ATTAC Kongress 19.10.2001 in Berlin
Einen ersten Eindruck vom Kongress, einige Schnippsel aus der Vorhalle des Audimax der TU-Berlin
Über 2000 Kongressteilnehmer haben sich an der TU-Berlin
eingefunden,um mit ATTAC und anderen plitischen Strömungen über die
Forderung "Eine andere Welt ist möglich" zu diskutieren. Das Audimax
der TU reichte nicht aus,alle Besucher aufzunehmen,aber attac hat
dafür gesorgt,da alle die Veranstaltungen mitbekommen,in einem
Nebenhörsaal wurde via Liveübertragung alles auf Leinwand
projeziert,ein erhebendes Gefühl war das schon: So viele
Globalisierungskritiker an einem Ort versammelt zu wissen,und das
alles ohne Tränengas, Polizeieinsätze und offensichtliche
Repressionen,wie auf den letzten globalierungskritischen
Demonstrationen in Götheborg und Genua.
Die Auftakterveranstaltungen waren eine Rezitierung von Brechts
Stück "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" durch die Berliner
Schauspielerin Käthe Reichel. Anschliessend wurden Redebeiträge von
H.E. Richter, De Oliveira (Landlosenbewegung Brasilien) und Jean Ziegler zum
Thema "Realität und Mythos ökonomischer Globalisierung" gehalten.
Käthe Reichelt äusserte in einem Interview ihre Beweggründe, die
attac Bewegung durch ihre Kunst zu unterstützen: Das Brechtstück
handelt von den Konsequenzen für die Arbeiter des Schlachthofes von Chicago nach dem Börsencrash von 1929 und den sozialen wie politischen
Folgen. Weil sich solch eine Situation nicht widerholen darf,ist sie
aufgetreten. Dieses Statement trug Käthe Reichelt mit eindrucksvoller
emotionaler Bewegung vor.
Am Kongressgebäude verteilten zwei Mitglieder der "Antideutschen
Kommunisten Berlin" Flugblätter gegen ATTAC: Die Kritik von Attac ist eine moralische und geht uns
überhaupt nicht weit genug. Der Kapitalismus ist nicht reperabel,
sondern er muss abgeschafft werden und Organisationen wie ATTAC
machen sich durch ihre Reformismusideale mitschuldig an den
furchtbaren Globalisierungsfolgen. Hier entspannen sich engagierte
Diskussionen - die übrigens garnicht so feindselig ausgetragen wurden, wie in einigen Kommentarschlachten hier auf imc .
Die Besucher kommen aus unterschiedlichsten,politischen
Zusammenhängen: Schüler, privatiserte Achtundsechziger , Studenten,
Gewerkschafter , Organisationsvertreter von NGOs und Basisgruppen,
interessierte Bürger und einige Politiker von Grünen und linken
Parteien ergaben eine hoffnungsvolle, bunte Mischung. Stehen wir am
Anfang einer neuen ausserparlamentarischen Opposition und welche
Ideen setzen sich in dieser durch ? Der Kongress läuft noch bis
Sonntag nachmittag, es kann sich sehr lohnen, dort mal vorbeizukommen.
eingefunden,um mit ATTAC und anderen plitischen Strömungen über die
Forderung "Eine andere Welt ist möglich" zu diskutieren. Das Audimax
der TU reichte nicht aus,alle Besucher aufzunehmen,aber attac hat
dafür gesorgt,da alle die Veranstaltungen mitbekommen,in einem
Nebenhörsaal wurde via Liveübertragung alles auf Leinwand
projeziert,ein erhebendes Gefühl war das schon: So viele
Globalisierungskritiker an einem Ort versammelt zu wissen,und das
alles ohne Tränengas, Polizeieinsätze und offensichtliche
Repressionen,wie auf den letzten globalierungskritischen
Demonstrationen in Götheborg und Genua.
Die Auftakterveranstaltungen waren eine Rezitierung von Brechts
Stück "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" durch die Berliner
Schauspielerin Käthe Reichel. Anschliessend wurden Redebeiträge von
H.E. Richter, De Oliveira (Landlosenbewegung Brasilien) und Jean Ziegler zum
Thema "Realität und Mythos ökonomischer Globalisierung" gehalten.
Käthe Reichelt äusserte in einem Interview ihre Beweggründe, die
attac Bewegung durch ihre Kunst zu unterstützen: Das Brechtstück
handelt von den Konsequenzen für die Arbeiter des Schlachthofes von Chicago nach dem Börsencrash von 1929 und den sozialen wie politischen
Folgen. Weil sich solch eine Situation nicht widerholen darf,ist sie
aufgetreten. Dieses Statement trug Käthe Reichelt mit eindrucksvoller
emotionaler Bewegung vor.
Am Kongressgebäude verteilten zwei Mitglieder der "Antideutschen
Kommunisten Berlin" Flugblätter gegen ATTAC: Die Kritik von Attac ist eine moralische und geht uns
überhaupt nicht weit genug. Der Kapitalismus ist nicht reperabel,
sondern er muss abgeschafft werden und Organisationen wie ATTAC
machen sich durch ihre Reformismusideale mitschuldig an den
furchtbaren Globalisierungsfolgen. Hier entspannen sich engagierte
Diskussionen - die übrigens garnicht so feindselig ausgetragen wurden, wie in einigen Kommentarschlachten hier auf imc .
Die Besucher kommen aus unterschiedlichsten,politischen
Zusammenhängen: Schüler, privatiserte Achtundsechziger , Studenten,
Gewerkschafter , Organisationsvertreter von NGOs und Basisgruppen,
interessierte Bürger und einige Politiker von Grünen und linken
Parteien ergaben eine hoffnungsvolle, bunte Mischung. Stehen wir am
Anfang einer neuen ausserparlamentarischen Opposition und welche
Ideen setzen sich in dieser durch ? Der Kongress läuft noch bis
Sonntag nachmittag, es kann sich sehr lohnen, dort mal vorbeizukommen.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
WAS??
Ich geh da auch hin
...
es ist nun wirklich allgemein bekannt,
aha?
Parteigründung
War das jetzt ernst gemeint oder ein Fake von der TAZ.
Ansonsten teile ich die Kritik an Attac vollständig.
Ich lese regelmässig die Zeitung "Die Börse" und siehe da, es gab in der letzten Ausgabe ein 2 Seiten Interview mit einem Attac Deutschland Sprecher. Mein Gott was der erzählte war wirklich Sozialdemokratisch.
was die Leute so wissen von ATTAC
Kapitalismus abschaffen.
Geht denen nicht auf den Leim! Die wahre Bewegung redet nicht mit den Mächtigen, sie marschiert auf der Straße! Wer den Ausbeutern die Hand reicht, dem soll sie verdorren! Auf eurem Kongreß solltet ihr euch nur mit einer Frage befassen, einer einzigen: Arbeitet einen konkreten Maßnahmenplan zur Abschaffung des Kapitalismus aus. Denn das steht jetzt auf der Tagesordnung der Weltgeschichte.
ob grün, ob braun...
"Lin Wei"
Eigentum ist Diebstahl!!
Danke!