Nazis in Leipzig: 500m Demo

Andre 03.11.2001 22:04 Themen: Antifa
Nach der mißlungenen Demo im September waren heute mal wieder 1000 Faschos in Leipzig. Sie kamen wieder nur 500 Meter...
Nach der mißlungenen Faschodemo im September und dem Versprechen, wiederzukommen, waren heute ca. 1000 Faschos in Leipzig. Ihre geplante Demonstration zum Völkerschlachtdenkmal konnten sie leider nicht durchführen, obwohl die Stadt Leipzig es gerichtlich nicht verhindern konnte. Vielmehr stellte sich eine breite Öffentlichkeit gegen die Nazis und verhinderte den geplanten Demonstrationszug. Nach einer 3stundigen Verzögerung am Bahnhof und einer brutalen Räumung des Bahnhofsvorplatzes der Polizei von den blockierenden Gegendemonstranten liefen die Faschos nach 500m in die nächste Blockade, die u.a. vom Oberbürgermeister angezettelt worden war. Auch diese wurde nach weiteren 2-3 Stunden von der Polizei zurückgedrängt. U.a. die bayrische Sonderkommandos nahmen allerdings keine Rücksicht auf das andere Clientel der Blockierer, sondern schlug sich wacker durch die Bevölkerung von Leipzig. Die Faschos mußten von dort wieder zum Bahnhof zurück. Die Gewalt der Polizei traf wieder einmal die Demonstraten, die gegen rechts aufgetreten sind (Gesicht zeigen, so das Motto). Verfassungsfeindliches von rechts wurde scheinbar bewußt ignoriert (siehe Bild, verbotener Kühnengruß)
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Ergänzungen

erklärung

dabeigewesener 03.11.2001 - 22:24
auf dem foto schlecht zu sehen: "wir fordern die rückgabe der deutschen ostgebiete". weiter wurde skandiert: "friedensmärtyrer rudolf hess" und irgendein 72-jähriger durfte von seiner ruhmreichen zeit bei der waffen-ss erzählen. berichte folgen..erstmal wieder klar werden..

leebzisch

874012964546 03.11.2001 - 22:37
...DOITSCHE POLIZISTEN BESCHÜTZEN DIE FASCHISTEN...

meckerkopp

meckerkopp 04.11.2001 - 03:10
der brutale übergriff der bullen sah so aus, das sie mit pfeffergas bewaffnet auf bürger & antifas losgegangen sind. zu erwähnen bleibt , das diese sitzblockade föllig friedlich war. allgemein waren die bullen in leipzig sehr gewaltätig(wie auch sonst) und scheiße.
sonst fand ich alles ziemlich gelungen.

BRUTALE GEWALT

Ronny 04.11.2001 - 10:26
Ich habe selbst in der ersten Reihe der Sitzblockade am Hauptbahnhof gesessen und wurde, genau wie die ältere Frau neben mir, mit Pfefferspray angegriffen und dann mit Fußtritten und Schlagstockeinsatz von der Straße geschleppt.......

Am Augustusplatz wurde u.a. ein Leipziger Stadtrat gezielt von einem Polizeibeamten zusammengeschlagen, weil er sich der Aufforderung der Polizei FÜGTE und den Platz VERLASSEN WOLLTE!

Meine Freundin wurde von Polizisten im Vorbeigehen geschlagen, obwohl sie nicht innerhalb der abgesperrten Zone war und auch sonst in keinster Weise versucht hat, die Kollegen vom bayrischen USK zu provozieren.

Was können wir unternehmen, wenn unser Staat Faschisten beschützt und friedliche Demonstranten zusammenschlägt um den Nazis den Weg freizuschlagen?

Ronny

@Ronnie

Messerjocke 04.11.2001 - 10:57
Was können wir tun?
nicht in der sog. gewaltdebatte stecken bleiben. damit meine ich die langweilige littanei:wer war brutaler?die Nazis?die Bullen?die Autonomen? mit dieser linie kommt mensch leider nicht weiter. die bürger,die in leipzig angegriffen wurden dürften erheblichen dikussionsbedarf haben. mensch sollte mit ihnen diskutieren und das feld nicht den spd- oder pds-vertrtern überlassen. in der nazisache sind breite bündnisse unerlässlich, vor allem wenn wir die entwicklung der bullenrepression betrachten: in berlin am 25.11.01 haben die bullen den preis für zu hoch erachtet (= bürger mitverkloppen),und den nazis den weg nicht bis zu ende freigeprügelt. in leipzig war das wohl anders. lernen wir daraus. das die repression angeprangert wird,ist selbsverständlich. nicht selbstverständlich ist allerdings,das nach solchen prügelorgien, wie jetzt in leipzig, die verprügelten bürger radikaler in ihren protesten würden - an die wut können wir aber gut anknüpfen. eher werden die leute isoliert und das gilt es zu stoppen. also: rein in die diskussion und eigene dogmas überprüfen, könnte ne chance sein.
ahoi

augen auf!

www 04.11.2001 - 11:05
ich glaube, dass einige zu wild in ihrer beschreibung sind. sicher waren mal wieder ein paar bullen dabei, die zur sorte der weniger geduldigen bis völlig austickenden gehören. aber die anzahl derer ist einfach sehr gering( klar, trotzdem noch zu viel!). ich hatte den eindruck, dass sie sehr konzentriert bei der sache waren und nicht versucht haben zu provozieren.
wenn ihr mal besser hingesehen hättet, wäre euch nicht entgangen, dass die bullen zwar die rechten-demo "beschützt" haben, aber durch ihre ständigen verzögerungen auch mit dafür gesorgt haben, dass die nasen ebend nur 400 m weit gekommen sind.
auch ein bulle ist tatsächlich nur ein mensch, irgendwo unter seiner panzerähnlichen maskerade, und er muß nun mal den anweisungen folgen(war ja nicht zu verkennen, wie viel bock die darauf hatten)und wenn sich in ihren einsätzen im rahmen der gesetze bewegen ist das in ordnung.

ausserdem hat der gestrige tag mal wieder bewiesen, das die engstirnigen hohlköpfe leider nicht nur auf der seite der rechten zu finden sind: dank an flaschen- und steinewerfer und all die dummen sprücheklopper (..dass bullen nazis sind z.b.- sehr durchdacht...).

Bullen raus

Pät 04.11.2001 - 11:19
Also ich saß auch in der vorderen Reihen und es gab leider so ein paar bekloppte Loitz, die mit Flaschen und Steinen auf die Bullen geworfen haben. Das beruhigte die Bullen nun auch nich unbedingt... Trotzdem wars wie immer ein viel zu brutales Vorgehen der günen Nazis.
Aso - noch ein paar lustige Sprüche des Nazisprechers
"Gegen Faschismus, für Freiheit!" und später als die eine Faschoband gespielt hat, riefen alle "Rudolf Hess". Was natürlich überhaupt kein Widerspruch ist ;-)
Zum Schluß "Und zu jedem einzelnen von euch muß ich sagen: Wir kriegen euch alle!"
"Dieser Abschaum, der heute gegen uns demonstriert hat, ist nicht das Volk von Leipzig! Das eigentliche Volk von Leipzig steht uns verständnisvoll gegenüber!"
Überhaupt erinnerte mich die Stimme von dem Kunden an einen bestimmten Mann vor ca. 60 Jahren...

Insgesamt wars ein Teilerfolg für die Faschos, weil sie mal mehr als 100m weit gekommen sind und dass diese Faschoband spielen konnte. Man hörte dann in der ganzen Stadt immer wieder "Rudolf Hess", was schon sehr deprimierend war.
Ansonsten hat es den Nazis aber kaum etwas genützt und meinetwegen können sie gerne wiederkommen.

An www

04.11.2001 - 12:04
Ein paar brutale Bullen? Bist du bekloppt!? Ich weiss gar nicht meht wie viele Knüppel ind Faustschläge ich gestern abbekommen habe von Drecksbullen! Ich bleib bei meiner Meinung: Deutsche Polizisten-Mörder und Faschisten! Wir sehen uns in Grimma, Drecksbullen, diesmal werden wir mehr sein!

04.11.2001 - 12:07
Ich fand mal wieder es war ein geiles Wochenende! Nazis gestoppt, bisschen nass geworden, bisschen randaliert es lohnt sich immer wieder nach Leipzig zu kommen! Wir werden auch wieder kommen wenn die nazis wieder kommen!!!

re: an www

www 04.11.2001 - 13:30
die sache ist doch die: wir waren gestern dort, um den nazis zu zeigen, dass sie in unserer stadt nicht wilkommen sind! also: gegen nazis, nicht gegen bullen. und wer dämlich rumprovoziert, bekommt nun mal eine antwort darauf. auch wenn ich weiß, dass diese nicht in jedem fall zu rechtfertigen ist. aber bullen als mörder und faschisten zu bezeichnen , ist doch nur ein sich aufheizen ohne seinen objektiven überblick zu behalten.
ich find armselig, sich irgendwelche feindbilder aufzubauen, nur als beweis, dass man gegen diesen staat ist.

What to do

subversiver 04.11.2001 - 13:51
um mal wieder zurückzukehren: ich finde die ideen von messerjocke ganz wichtig. ich wollte noch hinzufügen: so ein bulleneisatz wirkt auf jeden fall erste inmal einschüchternd. viele, die mit sowas keine erfahrung haben, werden es sich beim nächsten mal überlegen. wichtig wäre vielleicht zusammen mit "gemäßigten" gruppen (ja, auch der pds und bürgerrechtlern) eine art betroffenenveranstaltung zu machen. das hat in berlin geklappt. da kann auch ein gemeinsames juristisches vorgehen erwogen werden. bringt zwar so kein gewinn, aber wenns in die presse kommt....

boah

Äkelhaft 04.11.2001 - 13:56
soviele Fascho/Bollenprovos hier, is ja ...

alex 04.11.2001 - 14:24
naja die bullen waren halt etwas neben der kappe. wie immer. dem OB tiefensee muss man natürlich ein lob aussprechen dass er solang zwischen den antifas ausgeharrt ist. aber er hatte im gegensatz zu den alten damen die den bullen zum opfer gefallen sind und in krankenwagen mussten bodyguards und sein fernsehteam was ihn immer schön in grossaufnahme gezeigt hat. genauso wie der herr pfarrer führer der kurz nach 12 mit seinem fernsehteam aufm augustusplatz angetreten ist. eigendlich sollten wir darüber auch froh sein weil wer weiss vielleicht wär ja gar keine presse gekommen wenn die hohen herren net da gewesen wären. LEIPZIG FREI VON NAZIS! naja vielleicht auf der strasse. erstmal. aber in den köpfen sind die noch lang net draussen.

leipzig-immer ein erlebnis....

future_revolution 04.11.2001 - 15:31
manche comments hier lassen einem echt die kotze hochkommen... naja. hier soll wohl langsam der eindruck erweckt werden, der obm und die paar hundert bürger allein hätten die fascho-demo am 10 km marsch gehindert... tststs, das geht wohl völlig an der realität vorbei. fakt ist: die erste blockade bestand hauptsächlich aus autonomen/punks/gewaltbereiten. als die bullen dann anfingen mit ihren "polizeilichen massnahmen" eskalierte die situation. kleine barris, steine, flaschen und pyros gegen die bullen und ihre armada waren die folge. es gingen scheiben en masse zu bruch (commerzbank...). der mehrere hundert leute starke mob zum grossteil vermummt stürmte ueber den augustusplatz ohne von den an allen ecken postierten bullen gestoppt zu werden. dann das eigentor der bullen schlechthin: alle direkt in die city. weitere randale, geschockte bürger, keine bullen. die waren, nachdem sie den weg vom bahnhof bis zum a-platz und der bürgerdemo geräumt hatten, dort geblieben. dann beruhigte sich die situation und es tat sich stunden nix. die faschos liefen ihre paar meter und das bullengerangel mit den bürgern/spd/pds/kirche... war eigentlich eine farce. denn die taktik war eigentlich eindeutig: verzögern.

@Future_revolution

Strassenkämpfer 04.11.2001 - 17:01
Danke, Future_revolution! Endlich erzählt mal einer wie es wirklich war! Denn genau so hab ich es auch erlebt!

Bullen=Repressionsorgane=willigevollstrecker

hinnes 04.11.2001 - 22:32
Die Bullen machen was sie tun muessen um einen Auftrag zu erfuellen. Sie gehen dabei nicht rechtsstaatlich vor sondern haben immer nur ihr ziel vor augen. So erlebe ich seit Jahren das Vorgehen der polizei. Alles andere ist jPropaganda fuer die bürgerlichen Nichtdabeigewesenen. Bullen sind der Garant für jeden Staat, ob er sich nun rechtstaatlich nennt oder nicht, jegliche unbequeme opposition zu unterdrücken. Dass viele Bullen denken sie tun ihre Pflicht und schutzen die demokratie ist leider immer wieder festzustellen und muss wohl am blidungsniveau liegen. die die was inner birne haben werden eh gleich kommisar und kenne die demos auch nur von hoerensagen. also jeder der glaubt, friedliches vorgehen wuerde ein friedliches handeln der polizei hervorrufen, hat nicht kapiert wie unser staat funktioniert. dieses soll nicht heissen, dass man nicht friedlich vorgehen soll. nur muss man sich repression klar machen und sich eingestehen, dass man sein weltbild von die randaliere hätten ja nicht randalieren sollen dann waere alles besser verlaufen, mal ueberdenken sollte. bullen haben nen knall und jede psychologische untersuchung zum thema kollektive gewaltanwendung unter befehl zeigen dass man alles tut, wenn einem ein vorgesetzter sagt, es sei richtig ja sogar die pflicht. wer keinen bock hat sich solche studien anzusehen kann auch den populäreen (auf ein wissenschaftliches experiment beruhenden film) das experiment ansehehn. so sieht es aus bei den bullen. Ich unterstütze den beitrag weiter oben von messerjocke. breite bündnisse aber jeder wie er will. militanz ist ein mittel.

Naziaufmarsch = Wie am 1.September

ZeckeDessauNord 14.11.2001 - 01:41
der Aufmarsch sieht ja echt genauso aus wie am 1.september!!!
Das diese VERBLÖDETEN Faschos es aber auch immer wieder versuchen müssen und dann wundern sie sich wenn sie aufs Maul kriegen.
Allso meiner Meinung nach sollen sie ruhig so weitermachen dann gibts eben öffter mal 1.Maie im Herbst!!!!!!!!!!!!!!!


Sieg dem ANTIFASCHISTISCHEN STRASSENKAMPF
Tschüß bis zur nächsten Schlacht!

Unser Problem

No 15.05.2002 - 01:40
Unser Problem ist, dass wir Polizisten und auch BGS (obwohl ich gegen den wirklich eine Abneigung hab) immer wieder als bewußte Akteure betrachten. Fakt ist jedoch, die meisten Polizisten sind weder rechts noch links und haben einfach keinen Bock auf Demonstrationen bei denen sie schaffen müssen. Ich habe schon mehrmals erlebt, dass wenn man den Polizisten, die einen Auffordern eine Blockade zu räumen, sachlich erklärt dies nicht zu tun, jedoch auch nicht gewalttätig zu werden, erreichen kann, dass die Blockade (länger) bestehen bleibt, bzw. wenigstens beim wegräumen auch von seiten der Grünen kaum Gewalt angewendet wird. Dieser Dialog muss natürlich stattfinden bevor die Situation eskaliert und Gewalt aus der einen oder anderen Ecke zu einer nicht mehr zu durchbrechender Spirale führt.
Der Text soll jetzt nicht heißen, dass ich Symphatie mit den Bullen habe, aber häufig ist ist es so, dass durch ein direktes aber freundliches Auftreten viel mehr erreichen kann insbesondere wenn man in der Unterzahl ist und bei Ausschreitungungen eh nur auf die Fresse bekäm.