Erklärung der Anti-AKW-Herbstkonferenz
der Herbstkonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung vom 23. bis 25. November in Leipzig haben sich 150 TeilnehmerInnen aus dem bundesweiten Anti-Atomkraft-Spektrum getroffen. Themen waren der Krieg in Afghanistan, der Diskurs um die "innere Sicherheit", die Auswertung vorhandener und eine Neuorientierung auf neue Anti-Atom-Kampagnen.
25.11.01
Herbstkonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung: Die Nutzung der Atomkraft ist immer noch ein politisch relevantes Thema.
AtomkraftgegnerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet beraten über das weitere Vorgehen gegen "normalen" Betrieb von Atomanlagen
Auf der Herbstkonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung vom 23. bis 25. November in Leipzig haben sich 150 TeilnehmerInnen aus dem bundesweiten Anti-Atomkraft-Spektrum getroffen. Themen waren der Krieg in Afghanistan, der Diskurs um die "innere Sicherheit", die Auswertung vorhandener und eine Neuorientierung auf neue Anti-Atom-Kampagnen.
Militärische und "zivile" Nutzung der mörderischen Atomtechnologie sind untrennbar miteinander verbunden. Auch deshalb bleibt die Forderung der Anti-Atomkraft-Bewegung: sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit. Die Herbstkonferenz versteht sich als Teil des Kampfes gegen die äußere und innere Formierung des Kapitals zur Durchsetzung und Sicherung von Herrschaft u.a. mit militärischen und so genannten sicherheitspolitischen Mitteln. Die Herbstkonferenz verurteilt den Angriffskrieg gegen Afghanistan. Er ist Teil dieser Strategie und dient der Durchsetzung geostrategischer Interessen.
In der Diskussion um die Abschaltung der Atomkraftwerke als Konsequenz der Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon lehnt die Herbstkonferenz die Argumente, die sich mit der Forderung nach "innerer Sicherheit" verbinden, ab. Die TeilnehmerInnen der Herbstkonferenz erkennen, dass diese Argumente benutzt werden, um innenpolitisch eine Durchsetzung vorhandener Repressionskonzepte zu beschleunigen.
Stattdessen setzt die Anti-Atomkraft-Bewegung vorhandene Kampagnen gegen die Atommülltransporte in die Plutoniumfabriken (La Hague und Sellafield) und nach Gorleben fort. Wir kritisieren außerdem, dass mit der Atomgesetz-Novelle die Bestandssicherung deutscher Atomkraftwerke und die Garantie des profitablen Weiterbetriebs eine gesetzliche Grundlage erhält. Wir sind weiterhin nicht bereit hinzunehmen, dass mit der Novelle das Restrisiko des Betriebs von Atomanlagen als gesellschaftlich akzeptabel eingestuft wird. Neue Schwerpunkte der Anti-Atomkraft-Bewegung sollen auf die Urantransporte in die Anreicherungsanlage Gronau und auf die Thematisierung der Atommüllgeschäfte mit Osteuropa gesetzt werden. Darüber hinaus wird die stärkere Vernetzung mit anderen Gruppen wie z.B. der Bewegung gegen die neoliberale Globalisierung angestrebt. Um unseren Protest gegen den Krieg auch in praktischen Aktionen zum Ausdruck zu bringen, schlagen wir vor, sich u.a. an den Protesten gegen den EU-Gipfel vom 13.-15.12.2001 bei Brüssel und gegen die Sicherheitskonferenz vom 1.-3.2.2002 in München zu beteiligen. Weiterhin rufen wir dazu auf, des Tschernobyltages am 27.4. 2002 mit Aktionen "zu gedenken", und die Tagung des Atomforums vom 14.-16.5.2002 in Stuttgart nicht reibungslos über die Bühne gehen zu lassen. In den letzten zwei Juniwochen wird es ein internationales Protestcamp gegen das geplante Atomendlager in Bure geben.
Für Rückfragen: 0178/ 28 27 317; 0177/ 77 84 043
Herbstkonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung: Die Nutzung der Atomkraft ist immer noch ein politisch relevantes Thema.
AtomkraftgegnerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet beraten über das weitere Vorgehen gegen "normalen" Betrieb von Atomanlagen
Auf der Herbstkonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung vom 23. bis 25. November in Leipzig haben sich 150 TeilnehmerInnen aus dem bundesweiten Anti-Atomkraft-Spektrum getroffen. Themen waren der Krieg in Afghanistan, der Diskurs um die "innere Sicherheit", die Auswertung vorhandener und eine Neuorientierung auf neue Anti-Atom-Kampagnen.
Militärische und "zivile" Nutzung der mörderischen Atomtechnologie sind untrennbar miteinander verbunden. Auch deshalb bleibt die Forderung der Anti-Atomkraft-Bewegung: sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit. Die Herbstkonferenz versteht sich als Teil des Kampfes gegen die äußere und innere Formierung des Kapitals zur Durchsetzung und Sicherung von Herrschaft u.a. mit militärischen und so genannten sicherheitspolitischen Mitteln. Die Herbstkonferenz verurteilt den Angriffskrieg gegen Afghanistan. Er ist Teil dieser Strategie und dient der Durchsetzung geostrategischer Interessen.
In der Diskussion um die Abschaltung der Atomkraftwerke als Konsequenz der Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon lehnt die Herbstkonferenz die Argumente, die sich mit der Forderung nach "innerer Sicherheit" verbinden, ab. Die TeilnehmerInnen der Herbstkonferenz erkennen, dass diese Argumente benutzt werden, um innenpolitisch eine Durchsetzung vorhandener Repressionskonzepte zu beschleunigen.
Stattdessen setzt die Anti-Atomkraft-Bewegung vorhandene Kampagnen gegen die Atommülltransporte in die Plutoniumfabriken (La Hague und Sellafield) und nach Gorleben fort. Wir kritisieren außerdem, dass mit der Atomgesetz-Novelle die Bestandssicherung deutscher Atomkraftwerke und die Garantie des profitablen Weiterbetriebs eine gesetzliche Grundlage erhält. Wir sind weiterhin nicht bereit hinzunehmen, dass mit der Novelle das Restrisiko des Betriebs von Atomanlagen als gesellschaftlich akzeptabel eingestuft wird. Neue Schwerpunkte der Anti-Atomkraft-Bewegung sollen auf die Urantransporte in die Anreicherungsanlage Gronau und auf die Thematisierung der Atommüllgeschäfte mit Osteuropa gesetzt werden. Darüber hinaus wird die stärkere Vernetzung mit anderen Gruppen wie z.B. der Bewegung gegen die neoliberale Globalisierung angestrebt. Um unseren Protest gegen den Krieg auch in praktischen Aktionen zum Ausdruck zu bringen, schlagen wir vor, sich u.a. an den Protesten gegen den EU-Gipfel vom 13.-15.12.2001 bei Brüssel und gegen die Sicherheitskonferenz vom 1.-3.2.2002 in München zu beteiligen. Weiterhin rufen wir dazu auf, des Tschernobyltages am 27.4. 2002 mit Aktionen "zu gedenken", und die Tagung des Atomforums vom 14.-16.5.2002 in Stuttgart nicht reibungslos über die Bühne gehen zu lassen. In den letzten zwei Juniwochen wird es ein internationales Protestcamp gegen das geplante Atomendlager in Bure geben.
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Ergänzungen
gute ideen
langsam aber sicher ist gorleben ausgereizt, die bullen sind immer mehr herr der lage und neue aktionsorte machen es ihnen schwer, die bewegung zu greifen.
aufruhr, widerstand...