Anwort an das Kollektiv IMC-Rußland
Geehrte Kollegen,
da Indymedia-Rußland von Anfang an ein eigenmächtiges
Unternehmen war, bin ich bereit die vorliegende eigenmächtige Erklärung des
Kollektivs, die Namen von Personen beinhaltet, die sich bisher an der Arbeit
an der Seite überhaupt nicht beteiligt haben, als rechtmäßig anzuerkennen
und mich dem ausgesprochenen Verdikt unterzuordnen. Mit dem Moment der
Publizierung dieses Postings, lege ich alle Aufgaben als Hauptadministrator
der Seite ab und trete auch von meiner Teilnahme an seiner Moderierung
zurück. Wem ich die Passwörter und Schlüssel zur Seite übergeben soll, soll
vom Kollektiv entschieden werden. Dazu bin ich auch bereit, mich mit dem
zukünftigen Webmaster zusammenzusetzen, besonders betreffs meiner
Archivmappen der russischen Indymedia-Seite.
Zum Abschluß unserer Zusammenarbeit, die, wenn auch auf negative Weise,
letztlich zur gewünschten Formierung eines Kollektivs geführt hat, möchte
ich gerne nochmals mein völliges Einverständnis mit allen fundamentalen
Rechten und Freiheiten des Menschen versichern und bitte darum, die
Beispiele meiner rein privaten intellektuellen Bemühungen nicht als
angemessenen Ausdruck einer persönlichen bürgerlichen Position zu betrachten
(????????????). Mein politisches Ideal ist Mahatma Ghandi, der es durch die
konsequente Praxis des gewaltfreien Widerstands und die Politik des
Vertrauens auf die eigenen Kräfte geschafft hat, eine umfassende öffentliche
Front gegen das Ausbeutersystem zu "spinnen" (das Symbol des Ghandismus ist
das Spinnrad).
Ich bin fest davon überzeugt, daß in jeder Gesellschaft immer die
Möglichkeit friedlicher institutioneller Reformen anstatt von Gewaltlösungen
besteht. Daher rührt mein Interesse zum Traditionalismus als Disziplin, die
sich mit fundamentalen sozialen Einrichtungen beschäftigt, welche in
vielerlei Hinsicht das gesellschaftliche Rechtsbewußtsein der Massen bis zum
heutigen Tag bestimmen.
Die Texte mit traditionalistischem Hintergrund, welche mir als rechte
Propaganda inkriminiert werden, stellen in der Tat den kreativen Versuch
dar, sich in einen bestimmten Diskurs hineinzudenken, der eine Zeit lang
meine Aufmerksamkeit als soziologischer Forschungsgegenstand erregte.
Daneben waren zu unterschiedlichen Zeitpunkten andere Diskurse ebenfalls
Gegenstand meiner Forschung, von der radikalen Ökobewegung im Geiste
Unabombers bis zur orthodoxen Mystik des göttlichen Herrschers in den
Traditionen Rastafaris, vom konservativen Proudhon bis zum libertären von
Haiek.
Doch all dies ist keine müßige Ablenkung in der Freizeit, sondern ein
Bestandteil meines Lebens als Medienmensch und als Person, die in womöglich
unpassender Weise bemüht ist, das unvereinbare zu vereinen. Als ich
Indymedia-Rußland gegründet habe, hatte ich gehofft, daß meine Erfahrung der
allseitigen Erforschung der Problematik sozialer Ungleichheit und der
repressiven Ethik dabei hilft, die Seite zu einem Ort des Dialogs für all
jene zu werden, die auf der Suche nach einer gemeinsamen
Diskussionsgrundlage durch solidarisches Verstehen neuer historischer
Herausforderungen an die freie Gesellschaft seitens des konsolidierten
Herrschaftssystems sind. Dies ist im übrigen alles in der von mir erstellten
Charta (Mission Statement) dargelegt.
Inzwischen hat die Situation des 11. September unerwartet alle gängigen
Vorstellungen über bestehende Fronten über den Haufen geworfen, indem ein
neuer Abschnitt der globalen Konfrontation eingeleitet wurde. Welche Haltung
Indymedia-Rußland in dieser Realität einnimmt - das liegt nun nicht mehr an
mir zu entscheiden, und ich kann lediglich der neu gefestigten Redaktion ein
hohes Niveau an Professionalität zu
wünschen und ein gutes Andenken zu bewahren.
Hochachtungsvoll, der Redakteur
P.S.:
Ich möchte all diejenigen um Entschuldigung bitten, denen durch diese
Geschichte Unannehmlichkeiten bereitet wurden. Das Vorgefallene ist mir
äußerst peinlich und es tut mir leid, daß meine mysthischen Machwerke im
traditionalistischen Sinne einen solch schrecklichen Eindruck hinterlassen
und noch dazu zum Objekt zweifelhafter Nachdrucke wurden. In den Tagen von
Seattle begriff ich, daß eine neue Epoche anbricht, ich habe mich von den
alten Idolen verabschiedet und mich vollkommen dem Wind der Veränderungen
geöffnet. Denn eben dieser Wind spornte mich zur Gründung des
russischsprachigen Indymedia an. Ich freue mich, daß es mir möglich war mit
euch zu arbeiten, obwohl das wohl nicht auf Gegenseitigkeit beruht.
Ich bitte keinen Groll gegen mich zu hegen.
Wladimir
Unternehmen war, bin ich bereit die vorliegende eigenmächtige Erklärung des
Kollektivs, die Namen von Personen beinhaltet, die sich bisher an der Arbeit
an der Seite überhaupt nicht beteiligt haben, als rechtmäßig anzuerkennen
und mich dem ausgesprochenen Verdikt unterzuordnen. Mit dem Moment der
Publizierung dieses Postings, lege ich alle Aufgaben als Hauptadministrator
der Seite ab und trete auch von meiner Teilnahme an seiner Moderierung
zurück. Wem ich die Passwörter und Schlüssel zur Seite übergeben soll, soll
vom Kollektiv entschieden werden. Dazu bin ich auch bereit, mich mit dem
zukünftigen Webmaster zusammenzusetzen, besonders betreffs meiner
Archivmappen der russischen Indymedia-Seite.
Zum Abschluß unserer Zusammenarbeit, die, wenn auch auf negative Weise,
letztlich zur gewünschten Formierung eines Kollektivs geführt hat, möchte
ich gerne nochmals mein völliges Einverständnis mit allen fundamentalen
Rechten und Freiheiten des Menschen versichern und bitte darum, die
Beispiele meiner rein privaten intellektuellen Bemühungen nicht als
angemessenen Ausdruck einer persönlichen bürgerlichen Position zu betrachten
(????????????). Mein politisches Ideal ist Mahatma Ghandi, der es durch die
konsequente Praxis des gewaltfreien Widerstands und die Politik des
Vertrauens auf die eigenen Kräfte geschafft hat, eine umfassende öffentliche
Front gegen das Ausbeutersystem zu "spinnen" (das Symbol des Ghandismus ist
das Spinnrad).
Ich bin fest davon überzeugt, daß in jeder Gesellschaft immer die
Möglichkeit friedlicher institutioneller Reformen anstatt von Gewaltlösungen
besteht. Daher rührt mein Interesse zum Traditionalismus als Disziplin, die
sich mit fundamentalen sozialen Einrichtungen beschäftigt, welche in
vielerlei Hinsicht das gesellschaftliche Rechtsbewußtsein der Massen bis zum
heutigen Tag bestimmen.
Die Texte mit traditionalistischem Hintergrund, welche mir als rechte
Propaganda inkriminiert werden, stellen in der Tat den kreativen Versuch
dar, sich in einen bestimmten Diskurs hineinzudenken, der eine Zeit lang
meine Aufmerksamkeit als soziologischer Forschungsgegenstand erregte.
Daneben waren zu unterschiedlichen Zeitpunkten andere Diskurse ebenfalls
Gegenstand meiner Forschung, von der radikalen Ökobewegung im Geiste
Unabombers bis zur orthodoxen Mystik des göttlichen Herrschers in den
Traditionen Rastafaris, vom konservativen Proudhon bis zum libertären von
Haiek.
Doch all dies ist keine müßige Ablenkung in der Freizeit, sondern ein
Bestandteil meines Lebens als Medienmensch und als Person, die in womöglich
unpassender Weise bemüht ist, das unvereinbare zu vereinen. Als ich
Indymedia-Rußland gegründet habe, hatte ich gehofft, daß meine Erfahrung der
allseitigen Erforschung der Problematik sozialer Ungleichheit und der
repressiven Ethik dabei hilft, die Seite zu einem Ort des Dialogs für all
jene zu werden, die auf der Suche nach einer gemeinsamen
Diskussionsgrundlage durch solidarisches Verstehen neuer historischer
Herausforderungen an die freie Gesellschaft seitens des konsolidierten
Herrschaftssystems sind. Dies ist im übrigen alles in der von mir erstellten
Charta (Mission Statement) dargelegt.
Inzwischen hat die Situation des 11. September unerwartet alle gängigen
Vorstellungen über bestehende Fronten über den Haufen geworfen, indem ein
neuer Abschnitt der globalen Konfrontation eingeleitet wurde. Welche Haltung
Indymedia-Rußland in dieser Realität einnimmt - das liegt nun nicht mehr an
mir zu entscheiden, und ich kann lediglich der neu gefestigten Redaktion ein
hohes Niveau an Professionalität zu
wünschen und ein gutes Andenken zu bewahren.
Hochachtungsvoll, der Redakteur
P.S.:
Ich möchte all diejenigen um Entschuldigung bitten, denen durch diese
Geschichte Unannehmlichkeiten bereitet wurden. Das Vorgefallene ist mir
äußerst peinlich und es tut mir leid, daß meine mysthischen Machwerke im
traditionalistischen Sinne einen solch schrecklichen Eindruck hinterlassen
und noch dazu zum Objekt zweifelhafter Nachdrucke wurden. In den Tagen von
Seattle begriff ich, daß eine neue Epoche anbricht, ich habe mich von den
alten Idolen verabschiedet und mich vollkommen dem Wind der Veränderungen
geöffnet. Denn eben dieser Wind spornte mich zur Gründung des
russischsprachigen Indymedia an. Ich freue mich, daß es mir möglich war mit
euch zu arbeiten, obwohl das wohl nicht auf Gegenseitigkeit beruht.
Ich bitte keinen Groll gegen mich zu hegen.
Wladimir
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Kann man den rechten spinner nicht löschen?
Kann Mensch Peter nicht löschen?
Ich habe Niemals gezweifelt Wladimir
Lesen und verstehen Sechs, setzen!
Bestmögliche Sache
warum kam nicht gleich
Also das was ich von Wladimir gesehen habe
Ich weiss nicht, hier haben auch Andere
Alter bei dem gabs Keine Limits
Was macht der nun als Freier Journalist?
Wenn der aus seinen Forschungsobjekten
redhack bist du dir Sicher
Ich weiss nicht
Ich habe noch was gefunden
Mir wird Schlecht!
Aber eine Macke hat er!
Genau!
provokateure!
Ich sage es noch Mal
Wladimir ist ein Linker Ghandi