Berlin: Kundgebung am 22.9. gegen Vergeltung

B.A.St.A. 15.09.2001 04:19
Am Samstag, den 22.9. Kundgebung am Alexanderplatz in Berlin. Motto: Keine Vergeltungsschläge - es gibt schon genug Tote
Hoffentlich ist es bis dahin nicht zu spät...
Im Falle eines Militärschlags: 1800 am Alex
Wir müssen gemeinsam agieren,
bevor die NATO reagiert!

Samstag 22. 9. 01, 14.00 Uhr Kundgebung am Alexanderplatz unter dem Motto

>

Unsere Forderungen:

Ø Solidarität mit den Opfern und Familien der niederträchtigen Anschläge

Ø NEIN zu jedem US/NATO Kampfeinsatz

Ø Keine Aushebelung demokratischer Grundrechte unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung

Ø Keine pauschale Verurteilung und rassistische Repressionsmaßnahmen gegen Unschuldige aufgrund der Terroranschläge




Hoffentlich ist es bis Samstag nicht zu spät.... Es wird vielleicht auch schon Anfang der Woche eine kleinere Kundgebung geben.

Im Falle eines Militärschlags soll eine spontane Kundgebung um 1800 am darauffolgenden Tag, Weltzeituhr am Alex, stattfinden

Rock the World!
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Ergänzungen

Eine unheilige Allianz muss bekämpft werden!

Gabberanarchist 15.09.2001 - 10:47
Die NATO hat alle ihre Mitglieder (Der Hauptfeind steht im eigenen Land!) aufgefordert die USA, den eigentlichen Terroristen des monopolkapitalistischen Imperialismus im Falle eines Angriffskrieges von Seiten der USA auf ein x-beliebiges Land zu unterstützen. Diese Aggression von Seiten der Imperialisten muß mit täglichen Demos um 1800 Uhr am Alex (Weltzeituhr) beantwortet werden! Pakistan ist auch eine Atommacht. Wir sollten noch vor Beginn des 3.Weltkrieges demonstrieren!

Sind wir Geiseln der Regierungen?

? 15.09.2001 - 14:10
Ein paar alte Männer haben ein psychisches Problem und die ganze Menschheit soll dafür bezahlen oder was? Ist es nicht traurig, daß es keine starken Strukturen des Protests gibt? Es wird wirklich Zeit den Leuten die Message zu bringen, daß wir fast alle sind und die fast niemand!

Auch in Hamburg

rub 15.09.2001 - 14:54
In Hamburg ist für Sonntag 15 Uhr (also morgen) auf dem Jungfernstieg eine Anti-Kriegs-Demo angekündig.
Hoffentlich werden da auch nur annähernd so viele Menschen erscheinen, wie sich zu den Trauerkundgebungen drängen lassen - der Friedensgedanke wird schließlich nicht 24/7 im Fernsehen vermittelt..

Geisel der Regierungen aus Alten Männern

Jef 15.09.2001 - 17:29
Passender konnte man es nicht ausdrücken! höchstens noch mit dem Zusatz Geiseln des Mammon!

no sympathy for the taliban

rahel 16.09.2001 - 19:42
ihr seid gegen "den" krieg, ja!

seid ihr auch dafür, dass die islamistischen terroristen den start israel auslöschen wollen - mit derartigen selbstmord- oder sonstigen anschlägen?

hättet ihr den usa auch "keine gewalt" und "es gibt schon genug tote" zusgeschrieen, als sie gegen nazi-deutschland kämpften?

wisst ihr, dass die npd soeben in frankfurt/oder eine antiamerikanische demo gemacht hat?

was tut ihr, wenn bin laden oder sonstwer droht, berlin biologisch anzugreifen, wenn nicht innerhalb von drei tagen alle schwulen, lesben etc. an afganistan ausgeliefert werden?


es gibt nicht "den" krieg, man muss sich von krieg zu krieg entscheiden, auf welcher seite man steht.

der jugoslawien-krieg war ein verbrechen. jetzt ist es mehr als zweifelhaft, die taliban - direkt oder indirekt - mit antikriegsaktionen zu unterstützen!


rahel


die bösen ausrotten?

krieg wollen is nicht linx 16.09.2001 - 22:18
1.) niemand der klar denken kann, hat im mindesten sympathie für die taliban, die eine ganze bevölkerung
terrorisieren. wenn habe ich sympathie für die menschen in afghanistan, die erst unter den taliban gelitten haben und
jetzt von der nato den tod befürchten müssen. (wie bekannt greift die nato in kriegen in erster linie zivilisten an)
2.)
"ihr seid gegen "den" krieg, ja! seid ihr auch
dafür, dass die islamistischen terroristen den
start israel auslöschen wollen" - meinst du nicht auch, daß es menschen gibt, die gegen
den krieg sind und trotzdem die anschläge (die die handschrift der faschisten tragen) verurteilen und ausserdem
solidarische den isralischen menschen gegenüberstehen und lediglich die politik der regierung israels verurteilen? ist
die welt wirklich nur entweder-oder? sind für dich muslime untermenschen? ist das verbrennen einer us-fahne und
dumpfer antiamerikanismus wirklich dasselbe wie das ablehnen von kapitalismus, krieg, rassismus? was ist dein
problem, daß du so eine verrückte weltsicht hast? du wirkst extrem frustriert und zu keinem logischen denkvorgang
mehr imstande.
wenn ich einen fascho sehe, wie er die stimmung missbraucht (und egal was er tut), wird er sich wünschen nie da
aufgetaucht zu sein.

Which side you´re on

Pierre 17.09.2001 - 01:03
Der militante Islam steht in seiner QUALITÄT, seinem eliminatorischen Antisemitismus und seiner Todessehnsucht dem Nationalsozialismus nicht nach, und von der "Linken" kommt nichts als Friedensgeheule, wo der Krieg doch lang schon im Gang ist, und keineswegs von den USA erklärt worden ist. Wie könnt Ihr nur...

Which side you´re on

Pierre 18.09.2001 - 19:36
Der militante Islam steht in seiner QUALITÄT, seinem eliminatorischen Antisemitismus und seiner Todessehnsucht dem Nationalsozialismus nicht nach, und von der "Linken" kommt nichts als Friedensgeheule, wo der Krieg doch lang schon im Gang ist, und keineswegs von den USA erklärt worden ist. Wie könnt Ihr nur...

nonazis

igitt 18.09.2001 - 19:45
süss, jetzt wo die faschos von antideutsch/bahamas x-mal ihr faschistisches pamphlet von minderwertigen rassen verbreiteten nun kommentar-terror? eure seite ist www.dvu.de - die sind genau das, was ihr braucht: drecksnazis, die in berlin ausländerfeindliche parolen sprühen und menschen als minderwertig und vernichtungswürdig beschreiben.... (ps: ich kennen niemanden hier, der die taliban, die genauso faschistisch wie bush (euer neuer führer) sein KKK ist, gern hat)

Denkt mal nach ...

Sepp 19.09.2001 - 16:34
Ist es schon interessant, die Kommentare hier zu lesen. Auf der einen Seite von Leuten, die sich, so hat es zumindest den Anschein, tatsächlich Gedanken über das machen, was derzeit in der Welt geschieht. Auf der anderen Seite liest man dann etwas bei dem man sich fragt, wessen Geistes Kind das wohl sein mag.
"Wie bekannt greift die Nato in erster Linie Zivilisten an" - so steht es hier. Mit jemanden, der an solche Sprüche glaubt, ist es wahrscheinlich schwer wenn nicht sogar aussichtslos zu diskutieren. Nur eine Frage als Denkanstoss: Welchen Sinn sollte das haben? Sinn eines Militärschlages ist im allgemeinen, die Abwehrmechanismen des Gegners auszuschalten, also Militärstützpunkte, Waffenfabriken, Nachschubwege etc.
Greift man die Zivilbevölkerung an so erreicht man das Gegenteil: Das Militär bekommt Zulauf aus der Bevölkerung - siehe USA. Dort verzeichnen die Rekrutierungsbüros der Army und Navy seit den Terroranschlägen ein deutlich gestiegenes Interesse am Beruf "Soldat".
Noch eines: Immer wieder wird erklärt, die Wurzel des Terrorismus ist der eklatante Untschied zwischen Arm und Reich. Statt militärisch einzugreifen sollte die internationale Staatengemeinschaft dem Terror durch Hilfsprogramme für wirtschaftlich unterentwickelte Länder den Nährboden entziehen.
Mit Finanzhilfen der UNO wurde in Kabul u.a. ein Fußballstadion gebaut. Die Taliban nutzen dieses Stadion, um vor großer Kulissen Männer an den Toren aufzuhängen und Frauen auf dem Rasen zu erschiessen. Ihre Vergehen: Die Frauen wollten arbeiten, haben vielleicht Lesen gelernt (ab dem 12. Lebensjahr ist Mädchen das Besuchen von Schulen verboten). Und die Männer? Ihr Verbrechen ist oft, das sie einfach der "falschen" Volksgruppe angehören.
Auf den Strassen verkaufen Händler verschimmelte Brotreste, die die Frauen zerstampfen und ihren Kindern zu essen geben. In den Palästen der "Regierung" in Kabul dagegen mangelt es an nichts.
Und ihr?
Ihr geht auf die Strasse und protestiert gegen einen Krieg gegen diese Diktatoren! Und gebt damit den herrschenden Taliban genau die Rechtfertigung, die sie sich erhoffen. Es gibt bei jedem Krieg Opfer unter der Zivilbevölkerung - und jeder Tote ist einer zuviel. Aber ohne Opfer, aus dem Fernsehsessel heraus, ist kein Kampf zu gewinnen - auch das ist eine bittere Wahrheit, die uns die Geschichte lehrt. Gegen Faschismus in Deutschland geht ihr auf die Strasse - gegen den Faschismus in Afghanistan oder auch im Kosovo, wo Milosevic systematisch ganze Landstriche "ethnisch säubern" ließ, habe ich in Berlin nicht eine einzige Demonstration erlebt. Es ist ja auch einfacher, alte Feindbilder zu bemühen als sich der sich jeden Tag verändernden Welt anzupassen!

Resist and Revolt

XXX 20.09.2001 - 16:07
Ich sage euch: RESIST and REVOLT,
DESTROY CAPITALISM

An Rahel

GDRanarchist 21.09.2001 - 08:21
In den 40ern gab es in Washington, D.C. eine Demonstration von über 40000 KKK-Anhängern. Die USA hat die ganze Rüstungsindustrie der Nazis über eine Züricher BANK mitfinanziert. Mit Raubgold haben die NAzis dann diese Kredite zurückgezahlt! Rote Armee und Titos Partisanen haben die Nazi-Wehrmacht zerschlagen! Außerdem finde ich es falsch Israel mit "den Juden" zu identifizieren. Es gibt auch kein rein christliches, islamistisches oder buddhistisches Volk! Islamisten aller Hautfarben und Nationen unterstützen ja auch nicht Theokratien in Iran oder Afghanistan!

***

Schuljunge 21.09.2001 - 17:17
Ich kenne keine Parteien, ich kenne nur Deutsche!!!!!-----solange ihr noch streited ist ja alles in Ordnung.--- diese discursion wirft aber eine ganz klare Frage auf: Wie soll sich die "linke" verhalten? Meine meinung dazu ist, so vielö wie Möglich Aktionen zu machen. Dabei aber ganz gezielt darauf achten wen es trift und dies auch in bekennerschreiben darlegen. Die "linke" darf weder ein Teil der einen noch der anderren Bewegung sein, auch wenn dies schmerzen kann nicht dabei zu sein wenn die Weichen gestellt werden. "Unser" Kampf kommt noch, nämlich dann wenn die Repression uns trift und dann müssen die aktionen groß sein, ganz groß, inteligent. Wenn nicht dadurch dann nicht mehr solange wir noch handeln können. --[[[Smash the System]]]--.

Das Falsche im Falschen

1 (Ein) antideutscher Kommunist 22.09.2001 - 08:37
Auch wenn es falsch ist in das Kriegsgeheul der Bürgerlichen einzustimmen bleibt doch festzuhalten daß es sich bei den Attentätern um Faschisten handelt, weil Wall Street und Pentagon genau jene Punkte sind die bei Antisemiten als Zentren der Weltverschwörung gelten müssen.
Sicher ist es richtig daß die Toten von NY in der täglichen Barbarei des Kapitalismus fast untergehen, aber ein gezielter Mordanschlag auf Menschen die man irgendwie mit der bösen Weltmacht assoziiert überbietet die "unterlassene Hilfeleistung" (man möge mir die juristischen Begriffe verzeihen) der täglich Tausenende zum Opfer fallen noch an Barbarei.

Die Linke muß die Voraussetzung sowohl des Antisemitismus als auch des (blutigen) Status Quo abschaffen: die kapitalistische Ordnung. Solange ihr das nicht gelungen ist sollte man ein wenig aufpassen wo man sich im Krieg zwischen den Verfechtern des Kapitalismus und den ihm entsprungenen Faschisten vom Schlag der NY-Attentäter positioniert: Die weltweite "anti-islamistische Einheitsfront" ist nämlich hauptsächlich eine verbale. Kann man sich vorstellen daß ein ähnlicher Anschlag in FfM stattfinden würde? Kaum. Man braucht nur zu betrachten wie z.B. Arafat (der zwar kein islamistischer Terrorist ist aber bestens mit solchen zusammenarbeitet) seinen treuen Fischer Joseph ans Herz drückt um zu sehen daß die Feindschaft gegen den großen Satan USA und das seelenlose Kapital (im Gegensatz zum Tobingesegneten Volksvermögen mit Blut-und-Boden-Siegel) alle rassistischen und politischen Schranken überbrückt. (andere Beispiele auf Anfrage)
Wenn die (christlich verbrämte..?) Vergeltung der NATO auch erfahrungsgemäß über das Ziel hinausschießen, auch Unschuldige treffen und nicht gerade eine emanzipierte Gesellschaft hinterlassen wird (wobei immer noch die Chance besteht daß niemand es sich leisten kann es sich mit der gesammten arabischen Welt zu verderben und darum die Angriffe recht präzise ausgeführt werden) so würde sie in diesem Fall doch ausmahmsweise das Richtige im Falschen tun, wäre das kleinere Übel. Damit wir uns richtig verstehen: für dieses "Richtige im Falschen" zu kämpfen ist nicht Sache der Linken. Wer aber jetzt auf die Straße geht gegen einen Krieg der sich in erster Linie gegen Faschisten richtet, reiht sich, gewollt oder nicht, in die antisemitische Einheitsfront ein, der neben Ibn Ladin auch Fischer Joseph und zahllose andere grün-braun lackierte kapitalistischen Zeitgenossen angehören, der kämpft für das Falsche im Falschen.