Linke Techies und das Patriarchat
Der linke Mann kämpft gegen vieles, so auch gegen das Patriarchat. Glaubt er zumindest. Doch fast überall, wo wir mit solchen Männern zusammen arbeiten, stellen wir patriarchale Strukturen fest. Das fängt an bei einer geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und hört beim Redeverhalten noch lange nicht auf. Immer wieder gibt es auch sexuelle Übergriffe auf Frauen.
Ein besonderes Ungleichgewicht lässt sich beobachten, seit linke Gruppen verstärkt das Internet nutzen. In vielen Gruppen übernehmen nur Männer technische Aufgaben. Bei Gruppen, die nur im Netz auftreten, sind häufig kaum oder gar keine Frauen beteiligt. Diese Situation birgt die Gefahr eines Backlash im Kampf gegen patriarchale Unterdrückung. Nach jahrzehntelangen Diskussionen über Sexismus und Patriarchat haben viele Männer tatsächlich eine Sensibilität für das Thema entwickelt und Verhaltensweisen geändert. Doch immer wieder müssen Frauen diese Diskussionen einfordern. In vielen internetbasierten Gruppen gibt es jedoch kaum Frauen, die das könnten.
Ein besonderes Ungleichgewicht lässt sich beobachten, seit linke Gruppen verstärkt das Internet nutzen. In vielen Gruppen übernehmen nur Männer technische Aufgaben. Bei Gruppen, die nur im Netz auftreten, sind häufig kaum oder gar keine Frauen beteiligt. Diese Situation birgt die Gefahr eines Backlash im Kampf gegen patriarchale Unterdrückung. Nach jahrzehntelangen Diskussionen über Sexismus und Patriarchat haben viele Männer tatsächlich eine Sensibilität für das Thema entwickelt und Verhaltensweisen geändert. Doch immer wieder müssen Frauen diese Diskussionen einfordern. In vielen internetbasierten Gruppen gibt es jedoch kaum Frauen, die das könnten.
Eine Auseinandersetzung mit dieser Situation ist dringend notwendig, vor allem, da das Internet immer wichtiger für politische Kämpfe wird. Deshalb habe ich einen Fragebogen an über 60 indymedia-Gruppen zum Thema Sexismus und patriarchale Strukturen in ihren Gruppen geschickt. Indymedia ist deswegen ein interessantes Beispiel für eine solche Analyse, weil es sich zum einen um einen weltweiten Zusammenschluss netzbasierter Gruppen handelt. So werden auch Erfahrungen aus anderen Ländern in die Diskussion eingebracht. Zum anderen, weil bei indymedia Antisexismus explizit Programm ist. Insofern war zu hoffen, dass die Gruppen sich mit dem Thema schon beschäftigt und auch sinnvolle Lösungsansätze entwickelt haben. Dieses ist eine erste Auswertung der Antworten, die ich bekommen habe.
Wer irgendwo auf der Welt ein neues indymedia gründen will, erkennt das mission statement als verbindliche Arbeitsgrundlage an. In diesem mission statement im Artikel 2 Punkt 10 haben sich die indymedias verpflichtet gegen Sexismus einzutreten. Gegen Sexismus einzutreten, heißt jedoch auch immer, patriarchale Strukturen in der eigenen Gruppe abzubauen. Ich habe Fragen zum Thema Sexismus und patriarchale Strukturen in indymedia-Gruppen an rund 60 indymedias auf der ganzen Welt verschickt. Die ersten Antworten darauf zeigen, dass hier noch viel zu tun ist.
Viele Indymedia-Gruppen sind von Männern dominiert, mehr noch als wir das ohnehin aus politischen Zusammenhängen kennen. Rund ein Fünftel ist der Anteil der Frauen in vielen Independent Media Centers (IMC), in manchen sogar noch weniger. In anderen linken Gruppen sind es meist ein Drittel, zumindest in Deutschland. Mein Vermutung war, dass dieses Ungleichgewicht mit der starken Techniklastigkeit der IMC-Gruppen zusammenhängt. Computertechnik ist fast überall auf der Welt ein Gebiet, das stark von Männern dominiert ist. Allerdings gibt es große Unterschiede. Während in den Ländern Nord- und Mitteleuropas und in Nordamerika der Prozentsatz von Frauen in Studiengängen wie Informatik> selten über 30 Prozent liegt und in vielen Ländern um die 10 Prozent und drunter, gibt es im Trikont Länder, in denen das Verhältnis ausgeglichen ist.
In den Indymedias spiegelt sich diese gesellschaftliche Situation wieder. Fast überall hat sich eine klare Rollenverteilung herausgebildet: Frauen schreiben, machen Fotos, drehen Videos. Männer machen das auch, aber der Computer bleibt ihre Domain. An manchen Orten ist die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sogar ausgeprägter als im Rest der Gesellschaft. So schreibt ein Aktivist aus San Franciso: "At workplaces where I worked recently in S.F., java programmers are about 80% male and 20% female. In some companies it has been 50-50 (...). In indymedia groups, antiwar groups etc. the gender balance for tech workers seems a lot more male."
Über die Beteiligung von Frauen unterhalten sich indymedia-Frauen auch hier.
Verschiedene Gründe werden genannt, warum die Arbeitsteilung bei indymedia so stark geschlechtspezifisch ist. So glaubt etwa der Aktivist aus San Francisco, dass indymedia vor allem Leute anzieht, die im Bereich Systemadministration gearbeitet haben - ein Feld, das stark von Männern dominiert ist. Viele Frauen finden, dass sie Schwierigkeiten haben, von Männern zu lernen, weil Männer nicht gut erklären können und einen anderen Zugang zum Computer haben. In einer Antwort wurde auch die These aufgestellt, dass indymedia eine ganz bestimmte Sorte von männlichen Aktivisten anzieht: Nämlich solche, die gern die Revolution vom Wohnzimmer aus machen. Während Frauen lieber auf die Straße gingen. Auch das Problem, dass Frauen, wenn sie bei indymedia anfangen, häufig nicht über die gleiche Hardware verfügen, wurde in mehreren Antworten als möglicher Grund für die Dominanz der Männer in technischen Sachen gesehen. Dass die Kosten für Comutertechnik für Frauen und andere ein Problem sein kann, wird auch auf indymedia.org diskutiert.
Wenig erstaunlich ist es, dass in so stark von Männern dominierten Gruppen, sich viele Frauen über patriarchale Strukturen beschweren vom Redeverhalten bis zum Respekt der einzelnen entgegen gebracht wird. In wenigen Gruppen wird oder wurde patriarchales Verhalten thematisiert. In einigen kam es zum Streit darüber, in manchen haben die indies Möglichkeiten gefunden damit umzugehen, in anderen wird noch diskutiert. Es gibt sogar IMCs, in denen es gar keine Frauen mehr gibt, die das einklagen könnten. Einige Frauen äußern Ängste, das Thema überhaupt anzusprechen.
Aber es gibt auch positive Rückmeldungen. Ja, es gibt zumindest drei IMCs, in denen gleich viele Frauen wie Männer arbeiten. Es gibt sogar in einem IMC eine Frau, die programmieren kann. Und es gibt viele Frauen, die schreiben, sie könnten mit den männlichen Indies diese Fragen gut diskutieren. Es gibt auch viele Männer, die geschrieben haben, dass sie sich darüber schon länger Gedanken machen. Zumindest in zwei IMC's wurden Mechanismen entwickelt, um bestimmte Diskriminierungen abzubauen.
Die schwierige Auseinandersetzung mit dem Patriarchat
Ich habe diese "Studie" begonnen, weil ich selbst mit den patriarchalen Strukturen bei indymedia germany nicht klar komme. Leider muss frau dieses leidige Thema in politischen Gruppen immer wieder ansprechen. Dabei fühle ich mich häufig genauso wie eine Indy-Aktivistin aus Großbritannien: "If we become angry about issues of sexism, we become "the nagging female" who always complains. We are the ones who have to raise the issue from time to time, complaining, accusing. I can't tell you how tired I am of that."
Auch die Angst, die einige Frauen geäußert haben, das Thema anzusprechen, kann ich gut verstehen. Denn die Diskussion um patriarchale Strukturen geht häufig an die Substanz. Das meine ich in zweierlei Hinsicht. Erstens auf der Gruppenebene: Leute schreien sich an, Gruppen spalten sich, Freundschaften gehen kaputt. Zweitens auf der individuellen Ebene: Der Geschlechter-Widerspruch trifft uns ganz persönlich. Es sind unsere Genossen, Freunde, Liebhaber, die das Patriarchat mit aufrecht erhalten. Ihnen müssen wir klar machen, das ihr Verhalten Scheiße ist. Häufig haben sie sich aber gut im Patriarchat eingerichtet und wissen, dass ihre Privilegien auf dem Spiel stehen. Wir aber können nicht mit Farbbeuteln auf sie werfen, wie wir es vielleicht bei rassistischen Politikern täten. Oder sie haben Angst. Angst als Sexisten entlarvt zu werden.
Der Kampf gegen das Patriarchat greift also in unser Privatleben ein. Das macht die Auseinandersetzung so schwierig. Wir können ein antirassistisches Programm verfassen und trotzdem besteht der Rassismus in unserer Köpfen und Herzen weiter. Soweit wir keinen Kontakt mit MigrantInnen haben, wird uns dieser Widerspruch nie bewusst, niemand wird ihn entlarven. Die MigrantInnen haben ihre eigenen Organisationen. Zwar kämpfen auch sie täglich mit Rassismus, aber wenn wir nicht ihre besten Freunde sind, betrifft es uns nicht. Wir können eine Petition unterschreiben, die sie uns in die Hände drücken oder mit ihnen auf eine Demo gehen. Mehr brauchen wir nicht zu wissen. Doch beim Geschlechter-Widerspruch geht das nicht so einfach. Vielleicht gibt es deswegen bei vielen eine massive Abwehrhaltung gegen das Thema. Ich habe immer wieder erlebt, dass Leute patriarchales Verhalten nicht als solches benennen wollen. Dazu schreibt eine Aktivistin aus San Francisco: "I get the sense, that most people don't want to label things as "Gender discrimination" - but more people want to deal with it as individual dynamics. There is a reluctancy for women to bring this up, I think for fear of being seen as reactionary. Also, I think the women want to be absolutely positive that it is gender discrimination before calling it that."
Wie stark emotional das Thema besetzt ist, ist mir erneut klar geworden in Auseinandersetzungen mit Männern von indymedia germany. Ich hatte den Eindruck, die Typen dachten, ich wolle sie alle zu Sexisten abstempeln. Mein Eindruck ist, dass nur wenige eine Vorstellung davon haben, was patriarchale Strukturen sind und wie sie funktionieren. Allerdings haben einige auch viel Interesse an diesem Projekt gezeigt und mich dabei unterstützt.
Hier ein paar Aufsätze zum Thema:
Einen guten Überblick über die Mechanismen des patriarchalen Gesellschaftssystems gibt die Schweizer Zeitschrift karnikl
Dass sich patriarchale Strukturen nicht nur gegen Frauen richten, sondern auch gegen Männer beschreibt Utz Anhalt in seinem Aufsatz "In den Stiefeln für's Vaterland gestorben"
Die Konstruktivistin Marianne Krüll geht der Frage nach, ob wir Patriarchat ohne den Begriff der Macht diskutieren können.
In dem Text zum Empowerment von Andreas Speck findet sich der recht interessante Abschnitt "Identitäten der Dominanz: unsichtbare Norm."
Mit männlicher Dominanz setzen sich auch Georg Tillner und Siegfried Kaltenecker in ihrer Arbeit "Offensichtlich männlich" auseinander.
Christian Groschke argumentiert dafür zwischen Patriarchat und Androzentrismus zu unterscheiden.
tja ziemlich viele Texte von Typen, aber auch das liegt wohl dran, dass die ihre Texte eher ins Netz stellen.
Die Umfrage
Ich habe an alle IMCs Fragen zu patriarchalen Strukturen in ihren Gruppen geschickt. Dreizehn Einzelpersonen und zwei Gruppen haben mir bisher geantwortet. Andere IMC's haben geschrieben, dass sie die Fragen in ihren Gruppen diskutieren wollen und dafür noch ein bisschen Zeit brauchen. Viele haben mir Mut gemacht und geschrieben, wie wichtig sie dieses Projekt finden. Ich möchte mich hier bei allen bedanken für Eure ermutigenden Mails und eure tollen Antworten.
Es haben mir Männer wie Frauen geantwortet. Aus den Antworten der Frauen spricht fraglos ein stärkeres Engagement. Aber auch die Antworten der Männer zeigen, dass es eine große Bereitschaft und auch Sensibilität gibt, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Besonders möchte ich mich für die Ehrlichkeit bedanken mit der viele geantwortet haben. Ich denke, dass nur wenn wir ehrlich unsere Gedanken und Gefühle darstellen, wir dem Problem wirklich näher kommen.
Bei den Antworten fällt eins auf: Sie kommen mit zwei Ausnahmen aus Nordamerika, Nord- bzw. Mitteleuropa und Australien. Das könnte teilweise daran liegen, dass ich die IMCs auf Englisch angeschrieben habe. Möglicherweise spiegeln aber auch meine Hypothesen über Beschaffenheit von patriarchalen Strukturen und dementsprechend meine Fragen eine typisch nordamerikanisch-europäische Sichtweise, so dass andere sich darin nicht wieder finden. Ich hoffe, das noch rausfinden zu können.
Aus fast allen Antworten wird deutlich, dass es ein "Gender Problem" gibt. Viele IMCs sehen sich zudem als stark "white" und "middle-class" dominiert. Neben diesen klassischen Widersprüchen wurde außerdem noch genannt, dass auch ältere AktivistInnen in Bezug auf Computertechnologien benachteiligt sind. Als "elitist activist communication system" bezeichnet deswegen eine Aktivistin aus St. Louis indymedia. Ich habe bewusst nur Fragen zu Gender gestellt, weil andere Diskriminierungen mir nicht international vergleichbar schienen: Rassismus in den USA mag noch vergleichbar mit dem in Deutschland sein, in Israel, Indien oder Südafrika stellen sich solche Fragen aber ganz anders.
Ich habe vor, in den nächsten Wochen und Monaten mir verschiedene Themen, die in den Antworten angesprochen werden, herauszugreifen und darüber zu schreiben. Hier schon mal ein paar Ideen:
Frauen am Rechner: Tools not Toys
Konstruktion weiblicher Identitäten: "Alles zu kompliziert!"
Männlich-dominantes Verhalten in linken Gruppen allgemein
Wie laufen Diskussionen über Sexismus und patriarchales Verhalten
Lösungsvorschläge: Wie kann patriarchales Verhalten in Gruppen abgebaut werden
Mitmachen
Aus den Antworten kann man sicher noch viel mehr machen. Vielleicht finden sich ja auch noch andere Leute, denen beim Durchlesen der Antworten Themen einfallen und die darüber schreiben wollen. Wenn Ihr Lust habt an dem Thema zu arbeiten, schickt einfach eine Mail an unsere mailingliste oder wenn Ihr in Berlin wohnt, kommt zu unserem Treffen mittwochs 20 Uhr im Mehringshof.
Um es übersichtlicher zu machen, habe ich die Antworten nach Kontinenten geordnet.
Nordamerika
Europa
Australien
Ich hoffe, dass ich mit dieser Aktion erreiche, dass über das Thema sachlich geredet werden kann. Darum wollte ich es ein bisschen wissenschaftlich angehen, einzelne Aspekte rausgreifen und so eine größere Sensibilität schaffen. Ich hoffe, dass meine Genossin aus Großbritannien nicht Recht hat, wenn sie auf die Frage, was könnte Geschlechtsdiskriminierung minimieren, antwortet: "Brain wash. Revolution."
(dieser Artikel wurde am 22.11.überarbeitet)(dieser Artikel wurde am 27.11. überarbeitet, weil neue Antworten ausgewertet wurden)
Wer irgendwo auf der Welt ein neues indymedia gründen will, erkennt das mission statement als verbindliche Arbeitsgrundlage an. In diesem mission statement im Artikel 2 Punkt 10 haben sich die indymedias verpflichtet gegen Sexismus einzutreten. Gegen Sexismus einzutreten, heißt jedoch auch immer, patriarchale Strukturen in der eigenen Gruppe abzubauen. Ich habe Fragen zum Thema Sexismus und patriarchale Strukturen in indymedia-Gruppen an rund 60 indymedias auf der ganzen Welt verschickt. Die ersten Antworten darauf zeigen, dass hier noch viel zu tun ist.
Viele Indymedia-Gruppen sind von Männern dominiert, mehr noch als wir das ohnehin aus politischen Zusammenhängen kennen. Rund ein Fünftel ist der Anteil der Frauen in vielen Independent Media Centers (IMC), in manchen sogar noch weniger. In anderen linken Gruppen sind es meist ein Drittel, zumindest in Deutschland. Mein Vermutung war, dass dieses Ungleichgewicht mit der starken Techniklastigkeit der IMC-Gruppen zusammenhängt. Computertechnik ist fast überall auf der Welt ein Gebiet, das stark von Männern dominiert ist. Allerdings gibt es große Unterschiede. Während in den Ländern Nord- und Mitteleuropas und in Nordamerika der Prozentsatz von Frauen in Studiengängen wie Informatik> selten über 30 Prozent liegt und in vielen Ländern um die 10 Prozent und drunter, gibt es im Trikont Länder, in denen das Verhältnis ausgeglichen ist.
In den Indymedias spiegelt sich diese gesellschaftliche Situation wieder. Fast überall hat sich eine klare Rollenverteilung herausgebildet: Frauen schreiben, machen Fotos, drehen Videos. Männer machen das auch, aber der Computer bleibt ihre Domain. An manchen Orten ist die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sogar ausgeprägter als im Rest der Gesellschaft. So schreibt ein Aktivist aus San Franciso: "At workplaces where I worked recently in S.F., java programmers are about 80% male and 20% female. In some companies it has been 50-50 (...). In indymedia groups, antiwar groups etc. the gender balance for tech workers seems a lot more male."
Über die Beteiligung von Frauen unterhalten sich indymedia-Frauen auch hier.
Verschiedene Gründe werden genannt, warum die Arbeitsteilung bei indymedia so stark geschlechtspezifisch ist. So glaubt etwa der Aktivist aus San Francisco, dass indymedia vor allem Leute anzieht, die im Bereich Systemadministration gearbeitet haben - ein Feld, das stark von Männern dominiert ist. Viele Frauen finden, dass sie Schwierigkeiten haben, von Männern zu lernen, weil Männer nicht gut erklären können und einen anderen Zugang zum Computer haben. In einer Antwort wurde auch die These aufgestellt, dass indymedia eine ganz bestimmte Sorte von männlichen Aktivisten anzieht: Nämlich solche, die gern die Revolution vom Wohnzimmer aus machen. Während Frauen lieber auf die Straße gingen. Auch das Problem, dass Frauen, wenn sie bei indymedia anfangen, häufig nicht über die gleiche Hardware verfügen, wurde in mehreren Antworten als möglicher Grund für die Dominanz der Männer in technischen Sachen gesehen. Dass die Kosten für Comutertechnik für Frauen und andere ein Problem sein kann, wird auch auf indymedia.org diskutiert.
Wenig erstaunlich ist es, dass in so stark von Männern dominierten Gruppen, sich viele Frauen über patriarchale Strukturen beschweren vom Redeverhalten bis zum Respekt der einzelnen entgegen gebracht wird. In wenigen Gruppen wird oder wurde patriarchales Verhalten thematisiert. In einigen kam es zum Streit darüber, in manchen haben die indies Möglichkeiten gefunden damit umzugehen, in anderen wird noch diskutiert. Es gibt sogar IMCs, in denen es gar keine Frauen mehr gibt, die das einklagen könnten. Einige Frauen äußern Ängste, das Thema überhaupt anzusprechen.
Aber es gibt auch positive Rückmeldungen. Ja, es gibt zumindest drei IMCs, in denen gleich viele Frauen wie Männer arbeiten. Es gibt sogar in einem IMC eine Frau, die programmieren kann. Und es gibt viele Frauen, die schreiben, sie könnten mit den männlichen Indies diese Fragen gut diskutieren. Es gibt auch viele Männer, die geschrieben haben, dass sie sich darüber schon länger Gedanken machen. Zumindest in zwei IMC's wurden Mechanismen entwickelt, um bestimmte Diskriminierungen abzubauen.
Die schwierige Auseinandersetzung mit dem Patriarchat
Ich habe diese "Studie" begonnen, weil ich selbst mit den patriarchalen Strukturen bei indymedia germany nicht klar komme. Leider muss frau dieses leidige Thema in politischen Gruppen immer wieder ansprechen. Dabei fühle ich mich häufig genauso wie eine Indy-Aktivistin aus Großbritannien: "If we become angry about issues of sexism, we become "the nagging female" who always complains. We are the ones who have to raise the issue from time to time, complaining, accusing. I can't tell you how tired I am of that."
Auch die Angst, die einige Frauen geäußert haben, das Thema anzusprechen, kann ich gut verstehen. Denn die Diskussion um patriarchale Strukturen geht häufig an die Substanz. Das meine ich in zweierlei Hinsicht. Erstens auf der Gruppenebene: Leute schreien sich an, Gruppen spalten sich, Freundschaften gehen kaputt. Zweitens auf der individuellen Ebene: Der Geschlechter-Widerspruch trifft uns ganz persönlich. Es sind unsere Genossen, Freunde, Liebhaber, die das Patriarchat mit aufrecht erhalten. Ihnen müssen wir klar machen, das ihr Verhalten Scheiße ist. Häufig haben sie sich aber gut im Patriarchat eingerichtet und wissen, dass ihre Privilegien auf dem Spiel stehen. Wir aber können nicht mit Farbbeuteln auf sie werfen, wie wir es vielleicht bei rassistischen Politikern täten. Oder sie haben Angst. Angst als Sexisten entlarvt zu werden.
Der Kampf gegen das Patriarchat greift also in unser Privatleben ein. Das macht die Auseinandersetzung so schwierig. Wir können ein antirassistisches Programm verfassen und trotzdem besteht der Rassismus in unserer Köpfen und Herzen weiter. Soweit wir keinen Kontakt mit MigrantInnen haben, wird uns dieser Widerspruch nie bewusst, niemand wird ihn entlarven. Die MigrantInnen haben ihre eigenen Organisationen. Zwar kämpfen auch sie täglich mit Rassismus, aber wenn wir nicht ihre besten Freunde sind, betrifft es uns nicht. Wir können eine Petition unterschreiben, die sie uns in die Hände drücken oder mit ihnen auf eine Demo gehen. Mehr brauchen wir nicht zu wissen. Doch beim Geschlechter-Widerspruch geht das nicht so einfach. Vielleicht gibt es deswegen bei vielen eine massive Abwehrhaltung gegen das Thema. Ich habe immer wieder erlebt, dass Leute patriarchales Verhalten nicht als solches benennen wollen. Dazu schreibt eine Aktivistin aus San Francisco: "I get the sense, that most people don't want to label things as "Gender discrimination" - but more people want to deal with it as individual dynamics. There is a reluctancy for women to bring this up, I think for fear of being seen as reactionary. Also, I think the women want to be absolutely positive that it is gender discrimination before calling it that."
Wie stark emotional das Thema besetzt ist, ist mir erneut klar geworden in Auseinandersetzungen mit Männern von indymedia germany. Ich hatte den Eindruck, die Typen dachten, ich wolle sie alle zu Sexisten abstempeln. Mein Eindruck ist, dass nur wenige eine Vorstellung davon haben, was patriarchale Strukturen sind und wie sie funktionieren. Allerdings haben einige auch viel Interesse an diesem Projekt gezeigt und mich dabei unterstützt.
Hier ein paar Aufsätze zum Thema:
Einen guten Überblick über die Mechanismen des patriarchalen Gesellschaftssystems gibt die Schweizer Zeitschrift karnikl
Dass sich patriarchale Strukturen nicht nur gegen Frauen richten, sondern auch gegen Männer beschreibt Utz Anhalt in seinem Aufsatz "In den Stiefeln für's Vaterland gestorben"
Die Konstruktivistin Marianne Krüll geht der Frage nach, ob wir Patriarchat ohne den Begriff der Macht diskutieren können.
In dem Text zum Empowerment von Andreas Speck findet sich der recht interessante Abschnitt "Identitäten der Dominanz: unsichtbare Norm."
Mit männlicher Dominanz setzen sich auch Georg Tillner und Siegfried Kaltenecker in ihrer Arbeit "Offensichtlich männlich" auseinander.
Christian Groschke argumentiert dafür zwischen Patriarchat und Androzentrismus zu unterscheiden.
tja ziemlich viele Texte von Typen, aber auch das liegt wohl dran, dass die ihre Texte eher ins Netz stellen.
Die Umfrage
Ich habe an alle IMCs Fragen zu patriarchalen Strukturen in ihren Gruppen geschickt. Dreizehn Einzelpersonen und zwei Gruppen haben mir bisher geantwortet. Andere IMC's haben geschrieben, dass sie die Fragen in ihren Gruppen diskutieren wollen und dafür noch ein bisschen Zeit brauchen. Viele haben mir Mut gemacht und geschrieben, wie wichtig sie dieses Projekt finden. Ich möchte mich hier bei allen bedanken für Eure ermutigenden Mails und eure tollen Antworten.
Es haben mir Männer wie Frauen geantwortet. Aus den Antworten der Frauen spricht fraglos ein stärkeres Engagement. Aber auch die Antworten der Männer zeigen, dass es eine große Bereitschaft und auch Sensibilität gibt, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Besonders möchte ich mich für die Ehrlichkeit bedanken mit der viele geantwortet haben. Ich denke, dass nur wenn wir ehrlich unsere Gedanken und Gefühle darstellen, wir dem Problem wirklich näher kommen.
Bei den Antworten fällt eins auf: Sie kommen mit zwei Ausnahmen aus Nordamerika, Nord- bzw. Mitteleuropa und Australien. Das könnte teilweise daran liegen, dass ich die IMCs auf Englisch angeschrieben habe. Möglicherweise spiegeln aber auch meine Hypothesen über Beschaffenheit von patriarchalen Strukturen und dementsprechend meine Fragen eine typisch nordamerikanisch-europäische Sichtweise, so dass andere sich darin nicht wieder finden. Ich hoffe, das noch rausfinden zu können.
Aus fast allen Antworten wird deutlich, dass es ein "Gender Problem" gibt. Viele IMCs sehen sich zudem als stark "white" und "middle-class" dominiert. Neben diesen klassischen Widersprüchen wurde außerdem noch genannt, dass auch ältere AktivistInnen in Bezug auf Computertechnologien benachteiligt sind. Als "elitist activist communication system" bezeichnet deswegen eine Aktivistin aus St. Louis indymedia. Ich habe bewusst nur Fragen zu Gender gestellt, weil andere Diskriminierungen mir nicht international vergleichbar schienen: Rassismus in den USA mag noch vergleichbar mit dem in Deutschland sein, in Israel, Indien oder Südafrika stellen sich solche Fragen aber ganz anders.
Ich habe vor, in den nächsten Wochen und Monaten mir verschiedene Themen, die in den Antworten angesprochen werden, herauszugreifen und darüber zu schreiben. Hier schon mal ein paar Ideen:
Frauen am Rechner: Tools not Toys
Konstruktion weiblicher Identitäten: "Alles zu kompliziert!"
Männlich-dominantes Verhalten in linken Gruppen allgemein
Wie laufen Diskussionen über Sexismus und patriarchales Verhalten
Lösungsvorschläge: Wie kann patriarchales Verhalten in Gruppen abgebaut werden
Mitmachen
Aus den Antworten kann man sicher noch viel mehr machen. Vielleicht finden sich ja auch noch andere Leute, denen beim Durchlesen der Antworten Themen einfallen und die darüber schreiben wollen. Wenn Ihr Lust habt an dem Thema zu arbeiten, schickt einfach eine Mail an unsere mailingliste oder wenn Ihr in Berlin wohnt, kommt zu unserem Treffen mittwochs 20 Uhr im Mehringshof.
Um es übersichtlicher zu machen, habe ich die Antworten nach Kontinenten geordnet.
Nordamerika
Europa
Australien
Ich hoffe, dass ich mit dieser Aktion erreiche, dass über das Thema sachlich geredet werden kann. Darum wollte ich es ein bisschen wissenschaftlich angehen, einzelne Aspekte rausgreifen und so eine größere Sensibilität schaffen. Ich hoffe, dass meine Genossin aus Großbritannien nicht Recht hat, wenn sie auf die Frage, was könnte Geschlechtsdiskriminierung minimieren, antwortet: "Brain wash. Revolution."
(dieser Artikel wurde am 22.11.überarbeitet)(dieser Artikel wurde am 27.11. überarbeitet, weil neue Antworten ausgewertet wurden)
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
link kaputt
Ich will nicht unhöflich sein
Gutes Thema
Ehrlich gesagt,ich hab mich nie darüber auseinandergesetzt.
Aber die Admins die ich kenne stöhnen alle,das es zuwenig Frauen gibt mit denen sie sich den Job teilen könnten.Die Kernthese alsda lautet das weibliche Inspiration und abstraktes Querdenken ein Labsal für gestresste netzwerke sei.Oder nur mal angenommen ich bearbeite eine Webseite und Frau mit der gleichen Technik und dem gleichen Wissen tut das ebenfalls.Frau trinkt seit zwei Stunden ihren Milchkaffe während Mann noch lange fluchend vorm Monitor sitzt
nicht besser, aber...
ahahahahaha
Wo bleibt die Eigeninitiative der Frauen?
Gruppen wie Indymedia sind für ALLE offen. Warum kommen mehr Männer als Frauen? Frauen kommen nur dann zahlreich wenn es um Sexismus geht. Ich finde nicht, dass es Aufgabe der Männer ist, Frauen hinterherzurennen, damit diese bei uns mitmachen. Es ist die Aufgabe der Frauen selber ihren Arsch hochzukriegen statt nur zu konsumieren und hinterher rumzunörgeln. Wer nicht mitmacht, wer sich nicht einbringt, darf sich auch nicht beschweren (das bezieht sich auf weibliche Einzelpersonen und Gruppen, die mensch das ganze Jahr nicht hört außer beim rumnörgeln). Aufgabe der Männer ist es lediglich dafür zu sorgen, dass Frauen nicht abgeschreckt werden durch Mackerverhalten, Sexismus etc. Aber so weit kommt es ja meistens nicht weil von Anfang an akuter Frauenmangel herrscht.
Die Ersten Zeilen reichen Mir!
Das war jetzt aber peinlich Nina=Grobi=??
Es gibt viele Probleme
Ich gebe aber auch zu: Aufgedonnerte, agressive Frauen machen mich an - in jeder Werbung. Frauen arbeiten ganz schön am Ware-Mensch-System mit und finden sich noch toll. Und schließlich - das ist das Elend der Sexualität - will Frau ganz dumpf angemacht werden - sonst kein Sex. Als Macho erfolgreich bei Frauen auch in soft-alternativem layout, wenn Du nicht auf die Bilder einsteigst hast Du mit kleinem Bierbauch verloren. Also zum nächsten Chirurg zwecks Bierwampenamputation und dann zur Indymedia-Saturday-Night fete um die weiblichen Power-Vamps kennenzulernen.
Es ist alles hoffnungslos pervers, man sollte die Ansprüche nicht zu hoch schrauben, sondern da anfangen wo Frauen ganz offensichtlich untergebuttert werden. Gewalt gegen Frauen, Kürzung von Frauen- und Mädchenprojekten, Rechtfertigung und Nichtahndung von Vergewaltigungen usw.. Wir haben eine Kultur der Ausbeutung von Sexualität und Durchkommerzialisierung von Beziehungen. Gib doch mal in der Frankfurter Rundschau bei den Bekanntschaftsanzeigen auf "Porsche Fahrer sucht Begleiterin auf Reisen ..." und "Student sucht ..." und stelle fest, was Frauen lieben. Und das macht mich traurig - weil Du dieses Patriachat als Mann mitspielen mußt.
jaja
Männer sind Opfer
Wenn Linke sich und ihre Strukturen nicht permanent selbst reflektieren und kritisieren, sondern sich gegen diese Kritik mit blöden Schimpfereien oder platter Abwehr abschotten, dann ist ihnen wirklich nicht mehr zu helfen. Beim Thema Antisemitismus funktioniert das leider oft ganz ähnlich.
Die Männer-Reaktionen auf die Thematisierung patriarchaler Strukturen sind jedenfalls oft von entlarvender Schlichtheit, siehe oben :-)
Deshalb kann ich das oben vorgestellte Projekt nur begrüßen.
Emanzipieren kannst du dich nur durch Einsatz
Nieder mit der Quoten Diktatur!
Die wurde in der Politik sowieso nur eingeführt, um Unbequeme Altgediente Männer ab zu schiessen, und Weibliche Frischlinge und Kariere Nicker auf Posten zu heben.
oh Gott!
Dann lass dich doch operieren!
FredNinaGrobi
An der Zusammsetzungen von Gewählten
Na und! sammel doch!
Nicht das ich jetzt ein Unmensch bin!
Wo ist!
Es ist Einfach so!
männliche Lächerlichkeit
bitte et=grobi=nina lass es einfach!
Hinweis an die Autorin
Ich seh das anders
Es gibt wenig Frauen die technisch versiert und interessiert sind.
Und unter diesen Frauen gibt es wenige die politisch engagiert sind.
Ich denke es ist Aufgabe der Frauen für mehr Engagement zu werben, wenn sie eine 50/50 Quote für das Ende patriachaler Strukturen halten.
(Abgesehen davon ist es unser aller ie wir hier ein bisschen über den Tellerrand blicken Aufgabe für mehr Engagement bei Frauen UND Männern zu sorgen.)
Nee das System muss ganz einfach geändert!
Heut zu Tage!
bleibt doch bitte konstruktiv...
deine herangehensweise und reflektionen(von wegen euro-perspektive) ist klasse. sehr ermutigend das ganze...
ich finde, daß vor allen dingen ehrlichkeit zwischen männern und frauen angesagt ist. ehrlichkeit über die eigene rolle, die verstricktheit in (hier:) patriarchale strukturen.
ich habe nämlich viel zu oft erlebt wie in diesem zusammenhang ansprüche aneinander oder nur gegenüber sich selbst gestellt wurden, die vollständig abgehoben von der "tatsächlichen" verhaltenstruktur waren. im klartext: die krassesten antipat-losungen ansagen, aber im grunde was emanzipative entwicklung angeht ganz am anfang stehen.
was computerkacke angeht, gibt es - glaube ich - eine fatale dynamik zwischen der subjektlosen kommunikation computer (tagelang vor´m bildschirm hängen und keine "wirklichen" interpersonalen konfrontationen erleben), der typischen männlichen computersozialisation (computerspiele und dann programmieren...is nur ne vermutung) und dem notwendigen gegenseitigen anspruch, informationstechnologie gemeinsam für emazipative dinge zu nutzen.
die frage ist: wo komm ich her? und wie stark habe ich mich schon von meiner sozialisation gelöst? und wie stark reproduziert die abstrakte, technisierte, effektive, rationale copmuterkacke verhaltensweisen und -strukturen, die ich eigentlich loswerden will?
fight the system!-fight myself?
viel kraft euch allen da draussen
!Pasaremos!
ein ex-computer-spiel-junkie mit linkem label
Brainwashing
Was das Ganze noch komplizierter macht: Frauen sind es auch, die das Patriarchat mit aufrecht erhalten. "Wir" haben uns im Patriarchat genauso eingerichtet wie "die Männer", und
auch wir wirken jeden Tag daran mit, dass das Geschlechterverhältnis so bleibt wie es ist, ob wir das jetzt wollen oder nicht. Vielleicht bringt es aber was, sich das immer wieder klar zu machen und sowohl das Verhalten anderer als auch das eigene immer wieder darauf zu
überprüfen, ob ich nicht wieder mal zur Zementierung des Patriarchats beitrage. Und wenn ja, wie ich das ändern könnte. Dass das anstrengend und nervig ist, steht wohl außer Frage. Aber wir sollten es zumindest versuchen, ansonsten muss ich leider der Frau aus GB
zustimmen, dass da wohl nur noch brainwashing hilft.
Indymedia patriarchalisch ????
In Afghanistan gibt es sowohl unter den Taliban als auch unter der Nordallianz patriarchalische Strukturen. Etwas Vergleichbares finde ich bei Indymedia beim besten Willen nicht. Hier schreiben doch dauernd Frauen... Wo wurde hier jemals weibliche Meinung unterdrückt oder behindert?
Sicher haben viele Männer "patriarchale" Verhaltensweisen (wie du es nennst). Doch viele Frauen sind hier auch nicht besser.... Die Meinung, das Weibliche wäre irgendwie verlässlicher, besser ist ein Unfug der tagtäglich von der Realität widerlegt wird (vgl. z.B. Abstimmung zum Kriegseinsatz der Bundeswehr).
action!
legt los
kommt in scharen
und bringt euch ein
mit allem was ihr
könnt und fühlt und wollt
oder anders: prozentuale "schieflagen" bezeichnen momentane zustaende. zustaende sind nicht statisch, sondern veraenderbar. daher ist die feststellung einer tatsache ein schritt auf dem weg der veraenderung. ich wuerde gerne folgende frage stellen: warum halten sich frauen hier zurueck? und die frage: welche zustaende hindern frauen daran, sich "einzuklinken"?
Hi Blue
(muss gestehen, er bestätigt auch meine Vermutung/Befürchtung).
Anscheinend besteht ja auch ein großes Diskussionsbedürfnis (es sind ja schon ziemlich viele Kommentare reingekommen).
Ich halte so eine Art der Auseinandersetzung für lebensnotwichtig dafür, wie glaubwürdig linke Orte sich für mich darstellen. Ich meine, die Leute können noch so revolutionär daherreden und 1000e Bücher konsummiert haben und reproduzieren am Ende in Gesprächen, Freundschaften usw. Herr-schaftsstrukturen, prollen rum, versuchen sich selbst darzustellen und zu profilieren. Wenn ich mir linke Zusammenhänge angucke, dann schau ich mir immer auch an, wie die Leute letztendlich miteinander umgehen und ob/wie die das leben, was sie die ganze Zeit labern.
Deshalb kann ich Dich nur unterstützen, weiterzumachen und Dir jede Menge Props rüberschicken.
Ich merke allerdings auch, dass ich teilweise bei den Kommentaren entnervt und gelangweilt und frustriert und, ja, streckenweise auch aggressiv werde.
Es sind doch immer wieder die gleichen undurchdachten, naiven, paranoiden Kommentare, die immer kommen. Interessant, dass es immer noch Personen in der Linken gibt, die um diese Diskussion herumkommen. Ich finde es total stark von Dir, dass Du Dich auch in eine gemischtgeschlechtliche Diskussion wagst. Ich weiss, dass das total wichtig ist, sich auch mit Männern darüber zu unterhalten, aber es ist mir einfach zu anstrengend, so oft mit dem Erklären bei 0 anzufangen. Ich erwarte , dass diese Leute Geschlecht und Sexismus einfach als politisches und zwischenmenschlich wichtiges Thema akzeptieren und sich gleichwertig mit anderen Themen wie mit diesem auseinandersetzen. Außerdem empfinde ich es auch jedes mal als desillusionierung, wenn Leute, die doch angeblich gleiche Ziele wie ich haben, in ihren Beziehungen und bei diesem Thema von ihren Einstellungen her spießiger als meine Großeltern daherreden und leben.
Na ja, aber es gibt auch Männer, die sich damit auseinandersetzen. ... Ich finde es jedenfalls gut, was Du machst. Ich kann Dir nur empfehlen, Dich nicht auf die Rechtfertigungsschiene schieben zu lassen. Das ist nur zermürbend.
Also bis denne
tan
(Mir ist übrigens gerade in letzter Zeit aufgefallen, dass in Bezug auf den A~krieg aus Frauen-, bzw. feministischer Sichtweise sehr wenig geschrieben wurde. )
No End und nix dazugelernt
SchülerInnen aller LänderInnen
Linksschreibung
Spielwiese
Konkred Saul
Geistige Blähungen
Wrong Place
--
und - mal abgesehen von ein paar doofen kommentaren - bin ich positiv überrascht von der hier geführten diskussion. das liegt vielleicht daran, dass ich sonst (fast) nie indymedia.de anschaue, sondern nur indymedia.ch. auf jeden fall sind dort die diskussionen, sobald sie um sexismus / homophobie gehen, schrecklich. es sind eigentlich gar keine diskussionen! so auch die reaktionen (bis jetzt) auf die "studie" von blue (siehe
sobald eine frau was gegen sexismus schreibt, wird sie als männerhasserin abgestempelt, sobald sich eine frau mit dem beitrag einer anderen frau solidarisch zeigt, wird es als "ihr frauen steckt eh alle unter eine decke" abgetan und "ach je ihr arme frauen" nicht ernstgenommen (und ich lasse die beschimpfungen weg). was sich eigentlich so zeigt, ist männerbündelei, aber das will keiner wahrnehmen. es gibt fast keine männer, die sich da einmischen (ausser um ihre männlichkeit zu verteidigen). und das finde ich ein weiteres problem: das prinzip von indymedia ist ja, dass alle selber was posten können. und (zumindest auf indymedia.ch) sind es ganz klar viel mehr männer, die es tun. ich bin aber überzeugt, dass viele frauen auf die indymedia-seite gehen und dass es dann nicht an technische unsicherheiten liegt, wenn frauen nichts publizieren, sondern vielleicht auch daran, das es ihnen ablöscht, wenn nur sexistische beiträge erscheinen. und da finde ich, müsste indymedia auch mehr intervenieren und stellungbeziehen, damit es nicht als allgemeiner konsens daherkommt.
ich fragem ich oft, warum informatik so als männerdomäne gilt und es tatsächlich auch hier in europa so wenig computerspezialistinnen gibt. habe auch oft erlebt, dass frauen sich auf diesem gebiet weniger zutrauen. in der schule, im computer-unterricht war es auch so, dass ich die einzige frau war, die sich getraut hat, einfach auszuprobieren und die auch noch spass daran hatte. typen hatten wesentlich weniger angst und machten auch viel mehr fehler - haben aber so eine menge gelernt. da wir nur 1 compi für 2 hatten, war klar wer gemacht und wer zugeschaut hat(es ist übrigens schon über 10 jahre her und die meisten von uns hatten keinen computer zuhause und somit keine erfahrungen). das erklären die einen mit den weiblichen (=emotionalen) und männlichen (=rationalen) eigenschaften, was biologistisch blödsinn ist. es liegt viel mehr daran, dass es noch vor dem ersten kurs klar war, dass es so rauskommt, wie es auch klar ist, dass buben besser rechnen können und mädchen immer weinen. ich habe mal eine studie gelesen über schulunterricht und wer wann wieviel aufmerksamkeit bekommt. und es kam ganz klar raus, dass buben ganz allgemein mehr redezeit kriegen, öfters dran kommen und mädchen in ihren "sozialen fähigkeiten" gefördert werden. und da fängt es an.
was ich schreibe kommt mir ein bisschen platt vor, aber es scheint mir wichtig, dass in errinerung zu rufen, da ein paar beiträge finden, es sei das problem der frauen, wenn sie nicht zu indymedia gehen. übrigens finde ich nicht, dass es die männer sind, die alles lösen sollen und wir frauen, arme opfer, da warten bis die helden kommen und uns befreien - und auch die studie von blue geht überhaupt nicht in diese richtung. mich stört auch immer wieder, dass nebst der tatsache, dass es aufgabe der frauen ist, sexismus zu thematisieren, es auch noch ihre aufgaben ist, eine patentlösung dazu zu bringen.
und zum guten letzt noch eine bemerkung zum geschlechterverhältnis linke gruppierungen allgemein: ich kenne die situation in deutschland nicht, sie ist aber wahrscheinlich ähnlich wie in der schweiz: es gibt gemischte gruppen mit wenig frauen und andere mit vielen (z.t. weit über 50%) - und das liegt weniger an den themen, als an der gruppendynamik. zudem gibt es auch frauenlesbengruppen - oder zählen diese gruppen nicht? auffallend ist, dass nach wie vor vor allem frauen die hintergrundsarbeit leisten und somit für das erhalten der strukturen zuständig sind.
Feministinnen küssen besser!
Feministinnen
ungeschminkte männer
die meisten männer hier in dieser diskussion scheinen ein ganz grosses bedürfnis zu haben, ihren sexismus hier nun jetzt-erst-recht ganz besonders dummdreist auszuleben.
die oberen beiträge sprechen in ihrer peinlichkeit für sich.
blue hat eine hervorragende recherche begonnen, die in ihrer ausführlichkeit und ihrer transparenz in dieser szene bisher einmalig ist. GROSSES LOB! warum steht dieser text nur so klein in der rechten spalte und nicht phett in der mitte?
änderungen am artikel
Patriarchat virtuell
das ist garnicht so leicht. nicht etwa, weil uns eine auseinadersetzung mit patriarchalen verhaltensweisen schwer fallen würde, sondern weil uns zur existenz des patriarchats in unserem agitationsraum einige grundlagen fehlen.
im netz ist es schwer, sich gegenüber einem anderen wesen geschlechtsspezifisch zu verhalten, weil das geschlecht nicht bekannt sein muss (und das finde ich auch nicht wichtig). ich könnte nicht sagen, ob es bei uns männer oder frauen gibt, eine geschlechtsdifferenzierte betrachtubgsweise des gegenübers ist nicht möglich, was ich auch gut finde, da es keinen konkreten unterschied zischen männern und frauen gibt, der uns betreffen würde. (folglich ist jegliche differenzierung zwischen konstruerten begriffen wie "homosexualität" und "heterosexualität" eigentlich quatsch, es kann nur eine differnezierung zwischen sexualität und nicht-sexualität geben, aber das is ein anderes thema).
das netz bietet die grundlage für eine nicht-geschlechtsspezifizierte betrachtung des gegenübers, fraglich ist nur, wie und ob diese möglichkeit genutzt wird.
!yetzt
A little over-doing, isn´t it?
invertierung!=aufhebung
in meinen augen ist es immanent wichtig, sich die den systemen und mechanismen innewohnenden strukturen und zwänge vor augen zu führen, das schließt sexismus natürlich ein. ziel der ganzen beschäftigung sollte natürlich nicht abstrakter dings diese beschäftigung selbst sein, sondern die aufhebung von zwängen und unfreiheiten.
manchmal stößt mir etwas übel auf, daß feminismus in unreflektierter ausprägung letzten endes auch nichts anderes darstellt als sexismus, nur eben einen invertierten. das macht für mihc gelegentlich die auseinandersetzung mit dem thema unfruchtbar und ermüdend. solange menschen ihr geschlecht als integralen bestandteil ihrer persönlichkeitsdefinition ansehen, ist in diesem spiel für mich kein punkt zu machen.
hmm... eigentlich dachte ich, ich hätte mehr zu sagen. selbstüberschätzung. naja, dann nochmal ne zusammenfassung: misstände gehören abgeschafft, nicht invertiert oder gespiegelt. geschlecht als kategorie ist obsolet, wie überhaupt jede kategorisierung.
Lazarus Amen.
Sexismus nicht gleich Patriarchat
Selbstverständlich ist Sexismus nicht gleich Patriarchat, und um noch weiter zu differenzieren: unter patriarchalen Strukturen, verstehe ich auch etwas anderes als unter patriarchalem Verhalten. Ich wollte dazu eigentlich noch Definitionen in den Text schreiben, fand es dann aber netter, zu Texten zu verlinken, die sich damit beschäftigen.
Zu der angeblichen Falschinfo: Dort findest Du einen Link zu Statistiken. Dort stehen ganz erstaunliche Sachen, z.B. waren 1993 ausgerechnet in Kuwait 65% der Informatikstudis Frauen. Dass das Verhältnis in einem Land Europas ausgeglichen sei, schreibe ich übrigens nicht - das ist tatsächlich nicht so.
Empfehle Lektüre der Gegenseite...
zum Thema Sexismus-Debatte in der Linken empfehle ich den aktuellen hessischen Verfassungsschutz-Bericht 2000. Den gibt es auf Bestellung im Internet kostenlos per Post. Dort stellen die Hessen fest, dass die Linke sich grösstenteils mit Sexismus-Debatten selbst beschäftigt, sich spaltet, wichtige Personen aufgrund dessen ausschliesst. Und daher zur Zeit wenig gesellschaftliche Wirkung entfaltet.
Ist doch recht spannend...
Wenn es so einfach ist, dann würde ich so gezielt Spaltungspolitik betreiben. Zwei oder drei durchgeknallte Frauen oder Männer scheinen ja auszureichen, um mit dumpfen Schreiben linksradikale Zeitungen bundesweit immer wieder neu zu füllen.
Zeitreise
Meine Meinung: Die Autorin will uns verarschen, die patriarchalischen Argumente sind vorgeschoben und ein typisch weibliches Machtinstrument (wie Tränen auf grünen Parteitagen). Sie baut diese typische Frauen sind bemitleidenswert Front auf, die ja anscheinend nicht weiter hinterfragt werden muß.
Ignoriert den Mist doch einfach, Frauen sind im Internet NICHT benachteiligt. Sie wollen in vielen Bereichen andere Dinge als Männer. Die männliche Darstellungsart ist zu 100% genauso berechtigt wie die weibliche (daß beides meist primitiv ist muß wohl nicht extra erwähnt werden).
Artikel in der taz
Gebildete Frauen finden schwerer Liebhaber, weil zu wenig Männer Chef werden wollen. Oder was meinen Sie?
Forum
Gruss, MK
@querdenken
Historische Randnotiz
Konrad Duden hat gesagt
Zeitreise
Scheisse die hochkommt
- Der Text ist wohl nicht mit den dümpfen Pamphleten einer Interim zu vergleichen, ist schon differenzierter und auch Angebot zu ehrlicher Diskussion
- Es ist auch Abhängig, wie Mann reagiert, obs stumpf und wie befürchtet wird oder nicht.
Bisher sehe ich keine Anzeichen daß bei Indy irgendwas in die Richtung schief läuft. ...
(Pastoren, Friseure, Lehrer etc.), aber auch das Freizeit- verhalten (Autofahren, Sport, Rauchen ...). Ergebnis dieser Bestrebungen scheint mir zu sein, dass Frauen inzwischen ein gut Teil der Lebens- und Verhaltensweisen der Männer über-
nommen haben, die Männer sich aber ihrerseits immer wieder
neue Tätigkeitsfelder erschliessen, u.a. die virtuellen Welten der Computer. Solange die technische Forschung und Entwicklung überwiegend von Männern betrieben wird, werden
Frauen dem (inzwischen reichlich pervertierten) Fortschritt
stets und ständig hinterherlaufen.
Was ich damit ausdrücken will ist, solange weibliche "Eman- zipation nur darin besteht, männliche Verhaltensweisen und
techn. Entwicklungen zu übernehmen, wird es keine Gleich- berechtigung der Geschlechter geben, sondern allenfalls einen steten Wettlauf um privilegierte Stellungen in der Gesellschaft. Das immer noch ungelöste Problem scheint mir zu sein: was stellen Frauen dem inzwischen zur existenz- bedrohenden Gefahr gewordenen Forscherdrang der Männer ent- gegen? Es ist allzu bekannt, dass unser Gesellschaftssystem "weiblicher Werte" zur Bewahrung des Lebens immer dringender bedarf. In einer männlich domierten Gesellschaft sind For- schung, Entwicklung und Wirtschaft in erster Linie Selbst- zweck und damit tatsächlich genausowenig aufzuhalten, wie
das Saufen eines Alkoholikers. Gesellchaftssysteme mit paritätischer Teilung der Macht zwischen Männern und Frauen können diesen verselbständigten Fortschritt evtl. aufhalten oder wenigstens in "überlebensrichtige" Richtungen lenken.
Was hindert Frauen eigentlich daran, z.B. das Internet viel stärker als bisher für die Übermittlung *ihrer* Botschaft, *ihrer* Weisheit zu nutzen? Ist es ein genereller Vorbehalt gegen (überwiegend) von Männern erschaffene (und damit durchaus "männliche") Technik? Welche anderen Möglichkeiten
haben sie aber, *ihre* Ideen rüberzubringen? Ich glaube, da
sind die Frauen jetzt in erster Linie selbst gefragt.
Weltkrieg..
there is a world war going on, in which our activist brothers and sisters are being arrested and held as "terrorists", and this is a time to discuss female non-participation in tech groups? i don´t think so. i don´t think the fact that indy-types are willing to spend hours and hours coding the infrastructure of our movement should be subject to criticism and suspicion from feminists. get real -- a person, even a girl, is herself responsible for the kind of skills and competence she wants to have in her toolbox. if she finds the computer a dead and boring thing, or something she decides to be afraid of, that´s her choice. if on the other hand she sees the importance of electronic communication for our movement and makes an effort to empower herself, then of course she´ll be warmly welcomed in the indymedia tech groups. or can you honestly visualise a group of tech geeks telling a php-fluent girl that they don´t want her company in the tech group?! i know i can´t, so please..... we need you girls in our movement, but we don´t want you to spend all your time and energy on imagined problems that can only be seen if you look reeeaaally hard for them.....
ach saul,
saul halts maul!! sexisten raus aus linken zusammenhängen!
kleine matschbirne
wie geht´s richtig?
es ist ziemlich schwer, eine balance zu finden, zwischen blossem support und bevormundung. mal angenommen, es waere sinnvoll, dass bestimmte typen ihr wissen ueber technologie etc weitergeben, in welcher weise koennte das denn passieren, ohne dass gleich wieder ein repressives klima entsteht?
vielleicht geht es ja gar nicht und die frauen muessen (duerfen) ihre technische weiterbildung untereinander betreiben?
[einige forumsbeitraege nerven uebrigens sehr. ich weiss, das ist unter anderem das indymedia-konzept der offenheit. aber vielleicht wuerde es dem forum guttun, wenn man sich - wie mittlerweile auch bei telepolis -
registrieren muesste.]
Blüten des Definitionsrechts
sensibel
Gäääähn
IHR HABT PROBLEME?
Patriarchismuskritik
Und schrei nicht so rum von wegen raus aus linken Zusammenhängen.Aus welchen Zusammenhang willst du mich rausschmeißen?+GGGGGG+
der gewünschte link
Um was gehts?
Sorry Blue...
Forget about the Movement
Forget about fascism, forget about the Movement..... 50% girls in Indymedia now! Let´s all lay down our good work until we´ve reached this most important goal of Equal Representation in all groups and subgroups of Indymedia..... And THEN, then we can start saving what´s left of the free world from the massive attack of fascism..... Great idea, thank you BLUE. [Kinder, Küche, Kirche sound good in your ears?]
an manchen Unis gibt es diese diskriminierenden "computer für Frauen" - Kurse. Ich denke, jeder kann machen, was ihm Spass macht. Frauen, die ihren persönlcihen rückstand aufholen wollen, können das ja tun. Online interessiert sich keiner für deine Hautfarbe, dein Geschlecht, whatever.
Richtig ist, dass Frauen noch nicht in dem wünschenswerten Umfang an anspruchsvollen IT-Arbeiten wie Programmierung und Sysadmintätigkeiten partizipieren, aber das liegt nicht daran, dass chancen verbaut würden.
Zum Thema der weiblichen "Nachrüstung" siehe auch Patricia Jung "Von der Küche an den Kernel":
bzw.
Ansonsten ist mein Verständnis von Emanzipation sich nicht krampfhaft an männlichen Wertmassstäben zu orientieren, sondern sich selsbt zu entfalten. Das Internet bietet da viele Möglichkeiten und lädt (fast) alle ein. Die wirklich diskriminierten sind die Älteren und die Bewohner armer Länder. Letzteren kann mit freier Software jedenfalls ein Beitrag zur nutzenumverteilung geleistet werden, während mit proprietärer Software (Patentknechtschaft) Ausbeutung armer Länder betrieben wird.
Weist du was! mache genauso wie die Männer
Männer
Gott...muss euch langweilig sein...
Oh gott - Hilf!
Indymedia ist wertvoll: das Projekt ist d a s Mahnmal für die Grenzen der Aufklärung. It made me feel alone again.
wende mich gott zu, der sagt wenigstens nichts und nichts falsches = glück. na ja vielleicht tuts auch ein dackel.
Tschühüss
Genau abisag, was du als Psychobedürftig
Darf ich mal Sexistisch sein?
Pseudolinke Parolen
Wenigstens eine Diskussion
Na ja, - wenigstens findet einen Diskussion statt. Aber was vieleicht noch zu sagen wäre, wenn wir den Sexsismus abbauen wollen, dann müssen wir am gleichen Strang ziehen, und das heißt nicht, daß sich alle Männer bei dieser Diskussion zusammentun, um sich dann total angegriffen und ungercht behandelt zu fühlen.
Was hat denn Frauenbewegung
Ich will das Üble Thema Vergewaltigung auch
Da sag ich nur Besenkammer Samenraub
Minderheitenscheiß
Wie wir miteinander ungehen
...oder warum Diskussionen in der Linken unmöglich sind. Was mir auffällt ist die extreme Einseitigkeit
der Positionen und die Generalisierungen. Es gibt kaum Kommentare, die irgendetwas gehaltvolles
beinhalten. Das Probelm an der Linken in Deutschland ist, daß es nicht um die Lösungen von Problemen
oder ein Finden einer gemeinsamen Basis geht. Es geht darum, recht zu haben. (Also nichts mit dem Streben nach...) Mittel dazu sind Rhetorik,
Unterstellungen, Uminterpretationen und Generalisierungen. Argumente und versuchte Objektivität gibts
überall, doch nicht hier.
Ich bin auch lange genug in linken Zusammenängen um zu merken, daß wenn hier was läuft, dann als
Konfrontation, rein theoretische Auseinadersetzung oder vekrampft. Oft fügen sich auch (oder
gerade?) linke Leute in ihre Rollen. Viele Frauen machen freiwillig "ihre Aufgaben" und die Typen die
anderen. Oft verhindern aber die Typen auch (un?)bewusst, daß Frauen mal was anderes als Vokü,
Peutzen, Basteln machen. Hier sind wenn, dann beide Seiten gefragt: Typen, die sich ihre Rolle bewusst
machen sollten und mehr reflektieren sollten wie sie gerade mal wieder dominieren und Frauen, die sich mehr
überlegen sollten, was sie eigentlich warum machen und daß ein "das kann ich eh nicht" genau das Gegenteil
von Emanzipation ist. Da können wir noch 1000 Jahre drüber diskutieren - solange es nur auf der
Ebene abläuft, die anderen für Schuldig zu befinden, wird es nie eine positive Veränderung geben. Die
Patriachatsdebatte der Linken bisher war eigentlich nie wirklich auf Lösung ausgerichtet.
friede! friede!
Mensch kann nur so schreiben wie Du, wenn mensch "Diskussionen" nur auf einer strukturellen Ebene betrachtet. Du kannst auch mit den schlimmsten Sexisten (hier) auskommen, aber mit Inhalten hat das nichts mehr zu tun. Eher mit Harmoniesucht.
Auch ich rufe jetzt Gott an, schon als dritter oder vierter.
friede! friede!
Mensch kann nur so schreiben wie Du, wenn mensch "Diskussionen" nur auf einer strukturellen Ebene betrachtet. Du kannst auch mit den schlimmsten Sexisten (hier) auskommen, aber mit Inhalten hat das nichts mehr zu tun. Eher mit Harmoniesucht.
Auch ich rufe jetzt Gott an, schon als dritter oder vierter.
(hallo...halloo?)
Crossover Conference
Nichtsdestotrotz ein KONSTRUKTIVER Beitrag, damit Leute, die nicht nur einen kleinen Straßenschlachtabenteurerindianajones markieren wollen vielleicht eine interessante Anregung mitnehmen können.
Einladung zur
Crossover Conference
des Antiracist Antisexist Summer Camp Project
17.-20. Januar 2002, Bremen
.
Intro:
Wir gehen davon aus, dass saemtliche Macht- und Herrschaftsverhaeltnisse aufs engste miteinander verzahnt sind.
Deshalb machen wir u.a. Nation, Patriarchat, Kapitalismus, Heterosexismus, Antisemitismus und Rassismus in ihren Verschraenkungen zum Thema.
Es geht uns dabei darum, neue Widerstandsperspektiven zu eroeffnen.
Wir wollen uns auf dem Treffen mit Herstellungsprozessen verschiedener Dimensionen von Identitaet (z.B. Geschlecht, Ethnizitaet, Klasse) beschaeftigen. Was haben diese mit Macht, Herrschaft und Widerstand zu tun? Dieser und vielen anderen Fragen wollen wir in workshops nachgehen.
In einigen workshops wird hauptsaechlich geredet, in anderen performt, geuebt...
Ziel des Treffens ist, Leute aus unterschiedlichen politischen Richtungen zusammenzubringen, Schnittstellen zu finden, neue Buendnisse zu schaffen, an Interventionsformen zu arbeiten und damit neue Impulse fuer eine radikale, emanzipatorische, libertaere, linke& politische Praxis zu geben.
Ihr seid herzlich eingeladen !
Antiracist Antisexist Summer Camp Project
Workshops:
Zweigeschlechtlichkeit, sexuelle Gewalt, Militaer und Krieg.
Perspektiven eines antipatriarchalen Antikriegswiderstands.
Mit Samira Fansa, Berlin.
Innere Sicherheit, Ethnisierung und Kriminalisierung.
Rassistische Mobilisierung nach dem 11. September 2001.
Mit Hito Steyerl, Berlin.
Das Gestohlene stehlen.
Ein Aktionsworkshop ueber die Wiederaneignung des weiblichen Koerpers.
Mit den Siostry Frankenstein, Warschau
Kinderspiele.
Und raus bist du. Ein Workshop ueber Ausschluesse.
Mit den Siostry Frankenstein, Warschau.
Radical Cheerleading, Pink Silver, Konfrontation - Chancen und Grenzen.
Ein Aktionsworkshop mit den emancypunx, Warschau und N.N., Bremen.
Eine neue Sicht auf Prostitution, Frauenhandel und Gesellschaft.
Mit Ewa Majewska und Joanna Garnier von La Strada, Warschau.
Geschlecht schlaegt Klasse. Oder: Im Bordell sind alle Maenner gleich.
Workshop zu Prostitutionskunden.
Mit Crazy Horse, Bremen.
Postmoderne, Bildungsbuergerlichkeit und Klassenherkunft.
Mit Erich Landrocker, Muenster.
Schwul oder queer oder was?
Fragen aus dem Homoland.
Ein 10 Jahre altes Projekt stellt sich vor.
Differenzen in Sexualitaeten und Maennlichkeiten.
Mit der AG Sexualitaeten und Maennlichkeiten, Berlin.
Was ist normal?
Der Koerper im Diskurs um Behinderung und Normalisierung.
Mit Anja Tervooren, Berlin und Rebecca Maskos, Bremen.
Patriarchat und Antisemitismus - Suchbewegungen.
Mit Tanja Berg, Berlin und Gregor Samsa, Bremen.
Wechselnde Perspektiven.
Debatten um Identitaet und Differenz: Folgen fuer feministisch-antirassistische Handlungsfaehigkeit.
Mit Anette Dietrich, Andrea Nachtigall und Ronja Eberle, Berlin.
Grenzueberschreitungen und kulturelle Mischformen als antirassistischer Widerstand?
Mit Umut Erel, Hamburg.
Postkoloniale Kritik und Queer Politics.
Zu Grenzregimes, Subalternitaet und Widerstand.
Mit Encarnacion Gutierrez Rodriguez, Hamburg.
Reproduktionskonten-Onlinebanking: Sexualitaet, greencard und die Liebe zur Arbeit.
Mit Renate Lorenz, Pauline Boudry und Brigitta Kuster, Berlin.
Unternimm dich selbst.
Gouvernementalitaet sexueller und gender-Dis-/Identifikationen.
Mit Katharina Pühl & Queer N.N., Frankfurt/Main.
Subjektivitaet im Neoliberalismus.
Szenen aus dem Film ´Billy Elliot´ als Einstieg zur Diskussion über eine neue Form des Kapitalismus und deren Auswirkungen auf das eigene Leben.
Mit Nancy Wagenknecht, Berlin.
Das strategische Schweigen - GeschlechterVerhaeltnisse der Globalisierung.
Mit Ariane Brenssell, Berlin.
Frauen, Flucht und Migration.
Mit N.N.
Filme:
Once were Warriors.
High Art.
La difference.
The Battle of Tuntenhaus.
No Border No Nation.
Die letzten Männer.
Digo? Soll ich´s sagen?
Unsichtbare Hausarbeiterinnen.
Wir sind schon da!
Performing the Border.
Zwitterterrorisiert.
Ausstellung:
"Bilder aus dem Transitberich"
Informationen zum Programm der Eroeffnungsgala und Updates zum Workshop- und Filmprogramm gibt es auf unserer web site www.summercamp.squat.net.
Zeitplan:
Donnerstag 17.1.
Ab 18 Uhr Check-in
20 Uhr Eroeffnungsgala
Freitag 18.1.
10-11 Fruehstueck
11-15 Workshops
15-17 Pause
17-18 Essen
18-22 Workshops
Samstag 19.1.
10-11 Fruehstueck
11-15 Workshops
15-17 Pause
17-18 Essen
18-22 Open Space + Workshops
22- Party
Sonntag 20.1.
10-11 Fruehstueck
11-15 Synthese- und Perspektiv-Workshops
ab 15 Uhr Abreise
Check-in und Infozentrale:
"Paradox", Berhardstrasse 12, 28203 Bremen.
Der Weg dorthin vom Bahnhof aus:
Aus dem Bahhof rausgehen (Hauptausgang) und mit der Straßenbahn (zentraler Straba-Bahnhof ist in Sichtweite) mit Nr.10 Richtung Seebaldsbrück fahren, Station Sielwall (3 Stationen) aussteigen. Die Kreuzung geradeaus überqueren und in die erste Straße rechts (Bernhardstraße) einbiegen. Das Paradox ist gleich das erste Haus auf der rechten Seite.
Der Weg von der Autobahn aus:
Aus allen Richtungen kommend (Hamburg, Hannover, Osnabrück) auf dem Bremer Kreuz die A1 nehmen und Ausfahrt Hemelingen runterfahren. Den Autobahnzubringer ganz durchfahren bis es an einer Ampel nur nach rechts oder links abzubiegen geht. Dort nach links abbiegen und auf dem Osterdeich weiterfahren, das Weserstadion (links) passieren und an der Ampel, wo es links ein Kiosk zu sehen gibt nach rechts abbiegen. Dort Parkplatz suchen und nach dem Paradox in der Bernhardstr. fragen.
Infotelefon ab dem 16. 1. 2002: +49-(0)177-7577615.
Sprachen:
Alle workshops werden zweisprachig, auf Englisch und Deutsch, stattfinden. Uebersetzungen in andere Sprachen versuchen wir zu organisieren.
Kosten:
Gestaffelt nach Einkommen zwischen 10 und 25 Euro. Darin ist der Preis fuer das Essen nicht enthalten, dafuer muesst ihr nochmal ca. 15 Euro einkalkulieren. Die Unterkunft kostet nichts.
Unsere Postadresse:
summercamp c/o A6-Laden, Adalbertstrasse 6, 10999 Berlin
Unsere e-mail Adresse:
Ich wollte auch Keinen Krieg anzetteln
Verhinderung...
darauf ein Pöbelteil (stromer), das mal wieder eine vernünftige Kommunikation verhindert...
Da muss man sich einfach selbst zurücknehmen
Solange die Seite wächst ist Bewegung drinn!
Auch wenns Fred=Arnold nicht passt
sind.
Was mir auffällt ist die extreme Einseitigkeit der
Positionen und die Generalisierungen. Es gibt kaum
Kommentare, die irgendetwas gehaltvolles beinhalten.
Das Probelm an der Linken in Deutschland ist, daß es
nicht um die Lösungen von Problemen oder ein Finden
einer gemeinsamen Basis geht. Es geht darum, recht zu
haben. (Also nichts mit dem Streben nach...) Mittel dazu
sind Rhetorik, Unterstellungen, Uminterpretationen und
Generalisierungen. Argumente und versuchte
Objektivität gibts überall, doch nicht hier.
Ich bin auch lange genug in linken Zusammenängen um
zu merken, daß wenn hier was läuft, dann als
Konfrontation, rein theoretische Auseinadersetzung oder
vekrampft. Oft fügen sich auch (oder gerade?) linke
Leute in ihre Rollen. Viele Frauen machen freiwillig "ihre
Aufgaben" und die Typen die anderen. Oft verhindern
aber die Typen auch (un?)bewusst, daß Frauen mal was
anderes als Vokü, Peutzen, Basteln machen. Hier sind
wenn, dann beide Seiten gefragt: Typen, die sich ihre
Rolle bewusst machen sollten und mehr reflektieren
sollten wie sie gerade mal wieder dominieren und
Frauen, die sich mehr überlegen sollten, was sie
eigentlich warum machen und daß ein "das kann ich eh
nicht" genau das Gegenteil von Emanzipation ist.
Da können wir noch 1000 Jahre drüber diskutieren -
solange es nur auf der Ebene abläuft, die anderen für
Schuldig zu befinden, wird es nie eine positive
Veränderung geben. Die Patriachatsdebatte der Linken
bisher war eigentlich nie wirklich auf Lösung
ausgerichtet.
Es ist nun mal so und Normal das Einer
Was machste Eigentlich immer Namen Nabelschau
Genau es müssen auch Andere Standpunkte rein!
Wer ist Eigentlich überhaupt auf die Blöde
Frauen und Internet
Letztendlich ist es eine Sache der Anpassung!
Glaub ich nicht!
Da können sie jetzt auf mich einkloppen
Saul? Shut the fuck up!
Das Naheliegendste wäre Natürlich
Falls einer ins Grübeln kommt!
Übrigens finde ich diese Ständigen Linken
Frauenabt. bei indy
Herrwirfhirnvomhimmel
Lösungen müssen in der Bewegung erarbeitet
Also Saul ich weiss nich bist du ne Schnecke?
Feigling! ich werde auch immer geoutet!
Schneckenpost
Ist die Diskussion durch?
Vielleicht sind sie noch zu jung oder politisch zu unerfahren, dass sie nicht verstehen, welche einmalige Chance ihnen hier geboten wird. Mensch denke nur an vergangene Sexismusdebatten! Ich kann mich an keine öffentliche Sexismus-Debatte der letzten 10 Jahre in der BRD erinnern, in der erstens so gründlich recherchiert wurde, in der zweitens so anhaltend sachlich und freundlich argumentiert wurde wie von BLUE, und die drittens so sehr auf ein konstruktives vorankommen in dikussion und wissenszuwachs ausgerichtet war. 60 IMCs wurden angeschrieben, ihre verschiedenen antworten werden ausgewertet. eine linkliste zu patriarchatsdefinitionen wurde erstellt. alle beiträge sind - theoretisch oder de facto - online abrufbar. eigentlich kann BLUE nicht genug gelobt werden. für ihren arbeitseinsatz, ihre beharrlichkeit, ihre courage!
statt dessen haben sich hier tumbe antifeministinnen versammelt, die nichts gelesen haben geschweige denn schreiben können, und die tech-intelligenz von indymedia selbst: schweigt.
ist der rollback schon so weit vorangeschritten? sind es nur aufgeblähte fragmente kommunikativer versager und sexuell-sozial gehemmter idioten, die diese diskussion viel zu sehr dominieren? vielleicht weil sie sich im realen leben nicht mehr mitteilen können? oder ist dieser bullshit bezeichnend für die "NEUE MÄNNLICHKEIT" der linken, die postmoderne diskurse dazu missbraucht, strukturelle unterschiede nicht mehr wahrzunehmen!? "mach doch einfach, da hat sicher keiner was dagegen" ist ein satz, den ich in dieser debatte so oder anders mehrfach gelesen habe, wenn es um die unterrepräsentation von frauen in tech-strukturen ging. männer haben offensichtlich heute wieder das bewusstsein verloren, was es überhaupt heisst, in patriarchalen strukturen zu leben, und wie sie diese strukturen, beispielsweise durch o.g. satz, ständig reproduzieren.
der sexismus in dieser und die homophobie in einer parallelen diskussion ("linke klatschen homos"), ist kaum noch zu überbieten. immerhin eine interessante analysegrundlage. spätere generationen von soziologInnen werden dankbar sein für dieses material.
sind es insbesondere die tech-gruppen, die diese katastrophale entwicklung genommen haben? weil auch sie - wie die erwähnten idioten - fast nur noch mit ihrem computer kommunizieren und deshalb das real life mit seiner hetero-männerdominanz gar nicht mehr wahrnehmen? leider steht das taxi vor der tür, deshalb bleiben diese fragen vorerst offen.
super Brenda!
Hallo Brenda Strick am Barren und abisag
Hi Grobi
Ja abisag das kann ich mir vorstellen!
Zum Artikel aus dem TATBlatt
mal was ganz anderes hier
bitte konstruktiv II
zwei dinge, die ich interessant finde:
ist das internet wirklich geschlechtslos? interpretiere ich nicht im chat mit einer person diese in hinsicht auf alter, geschlecht etc. oder gibt es eine neue cyberreality-quasiandrogyne internetidentität? interessiert mich die reale person hinter der virtuellen gar nicht? ich denke, daß das netz ein anderer neuartiger, aber eben doch ein abbildungsraum der realen gesellschaft ist. was meint ihr?
das problem an netzwerken ist doch folgendes: wo ich nicht ein gemeinsames leben mit anderen teile und sie daher durch auseinandersetzungen, konflikte, erlebnisse kennengelernt habe, wird es schwierig im projekthaften einfach eine gemeinsame (politische) basis vorauszusetzen. will sagen: bildet netzkollektive und setzt euch in diesen konkret über euer zusammenleben auseinander. im netzwerk sind viele ansprüche durch die struktur desselben einfach hinfällig.
an alle konstruktiven: weiter so. an alle die rumprovozieren: ist uns egal.... wir kämpfen weiter
!pasaremos!
kaffeeklatsch etc.
eine nette beschreibung geschlechtsspezifischer netzzugänge liess sich heute in der berliner zeitung finden (s.u.).
hier könnte eine praxis ansetzen, die ich gestern nicht mehr anfügen konnte.
warum überlegen sich linke tech-macker nicht, wie sie frauen konkret stärker einbinden können? statt des berüchtigten "mach-doch-keiner-hat-was-dagegen" könnte mann das, was er in spielerischer zeitverschwendung vor dem compi
rausgefunden hat, nutzerInnenfreundlich zusammenfassen und als anleitung weitergeben: "klar-machen-wir-mal-zusammen!". die wirklichkeit sieht leider anders aus.
so neigen auch linke männer immer wieder dazu, gegenüber frauen (genauso übrigens wie gegenüber nicht-mackernden schwulen) die tech-dinge noch komplizierter darzustellen als sie eigentlich sind. so werden wir mit kommentaren abgespeist, dies oder jenes sei viel zu schwierig, viel zu komplex, "da-hab-ich-drei-monate-für-gebraucht". letzteres liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass sich tech-macker 1. grundsätzlich nur ungern was erklären lassen, 2. es lieber "spielerisch" selbst rausfinden, was dann logisch wirklich drei monate dauert und 3. sich oft gar nicht erst überlegen, wozu konkret dieses so erworbene wissen zu gebrauchen ist geschweige denn wie es - didaktisch sinnvoll aufbereitet - weitergegeben werden könnte.
sie verbleiben dabei in ihrer eigenen erfahrungswelt und glauben tatsächlich, dass all ihr wissen für "frauen" viel zu undurchschaubar und kompliziert ist.
ein tech-macker etwas über computer erklären zu lassen, ist daher ungefähr so wie ein sechsjähriges kind zu bitten, die grammatik der eigenen sprache zu erklären. was es natürlich nicht kann, auch wenn es die sprache aktiv perfekt beherrscht.
tech-macker reagieren dementsprechend auf BLUES beitrag so, als ob ihnen jemand die gemeinsame jungs-sandkiste streitig machen will. und genauso wenig wie die jungs in der sandkiste sind sie rationalen argumenten zugänglich...
[unten noch der link zu dem artikel]
Ideologische Verblendung?
dementsprechend auf BLUES beitrag so, als ob ihnen jemand die gemeinsame jungs-sandkiste
streitig machen will." - Woher weisst Du, welcher von den Kommentaren von einem Indymedia-Tech ist? Oder schreibst Du das, weil das in Deine Weltsicht reinpasst?
BBC online Artikel zum Thema
Das Ganze sieht So aus wie Du es baust!
@Sektenbeauftragte in spe von IMC Germany
Ich habe auch Manchmal ein Wenig aufgetragen
gute Beobachtungen
Das heisst nicht, das Frauen so etwas immer besser könnten, die Analyse der typischen "Techi-Verhaltensweisen" trifft aber eindeutig eher auf Männer zu. Wenn hier Leute behaupten, es könne im "Net" doch jede und jeder mitmachen, es gebe keine geschlechtsspezifischen Einschränkungen oder Grenzen, dann muss ich denen konstatieren, dass sie sich über patriarchale Sozialisation und Kommunikationsstrukturen noch nie Gedanken gemacht haben. Und ich dachte doch, dass die einschlägige Lektüre seit den 80er Jahren vonn allen "antipatriarchalen" Männern mal gelesen worden wäre. Es ist aber wohl so, dass nach einer kurzen Hochzeit des Feminismus, als Trömel-Plötz und Luise Pusch (so hiess die wohl) allegemein rezipiert wurden, sich heute kein Linker Kerl mehr mit eigenen Verhaltensweisen mehr beschäftigen will. Man(n) ist links und schon deshalb kein Sexist und nicht patriarchal, Punkt. Frauen (und Männer), die trotzdem unter patriarchalen Strukturen leiden sind Nervensägen und sehen die wirklich wichtigen Dinge nicht. So ist das wohl in der Wahrnehmung vieler.
Welches Geschlecht haben Bits?
ok, mal ganz von vorne...
Schau dir mal werbeplakate und –spots an. was für ein menschen (männer und frauen) bild wird da vermittelt? Ständig geht es um sex. Um sexy-sein-müssen. Um jung und schön sein müssen. Männer sollen potent, cool und stark sein frauen sind verführerisch, elegant und dezent ( nur drei adjektive, sind klar zu wenig. Auch kommts mir so abgeschmackt vor, aber so ists nun mal) von klein auf wird uns eingetrichtert, dass wir ein bestimmtes geschlecht haben und uns deshalb so und so und so verhalten müssen. Z.b. sich in menschen des anderen geschlechts verlieben, bestimmte kleidung tragen, die richtige kosmetik benutzen, den richtigen beruf wählen etc.
Ist nicht so? mann, trag mal lippenstift und rock in der fußgehzone. Frau, kauf dir einen männeranzug. Schwups, bist du pervers, oder leugnest deine weiblichkeit.
Nicht nur in den geschlechterrollen geht’s um macht ausüben, von kleinauf an wird uns beigebracht, dass eine gesellschaft ohne befehlen und gehorchen nicht funktioniert. Statt auszuprobieren, wie wir ein gleichberechtigtes miteinander leben könnten, lernen wir uns in die rolle der herrscherin /des herrschers oder andernorts in die der untanin/ des untertans zu fügen. Kindergarten, schule, familie, beruf...die erzieherin bestimmt was die kinder spielen, der familienvater hat das sagen, die chefin mobbt die mitarbeiter.
Auch wenn frauen oft genug machtrollen innehaben (mutter, lehrerin,...) sind sie nun mal doch meistens die gefickten (im wahrsten sinne des wortes). Mich wunderst nicht, dass viele „feministinnen“ die geschlechtlichen machtverhältnisse umkehren wollen, endlich auch mal mächtig sein wollen. Aber davon wird’s auch nicht besser. Nicht nur frauen sind die „opfer“ von sexismus. Ich will nicht auf so was hinaus wie „männer werden auch vergewaltigt“ (werden sie!- von männern!) sondern, darauf, dass ihnen absurde verhaltensmuster antrainiert werden, die das leben und gerade das gleichberechtigte zusammenleben (und lieben) mit frauen nicht gerade vereinfachen. Z.b seine gefühle zulassen, schwach sein, einfühlsam sein... sind dinge, die viele männer erst mühsam (wieder-)lernen müssen/wollen, weil’s normalerweise verpönt ist.
Auch wenn anderswo kriege toben und atomkerne strahlen, ist es verdammt wichtig rücksichtsvollen und kritischen umgang miteinander und der eigenen rolle zu üben. Und zu erkämpfen. Denn ich leb nun mal hier und jetzt.
Seid ihr immer noch dabei
So ich verschwinde wieder zum englishen Indymedia. Die "Diskussion" hier zeigt mir nur wieder das erschreckend nidriege Niveau der deutschen Dichter und Denker. Bezeichnend (und beschämend) dafür ist auch dieser Beitrag als Leitartikel.
hgw
Angeboren oder anerzogen?
Also Saul da kannste reden wie de willste
Was...
sollen
wir menschen
denn machen
damit mehr weibliche menschen sich für technische indymedia-arbeit interessieren?
Lösungenbitte!
Zeitreise
seid radikal!
für linke unisex-einheitmenschen!
Frauen werden Netzwerkermangel nicht beheben
Zitat: "Frauen machen einen mehr oder weniger großen Bogen um Netzwerkjobs: Zum Jahresende 2000 waren in Europa nur 5,6 Prozent der Berufstätigen im Internet Networking Frauen, hat eine IDC-Studie im Auftrag von Cisco ergeben."
Heise-Newsticker: Auch Frauen werden den Netzwerkermangel nicht beheben
schlimm
Dass linke Männer offenbar genauso unreflektiert, blöde und peinlich sind wie alle andern, ist schade. Noch schader ist, dass sie dann meinen, sich hier wie der letzte Stammtischpöbel aufführen zu dürfen, ohne das ihnen das peinlich ist.
Ach ja: Gratiskastration für alle!!
Männer sind Schweine...
Wo habt ihr meine Provo gelassen?
Wenn Du schreibst...
Bei vielen "emanzipatorischen" Beiträgen (ich finde es schade, dass das Wort "emanzipatorisch" so negativ besetzt ist) habe ich den eindruck, es geht hier nicht um die abschaffung des patriarchats, sondern um einen Krieg Frauen gegen Männer und Männer gegen Frauen.
Kriegt euch endlich mal wieder ein! Ich als unsgeschlechtliches Wesen kann euch nur auslachen!
an karla
Also Karla Kolumna und Zoppo Trump
Ich dachte damit wären wir durch...
Es war sicherlich eine Folge des Zusammenbruchs des Ostblocks, daß die Linke Anfang der 90er damit anfing, nicht mehr den sexismus in der Gesellschaft, bzw. den Rassismus in der Gesellschaft, sondern vornehmlich den sexismus/Rassismus in den einzelnen Gruppen zu bekämpfen...
Diese endlosen Gefechte haben die Linke bis heute fast komplett zerrieben...
Jemand, die/der emanzipatorische politik macht, darf natürlicherweise kein Arschloch sein, d.h.für mich z.B. keine ekligen Witze zu reißen etc., jedoch kann sich in dieser Gesellschaft niemand vom alltäglichen Sexismus/Rassismus befreien, d.h. jede/r hat irgendwelche sexistischen/rassistischen Denkmuster in sich,egal was für ein Gutmensch sie oder er ist...
Die Frage, die ich mir stelle ist, ob bei vielen Linken überhaupt noch der Wille da ist,irgendwann einmal wieder von der Gesellschaft ernst genommen zu werden oder nicht...
Diese Debatte hier bezweckt auf jeden Fall das Gegenteil, weil sie auf ein paar Hundert Gutmenschen ausgerichtet ist und von normalen Menschen nicht nachvollziehbar ist...
Dieses George Schily Schwarzenegger Syndrom
Sorry Untollerierbar sollte es heissen!
Restlinke
Diese Debatte wird mit der Rasant wachsenden
der linke mann...
Wenn er nicht aufhören kann, sich wie ein Macho aufzuführen. Selber schuld, wenn Männer unter der Last zusammenbrechen, wenn sie ihren Machtgelüsten nachgeben und Frauen aus ihren Denken, ihrer Wahrnehmung ausschliessen (aktuelles Beispiel: Petersberg-Gespräche in Bonn zur Lage in Afghanistan) - letztlich können sie sich nur noch bekämpfen. Viele Frauen haben keine Lust mehr, dem Männern hinterherzujammern, Ihre Interessen, ihre Sicht der Dinge immer wieder einzuklagen! Schaut her Männer, wir sind da, auch im Netz, nehmt uns wahr, HÖRT ZU, redet mit uns, streitet mit uns,lebt mit uns - wir haben etwas zu sagen, wie Ihr, - wir wollen gemeinsam mit Euch Veränderungen, auch uns verändern!
Spiegelleser pissen mehr
"Im Web sieht noch die kleinste Splittergruppe groß aus."
Wer also glaubt die Geschlechterdebatte würde außer einer Mindeheit von Spinnern wen kratzen, sollt mal saus auf die Gass gehen und sich die reale Welt ansehen.
Kein Sex vor der Ehe-und danach erst recht nicht.
Einige Erklärungen
just do it!
do something
help challenge corporate media
Also Frau jetzt bin ich aber von den Socken
indimedia is scheisse geworden
und das nicht nur, aber ganz besonders oft, bei diesem artikel
Zensur
Also Techi bei Eurer Ausgeprägten Paranoia
Lieber Gobi, Fred, liebe Nina
Klar würde mich reizen (aber nich sexuell!)
Also Kormoran ich glaubs nicht
ach komm
Das ist es ich wohne ziemlich in der Pampa
Vor Inbetriebnahme........
Zensur ist Käse! aber das genau das Problem
viehmanns triple depression
immer wenn sichs um den alten geschlächterkrampf dreht nehmen die diskussionen auf indymedia ungehäure ausmasse an, anscheinend brennts unter den nägeln.
der geschlechterwiderspruch, der täglich zu spüren ist, ist unbedingt zu bekämpfen, aber gibt es nicht dringlichere sachen, als viehmann aus der mottenkiste zu holen um den ach so massiven sexismus in der linke nzu bekämpfen (wir wissen wo das hinführen kann). auf der anderen seite scheinen sich einige anit-wassauchimmer ziemlich ans bein gepinkelt, wenn ihre stereotype männlichkeit in frage gestellt wird.
diesen widerspruch mit dem widerspruch zwischen kapital und arbeit gleichzusetzen grenzt aber schon an neurose einiger profilierungs-autonomerInnen. diesen widerspruch innerhalb des kapitalismus zu lösen halte ich für gleich bürgerlich wie die soziale marktwirtschaft. erst die abschaffung der lohnarbeit und warenproduktion eröffnet die möglichkeit die gleichheit zu suchen. auch wenn sich einige antisexistInnen wie andere über antifa in einer "szene" zu profilieren versuchen, sollten sie sich über die erwiterung der triple opression im klaren sein (zb. unterdrückung über behinderung, vegetarierInnen, religion usw.) sich in diesem universum der unterdrückung zu verlieren bedeutet die eigentliche ursache der ungleichheit zu verdecken. DIE SUBORDINATION UNTER DIE VERWERTUNG, das kapitalistische system der vereinnahmung mit haut und haar.
nb. an alle 14jährigen super feministInnen, bitte nicht gleich losheulen
sorry
bin nicht so versiert im internetlen.
die Frauenfrage
bürgerlicher feminismus
nb. was betrachtest du als nebenwiderspruch? ich betrachte das das geschlechterverhältnis als nebenwiderspruch, nicht aber in der negativen tradition des ml. aber zur befreiung der frau muss das proletariat sich emanzipieren. KEINE FREIHEIT OHNE ABSCHAFFUNG DER LOHNARBEIT.
nbb. die familie ist die reproduktionszelle der arbeitskraft, in der insbesondere die gratisarbeit der frau dem kapital die arbeitskraft regeneriert.
hab leider das zitat von ulrike mainhof nicht mehr im gedächtnis, aber:
“es gibt kein richtiges (leben) im falschen” adorno
erst lesen, dann denken, dann schreiben
daeum, wovon du behauptest daß es darum ginge.
bezugnahme
Das ist doch Schnurz wo diskutiert wird!
Also Kaputt bei der Emanzipations Debatte!
Alice und Co. Ausser Thesen nicht gewesen!!!
Das wollte ich damit ausdrücken!
grobi pöbelt immer noch?
Ja Gut um so Besser mach!
Oder sollte das ein Unterschwelliger Versuch
Na was ist das Nächste?
Du willst mir doch nicht weiss machen?
Wenndu Vorbei kommst überleg dir Gute
spammer in die tonne
deshalb meine bitte an grobi, saul - wenn ihr nicht in der lage seid, reflektiert an die diskussion heranzugehen und euch nur in platitüden ergeht, klickt weiter im internet und guckt euch wie bisher eure pornobildchen an, aber versucht nicht, jeden keim einer diskussion mit spam zu ersticken.
Vorschlag an die techies: wollt ihr nicht einen kompletten link zu sämtlichen saul, grobi etc. -profilierungskommentaren legen. das freut sie sicher, das wir sie so ernst nehmen, und der rest freut sich, daß wir endlich diskutieren können
Doch das ist ne Gute Idee!
Bezeichne Kommentare Anderer nicht immer
Keine Drohungen vor dem Frühstück
Großer Feministenfreund?Pass auf das niemand auf deiner Schleimspur ausrutscht.
PS:Werd hier langsam zum meistgelöschten user.
Sual mach dir Nix drauss!
Saul und wenn du Tanja bist!
Digitales Geschlechterwecheln
Separation ist Sch...., lass uns kuscheln!
Gebt zu ihr schafft es Niemals mich zu dissen
??? Tools not Toys ???
Warum nicht toys ?
Muss es immer arbeit,nutzen,verwertbarkeit sein ?
Manche Sachen bringt man sich doch einfach nicht bei, wenn man es nicht spielerisch angeht.
Später nutzen einem diese Dinge wider erwarten doch noch...
vorsicht vorurteil, statisch belegt:
Frauen im Internet ist ja sowieso so ein Thema, die schimpfen dann über die falsche Interpunktion, der Männer, über fehlende Anrede und andere Kleinigkeiten.
Statt das sie einfach die Technik geniessen....
Und dann diese technikfeindlichkeit, das ist bei den linken Frauen (und Männern) ja noch schlimmer als sonstwo... ich würde mal sagen da lehnt frau sich bequem in ihr Rollenklischee zurück:"Ich lese nie Anleitungen" :(
Die Frauen die nur bessere User werden wollen interessieren mich nicht. User haben wir genug.
Wir warten auf die linken Geek-Girls ;)
buhhhh
kurz zum artikel: das problem ist nicht die technische (aus)bildung von frauen. auch als weiblicher admin hat frau ein problem bei patriarchalischen strukturen. sehen wirs doch mal so: programmieren ist nur technik, keine kunst. ----
ernüchternd und viel diskutierenswerter als kleine meinungsabweichungen zum artikel sind die blöden macker, die diese seiten hier vollmüllen. ihr habts mal wieder geschafft die diskussion auf untertes niveau zu kriegen und ernstmeinenden schreiberInnen die lust zu nehmen. wenn das die übliche indymedia klientel ist, möchte ich da lieber nicht mehr dabei sein.
Hmm...
Saul und Grobi kehren immer wieder auf diese Seite zurück, obwohl sie doch so gar nichts zu sagen haben.
Ich finde halt Frauen Gut!
Eigentlich hab ich hier nix
Du meinst aber nicht mich saul
an "ein typ"
was du da schreibts klingt ja alles ganz nett. von wegen eingeninititaive usw. und das frauen ihren arsch selber hochkriegen müssen und das männer nur dafür sorgen müssen, das frauen nicht abgeschreckt werden. (o-ton: Aufgabe der Männer ist es lediglich dafür zu sorgen, dass Frauen nicht abgeschreckt werden durch Mackerverhalten, Sexismus etc. Aber so weit kommt es ja meistens nicht weil von Anfang an akuter Frauenmangel herrscht.)
aber da setzt dein denkfehler ein!!!
DER FRAUENMANGEL HERRSCHT NICHT VON ANFANG AN, SONDERN DAS MÄNNLICHE DOMINANZVERHALTEN SORGT DAFÜR, DASS FRAUEN WEGBLEIBEN!
so wie diu es darstellst, wären frauen ja von anfang an nicht interessiert. so ist es aber nicht! männliches verhalten á la ich hab nen neues projekt am start oder einfaches männliches aufplustern nach dem motto: schau doch mal wie toll ich bin und was ich alles kann und mache sorgt für frauenmangel!
klar fühlen frauen sich dann abgeschreckt!
man muß auch sagen, dass frauen evtl. dann das gefühl haben, dass alles schon gemacht wird und sie sich nicht mehr kümmern müssen. und es ist für frauen dann nicht so einfach sich einzumischen wenn männer sich wieder ne eigene domäne geschaffen haben.
ich bin dafür, dass männer wirklich mal von anfang ihr gockelverhalten überdenken!!!
Der pure Wahnsinn...
WAS IST EUER PROBLEM? Die produktiven Beiträge dieser seitenfressenden Stammtischdebatte beschränken sich im Groben auf die Relativierung der unproduktiven Beiträge, ich glaube sowas heißt Metaebene...
Wer patriarchale Strukturen, mehr noch, patriarchale Kulturelemente leugnet macht sich lächerlich. Ebenso lächerlich macht sich, wer im eigenen Schleim zuckend Andere (Männchen) für die eigene Geringschätzung verantwortlich zu machen sucht.
Und zu guter letzt sei erinnert an den Großteil der Lebenden in dieser deutschen Realität, an die pussierlichen Weibchen mit Lippenstift und Tittchen, an die stattlichen Rüden mit Waschbrettbauch und schuppenfreiem Haar, die gar nicht emanzipiert sein WOLLEN, weil das einfach nicht trendy ist.
Das Problem der Linken ist ihre gesellschaftliche Bedeutungslosigkeit und nicht das Abweichen einiger von anderer Leute Ideale. Versucht das zu ändern und der Rest wird ein Kinderspiel.
Die Leserschaft...
Alle Kommentare, die sich nicht auf das Artikelthema beziehen sollen rausgelöscht werden (diesen hier eingeschlossen). Das hier ist kein chat, und es gibt überhaupt kein major interest an solchen persönliche Fehden à la "grobi" oder "saul" gegen alle, die sich an deren Kommentaren auf- oder abgeilen.
Die Kommentarliste ist zu lang und zu leer.
Ja also ohne Anrede Geek Girls?
Anwalt gesucht
Saul und ich haben Niemals eine Fehde gehabt!
schade, schade ...
an die redakteurInnen: wäre es nicht super, wenn es mgl. wäre für den/die leserIn, per knopfdruck alle kommentare von z.B. grobi einfach aus der auflistung streichen zu können?....sorry, aber ich bin echt genervt von dir, grobi!
ansonsten finde ich die chronologische auflistung inzwischen schwierig, weil sich zu häufig seiten zwischen sich aufeinander beziehender kommentaren befinden: kann mensch das nicht ändern?
Was n jetzt los?
Du musst ja gute Nerven haben...
Mit der gewohnten Arroganz und starken dekonstruktivistischen Vorlieben, diejenige, die sich am weitesten entfernt hat!
danke blue! super beitrag!
traurig,aber noch nicht ganz hoffnungslos
grobis, sauls etc. sind ueberall...
habe jetzt alles hier gelesen und denke der *brain wash*
Vorschlag der britischen Aktivistin ist es wirklich...
...zumal ich als ueber40jaehriger diese Debatte seit zig
Jahren miterlebe...und feststellen muss, alle Schritte die
vorwaerts gemacht wurden, sind mittlerweile zum grossen Teil
wieder zurueck gemacht...
Emanzipation ist die einzige Moeglichkeit fuer diesen Planeten...weil Emanzipation Gerechtigkeit beinhaltet...
...und das *brain washen* muesste jedeR bei sich...
dank an blue (bitte nicht aufhoeren) und Brenda
*backslash* - link hier
sorry fuers umbrechen ;-) hav a good read
antwort????
und woran erkennen wir die bösen, von männern gemachten seiten?an der intuition einer empfindsamen weiblichen, sorry, genderperson.
ich mochte, zugegeben, nicht alle kommentare lesen, denn die fragestellung allein ist ... s.o.
warum, kann ich als mensch nicht eine site einrichten, einen kommentar eingeben ohne mich als frau, kind oder jugendliche zu outen? WEIL;
andere die klassifizierung für mich vornehmen werden!!!
shit!
so kommen wir nicht weiter!
FÜR FREIHEIT UND GLÜCK ALLER MENSCHEN, WELTWEIT!
computer als männermaschine
Computer in einem patriarchalen und kapitalistischem Kontext
Gesamttext als PDF-Download (750 Kb)
Einleitung (S.1-8, 80 Kb)
1. Zur Geschichte der Computerentwicklung (S.9-34, 470 Kb)
1.1. Einleitung
1.2. Mechanische Rechenmaschinen und die Moderne
1.3. Der Zweite Weltkrieg und die ersten Computer
1.4. John von Neumann und der Stored-Program Computer
1.5. Kalter Krieg und die Vorboten der kommerziellen Computerentwicklung
1.6. Vom Mainframe zum Minirechner - auf dem Weg zum Volksrechner
1.7. Die Jahre um 1968
1.8. Homecomputer - Hobbyisten und andere Männer erfinden den Computer neu
1.9. Der Personal Computer (PC) funktioniert, Tschernobyl explodiert und der Eiserne Vorhang fällt.
1.10. Ein Ende, das keins ist
2. Softwaretechnik als Wissenschaft und Praxis (S.35-61, 270 Kb)
2.1. Informatik und Gesellschaft
2.2. Von der Mathematik und Ingenieurwissenschaft zur medialen Sichtweise
2.2.1. Informatik als Ingenieurwissenschaft
2.2.2. Informatik als mathematische Wissenschaft
2.2.3. Informatik und die Sicht auf den Computer als Medium
2.3. Geschlechter-Stereotypen und Software
2.3.1. Von der Sprache ist die Rede - Metaphern im Programmiereralltag
2.3.2. Vergnügungen der Ingenieure
2.4. Vergeschlechtlichung von Software
2.4.1. Software und ihre Auswirkungen auf die soziale Wirklichkeit
2.4.2. Annäherungen an die Programmierung
3.4.3. Modellieren
2.4.4. Transport von Geschlechterrollen beim Programmieren
2.5. Verschiebungen und Verwerfungen
2.5.1. Schreibwerkstatt
2.5.2. Object Oriented Programming
2.5.3. Lösungsvorschläge zur Softwarekrise
2.5.4. Geschlechterverhältnisse
3. Open Source -Open Gender? (S.62-75, 140 Kb)
3.1. Open Source. Eine Einführung
3.1.1. Offener Quellcode als Normalzustand
3.1.2. Properitäre Software und die Reaktionen
Versprechungen und Erwartungen an Open Source
und was beim genaueren Hinsehen davon übrig bleibt.
3.3. Freie Software als Tummelplatz prestigebewusster Männer
3.3.1. Klubmitglieder
3.3.2. Transformation der Öffentlichkeit,
Präkarisierungstendenzen und Lob der Arbeit
3.4. Lizenzpolitiken für Gender