Unterschriften für Friedenserklärung
verschiedene deutsche und europäische Friedensgruppen haben eine Erklärung veröffentlicht, die, wie ich glaube konsensfähig ist. Daher die Bitte zu unterschreiben, kopieren, weiterreichen
Brücken bauen, Gewalteskalation verhindern!
Erklärung von Friedensorganisationen
Die Welt droht nach dem 11. September 2001 kälter und kriegerischer zu werden. Mit dem Entsetzen und Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige verbindet sich auch die Furcht, dass die US-Administration nach dieser beispiellos brutalen Terroraktion in der Logik der Gewaltspirale zurückschlägt und neue Eskalationen folgen.
Nachzudenken ist auch über die politischen Bedingungen, die es möglich gemacht haben, dass ein Teil der Menschen in einigen Völkern "den Westen" und insbesondere die USA so hasst, dass eine Gruppe von Terroristen anscheinend meint, sich bei ihrem Massenmord auf diese Unterdrückten beziehen zu können. Wir sind mit den Menschen in den USA in ihrem Schock und Leiden uneingeschränkt solidarisch. Das kann aber nicht heißen, mit allen Entscheidungen der US-Regierung im "monumentalen Kampf", den "das Gute gegen das Böse" nach Präsident Bush jetzt zu führen hat, einverstanden zu sein und sich per NATO-Bündnisfall vielleicht an militärischen Racheaktionen zu beteiligen oder sie zu unterstützen. Militärschläge nützen weder den Opfern des Terrors noch sind sie ein geeignetes Mittel zur Verhinderung oder Eindämmung des Terrorismus.
Wir befürchten weiter: Mit den auf dem Verdacht gegen die Gruppe von Osama bin Laden oder andere islamische Fundamentalisten beruhenden Thesen von einer "Kriegserklärung gegen die zivilisierte Welt" (Bundeskanzler Schröder), könnte die bereits schon länger von christlich-abendländischen Fundamentalisten proklamierte Ansicht vom "Kampf der Kulturen" in den westlichen Gesellschaften gefährlichen Zulauf gewinnen. Die Trennung in eine "zivilisierte" und eine "unzivilisierte Welt" vertieft die Gräben.
Es gibt keine Religion, die solche Terrorakte rechtfertigen würde. Jetzt kommt es darauf an, in unseren Gesellschaften keine Feindschaft gegen "den Islam" generell zuzulassen sondern vielmehr Brücken zu bauen.
Gegenüber blankem Terror gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Eine Politik, die den Terrorismus wirksam bekämpfen und eindämmen will, muss ihm den sozialen, politischen und ideologischen Nährboden entziehen, in dem er gedeiht. Ein Klima des Hasses und der Intoleranz und eine Politik, die Gewalt mit Gegengewalt und Gegengewalt mit neuer Gewalt beantwortet, bereitet auch den Boden für neue Terrorakte. Dem Terrorismus durch zivile Maßnahmen und durch die Stärkung des Rechts und der Gerechtigkeit den Boden zu entziehen ist langfristig das bessere Mittel als der Gedanke an Rache und militärische Vergeltung.
Trotz aller Wut und Trauer appellieren wir an die US-Regierung und deren Verbündete, besonnen und nicht mit militärischer Gegengewalt zu reagieren. Dies kann unser Beitrag dafür sein, dass ein weiteres Drehen an der Gewaltspirale verhindert werden kann.
Initiiert von:
Abrüstungsinitiative Bremer Kirchengemeinden; AG Zivile Konfliktbearbeitung im Netzwerk Friedenskooperative; Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.; Attac Deutschland; BICC - Internationales Zentrum für Konversion Bonn; Bonner Friedensbüro; Bremer Friedensforum; BUKO-Kampagne "Stoppt den Rüstungsexport"; Bund für Soziale Verteidigung (BSV); Bundesausschuss Friedensratschlag; Darmstädter Friedensforum; Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen: DFG-VK Baden-Württemberg; DFG-VK Kiel; DFG-VK Freiburg; Europäisches Bürgerforum; Institut für Theologie und Politik, Münster; Internationale der Kriegsdienstgegner/innen e.V.; IPPNW-Regionalgruppe VS-Villingen; JungdemokratInnen/Junge Linke NRW; Vorstandsmitglieder des "Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIFF) e.V."; Fördergemeinschaft für Umwelt, Bildung, Arbeit e.V.: Frauennetzwerk für Frieden e.V.; Friedensausschuss der Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker); Friedensinitiative Nottuln; Gesellschaft Kultur des Friedens; Gesellschaft zur Förderung der gemeinsamen Verantwortung von Müttern und Vätern (EFAV e.V.); Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen; Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär; Gruppen der Berliner Friedenskoordination; Kölner Freiwilligen Agentur e.V.; Komitee für Grundrechte und Demokratie; Kampagne gegen Rüstungsexport, Kasseler Friedensforum; Lebenshaus Schwäbische Alp - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.; Linkes Netzwerk Bochum; Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.; Ohne Rüstung Leben (ORL); Pax Christi Gruppe Gewaltverzicht München; Promondial - Organisation für emanzipatorische Zusammenarbeit e.V.; Rheingauer Friedensinitiative; Rüstungs-Informationsbüro Baden-Württemberg (RIB); PDS-NRW Landesvorstand; Service Civil International - Deutscher Zweig e.V.; Versöhnungsbund - deutscher Zweig (VB); VB - Landesgruppe Baden-Württemberg; Zentralamerikakomitee Bochum.
Unterschriftenliste Bitte zurück an: Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 53111 Bonn
Weitere Informationen im Internet unter www.friedenskooperative.de
Spendenkonto: Förderverein Frieden e.V., Konto-Nr. 33 0 35 bei Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00), Stichwort: "Gewaltspirale durchbrechen!" Ich unterstütze die Erklärung von Friedensorganisationen zu den Terroranschlägen in den USA "Brücken bauen, Gewalteskalation verhindern!"
Mit der Veröffentlichung meines Namens und der Weitergabe dieses Appells an die US- und die Bundesregierung bin ich einverstanden. Vorname, Name, Adresse, Unterschrift
E-Mail:
friekoop@bonn.comlink.org
Erklärung von Friedensorganisationen
Die Welt droht nach dem 11. September 2001 kälter und kriegerischer zu werden. Mit dem Entsetzen und Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige verbindet sich auch die Furcht, dass die US-Administration nach dieser beispiellos brutalen Terroraktion in der Logik der Gewaltspirale zurückschlägt und neue Eskalationen folgen.
Nachzudenken ist auch über die politischen Bedingungen, die es möglich gemacht haben, dass ein Teil der Menschen in einigen Völkern "den Westen" und insbesondere die USA so hasst, dass eine Gruppe von Terroristen anscheinend meint, sich bei ihrem Massenmord auf diese Unterdrückten beziehen zu können. Wir sind mit den Menschen in den USA in ihrem Schock und Leiden uneingeschränkt solidarisch. Das kann aber nicht heißen, mit allen Entscheidungen der US-Regierung im "monumentalen Kampf", den "das Gute gegen das Böse" nach Präsident Bush jetzt zu führen hat, einverstanden zu sein und sich per NATO-Bündnisfall vielleicht an militärischen Racheaktionen zu beteiligen oder sie zu unterstützen. Militärschläge nützen weder den Opfern des Terrors noch sind sie ein geeignetes Mittel zur Verhinderung oder Eindämmung des Terrorismus.
Wir befürchten weiter: Mit den auf dem Verdacht gegen die Gruppe von Osama bin Laden oder andere islamische Fundamentalisten beruhenden Thesen von einer "Kriegserklärung gegen die zivilisierte Welt" (Bundeskanzler Schröder), könnte die bereits schon länger von christlich-abendländischen Fundamentalisten proklamierte Ansicht vom "Kampf der Kulturen" in den westlichen Gesellschaften gefährlichen Zulauf gewinnen. Die Trennung in eine "zivilisierte" und eine "unzivilisierte Welt" vertieft die Gräben.
Es gibt keine Religion, die solche Terrorakte rechtfertigen würde. Jetzt kommt es darauf an, in unseren Gesellschaften keine Feindschaft gegen "den Islam" generell zuzulassen sondern vielmehr Brücken zu bauen.
Gegenüber blankem Terror gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Eine Politik, die den Terrorismus wirksam bekämpfen und eindämmen will, muss ihm den sozialen, politischen und ideologischen Nährboden entziehen, in dem er gedeiht. Ein Klima des Hasses und der Intoleranz und eine Politik, die Gewalt mit Gegengewalt und Gegengewalt mit neuer Gewalt beantwortet, bereitet auch den Boden für neue Terrorakte. Dem Terrorismus durch zivile Maßnahmen und durch die Stärkung des Rechts und der Gerechtigkeit den Boden zu entziehen ist langfristig das bessere Mittel als der Gedanke an Rache und militärische Vergeltung.
Trotz aller Wut und Trauer appellieren wir an die US-Regierung und deren Verbündete, besonnen und nicht mit militärischer Gegengewalt zu reagieren. Dies kann unser Beitrag dafür sein, dass ein weiteres Drehen an der Gewaltspirale verhindert werden kann.
Initiiert von:
Abrüstungsinitiative Bremer Kirchengemeinden; AG Zivile Konfliktbearbeitung im Netzwerk Friedenskooperative; Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.; Attac Deutschland; BICC - Internationales Zentrum für Konversion Bonn; Bonner Friedensbüro; Bremer Friedensforum; BUKO-Kampagne "Stoppt den Rüstungsexport"; Bund für Soziale Verteidigung (BSV); Bundesausschuss Friedensratschlag; Darmstädter Friedensforum; Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen: DFG-VK Baden-Württemberg; DFG-VK Kiel; DFG-VK Freiburg; Europäisches Bürgerforum; Institut für Theologie und Politik, Münster; Internationale der Kriegsdienstgegner/innen e.V.; IPPNW-Regionalgruppe VS-Villingen; JungdemokratInnen/Junge Linke NRW; Vorstandsmitglieder des "Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIFF) e.V."; Fördergemeinschaft für Umwelt, Bildung, Arbeit e.V.: Frauennetzwerk für Frieden e.V.; Friedensausschuss der Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker); Friedensinitiative Nottuln; Gesellschaft Kultur des Friedens; Gesellschaft zur Förderung der gemeinsamen Verantwortung von Müttern und Vätern (EFAV e.V.); Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen; Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär; Gruppen der Berliner Friedenskoordination; Kölner Freiwilligen Agentur e.V.; Komitee für Grundrechte und Demokratie; Kampagne gegen Rüstungsexport, Kasseler Friedensforum; Lebenshaus Schwäbische Alp - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.; Linkes Netzwerk Bochum; Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.; Ohne Rüstung Leben (ORL); Pax Christi Gruppe Gewaltverzicht München; Promondial - Organisation für emanzipatorische Zusammenarbeit e.V.; Rheingauer Friedensinitiative; Rüstungs-Informationsbüro Baden-Württemberg (RIB); PDS-NRW Landesvorstand; Service Civil International - Deutscher Zweig e.V.; Versöhnungsbund - deutscher Zweig (VB); VB - Landesgruppe Baden-Württemberg; Zentralamerikakomitee Bochum.
Unterschriftenliste Bitte zurück an: Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 53111 Bonn
Weitere Informationen im Internet unter www.friedenskooperative.de
Spendenkonto: Förderverein Frieden e.V., Konto-Nr. 33 0 35 bei Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00), Stichwort: "Gewaltspirale durchbrechen!" Ich unterstütze die Erklärung von Friedensorganisationen zu den Terroranschlägen in den USA "Brücken bauen, Gewalteskalation verhindern!"
Mit der Veröffentlichung meines Namens und der Weitergabe dieses Appells an die US- und die Bundesregierung bin ich einverstanden. Vorname, Name, Adresse, Unterschrift
E-Mail:
friekoop@bonn.comlink.org
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
@ Julia
besser als garnix machen...
kannst ja zuhause am fersneher sitzen bleiben, saufen, kiffen, fussbal gucken und damit deinen teil beisteuern - viel spass.
Weiter So
MFG
USA Überzeugen - natürlich lächerlich
Natürlich werden wir es nicht schaffen, die USA zu überzeugen, dass das, was sie tun verdammt gefährlich und auch falsch ist.
Was wir aber schaffen können:
A) Deutschland und Europa von unbedingtem Gehorsam (nennt man z.Zt. Solidarität) gegenüber den USA abzubringen.
B) Damit den USA die Rückendeckung zu nehmen - und hoffen, dass, wenn sie nicht mehr die halbe Welt hinter sich haben, sie etwas besonnener reagieren.
besser als gar nichts
kill the white nation
Diese Erklärung kann niemand unterschreiben, die aufrecht gegen Ausbeutung kämpft!
Kopf hoch und nicht die Hände!
RE: Antiimperialistischer Defätismus
Wozu führt diese Erkenntnis bzw. das Beharren darauf?
Ist es nicht einfach nur eine andere Umschreibung dessen, was die herrschenden Eliten uns zu suggerieren suchen, wenn sie von dem "Angriff auf die gesamte zivilisierte Welt reden"? Dieses Gerede dient letztlich nur dazu, die Welt nach eigenem Gutdünken in Gut und Böse zu unterteilen und somit alle anderslautende Vernunft einzunebeln.
Was stattdessen in der aktuellen Sitaution gebraucht wird, ist ein breites Aufwachen und Aufstehen kritische denkender Menschen - gerade in den "imperialistischen" Staaten! Dazu muß eine Gegenöffentlichkeit geschaffen werden, für die es ein breites Bündnis aller Kräfte braucht, deren Verstand der allgegenwärtigen Gehirnwäsche und Kriegspropaganda noch widerstanden hat. Dass die in solchen Bündnissen produzierten Erklärungen in der Regel nicht die schärfsten und prägnantesten sind, sollte allgemein bekannt sein: schließlich sollen sie nicht nur von bestimmten einschlägigen Zirkeln, sondern von Menschen aus unterschiedlichsten Zusammenhängen verstanden und geteilt werden, um Wirksamkeit zu erlangen.
Das Beharren auf deren (unsere) "Beteiligung" am Imperialismus führt nur dazu, die Lähmung und Ignoranz weiter Teile der Gesellschaft gegenüber den von ihrer (unserer) Regierung geplanten Verbrechen aufrechtzuerhalten. An solchem Defätismus dürften auch sich als antiimperialisch bezeichnende Menschen kein Interesse haben.
KEINE VERGELTUNG!
KEINE SOLIDARITÄT MIT MÖRDERN!
Hallo Friedenstrottel
Früher oder später werden sich europa (oder deutschland, ´s ist gleich) und die usa zueinander ins konkurrenzverhältnis setzen und im darauffolgenden kampf ziehe ich den american way of life dem deutschen tausendmal vor.
Der hauptfeind heißt nicht usa, sondern deutschland!!! Anstatt bush fischer, schröder und scharping anpissen!!!
Wer jetzt gegen die usa demonstriert, demonstriert für Deutsch - Europa !!!
Bomber-"Wehrmachts"-Harris und feuchte Träume