Kapitalismus tötet! Stoppt den Krieg!

linksradikalinskis&linksradikalinskas kiel 15.11.2001 23:53 Themen: Militarismus
Wie wir erfahren haben, gab es in der Nacht zum 14. 11. 01 an den unten abgebildeten Orten in Kiel diverse Entlarvungsaktionen:
- Weltwirtschaftsinstitut
- Kreiswehrersatzamt Kiel
- SPD Landesbüro
- B 90 / Die Grünen Landesbüro
- Deutsche Bank Hauptstelle
Mit Parolen wie "Kapitalismus tötet! Stoppt den Krieg!" "Kriegstreiber" und blutdarstellende großflächig verteilte rote Farbe wurden die Kriegstreiber, die zukünftig kriegführenden Institutionen und ihre Finanziers markiert.





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Ergänzungen

mh

luna 16.11.2001 - 02:24
und was habt ihr zu sagen auszer den anti-kriegsparolen und den "spannenden" fotos???! unser "staat ist in ordnung" und das wird sich in den näxten tagen beweisen. vertrauensfrage hin und her... der rahmen, das formale dieses kapitaistischen zwangssystemes bleibt.
eine radikale linke sollte sich fragen (und das tut sie bereits) nach den verbleibenenden handlungsopionen, v.a. um sich von attack u. ähnlichen spinnern abzugrenzen.
fight the system. bekämpft die konstruierten werte dieses systemes !!!!

Gegen den Kapitalismus

sandankoro 16.11.2001 - 08:59
oder gegen die Weltwirtschaft?

Wie dumm (sorry für das Wort) muß mensch denn sein, um in völlig uninformierten "Volkszorn" nicht nur die Büros verschiedenster Parteien (wofür ich im Zweifelsfall durchaus noch Verständnis hätte) zu beschmieren, sondern gleich auch noch das Kieler Institut für Weltwirtschaft.

Das ist dann also der antikapitalistische Kampf? Alles was im Namen das Wort "Wirtschaft" enthält wird erstmal angegriffen? Nachdenken können wir ja auch später, wenn überhaupt.

Ich hätte da noch ein paar schöne Ziele für Euch:

- GastWIRTSCHAFTen
- Schule für HausWIRTSCHAFT (war mir sowieso immer schon verhaßt)

Also Leute kehrt doch lieber in Eure Stamm- GastWIRTSCHAFT zurück, plant wie bisher die Weltrevolution und überlaßt die Aktionen anderen die sich vorher mehr den Kopf über die möglichen Ziele und Aktionsformen zerbrechen.

Ausserdem finde ich das "stolze" Verbreiten der "Jagdstrecke" ziemlich unwürdig. Dokumentation der Aktionen ok, auch damit darüber diskutiert werden kann, aber bitte nicht um allen zu zeigen wie viel rote Sprühfarbe es in Kiel zu kaufen gibt.
Anstatt der Bilder hätte eine (kurze und verständliche!) Erklärung mit Sicherheit mehr Verständnis gefunden.

Liz 16.11.2001 - 09:22
Also ich find die Sache gut...zumal sie auf den Zusammenhang von Kapitalismus und Krieg verweist, was auch in der radikalen Linken in letzter Zeit oft verneint bzw. missachtet wird... Um es mit meinem alten Freund H.Gremliza zu sagen: Man muss sich fragen, wie die Taubenscheisse aufs Dach gekommen ist.

Ich finde die Aktion gut

Der Feuerrote Rächer 16.11.2001 - 10:27
Gelungene Aktion! Vor allem nette Idee! Es ist dringend notwendig, radikale Kritik gegen Kriegstreiber, Bonzenschweine und Faschos praktisch werden zu lassen!

Gegen die Freiheit der Herrschenden! Schlagt die KriegstreiberInnen wo ihr sie trefft!

Von der Straße für die Straße

sympathisant 16.11.2001 - 10:47
Es scheint bei Indymedia Deutschland irgendwie sehr beliebt zu sein an allen Aktionen rumzunölen, das geht ja auch sehr bequem, wenn mensch zu Hause vorm Rechner innen Sessel furzt.
Ich glaub allerdings nicht, dass eine weiter von diesen langweiligen und/oder pseudo-intellektuellen in hochgestochenem Soziologendeutsch verfassten "WirerklärenjetztallenmaldasschlimmeRassistisch-Patrichale-KKapitalistischeSystem" ausser den obengenannten wirklich interessiert hätte.
Die aktion war direkt und leicht zu verstehen. Sie richtete sich ofensichtlich gegen die für anstehende Entscheidung der Herrschenden für den Krieg uns stellte in einen Zusammenhang mit dem Kapitalistischen System. Und das kann vielleicht sogar Anna Normal von Straße checken ohne dafür 3 Semester Fremdwörter gelernt zu haben. Also: VIELEN DANK für euren Mut und FÜR DIE KORREKTE AKTION! No war but class war (naja, demnächst halt)

Institut für Weltwirtschaft

16.11.2001 - 12:39
Hallo Sandankorro
was und wie arbeitet das Institut für Weltwirtschaft? Info statt Polemik !

super aktion!

weltschmrez 16.11.2001 - 13:22
ganz grosse klasse leute.laßt euch von den reaktionären kommentaren weder spalten noch irritieren !

zu den sesselfurzenden rumnörglern 1 & 2

linksradikalinski 16.11.2001 - 13:28
an die beiden die - ausser am pc - wohl nix auf die reihe kriegen: radikale linke, die weitergehende politik machen - inhaltlich siehe z.b. kapitalismus heißt krieg! (flugi unter indymedia antimil. anzusehen) bis hin zu konkreten aktionen wie demos u.a. - reissen sich den arsch auf, um überhaupt wat zu bewegen.
solche mistkröten, wie ihr, diskreditieren aktivistInnen als inhaltsleere hohlbacken.
verpisst euch auf den müllhaufen der geschichte!!!

Volle Solidarität. Astreine Aktion!

A. N. Griff 16.11.2001 - 13:43

hallo liebe miesmacherInnen!

don crawallo 16.11.2001 - 14:33
ich weiss wirklich nicht was es daran nun wieder zu kritisieren gibt! was hätten sie denn machen sollen? einen ganzen kämpferischen text an die scheibe sprühen? so ist es leicht verständlich und effektiv! flash für die grünen! wie wollt ihr denn z.b. die grünen erreichen?

Weiter so !

S. Homer 16.11.2001 - 15:30
Lasst euch von den ersten beiden Kommentaren nicht entmutigen, die sind es nicht wert, darauf einzugehen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Leider werden diese KUNSTWERKE nicht lange vorhanden sein. Deshalb ist es wichtig, sie auf Fotos festzuhalten und zu veröffentlichen, um auch bei anderen den Mut zur Kreativität zu wecken. Tolle Aktion.

Warum kritisiert ihr, wenn ihr doch Zeit ...

... selbst, was zu tun ! 16.11.2001 - 16:29
Ich sehe es aehnlich, wie wenig passiert, um zu sagen, es ist ist schlecht, nicht gelungen ? Doch besser ist es immer etwas zu tun, um ueberhaupt herauszukriegen, was richtig und, was falsch ist. Und kann es falsch sein gegen den Krieg zu sein? Ist es falsch antikapitalistisch zu sein, weil die Geschichte nun eine andere ist, die der Herrschenden? Weil der Zeittrend es nichtmehr hype findet, aufzustehen? Antikapitalischtische Haltungen, der vehemente Einsatz gegen Kriege - dass sind Haltungen von grundlegendem Wert. In welcher Form eine solche Einstellung sich ausdrueckt sind nur Mittel. Und es ist besser, wen etwas passiert, als dass es eine Friedhofstille herrscht. Weil Haltungen die nicht zum Ausdruck kommen zwangslaeufig verstummen. Und der Stillstand ist das Schlimste in diesem Scheissland. Diejenigen, die wissen wo sie hingehoeren, wissen auch ein stueckweit, wer sie sind und jede auch noch so kleine Aktion, die den reibungslosen Ablauf der neuformierten weltweiten Herrschaft entgegenwirkt ist ein Teil davon, zu wissen, wo mensch hingehoert und auch ein Stueck gegen die Resignation in diesen kalten Zeit - egal, was immer auch andere sagen moegen, sie sagen es, um es zu sagen und formulieren keine Alternative - demnach bleibt ihre Kritik nicht konstruktiv und ohne Belang - es laesst vielmehr auf ihre grundlegende Einstellung schlieesen. Der und diejenige naehmlich, die nicht aufgehoert haben an grundlegender radikaler Kritik festzuhalten formuliert entweder solidarische Kritik, macht selbst was oder ist solidarisch zu den Mitteln grundlegende Kritik auszueben !

Nicht schlecht!!

Püppi 16.11.2001 - 16:58
Volle Solidaritaet mit den AktivistInnen!!

..war etwas hart

luna 16.11.2001 - 18:19
der erste kommentar, ok. ich fordere nur eine argumentativ unterlegte kritik statt reinem aktionismus... und dann noch den anspruch der "linksradikalität" erheben??!! ich sehe halt eine verklärtheit in den aktionen... es erscheint mir logisch, dass die systemtragenden parteien diesen krieg unterstützen. und die grünen nehmen den von agnoli einmalig dargestellten weg einer parlamentarischen kraft, ebenso wie die pds.
der platz für diese diskussion ist hier viel zu kurz, und die kritik an den ersten beiden kommentaren erscheint mir zu emotional (gekränkt), weniger politisch. wer "gegen sektiererei" wettert hängt wohl noch der illusion "einer großen vereinten bewegung" nach, die es in der linken nie geben wird. kritik zu üben heißt nicht spalten zu wollen.

Linksradikalinski+feuerroter Rächer

M.M 17.11.2001 - 04:53
Erstmal eine Gratulation zur gelungenen Wortwahl.Da alles und jede/r gleich den Faschistenstempel auf die Stirne gedrückt bekommt werdet ihr es schaffen den Begriff des Faschismus so zu verwässern,das sich jeder richtige Fascho
a.)Eins feixt
b.)Problemlos abtaucht in der Masse anderer Faschisten welche in Wirklichkeit alles mögliche sind...nur keine Faschisten
Und als Nebeneffekt ist das ganze ein Fusstritt in jedes Gesicht eines echten Opfers faschistischer Willkür.Aber können sich ja nicht wehren,sind ja schon Tod.
Vielleicht würde sich ja einer der alten Herren vom VVN zu Worte melden und leise Kritik monieren...der wird dann auch gleich als Faschist niedergebrüllt.
Ja und ein Kriegstreiber....nunja,im Geschichtsunterricht geschlafen??
Zwischen der medialen Vorbereitung mit essigsauren Minen und dem bellenden Hetzreden im Reichstag anno 14 gibts einige Unterschiede.Hier gibts kein Land zu verteidigen oder zu erobern,sieht man von schwer zu erschliessenden Gasfeldern mal ab...aber bitte sehr,die coolen Jungs mit den schwarzen Turbanen....die würden mit solch Gesocks wie wir es sind kurzen Prozess machen.Alleine dieses ewige lamentera,nimmt man eine Kaschi und ruck....oh,es wäre bestimmt spassig mit diesen Herrschaften zu diskutieren,ihre Ansichten,ihr progressives Frauenbild,das kritische Auseinandersetzen mit linken Strukturen...also ehrlich,wenn ich die Wahl hab zwischen diesem Schweinesystem hier und einer Bande psychotischer frauenhassender Kleriker dort,sorry also ich wähle das Schweinesystem
alleine schon deshalb weil es solche hirnlosen,ewiggestrigen Narren wie den roten Rächer am Leben lässt.

vergessen

M.M 17.11.2001 - 05:00
Allmählich dämmert mir was Heiner Geissler mit dem Spruch"Der Pazifisnus der dreissiger Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht"gemeint hat...obwohl in total anderem Kontext,hier passt er erschreckend ins Bild

Ausdruck der Verzweiflung

Andre 19.11.2001 - 00:38
Ihr Kritiker habt Verständnis für die verzweifelten Spontan-Aktionen von "Einzeltätern". Was Könntet ihr schon groß Effektiveres tun?
Eure Kritik ist gut und nötig, aber seid bedacht auf die einheitliche Idee, und seid Euch der Macht der Angst, der Verzweiflung und aber auch Jener der Gerechtigkeit bewusst.

Kitzelt die Gelähmten aus ihrer Starre und Ihr werdet den größten Erfolg haben!!

Vokabular

Tim fra Kiel 19.11.2001 - 10:44
Ich denke, über Sinn oder Unsinn solcher Sprühaktionen läßt sich diskutieren. Leute, die eine Kritik äußern, allerdings gleich als "Mistkröten", "Reaktionäre" usw. abzukanzeln, zeugt auch von einer mangelhaften Diskussions- und Denkfähigkeit, die von einem in der linksradikalen Szene leider allzu oft anzutreffenden, simplifizierenden Gut/Böse-Freund/Feind/Schwarz-Weiß-Schema zeugen. Nicht jeder Farbschmierer ist automatisch ein toller Hecht!
Tim fra Kiel