Straßen im Wendland "wie ausgestorben"
Wiedergabe eines telefonischen Berichts aus Laase, 19:30
T. ist vor einer Stunde, wie viele andere, von Dannenberg nach Laase aufgebrochen (Laase ist dort, wo Nord- und Südstrecke wieder zusammentreffen). T. hat es mit Müh und Not und Presseausweis nach Laase geschafft.
Wie er berichtet, sind alle Dörfer und Straßen rund um Laase und die Strecke wie ausgestorben, Ausnahme: viel, viel Polizei und viel Presse. In Laase selbst wurde T. noch mehrmals kontrolliert, insgesamt auf dem Weg dorthin - trotz Presseausweis - sechs mal.
Auf der Straße sitzen im Moment etwa 300 Leute, drum herum stehen nochmal so viele. Die Polizei ist schon seit Stunden dabei, die BlockiererInnen abzuräumen. Schlagstockeinsatz nur vereinzelt, insgesamt ist das Vorgehen relativ moderat. Befragte berichten von nur vorsichtigem Einsatz von Hunden und Pferden. Am Anfang wurden die Abgeräumten noch in Gewahrsam genommen, doch da aus dem Wald immer wieder Kleingruppen die BlockiererInnen auf der Straße verstärken (Zitat NDR-Reporter: "So wie sich das so richtig gehört"), reichen dafür bald die polizeilichen Kapazitäten nicht mehr aus. Jetzt werden nur ab und zu Leute mitgenommen.
Nach T.s Einschätzung ist es ohne Presseausweis und mit dem Auto jetzt überhaupt nicht mehr möglich, auf die Straße kommen.
Viele Leute bewegen sich stattdessen Richtung Gorleben.
Der letzte Castor wird zur Stunde beladen und vermessen.
Wie er berichtet, sind alle Dörfer und Straßen rund um Laase und die Strecke wie ausgestorben, Ausnahme: viel, viel Polizei und viel Presse. In Laase selbst wurde T. noch mehrmals kontrolliert, insgesamt auf dem Weg dorthin - trotz Presseausweis - sechs mal.
Auf der Straße sitzen im Moment etwa 300 Leute, drum herum stehen nochmal so viele. Die Polizei ist schon seit Stunden dabei, die BlockiererInnen abzuräumen. Schlagstockeinsatz nur vereinzelt, insgesamt ist das Vorgehen relativ moderat. Befragte berichten von nur vorsichtigem Einsatz von Hunden und Pferden. Am Anfang wurden die Abgeräumten noch in Gewahrsam genommen, doch da aus dem Wald immer wieder Kleingruppen die BlockiererInnen auf der Straße verstärken (Zitat NDR-Reporter: "So wie sich das so richtig gehört"), reichen dafür bald die polizeilichen Kapazitäten nicht mehr aus. Jetzt werden nur ab und zu Leute mitgenommen.
Nach T.s Einschätzung ist es ohne Presseausweis und mit dem Auto jetzt überhaupt nicht mehr möglich, auf die Straße kommen.
Viele Leute bewegen sich stattdessen Richtung Gorleben.
Der letzte Castor wird zur Stunde beladen und vermessen.
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Ergänzungen
Und nächstes Mal...
hä?
Fortsetzung Bericht von T.
In Laase grübeln DemonstrantInnen wie auch die Presse, was das Ziel der momentanen Polizeistrategie sein mag.
Zwar wird seit Stunden geräumt, noch immer sitzen aber auf ca 50 Metern dicht gedrängt Menschen auf der Straße, circa 300 an der Zahl. T. schätzt den Geländegewinn der Polizei auf die Länge von zwei Einsatzwägen. Es wurden Einheiten abgezogen, sodass jetzt mehr DemonstrantInnen als PolizistInnen anwesend sind (!). Ab und zu bilden PolizistInnen Ketten und drängen irgendwelche Leute rigoros zurück, andere gehen an den Ketten unbehelligt einfach vorbei.
Die Stimmung ist ruhig, die Leute stellen sich darauf ein, die Nacht hier zu verbringen (Küche ist da!)
Nach Laase und auf die Strasse kommt wirklich niemand mehr, Leute fahren Richtung Gedelitz.
Habt Mut.
Seid herzlich gegrüsst: Habt Mut. Seid stark. Bin um ca. 16.00 aus dem Wendland abgereist (leider). Bin in Gedanken bei Euch. Keine Angst vor Kontrollen! Versucht ruhig und sachlich zu bleiben, helft Euch gegenseitig.
Liebste Grüsse an meine Familie, Scholz-Fleitis (Fabi, ich hoffe, alles ist OK) und Birgit!!!!
Wo gibt es Kartenmaterial?
Wo gibt es Karten der Region?
Karte Wendland
AB IN DIE WÜSTE
RICHTIG !! Um die Menschen mit Strom zu versorgen und ihnen den Lebensstandard zu sichern.
Wer hier einen Kampf gegen Kraftwerke, wie z. B. Atomkraftwerke, führt, handelt genau so verwerflich als würde er gegen Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser kämpfen.
Er schädigt somit die Gemeinschaft aller Mitbürger.
Diesen Kämpfern sei nahegelegt:
In vielen Teilen der Welt ist Platz genug für sie (Steppe, Taiga, Wüste, Polargebiete etc.)
Dort sind auch sicherlich keine Kraftwerke u.ä. in der Nähe.
Ich rufe hiermit diese Kämpfer gegen die Zivillisation auf, die Gemeinschaft der Völker in den Industrieländern zu verlassen und ihren Kampf in der Wildnis fortzuführen.
Grundsätzliches zur Kernenergie
ich weiss nicht, auf welche vernünftige Basis sich Eure Argumentationen stützen und wieviel Kraftwerke Ihr bereits von innen gesehen habt. Es gibt jedoch zahlreiche Fakten, die ganz klar darauf deuten, dass es heute und in absehbarer Zukunft ohne Einsatz der Kernenergie in Industrieländern nicht mehr gehen kann.
Bereits heute wird z. B. bei uns in Deutschland ein Drittel der elektrischen Energie damit erzeugt, bezogen auf Grundlastversorgung sind es sogar 60%. Die Gefahr eines GAU ist übrigens kein Argument gegen Kernenergie, denn hierbei handelt es sich um den Auslegungsstörfall, und der wird von der Anlage beherrscht. Die Sicherheit der Kraftwerke ist übrigens bereits so hoch, dass das Risiko, durch alltägliche Lebensaktivitäten zu Schaden zu kommen, um etliche Zehnerpotenzen höher ist als durch Kernenergie. Das dennoch vorhandene (minimale) Restrisiko ist eben der Preis für unsere Wohlstandswünsche.
Die Endlagerung des Atommülls ist technisch gelöst, jedoch politisch blockiert, um ein Argument gegen Kernenergie zu haben.
Die wichtigsten Argumente für die Kernenergie sind der CO²- freie Betrieb (Stichwort Treibhauseffekt) und die hohe spezifische Energiedichte bei geringen Stoffströmen sowie die Preiswürdigkeit und hohe Verfügbarkeit. Deutschland hat hier seit Jahren die weltweit besten Betriebsergebnisse aufzuweisen.
Es besteht leider keine Chance, die Kernenergie durch Nutzung regenerativer Energien wie Sonne und Wind zu ersetzen. Wer anderes behauptet, hat entweder keine Ahnung von Energietechnik oder er spinnt bzw. lügt.
Natürlich kann ich gut verstehen, dass viele von Euch keinen tiefgründigen Einblick in die Materie haben. Ich kann Euch jedoch allgemein empfehlen, mehr Interesse den Disziplinen Physik, Mathematik und Naturwissenschaften allgemein angedeihen zu lassen, als irgendwelche abgedroschenen Phrasen aus der Politik usw. nachzuplappern.
Um Missverständnisse zu vermeiden: Wir Energiefachleute lehnen die Nutzung regenerativer Energieträger keineswegs ab, im Gegenteil: Wir arbeiten daran, denn jede aus Wind, Sonne und Wasser sinnvoll erzeugte Kilowattstunde vermeidet Atommüll, CO² und sonstige Schadstoffe und spart wertvolle Rohstoffe. Die Nutzung regenerativer Energieträger ist jedoch nur im Netzverbund mit gespeicherten, sprich fossilen und nuklearen Energieträgern möglich. Es gibt keine "alternativen Energien". Wir sollten bei der Wahrheit bleiben.
Im Gegensatz zu gewissen Politikern und sog. Umweltpäpsten tun wir auch nich so, als wären wir allmächtig. Wir kennen die naturgesetzlich möglichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Auch die derzeit in Deutschland Regierenden werden die mit Sicherheit bevorstehende Renaissance der Kernenergie in einigen Jahren akzeptieren müssen, wenn sie dann noch ernstgenommen werden wollen.
Die Castor- Behälter sind sicher und stellen keine Gefährdung für die Bevölkerung dar. Sie wurden unter extremen Bedingungen, z. B. 30 min im Feuer bei einer Hitze von 800 Grad getestet.
Dass es bei den Castortransporten zu Problemen kommen wird, war zu erwarten. Ich bin jedoch guter Dinge, dass die Polizisten und der BGS nach und nach die Sache "in den Griff kriegen" werden. Übrigens: Könnt Ihr Euch vorstellen, wie den Leuten beim Räumen der Strecke zumute ist, wenn sie diese Tage das Geschehen in den Medien verfolgen ? Ich selbst bin dabei auch oft sehr befremdet. Mehr Anerkennung und Hochachtung vor dem Können der Sicherheitsfachleute wäre angebracht.
Ich weiss, wovon ich rede, da ich seit 15 Jahren in der Energietechnik tätig bin.
Alles Gute für Eure Zukunft!
Dipl.- Ing. Petra Gisela Müller
@Petra..
Verfügung stehende Stromkapazität um etwa 30-40 % höher
ist als der Verbrauch(zu Spitzenzeiten) wäre es also möglich,
sämtliche AKWs schon morgen abzuschalten. Kein neues Kraftwerk(gleich welcher CO2-Bilanz) müsste gebaut werden,
niemand bräuchte Strom zu sparen(obwohl selbst die kurzfristigen Einsparpotentiale enorm sind, bis zu 30% des
Gesamtverbrauchs), kurz gesagt es ginge kein Lichtlein aus.
Na ja, ich verstehe ja dein Interesse deinen "Arbeitsplatz"
(wahrscheinlich bei einem der AKWbetreibenden Unternehmen) zu erhalten. Aber doch bitte nicht auf meine Kosten, nicht auf Kosten meiner Kinder, nicht auf Kosten der (hoffentlich) folgenden Generationen. NIEMAND auf der Welt
hat eine Idee den Atommüll auch nur für 1000 Jahre SICHER endzulagern. Geschweige denn für 20000 Jahre. Ich übrigens auch nicht. Darum allein schon darf nicht ein Gramm Atommüll mehr produziert werden! Der sogenannte Atomkonsens zum Ausstieg aus der Atomenergie ist gerade mal der Halbzeitpfiff was die Produktion von Atommüll betrifft. Die ohnehin
schon vorhandene Menge(nicht endlagerfähigen) Atommülls
soll mit Billigung fast aller Parteien bis 2030 verdoppelt werden. Und das nur, damit die Besitzer der Stromkonzerne weiter Ihre strahlenden (Milliarden)-Geschäfte betreiben können, nebenbei fällt auch für manch
kleines Rädchen etwas ab. ---Aber ich bin mir sicher das
auch Du irgendwann in den Genuss einer Umschulungsmassnahme, des Arbeitsamtes, zum Landschaftsgärtner kommst.
---Übrigens schade, dass Kerosin(Flugzeugtreibstoff) wesentlich heisser als 800 Grad brennt, und vor allem auch länger als 30 Minuten. -Na ja , netter Versuch....
hallo petra
Spam - Attac
Alles Müller oder was?
Das System abschalten!
profithunger!
wie bauen wir die welt um zur heimat?? (w.f.haug)
durch planung und aktion nach draussen und in die köpfe, die es noch nicht verstanden haben.
drum: stärke zeigen und warme jacken an.
weiter so!
Widerspruch
Schön, daß Du Deine Kritik am Vorgehen der Atomkraftgegner auf Argumente stützt und nicht auf billige Sprüche wie Dein Vorredner "Präsident". Leider muss ich einigen Deiner Aussagen widersprechen. Ich bin selbst Energietechniker (Dipl.-Ing.), arbeite allerdings in der Verfahrenstechnik. Ich bin also nicht ganz ahnungslos und habe sogar schon mal "ein Kraftwerk von innen gesehen" ;-)
1) Die Aussage, daß ein GAU (also eine Kernschmelze) ein von der Anlage beherrschbarer Störfall ist, ist in dieser absoluten Form nicht richtig. Es sind Störfallszenarien denkbar, bei denen auch in einem deutschen KKW eine Katastrophe vom Ausmaß Tschernobyl möglich ist. Daß die Sicherheit der deutschen KKW im weltweiten Vergleich besonders hoch ist unbestritten. Allerdings hat wiederum die jahrelange systematische Umgehung von Sicherheitsauflagen im Kraftwerk Phillipsburg zumindest in meinen Augen diesem guten Image einen erheblichen Kratzer zugefügt.
2) Zum Thema Risiko: Als Energietechnikerin wird Dir bekannt sein, daß die Größe Risiko neben der Dimension der Eintrittswahrscheinlichkeit (im Fall deutscher KKW hoffentlich sehr gering) auch noch die Dimension der möglichen Auswirkungen (für jedes KKW in dicht besiedeltem Gebiet äußerst hoch) hat. Einfaches Beispiel: Ein Gastank für ein einfaches Gebäude wird im ländlichen Raum häufig überirdisch auf dem Grundstück aufgestellt, was nicht als zu risikoreich angesehen wird. Es würde jedoch zu Recht erhebliche Bedenken geben, DEN GLEICHEN TANK mitten auf einem Schulhof aufzustellen. Grund: Wenn er hochgeht sind ungleich mehr Menschen betroffen als im letzten Winkel eines Bauernhofes. Will sagen: Trotz der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit ist auf Grund der sehr gravierenden Auswirkungen die bei einem ernsthaften Unfall zu erwarten wären die Atomkraft als risikoreich einszustufen !
3) Du sprichst von der Preiswürdigkeit der Atomkraft im Vergleich zu anderen Verfahren. Dazu ist zu sagen, daß der Atomstrom nur deshalb so preiswert ist, weil der Staat sie massiv indirekt subventioniert. Wenn die Kraftwerksbetreiber Ihre KKW zu einer Deckungssumme versichern müssten, die einigermaßen die tatsächlich zu erwartenden Schäden bei einem GAU decken könnte, würde der KKW-Strom sogar deutlich mehr kosten als Strom aus Photovoltaik (und der is´ schon echt teuer). Es wird hier also das Risiko der Allgemeinheit aufgehalst während die Konzerne die Gewinne abfassen.
4) Bei der Aussage, daß jemand, der behauptet die Kernkraft könne vollständig durch regenerative Energien ersetzt werden, keine Ahnung hätte oder lügen bzw. spinnen würde verläßt Du leider den Rahmen einer vernünftigen Diskussion in Richtung Beleidigung. Ich will trotzdem auch auf diesen Bereich noch kurz eingehen:
Natürlich ist die verwendung regenerativer Energien bisher noch sehr wenig ausgebaut. Aber daß eine vollständig auf Regenerativen beruhende Energieversorgung technisch nicht MÖGLICH ist ist sicher falsch ! Biomassekraftwerke in Grundlast, Offshore Windkraft auch recht kontinuierlich, Wasserkraft sowieso, zusatzlich Solarthermie mit saisonalen Speichern für die Wärmeversorgung, etc. etc. ... Ein bischen mehr Phantasie, Frau Ingenieurin !
Warum weist Du nicht deutlicher darauf hin, wo das eigentliche Problem liegt: Solange niemand bereit ist, für sauberere Energie mehr Geld zu bezahlen und die Stromversorger ihre Lobby gleich in Form eines Bundesministers haben ist vieles was technisch möglich ist politisch und finanziell einfach nicht gewollt !
Meine Grüße an die tapferen Aktiven auf den Gleisen und den Strassen. Weiter so !
Thomas
Weise Worte....
Aber:
Bereits Winston Churchill hat (sinngemäß) folgendes gesagt:
Wer jung und nicht links ist, hat kein Herz.
Wer älter wird und sich dabei nicht eine gewisse konservative Sicht der Dinge aneignet, hat keinen Grips in der Birne.
In diesem Sinne, liebe Castor-Camper: Viel Spaß beim Erwachsenwerden!
danke Thomas
An Uli
die Zeche zahlen andere
Vorher werden Arbeiter in den sog. "Entwicklungsländern" beim Uranabbau hohen Strahlenbelastungen ausgesetzt, die Folge: Krankheiten, Fehlgeburten, Elend.
Und nach der Verwendung der Brennelemente werden diese in Frankreich in einer Anlage wiederaufbereitet, die nach den deutschen Gesetzen nicht zulässig wäre. Dabei wird Radioaktivität in den Atlantik freigesetzt und rund um La Hague liegt die Zahl der an Leukämie und anderen Krebsarten erkrankten Kinder deutlich höher als im Rest des Landes.
Fazit: Kernenergie tötet! Nicht uns, sondern andere, die nichtmal einen Nutzen davon haben! Wieder einmal sichern sich die Industrietaaten ihren Lebensstandart auf Kosten der Menschen in anderen Ländern = Imperialkapitalismus der übelsten Sorte. Deshalb: Abschalten so schnell wie möglich, es gibt Alternativen, und wo ein (politischer) Wille ist, ist auch ein Weg!
Wendland, wir kommen wieder!