswirt bist, dann kannst du dir auch ausrechnen was dich die perversen kleinweich-lizenzen, die du dank gates alle zwei jahre neu kaufen dafst, oder die ständigen downtimes kosten, und was dich schulungen der mitarbeiterinnen. übrigens habe ich in meinem administratorenleben noch wenige angestellte gesehen die den microsoftmüll _ohne_ schulung bedienen konnten. aber wer typischen microsoft-FUD ablässt versteht so was halt nicht.
Frage
Hat wr lust den Text da oben an Firmen zu schicken? In die Suppe spucken ist immer lustig....
fud
Fear Uncertainty Doubt (FUD) ist eine beliebte Taktik in Politik und Wirtschaft, um sich aufstrebender, unliebsamer Konkurrenten zu entledigen. Der Kern liegt dabei in der Veröffentlichung von Berichten, Artikeln, Tests und Studien, die unwahre oder verfälschte Aussagen - meist über den Mitbewerber oder dessen Produkt und häufig auf undurchsichtigen Erklärungen fußend - beinhalten, die den Verbraucher verunsichern oder verängstigen und ihn dazu veranlassen, das vermeintlich minderwertige Produkt nicht zu erwerben.
Freie Software stand schon oft unter dem Beschuß großer Unternehmen wie SCO und Microsoft, die diese Strategie anwenden. Im April 1999 wurde von Mindcraft ein ,,offizielle`` Studie veröffentlicht, in der Linux als Server-System wesentlich schlechter abschnitt als Windows NT. Es stellte sich schließlich heraus, daß die beiden untersuchten Systeme mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen den Test durchliefen und daß die Studie von Microsoft bezahlt wurde.
Bei freier Software handelt es sich aber nicht um einen normalen Konkurrenten. Da sie keinen Hersteller hat, der sich aus dem Markt zurückziehen könnte, fehlen auch die sonst klaren Ziele der FUD-Angriffe. Trotzdem könnten gerade die weniger technikerfahrenen Anwender durch diese Methode verunsichert werden, und somit bleibt sie weiterhin eine Gefahr.
FUD
MS-Software Siebel wird zerhackt
Die Adress-Datensätze werden den Mitarbeitern nach Regionen sortiert zugeordnet und abtelefoniert. Weiterhin haben wir herausgefunden, dass ein Datensatz aufgrund der Menge nur 2 mal maximal kontaktiert wird.
Da uns Zugangsdaten zur Siebeldatenbank bekannt geworden sind, werden wir es uns nicht nehmen lassen, dort geringfügige Veränderungen vorzunehmen, die vielleicht anfangs gar nicht so leicht festzustellen sind.
Auch für die 01805 229552 Nummer haben wir uns was Lustiges einfallen lassen. Vielleicht gibt es ja ein paar Leute, die auch zeigen wollen, daß man sich von einem solchen Unternehmen nicht alles gefallen lassen muss.
Im Grunde ist was wir tun auch nur ein verzweifelter Aufschrei, aber wir lassen uns nicht unterkriegen!
coole FeatureIdee
wenn ihr ein Feature über die Machenschaften der BSA und aller Unternehmen die dazu gehören macht?
Immer wieder ist die Rede nur von Microsoft, die anderen, die genauso viel Dreck am Stecken haben, gehen immer ungescholten aus. Infos gibts im Netz zur g-nüge.
Features
Windows-User dürfen keine kritischen Seiten
Meldung vom Heise-Ticker: "In den Lizenzbedingungen von Frontpage 2002 (Bestandteil von Office
XP) soll
stehen: "Sie sind nicht berechtigt, die Software in Verbindung mit einer Site zu
verwenden, die Microsoft, MSN, MSNBC, Expedia oder deren Produkte oder
Dienstleistungen herabsetzt." - Link:
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Linux Überlick von Telepolis
naja, nina
mastermindchaos,na der nick passt ja
na mastermindchaos ist ja nen guter nick für den mist den
du da schreibst
welche üblen?!? probleme soll das denn aufwerfen?
das einzige problem ist ,der user denkt weiterhin windows ist wichtig
aber auch nicht weiter wichtig,mindchaos=mindchaos
bis denne
gruss aus SO36