´Keinen Cent für Euch Mörder!´

Antikrieg 27.11.2001 13:43 Themen: Militarismus
Dieses Transparent mussten sich gestern SoldatInnen und PolizistInnen anschauen, die auf dem Berliner Gendarmenmarkt für mehr Geld demonstrierten.

Vor rund zehn Tagen hatte es schon mal eine "Kundgebung" des Bundeswehrverbandes und der Gewerkschaft der Polizei gegeben, aber das, was gestern ablief, sprengte die Dimensionen der Ekligkeit: Rund 10.000 Soldaten Uniformierte versammelten sich auf dem Gendarmenmarkt [ die Presse schreibt 25.000, was aber glatt gelogen ist ]
Mit solch sinnigen Transpartenen wie "Wir wollen keine Waffen, die älter sind als ihre Benutzer" wurde für bessere Bezahlung und bessere Ausstattung protestiert. Im Bezirk Mitte wimmelte es nur so von Uniformierten, selbst in der Cafeteria der Humboldt-Uni saßen einige (und wurden NICHT angegriffen, schade!).

Während der Kundgebung entrollten einige AktivistInnen vom Dach eines Hauses, das direkt am Gendarmenmarkt liegt, ein großes Transparent mit der Aufschrift "Keinen Cent für Euch Mörder!". Auf dem Platz selbst wandelten einige Leute mit Gesichtern, die zu Totenmasken geschminkt waren, und Sandwiches am Bauch - bis sie Platzverweis erhielten.

Dass ausgerechnet diejenigen, die fürs Abschieben, Einsperren, Morden zuständig sind, dafür auch noch mehr Geld haben wollen, ist wohl der Gipfel an Zynismus.

Für die Kürzung der Soldatengehälter um 100 Prozent!
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Ergänzungen

bäx

kriemhild 27.11.2001 - 13:59
vielleicht war das auch ne aktion von schlingensief ?

echt eklig

jupp 27.11.2001 - 14:15
ihhhhhh, klingt ja echt eklig. ein glück, dass n paar leute den arsch hoch gekriegt und n bisschen stunk gemacht haben. DANKE!

Ups

Pete 27.11.2001 - 14:22
Titelzeil verschwunden - könnt Ihr die noch mal runtersetzen?

UUUAAARRGH! WIE HÄSSLICH!

antikap 27.11.2001 - 15:46
die aktion war ja wohl gelungen. hoffentlich haben das transpi alle uni(n)formierten gesehen. 2 fragen: 1. gibz fotos davon? 2. weiss jemand genaueres zu D2 (walk for capitalism.org)? ist das nun ein fake oder nicht? auf der seite kann man nachsehen in welchen städten am 2. dez. marschiert werden soll, aber nichr wann und wo. man kann wohl den jeweiligen "coordinator" für die stadt contacten, war mir aber zu blöd. vielleicht hab ich auf der seite auch nur irgendwas verrafft, keine ahnung. checkt doch bitte mal die seite und versucht draus "schlau" zu werden, und dann lasst uns überlegen was wir dem entgegensetzen.

NACHTRAG

antikap 27.11.2001 - 16:20
da gab´s schon mal was zu. für die die´s noch nicht gelesen haben - siehe unten. lasst uns was tun!

Worum es Euch geht

Euer erbärmlicher moralischer Triumph 27.11.2001 - 16:45
Sich vor einen Bullen hinstellen und sagen: "Du Mörder"! So verschafft sich der linke Gutmensch eine innere Erhöhung. So beweist er sich vor sich selbst, wie GUT er ist. Nicht so ein schlimmer Mensch wie der Mörder da vor ihm, sondern ein Kämpfer für das Gute. So sind sie halt: 20 Jahre lang laufen sie rum mit solchen hirnlosen Transparenten und dann wechseln sie in die Regierung und verschärfen die Gesetze und fangen irgendwo Krieg an. Würdet IHR natürlich nie machen...

MORALISCHER TRIUMPH?

none 27.11.2001 - 17:31
wow! wie ich sehe hast du ALLE linken dieser welt ja voll durchschaut. RESPEKT!

Ich sags ja nue ungern, aber

BlueDonovan 27.11.2001 - 19:19
Wahrscheinlich werde ich jetzt dann gesteinigt, aber die Polizisten sind wirklich unterbezahlt. Ich meine, ihr denkt ja wohl nicht im Ernst, wir wären ganz ohne sie besser dran, oder?
Klar, es gibt immer wieder polizeiliche Ausschreitungen, ist ja grad `n Artikel zu weiter oben.
Da muß gegen vorgegangen wereden, aber ich sehe auch einen gewissen zsammenhang zwischen frustrierten Polizisten, die ausrasten und einem Monatsgehalt von 1800M, für das man sein Leben und seine Gesundheit riskieren soll.
Abgesehen davon möchte ICH den Job sicher nicht, bei dem jeder einen als Feind betrachtet, v.a. nicht für so miese Bezahlung.
Und man darf nicht vergessen, daß viel von dem, was die Jungs in grün machen ja wirklich der Allgemeinheit hilft.
Es ist schwierig, ihnen noch ein bißchen Symphatie entgegenzubringen, wenn man sie als den langen Arm der Repression erlebt hat, aber ich bin schon ganz froh, daß es sie gibt.
Vielleicht wären sie ja auch etwas menschenfreundlicher, wenn sie schußsichere westen unter 30kg Gewicht hätten, und anständig gezahlt würden.

Zum Thema Soldaten - Weg mit der Bundeswehr, die helfen keinem von uns und kosten eh schoon zuviel.

Ok, soweit zur moralpredigt, ich finde das mußte gesagt werden, ansonsten natürlich, abseits der objektiven Diskussion - gute aktion, sowas ist breitenwirksam.
Hochachtung

ich sags gern:

Studi 27.11.2001 - 19:31
Nein, böse ist da niemand. Aber es etwas kurz gedacht. Warum Bullen so und so sind hat ja viele Gründe. Zu
jedem, den ich aufzähle gibts wieder 100 andere Gründe und lanaglange psycholgische Studein und
Versuche: a) Der Job, auf andere aufzupassen zieht bestimmte Charaktere eher an. b) Wer Staatshüter
werden will, ist eher regierungstreu. Die Haltungen in Polizei/BGS... sind politisch nach rechts verschoben.
1993 waren nach einer Studie in NRW etwa 30% der BGSler Republikaner-Wähler. c) Uniformität,
Anonymität und Befehlshierarchie (keine Verantwortung übernehmen müssen) ist ein riesiges
Forschungsgebiet in der Psychologie. d) Wer Macht über andere ausüben kann, tut dies recht schnell.
Siehe "Das Experiment" (Film über ein tatsächlich stattgefundenens Exp.) e) Höherstellung und Privilegien
(haben auch unsere: So können sie sich auch privat in einigen Bereichen mehr herausnehmen) verstärkt die
negativen Dinge noch. Viele repressive Herrschaftssysteme arbeiten mit der Stragie den
Sicherheitsorganen Privilegien zukommen zu lassen. Das steigert die Loyalität und den macht den Job
attraktiv. (Bsp: Weissrussland) f) usw.....

PS

Studi 27.11.2001 - 19:45
Das mit der Unzufriedenheit ist dann lediglich das i-Tüpfelchen.

es gibt sogar gute bullen ;-)

Anarcho 27.11.2001 - 20:01
*kein text*

zu kurz gedacht? mag sein aber

BlueDonovan 27.11.2001 - 20:52
Studi, danke für ne ernste antwort.
Mag sein, daß es rein geldtechnisch zu kurz gedacht ist, aber wenn du den Film schon erwähnst -
Im experiment, sowohl im realen wie auch im film, entsteht viel von der systeminherenten Gewalt durch die menschliche mißachtung den Wärtern gegenüber.
Und natürlich ist es ein Problem: Wenn menschen damit beschäftigt sind auf andere aufzupassen, entsteht ein ungutes Machtgefüge. Persöhnliche Minderwertigkeiten und Stimmungen werden in das Verhältnis den Aufgepaßten gegenübet mitgenommen.
Obwohl ich deinen Argumenten folgen kann, und sie auch nicht schlecht sind, sind meine Persönlichen Erfahrungen anderer Natur. Wenn ich Bullen kontrolliert werde und ihnen menschlich begegne, höflich bin und verständnis für ihre Aufgabe zeige, dann sind sie selbst bei konträren Sachmeinungen offener und netter.
Eine Bekannte von mir ist beim BGS, du solltest die mal kotzen hören, über die Hirarchie, die mise Bezahlung, den Haß mit dem ihnen begegnet wird.
Ich bin eben der Auffassung, daß Bezahlung etwas mit Achtung vor der erledigten Arbeit zu tun hat, und da könnten die Jungs u. Mädels wirklich oft ein bißchen mehr haben.
Was den Rechtradikalismus und die Systemhörigkeit in der Polizei angeht, das ist wohl ein anderes Problem, nämlich, daß Polizeiarbeit nicht als Arbeit für den Bürger sondern gegen ihn verstanden wird, sowohl in der Polizei selbst als auch außerhalb.

P.S. Wußtet ihr, daß nach den großen Anti-Castor Demos `98 etwa 30000 Polizisten und BGS`ler gegen Atomstrom unterzeichnet haben, und die Veröffentlichung der Aktion von ganz oben verboten wurde?
MFG
BlueD

ich sags gar nicht ungern

bat 28.11.2001 - 02:40
aber 1800 dm netto im monat mag es in der ausbildung geben, danach definitiv mehr. welcher azubi kriegt 1800? ein mir bekannter bulle (34, frau, 1 kind, keine karriere) hat 4200 netto. schlecht bezahlt? und zum risiko. von 200000 bullen werden jedes jahr 5 bis 10 umgebracht. von 200000 taxifahrern werden jedes jahr 5 bis 10 geraubmordet. hohes risiko? bloss ewig schade, dass auch bei indymedia-lesern diese ständigen propagandalügen ihre wirkung entfalten.

titel

los 28.11.2001 - 12:20

MEHR GELD FÜR ARBEITSLOSE UND SOZIALHILFEEMPFÄNGER!

Seid froh, daß Bullen bezahlt werden

Denkt doch mal nach 28.11.2001 - 16:09
Sonst würden sie sich wie die Söldner im 30jährigen Krieg "aus dem Land ernähren". Möglichkeiten hätten sie dazu. Wer will, daß Bullen nicht immer und ausschließlich korrupt sind, der muß ihnen schon ihre Absicherung gönnen. die Privilegien, Beförderungen etc. wirken auch disziplinierend. Und der einsame, schwache Untertan hat nichts davon, wenn die Uniformträger auch noch komplett undiszipliniert sind. In Rußland verlangt die Polizei "Schutzgeld" von Ladenbesitzern, Autorfahrern und "kaukasisch aussehenden" Menschen. Wollt ihr das auch haben? 20 Mark, sonst Platzverweis? 100 Mark, Herr Mercedes-Fahrer (hick), sonst Alkoholtest?

Seid froh, daß es die Polizei gibt!

Zorki 28.11.2001 - 17:53
In meinen Augen habt ihr alle nen Knall. Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht was wäre, würde es die Polizei nicht geben??
Zustände wie im mittelalter, wenn nicht sogar noch schlimmer. Ihr gehört doch bestimmt auch zu denen, die als erstes nach der Polizei schreien, wenn euch etwas passiert.
Studien, wenn ich da schon höre, die werden genauso schöngeschieben, wie Statistiken. es kommt immer auf den Blickpunkt an, von dem aus ich etwas sehen möchte,
Und ihr neunmal klugen, schaut mal im neusten Duden nach, was dort unter Bulle steht. min Gott so viel Selbstmitleid, wie es die meisten linken unter euch zeigen müßte eigentlich schon wehtun.
Hält man sich Regeln, dann brauch man auch kein schlechtes Gewissen haben und kommt auch nicht in Kontakt mit der Polizei.
Und wenn ich damit nicht Leben will, dann wandert doch aus, vieleicht geht es euch ja dann besser.

Schöne Grüße

Hält man sich an Regeln...

selber schuld 28.11.2001 - 18:20
//Hält man sich Regeln, dann brauch man auch kein schlechtes Gewissen haben und kommt auch nicht in Kontakt mit der Polizei//
Wer ja schön wenn es so wäre und die Polizei nur die belästigen würde, die tatsächlich kriminell sind. Aber an welche "Regeln" soll man sich nicht halten:
1) Deutsch aussehen
2) Deutschen Gesichtsausdruck machen
3) Deutsche Kleidung
4) Respekt vor der Uniform!
5) Niemals nach dem Dienstausweis fragen (das mögen sie gar nicht, die uniformierten Regel-befürworter).
6) Keine Ironie, keine Witze!
7) Nicht in der Nähe einer Demonstration sein...
8) Nie etwas böses über die Polizei sagen oder schreiben oder vor Gericht bezeugen (dann kannst du dein testament machen)

Keinen Cent für Euch Mörder!

J.K. 28.11.2001 - 20:19
Na, aber Hallo !
Ihr seid die Elite, von der alle nur träumen können!!

Yes, keinen Cent für die Mörder

Buh 29.11.2001 - 02:54
Die die hier nicht einen Deut verstanden haben, werfen anderen vor, sie würden sofort nach der Polizei schreien. Die, die das System nicht im Ansatz erkannt haben, denken ohne den Knüppel von oben, würden alle wie Barbaren leben? Die die sich ihre kleine schöne Welt jede tag aufs neue schönreden und die auf alle ausgebeuteten und unterdrückten auf der Welt scheissen, ohne sich die zusammenhängen zwischen Deutschem Lohn und Verhungernden Kindern klarzumachen, die sagen wir brauchen halt polizei. In einen Funktionierenden Sozialsystem braucht es keiner Herrschaft und keiner Polizei. In einem gerechten ausgeglichenem system werden die probleme gelöst, da sie nicht existenziell sind. Unser system baut auf ungerechtigkeit auf; DESWEGEN gibt es die Polizei. Wer die Polizei will und für notwendig hält, will ein ungerechtes system (in dem er sich auf der gewinnerseite wähnt) erhalten und das mit gewalt. Schwarz ist der Himmel rot ist die Erde GOLD sind die Hände der Bonzenschweine...

Wie Krank

Zorki 29.11.2001 - 14:05
Groß gebrüllt kleiner Tiger!
Es wäre schön deine Tag- und Wunschträume zu verwirklichen. Wie willst du denn in einer Gesellschaft Leben ohne Regeln? Komme ich Heute nicht dann komme ich Morgen? Willst du Selbsjustiz üben? Wofür ist den die Polizei da, nur um zu Knüppeln und zu Schickanieren?? Sag mal in was für einer Welt lebst Du denn?? Wie willst du denn ein Sozialsystem aufbauen ohne das sich irgendjemand an etwas hält??
Und schaut euch doch mal die Sozialistischen Staaten an, gehen sie nicht langsam alle zugrunde?
Komm Du erstmal dahin, wo ich schon überall hingeschissen habe.
Und selbst in einem Sozialsystem, gibt es immer Leute die Besser gestellt sind, man muß nur wissen wie und aus deiner Behauptung im letzten Satz, spricht doch der blanke Neid! Sei nicht Sauer, aber ich glaubne du bist hier in diesem Land an der falschen Adresse, oder bist du nur hier um Sozialilfe abzuzocken, von den Bürgern die Arbeiten und ihre Steuern zahlen. Ohh entschuldige, wir haben ja kein Sozialsystem.

Gruß Zorki

Putsch in (weiter) Sicht?

Klaus_Koeln 09.12.2001 - 14:02
Bei der Kundgebung wurde vom Sprecher des Bundeswehrverbandes mehrfach deutlich ausgesprochen, was Propagandakünstler wie Fischer mit "Welt-Innenpolitik" und "Kampf gegen Terroristen" verschleiern. Es gibt Krieg, Deutsche Soldaten sind aktuell an der Front, nein, an den Fronten der Kriege.
Zwischen den Zeilen hörte ich die Kritik heraus: Aufgabe der Bundeswehr war bisher die Verteidigung, dafür sind Soldat bereit, ihr Leben einzusetzen. Aber jetzt will sich die Regierung Angriffskriege leisten...
Schonmal überlegt, dass Soldaten vielleicht resistenter gegen die herrschende Propaganda werden, wenn sie einmal die Kriegspolitik live miterlebt haben? Siehe Vietnamveteranen! Unsere Feinde sind nicht Soldaten und Polizei, sondern Leute wie Fischer, die das Vermächtnis unserer Väter: "Von Deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen" zu reduzieren und damit zugleich zu relativieren und zu universalisieren versuchen, mit "Wir haben gesagt NIE WIEDER KRIEG - Wir haben aber auch gesagt, nie wieder Auschwitz..."
Politik beginnt nach C.Schmitt (ihr könnt nun ruhig buuh rufen) mit der klaren Unterscheidung von Freund und Feind. Polizisten und Soldaten sind Knechte, machen keine Politik. Der Feind ist nicht so einfach zu erkennen, doch die Mühe lohnt sich!

Ihr seid alle Menschenhasser!

Kapitalist 20.01.2002 - 21:50
Hallo und Überaschung!

Der Artikel ist ja (noch) im Netz!

Ich habe hier ein paar postings gelesen, die in mir die Erkenntnis gefestigt hat, das ihr alle Menschenhasser seid. Denn was ist ein Soldat reduziert auf das Minimum? Ein Mensch. Der direkte Aufruf zur Gewalt gegen Soldaten, bzw. das Bedauren das Gewalt ausblieb, ist ein Aufruf zur Gewalt gegen Menschen.

Was stempelt einen Menschen zum Mörder? Das Tragen grüner Uniformen? Oder vielleicht Mitglied einer Gruppe oder Partei sein (SED?). Ja? Nein! Ein Mensch ist erst dann ein Mörder, wenn er tatsächlich jemanden getötet hat.

Aber was rege ich mich denn auf. Ich bin warscheinlich einer der ersten, der von euch bei einer Linken Revolution an die wand gestellt wird ;-)

Gruß,
Euer Kapitalist

(schluck!)

Ben 24.02.2002 - 00:58
Mir wird beim Lesen des Artikels und bei einigen Kommentaren ganz schlecht. Schlimm genug eigentlich, daß kaum einer heutzutage weiß, was die Definition eines Mörders ist, und warum weder Soldaten noch Polizisten, falls sie nicht direkt eines Mordes bezichtigt werden, wenn man es logisch betrachtet, als solche bezeichnet werden können.
Die von Euch, die dennoch ohne nachzudenken solche Sprüche klopfen und entspr. Transparente malen, würden mich auch bestimmt auch rechts einstufen. Und nach dem ich immer wieder mit tendenziell eher politisch links eingestellten Leuten vergebens die sachliche Diskussion gesucht habe, frage ich mich, ob es überhaupt einen Zweck hat. Die "guten Linken" (aber nicht immer Gewaltlosen!) sind es, die Soldaten und Polizisten als intolerant bezeichnen, selbst aber absolut intolerant gegenüber "politisch anders Denkenden" (aber bestimmt nicht pauschal Rechten) bleiben. Um wilde, aus der Luft gegriffende Theorien über Beweggründe der Bewerber für den Staatsdienst (welch anzügliches ekliges Wort, Igitt!) aufzustellen, die dann wiederrum mit ebenso windigen "Statistiken" (siehe BGS und Reps weiter oben)zu untermauern. Oder wählt ihr auch die anarchistische Pogo-Partei Deutschlands? Oder unsere neue "Friedenspartei", die PDS? Eine Entscheidung, die heutzutage zugegebnermaßen sehr schwierig ist.
Ich bin übrigens auch so einer von diesen Mördern. Klar, psychisch bin ich ein gewalttätiges alkoholkrankes Wrack, auf gut deutsch ein Arschloch, schlage Frauen und Kinder, bin supernational, warte endlich darauf, nach Afghanistan zu gehen um dort ein bißchen rumzuballern und "für Recht und Ordnung zu sorgen"!
Was ist eigentlich in Eurer Kindheit passiert, daß Ihr Euch diese Denkmuster "Polizei+Streitkräfte=Feind" eingeprägt habt? Was habt Ihr da für schlechte Erfahrungen gemacht? Schon mal daran gedacht, das Solsdaten nicht Urheber des Krieges, Polizisten nicht Urheber einer eskalierenden Demonstration sind? Nicht in einem Rechtsstaat?
Oder glaubt Ihr obendrein, daß wir gar nicht in einem solchen leben?
"Hallo hallo, Realität... wo bist Duu?"
Zynisch ist nicht die Forderung der Staatsbediensteten (oh, schon wieder dieses furchtbare Wort, Ben verstehe doch, Staat ist doch böse!) nach einer im zivilen Vergleich angemessenen Bezahlung. (Polizist kann im Labor arbeiten, um Verbrechen aufzuklären, o.Ä. - Bundeswehrsoldaten sind teilweise spezialisiert auf den Bau von Häusern, die regelmäßig auf dem Balkan von der jeweiligen Gegenpartei niedergebarnnt werden.) Das sie auf die Straße gehen (müssen), ist eigentlich nur traurig.
Zynisch ist nur mal wieder die Sprache der Verfasserin des Artikels.
Sorry, ein bißchen lang, aber einer mußte sich hier auskotzen.