Castor / Die Polizei lügt - Reime spinnt !
Gegenüber von einigen MedienvertreterInnen (u.a. dem Spiegel) hat die Polizei behauptet, das die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen ein Camp im Landkreis Uelzen und eine Blockade der ICE-Strecke plant.
Den Castor schon vor dem Wendland stoppen !
Erklärung der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen zu Äußerungen der Polizei
Gegenüber von einigen MedienvertreterInnen (u.a. dem Spiegel) hat die Polizei behauptet, das die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen ein Camp im Landkreis Uelzen und eine Blockade der ICE-Strecke, anlässlich des anstehenden Castortransportes nach Gorleben plant. In diesem Zusammenhang wurde der Sprecher der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen, Olaf Meyer namentlich genannt und für verantwortlich erklärt.
Nach verschiedenen Anfragen von MedienvertreterInnen erklären wir hiermit folgendes:
Zum Camp
Die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen bereitet kein Camp im Landkreis Uelzen vor. Ein Camp ist von der BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen (BI Uelzen) geplant und soll voraussichtlich vom 10. bis 13. November 2001 durchgeführt werden.
Olaf Meyer, der auch in der BI Uelzen aktiv mitarbeitet, ist an der Vorbereitung des Camps in keiner Weise beteiligt, noch hat er es angemeldet.
Zur Blockade der ICE-Strecke
Die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen hat zu keiner Blockade der ICE-Strecke aufgerufen.
In einer Pressemitteilung vom 26. Oktober 2001 haben wir zu den verschiedenen Widerstands- und Protestaktionen im Wendland und Umgebung aufgerufen. Wobei wir ausdrücklich betont haben, das wir Sitzblockaden auf den Schienen als legitimes Mittel zur Ver- bzw. Behinderung von Atommülltransporten ansehen und dieses nicht nur auf der Strecke von Lüneburg nach Dannenberg, sondern auf sämtlichen Strecken der Deutschen Bahn AG.
Am 15. Mai 2001 und am 1. August 2001 wurde die ICE-Strecke (anlässlich von Castortransporten nach Frankreich) im Landkreis Uelzen zweimal blockiert. Beides Mal wurde der BGS bzw. Mitarbeiter der Bahn AG vorher darüber informiert. Die Gleise wurden erst dann betreten, als sicher war, das der Zugverkehr eingestellt war. Das Mitglieder der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen an diesen Aktionen beteiligt waren ist kein Geheimnis.
Seit einigen Wochen wird darüber spekuliert, ob die ICE-Strecke beim nächsten Transport nach Gorleben blockiert wird. Sollte dies der Fall sein, so ist davon auszugehen, das die Aktionen verantwortungsvoll vorbereitet werden, niemand dabei gefährdet wird und das die Gleise erst dann betreten werden, wenn der Zugverkehr eingestellt ist. Dies haben auch schon verschiedene Anti-Atom-Initiativen erklärt. Wir wiederholen dies an dieser Stelle nochmals ausdrücklich und weisen Behauptungen der Polizei entschieden zurück, das "Autonome" mit der "Unbeholfenheit anderer Castor-Gegner" spielen würden (Allgemeine Zeitung Uelzen, 18.10.2001).
Auch wenn die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen nicht zu einer solchen Blockade aufgerufen hat und eine solche Blockade plant, gehen wir aber davon aus, das der Castorzug auf seinem langen Weg durch die BRD schon weit vor Dannenberg gestoppt wird.
Zum Hintergrund
In der Allgemeinen Zeitung Uelzen vom 18.10.2001 erklärte der Direktor der Polizei und Einsatzleiter Hans Reime, das ihm "mögliche Aktionen von Uelzener Mitgliedern der linksautonomen Szene" am "meisten Kopfzerbrechen" bereiten würden.
Wurde am 18.10.2001 nur von der "autonomen Szene" gesprochen, ohne dabei konkreter zu werden und einzelne Gruppen zu benennen, so hat die Polizei dies nun nachgeholt. Jetzt ist von der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen und Olaf Meyer die Rede. Solche Diffamierungs- und Kriminalisierungskampagnen sind aber nichts Neues in Uelzen. So wurde Olaf Meyer schon im Februar 2001 vor einer Anti-Castor-Demonstration in Uelzen, in der Allgemeinen Zeitung Uelzen als "Kopf der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen, einer Gruppierung von Autonomen, die im Verfassungsschutzbericht genannt ist" namentlich genannt. Nach einem Aufmarsch von Neonazis in Uelzen am 7. April 2001, wurde er dann in der selben Zeitung als "gewaltbereiter Rädelsführer" bezeichnet. Solche Zeitungsartikel wurden mit Informationen der Polizei hergestellt. Nun sollen wahrscheinlich wieder ähnliche Artikel erscheinen, wo Olaf Meyer dann für Schienenblockaden oder andere Aktionen verantwortlich gemacht wird. Auch sollen wahrscheinlich solche Konstruktionen der Polizei für Verbote von Camps und Demonstrationen und Kriminalisierung einzelner Personen herhalten.
Wir appellieren an sämtliche Medien, Informationen von Polizei und Verfassungsschutz kritisch zu hinterfragen und nicht ungeprüft zu veröffentlichen.
Für Nachfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.
Uelzen, 31. Oktober 2001
Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen
Erklärung der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen zu Äußerungen der Polizei
Gegenüber von einigen MedienvertreterInnen (u.a. dem Spiegel) hat die Polizei behauptet, das die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen ein Camp im Landkreis Uelzen und eine Blockade der ICE-Strecke, anlässlich des anstehenden Castortransportes nach Gorleben plant. In diesem Zusammenhang wurde der Sprecher der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen, Olaf Meyer namentlich genannt und für verantwortlich erklärt.
Nach verschiedenen Anfragen von MedienvertreterInnen erklären wir hiermit folgendes:
Zum Camp
Die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen bereitet kein Camp im Landkreis Uelzen vor. Ein Camp ist von der BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen (BI Uelzen) geplant und soll voraussichtlich vom 10. bis 13. November 2001 durchgeführt werden.
Olaf Meyer, der auch in der BI Uelzen aktiv mitarbeitet, ist an der Vorbereitung des Camps in keiner Weise beteiligt, noch hat er es angemeldet.
Zur Blockade der ICE-Strecke
Die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen hat zu keiner Blockade der ICE-Strecke aufgerufen.
In einer Pressemitteilung vom 26. Oktober 2001 haben wir zu den verschiedenen Widerstands- und Protestaktionen im Wendland und Umgebung aufgerufen. Wobei wir ausdrücklich betont haben, das wir Sitzblockaden auf den Schienen als legitimes Mittel zur Ver- bzw. Behinderung von Atommülltransporten ansehen und dieses nicht nur auf der Strecke von Lüneburg nach Dannenberg, sondern auf sämtlichen Strecken der Deutschen Bahn AG.
Am 15. Mai 2001 und am 1. August 2001 wurde die ICE-Strecke (anlässlich von Castortransporten nach Frankreich) im Landkreis Uelzen zweimal blockiert. Beides Mal wurde der BGS bzw. Mitarbeiter der Bahn AG vorher darüber informiert. Die Gleise wurden erst dann betreten, als sicher war, das der Zugverkehr eingestellt war. Das Mitglieder der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen an diesen Aktionen beteiligt waren ist kein Geheimnis.
Seit einigen Wochen wird darüber spekuliert, ob die ICE-Strecke beim nächsten Transport nach Gorleben blockiert wird. Sollte dies der Fall sein, so ist davon auszugehen, das die Aktionen verantwortungsvoll vorbereitet werden, niemand dabei gefährdet wird und das die Gleise erst dann betreten werden, wenn der Zugverkehr eingestellt ist. Dies haben auch schon verschiedene Anti-Atom-Initiativen erklärt. Wir wiederholen dies an dieser Stelle nochmals ausdrücklich und weisen Behauptungen der Polizei entschieden zurück, das "Autonome" mit der "Unbeholfenheit anderer Castor-Gegner" spielen würden (Allgemeine Zeitung Uelzen, 18.10.2001).
Auch wenn die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen nicht zu einer solchen Blockade aufgerufen hat und eine solche Blockade plant, gehen wir aber davon aus, das der Castorzug auf seinem langen Weg durch die BRD schon weit vor Dannenberg gestoppt wird.
Zum Hintergrund
In der Allgemeinen Zeitung Uelzen vom 18.10.2001 erklärte der Direktor der Polizei und Einsatzleiter Hans Reime, das ihm "mögliche Aktionen von Uelzener Mitgliedern der linksautonomen Szene" am "meisten Kopfzerbrechen" bereiten würden.
Wurde am 18.10.2001 nur von der "autonomen Szene" gesprochen, ohne dabei konkreter zu werden und einzelne Gruppen zu benennen, so hat die Polizei dies nun nachgeholt. Jetzt ist von der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen und Olaf Meyer die Rede. Solche Diffamierungs- und Kriminalisierungskampagnen sind aber nichts Neues in Uelzen. So wurde Olaf Meyer schon im Februar 2001 vor einer Anti-Castor-Demonstration in Uelzen, in der Allgemeinen Zeitung Uelzen als "Kopf der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen, einer Gruppierung von Autonomen, die im Verfassungsschutzbericht genannt ist" namentlich genannt. Nach einem Aufmarsch von Neonazis in Uelzen am 7. April 2001, wurde er dann in der selben Zeitung als "gewaltbereiter Rädelsführer" bezeichnet. Solche Zeitungsartikel wurden mit Informationen der Polizei hergestellt. Nun sollen wahrscheinlich wieder ähnliche Artikel erscheinen, wo Olaf Meyer dann für Schienenblockaden oder andere Aktionen verantwortlich gemacht wird. Auch sollen wahrscheinlich solche Konstruktionen der Polizei für Verbote von Camps und Demonstrationen und Kriminalisierung einzelner Personen herhalten.
Wir appellieren an sämtliche Medien, Informationen von Polizei und Verfassungsschutz kritisch zu hinterfragen und nicht ungeprüft zu veröffentlichen.
Für Nachfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.
Uelzen, 31. Oktober 2001
Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Feindbildaufbau
Zusammen sind wir der Widerstand
»ICE-Strecke« stimmt nicht ganz
Zitat: --- Das »ICE-Strecken«-Märchen (Hannover-Hamburg): Auf der Hauptstrecke von Hannover nach Hamburg (über Celle, Uelzen, Lüneburg) verkehren zwar zahlreiche ICEs, es handelt sich aber nicht, wie z.B. von Polizeiseite oft behauptet bzw. suggeriert wird, um eine sogenannte ICE-Strecke im Sinne einer ICE-Neubaustrecke, sondern um eine Ausbaustrecke. Hier fahren schon seit Jahrzehnten ICs genauso schnell wie heute die ICEs, nämlich maximal 200 km/h. Die ICEs fahren also nicht die üblichen 250 bis 280 (oder gar 300 km/h). Der Bremsweg bei 200 km/h ist zwar bedeutend niedriger als bei 250 oder 280 km/h, aber immer noch so lang, daß zu direkten Protestaktionen nicht geraten werden kann. Vorsicht: Auch die InterRegios fahren auf der Strecke mit maximal 200 km/h ---