Friedensaktion in Essen, 28,9.
Entwurf für einen gemeinsamen Aufruf Essener Bürgerinnen und Bürger für eine
Friedens-Veranstaltung:
Friedens-Veranstaltung:
Krieg darf kein Mittel der Politik sein!
Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon ist von
"Krieg" die Rede, gegen die Vereinigten Staaten und die gesamte "zivilisierte
Welt". Gleichzeitig laufen Kriegsvorbreitungen der US-amerikanischen Politik auf
Hochtouren. Die NATO-Mitgliedsstaaten erklärten ihre "uneingeschränkte"
Unterstützung. Die Sprache deutscher Politiker wird aufgerüstet und selbst eine
militärische Beteiligung der Bundeswehr steht nicht mehr außer Frage - für den
Feldzug gegen "das Böse" (George Bush). Trauer, Ratlosigkeit und
Fassungslosigkeit angesichts der Anschläge in den USA, Fragen nach den Ursachen
dieser terroristischer Taten, all das droht von einer Politik der Vergeltung
überlagert zu werden.
· Zur Zeit wird eine Art globaler publizistischer und militärischer Mobilmachung
betrieben. Schafft das die terroristischen Täter und Organisationen aus der
Welt?
· Allein die Rhetorik von der "Jagd" auf vermeintliche "Feinde" fordert weitere
Opfer. Tausende fliehen bereits aus afghanischen Städten. Sechs Millionen
Menschen werden seit Tagen nicht mehr von internationalen Hilfsorganisationen
versorgt. Was nützt ein Strafkrieg, der vor allem die arme Bevölkerung des
Landes trifft?
· Wem hilft die propagierte Verteidigung der "westlichen Zivilisation"? Den
Angehörigen der Opfer von New York und Washington? Wenn die islamische Kultur
zum Gegner der zivilisierten Kultur erklärt wird, schaffen solche Bekenntnisse
nicht eher weiteren Terror und weitere potentielle Opfer?
· Der Beschluss nach Artikel 5 des NATO-Vertrages militarisiert Westeuropa. Die
Rede von der "uneingeschränkten Solidarität" mit den Vereinigten Staaten,
zementiert sie nicht jene Welt(macht)verhältnisse mit Waffengewalt, die auch zu
den Hintergründen der schrecklichen Anschläge gehören? Wo liegt eigentlich die
eigene politische Verantwortung für die Eskalation der Gewalt?
Wir fragen nach politischen Wegen, die aus der Spirale der Gewalt heraus führen
und die Ursachen des Terrors, der weltweiten Ungleichheiten und regionalen
Konflikte in den Blick nehmen.
Gegen eine Politik der Kriegslogik laden zum Gespräch ein: Stadtsuperintendent
H.Gehring, BioSkop e.V., Hannah Arendt Bildungswerk, Pro Asyl,
Lateinamerika-Kreis, Essener Friedensforum,
Mit: Dr. Peter Lock (Friedensforscher, Hamburg), Vortrag: Ökonomien des Krieges
Dr. Rangin Dadfar-Spanta (afghanischer Politikwissenschaftler,Aachen,
angefragt)
Anschließend: Gesprächsrunde zu friedenspolitischen Aktionen
Moderation: Friedrich Küppersbusch (Dortmund, angefragt)
am Freitag, den 28.9.2001
voraussichtlich im Haus der Kirche, Kennedy Platz Essen-Zentrum
um 18.00 Uhr
Rückmeldung für weitere Mitaufrufer/innen:
BioSkop e.V. Tel. 53 66 706; Fax: 53 66 705
Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon ist von
"Krieg" die Rede, gegen die Vereinigten Staaten und die gesamte "zivilisierte
Welt". Gleichzeitig laufen Kriegsvorbreitungen der US-amerikanischen Politik auf
Hochtouren. Die NATO-Mitgliedsstaaten erklärten ihre "uneingeschränkte"
Unterstützung. Die Sprache deutscher Politiker wird aufgerüstet und selbst eine
militärische Beteiligung der Bundeswehr steht nicht mehr außer Frage - für den
Feldzug gegen "das Böse" (George Bush). Trauer, Ratlosigkeit und
Fassungslosigkeit angesichts der Anschläge in den USA, Fragen nach den Ursachen
dieser terroristischer Taten, all das droht von einer Politik der Vergeltung
überlagert zu werden.
· Zur Zeit wird eine Art globaler publizistischer und militärischer Mobilmachung
betrieben. Schafft das die terroristischen Täter und Organisationen aus der
Welt?
· Allein die Rhetorik von der "Jagd" auf vermeintliche "Feinde" fordert weitere
Opfer. Tausende fliehen bereits aus afghanischen Städten. Sechs Millionen
Menschen werden seit Tagen nicht mehr von internationalen Hilfsorganisationen
versorgt. Was nützt ein Strafkrieg, der vor allem die arme Bevölkerung des
Landes trifft?
· Wem hilft die propagierte Verteidigung der "westlichen Zivilisation"? Den
Angehörigen der Opfer von New York und Washington? Wenn die islamische Kultur
zum Gegner der zivilisierten Kultur erklärt wird, schaffen solche Bekenntnisse
nicht eher weiteren Terror und weitere potentielle Opfer?
· Der Beschluss nach Artikel 5 des NATO-Vertrages militarisiert Westeuropa. Die
Rede von der "uneingeschränkten Solidarität" mit den Vereinigten Staaten,
zementiert sie nicht jene Welt(macht)verhältnisse mit Waffengewalt, die auch zu
den Hintergründen der schrecklichen Anschläge gehören? Wo liegt eigentlich die
eigene politische Verantwortung für die Eskalation der Gewalt?
Wir fragen nach politischen Wegen, die aus der Spirale der Gewalt heraus führen
und die Ursachen des Terrors, der weltweiten Ungleichheiten und regionalen
Konflikte in den Blick nehmen.
Gegen eine Politik der Kriegslogik laden zum Gespräch ein: Stadtsuperintendent
H.Gehring, BioSkop e.V., Hannah Arendt Bildungswerk, Pro Asyl,
Lateinamerika-Kreis, Essener Friedensforum,
Mit: Dr. Peter Lock (Friedensforscher, Hamburg), Vortrag: Ökonomien des Krieges
Dr. Rangin Dadfar-Spanta (afghanischer Politikwissenschaftler,Aachen,
angefragt)
Anschließend: Gesprächsrunde zu friedenspolitischen Aktionen
Moderation: Friedrich Küppersbusch (Dortmund, angefragt)
am Freitag, den 28.9.2001
voraussichtlich im Haus der Kirche, Kennedy Platz Essen-Zentrum
um 18.00 Uhr
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen