Die Stunde der Sicherheitsstrategen
Bundesregierung und Bundestag erklärten heute in einer Entschließung ihre prinzipielle Bereitschaft, gegebenenfalls einen Militäreinsatz gegen Terrorismus im Rahmen der Nato mitzutragen , der Berliner Senat hat als Reaktion auf die Terroranschläge in den USA eine Reihe von Sofortmaßnahmen beschlossen, zudem tagte gestern die ständige Konferenz der Innenminister und Senatoren (IMK) über einen Maßnahmenkatalog, so auch über den möglichen Einsatz der Bundeswehr im Inneren.
Im Berliner Innenausschuss wurde heute versucht, Einigkeit zu demonstrieren, Hans-Georg Lorenz [ SPD ] sprach ebenso vom Angriff auf die zivilisierte Welt und das wir alle Amerikaner seien, wie die PDS "anlassbezogene Massnahmen" begrüßte und ein Grüner es nicht als störend empfand, daß in dieser Situation "nun mehr Grün auf die Strasse" kommen müsse. Es wurden im Laufe der Sitzung zwar auch vereinzelt Kritik an den Maßnahmepaketen laut und Differenzen deutlich, so zB die Erkenntnis, daß "nichts was hier diskutiert wird [..] geeignet gewesen [ wäre ], diesen speziellen Anschlag zu verhindern", eine größere Zurückhaltung zugunsten der Geschlossenheit, die "sicherheitspolitische Zäsur", schien aber deutlich zu überwiegen.
- Notstandsgesetze? - Links zu Notstandsgesetze und mehr
- Frieden im Reichstag- Text von Telepolis
- Text bei Telepolis, der erklärt warum Rauchen jetzt erste Bürgerpflicht wird
- "Massnahmenkatalog" der EU in AP-Meldung - Bericht vom Gipfel in Brüssel, der Demokratieabbau zum Thema hatte. (Siehe auch Indymedia-Belgien)
- Themenseite zu Repressionen
Im Berliner Innenausschuss wurde heute versucht, Einigkeit zu demonstrieren, Hans-Georg Lorenz [ SPD ] sprach ebenso vom Angriff auf die zivilisierte Welt und das wir alle Amerikaner seien, wie die PDS "anlassbezogene Massnahmen" begrüßte und ein Grüner es nicht als störend empfand, daß in dieser Situation "nun mehr Grün auf die Strasse" kommen müsse. Es wurden im Laufe der Sitzung zwar auch vereinzelt Kritik an den Maßnahmepaketen laut und Differenzen deutlich, so zB die Erkenntnis, daß "nichts was hier diskutiert wird [..] geeignet gewesen [ wäre ], diesen speziellen Anschlag zu verhindern", eine größere Zurückhaltung zugunsten der Geschlossenheit, die "sicherheitspolitische Zäsur", schien aber deutlich zu überwiegen.
- Notstandsgesetze? - Links zu Notstandsgesetze und mehr
- Frieden im Reichstag- Text von Telepolis
- Text bei Telepolis, der erklärt warum Rauchen jetzt erste Bürgerpflicht wird
- "Massnahmenkatalog" der EU in AP-Meldung - Bericht vom Gipfel in Brüssel, der Demokratieabbau zum Thema hatte. (Siehe auch Indymedia-Belgien)
- Themenseite zu Repressionen
Dafür hatte Eckhard Körting heute umso mehr zu erzählen, denn die "sicherheitspolitische Zäsur" wird auch an Deutschland nicht spurlos vorbeigehen.
Es gäbe zwar keine Hinweise auf mögliche Attentate in Deutschland oder Berlin, dies könne aber auch keiner ausschließen, so Körting zur neuen Sicherheitsphilosophie in diesen Tagen. Nach den Terroranschlägen habe es die Befürchtungen gegeben, diese könnten als Initialzündung für Nachahmungstäter wirken, aber auch gewalttätige Demonstrationen, vor allem aus den Bereichen Rechtsextremismus und Ausländerextremismus wurden in Betracht gezogen. Als Sofortmaßnahme wurden in Berlin mit Hilfe von Polizei- und BGS-Kräften aus anderen Bundesländern insgesamt 525 Objekte in Objekt- und Raumschutzmaßnahmen eingebunden, darunter amerikanische/israelische/jüdische und arabische Einrichtungen, aber auch zB die britische Botschaft.
Eine Ausweitung dieser Maßnahmen müsse zu gegebenen Anlass [ zB. Bei US-Militäraktionen ] im einzelnen neu geprüft werden.
Problematisch sei an der jetzigen Sicherheitslage, daß es sich bei den Terroristen offensichtlich um "abgeschottete Kleingruppen" handele, deren Mitglieder im Alltag nicht auffallen würden [ die vielzitiereten "Schläfer" ], es könne daher nicht quantitativ sondern müsse unbedingt "qualitativ" auf diese Herausforderungen reagiert werden.
Als "qualitative" Sofortmaßnahmen präsentierte Körting nicht näher erläuterte Innovationen beim Verfassungsschutz, die Errichtung einer neuen "Hard- und Softwareeinrichtung" beim Landeskriminalamt [ LKA ], die Einrichtung eines sogenannten "Netzwerkes für Intelligenz", über das durch Datensatzeingabe und Verknüpfung im stärkeren Maße zu Erkenntnissen gekommen werden soll. Zudem müsse weiterhin die Kooperation der Länder und der Informationsfluss mit anderen Staaten verbessert werden. Diese Maßnahmen sollen im Verlauf der nächsten Wochen und Monate verfeinert werden.
Darüber hinaus tagte gestern die Innenministerkonfernz [ IMK ], wobei in einer Konferenzschaltung über die praktische Umsetzung einer Reihe von weiteren Sofortmaßnahmen diskutiert und diesbezügliche Beschlüsse gefasst wurden, darunter:
" 1.Einführung einer restriktiveren Visa-Erteilung, einschließlich der Überprüfung von Besuchszweck und Besuchsadresse sowie die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für Identifizierungsmaßnahmen und die Datenübermittlung an die Sicherheitsbehörden, und obligatorische Überprüfung von Besuchern bestimmter Staaten insbesondere auch durch die Landesämter für Verfassungsschutz
2.Entwicklung von Rastern/Profilen zum Erkennen potenzieller islamistischer Terroristen, die Deutschland als Ruheraum oder logistische Basis nutzen oder in Deutschland angeworben worden sind
3.Überprüfung und Anpassung aller Luftsicherheitsmaßnahmen gemäß Rahmenplan sowie Intensivierung der Personen- und Gepäckkontrollen auf den Flughäfen. Intensivierung der Sicherheitsüberprüfungen für das Personal in Risikobereichen [ insbesondere bereits erteilte Zugangsberechtigungen ] und Erweiterung der Sicherheitsüberprüfungen auf alle Flughafenbeschäftigten sowie im Hinblick auf den personellen und materiellen Innenschutz in Flugzeugen; entsprechende Anpassung der rechtlichen Vorschriften
4.Verstärkter Einsatz der Bundeswehr zum Schutz militärischer Einrichtungen einschließlich der Einrichtungen der NATO-Verbündeten sowie Prüfung der rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine Unterstützung durch die Bundeswehr im Objektschutz an weiteren gefährdeten Objekten für den Fall, dass eine erhebliche Verschärfung der Sicherheitslage eine Dauerpräsenz durch die Länderpolizeien und den Bundesgrenzschutz unmöglich erscheinen lässt
5.Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen für die Übermittlung von Erkenntnissen an die Sicherheitsbehörden durch das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge zu Verdachtspersonen der extremistischen oder terroristischen Szene im Rahmen laufender Asylantragsverfahren
6.Prüfung der rechtlichen und technischen Voraussetzungen für den automatisierten Abgleich von Fingerabdrücken aus dem Asylantragsverfahren auch mit offenen Tatortspuren der AFIS-Datei im Bundeskriminalamt
7.Sofortige Abstimmung aller Sicherheitsmaßnahmen von grenzüberschreitender Bedeutung auf europäischer Ebene" [ vergl.http://www.sachsen-anhalt.de/presseapp/data/imk/2001/021_2001.htm ]
Körting erklärte im Verlauf der Aussprache, daß Berlin als Sofortmaßnahme den Empfehlungen der IMK folgend bereits eine Regelüberprüfung durch den Verfassungsschutz bei Einbürgerungen von Menschen aus den folgenden Staatenbeschlossen habe:
Saudiarabien, Tunesien, Algerien, Afghanistan, Bangladesh, Kuwait, Pakistan, Vereinigte Arabische Emirate.
Der Einsatz der Bundeswehr im Inneren [ für Objektschutzmaßnahmen ], den Körting persönlich durch Art. 87a Abs.4 GG bereits abgedeckt sieht, werde in der derzeitigen Situation von der IMK zwar nicht konkret erwogen [ "so eine Situation haben wir noch nicht" ], die Situation könne sich aber nach Vergeltungsschlägen der Amerikaner ergeben. Die IMK habe eben daher beschlossen, die organisatorischen Rahmenbedingungen für einen solchen Fall jetzt vorzubereiten bzw. zu schaffen.
Roland Gewalt (CDU), sonst voller Tatendrang, schien sich im Verlaufe der Aussprache inhaltlich eher kraftlos zu brüskieren, unter anderem darüber, daß er gestern bei einem Ausflug in Tempelhof trotz aller Sofortmaßnahmen nicht gründlich genug kontrolliert und durchsucht worden sei, aber auch das änderte wenig daran, daß die von der CDU in die Tagesordnung am 17.09. eingebrachten Drucksachen (Behandlung von Einbürgerungsanträgen bei Bestehen von Sicherheitsbedenken (CDU-Antrag, Drs 14/1518); Entschließung über Abschaffung des Religionsprivilegs (CDU-Antrag auf Annahme einer Entschließung, Drs 14/1520)) vertagt bzw. nicht behandelt wurden, da am 19.09. die Bundespolitik und die Berliner Innenverwaltung längst weitergehende Massnahmen getroffen und einen Diskussionsstand erreicht zu haben scheinen, der von der Berliner CDU trotz Fachkenntnis und Akzeptanz in den Sicherheitsapparaten [ vgl. zB. http://www.polizeiarbeitskreis-cdu-berlin.de/ ] scheinbar vor zwei Tagen noch nicht vermutet wurde. Die Entwicklungen im Bereich Innere Sicherheit scheinen derzeit selbst ihrere früheren Protagonisten zu überrollen.
Zur Behandlung kam noch eine Drucksache der CDU zu "Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Situation bei der Berliner Polizei" [ CDU-Antrag, Drs 14/1519 ] aber auch hier scheint die Entwicklung den vormaligen Sicherheitsspezialisten voraus zu sein. Ein Paket von 13 Mio DM soll dem Berliner Sicherheitsapparat zugute kommen, der Innensenator zählte im Detail als bereits beschlossene Sofortmassnahmen zur Sanierung der Berliner Polizei [ die größtenteils von den Anschlägen entkoppelt betrachtet werden muß ] unter anderem auf:
-300.000 DM für Anschaffung von Pfefferspray [ schon im Gange ]
-Kauf von neuen Schutzwesten, Schutzhelmen ect. [ im Rahmen der Sofortmaßnahmen ]
-487.000 DM für neue Einrichtungen der DANN-Analyse beim LKA [ schon vor den Anschlägen, nach einem Gespräch noch einmal 370.000DM zugelegt ]
-5.600.000 DM für Telekommunikationsüberwachungsmaßnahmen des LKA [ Im Haushalt 2002 - 3,6 Mio / 2003 - 1 Mio / 2004 - 1 Mio DM) (Hierbei geht es wohl darum, die unlängst im Spiegel dargelegten Misstände zu bereinigen ]
-600.000 DM Unterbringung Kruppstrasse
Auch der freiwillige Polizeidienst kam im Rahmen der verschwommenen Debatten zwischen Sondermaßnahmen gegen Terror und dem üblichen Sicherheitsalltag zur Sprache, für Körting eine "Organisation, in der sich Bürger engagieren können um mitzuhelfen" [ zB. Um Straßen abzusperren ]
Bei all den Sicherheitsdebatten nicht ganz unwichtig: Körtings Hinweis, daß es sich bei den Anschlägen in den USA um eine gänzlich neue Dimension handelte und die jetzt getroffenen Maßnahmen daher auch gänzlich anders gehandhabt und beurteilt werden müssten, qualitativ eine andere Frage seien, als Maßnahmen im Umgang mit zB. Hooligans oder Genua-Demonstranten. Wichtig unter anderem auch die Erkenntnis, daß im Zuge der Maßnahmen die "Stigmatisierung ganzer Bevölkerungsgruppen" vermieden werden müsse.
Der Vorsitzende beendete die Ausschusssitzung abschließend mit einer Schweigeminute für die ums Leben gekommenen Feuerwehrleute und Polizisten in den USA.
Es gäbe zwar keine Hinweise auf mögliche Attentate in Deutschland oder Berlin, dies könne aber auch keiner ausschließen, so Körting zur neuen Sicherheitsphilosophie in diesen Tagen. Nach den Terroranschlägen habe es die Befürchtungen gegeben, diese könnten als Initialzündung für Nachahmungstäter wirken, aber auch gewalttätige Demonstrationen, vor allem aus den Bereichen Rechtsextremismus und Ausländerextremismus wurden in Betracht gezogen. Als Sofortmaßnahme wurden in Berlin mit Hilfe von Polizei- und BGS-Kräften aus anderen Bundesländern insgesamt 525 Objekte in Objekt- und Raumschutzmaßnahmen eingebunden, darunter amerikanische/israelische/jüdische und arabische Einrichtungen, aber auch zB die britische Botschaft.
Eine Ausweitung dieser Maßnahmen müsse zu gegebenen Anlass [ zB. Bei US-Militäraktionen ] im einzelnen neu geprüft werden.
Problematisch sei an der jetzigen Sicherheitslage, daß es sich bei den Terroristen offensichtlich um "abgeschottete Kleingruppen" handele, deren Mitglieder im Alltag nicht auffallen würden [ die vielzitiereten "Schläfer" ], es könne daher nicht quantitativ sondern müsse unbedingt "qualitativ" auf diese Herausforderungen reagiert werden.
Als "qualitative" Sofortmaßnahmen präsentierte Körting nicht näher erläuterte Innovationen beim Verfassungsschutz, die Errichtung einer neuen "Hard- und Softwareeinrichtung" beim Landeskriminalamt [ LKA ], die Einrichtung eines sogenannten "Netzwerkes für Intelligenz", über das durch Datensatzeingabe und Verknüpfung im stärkeren Maße zu Erkenntnissen gekommen werden soll. Zudem müsse weiterhin die Kooperation der Länder und der Informationsfluss mit anderen Staaten verbessert werden. Diese Maßnahmen sollen im Verlauf der nächsten Wochen und Monate verfeinert werden.
Darüber hinaus tagte gestern die Innenministerkonfernz [ IMK ], wobei in einer Konferenzschaltung über die praktische Umsetzung einer Reihe von weiteren Sofortmaßnahmen diskutiert und diesbezügliche Beschlüsse gefasst wurden, darunter:
" 1.Einführung einer restriktiveren Visa-Erteilung, einschließlich der Überprüfung von Besuchszweck und Besuchsadresse sowie die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für Identifizierungsmaßnahmen und die Datenübermittlung an die Sicherheitsbehörden, und obligatorische Überprüfung von Besuchern bestimmter Staaten insbesondere auch durch die Landesämter für Verfassungsschutz
2.Entwicklung von Rastern/Profilen zum Erkennen potenzieller islamistischer Terroristen, die Deutschland als Ruheraum oder logistische Basis nutzen oder in Deutschland angeworben worden sind
3.Überprüfung und Anpassung aller Luftsicherheitsmaßnahmen gemäß Rahmenplan sowie Intensivierung der Personen- und Gepäckkontrollen auf den Flughäfen. Intensivierung der Sicherheitsüberprüfungen für das Personal in Risikobereichen [ insbesondere bereits erteilte Zugangsberechtigungen ] und Erweiterung der Sicherheitsüberprüfungen auf alle Flughafenbeschäftigten sowie im Hinblick auf den personellen und materiellen Innenschutz in Flugzeugen; entsprechende Anpassung der rechtlichen Vorschriften
4.Verstärkter Einsatz der Bundeswehr zum Schutz militärischer Einrichtungen einschließlich der Einrichtungen der NATO-Verbündeten sowie Prüfung der rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine Unterstützung durch die Bundeswehr im Objektschutz an weiteren gefährdeten Objekten für den Fall, dass eine erhebliche Verschärfung der Sicherheitslage eine Dauerpräsenz durch die Länderpolizeien und den Bundesgrenzschutz unmöglich erscheinen lässt
5.Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen für die Übermittlung von Erkenntnissen an die Sicherheitsbehörden durch das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge zu Verdachtspersonen der extremistischen oder terroristischen Szene im Rahmen laufender Asylantragsverfahren
6.Prüfung der rechtlichen und technischen Voraussetzungen für den automatisierten Abgleich von Fingerabdrücken aus dem Asylantragsverfahren auch mit offenen Tatortspuren der AFIS-Datei im Bundeskriminalamt
7.Sofortige Abstimmung aller Sicherheitsmaßnahmen von grenzüberschreitender Bedeutung auf europäischer Ebene" [ vergl.http://www.sachsen-anhalt.de/presseapp/data/imk/2001/021_2001.htm ]
Körting erklärte im Verlauf der Aussprache, daß Berlin als Sofortmaßnahme den Empfehlungen der IMK folgend bereits eine Regelüberprüfung durch den Verfassungsschutz bei Einbürgerungen von Menschen aus den folgenden Staatenbeschlossen habe:
Saudiarabien, Tunesien, Algerien, Afghanistan, Bangladesh, Kuwait, Pakistan, Vereinigte Arabische Emirate.
Der Einsatz der Bundeswehr im Inneren [ für Objektschutzmaßnahmen ], den Körting persönlich durch Art. 87a Abs.4 GG bereits abgedeckt sieht, werde in der derzeitigen Situation von der IMK zwar nicht konkret erwogen [ "so eine Situation haben wir noch nicht" ], die Situation könne sich aber nach Vergeltungsschlägen der Amerikaner ergeben. Die IMK habe eben daher beschlossen, die organisatorischen Rahmenbedingungen für einen solchen Fall jetzt vorzubereiten bzw. zu schaffen.
Roland Gewalt (CDU), sonst voller Tatendrang, schien sich im Verlaufe der Aussprache inhaltlich eher kraftlos zu brüskieren, unter anderem darüber, daß er gestern bei einem Ausflug in Tempelhof trotz aller Sofortmaßnahmen nicht gründlich genug kontrolliert und durchsucht worden sei, aber auch das änderte wenig daran, daß die von der CDU in die Tagesordnung am 17.09. eingebrachten Drucksachen (Behandlung von Einbürgerungsanträgen bei Bestehen von Sicherheitsbedenken (CDU-Antrag, Drs 14/1518); Entschließung über Abschaffung des Religionsprivilegs (CDU-Antrag auf Annahme einer Entschließung, Drs 14/1520)) vertagt bzw. nicht behandelt wurden, da am 19.09. die Bundespolitik und die Berliner Innenverwaltung längst weitergehende Massnahmen getroffen und einen Diskussionsstand erreicht zu haben scheinen, der von der Berliner CDU trotz Fachkenntnis und Akzeptanz in den Sicherheitsapparaten [ vgl. zB. http://www.polizeiarbeitskreis-cdu-berlin.de/ ] scheinbar vor zwei Tagen noch nicht vermutet wurde. Die Entwicklungen im Bereich Innere Sicherheit scheinen derzeit selbst ihrere früheren Protagonisten zu überrollen.
Zur Behandlung kam noch eine Drucksache der CDU zu "Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Situation bei der Berliner Polizei" [ CDU-Antrag, Drs 14/1519 ] aber auch hier scheint die Entwicklung den vormaligen Sicherheitsspezialisten voraus zu sein. Ein Paket von 13 Mio DM soll dem Berliner Sicherheitsapparat zugute kommen, der Innensenator zählte im Detail als bereits beschlossene Sofortmassnahmen zur Sanierung der Berliner Polizei [ die größtenteils von den Anschlägen entkoppelt betrachtet werden muß ] unter anderem auf:
-300.000 DM für Anschaffung von Pfefferspray [ schon im Gange ]
-Kauf von neuen Schutzwesten, Schutzhelmen ect. [ im Rahmen der Sofortmaßnahmen ]
-487.000 DM für neue Einrichtungen der DANN-Analyse beim LKA [ schon vor den Anschlägen, nach einem Gespräch noch einmal 370.000DM zugelegt ]
-5.600.000 DM für Telekommunikationsüberwachungsmaßnahmen des LKA [ Im Haushalt 2002 - 3,6 Mio / 2003 - 1 Mio / 2004 - 1 Mio DM) (Hierbei geht es wohl darum, die unlängst im Spiegel dargelegten Misstände zu bereinigen ]
-600.000 DM Unterbringung Kruppstrasse
Auch der freiwillige Polizeidienst kam im Rahmen der verschwommenen Debatten zwischen Sondermaßnahmen gegen Terror und dem üblichen Sicherheitsalltag zur Sprache, für Körting eine "Organisation, in der sich Bürger engagieren können um mitzuhelfen" [ zB. Um Straßen abzusperren ]
Bei all den Sicherheitsdebatten nicht ganz unwichtig: Körtings Hinweis, daß es sich bei den Anschlägen in den USA um eine gänzlich neue Dimension handelte und die jetzt getroffenen Maßnahmen daher auch gänzlich anders gehandhabt und beurteilt werden müssten, qualitativ eine andere Frage seien, als Maßnahmen im Umgang mit zB. Hooligans oder Genua-Demonstranten. Wichtig unter anderem auch die Erkenntnis, daß im Zuge der Maßnahmen die "Stigmatisierung ganzer Bevölkerungsgruppen" vermieden werden müsse.
Der Vorsitzende beendete die Ausschusssitzung abschließend mit einer Schweigeminute für die ums Leben gekommenen Feuerwehrleute und Polizisten in den USA.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Ein Teil der Neuen Anti Terror Steuer
"DANN"-Analyse soll heißen "DNA"-Analyse
Mein Zugang über Verschiedene Provider
Ein Hoch auf das Net der Systemtreuen
Schily-Veranstaltung am 24.9. in Berlin
Rauchen einstellen
oder
Erzähl das nicht zu Laut
Aktion
Werde da sein.
Wer hat wie abgestimmt?
Danke!
Wer hat wie abgestimmt?
Danke!
DANKE
Widerlich
einzuführen. Das was jetzt passiert ist eine Instrumentalisierung des Verbrechens von New York. Der rassistische
Anthriposoph Schily benutzt Tote für seine faschistische Politik....
Sieg wird gedacht; Scheitern nur erinnert
Was ist euch eigentlich lieber:
Das zwanzig Zivilisten und der Schuldige für diesen Angriff
sterben oder das dieser seinen Terrorismus weiter in die Welt tragen kann.
Es kann keine Gnade geben für diejenigen die das verübt haben. Sie müssen zur Strecke gebracht werden.
Nootfalls mit ALLEN militärischen Mittel( Nuklearwaffen eingeschlossen) Die die dies Taten sind keine Menschen mehr die in der Lage sind auch nur annähernd rational zu denken.
Wenn ich jetzt beschimpft werde ich begäbe mich auf dieselbe Ebene mit Terroristen so ist dies Heuchelei. Mann muss jeden Terrorschlag so hart begegnen das der andere keine Möglichkeit hat die Spirale fortzusetzen (Aerosol massiert einegesetzt, Atomwaffen), dies setzt sie ausser Kraft. Ausserdem:
Was seid ihr eigentlich für Antimilitaristen die wehrlose Polizisten angreifen. Wenn ihr erschossen werdet seid ihr selbst schuld.
GEGEN GEWALTTÄTIGE DEMOSTRANTEN MUSS MAN SCHARFSCHÜTZEN EINSETZEN
Beim geringsten Anzeichen von Gewalt unter den Demonstranten alles niederballern
Friedliche Demonstrationen können nur hilfreich sein, aber nicht das was ihr in Genua veranstalltet habt. DAS ist dieselbe Stufe wie Terrorismus
Ihr werdet mich für diesen Kommentar verachten aber das war mir klar
In nomine Imperatoris
Inquisitor Tyrus
@imc
CDU-Maßnahmenprogramm für Berlin
Wer ist der wahre Tourist?
Hey Tyrus
Medien bezogen hättest, wüßtest Du, daß oftmals viel stärkere und unbegründete Gewalt von Seiten der Polizei
ausgeht.
Im Übrigen dürfte es Dich freuen, zu hören, daß autonome
steinewerfer ab jetzt mit den neuen Antiterrorgesetzen
viel härter verfolgt werden können.
Natürlich ist der Anschlag unglaublich heimtückisch und
unfair gewesen. Auch Dir mein herzliches Beileid
Kann ich das Bild haben?
Franzi
Wut ja - unüberlegt zurückschlagen nein
Auch wenn das vielleich sehr naiv klingen mag, finde ich Martin Luthers Aussage, dass Feindesliebe (oder wenigsten Respek gegenüber diesem) eines der wichtigsten Bestandteile des Miteinanderlebens ist, auch heute oder gerade heute sehr richtig. War nicht der 2. Weltkrieg indirekt eine Folge der überzogenen Reparationsforderungen an die Deutschen? Hätte Frankreich nicht im Sieg Größe zeigen können? Was wäre wohl passiert, wenn nach dem 2. Welrkrieg ähnliche Forderungen auf Deutschland zugekommen wären? Ein 3. Weltkrieg?! Um ein friedliches Miteinander auf der Welt zu ermöglichen, muss man versuchen, mit verfeindeten Staaten auszukommen, nicht diese um jeden Preis beseitigen.
Ich denke, dass unüberlegte millitärisch Schritte der USA mit dann warscheinlich unvermeidbaren zivilen Opfer auch gemäßigte Moslems in die Arme von Radikalen treiben könnten.
Gerde in der momentane Situation kann dei USA Größe beweisen, nicht wirtschaftlich oder millitärisch, sonder mit wohlüberlegten und gründlich durchdachten Schritten gegen den internationalen Terrorismus (notfalls, aber nicht fordergründig auch millitärisch).
netter Eyecatcher
Der Zweck heiligt die Mittel
Zetz moglicht viele Bomben ein damit der Arsch abkratzt!
Atombombe über Afhganistan!
mein comment
namentliche Abstimmung
Unter der angegebenen URL findet man das Protokoll, samt namentlicher Abstimmung (S. 39ff)