Antiarabische Hysterie

aik 15.09.2001 01:15 Themen: Antirassismus
Wiener Polizei überfällt palästinensische Flüchtlinge
In der Nacht vom 12. auf den 13. September umstellte die Wega (Spezialeinheit,
die wegen ihrer Brutalität bei Demonstrationen und gegen Ausländer gefürchtet ist und der rechtsradikale Tendenzen nachgesagt werden) ein Haus im 18. Wiener Gemeindebezirk, in dem in der Folge um 2 Uhr früh eine Wohnung palästinensischer
Flüchtlinge gestürmt wurde. Ein Hinweis, dass die Wohnung stark von arabisch aussehenden Menschen frequentiert würde, war von Nachbarn, die offensichtlich von der Medienhysterie angesteckt wurden, an die Polizei ergangen.

Doch sowohl die Wohnung als die dort untergebrachten Flüchtlinge, einige davon Kinder, müssten den Behörden eigentlich bekannt sein: Es handelt sich um verletzte Palästinenser, die sich mit offizieller Genehmigung zur Behandlung in
Wien befinden. Auch die starke Besuchstätigkeit ist leicht erklärt: Die Bewohner sind schwer Versehrte (einer verlor durch israelische Angriffe ein Bein, einem anderen wurden die Arme abgetrennt), die nur mit Begleitung die Wohnung
verlassen können.

Die Polizei fand an der Wand ein Bild des kürzlich von Israel ermordeten Vorsitzenden der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), Abu Ali Mustafa,
ein Poster Che Guevaras und ein Plakat von Egypt Air, das ein über der Freiheitsstatue fliegendes Flugzeug zeigt - was den Beamten besonders verdächtig erschien.

Die Polizei verhaftete zwei Personen, eine davon scheinbar verdächtig durch die
fehlenden Arme und das verbrannte Gesicht und die andere durch einen vermeintlichen Fluchtversuch. Der Jugendliche hatte aus Angst vor dem
martialischen Auftritt kurzerhand über das geöffnete Fenster Reißaus genommen.
Auf Intervention eines Vertreters der palästinensischen Gemeinde mussten beide
noch in der selben Nacht freigelassen werden.


Gefährliche Stimmung in der Bevölkerung

Dass die Wega die öffentliche Stimmung für Einschüchterungsaktionen dieser Art
nutzen würde, war von demokratischen Beobachtern angesichts zahlloser Übergriffe
vorauszusehen. Bedenklich ist jedoch die hysterisch-chauvinistische Stimmung in
der Bevölkerung, die die mediale Vorverurteilung und Verteufelung alles Arabisch-Muslimischen reflektiert.

Unsere jeden Freitag in der Wiener Schottenpassage stattfindende ?Botschaft der Intifada? wurde heute mehrfach angepöbelt. Bisweilen genügt es schon auf der Straße mit einem Palästinensertuch gesehen zu werden, um sich Beschimpfungen
anhören zu müssen.

Antiimperialistische Koordination Aktuell (leicht gekürzt)
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Ergänzungen

George Bush

Giso 15.09.2001 - 02:09
Glueckwunsch George Bush, fuer das Feingefuehl eines Elefanten!

- 15.09.2001 - 02:16
Tja, nachdem Berlusconi und Haider als die Guten angesehen wurden, können die jetzt kurz vor "dem Blitz" so richtig ihr Hitlerbärtchen raushängen und der Dumpfspiesser darf Pogrome mitmachen....

faschos haben keine eier

15.09.2001 - 02:33
naja, der anschlag trägt die handschrift eines faschisten. siehe oktoberfest oder oklahoma. der ging gegen menschen.

HAAALLLLOOOOOOOO

mastermindchaos 15.09.2001 - 04:23
weiss irgendwer was von einem menschen aus afghanistan der vor einiger zeit aus D abgeschoben werden sollte, dann aber eine WICHTIGE info hatte & dann nach ami-land telfonieren durfte & exakt die ereignisse des dienstages geschildert hat????
bis ehrlich interessiert

Da brauch mensch nicht mal die Presse ...

Unkraut 15.09.2001 - 05:01
Die Medienberichterstattung bis gestern Abend war im wesentlichen widerlich rassistisch! Vorgelebt von Bundeskanzler Schröder (uneingeschränkte Solidarität, Kampf der Kulturen). Tja, das bringen gut 50 Jahre Zivilation wohl mit sich!!!
Wer rumbomt ist ein Mörder - in Afganistan, Amerika oder sonst wo!!!

@mastermindchaos

Volatil 15.09.2001 - 10:47
Das war kein Afghane, sondern Perser und war in Deutschland in Abschiebehaft (da soll er jetzt noch sein) und wird inzwischen verhörrt. Als er sagte, er sei ein Häftling legten sie im Weißen Haus den Hörer auf. Na ja, jeden Tag rufen da bestimmmt ein paar tausend Spinner an...
Quelle: Habe ich gestern morgen im Radio gehört. Aber nur einmal, seitdem davon nichts mehr.

CNN

Fragender! 15.09.2001 - 11:50
Ich weiss nicht inwiefern das schon erläutert wurde aber lest euch mal den Text durch, der unter dem Link zufinden ist! Falls jemand näheres weiss wäre es nett wenn ihr mal Info geben könntet!

 http://www.indymedia.org/front.php3?article_id=63925&group=webcast

genau da drüber reden

evil.one 15.09.2001 - 12:44
wem die kommentarfunktion auf der indymediaseite nicht ausreicht, der versuche es mal mit der mailingliste hypnopaedia die extra dazu geschaffen wurde. näheres steht bei dem posting.

AntiKriegsDemo Berlin

GegenInformationsBüro 15.09.2001 - 14:15
Sonntag - 16. September 2001
19.00 Uhr Versammlungsraum Mehringhof (Gneisenaustr.2a)

Alle gegen Krieg - Vorbereitungstreffen zu einer großen Demonstration gegen
den bevorstehenden Krieg - Kommt alle!

Irrefuehrungen

Patty 15.09.2001 - 15:27
Der Iraner, der den warnenden Anruf gegeben haben soll, galt offiziell als psychisch gestoert.
Dass ihm auf dieser Grundlage ueberhaupt ein derartiger Anruf persoenlich genehmigt worden sein soll, ruft in mir ausserste Zweifel wach.
Ebenso, wie die aueserst schnellen Ermittlungserfolge der offiziellen Behoerden, selbst wenn eine ganze Armada dafuer eingesetzt wird.

Es werden Weltweit Anti Muslimische Progrome

Jef 15.09.2001 - 17:34
von den Medien gemeldet.

Ösis

MuslimMama 16.09.2001 - 16:44
Klingt wie aus einem Karikaturblatt wie sich die österreichischen Bullen aufführen.

Im ORF kam mal ein österreichischer "Skinhead" mit Österreich Flagge an der Jacke (prust) der da meinte: ´Wan sie die Auslääänder auf unser(!) Bankerl hocken dahn stingts.´ So nah war ich noch nie dran den Fernseher einzutreten.

Die in Hamburg festgenommenen waren ja Studenten und außer dem lauten Beten unauffällige Bürger. Also Vorsicht vor allen normalen Bürgern - könnte ein Terrorist sein.