Von Castoren und strahlenden Siegern..
Der Staat zeigt Härte, die Menschen zeigen Charakter. Im Schatten des Krieges und der Regierungskrise rollte ein Atomtransport durchs Land, und trotz aller Behauptungen der Polizei über Rekordzeiten ist der Widerstand lebendig wie eh und je !
Von Castoren und strahlenden Siegern..
"Wir werden reagieren" verkündeten Polizei und BGS in einer Zeitungsanzeige
am Mittwoch. Anlaß : von der Polizei als "kriminell" eingestufte
Aktionen gegen den Atommülltransport nach Gorleben.
Dabei hat selbige Polizei noch kurz zuvor von einem störungsfreien Ablauf
geredet. Teilweise werden Stimmen laut, die voreilig den Niedergang des Widerstandes verkünden wollen. Ihnen allen die solche Sachen erzählen ist eins
gemeinsam : sie waren größtenteils nicht dabei, und wenn dann in der
Uniform der Besatzer...
Sicherlich, es waren diesmal wohl keine 15.000 AtomgegnerInnen da. Das ist
zwar schade, aber nicht unbedingt der Schwäche der Bewegung zu verdanken.
Fanatiker wie Schilly, Bin Laden und Bush, die Hetze um die Innere
Sicherheit, Globalisierung , der Krieg in Afghanistan nicht zuletzt aber
auch eiskalte Novembernächte haben vielleicht den einen oder andern, der
noch im Frühling dabei war, dazu bewogen, diesmal zuhause zu bleiben.
Doch wollen wir mal nicht dramatisieren. Fakt ist, die AntiAtombewegung ist
da, aktiv, und erfolgreich.
Die Ausweitung des Widerstandes auf die Grenze, auf Frankreich, auf die
Transporte nicht nur Richtung Gorleben sondern auch auf diejenigen Richtung
La Hague; dies sind zwar keine so medienwirksame zentrale Massenaktionen
wie "früher", aber sie bereiten der Atommafia Probleme, die weit über ein
dreitägiges Spektakel im Wendland hinausgehen.
So gut wie jeder Transport der dieses Jahr aus Deutschland nach Frankreich
gefahren ist, wurde erfolgreich blockiert, oft sogar mehrmals. Selbst um
einen einzelnen Behälter aus Hessen nach La Hague zu bringen, waren im
Sommer tausende PolizistInnen nötig, die aber nicht verhindern konnten daß
der Transport von einer internationalen Gruppe blockiert wurde.
Und jeder, der dieser Tage im Wendland war, konnte sich davon überzeugen,
daß der Geist dort oben ungebrochen ist. Der nach wie vor fest in der
Bevölkerung verwurzelte Widerstand, die Solidarität und die Tradition von
über 20 Jahren Kampf für Leben und Freiheit können dort auch nicht von
zehntausenden PolizistInnen zerschlagen werden.
Denn auch für diesen Transport waren im Schatten des Afghanistan-Krieges etwa 18.000 PolizistInnen, 50 Hubschrauber und eine allgemeine Außerkraftsetzung jeglicher
verbliebenen "demokratischen" Rechte nötig. So wurde jeder Versuch ein Camp
zu errichten von der Polizei sofort unterdrückt.
Ein faktisches allgemeines Demonstrationsverbot, zahlreiche aufgelöste Versammlungen,
und ein absolut willkürliches Auftreten der Polizei, die sich in bester
Besatzermanier gebärdete und versuchte mit Hunden, Tränengas und Knüppeln
jeden Widerstand im Keim zu ersticken. Dabei kam es zu 780
"Ingewahrsamnahmen" und 460 Platzverweisen. So sieht also ein
"reibungsloser" Transport ohne "nennenswerten Widerstand" aus....
Mensch könnte jetzt viele Beispiele für Polizeigewalt und Willkür
aufführen, sich über den Verlust von Demokratie beklagen, usw. Doch leider
erstaunt es mich irgendwie nicht, offen zu erleben was ich schon immer
geahnt habe, nämlich daß wir in einem Polizeistaat leben, wo die
"Ordnungshüter" als Instrument der herrschenden Elite einen zivilen
Konflikt mit militärischen Mitteln austragen.
Viel lieber zähle ich einige Beispiel dafür auf, was trotz diesem
Staatsterror noch alles möglich war: 350 Trecker demonstrierten oder
stellten sich quer auf die Strasse, da hatten mehr als einmal Menschen sich
auf den Schienen angekettet, abgeseilt, sonstwie blockiert! Es wurden
sowohl die Strassentransportstrecke wie auch die Polizei-nachschubrouten
immer wieder von hunderten von Menschen blockiert. So kam es allein im
kleine Ort Splietau bei Dannenberg zu 4 erfolgreichen Strassenblockaden an
die ich mich erinnern kann. Bei Hitzacker blockierten über tausend Menschen
die Zugstrecke und Polizeieinheiten. Am Dienstagabend besetzten bei eisiger Kälte bis zu 600 Menschen 12 Stunden lang die Castorstrecke in Laase kurz vor Gorleben und verzögerten die Abfahrt des Castors. Bei Quickborn gelang es Menschen mitten zwischen den Castor LKWs auf die Strasse zu kommen. Auf der Bahnstrecke fand die Polizei drei vergrabene Betonblöcke, an die sich
Menschen anketten wollten. Das nur als einige Beispiele, es gab unzählige
kleine und grosse Aktionen mehr...siehe hier bei indymedia...... In fast jedem Ort existierten Volksküchen und Infopoints, es gab Konzerte, kurz, es existierte ein lebendiger Widerstand, der noch lange nicht so müde ist wie einige denken.
Bei alledem waren die GewaltPrognosen der Polizei vollkommen falsch. zwar wurden ungefähr ein Dutzend PolizistInnen verletzt, dies jedoch durch einen Verkehrunfall von Einsatzfahrzeugen....
Die Polizei meint, sie hätte gewonnen, nur weil es uns nicht gelang den
transport in spektakulärer weise zu behindern. Aber die Polizei ist nicht
fähig zu erkennen, worum es uns geht. Wir lassen uns nicht in eine rein
militärische Logik verwickeln.
Und wenn wir auf unsere Weise, mit unseren Ideen und dem Basiswiderstand
nicht gewinnen können, dann haben alle verloren, wir und der Rest der
Bevölkerung. Und die Hoffnung auf Freiheit und das Leben überhaupt.
Aber wir werden gewinnen, da bin ich sehr zuversichtlich ! Denn auch bei diesem Transport haben wieder Tausende gezeigt, wie mensch basisdemokratisch und besonnen trotz tausenden gewalttätiger Staatsschergen der Atommafia in den Arm fällt. Und das werden wir solange tun bis das letzte AKW abgeschaltet ist !!
Atomfeindliche Grüsse,
"Wir werden reagieren" verkündeten Polizei und BGS in einer Zeitungsanzeige
am Mittwoch. Anlaß : von der Polizei als "kriminell" eingestufte
Aktionen gegen den Atommülltransport nach Gorleben.
Dabei hat selbige Polizei noch kurz zuvor von einem störungsfreien Ablauf
geredet. Teilweise werden Stimmen laut, die voreilig den Niedergang des Widerstandes verkünden wollen. Ihnen allen die solche Sachen erzählen ist eins
gemeinsam : sie waren größtenteils nicht dabei, und wenn dann in der
Uniform der Besatzer...
Sicherlich, es waren diesmal wohl keine 15.000 AtomgegnerInnen da. Das ist
zwar schade, aber nicht unbedingt der Schwäche der Bewegung zu verdanken.
Fanatiker wie Schilly, Bin Laden und Bush, die Hetze um die Innere
Sicherheit, Globalisierung , der Krieg in Afghanistan nicht zuletzt aber
auch eiskalte Novembernächte haben vielleicht den einen oder andern, der
noch im Frühling dabei war, dazu bewogen, diesmal zuhause zu bleiben.
Doch wollen wir mal nicht dramatisieren. Fakt ist, die AntiAtombewegung ist
da, aktiv, und erfolgreich.
Die Ausweitung des Widerstandes auf die Grenze, auf Frankreich, auf die
Transporte nicht nur Richtung Gorleben sondern auch auf diejenigen Richtung
La Hague; dies sind zwar keine so medienwirksame zentrale Massenaktionen
wie "früher", aber sie bereiten der Atommafia Probleme, die weit über ein
dreitägiges Spektakel im Wendland hinausgehen.
So gut wie jeder Transport der dieses Jahr aus Deutschland nach Frankreich
gefahren ist, wurde erfolgreich blockiert, oft sogar mehrmals. Selbst um
einen einzelnen Behälter aus Hessen nach La Hague zu bringen, waren im
Sommer tausende PolizistInnen nötig, die aber nicht verhindern konnten daß
der Transport von einer internationalen Gruppe blockiert wurde.
Und jeder, der dieser Tage im Wendland war, konnte sich davon überzeugen,
daß der Geist dort oben ungebrochen ist. Der nach wie vor fest in der
Bevölkerung verwurzelte Widerstand, die Solidarität und die Tradition von
über 20 Jahren Kampf für Leben und Freiheit können dort auch nicht von
zehntausenden PolizistInnen zerschlagen werden.
Denn auch für diesen Transport waren im Schatten des Afghanistan-Krieges etwa 18.000 PolizistInnen, 50 Hubschrauber und eine allgemeine Außerkraftsetzung jeglicher
verbliebenen "demokratischen" Rechte nötig. So wurde jeder Versuch ein Camp
zu errichten von der Polizei sofort unterdrückt.
Ein faktisches allgemeines Demonstrationsverbot, zahlreiche aufgelöste Versammlungen,
und ein absolut willkürliches Auftreten der Polizei, die sich in bester
Besatzermanier gebärdete und versuchte mit Hunden, Tränengas und Knüppeln
jeden Widerstand im Keim zu ersticken. Dabei kam es zu 780
"Ingewahrsamnahmen" und 460 Platzverweisen. So sieht also ein
"reibungsloser" Transport ohne "nennenswerten Widerstand" aus....
Mensch könnte jetzt viele Beispiele für Polizeigewalt und Willkür
aufführen, sich über den Verlust von Demokratie beklagen, usw. Doch leider
erstaunt es mich irgendwie nicht, offen zu erleben was ich schon immer
geahnt habe, nämlich daß wir in einem Polizeistaat leben, wo die
"Ordnungshüter" als Instrument der herrschenden Elite einen zivilen
Konflikt mit militärischen Mitteln austragen.
Viel lieber zähle ich einige Beispiel dafür auf, was trotz diesem
Staatsterror noch alles möglich war: 350 Trecker demonstrierten oder
stellten sich quer auf die Strasse, da hatten mehr als einmal Menschen sich
auf den Schienen angekettet, abgeseilt, sonstwie blockiert! Es wurden
sowohl die Strassentransportstrecke wie auch die Polizei-nachschubrouten
immer wieder von hunderten von Menschen blockiert. So kam es allein im
kleine Ort Splietau bei Dannenberg zu 4 erfolgreichen Strassenblockaden an
die ich mich erinnern kann. Bei Hitzacker blockierten über tausend Menschen
die Zugstrecke und Polizeieinheiten. Am Dienstagabend besetzten bei eisiger Kälte bis zu 600 Menschen 12 Stunden lang die Castorstrecke in Laase kurz vor Gorleben und verzögerten die Abfahrt des Castors. Bei Quickborn gelang es Menschen mitten zwischen den Castor LKWs auf die Strasse zu kommen. Auf der Bahnstrecke fand die Polizei drei vergrabene Betonblöcke, an die sich
Menschen anketten wollten. Das nur als einige Beispiele, es gab unzählige
kleine und grosse Aktionen mehr...siehe hier bei indymedia...... In fast jedem Ort existierten Volksküchen und Infopoints, es gab Konzerte, kurz, es existierte ein lebendiger Widerstand, der noch lange nicht so müde ist wie einige denken.
Bei alledem waren die GewaltPrognosen der Polizei vollkommen falsch. zwar wurden ungefähr ein Dutzend PolizistInnen verletzt, dies jedoch durch einen Verkehrunfall von Einsatzfahrzeugen....
Die Polizei meint, sie hätte gewonnen, nur weil es uns nicht gelang den
transport in spektakulärer weise zu behindern. Aber die Polizei ist nicht
fähig zu erkennen, worum es uns geht. Wir lassen uns nicht in eine rein
militärische Logik verwickeln.
Und wenn wir auf unsere Weise, mit unseren Ideen und dem Basiswiderstand
nicht gewinnen können, dann haben alle verloren, wir und der Rest der
Bevölkerung. Und die Hoffnung auf Freiheit und das Leben überhaupt.
Aber wir werden gewinnen, da bin ich sehr zuversichtlich ! Denn auch bei diesem Transport haben wieder Tausende gezeigt, wie mensch basisdemokratisch und besonnen trotz tausenden gewalttätiger Staatsschergen der Atommafia in den Arm fällt. Und das werden wir solange tun bis das letzte AKW abgeschaltet ist !!
Atomfeindliche Grüsse,
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Erfolge
Kosten Transport Nov 01 ca. 50 Mio Nieders.Innenminister
heute erste Schätzungen, und das bei weniger Demonstranten!
Das nenne ich effektiv!
Das Zwischenlager Gorleben wurde 1983 in Betrieb genommen.
Der erste Castor-Behälter wurde erst 1995 eingelagert.
Weitere 19 folgten bei den Transporten 1996, 1997 und 2001.
D.h Von 420 stellplätzen für Castoren sind jetzt erst 20
belegt. Für jeden - ob genutzt oder leer - bezahlen die Betreiber der Atomkraftwerke rund 50.000 Mark im Jahr.(= 21 Millionen pro Jahr, d.h. seit 1983 in etwa 380 Millionen DM)
Insgesamt muss(?)Deutschland nach Angaben der Gesellschaft für Nuklear-Service(GNS)voraussichtlich 3.556 Glaskokillen aus Frankreich und 1.092 aus Großbritannien zurücknehmen.
Darin sind bereits die rund 2.000 Tonnen Brennstoff enthalten, die in den kommenden Jahren erst
noch in die Wiederaufarbeitung nach La Hague und Sellafield gehen sollen. Macht eine Zahl von 166 Castoren Typ HAW 20/28
dieses geteilt durch 12 (anzahl der Castoren pro transport
ab 2002)=13,83periode, das heisst CastorTransporte nach
Gorleben mindestens bis 2015.
das war jawohl nicht alles oder?
wir sollten uns für die nächsten castoren überlegen woran das lag und mal eine kritishce selbtreflexion straten und nicht sagen: jajajaj das war alles weider ein voller erfolg! es stimmt einfach nicht.
zusammen kämpfen!
kampf jedem herrschenden system!
ya basta.de.vu
euer krümmelmonster
Dürftig??
mhm
.....Die frage ist, wie antworten wir darauf, und auch wenn die sofa-linksradikalen-besserwisser immer nur rumnörgeln bin ich zuversichtlich dass da noch spielraum für neues ist, ünd wir neue konzepte entwickeln können. widerstand lässt sich nicht konsumieren, nur selbermachen. und dass wir uns immer neue sachen überlegen müssen, das ist klar, das braucht uns kein krümelmonster zu sagen.
ausserdem nicht vergessen
Das läuft aber jetzt einfach nicht mehr so easy. früher oder später lernen die bullen das wendland einigermassen in den griff zu kriegen und massenaktionen zu verhindern.
Die ausweitung unsererseits auf die WAA Transporte, die Grenze und fast die gesamte Tranportstrecke , Mobilisierungen nach Wörth, nach Philippsburg etc. waren meiner meinung nach die richtige antwort darauf....nicht zu vergessen die beginnende zusammenarbeit mit frankreich, franzosen die nach Gorleben kommen, wendländer die nach Bure [franz. endlagerstandort] demonstrieren kommen, usw... so muss es sein. Jahrhundert nicht füllen !
ausserdem nicht vergessen
Das läuft aber jetzt einfach nicht mehr so easy. früher oder später lernen die bullen das wendland einigermassen in den griff zu kriegen und massenaktionen zu verhindern.
Die ausweitung unsererseits auf die WAA Transporte, die Grenze und fast die gesamte Tranportstrecke , Mobilisierungen nach Wörth, nach Philippsburg etc. waren meiner meinung nach die richtige antwort darauf....nicht zu vergessen die beginnende zusammenarbeit mit frankreich, franzosen die nach Gorleben kommen, wendländer die nach Bure [franz. endlagerstandort] demonstrieren kommen, usw... so muss es sein. !!
von Castoren...
Mit mehr Leuten Transport unmöglich
@zuschauer
@zuschauer
Beiß Schulle
nur eine kleine beiläufige frage am rand eher
ich fands geil !!!
sind wir auch immer wieder eingefahren, aber : es hat sich (vom gefühl her) immer wieder gelohnt. näxtes mal bin ich wieder da !!!
grau ist der weitblick der bullen
Wir wissen zwar nicht Genau was wir wollen
und wenn schon
Es gibt Möglichkeiten!
Dabei bot die Schiene mehr Möglichkeiten. So waren wir zu fünft bei Dahlenburg direkt am Gleis, dahingelangt auf einem Weg, den auch hunderte unbemerkt gehen hätten können. Als wir den BGS ausreichend beschäftigt hatten und der Zug vorbei war, überholten wir ihn wieder und gelangten in der Göhrde mit dem Auto ohne Kontrolle! direkt ans Gleis. Als wir ausstiegen fuhr der Zug gerade unter uns vorbei. Auch hinter Splietau war es möglich, am Dienstagabend zur Nordstrecke zu gelangen. Es gibt also genug Möglichkeiten, aber diesmal kam mir der Widerstand wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen vor. Aber warum sollen nur die Bullen lernfähig sein.
@thomas
GENAU !
Außerdem ist es die Pflicht eines jeden Atomfeindes, unter Ökostrom zu stehen !!!! Das wirkt tausendmal mehr als Blockaden ! Ich weiß nicht, ob ich an dieser Stelle Werbung machen darf, wer im Elbe-Weser-Ems-Gebiet wohnt und Interesse hat, kann mir ja mal mailn.
Auf ein neues, wir sind die Guten !
Gefühle
wie soll mensch sich fühlen, wenn man sieht , wie die verschiedensten menschen auf einer ebene zusammenarbeiten. biker, punks, teens, aotonome, hippies, bürger, studenten, schüler, lehrer,etc. vielleicht ist ja jemandem aufgefallen, daß hier sämtliche dogmen des zwischenmenschlichen alltags gefallen sind und plötzliche gleichheit existiert hat. es ging(fast) nicht mehr darum, wie mensch aussah, sondern für was er/sie kämpfte.
Ich bin so frei zu sagen, das ich einfach hätte losheulen können, warum auch immer. ich glaub ich hab mich ins wendland verknallt...
Malachit
Warmes Essen und saubere Wäsche
Als Stino (stinknormale) Hausfrau mag ich solchen Quatsch mit Soße nicht glauben.*g*
Ich kann Euch Alternativ-(höchstwahrscheinlich) Kerlen nur mitteilen, daß es mit Alternativenergien anstelle Atomkraft z. B. kein warmes Essen zur gewünschten Zeit und keine saubere Wäsche geben wird. Das ist bewiesen.
Nix wirds mit faul im Warmen am Abend vorm Fernseher mit Bier und Chips am Kanapee rumliegen. Mit Internet eh nix.
Also überlegts Euch gut bevor ihr mit einer bewährten und sicheren Energiequelle Eure Flausen treiben, d. h. diese abschaffen wollt. *g*
Und hört endlich auf mit den dämlichen Castorblockaden, da ich nicht weiter bereit bin, die Räumung der Strecke mit meinen Steuern zu finanzieren. *g*
LG Eveline
bescheidenheit
der mensch gewöhnt sich natürlich ziemlich schnell an alle möglichen angenehmlichkeiten und hält daran fest. trotzdenm muß in andere richtungen gedacht werden.
wie kann man mit ruhigem gewissen alltäglich produkte konsumieren, von denen der größte teil mit leid und ausbeutung verbunden ist? angefangen beim nike-schuh über die tomate aus südspanien, geerntet von nordafrikanern, die im müll leben und genauso behandelt werden.
und das läuft bei atomstrom nicht anders.
mir ist auch klar, daß es (vorerst)unmöglich ist, nur von politisch korrekten produkten zu leben, aus rein finanzieller sicht. aber es ist an der zeit ein neues bewußtsein zu entwickeln, daß die armen dieser erde nicht ausspart. einfach gesagt, schwer getan...
in diesem sinne
Heulen sich jetzt die Bullen hier aus
stimmung im wendland
ABER das solls ja nicht gewesen sein. wichtig ist jetzt auswerten. wie es scheint ist es extrem wichtig dass leute auch kleine, scheinbar erfolglose aktionen durchfuehren. bullen binden. auch aktionen gegen die kleinen aufpassmaenn/weiblein in den einfahren (vorderglas dekorieren?, luftrauslassen?) im knast war zu viel freiraum fuer die bullen, kein dauerstress. ebenso, und natuerlich viel wichtiger, an den schienen, im wald, an der strasse, bei tag und bei nacht (es hat scheinbar jede der wenigen aktionen geschafft, in die nachrichten zu kommen - vergleiche das mit der nachrichtenpaesenz insgesamt, ....)
frau sollte sich vielleicht gedanken darueber machen, den aktionsradius auszuweiten, zumindest mit den militanteren aktionen. der jemand welcher schrieb das wir die phantasie haben und die bullen nur die reaktion (wie sagt man: aktivisten und reaktionaere, oder so?).
das der widerstand im wendland stirbt, mag ich nicht glauben, auch wenn sich einige leute von denen ich solche toene nicht erwartet habe, so aeussern. aber es gibt nun mal zur zeit viel zu tun: krieg, wto, castor etc etc etc.
nun gut, naechste mal besser. besser vorbereiten, besser propaganda machen, besser mitmachen.... viel spass beim widerstehen. cruel
@cruel
Eveline
bullen, schweine
kommt zuhauf!!!
Antiatom- Kommentare
Was die Endlagerung betrifft: Bisher hat m.W. *jedes* Gutachten den Salzstock in Gorleben als sicher befunden. Es gab in diesem Bereich seit Millionen von Jahren praktisch keine tiefgreifenden geologischen Veränderungen. Die Strahlungsintensität der Abfälle ist im Übrigen bei vorheriger Wiederaufarbeitung bereits nach wenigen hundert Jahren auf ein Niveau zurückgegangen, dass im Bereich der natürlichen Aktivität liegt.
M.E. ist die Ignoranz vieler Kernkraftgegner ein Schlag ins Gesicht all jener honorigen Techniker und Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Kernfission und -fusion seit langem tätig sind und mit ihrer Arbeit zur Sicherung und Verbesserung unseres Lebenstandards beitragen.
Es handelt sich *faktisch* um eine kleine Minderheit, die den Ausstieg aus der KE erzwungen hat. Oder glaubt Ihr ensthaft, bspw. eine sozial-liberale Koalition hätte eine solche, verfehlte Energiepolitik betrieben? Denkt Ihr wirklich, dass bei den letzten Protesten gegen den Castor mehr als einige tausend Gegner anwesend waren oder sich so viele Menschen im Geiste mit ihnen solidarisierten?
Das in Deutschland öffentliche Befürworter der Kernenergie nicht selten in Bausch und Bogen verdammt werden steht auf einem anderen Blatt. Das die Medien sehr häufig eine unausgewogene Art der Berichterstattung betreiben ebenfalls. Wie tief muss eine Gesellschaft eigentlich sinken, um sich selbst eine solche Denksperre aufzuerlegen?
Und falls Ihr Euch nicht klar sein solltest, wieso es sich bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie um eine Spitzentechnologie handelt, so kann ich Euch nur wärmstens den Besuch eines KKW oder einer Physikvorlesung zu dem Thema empfehlen.
> IQ - nun es eben aus Erfahrung so da man als kritischer Betrachter für BLÖD gehalten wird.
Wenn man wie in Eurem Fall einen solchen Unsinn erzählt und es sich ausschließlich um destruktive Kritik handelt ist das wohl kaum verwunderlich.
Falls Ihr zu meinen Aussagen konkret Stellung nähmst könnten wir die Diskussion sicher auf einem höheren Niveau fortführen! Oder fehlt vielleicht doch das nötige Hintergrundwissen?
Gruß
Ulrich
Hintzergrundwissen
x-1000 mal klick
mehr spass und mut fuer uns alle, ca im maerz
mein eindruck und meine meinung
mich persönlich, also als bürger, hat eine kleine mahnwache an einem bahnübergang süd-östlich von dalenburg, ich meine der ort hieß eichdorf o.ä., mehr beeindruckt, als jede der dämlichen blockadeaktion auf schiene oder straße.
mit dieser über tage dort ausharrenden mahnwache wurde meines erachtens mehr ausgedrückt, als mit den blinden aktionen der vielen aus dem übrigen bundesgebiet kurzfristig angereisten berufsdemonstranten.
ich bin hier ganz bewußt provokant, aber anders kann ich die zuhauf von mir beobachteten verhaltensweisen, anreisen, schwarze kutte über, kaputze auf, rumstänkern und wieder abreisen, nicht bezeichnen.
und das es vielen hier nur ums stänkern ging, zeigen mir die mehrzahl der einträge in diesem forum.
es ist ja wohl bezeichnend, daß es dabei überwiegend nur um randale und nicht um die sache geht.
ich zitiere mal aus einem der ersten beiträge: "kampf jedem herrschenden system". mehr brauch ich dazu ja wohl nicht zu sagen.
ansonsten sage ich hier nochmal ganz provokant, wems hier nicht gefällt, der kann ja gehen. aber wer hierbleibt, der sollte sich unserer demokratie auch beugen und die meinung der mehrheit auch akzeptieren.
in diesem sinne, martin
@ulrich
dei verstrahlten tauben von sellafield
arme bullen (tröst)
zu dr.dr.rer.nat. und hannes
UND ZUM HANNES: lies dir deinen beitrag nochmal genau durch. allein die schlagwörter wie "arme bullen, schlappe, ausheulen, bhullenprovo, kleine pimmel" zeigen mir, welch geistes kind du bist und worum es dir geht. genau DIE habe ich in meinem ersten beitrag gemeint. armer armer hannes...
ach ja.... hannes
wes gesistes kind?
wes gesistes kind?
@martin
2. radikale aktionen geben das gefuehl der ohnmacht derjenigen wider, die seit jahren, jahrzehnten, in fragen der atomenergie uebergangen werden: der buerger dieses landes. sicher gibt es andere meinungen, aber es ist wohl unumstritten, dass die mehrzahl der deutschen ein ende der atomenergieerzeugung bevorzugen wuerde. in italien gabs mal eine (halt dich fest!) *Volksumfrage* (da uebt man Demokratie direkt, also echt, aus) und die italiener haben sich blitzschnell aus der atomenergieerzeugnung verabschiedet! dass sich die deutsche sozial-demokratisch-gruene regierung weigert, zu solch "radikalen" mitteln zu greifen, ist mir nur zu verstaendlich.
3. mal ein wenig philosophischer: demokratie heisst nicht, dass man sich der meinung der mehrzahl anzupassen hat. nichts auf der welt ist fuer die eigenen handlungen verantwortlich ausser frau selbst, auch keine mehrheit. wenn ich also als einzelner denke, dass die mehrheit (nur um beim argument zu bleiben) unrecht hat, habe ich die moralische pflicht, etwas gegen den willen der mehrheit zu unternehmen (oder zumindestens nicht mitzumachen).
4. manche leute haben halt so radikale ideen, dass sie herrschende systeme ablehnen. dahinter steckt nicht nur gelaber, sondern ganz schoen viel nachgedenke. Anarchismus als philosophische richtung gibt es immerhin schon laenger als marxismus. das es ersteren immer noch gibt, wenn auch in gewandelten (vielen) formen, sollte eine so einfache ablehnung unmoeglich machen. wie immer, so auch diesmal: erst mal selber lesen, dann maul aufreissen. anarchistische systeme wuerden z.b. (zumindest die linken), solche entwicklungen wie in der atomindustrie, unmoelgich machen, weil eine solche machtkonzentration (staat+konzerne in interessengleichen gebieten) nicht stattfinden wuerde. da du nicht ueberzeugt sein wirst, schaue dir doch mal an, wer und mit welchem interesse das wissen ueber die atomkraft herstellt und oeffentlich macht! wer sitzt da an einem tische und verhandelt nicht sondern kooperiert?
5. sellafield als argument gegen atomkraft nicht zuzulassen grenzt schon an entweder bloedheit oder hochgefaehrliche sturheit. der deutsche atommuell wird immerhin zum teil nach sellafield zur wiederaufbearbeitung gekarrt. wo bleibt da unsere soziale, oekonomische, oekologische verantwortung? sind die leute (fische, voegel) in GB, Irland nicht so wertvoll wie unsere? und sind die probleme, welche in Sellafield entstehen/entstanden sind, bei uns unvorstellbar? falls, falls du auf die letzte (rhetorische) frage mit ja geantwortet haben solltest, muss ich dich auf diesen link verweisen:
Das problem ist doch, dass selbst bei kleinem (aber nie auszuschliessendem!!) risiko, die auswirkungen von stoerfaellen zu krass sind um gesellschaftlich aktzeptabel zu sein! das muesste doch eigentlich heutzutage jedem klar sein!
6. das geld, was jetzt in den castorschutz geflossen waere, waere ohne castor (oder ohne demonstranten) auch nicht in die forschung geflossen. mach dir und anderen doch nichts vor. es gibt immerhin budgets, falls dir das was sagt. weiterhin sind atomkraftwerke teil des (energie)problems, und die teilweise loesung heisst abschalten! was also die alternativforschung angeht, so kann die auch jetzt vergroessert, und auch dann vergroessert werden, wenn atomkraftwerke abgeschaltet werden. die beiden sachen schliessen sich nicht unbedingt aus. des weiteren wuerde durch ein abschalten der akws eine menge geld frei, naemlich das, was unberechtigterweise heute vom staat in die atomindustrie gepumpt wird (zum beispiel in form von polizeieinsaetzen in gorleben und anderswo).
7. und letztens: "das energieproblem und der steigende -bedarf unserer zivilisation" sind genau die schlagworte, die seit etwa 45 jahren eine entwicklung vorantreiben, die uns in wenigen jahrzehnten in den kollektiven selbstmord treiben wird (und schon tut). die ersten inseln in der naehe von australien mussten von den ureinwohnern verlassen werden, weil der meeresspiegel zu hoch angestiegen war. das steigen dieses meeresspiegels ist, trotz der raeumlichen und geistigen entfernung, resultat unserer "zivilisatorischen" entwicklung, insbesondere der entwicklung unseres energiebedarfs. das muessen wir aendern, weil es droht uns auf (nicht die fuesse) den kopf zu fallen. und dann sind wir alle tot! auch wenn du das als rumgespinne ansiehst, schau dir mal die ausfuehrungen des IPCC (intergovernmental panel on climate change, uebrigens von der UNO eingerichtet) an!:
8: nachdenken, seite wechseln!
gorleben ist UEBERALL!
hannes, bullen, schweine
hallo cruel
und ansonsten.... ja es fällt mir schwer mit deinen argumenten umzugehen. bis auf deine hoffentlich nur philosophischen betrachtungsweisen von staatsformen muß man deinen argumenten ja zumindest gedanklich folgen. aber wer ist bereit, diesen worten auch taten folgen zu lassen. klar, jeder möchte, daß weniger energie verbraucht wird, aber jeder braucht jeden tag mehr.
klar, daß jeder am liebsten die kernkraftwerke abschalten würde und keinen atomstrom möchte. aber sieh dir die bürgerproteste an, wenns beispielsweise um die aufstellung einer windkraftanlage geht.
auf dem stand unserer zivilisation möchte jeder einzelne doch alles, und sei es persönliche sicherheit, beste medizinische versorgung, kindergärten, schulen, unis, ausbildungsplätze, arbeitsplätze mit gutem verdienst, nahverkehrsmittel, haus, heim, garten, frau, kinder, urlaub und und und.... und das kostet seinen preis, dafür müssen wir jetzt mit ozonloch und umweltverschmutzung bezahlen. wer ist denn bereit, jetzt so ohne weiteres wieder den rückwärtsgang einzulegen und zu verzichten ? ziel und weg können doch nur sein, in der bevölkerung von grund auf ein anderes verständnis, auch zum umgang mit energie, zu wecken und gleichzeitig für die forschung, entwicklung und sicherung auch für anlagen zur energieerzeugung, auch kernkraftwerken und aufbereitungsanlagen, einzustehen. alles andere ist doch wie tolle bunte urlaubsprospekte zu verteilen und gleichzeitig die notwendigen verkehrsmittel abzuschaffen.
was ich meine ist, daß man "das pferd nicht von hinten aufzäumen" sollte.
hier ist zunächst die einstellung jedes einzelen zu fragen des umgangs mit energie und rohstoffen gefragt.
in diesem sinne.... vielleicht sehen wir uns ja im nächsten jahr mal da oben? auf der esso-wiese oder der lüneburger straße? aufn kaffee? persönlich kann man ja viel besser reden, sogar mit "bullen". :-)
nur ein kurzer kommentar
meine betrachtungsweisen zu staatsformen sind, sorry, nicht nur gedankenspielereien, sondern schon eher in richtung eigene meinung gehend. staaten haben und schaffen probleme, die aus ihrer form als staat erwachsen und im staat nicht zu loesen sind. dies trifft insbesondere auf staaten mit eine repraesentativen (im gegensatz zu einer direkten) demokratie zu.
und ich gebe dir recht, dass wir in unserer gesellschaft ein maechtiges maechtiges umdenken brauchen, eine neu-definition von beduerfniss, entwicklung, sicherheit, lebensstandard, technologie, armut, etc etc etc. unser heutiges denken ist zumeist das beste beispiel von armut. aber das will ich hier nicht ausfuehren. nur noch, dass bedeutet viel arbeit, viel ueberzeugung, viel scheinbares kaempfen gegen windmuehlen. leider scheint die zeit dieser vorgeschlagenen denkrichtung recht zu geben. und daraus kann man sich leider auch nicht damit verabschieden, dass man den rest der welt als mitschuldig ankreidet.
nochmal für cruel
konfliktmanager martin, der gute bulle
JAAA ZUR ATOMKRAFT !!! Verdammt noch mal !!!
LOL
Kernkraft für alle!
Ich finde es traurig, dass in eurer Bewegung so viele Menschen an der Spitze stehen die scheinbar keine Ahnung haben. Was zum Teufel wird erwartet vom "Atomausstieg"? Jeder Mensch hat das Recht seine Meinung zu äußern in diesem Land und auch zu protestieren. Nur sollte er wissen, wofür bzw. wogegen er es tut!
gruß hc (der sich unter den Kühltürmen von Phillipsburg und neben dem bösen FZK sehr sicher und wohl fühlt)
*lol*