Fotos v. Castorblockade auf ICE-Strecke

Gisela Petersen 13.11.2001 19:45 Themen: Atom
Am Dienstagvormittag ist es zwei Kernkraftgegnern gelungen, sich auf der ICE-Strecke Hamburg - Hannover vor Lüneburg anzuketten und die Durchfahrt des Castorzuges um cirka eine Stunde zu verzögern.
Während sich der Castortransport wegen eines Defektes in Maschen aufhält, steht an der ICE-Strecke Hamburg - Lüneburg zwischen Radbruch und Bardowick eine kleine Gruppe von KernkraftgegnerInnen bereit, um den Castortransport zu stoppen. Mühelos können sie gegen 9.30 Uhr das Gleis betreten. Von Polizei weit und breit keine Spur. Diese ist zu dieser Zeit mit einem weiteren Blockadeversuch in Lüneburg beschäftigt. Tieffliegende Hubschrauber kontrollieren die Strecke. Diesen wird kräftig zugewunken, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Ankettungsaktion von zwei männlichen Personen mittels eines Rohres nach altbewährtem Strickmuster ist gelungen.

Sehr bald ist ein beachtliches Aufgebot an Polizei vor Ort. Diese steht der Situation zunächst machtlos gegenüber. Erst als der Castorzug, der sich langsam der Blockade genähert hatte, in sicherer Entfernung stoppt, ist Hilfe in Sicht. Allerlei Werkzeug wird herangeschafft, um die Angeketteten voneinander trennen zu können. Mit Helmen, Decken und Polizeischilden werden die Blockierer geschützt, um die Verletzungsgefahr durch Funkenflug (Flex) zu minimieren. Langwierige Präzisionsarbeit ist angesagt. Circa zwei Stunden braucht die Polizei, um die Blockade zu beenden. (13.11.01)

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Ergänzungen

Lokschaden

eisenbahner 13.11.2001 - 19:53
Weiß jemand genaueres über den Lokschaden (Radlagerschaden?)? Vor allem: War es bei den roten Dieselloks, also den alten Ludmillas/Taigatrommeln (ddr-altlasten made in russland) oder bei den neuen deutschen e-loks?

Dachschaden

Klapsdoktor 13.11.2001 - 20:48
Wer sich auf der ICE-Strecke ankettet ist nicht ganz dicht !
Man kann auch das überteiben !

Aufpassen!

Sicherheitsbeauftragter der Antiatombewegung 13.11.2001 - 21:17
Es ist recht unverantwortlich, solche Berichte ohne Warnhinwese zu veröffentlichen. Solche Aktionen sind nicht für ungeübte Erstblockierer zum Nachmachen!

Finde ich auch, ist schon Äusserst Suizidal !

Lebenslust 13.11.2001 - 21:27

Redaktionelle Klarstellung

subkontur 13.11.2001 - 22:31
Kritik aufgreifend, weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass solche Aktionen gefährlich sind. Unsere sachliche Berichterstattung verstehen wir indes nicht als Aufforderung zur Nachahmung!
subkontur

ICE- Train Stopping

trainer 13.11.2001 - 22:41
Die Aktion war vorbereitet und durchdacht. Es wurde direkt vor dem Castor-Zug blockiert und nicht vor dem ICE.
Das haben andre vorher gemacht. Nachdem sie in Lüneburg neben der Strecke den Hubschraubern gewunken haben, kam ein ICE im Schritttempo daher, hielt direkt neben den Winkern, die diese Gelegenheiten nutzten und sich davorsetzten. Alle Festgenommenen sind inzwischen wieder frei.

well done

Sky 14.11.2001 - 04:40
You all have our full support.This fight is an international fight. Greetings from Australia

International solidarity

Red Kid 14.11.2001 - 13:16

International solidarity

Red Kid 14.11.2001 - 13:21



Hey,
you are absolutely right. This fight is international. It is not only against the nuclear power stations but against the whole ruling fucking system. There are some more actions against war this year. I hope many people as possible will support. I´m going to the next international demonstration in Brussels on december 14th.
Fight the power
Smash the system
Overthrow capitalism

Dümmliche Kritik ist wohl

zyx 14.11.2001 - 16:37
eher unangebracht. Die Bezeichnung "Suizidal" ist lächerlich, ebenso die Forderung nach Warnhinweisen. Im Gegensatz zu einigen, die sich hier äußern haben die Leute nachgedacht. Mehrere Kilometer vor und hinter der Stelle waren weithin sichtbar Transpis über die Gleise gespannt und zusätzlich ging vor (!) Betreten der Gleise durch die Blockierer eine Warnung bei der DB in Lüneburg ein, worauf die Strecke sofort und völlig gesperrt wurde. Sie haben sich also nicht vor den ICE geworfen oder ähnliches. Zu der Forderung nach Warnhinweisen: Indy ist eine Nachrichtenplattform. Keiner würde auf die Idee kommen, von Zeitungen unter jeden Bericht zu schreiben "Nicht zur Nacharmung empfolen". Selber denken, selber handeln. Das Bild, was die Bewegung bei diesem Castor geboten hat, ist jämmerlich. Die obrige Aktion war die einzige (!), von der Mensch jenes nicht sagen kann.

jjj

15.11.2001 - 00:26
Eine Suizidaktion wär der Knüller für den Medienwald. Die üblichen Ankettungen interessieren mittlerweile keinen Arsch mehr. und das übliche Sitzhippietum ist sowieso nichts als Heuchelei und geistige Verwirrung.

x1000 mal klick

das waer schick 19.11.2001 - 23:39
wenn massenaktionen nicht mehr gehen... egal wir muessen halt auch besser werden. an schienen anschliessen ist leichter als man denkt. fragt leute aus dies koennen, fragt wie man die baut usw... wenn wir naechstes mal mit x1000 anschliessungen am start sind kommen die bullen ganz gut ins rudern. mehr mut und spass fuer uns alle!!